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Montag, 7. Oktober 2013

Tag0150 - Altern oder reifen wir? - Nichts zu feiern am Geburtstag

xstex / Foter / CC BY-NC-ND


Wie kann ich meinen Geburtstag „feiern“, wenn ich weiß, dass um mich herum Menschen aufgrund der Ignoranz so vieler anderer Menschen unerträglich leiden müssen, wenn ich weiß, dass wir alle mit unserem Schweigen, unserer selbstsüchtigen Anpassung und der bequemen Haltung gedanklicher Selbstrechtfertigung gegen den Verstand die Folter, den Hunger und das Verenden von tausenden Kindern jeden Tag billigen? Wie könnte ich „feiern“ und mir selbst gegenüber mutwillig Ignoranz üben, wenn ich Jahre lang hart an mir selbst arbeiten musste um die angelernten und gesellschaftlich geförderten Scheuklappen Schritt für Schritt zu lösen um mir selbst wieder aufrichtig in die Augen schauen zu können, um wieder zu lernen was Verantwortung und Leben eigentlich bedeuten? Wie könnte ich meinen Geburtstag „feiern“, außer dadurch endlich Schluss zu machen mit der duckmäuserischen 'Diplomatie' gesellschaftlicher Norm-Hörigkeit und der mentalen Verschleierung der Wirklichkeit, außer durch meine tägliche Hingabe an die Selbstbefreiung von und Offenlegung der gedanklichen und ideologischen Konstrukte des Bewusstseins die der Verblendung und der Ablenkung dienen, die uns ein Leben vorgaukeln in dem wir nach nichts weiter als mentalen Erlebnismomenten streben, nach dem Gefühl der energetischen inneren Ladung die durch Halluzinationen, durch selbstverursachte Rauschzustände in einer imaginativen Realität verursacht wird und uns wie Süchtige langsam aber sicher verbraucht und dem Untergang weiht?

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben dazu ein lebendes Beispiel für die Möglichkeit des Menschen zu sein, all die Irrtümer aufzugeben, die Programme der Selbstversklavung und der vergeistigten Abhängigkeit, der Fremdbestimmung und Kontrolle durch ein System der Vernichtung aufzugeben, selbstbestimmt zu transformieren und sich zu befreien. Ich stehe als Mensch als Beweis für die Verantwortlichkeit des Menschen an allen Konsequenzen seiner Lebensweise, für die Verantwortlichkeit an allen Verbrechen am Leben, an den Kindern die Hilflos einer Wahnkranken Spezies ausgeliefert sind und die auf keine Hilfe hoffen dürfen, denn all diejenigen die Helfen könnten sind durch eigene Selbstaufgabe unmündige, unfähige, unterentwickelte und selbstsüchtige Roboter geworden die trotz ihrer Fähigkeit zu helfen selbst die Hoffnung als mentales Konstrukt der Verblendung und der Verblödung vorziehen, allein um ihrer eigenen Selbstgefälligkeit zu dienen. Ich stehe als Mensch und als lebendiger Beweis für die Verantwortung des Menschen indem ich die Möglichkeit seiner eigenen Neuausrichtung aufzeige und somit alle Konstrukte, alle Philosophien und Ideologien der Selbstrechtfertigung, der Viktimisierung und moralischen Überheblichkeit ad absurdum führe. Ich stehe ein für und als das Leben, für die Befreiung des Lebens im Namen des Lebens, im Namen der Kinder vor allen Dingen, da sie in diese Welt geboren werden und man ihre Psychen missbraucht, ihnen einprogrammiert sie würden ins Leben geführt, erzogen und ausgebildet um sich selbst zu entfalten obwohl die Erwachsenenwelt selbst nicht weiß was sie tut, sich längst der Feigheit hingegeben und der ewigen Unterwerfung verschrieben hat unter ein System dessen Schöpfer wir alle sind, dem wir in einem Atemzug alle Macht entziehen könnten, wenn wir nur bereit wären uns der Angst zu stellen und diesen Atemzug zum ersten mal als wahrhaft eigenständige, selbstehrliche und eigenverantwortliche Lebewesen in Einheit und Gleichheit mit allen zu tun.

Ich feiere mein Leben jeden Tag, jeden Moment in dem ich mich weiter durch den Wust der konditionierten Unterwürfigkeit wühle und die Tentakel der Persönlichkeitsprogramme die mich geformt haben und denen ich erlaubt habe in mich einzudringen und zu einem Teil von mir zu werden, mich zu einem Teil dieser lebensfeindlichen Systematik zu machen, herausreiße, indem ich mich meinen konditionierten und eingeimpften Ängsten stelle, sie als Illusionen entlarve und mit jedem Atemzug zu einem freieren Menschen werde. Indem ich nichts mehr zu verbergen habe vor wem auch immer stehe ich in diesem Prozess als Beispiel für die Freiheit des Menschen und seine Möglichkeiten, für die Vertrauenswürdigkeit und die Verantwortung für und als das Leben ein. Damit feiere ich wahrhaft das Leben, in Einheit und Gleichheit mit allem Leben. Nicht in der pervertierten Illusion von Spaß und Freude die nur durch Konsum, durch ideologisch verseuchten Behang und das Berauschen mit zerstörerischen Substanzen zu erreichen sein soll. Nicht in der selbstsüchtigen, vergeistigten und kurzlebigen Selbstbeweihräucherung unter egoistischen Persönlichkeiten die eine Möglichkeit der Ablenkung und oberflächlichen, billigen Unterhaltung suchen. Was sollte ich als das Leben, als Teil dieser Menschheit zu feiern haben so lange wir dieses Bild des Jammers abgeben, so lange wir die Notlagen und Schwächen anderer so schamlos und kurzsichtig ausnutzen, so lange wir nicht einmal unseren eigenen Kindern gegenüber offen unser Versagen eingestehen und ihnen damit die Chance auf einen Neuanfang freigeben können? Was der Mensch ist, was er kreiert hat in seiner Existenz hier und heute ist verachtenswert, was er sein könnte hingegen ist ein würdevolles, vertrauenswürdiges Wesen mit gestalterischem und schöpferischem Potential das das Beste für alles Leben Umsetzen kann. Unsere Kinder sind bereits der lebende Beweis dafür, allerdings haben wir sie so geschickt um ihre Würde und ihre Eigenständigkeit betrogen, dass sie kein Gehör bekommen und keine Stimme in dieser Welt mehr haben. Wir verschließen selbst zu gern die Augen vor ihrer Offenheit und ihrer spontanen Einsicht wenn sie die Grundfesten und scheinheiligen Werte unserer Systeme herausfordernd in Frage stellen. Daher stecken wir sie ja auch zwangsweise in die Umerziehungsanstalten und die Gehirnwäscheprogramme der Institutionen unserer so Entwickelten Zivilisation wo sie zu hörigen Sklaven eines untergehenden Systems, einer lebensfeindlichen Gesellschaftsordnung und einer verlogenen, zerstörerischen Wirtschaftsideologie geformt werden. Denn das, was wir hier „ein Leben führen“ nennen ist nichts weiter als die Versklavung im Namen des Profits, die Ausbeutung anderer im Namen einer nie wirklich existierenden Welt, einer reinen Ideologie die allein der Kontrolle und Manipulation der Massen dient. Wir missachten die Wahrhaftigkeit und missbrauchen das Vertrauen das sie in uns als ihre Eltern setzen auf schändliche Weise und vernebeln ihre Wahrnehmung damit sie nicht den Wahnsinn unserer Verantwortungslosen Selbstzufriedenheit erkennen. Wir sind wahrlich eine erkrankte Spezies, erkrankt am Bewusstsein, am Missbrauch unserer Fähigkeiten zu selbstsüchtigen Zwecken. Ich kann nur das Leben feiern, nicht aber meinen Geburtstag. Und das Leben zu feiern bedeutet es zunächst zu befreien, denn erst wenn alle wahrlich frei sind kann es so etwas wie Freiheit, wie Freude und Grund zu feiern überhaupt geben. Alles andere ist eine beschränkte Illusion, eine Selbstverleugnung und ein lächerlicher Versuch sich von der Wirklichkeit der eigenen Verantwortung abzuwenden.
Wir haben die selbstgefällige Selbstaufgabe so weit getrieben, dass wir ein System der absoluten Kontrolle über das Leben geschaffen haben, dessen leitende Positionen von selbstsüchtigen Soziopathen besetzt sind, denn nur den Rücksichtslosesten, Skrupellosesten und Selbstsüchtigsten über alle Maßen Menschenverachtenden Individuen ist es in diesem System möglich die einflussreichen Positionen zu besetzen und dadurch die Massen zu kontrollieren, sie zu ihrem ganz persönlichen Selbstzweck arbeiten und funktionieren zu lassen. Der Wahn des Wettkampfes, das Gegeneinander hält uns gefangen, gepaart mit der Lüge der Hoffnung, der Hoffnung darauf selbst einmal Täter zu werden anstatt Opfer zu sein. Dieses jämmerliche Konzept ist alles was wir als Menschheit geschafft haben was unser Leben bestimmt und was wir Entwicklung oder gar Evolution nennen. Doch nicht die Natur, sondern die vom Menschen selbst generierte Angst vor der individuellen Verantwortlichkeit macht diese Selbstbeschränkung möglich. Doch ich stehe nicht für dieses lächerliche Prinzip, diese heuchlerische Lüge, ich stehe für die Befreiung des Lebens von der Fremdbestimmung, für den Menschen mit Verstand und Einheitssinn, für die Entwicklung und Entfaltung des Lebens für uns und alle Kinder dieser Erde.
So lange wir unseren Kindern, also allen Kindern dieser Erde, nicht offen und selbstehrlich gegenübertreten können in der Gewissheit alles getan zu haben und auch zukünftig alles zu tun um ihnen ein Leben in Freiheit und Würde zu ermöglichen, für unsere Fehler geradezustehen und sie zu bereinigen, so lange gibt es wahrlich nichts zu feiern.
So lange nicht alle Kinder ihren Geburtstag feiern können, einfach aus Freude am Leben und in Aussicht auf ein freies Leben in Einheit, in gegenseitiger Unterstützung in einer vertrauenswürdigen Gemeinschaft, so lange wird es keinen wahren Grund zum Feiern geben.


Freitag, 14. Dezember 2012

Tag 92 - Das Maß der Verantwortlichkeit

ChrisK4u / Foter / CC BY-NC-ND


Die Machtlosigkeit gegenüber unserer 'Natur', oder dessen was wir als diese bezeichnen, ist lediglich ein Eingeständnis der persönlichen Feigheit, der Selbstaufgabe und der Selbstversklavung. Eine Unterwerfung unter fremdbestimmte Umstände, der Selbstbetrug als eine Strategie der Einbildung, man könne sich 'heraushalten' aus den Konsequenzen und dennoch 'teilhaben' am Leben. Doch sind wir alle, sobald wir sind, beteiligt am Leben und allem was dazu gehört. 
 
Natürlich ist die Verantwortlichkeit gleichermaßen ungleich verteilt wie auch die Möglichkeiten. Wir haben als Menschen bereits dafür gesorgt, dass die Teilhabe am Leben, die Entfaltungsmöglichkeiten und Gestaltungsfähigkeiten in hohem Maße ungleich oder ungerecht verteilt sind. In dem selben Maße ist natürlich auch die Verantwortlichkeit für all die Schritte ungleich verteilt, die unternommen werden müssen um diese Ungleichheit zu beseitigen. Das heißt, dass zwar alle Menschen gleichermaßen beteiligt sind am Leben selbst und an den Auswirkungen und Entwicklungen die es nimmt, dass aber beispielsweise ein Junge der in einem so schwachen sozialen Umfeld lebt, dass ihm sowohl der Zugang zu Bildung und Information als auch zu notwendiger Nahrung und Grundversorgung verwehrt ist nicht in gleichem Maße für erstens die Anerkenntnis und die Ursächlichkeit dieser Zustände und seiner Beteiligung daran und zweitens das Einleiten der notwendigen Schritte zur Behebung dieser Ursachen verantwortlich gemacht werden kann wie beispielsweise der Mensch, der direkt oder indirekt von diesen Umständen profitiert, weil er in einem Land lebt, das wirtschaftlich privilegiert ist und das von der Unterprivilegierten Stellung der Bevölkerung des Landes in dem dieser Junge lebt begünstigt wird, oder gar an der Schaffung dieses Zustades beteiligt ist. Die Verantwortlichkeit für die Zustände die wir als Menschen geschaffen haben ist zwar in ihrer Ursächlichkeit aus verschiedenen Gründen auf die ich noch tiefer eingehen werde und teilweise auch schon eingegangen bin bei jedem Menschen direkt gleichermaßen vorhanden, jedoch sind die Schritte die zu der Akzeptanz dieser Verantwortlichkeit notwendig sind nicht jedem Menschen gleichermaßen möglich, da beispielsweise ein großer Teil der Weltbevölkerung mit wesentlich akuteren Notständen konfrontiert ist, die das direkte Überleben von Tag zu Tag betreffen und diese sich somit in einem Ausnahmezustand befinden der eine solche Selbstarbeit und Selbstreflektion nahezu unmöglich macht. 
Die 'Revolution' die stattfinden muss, und die erste überhaupt dieser Art, was ihren Erfolg entgegen der Erfahrung mit 'üblichen' Revolutionen erst realistisch macht, muss also nicht von 'unten' nach 'oben' gerichtet sein, sondern genau umgekehrt, was sie eben auch so unvorstellbar, aber nicht unmöglich macht. Der privilegierte Teil der Weltbevölkerung steht in der Pflicht, denn hier liegt der größte Teil der Verantwortlichkeit für die Veränderung und das Beenden der Ungleichheit. Das heißt, dass die einzige Motivation dieser 'Revolution' das Interesse am Leben selbst sein muss, geboren aus der selbstehrlichen Sicht auf die von Menschen geschaffenen Zustände und in der Erkenntnis ihrer inakzeptablen Unerträglichkeit angesichts der Eigenverantwortlichkeit als gleiches und gleichwertiges Wesen. Eben kein Befreiungsschlag aus der Not heraus, vornehmlich von Selbstinteresse motiviert, sondern eine von Vernunft, wahrer Menschlichkeit und Einsicht getragene Entscheidung. Eine Revolution, die eigentlich keine ist. Es ist keine Umkehr, kein Zurückrollen und kein einfaches Umwälzen der Verhältnisse, so wie es bisher bei fast jeder Revolution der Menschheitsgeschichte der Fall gewesen ist, sondern es ist vielmehr ein Stoppen, ein HALT, ein Durchatmen und 'Neu-Gestalten', ein Prozess, der die wahre, selbstbestimmte und eigenverantwortliche Nutzung menschlicher Eigenschaften und Fähigkeiten erfordert. Ein Prozess der uns tatsächlich erst lebendig macht. Nicht geboren aus ideologischer Verblendung, nicht getrieben durch die hetzerische Selbstdarstellung und Identifikation als 'Gutmenschen', keine 'Charity' Veranstaltung und aus vermeintlichem Mitgefühl abgewrungene Opferung, sondern eine aus dem Leben heraus getroffene Einsicht, eine Auferstehung jedes einzelnen als lebendiges Wesen, in Gang gebracht durch die erste und einzige selbstbestimmte Entscheidung die einem Menschen möglich ist: der Entscheidung mit seinem Leben für das Leben zu stehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meinen persönlichen Vorteil über das Interesse anderer zu stellen und mich in meiner Rolle als unfreiwilliges Opfer der Umstände versucht habe aus der Verantwortung zu ziehen gegenüber dem Leben und all den Konsequenzen die nicht nur mein Handeln in dieser Weltordnung, sondern vor allem auch mein nicht-Handeln und meine Ignoranz haben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich selbst und meine Selbstbestimmung aufzugeben und abzugeben in dem Glauben dadurch auch meine Verantwortlichkeit dem Leben gegenüber los zu werden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, dass meine Angst und meine Ablehnung der Eigenverantwortlichkeit mir den Blick auf die Handlungsfähigkeit und Selbstbefreiung versperrt hat, die in der Akzeptanz und Übernahme der Eigenverantwortlichkeit für das Leben liegt.


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Samstag, 13. Oktober 2012

Tag 62 - Mensch und Leben: Selbstmissbrauch - der Verzehr des Lebens durch den Geist (Teil 3)



Fortsetzung zu 'Tag 60'

Wir kreieren alles selbst, und wir wissen es auch. Gewalttäter, Mörder, Betrüger, Vergewaltiger, Kinderschänder, Fehden, Konflikte, Kriege, Armut, Hungersnöte, Völkermorde. Wir sind die Schöpfer unserer Probleme und wir glauben tatsächlich, dass wir diese Ungleichheiten und unnötigen Grausamkeiten gegen uns selbst brauchen um zu leben. Wir haben uns so erfolgreich programmiert dass wir akzeptiert haben, dass wir nichts weiter als Reizreaktionssysteme sind, die sich nur dann fortbewegen, entwickeln und regen, wenn sie sich bedroht fühlen. Wir kreieren also unsere eigene Bedrohung durch unsere Vorstellung, die dann in äußere Systeme der Missgunst, Ausbeutung und Vorteilsnahme umgesetzt werden. Wir müssen endlich verstehen, dass es keine 'Verschwörungen' gibt, dass es keinen 'Schuldigen' oder alleinigen Verantwortlichen gibt, ausserhalb unserer eigenen Existenz. Wir sind alle verantwortlich für das was wir ermöglichen. Es reicht auch nicht aus Dinge zu erkennen und zu verstehen, sogenannte Verschwörungen aufzudecken und bloßzustellen, wir müssen die tatsächlichen Ursachen in uns selbst erkennen, die solch einen Missbrauch des Lebens überhaupt erst möglich machen und uns neu ausrichten. Wir haben die Fäden direkt vor uns, sie laufen direkt durch uns hindurch, wir müssen sie nur in die Hand nehmen. Das System, das äußere System, das Finanzsystem das die Machtverhältnisse 'regelt' und festlegt, ist die Projektion unserer inneren Systeme, unserer Angst vor Verantwortung, unserer Angst vor Entscheidungen, weil wir wissen, dass wir zu diesen Entscheidungen die uns in diesem System/als dieses System zur verfügung stehen niemals wirklich stehen können, wenn wir uns uns selbst stellen, in bedingungsloser Selbstehrlichkeit.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich in meinen emotionalen Reaktionen zu identifizieren, sie zu benutzen um meine Entscheidungen, Werturteile und Meinungen zu rechtfertigen ohne sie zu verstehen, ohne zu erkennen dass sie abhängig von meiner eigenen Geschichte, von einem Erfahrungs- und Gedankensystem meiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung entspringen, dass ich die emotionalen Triggerpunkte also selbst kreiert habe unter Zuhilfenahme des Systems das mich geprägt und geformt hat, und dass sie daher keine äußere Legitimation meiner Entscheidungen sind, dass meine Emotionen keinen 'mystischen' Wahrheitsgehalt haben, sondern dass meine emotional basierten und auf persönlichen Erfahrungsbedingten Werturteilen basierenden Entscheidungen lediglich über einen Umweg durch die Filter meines Geistes geschickt werden um vor mir selbst die unveränderte Eigenverantwortlichkeit für alle meine Entscheidungen und deren Konsequenzen zu verbergen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, viele Jahre meines Lebens mich nicht meiner Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben gestellt zu haben und durch die selbstgewählte Selbstbeschränkung durch Selbstverblendung, Schuldzuweisung, anklagender, kämpferischer Ideologie und dem Schaffen von Feindbildern das System der feigen Selbstaufgabe in Angst vor dem Leben, in Angst vor der Akzeptanz der individuellen Verantwortlichkeit für das Leben unterstützt, gefördert und den Prozess der Selbstfindung der Menschheit, den notwendigen Prozess der Selbstbefreiung eines jeden einzelnen zur Befreiung des Lebens von der Plage der Bewußtseinsherrschaft in Vorstellung und Gedanken aufgehalten und erschwert habe.

Ich bestimme mich selbst als das Leben zur uneingeschränkten Hingabe an das Leben und die Befreiung des Lebens von der unbeschreiblichen Ignoranz, der Versklavung, Folterung und Ausbeutung des Lebens für die Fütterung der menschlichen Vorstellungen, seiner Gedanken und den darin geformten Ideologien, die unnütz und substanzlos sind und dem reinen Selbstinteresse der jeweiligen Personen/Persönlichkeiten dienen, die diese Interessen vertreten um für kurzfristige Befriedigung eines Geistwesens das keine Zukunft und nicht einmal eigenständiges Leben hat zu sorgen und es damit 'zufriedenzustellen' wobei aufgrund der daraus resultierenden Untätigkeit und der Bewegungslosigkeit wenn es um wahrhaftiges Leben, um physischen Wandel geht die Konsequenzen in seiner realen Welt entstehen, die Ungleichheit die wiederum gerechtfertigt werden soll/wird durch die selbstlegitimierenden Systeme seiner Bewußtseinsprägung und seiner Gedankenstrukturen.




Mittwoch, 9. Mai 2012

Tag 15 - Politik der Emotionen, 'im Kleinen wie im Großen'




Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meine Emotionen über mich herrschen zu lassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen hbae, dass ich meine emotionalen Ausbrüche versucht habe moralisch zu rechtfertigen und dass ich nicht erkennen wollte, dass es sich dabei lediglich um selbstgerechte Heuchelei gehandelt hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe den Bezug zu mir selbst zu verlieren und mich von Systemen emotionaler Reaktionen und deren Gedankenmuster bestimmen zu lassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe wähernd dieser Momente der Selbstaufgabe in grober Weise mit anderen Menschen umzugehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe das innere Spiel mit Energien der Gefühle dem gleichberechtigten Umgang vorzuziehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich schuldig zu fühlen und dieses unangenehme Gefühl nicht dazu genutzt habe die Abhängigkeit von meinen Persönlichkeitsstrukturen zu bearbeiten und zu überwinden, sondern stattdessen in Gedanken versucht habe die Situation zu legitimieren oder die Konsequenzen herunterzuspielen. Durch diesen Umgang habe ich nicht nur nichts bewirkt um das Wiederkehren dieser Reizreaktionen zu beenden, sondern ich habe diese Verhaltensmuster als Beispiel weitergegeben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mir nicht einzugestehen, dass die Konsequenzen meines unbedachten, vom Selbstzweck und Eigeninteresse bestimmten Verhaltens nicht nur mich, sondern alle Menschen betreffen, vor allem natürlich die, die direkt mit der Situation verbunden sind.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich selbst in dem Moment der Erkenntnis meines schadhaften Verhaltens nicht zu stoppen, sondern mich in den Reaktionen der anderen Menschen wenn sie sich beispielsweise auf dieselbe, persönlich verletzende Art verteidigt haben noch bestätigt und angetrieben zu fühlen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe, mich als Persönlichkeit als verletzlich zu empfinden und darin meine Idee von mir selbst als meine Gedanken und Erinnerungen über die tatsächliche reale existenz als das gleichwertige Leben gestellt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe, mich in den kleinen, abgeschlossenen Raum meiner inneren Vorstellungswelt zurückzuziehen und dadurch die selbstgewählte Isolation und ängstliche Abgeschiedenheit in egozentrischer Lebenssicht als Verblendung und 'Selbstverhetzung' in mir und anderen gestärkt und unterstützt habe, anstatt mich der eigenen Verantwortlichkeit gegenüber meiner bisher erlaubten und zugelassenen Konsequenzen selbstehrlich zu stellen und mir zu vergeben, in dem unbeugsamen Willen mich als lebendiges Beispiel von den mich beherrschenden Gedankenmustern ewiger Konditionierung und Unterdrückung des Lebens Leben, als diese Existenz zu befreien.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, in der Emotionalität nicht die universale Gemeinsamkeit zu erkennen, nicht zu sehen, dass diese Emotion, welcher Art auch immer, nicht speziell, nicht einzigartig, nicht die 'meine' oder nur für mich bestimmt ist, sondern dass sie einem Programm folgt, geprägt durch individuell ganz unterschiedliche Bilder, Gedankenstrukturen und Erfahrungen, in deren interpretationsmäßigen Verarbeitung im Bezug auf die eigene Person, auf das eigene Ego aber die Gleichheit dieser Maschinerie in allen Menschen und ihren Reaktionen wenn sie gänzlich auf sich selbst bezogen die Welt durch den eigenen Geist betrachten deutlich wird.

Und so werden gesellschaftliche, geschichtlich - kulturelle Unterschiede generiert, Persönlichkeiten geschaffen, die auf Emotionen und Gefühle einen expliziten Besitzanspruch erheben, die in ihren Vorstellungen von der Richtigkeit ihrer Sicht- und Lebensweise ausgehen, weil sie 'Gefühlsmäßig' so empfinden und gleichzeitig unterstellen, dass alle anders lebenden, denkenden und handelnden oder in anderer Weise politisch, geografisch abgegrenzte Menschengruppen diese Gefühle nicht hätten, verstünden oder krankhaft kultiviert hätten, also eher Opfer ihrer Verblendung seien. Und das sind sie auch, allerdings ist diese emotionale Verblendung universal, denn alle Menschen, alle Gesellschaften und Kulturen betreffend macht sie jeden für den anderen blind, sie verhindert die Einsicht und Erkenntnis der Einheit und der Gleichheit, bewußt und absichtlich generiert sie durch egoistische Persönlichkeiten in der scheinbaren Vereinigung einer Interessengemeinschaft, die eher eine Gruppierung zur Verstärkung der Gewaltigkeit darstellt, Polaritäten, spaltet, unterteilt und bewertet das Leben(dige) auf der einzigen Grundlage gedanklicher Überheblichkeit. Jeder Einzelne dieser Gruppierungen, seien es Familien, Parteien, Gesellschaften oder vereinte Nationen verfolgt hierbei einen verschwörerischen, geheimen Plan des absoluten und individuellen Selbstzwecks. Die scheinbare und bedingte Zusammenarbeit ist nur ein Mittel zu diesem Zweck. Die Ziele sind kurzfristig, personengerichtet, am eigenen Vorteil ausgelegt. Niemals hat der Einzelne in diesem politischen Spiel das Wohl aller oder gar der zukünftigen Generationen vor Augen. Niemals wird ernsthaft an sich und den Umständen gearbeitet um diesem Ziel näherzukommen, auch wenn es viel diskutiert wird. Geredet wird viel, Augenwischerei, gegenseitige Beeinflussung und Manipulation betrieben, das Aufbauen eines Images als oberste Prämisse vorangestell. Das ist menschliche Politik im Kleinen wie im Großen. Manipulatioin und Beeinflussung anderer zum eigenen Vorteil der sich nach konditionierten, emotionalen persönlichen Präferenzen richtet. Und hinter alledem stehen die Egos der beteiligten unmündigen, unreifen, unberechenbaren Persönlichkeiten, die Ränke und Pläne zu ihrer eigenen fantasierten Erfüllung schmieden.
Ich sehe als das gleichwertige Leben das ich bin den Missbrauch der durch diese antrainierte Selbstsucht ein System in gang halten soll, das Leben einschränkt, benutzt, quält und ausbeutet um einzelne immer wechselnde Persönlichkeiten die wir unterstützen und durch unseren Glauben erschaffen zu kurzfristigen Befriedigungen ihrer Süchte nach energetischen Momenten, nach Macht und gieriger Selbstbefriedigung verhilft. All das durch ein übergeordnetes, von uns allen ermächtigtes System organisiert, das Profit auf Kosten anderer Leben über alles stellt.

Ich stoppe diese Programme in mir selbst sobald ich ihrer gewahr werde, sobald ich von ihnen bestimmt zu werden drohe und entziehe damit dem System selbst meine Unterstützung. Ich stehe als lebendes Beispiel der Möglichkeit der Selbstbefreiung im Leben als das Leben. Ich wende bewußt und selbstbestimmt die Mittel der selbsterkennenden Selbstehrlichkeit und Selbstvergebung an und richte mich in meiner Hingabe an das Leben, also an mich selbst und alle Lebensformen, neu aus, werde wieder zur Essenz der Existenz und zur lebensfördernden Unterstützung wirklicher Entfaltung allen Lebens, einer Entwicklung die zum Besten aller ausgerichtet ist.