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Samstag, 16. Februar 2013

Tag0006 - Der ent-täuschte Mensch

Gueоrgui / Foter.com / CC BY-NC-SA

Ich habe kürzlich eine Vorlesung von Erich Fromm über Psychoanalyse gehört, deren Titel mir momentan nicht einfällt, aber das spielt keine große Rolle, denn ich kann nur jedem wärmstens empfehlen sich mit Erich Fromm, natürlich unter vielen anderen, zu befassen und seine Beiträge die auch in voller Länge auf YT zu finden sind sind alle sehr lohnenswert zu hören. Erich Fromm formuliert mit einer Wortklarheit auf ungekünstelte Art, die die scheinbar komplizertesten wissenschaftlichen Themen gerade heraus erläutert, ohne dabei an Inhalt und Bedeutung zu verlieren. Im Gegenteil, die menschlichen, psychologischen Zu- und Umstände werden eben durch die reine Erkenntnis in der nahezu unbeeinflußten Weltschau gesehen und ausgesprochen wie sie sind und in der Analyse der sogenannten Wissenschaftlichen Methoden und ihrer mehr oder weniger vorhandenen Erfolge und in ihrem Vergleich mit der tatsächlichen Wirklichkeit werden diese zum Teil sogar ad absurdum geführt.

Doch was mich bei dieser Vorlesung hat aufhorchen lassen und was ich besonders angesichts der Methoden meiner Arbeit, der Analyse der eigenen Psyche, der Persönlichkeit, der menschlichen Bewußtseinsorientierung vor allem auch in der Arbeit mit und durch Desteni, dem I Process und dem Schreiben in selbstehrlicher Selbstoffenbarung, war seine Definition des Wortes 'Enttäuschung'. Was bedeutet dieses Wort, was beinhaltet es und warum ist es in unserer Gesellschaft/Kultur so negativ behaftet? Es lohnt sich sehr, sich dieses Beispiel einmal vorzunehmen, denn die genaue Definition der Worte die man benutzt, die man spricht und denkt, die Analyse ihrer Wirkungen auf einen selbst und natürlich auf das Umfeld mit dem man durch sie kommuniziert, offenbart einem ganze Welten bewußter und unbewußter Programme, ganze Welten emotionaler Verknüpfungen und Gedankenbilder die einen bestimmen, Interpretationen die das Handeln und die Reaktionen beeinflussen, ohne dass man sich jemals ganz klar darüber wäre. Durch die schleichende Umdeutung von Begrifflichkeiten in einer Kultur kann sich ein völlig welt- und realitätsfremdes Bewußtsein vom Selbst und der Existenz entwickeln, das den Menschen zu einem in Geisterwelten verloren umherwandelnden Wesen werden lässt, dass durch diese Entwurzelung in seiner eigenen Selbstidentifikation den Zugang zu seinem eigentlichen Sein in dieser/als diese Existenz vollends verliert und auch durch das Wort, die Bedeutung der Sprache nicht mehr dorthin zurückfindet, weil diese vollends unkompatibel geworden ist mit der Wirklichkeit seines Daseins als lebendiges Wesen.

Doch zurück zu dem Enttäuschten Menschen. Was bedeutet ent-täuschen? Fragt er hier. Was steckt in dem Wort? - Es ist das ENT-Täuschen, also das Wegfallen einer Täuschung. Es kann entweder eine Täuschung durch einen anderen, durch bestimmte Umstände sein, oder eine Selbsttäuschung, wie in dem Fall einer enttäuschten Erwartung, beispielsweise eines erwarteten Erfolgserlebnisses. Und es leuchtet doch ein, dass diese Erwartung eine Selbsttäuschung gewesen ist, eine Projektion einer Vorstellung in die Zukunft, die eingebildete Tatsache, dass diese Zukunft der eigenen Fantasie wenn man so will entsprechen würde. Und im Moment der Erkenntnis des Irrtums, in dem das Erwartete Resultat nicht eintritt, fällt auch die Täuschung plötzlich weg.
Warum aber ist dieses Wort so negativ behaftet? Ich meine, natürlich kann ich hier nur für mich authentisch sprechen, doch in dem Kontext in dem das Wort 'Enttäuschung' in all seinen Konjunktionen benutzt wird kann man davon ausgehen, dass ein Konsens besteht, dass dieses Wort eine eher negative Bedeutung für den Menschen hat, und dass diese Negativität mit dem Erleben des Menschen zu tun hat, der 'ent-täuscht' wird.

Doch in dieser Einsicht ist vieles zu entdecken und über unsere Situation als Menschen zu entlarven, daher finde ich gerade die Neu-Definition dieses Wortes so bedeutsam.
Das 'negative' Erleben ist etwas, das den Menschen zu unendlich vielen Vermeidungstaktiken bewegt. Es ist etwas, das uns so unangenehm geworden ist, dass wir uns von allem abzuwenden versuchen, das unsere Vorstellung von uns selbst und der Welt in etwas unangenehmes wendet. Angenehm empfinden wir hingegen alles, was unseren Sinnen schmeichelt, was eine in unsere Wertvorstellungen passende Interpretation zulässt. Wir haben beispielsweise unheimlich viel Wert in Dinge gelegt, die mit materiellem Erfolg zu tun haben, der Anhäufung von Gütern, der Fähigkeit zu konsumieren. Diese rein künstliche Akzeptanz einer menschlichen 'Natur' führt nun eben dazu, dass das Lebenssystem das aus dieser Konzeption von Werten und Lebensvorstellungen entstanden ist, erhebliche Konsequenzen mit sich bringt, die mittlerweile das Leben und die Freiheit eines großen Teils der Weltbevölkerung zerstören und vernichten. Diese Konsequenzen sind eine wahrhaftige Tatsache. Sie können nicht durch Vorstellungen oder Philosophieren, durch Tagträume und dogmatischen Fanatismus wegdiskutiert werden. Sie können ebensowenig durch aggressive Vorgehensweisen wie militärische Interventionen hinweggefegt werden. Sie sind reale Konsequenzen einer realen Handlungsweise. Doch das Problem ist, dass diese reale Handlungsweise nichts mehr zu tun hat mit unserer Vorstellung von unserer Handlungs- und Lebensweise. Wir haben den tatsächlichen Taten, den Handlungen und deren Konsequenzen andere Bedeutungen in unserem Bewußtsein gegeben, als die, die die Wirklichkeit uns zeigt. Ganz banale Beispiele hierfür sind Begrifflichkeiten wie 'Krieg gegen Terror', was eigentlich nichts weiter ist als 'Terror gegen Terror', 'humanes Töten' was nichts anderes ist als eine Einbildung, ein Glaube an etwas, das man nie wissen kann, das einem aber ein ruhiges Gewissen verpasst und davor bewahrt, den Tatsachen ins Auge zu blicken, 'Entwicklungsländer' ist ein weiteres Beispiel, denn wer einmal etwas genauer hinsieht weiß und erkennt, dass die Länder von denen hier gesprochen wird weit davon entfernt sind, sich zu entwickeln, im Gegenteil, sie degenerieren, denn sie werden benutzt und ausgebeutet, sie sind aufgrund ihere geschwächten Position zur Beute des Systems geworden, zur Ressource um die Maschinerie der Illusionären Verblendungswelt aufrecht zu erhalten und sie können sich niemals aus eigener Kraft aus diesem Würgegriff der sie ausquetscht befreien und das ist auch überhaupt nicht so gewollt.

Und so ist es 'im Kleinen' wenn man so sagen will 'wie im Großen', auch wenn es im Grunde kein Kleines und kein Großes gibt, es gibt nur das eine, die Existenz die alle gleichermaßen sind oder teilen, und darin spielt sich alles ab, miteinander verwoben und verkettet und niemand kann sich davon trennen, lossagen oder die Wirklichkeit einfach 'ausblenden', und dennoch tun wir immer weiter so als ob und glauben auch noch wir würden uns dabei entwickeln, fortschrittlich sein, so dass sich ganz von allein all unsere Probleme irgendwann lösen werden.

Was ist ein 'gerechter Mensch'? fragt er weiter in seinen ausführungen und antwortet sinngemäß: einer, der nicht täuscht, der sich aber auch nicht täuschen lässt. Wenn man die Sinnhaftigkeit und den gesunden Menschenverstand hinter dieser Aussage erkennt, dann kann man fast meinen, dass es keinen gerechten Menschen gibt, jedenfalls nicht in unserer Gesellschaft. Denn wir sind ja nun offensichtlich von Täuschungen, Manipulationen und Fanatsievorstellungen von uns selbst und unserer Rolle in der Welt umgeben und haben diese Idee vollends integriert in unsere Entwicklung, in unsere Persönlichkeit. Es ist ja geradezu ein Grundprinzip unseres Menschenverständnisses, dass wir täuschen müssen, auch wenn wir uns ungern eingestehen, dass wir natürlich im Umkehrschluß ständig getäuscht werden.

So ist also der Begriff 'enttäuscht sein' keineswegs etwas Negatives, er ist auch nicht einmal etwas Positives, denn im eigentlichen sinne ist das Positive ja nur dann von Bedeutung, wenn ein Zustand oder ein Wort bereits negativ geladen wurde, also von diesem Standpunkt ist er eigentlich gerade so positiv, dass das negative neutralisiert wird und was bleibt ist einfach das, was ist, ungefärbt und unbeeinflußt von Illusionen und Vorstellungen. Und somit ist die Enttäuschung eine Befreiung von einer Illusion, die gerade dadurch, dass sie die Illusion zerstört eine unglaublich wertvolle Möglichkeit offenbart, nämlich die der Akzeptanz der Situation, so wie sie wirklich ist, ohne sich weiterhin etwas darüber einzubilden, sich eine Geschichte zu erzählen die die Wirklichkeit an die eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse anpasst.

Was macht diesen Moment der Enttäuschung so wertvoll für den Menschen? - Er bildet sozusagen eine Lücke in der dauerhaften Verblendung durch seine Einbildung und befreit die Sicht auf die Welt, die Existenz und das eigene Leben. Und dieser Moment bietet eine Entscheidungsmöglichkeit für die eigene Mündigkeit. Diese Entscheidung nämlich, die Wirklichkeit anzuerkennen, die eigene Situation, den Selbstbetrug zum Anlass zu nehmen sein eigenes Potential von nun an tatsächlich zu leben, und nicht mehr länger sich selbst und anderen etwas vorzumachen. Selbst wenn das bedeutet, dass die einzige Bestimmung die einen von nun an antreibt die ist, die ganze Welt zu verändern, um nicht zu sagen die ganze Welt zu enttäuschen.

Ich empfehle sich für die eigene Befreiung von der Selbsttäuschung Anregungen und Unterstützung zu holen, sich klar zu machen, dass die Entscheidung zu diesem Schritt einen weiteren Schritt hin zur Befreiung des Lebens bedeutet und dass diese Überwindung der 'Bequemlichkeit', der Verlorenheit, der Flucht in die Gedanken- und Fantasiewelten, der freiwilligen Isolation in wahrhaftiger und authentischer Selbstsicherheit und Selbstbestimmung gleich und eins mit allem Leben mündet und es keine Enttäuschung mehr gibt, es sei denn die eigene, eigentliche, in der man sich schritt für schritt vom Dunst der Ignoranz befreit.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 16.02.2013

Freitag, 15. Februar 2013

Tag0005 - Angst blockiert jede Entwicklung, die Vernunft und die Selbstbestimmung des Menschen

Mait Jüriado / Foter.com / CC BY-NC-SA


Kann man mit dem drohenden Verlust von Arbeitsplätzen jede Grausamkeit und jedes Verbrechen am Leben rechfertigen?
In den heutigen Zeiten, in einem Land wie Spanien beispielsweise, mit einer Arbeitslosenquote von über 20 % und über 55% der Jugendlichen zählt scheinbar jeder einzelne Arbeitsplatz mehr als die Würde des Lebens, vor allem die Würde eines Stieres. Natürlich ist es anmaßend über die Tradition des Stierkampfes ob ihrer Grausamkeit und der Heucheleien des Heldenmutes eines Mannes gegenüber einem chancenlosen Tier das von weiteren, unscheinbaren, bewaffneten Männern im Zaum gehalten wird zu urteilen und dabei gleichermaßen beteiligt zu sein an ihrer Praktik, und vor allem an der qualvollen Ausbeutung der Tiere, dem Mißbrauch am Leben durch Profitwirtschaft in der Nahrungs und Futtermittelindustrie, um nur ein Beispiel von vielen für unser aller Ignoranz gegenüber der Würde und dem Recht allen Lebens zu erwähnen. Dennoch ist hier mal wieder die Argumentation über die ANGST der Menschen auffällig, die dazu dienen soll, dass einige wenige, die tatsächlich profitieren von dieser 'kulturellen Tradition' , beispielsweise die Betreiber der Arenen und die manager der Tourismusbranche, festhalten können an diesen Methoden, obwohl ein großer Teil der Bevölkerung längst nicht mehr hinter diesen Praktiken oder der Kultur steht, welche auch nur eine Heuchelei ist, denn die Kultur selbst ist ja heute nichts weiter als eine Ware, dehnbar, flexibel, biegsam, ganz so wie es gerade dem Trend der Zeit, der Nachfrage der Masse der Touristen entspricht.
Offensichtlich holt man, wenn man mit Vernunft keine Rechtfertigung die der Prüfung auf Stichhaltigkeit standhält mehr aufbringen kann, den Vorschlaghammer der Angst-Manipulation heraus und droht mit Verschlechterung der Zustände und dem Schaden der 'Wirtschaft', der letztlich angeblich alle Menschen betreffen wird und sie näher ans Elend bringen würde. Doch ist dabei in keiner Weise tatsächlich das eigentliche Problem angesprochen. Welche Bedeutung hat ein System für den Menschen wirklich, das das Leben verachtet, es missbraucht und ausbeutet? Das Leben, das wir alle gleichermaßen sind? Spüren wir nicht längst und erkennen wir nicht längst alle, dass eine solche Systematik auch den Menschen missachtet und unser aller Leben zu einer Ressource die verbraucht werden kann verkommen lässt? In allen Bereichen in denen die Öffentlichkeit angesichts der bedrohlichen Natur der Konsumpolitik einer unrealistischen Wachstumsökonomie den Widerspruch erkennt, werden die Umstände, die gesellschaftlichen, sozialen Problematiken benutzt um eine Angst zu erzeugen, dass es, wenn man von der gewohnten Praxis abweichen würde, alles noch verschlimmern könnte, die Situation noch verheerender und bedrohlicher werden würde, die ja in erster Linie durch eben diese Systeme verursacht wurde. Das ist eine naive und verantwortungslose Argumentation, die den Menschen zu Opfern ihrer eigenen Handlungsmacht werden lässt, indem sie als einzige Handlungsmotivation nur noch die Angst etabliert.

Interessanterweise sind auch die Baskischen Bemühungen die Stierkampfarenen zu schließen nicht wirklich in Vernunft begründet und auch nicht aus Tierliebe unternommen, sondern dienen Wiederum dem Erhalt einer illusionären Identifikation als unabhängige Kultur, als abgetrenntes Volk, das sich der kulturellen Spanischen Identifikation entledigen möchte. Also keine falschen Hoffnungen, keine falschen Schlüsse ziehen, denn das eigentliche Problem der unbeugsamen menschlichen Ignoranz gegenüber der eigenen Unmündigkeit und Verantwortungslosigkeit ist noch lange nicht erkannt und angegangen.

Die offensichtliche, himmelschreiende Ungerechtigkeit und Grausamkeit einer Tradition wie die des Stierkampfes, die in einer Kategorie der psychologischen Verblendung, des menschlichen Wahnsinns zu sehen ist wie die Verstümmelung von Frauen die in vielfältiger Weise kulturell begründet wird, das Beschneiden von männlichen Kindern, das sinnlose Töten von Tieren als Opfergaben, das Töten von Robben und das züchten von Pelztieren unter lebensverachtenden Umständen zum Zwecke der Illusion von Status, Schönheit und Wohlstandsrepräsentation, diese Handlungen sollten uns in all ihrer Klarheit den wahnsinnigen, psychotischen Zustand des menschlichen Bewußtseins, der menschlichen Selbstidentifikation über reine Fantasiewelten und im Wahn verwurzelte Wertvorstellungen vergegenwärtigen und direkt in aller Konsequenz als absolut inakzeptabel und indiskutabel erkannt konsequent behandelt werden.

Doch wir sind so ängstlich, so eingeschüchtert durch dieses mächtige, alles bestimmende und umspannende System das unser aller Leben so fest im Griff hat, dass wir schon fast ersticken. Das Geldsystem, die Wirtschaft, die eine Repräsentantin der Selbstsucht der finanziellen Elite ist, eine Projektion eines ebenso verängstigten Selbstbildes, dass sich einen Platz innerhalb des Systems ergattert hat, der ihm das vage Gefühl von Sicherheit vermittelt, die immer durch die Unterwanderung der Angst gesteigert werden muss und diese Persönlichkeit zu Gier und krampfhaft selbstsüchtigen Machterhalt antreibt, koste es was es wolle.
Und es kostet. Es kostet Leben, jeden Tag, hundertfach, tausendfach. Niemals wird in diesem System, das getragen und getriggert wird durch die kultivierte Angst, das Wohl allen Lebens auch nur annähernd in die Agenda der politisch-wirtschaftlichen Steuerungssysteme aufgenommen werden. Es wird nur mit Angst manipuluiert und scheinbar Argumentiert. Passieren wird nichts, nichts wird sich verändern und auch die Arbeitsplätze, deren scheinbarer Erhalt ja so wichtig war und sein soll, werden nach und nach so oder so verschwinden, zumal sie in aller Regel auch nicht erhaltenswert waren. Bei einer solchen Argumentation, die allein auf die Angst der Menschen abzielt, die also im Grunde eine Drohung und kein Argument ist, sollte man immer sofort aufhorchen und man kann im auch davon ausgehen, dass der Standpunkt der hier verteidigt werden soll nicht dem Wohl des Lebens dient, nicht dem Wohl der Gemeinschaft, sondern lediglich dem geheim gehaltenen Selbstinteresse einer kleinen Gruppe elitärer Menschen. Niemand sonst benötigt in einer offenen Debatte das Mittel der Manipulation durch Angst als der, der etwas zu verbergen hat.
Wir müssen endlich die Verantwortung für unsere Taten übernehmen und dort wo wir als Konsequenzen den Missbrauch und die lebensfeindlichen Konsequenzen unserer Akzeptanzen direkt erkennen und erfassen unsere Selbstbestimmung ergreifen und diese Vorgehensweisen stoppen. Andernfalls werden wir uns selbst ins Aus des Lebens manövrieren, denn wir sind längst inakzeptabel geworden für das Leben selbst, unwürdig und eine Gefahr für uns selbst. Sich Zeit seines Lebens in Ignoranz zu üben, sich in Fantasien zu flüchten und Abzuwenden ist nicht Leben, das ist nicht mehr als Träumen, ein Traum mit verheerenden Konsequenzen für alle.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Tag0004 - Prophetische Persönlichkeitsprogramme / Wahn und Wirkung : Geld

Urban Woodswalker / Art Photos / CC BY-NC-ND
"tied up in knots - an identity metaphor"
ein sehr treffender Titel dieses Fotos, der sehr schön die Strukturen und Systeme der Persönlichkeit, der Selbstwahrnehmung über die Gedanken, den Geist, die Erinnerungen und die Verknüpfungen zu den Emotionen, Erfahrungen, Vorstellungen, Wünschen und Erwartungen darstellt und wie wir uns in ihnen verstricken, uns selbst die Hände binden und fesseln...


Fortsetzung zu:


Wie in meinem letzten post beschrieben und schon angedeutet, hat mich die Selbstaufgabe an die Bewußtseinsprogramme wie der Suche nach persönlicher Erfüllung, Bedeutung und Sinn im Leben innerhalb der Systematik der Gesellschaft und Kultur auf einen Weg der langsamen aber sicheren Zerstörung meiner Möglichkeiten, meiner Lebensgrundlagen, also den absoluten Notwendigkeiten des Lebens wie Obdach, Nahrung, Gesundheitsvorsorge etc. geführt und ich habe sehr deutlich die niederdrückenden, beengenden und einschränkenden Mechanismen der absoluten Kontrolle über alles Leben in unserem Geldsystem erleben dürfen. Ich kann sagen erleben dürfen, weil ich diese Erfahrungen nutzen konnte um diese Methoden überhaupt erst zu verstehen, zu erkennen was hinter ihnen steckt und wieso sie den Menschen derart kontrollieren und sein Leben bestimmen. Diese Systeme, diese Methoden der Vernichtung, der unbrauchbar-Machung von Menschen sind keine fremden, äußeren Bedingungen. Wir sind tatsächlich als Menschen, als die Repräsentation und Projektion unserer Bewußtseinsprogramme selbst dieses System, wir sind immer die Bestandteile der als 'außen' empfundenen, uns kontrollierenden und bestimmenden Systeme. Daher ist auch jeder Versuch der 'Rebellion', des Kampfes 'gegen' die Systeme ein Irrweg und zum Scheitern verurteilt. Diese Art mit der Frustration und der Wut umzugehen ist im Grunde wieder nichts anderes als die Abkehr von sich selbst, von seiner Eigenverantwortung und der wahren Ursache der eigenen und der Situation vieler andere Menschen die man vielleicht zwar als inakzeptabel anerkennt, aber im Versuch sich als Kämpfer für das Gute oder die Freiheit von einer Unterdrückenden Macht darzustellen ohne die eigene Verantwortlichkeit an den Zuständen zuerst zu erkennen und zu akzeptieren ist ebenso aussichtslos als würde man gegen Windmühlen Kämpfen. Wir sind selbst Teil der Entwicklungsgeschichte der Systeme und müssen unseren Beitrag klar und deutlich zu erkennen versuchen, wir müssen die Strukturen und Systeme unseres eigenen Denkens bis zu ihren Wurzeln ergründen, zurückverfolgen und sie dort bearbeiten oder herausreißen aus unserer Identität als Person. Deshalb ist es nicht ausreichend, einfach nur die Ungerechtigkeiten, die Ungleichheit und das Sinnlose Elend zu erkennen um wirklich etwas verändern zu können. Es ist eben unbedingt notwendig sich selbst zu verstehen, da man erst dann auch die 'anderen' verstehen kann, und erst dann weiß man auch, was wirklich zu tun ist um die Welt verändern zu können. Verachtung, Ablehnung, Hass, und all ihre 'Derivate' wie Frust, Verzweiflung, Depression, Sarkasmus, sind spiegeln Ignoranz, wenn nicht sogar Angst wieder. Und genau diese Emotionen haben mich in meinem persönlichen 'Kampf' mit dem System jahrelang beeinflusst oder bestimmt. Immer dann, wenn der Leidensdruck für mich zu groß und nahezu unerträglich wurde, und auch mit den gesellschaftlich legitimierten Betäubungsmitteln wie Alkohol und Zigaretten nicht mehr zu überspielen war, habe ich eben versucht mir eine Nische innerhalb der kulturell und gesellschaftlich vorgegebenen Strukturen zu suchen, ich dachte ich könnte es vielleicht schaffen, wenigstens einen höheren sozialen Standard zu erreichen und dann würde es mir besser ergehen. Ich wußte aber nie wirklich, worin dieser Status tatsächlich bestehen oder worauf er begründen würde. Ich war mir nur darüber im Klaren, dass er mit Geld zusammenhing. Ich habe also versucht, einen 'höheren' Platz innerhalb der gesellschaftlich sozialen Strukturen zu erreichen, ohne zu erkennen, dass meine Persönlichkeit längst auf das was ich zu diesem Zeitpunkt mir erlaubt hatte zu werden eingestellt war, mit all den Lebensbereichen, den Bedürfnissen, Vorstellungen, Wünschen, dass mein Charakter überhaupt nicht darauf ausgerichtet war, erfolgreich in diesem System funktionieren zu können, weil ich eben aufgrund zahlreicher Erfahrungen und meinen ganz persönlichen Schlüssen und Selbstbeurteilungen bereits die Grundprogramme einer Versagenserwartung, der Selbstverurteilung und der Belohnung durch Wut und Verbitterte Frusthandlungen wie Betrinken oder mentale Ablenkungen anderer Art etabliert hatte. Und als diese Person, diese Vorstellung von mir selbst war es mir überhaupt nicht möglich, innerhalb der Systeme etwas zu erreichen, beziehungsweise das dann auch dauerhaft zu halten. Mal ganz davon abgesehen, dass sich die erwartete Erfüllung meiner eigenltlichen Wünsche aufgrund meiner Fehlbeurteilung ihrer Ursachen ger nicht eingestellt hätte. In dieser ignoranten Vorgehensweise kann man zwar durch 'Verkettung glücklicher Umstände' etwas erreichen und sogar einen gewissen 'Erfolg' haben, doch wird man nicht damit umgehen können, da der einzige Antrieb der darauf folgt von der Angst bestimmt sein wird, diesen wieder zu verlieren. Und darin offenbart sich eben die ursprüngliche Lüge dieses Gedankensystems, denn verlieren kann man ihn durchaus, und zwar in dem Moment in dem die Systematik andere Erfordernisse in den Vordergrund stellt und durch unser aller Erlaubnis die logischen Konsequenzen der Wirtschaftsordnung des stetigen Wachstums den Menschen als Ware und Ressource benutzen, so dass aufs gerade Wohl die errungene Lebensgrundlage wieder entzogen wird. Jobverlust, Geldverlust, Sozialer Verlust, in genau dieser Reihenfolge.
Doch zurück zu meiner Persönlichen 'Geschichte', ich will in diesem Blog nicht auf Details der Geschehnisse eingehen, doch anhand der bereits beschriebenen Muster habe ich mich in der Eskalationsspirale von Verzweiflung, Wut, Frust und Depression verrannt bis ich letztlich in völliger Resignation mit meinem Leben innerlich abgeschlossen hatte und mich vollends nur noch als Spielball der Umstände und sozusagen 'treibend' erlebt habe. Diese totale Aufgabe meiner Selbstbestimmung war letztendlich ausschlaggebend für den letzten großen Knall und das darauf folgende Erwachen. Und ich möchte, dass kein falscher Eindruck entsteht, denn mein Erwachen bezieht sich keineswegs darauf, dass ich endlich begriffen hätte wie toll unsere Systeme doch seien, und dass der von uns praktizierte Kapitalismus so viel Freiheit und Möglichkeiten bieten würde wie kein anderes System. Mein Erwachen war auch kein spirituelles, keine Erlösung im Sinne eines Gefühls oder einer Einstellung, auch wenn ich in meiner Verzweiflung verschiedene spirituelle Wege erprobt hatte. Mein Erwachen war ein Selbst erwecken, ein ganz realer, physischer Prozess. Die Entdeckung der Existenz als das, was ich bin, und zwar gleichermaßen mit allem. Es ist als ein Erwachen zu bezeichnen, weil alles was vorher mein Leben war, alles worum sich meine Gedanken drehten, meine Wertvorstellungen, mein Selbstbild, meine Verhaltensmuster, sich als nichts anderes herausstellte als ein eher schlechter Traum. Nicht die Welt ist eine Illusion, sondern das, was wir denken von uns und der Welt. Unsere Philosophien und Ideologien, die Versuche die einfache Wahrheit der Einheit und Gleichwertigkeit allen Lebens zu verhüllen sind nichts als Schall und Rauch. Das, was wir ganz real an Wirkung spüren, die Zwänge der Systeme, die Ausbeutung im Namen dieser Ideologien, das sind Konsequenzen unserer Schlafwandelei, unserer Taten aus dem illusionären Antrieb eines Traumes heraus, gepaart mit der primären Handlungsmotivation des Individuums in seiner Selbstwahrnehmung als Ich, als die Geschichte einer Person im Kontext seiner erlernten Wertvorstellungen: der Angst. Daher sind alle Konsequenzen unserer Lebensweise, unserer Gesellschaftssysteme und Kulturen, ein Resultat der Handlungs- und Denkweise jedes Einzelnen, und damit liegen sie auch in der Verantwortung jedes Einzelnen, auch und vor allem die Konsequenzen, die einen selbst direkt betreffen. Und wenn die einzig wichtige Handlungsmotivation der Menschen die Angst ist, dann kann das Resultat daraus nur eine einzelkämpferische Separation sein, eine zerstörerische, ja nicht einmal Parasitäre Persönlichkeit die sich gegen alles wendet, was ihrem ganz persönlichen Wertungsmuster fremd ist oder entgegensteht, und das wird fast alles andere sein, da sie in ihrer illusionären, ich-bezogenen Verblendung immer einzigartig ist. Es lassen sich lediglich Schnittmengen Bilden, kleine Gruppierungen die sich dann in dem Bewußtsein des gestärkten Glaubens sicherer fühlen, dennoch sind die Geister der sie konstituierenden Mitglieder immer auf den Selbstzweck gepolt und in dieser Besessenheit sind sie auch untereinander nicht vertrauenswürdig, würden jeden anderen übervorteilen wenn sich die Möglichkeit dazu bietet, vor allem dann, wenn sie dabei unentdeckt bleiben können. Das ist ein offenes Geheimnis und lässt sich selbst in den von uns als besonders intimen Gruppierungen wie der Familie beispielsweise massenhaft nachweisen und erkennen.
Was hier aber von Belang ist, ist die Gedankensystematik die sich in all den Jahren der Selbsttäuschung entwickelt und meine Persönlichkeitsstruktur mitgestaltet hat, die ich ungefragt als meine Natur, meinen Charakter als unabdingbar hingenommen und akzeptiert habe, und dass ich in dem Konflikt den ich immer und immer wieder innerlich, im Geheimen mit mir selbst ausgetragen habe nicht die offensichtliche Lüge dieser Annahme erkannt habe, sondern mich mit und über diese Unsicherheit und diesen Zweifel überhaupt erst definiert habe. Das kann dann sogar so weit gegangen sein, dass man sich durch diesen Disput zweier unkontrollierter Gedankensysteme und das Hin und Her im Geiste sogar noch für einen besonders vernünftigen und verantwortungsbewußten Menschen hält, obwohl man in keinem Fall eigentlich sicher sein kann, wem man letztlich den 'Zuschlag' gibt, was die eigentlichen Motive dieser Instanz im Geiste sind. Es ist ein System, das aus zwei Untersystemen gebildet wird, ein fesselndes, beschränkendes Gedankensystem. Doch im Grunde ist es nur ein Programm, das dazu dient dieser Persönlichkeit, die ebenfalls ein Programm ist, genau das zu bescheren, genau in die Situation zu bringen, zu der sie bestimmt ist. Es ist eine lenkende Programmierung. Diese ist zweifelsfrei nur ein scheinbar banales Unterprogramm, eins von tausenden, doch sollte bezweifelt werden, ob man angesichts der unsagbar verwirrten, unglaublich ignoranten, realitätsfernen und selbstzerstörerischen Lebensweisen der Menschen von Banal sprechen kann, denn letztendlich setzt sich die ganze Identifikation des Menschen, der Person, des Charakters, aus hunderten solcher Programme zusammen.

Dieser Teil der Exploration wird nun doch etwas weiter führen als zunächst beabsichtigt, daher breche ich den heutigen Blog hier ab und führe ihn morgen fort um ihn zu beenden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich von eigens kreierten Gedankensystemen lenken und beeinflussen zu lassen, mich in meiner Selbstwahrnehmung als Produkt einer äußeren Systematik wahrzunehmen und in fatalistischer Weise meine Gedankenstrukturen, Wertgründe und emotionalen Reaktionsmuster als unveränderbar und naturgegeben einfach hinzunehmen ohne mir über ihre Kompatibilität mit dem künstlichen System der gesellschaftlichen Kultur, den sozialen Strukturen und Wertvorstellungen klar zu werden und darin die Einheit meiner Selbst mit dem System und als das System zu erkennen.


Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 14.02.2013

 

Mittwoch, 13. Februar 2013

Tag0003 - Wollen, Brauchen, Haben, Sein - Kurze Exploration einer blockierenden Persönlichkeitsstruktur

[auro] / Foter.com / CC BY-NC-ND


Ich überlege seit einiger Zeit ob ich mir ein Fahrrad kaufen sollte. Es gibt dafür eine Reihe von Gründen, die ich mir hier einmal näher anschauen möchte, wobei ich etwas mehr über ihre Bedeutung herausfinden möchte. Wenn ich mir ein Fahrrad zulege, dann wird es wahrscheinlich ein gebrauchtes Mountainbike sein, da ich damit sowohl durch den Wald, über Feldwege, als auch auf der Straße fahren werde.
Einer der Hauptgründe für diese Überlegung ist der, dass ich unheimlich genervt bin vom Autofahren, vor allem wenn es um kurze Strecken, wie beispielsweise das Einkaufen geht. Zu laufen ist natürlich eine Alternative, allerdings kostet sie wesentlich mehr Zeit. Auch die Wege zum Kindergarten und zurück könnte ich gut mit einem Fahrrad erledigen, da wir einen Kinderanhänger dafür in der Garage stehen haben. Mit dem kann ich übrigens auch die Einkäufe transportieren.

Ich muss noch einmal erläutern, worum es eigentlich geht in diesem Blogpost, denn es mutet vielleicht etwas banal an, über eine solche Überlegung zu schreiben, als ob es etwas besonderes wäre. Es geht hier eben auch um ein Persönlichkeitsprogramm, das mein Handeln und meine Entscheidungen schon immer stark bestimmt und beeinflußt hat, und zwar so weit, dass ich letztendlich nie wirklich in der Lage war, mich über eine Entscheidung die ich getroffen hatte zu freuen, bzw. auch zufrieden zu sein, oder besser gesagt zu dieser Entscheidung stehen konnte. Jeder Entscheidung, vor allem wenn es um mich persönlich ging, etwas das ich mir 'selbst' gewünscht hatte, ob ein Gegenstand oder ein 'Erlebnis', ging ein langwieriger Prozess der inneren, gedanklichen Diskussion mit mir selbst voraus, in der ich versucht habe mich sozusagen selbst von der 'Sache' zu überzeugen. Was ich bei dieser inneren Debatte immer weiter perfektioniert hatte war die Fähigkeit mich selbst hereinzulegen, mit trügerischen Argumenten, Halbwahrheiten oder gar direkten Lügen. Unglaublich im Grunde, denn ich habe mich ja selbst belogen und daher müsste ich mir als der Diskussionspartner selbst über die Lüge bewußt gewesen sein. Doch wenn ich etwas wollte und ich wußte im Grunde, dass ich es mir a) nicht leisten kann, dass es b) keinen besonderen Nutzen für mich hat und c) auch keinen Nutzen für andere, dann habe ich mich in diesen Momenten der Selbstüberzeugung ganz bewußt und willentlich in Ignoranz geübt und einfach so getan, als seien diese scheinlogischen Argumente des 'Befürworters' tatsächlich Stichhaltig. In diesem Jahrelangen Prozess habe ich dann letztendlich komplett das Selbstvertrauen verloren, eine sinnvolle, nützliche Entscheidung zu treffen.
Das wirft natürlich auch unter anderem die Frage auf, warum überhaupt ein solcher innerer Dialog stattfand und ich nicht von Vornherein einfach das getan habe, worauf ich gerade Lust hatte. Offenbar besteht/bestand so etwas wie ein verpflichtendes Gefühl zur Rechtfertigung.

Wenn ich also nun über meine Überlegungen schreibe, mir ein Fahrrad zu kaufen, dann aus dem Grund, dass ich festgestellt habe, dass ich diese Unsicherheit immer noch verspüre und dass ich in manchen Momenten meinen eigenen Argumenten für diese Sache nicht traue, vor allem auch wenn ich mir tatsächlich noch persönlich eine Freude damit mache.
Für mich persönlich ist ein gutes, verlässliches Fahrrad zu fahren etwas das mir 'gefällt'. Woran liegt das? Ich bin sehr viel und sehr gerne an der frischen Luft, ich bewege mich gern draußen und mit einem Fahrrad komme ich dabei auch noch relativ schnell voran. In meinem Leben bin ich sehr viel Fahrrad gefahren, ich hatte keinen Führerschein bis ich 21 Jahre war und habe fast alle meine Wege mit dem Fahrrad erledigt. Es gab mir ein Gefühl der Freiheit, der Mobilität und Unabhängigkeit. Außerdem war die Bewegung auf dem Rad ein willkommener Gegenpol für meinen damals eher ausschweifenden Lebensstil. Leider lief es bei mir ähnlich wie bei vielen anderen: als ich mein erstes Auto fuhr, ließ das Radfahren mehr und mehr nach, bis ich dann schließlich so gut wie gar nicht mehr aufs Fahrrad gestiegen bin.

Später fing ich an Laufsport zu betreiben und ich hatte viel Freude daran. Radfahren habe ich auch immer wieder mal probiert, allerdings hatte ich immer wieder Pannen mit einem alten, für sportliche Zwecke unbrauchbaren Fahrrad und war bald ziemlich genervt davon es mitten auf der Strecke wieder nach Hause tragen zu müssen. Also habe ich mich auf das Laufen konzentriert.
Ein Hauptgrund für meinen Wunsch mir jetzt ein 'vernünftiges' Fahrrad zuzulegen ist eben der, dass ich eine sportliche Abwechslung suche, die sich gleichzeitig Zweckmäßig nutzen lässt und ich sehe beim Radfahren diese Eigenschaften tatsächlich gegeben.

Alle weiteren Gründe die für das Radfahren sprechen, wie beispielsweise weniger Auto zu fahren, vor allem auch kurze Strecken, und die Tatsache, dass ich persönlich Freude an dieser Anschaffung habe, lassen mich immer wieder Zweifeln, ob dieser 'Wunsch' tatsächlich sinnvoll begründet ist. Hinzu kommt natürlich noch der finanzielle Aspekt der Anschaffungskosten.

Ich habe also aus meiner Erfahrung mit mir selbst, den Enttäuschten Erwartungen die sich aus meiner Unehrlichkeit mir selbst gegenüber bei der Entscheidung zur Anschaffung bestimmter Dinge die ich für 'nötig' oder Anschaffenswert hielt ergeben haben, und der Konsequenzen aufgrund der Ausgaben die nicht selten meine Möglichkeiten überstiegen haben, eine innere Blockade des Verstandes geschaffen, die es mir in solchen Situationen schwer macht. Ich weiß dass diese 'Probleme' an sich nicht sonderlich problematisch sind und auch anmaßend erscheinen, da ich ja immerhin in der Situation bin solche Dinge überhaupt in Erwägung zu ziehen. Es geht mir hier auch vielmehr um die Selbstprogrammierung an sich die ich in meinen Gedanken- und Urteilssystemen meines Geistes entwickelt habe.

Da ist also einerseits der Trigger der persönlichen Bereicherung, über dessen Ursache und trügerische Natur ich mir durchaus im Klaren bin. Es gilt herauszufinden warum und aus welchen Prägungen, Erfahrungen, Konditionierungen ein solcher Wunsch entsteht und worin seine Konsequenzen bestehen.

Dann folgt die innere Selbstrechtfertigung mit teils moralisch gewerteten Argumenten die die Sinnhaftigkeit einer solchen Anschaffung bestätigen sollen.

Und ein dritter Punkt, der sich eigentlich durch die gesamten Ebenen der Analyse zieht ist der des Geldes, des Geld-Ausgebens und die daraus entstehenden Folgen.

Ich habe über viele Jahre meines Lebens versucht, mein eigenes Selbstwertgefühl, das mangelnde Selbstbewußtsein und die Ängste und Unsicherheiten durch die Anschaffung bestimmter 'Waren' wie beispielsweise einem neuen Handy, einem Computer, einer Uhr oder ähnlichem zu kompensieren. Ich habe nie wirklich hinterfragt warum genau ich geglaubt habe, dass in solchen Gegenständen die Lösung meiner Unzufriedenheit mit mir selbst und meinem Leben liegen würde. Selbst dann nicht, wenn ich wiederholt gemerkt habe, dass schon kurz nach der Anschaffung, kurz nachdem ich im Besitz dieser ersehnten Sache war, dieses Gefühl der Notwendigkeit und der ersehnten Erfüllung meines Wunsches vollkommen verschwunden war und ich diese Sache nur noch zur Ablenkung, zur Unterhaltung, also zu rein Egoistischen und größtenteils völlig sinnlosen Tätigkeiten genutzt habe. In vielen Fällen habe ich dann genau dieses Gerät kurze Zeit nach Erwerb mit einem hohen Verlust wieder verkauft, manchmal um mir den nächsten eingebildeten Wunsch zu erfüllen. Dieses Phänomen ist aus heutiger Sicht sehr interessant, da es im Grunde ein reines Suchtverhalten darstellt, das nach immer mehr und immer neuer Befriedigung verlangt. Auch wenn die Zerstörerische Natur dieses Verhaltens sich vielleicht nicht direkt körperlich auswirkt, so sind die Konsequenzen dennoch nicht weniger verheerend gewesen, da die finanziellen Möglichkeiten die ich hatte sehr begrenzt waren. Tatsächlich hatte ich in den meisten Fällen das Geld überhaupt nicht zur Verfügung. Warum ich dennoch in den Besitz dieser Sachen kommen konnte ist wohl jedem klar, denn der Kauf auf Kredit und Raten ist ja ein völlig alltägliches, normales Vorgehen in unserer Konsumwelt und das System wäre überhaupt nicht funktionsfähig, wenn dem nicht so wäre. Doch das ist ein anderes Thema, auf das ich in anderen Blogs eingehe. Warum und weshalb ich versuchte, die empfundene Leere in mir durch Waren und Güter auszufüllen, ist natürlich ein Resultat erstens der Lebensumstände überhaupt in unserer Gesellschaft, die reine Identifikation des Selbstwertes über Äußerlichkeiten, materielle 'Werte', Prestigeobjekte und Anerkennung von Außen, also das Grundparadigma der Konsum-Persönlichkeit, die Unfähigkeit sich selbst zu bestimmen, sich freizumachen und zu lösen von dem Gedanken daran wie man von anderen vielleicht wahrgenommen wird und darauf Wert zu legen, was sie denken. Diese Struktur des Denkens, diese Philosophie ist genau das, was ich gelernt habe, was man mir in Institutionen der Ausbildung und durch die Wirkung der Gesellschaft beigebracht hat. Zum anderen ist für ein solches Verhalten und die Akzeptanz dieser Programmierung der eigene soziale Status in der Gesellschaft von Bedeutung, der es wie in meinem Fall einem Menschen nur schwer möglich macht, sich genug Freiheit zu verschaffen um sich mit den eigentlich wichtigen Dingen zu beschäftigen die der Mensch in seiner Entwicklung zu bewältigen hat, nämlich der Selbstbestimmung in Selbstehrlichkeit und Eigenverantwortlichkeit. Natürlich spielen dann noch viele weitere Prägungsfaktoren und Charakterzüge eine Rolle die bestimmen, inwieweit man für die Manipulation und mentale Anpassungsstrategie der Kultur/Gesellschaft empfänglich ist. Aus diesen Gründen ging ic also dieser Persönlichkeitsprogrammierung in die Falle, ließ sie zu und manövrierte mich immer weiter in das 'Aus', was in dieser Gesellschaft gleichbedeutend ist mit dem finanziellen Ruin. Das ist natürlich auch genau so gewollt und vorgesehen, es gibt eben nachdem sich ein Mensch an der Maschinerie der Konsumsysteme sozusagen 'ausgepowert' hat keine Verwendung mehr für ihn und man kann ihn 'abschalten' oder 'entsorgen', was man dadurch erreicht, dass man ihm seine Lebensgrundlage - also die finanziellen Mittel entzieht. Aus diesen Erfahrungen hat sich für mich eine Einstellung entwickelt, die vielleicht, und das soll sich hier auch nochmal 'ermittelt' werden, über die normale Vorsicht hinausgeht und ebenfalls nicht einer selbstbestimmten, bewußten Verstandesentscheidung folgt, sondern selbstprogrammiert ist.

Der nächste Punkt ist der der inneren Selbstrechtfertigung zur Befriedigung des persönlichen Wunsches, des vorprogrammierten Verlangens nach etwas durch eine Sache, durch eine Handlung die ebenso der Systematischen Struktur der Kultur/Gesellschaft, also den Handlungsmechanismen entlang der eingepflanzten Wervorstellungen folgt und dabei aber immernoch versucht, das Selbstbild als eben nicht egoistischer, nicht selbstgerechter und rücksicht- oder verantwortungsloser Mensch aufrecht zu erhalten, was natürlich nur unter Aufbringung erheblicher Ignoranz funktioniert, wenn man überhaupt von funktionieren sprechen kann, denn im Grunde ist man sich ja immer dieser Selbsttäuschung bewußt. Die Frage die ich oben bereits gestellt habe, warum überhaupt dieser Versuch der Selbstrechtfertigung nötig ist, zeigt eigentlich schon recht deutlich die heuchlerische Natur der Persönlichkeits- und Denkstruktur die ich wie ich zu behaupten wage gleichermaßen mit fast allen 'Leidensgenossen' dieser trügerischen und oberflächlichen Bildung und Ausbildung innerhalb unserer Gesellschaftssysteme, in der Familie, in der Schule und der Medienlandschaft genossen und auch verinnerlicht habe. Denn künstlich ist sie allemal, widernatürlich ebenfalls. Nicht allein deshalb, weil sie in der erforderlichen Selbstrechtfertigung, ob moralisch oder scheinbar rational, die Gespaltenheit und die Abgetrenntheit von dem eigentlichen Selbst, der eigentlichen Selbstwahrnehmung offenbart und darin einen immerwährenden Konflikt produziert, sondern weil vor allem auch das Selbst an sich, also das, was da im Konflikt mit den aufgetragenen Handlungs- und Verhaltensmustern steht, überhaupt nicht klar ist, sich seiner Selbst gegenüber nicht eindeutig definiert und somit ebenfalls in dem Verdacht steht, genauso programmierbar und manipulierbar zu sein wie die Person als das Ego das sie offenbar ist.
Diese Selbstfindung und Entdeckung ist ironischer Weise der eigentliche Weg zu der Erfüllenden Selbstbestimmung und Identifikation die man durch diese Handlungen, die Anschaffungen, das sich aneignen von symbolischen Produkten zu erreichen versucht. Und diesen Konflikt trage ich offenbar noch immer in mir, zumindest spuren seiner Wirkung, seiner Konsequenzen als Gewohnheits- und Reaktionsmuster.

Nun der Punkt des Geldes, meiner ganz persönlichen Erfahrungen mit diesem Geldsystem, meiner Stellung darin, den Konsequenzen die ich verursacht und zu erdulden hatte und die ich letzlich in einem tatsächlich selbstbestimmten Prozess bewältigen und mir vergegenwärtigen konnte, weil ich in der Lage war, den Tatsachen selbstehrlich entgegenzutreten und mcih gnadenlos vor mir selbst bloßzustellen. Dieser Schritt war keineswegs leicht, aber er war einer der befreiendsten für mich den ich je gegangen bin. Diesen Punkt werde ich in meinem morgigen Blogpost detaillierter behandeln und diesen hier mit Selbstvergebung zu den ersten beiden beenden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe meine Unzufriedenheit und meine innere Verzweiflung über mein mangelndes Selbstwertgefühl und die Perspektivlosigkeit nicht wirklich erkannt und mir vergegenwärtigt zu haben und stattdessen den inneren Vorstellungs- und Emotionsmechanismen der erlernten Ablenkung und Selbst-Identifikation mit und durch materielle Güter, die einen gewissen Symbolwert darstellen indem sie beispielsweise durch die eigene Bewertung und die erwartete Sicht/Reaktion des äußeren Umfeldes das Gefühl einer persönlichen Bereicherung vermitteln, gefolgt bin, ohne die Konsequenzen zu überschauen und mir die offensichtliche Sinnlosigkeit und die unwirkliche Natur dieser Handlungsweise zu vergegenwärtigen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe durch meine Erfahrungen, die Reaktionen auf und Konsequenzen durch meine Verhaltensweisen eine innere, blockierende Gedankensystematik aufgebaut zu haben, die vornehmlich dazu dient die eigentliche Problematik, die Ursachen der Denk- und Wertstrukturen die ich als Teil meiner Persönlichkeit erlaubt und zugelassen hatte zu verdecken, zu umgehen oder zu ignorieren.

Fortsetzung im nächsten Blog.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 13.02.2013



Dienstag, 12. Februar 2013

Tag0002 - "Wir sind nicht mehr Papst!"

Ammar Abd Rabbo / Foter.com / CC BY-NC-SA
Macht Macht Angst?

'Wir sind Papst!' - so titelte die Bild Zeitung am 20. April 2005 als Josef Kardinal Ratzinger zum Papst Benedikt XVI gewählt wurde. Es ist schon eine Faszinierende Prozedur diese Wahl. Eine Gruppe alter Männer schließt sich für mehrere Stunden oder gar Tage ein um eine 'geheime' Wahl zu vollziehen, bei der die Öffentlichkeit natürlich ausgeschlossen ist. Gewählt wird ein gläubiger Katholik, der dann als das Oberhaupt der katholischen Kirche und vertreter Christi auf Erden sein Amt betritt. Das ganze wird von der Weltöffentlichkeit, vor allem von der gläubigen, mit großem Interesse verfolgt. Was aber vertritt dieser Papst in seinem Amt in dieser Welt tatsächlich? Gehen wir oder die katholischen Gläubigen wirklich von der Vorstellung aus, dass dieser Mann Jesus Christus 'vertritt', also sozusagen direkt von Gott dazu berufen ist, hier 'auf der Erde' sein Wort zu vertreiben? Bezeichnend ist doch, dass der Reichtum und die durch Insignien, Schmuck und Kleidung repräsentierte Macht sehr weltlich anmuten und mit dem Leben der Figur dessen Stellvertreter er darstellen soll wenig bis gar nichts zu tun haben, ja vielmehr im krassen Gegensatz dazu stehen. Aber das ist ja auch nichts Neues, was viel interessanter ist, ist diese große Akzeptanz und das Interesse der Menschen in diese Figur und in das, was sie repräsentiert. Es ist fast schon ein Star-Kult, die Projektion von Hoffnungen und Wünschen in eine fiktive Person, eine Figur der man so etwas wie übernatürliche Eigenschaften zuschreibt, um für sich selbst eine Vorstellung aufrecht zu erhalten, die eigenen Enttäuschungen und Frustrationen des Lebens wären nicht vergebens und vielleicht würde man durch die Huldigung dieser Figur etwas von ihrer übernatürlichen Überlegenheit abbekommen.
Doch die Macht die das Amt des Papstes tatsächlich ausübt und repräsentiert liegt eben keineswegs in übernatürlichen Eigenschaften begründet, sondern in rein weltlichen, sehr realen und physischen Gütern, nämlich in der Macht des Geldes. Und diese Macht ist durch unser aller Akzeptanz und Zutun erst mächtig geworden, wir sind diejenigen die diesen augenscheinlichen Symbolen ihre Wirkung zuschreiben, unsere Interpretation unser Glaube und unser Bewußtsein als Menschen, die wir diese Strukturen akzeptieren gibt einem Amt überhaupt erst die Handlungsgewalt. Wir sind also dieser Geist, die Heilige Kraft die für diese Repräsentation verantworltich ist. Gleichzeitig mit der Projektion unserer Ängste, unserer Hoffnung und emotionalen Verunsicherung in diese fiktive Personifizierung einer Heilsfigur geben wir unsere Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit auf und legen sie in die Hände der Institutionen, in der Hoffnung sie wüssten besser als wir was gut für uns ist und sie könnten unsere Geschicke besser leiten als wir selbst. Dabei leiten wir sie die ganze Zeit selbst, sind allerdings der Illusion verfallen wir wären Opfer einer größeren Macht, die ja aber eben erst durch uns geboren wird, also im Grunde unsere eigene Macht ist, nur dass wir sie projizieren, versuchen sie abzugeben aus Angst vor der Verantwortung die mit ihrer Nutzung einhergeht. Doch wir sind weit davon entfernt von unserer Verantwortlichkeit befreit zu sein. Nur weil wir die Augen verschließen, verschwindet die Welt noch lange nicht. Und die Institutionen die wir geschaffen haben, denen wir Vertrauen als spräche Gott durch sie, als seien sie überlegene, dem Leben wohlgesonnene Vater- oder Mutterfiguren, haben ebensowenig gesunden Menschenverstand, ebenso wenig Einsicht und Verantwortungsbewußtsein wie diejenigen, die sich hoffnungsvoll an sie wenden. Und das überrascht natürlich nicht, denn Institutionen werden durch Ämter gebildet, die von Menschen besetzt werden, die sich in derselben Situation befinden wie alle anderen. Das heißt sie können ebenfalls nur ihre Ängste und Hoffnungen leben, indem sie entweder ebenso an eine übernatürliche Leitung glauben und nun sich selbst als Medium dieser Macht sehen, wie im Fall eines Papstes, oder aber unter Aufrechterhaltung des Scheins nach außen ihr Amt ganz bewußt im persönlichen Eigeninteresse ausnutzen.
Die 'Sache' mit dem Papst ist ein Schauspiel, eine lächerliche Scharade wenn man so will. Und es gibt kein Argument, das diese Heuchelei irgendwie rechtfertigen könnte. Der Glaube an die Kirche, an den Papst, an die Bibel oder an was auch immer hat noch nie in der Geschichte der Menschheit irgendetwas zum Besseren verändert, höchstens für die Machterhaltung der Eliten gesorgt, zur Machterhaltung durch die Anhäufung von Geld, durch die Ausbeutung der Ängste und Sorgen der Menschen und den Erhalt ihrer aussichtslosen Hoffnungen.
Und wenn ich dann im Radio wie heute morgen höre, dass der Papst angesichts seines Alters und seines Gesundheitszustandes von seinem Amt zurücktreten möchte, dann ist das ein zwar unnötiger, aber doch ein unumstößlicher Beweis seiner Machtlosigkeit.
Ein Kommentierender Sprecher im Radio hatte etwas gesagt, das mich überhaupt erst zu diesem Post inspiriert hat, nämlich dass die Macht des Papstes sich für ihn so beeindruckend dargestellt hätte bei einem seiner Besuche in einer Stadt in Deutschland, leider weiß ich nichtt mehr von welcher er sprach, doch das ist auch nicht so wichtig, und er sagte dass es unmöglich war auch nur in die Nähe der Innenstadt zu gelangen, ohne mehrfach kontrolliert und befragt zu werden. Die Sicherheitsvorkehrungen waren immens und für diesen Sprecher eben so beeindruckend. Allerdings frage ich mich, was daran 'Macht' repräsentiert. Es sit doch vielmehr ANGST die hier überdeutlich gezeigt wird. ANGST ist doch kein Zeichen von Macht, ANGST ist doch vielmehr ein Zeichen von Ohnmacht. Nein, Angst ist die EINWILLIGUNG in die eigene Ohnmacht, die Abgabe der Verantwortung an eine übergeordnete Figur. Und genau das ist es, was diese Institutionalisierte Personifizierung des Glaubens und der Hoffnung, also menschlichen Eigenschaften die aus Selbstaufgabe, Angst und Verzweiflung entstehen, tatsächlich darstellt: OhnMacht. Die Ohnmacht des vergeistigten Menschen, des isolierten Glaubens an eine Existenz des Übernatürlichen, Überirdischen, das mich irgendwie von der Bürde meiner Mitverantwortlichkeit für das Leben auf dieser Erde befreit.
Die Gottheit die tatsächlich alles in der Hand hat und die Entscheidungen der Menschen, und damit auch die der Institutionen und machhabenden Ämter bestimmt ist das Geld. Alles folgt den Prinzipien des Geldsystems so wie wir alle es akzeptieren und zulassen. Wir haben uns unseren eigenen Gott geschaffen und glauben nun an die Bestimmung hinter der Systematik. Doch diese Bestimmung dient nur der Abwendung von unumstößlichen, ganz realen Wahrheiten, nämlich den Gesetzen der Konsequenz des Handelns, und der Verantwortlichkeit des Handelnden. Keine märchenhafte Vorstellung wird uns je davon befreien. Und durch diese Glaubenssysteme, welcher Art auch immer, nehmen wir uns selbst die Möglichkeit, die Konsequenzen abzuwenden, die im Grunde für uns alle inakzeptabel sein müssen: Die Zerstörung und Ausbeutung allen Lebens im Namen der Gier, des Reichtums einiger weniger, im Namen des Profits und der Selbstsucht, alles Prinzipien des Geldsystems, unserer Kreation als göttliche Macht auf Erden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, auch wenn ich kein gläubiger Christ, kein Katholik oder ähnliches bin oder je war, die Prinzipien dieser Glaubenssysteme mit zu tragen und zu stützen durch die Selbstaufgabe durch die Hoffnung auf Erlösung von Eigenverantwortung durch mächtige Institutionen, durch meinen Glauben an etwas das verantwortlich dafür ist, dass irgendwie alles zu einem guten Ende oder Sinn führen würde, dass der Mensch sich ganz von allein entwickeln und seine zerstörerische, selbstgefällige Natur überwinden würde, ohne zu erkennen, dass genau diese Untätigkeit und Ablehnung der eigenen, gestalterischen Verantwortlichkeit für und als das Leben diese Vorstellung von mächtigen Institutionen und ihre Implementierung erst möglich macht.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass ich mir angesichts der für mein fremdgeprägtes Ego unangenehmen Konsequenzen der Realität unserer Lebensweise, unserer Kultur, über viele Jahre ebenso ein 'Glaubenssystem' geschaffen habe, das das Fortführen meines selbstsüchtigen Handelns für mich rechtfertigte, das es mir ermöglicht hat in Ignoranz zu leben und mich von den wahrhaftigen Konsequenzen meiner Akzeptanz dieser Systeme immer wieder abgelenkt hat, so dass ich mich der Eigenverantwortlichkeit für das Leben aller nicht stellen musste.

Ich bestimme und verpflichte mich selbst als das Leben hier und jetzt gerade zu stehen für das, was ich erlaubt und zugelassen habe, die bestehenden Bedingungen als Konsequenz meiner Erlaubnisse zu akzeptieren und zu erkennen, worin meine Beteiligung an den inakzeptablen Systemen menschlicher Kultur und Gesellschaftsformen liegt, sie zu analysieren und zu dekonstruieren um in Akzeptanz meiner Verantwortlichkeit mich selbst am Leben neu auszurichten.

Wege aus der Verlorenheit im Geiste, zurück ins Leben HIER:

Montag, 11. Februar 2013

[Re-Set]=>Tag0001 / Selbst-Korrektur der Selbst-Verpflichtung




















Applikation der selbstehrlichen Selbstausrichtung und der Selbstbefreiung von den Bewußtseinsgetragenen Programmen. Bedingungslose Selbstanalyse - Tag Eins


Es ist kein 'Reset' in dem Sinne, es werden nicht alle vorherigen Einstellungen 'gelöscht' und das System in den Ausgangszustand versetzt, dennoch ist es ein 'wieder-festlegen' oder ein 'wieder-neu-bestimmen' meiner Selbstausrichtung und Selbstkorrektur, immer im Prozeß der Selbstbefreiung, dem bewußten Entschluß Schluß zu machen mit den trügerischen Programmen und Systemen der Selbstverblendung, der willentlichen Abkehr vom Leben und der Eigen(en)-Verantwortlichkeit.
Der Blog bis hier, bis Tag 108/109, steht und behält seinen Platz selbsterständlich in meinem Prozeß der Reise ins Leben(dige Sein). Er war ebenso erforderlich wie unerläßlich um zu diesem Punkt der Selbstkorrektur überhaupt erst zu gelangen, ist daher also auch nicht in Frage gestellt.
Allerdings ist es eine neue Vereinbarung, diesmal unter den jetzigen, realen Voraussetzungen meiner aus dem vorherigen Prozeß gewonnenen Einsicht, und daher setze ich den 'Zähler' der festgelegten Zeitspanne meiner Vereinbarung des täglichen mich-selbst-frei-Schreibens in sieben Jahren von 109 zurück auf eins, da der zu bewältigende Punkt meiner Persönlichkeitsstruktur, meiner inneren Programme, derartig bedeutsam für die Vereinbarung mit mir selbst ist, dass ich sie nur so wahrhaftig in Selbstehrlichkeit und Selbst-Bewußtsein der Eigenverantwortlichkeit wirksam treffen kann.

Ich beginne gleich mit der Selbstvergebung, da ich begleitend zu diesem Blog einen Vlog noch veröffentlichen werde, der die Details, einzelne Punkte der Einsicht und der Konsequenzen für mein Leben das Leben selbst behandelt.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe die notwendige Selbstarbeit und Eigenverantwortlichkeit für die Selbstarbeit und die erforderlichen Schritte in Selbstehrlichkeit nicht klar und eindeutig für mich selbst zu formulieren und zu integrieren, so dass ich die Umsetzung und das leben der Worte die ich in diesem Statement des Vertrages mit mir selbst festschrieb nicht eindeutig und bindend angewandt habe und ich dadurch meinen Persönlichkeitsprogrammen erlaubt habe in schwierigen Momenten, in denen die Hingabe an die Aufgabe der Reise ins Leben besonders bedeutsam und wichtig gewesen wäre, die Kontrolle zu übernehmen und ich mich durch diese Mechanismen und Strukturen der Selbstrechtfertigung der Untätigkeit selbst auf diesem Weg sabotiert habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich im Zuge der Erkenntnis der mangelnden Hingabe an die Aufgabe mich für und als das Leben in Eigenverantwortlichkeit zum Wohle allen Lebens neu auszurichten, mich zu erkennen und die fremdbestimmten, eingefleischten Programme, Konditionierungen und Gewohnheiten nicht gestoppt zu haben und mich mit gesundem Menschenverstand offen und selbstehrlich neu zu verpflichten, sondern stattdessen in schleichender Selbstverurteilung und Schuldzuweisungen verstrickt immer wieder versucht habe die notwendigen Schritte aufzuschieben und auf 'Äußere Umstände' zu warten in denen ich dann in meiner Vorstellung bereit und in der Lage wäre, meine Aufgabe die ich mir selbst gestellt habe zu erfüllen, ohne mir klar zu machen, dass ich mich damit abhängig von einem Gedankensystem mache, das ich selbst geschaffen habe und das mir immer wieder illusionäre Möglichkeiten eröffnet, mich selbst zu sabotieren und von der eigenständigen, selbstbestimmten Selbstarbeit zur Selbstbefreiung abzuhalten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich von Gedankenstrukturen und emotionalen Reaktionen beeinflussen zu lassen ohne sie zu hinterfragen, zu erkennen und zu verstehen, dass ich selbst verantwortlich für alle emotionalen Reaktionen und die darauf folgenden Schutzmechanismen der Separation, der Frustration und trotzigen Selbstrechtfertigung bin und dass diese selbst dann wirken und ich ihnen auch dann die 'stille' Erlaubnis gebe mich zu bestimmen und mein Handeln und Denken zu beeinflussen, wenn ich in Gedanken glaube mir ihrer Funktionen bewußt zu sein, denn allein die Tatsache, dass ich sie zulasse, dass ich den Moment des selbstbestimmten 'Stoppens' dieser Programme verpasse oder verstreichen lasse bedeutet in erster Linie ein erforderliches, eigenverantwortliches Statement der Selbstkorrektur, wobei die alleinige Bewußtmachung der Funktionsweise und das Beobachten der Programmabläufe nicht ausreichend ist um diese Aufgabe zu erfüllen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, dass ich mir weiszumachen versucht habe, dass es vor allem auf das quantitative Pensum der Arbeit des täglichen Schreibens ankäme, ohne dabei wirklich zu verstehen/einzusehen, dass dieser Gedanke meine Selbstsabotage bei der Selbstverpflichtung zu bedingungsloser Selbstehrlichkeit und Hingabe an das Leben zum Wohle allen Lebens vorbereitet und unterstützt, indem er die Voraussetzungen für Selbstverurteilung und Vergleichender, also separierender Messung und Bewertung schafft.

Ich bestimme und verpflichte mich hier und jetzt in diesem Atemzug selbst, die erkannten Systeme meiner Selbstsabotage in bedingungsloser Selbstehrlichkeit anzugehen, zu analysieren und zu dekonstruieren, sie in mir als die gelebte Selbstaufgabe zu stoppen und mich selbstbestimmt, eigenorientiert neu auszurichten und in der Erkenntnis dieser faszinierenden Gedankenstrukturen und ihrer Konsequenzen diesen Punkt im Prozess meiner Selbstbefreiung zu nutzen um mich tatsächlich lebendig zu entwickeln, das heißt bedingungslos meine Fähigkeit zu Selbsteinsicht in Selbstehrlichkeit und zur gelebten Entscheidung FÜR das Leben und für das LEBEN meiner Worte anzuwenden, das Vertrauen in mich selbst durch die Akzeptanz meiner Eigenverantwortlichkeit in diesem Prozeß in vollem Umfang zu übernehmen, da ich nur diese eine Möglichkeit habe tatsächlich zu leben, ohne mich bewußt selbst zu betrügen und zu sabotieren, mich nur auf diesem Weg von den emotionalen, gedanklichen Programmen und Systemen des Selbstzweifels, der Selbstaufgabe und Selbstsabotage und der daraus sich entwickelnden Selbstsucht befreien kann, da ich deutlich sehe und erkenne, was die Konsequenzen dieser Selbstaufgabe sind, dass sich durch sie all die lebensfeindlichen und lebensverachtenden Strukturen der kulturellen Glaubenssysteme, der Autoritätshörigkeit, der Verantwortungslosigkeit, des Hasses und der Selbstverachtung, vor allem aber auch der das Selbst beschneidenden ANGST der menschlichen Lebenswelt entwickeln.
Ich kann vor mir selbst nicht die eigene Verantwortlichkeit für mein Wirken und Mitwirken am Leben und den menschlichen Gesellschaften verleugnen und gleichzeitig von mir selbst eingenommen sein, mich als wertvollen und sinnsuchenden Teil des Ganzen betrachten - und das will man in dieser selbstbetrügerischen Verblendung eines abgetrennten Opfers der Umstände ja auch gar nicht, man sieht sich eher als Zentrum des Ganzen, als 'user' der Welt, als imaginäres Fantasiewesen, geformt und gestaltet aus Gedanken über deren Herkunft und Ursache man sich selbst überhaupt nicht bewußt wird.
Die Selbstsabotage durch emotionale Reaktion und unreflektiertes Handeln aus dieser Reaktion heraus ist nur ein Beispiel von vielen für die Unfreiheit die aus dieser Selbstakzeptanz als Bewußtsein, als rein über Gedanken, Geschichten und Glaubenssätze defenierte Existenz, deren Verunsicherung einerseits Signalwirkung haben muss, andererseits aber als Sicherungsmechanismus des Programmes selbst genutzt und in irrationale Ängste transferiert wird. Diese Strukturen aufzulösen, sich ihrer tatsächlichen Natur und Ursache zu stellen um sich in selbstehrlicher Einsicht der einen Entscheidungsfähigkeit die man als Mensch hat anzunehmen, nämlich für oder gegen das Leben, also sich selbst, zu stehen, wahrhaftig zu sein oder nur zu träumen, das ist der ursprüngliche und einzig wirkungsweisende Grund für dieses 'Projekt' der siebenjährigen Selbstbefreiung als das Leben, für das Leben. Eine simple Einsicht in die Fähigkeit zur Selbstgestaltung, vor allem aber auch in die notwendigen Schritte, die erforderlichen Anstrengungen und die realistische Anwendung allen Potentials das einem zur Verfügung steht, und sei es noch so unscheinbar und Bescheiden. Die Resonanz speilt eben keine Rolle in erster Linie , sie ist höchstens eine logische, mathematische Konsequenz der Beständigkeit, der Standhaftigkeit im Prozess der eigenen Transformation.
Es kann daher in diesem Prozeß auch nur einen Fehlschlag geben, nämlich den, bewußt aufzugeben und zu versuchen sich vor der Eigenverantwortlichkeit zu verstecken oder sich von ihrer Wahrhaftigkeit abzulenken. Und deshalb gibt es in dem Prozeß der Selbstentwicklung und Selbstbefreiung als das Leben überhaupt keinen Fehlschlag, denn diese eine Möglichkeit des 'Versagens' ist eben kein 'Fehler', sondern eine bewußte Entscheidung gegen das Leben und offenbart darin wiederum, dass die Eigenverantwortlichkeit der Fall ist.

Ich stelle mich also hier und jetzt den Programmen meiner Selbstsabotage und damit der von mir geduldeten und erlaubten Sabotage am Leben selbst und treffe hier mit mir die Vereinbarung als das Leben für das Leben zu stehen und in bedingungsloser Selbstehrlichkeit den Schritt zu tun die Abmachung zu erneuern, mich mir selbst als dem Leben gegenüber als vertrauenswürdig zu erweisen, in jedem Moment und in jedem Atemzug mich selbst zu prüfen, meine Gedanken und inneren Persönlichkeitssysteme zu entschlüsseln und die Ursache, die Motivation hinter jeder Entscheidung, hinter jeder Reaktion des Bewußtseins und des emotionalen Körpers aufzuspüren um Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit als das Leben, eins und gleich mit allem Leben zu erlangen und darin das Potential der menschlichen Fähigkeit, auch der des Bewußtseins, voll ausschöpfen zu können um das Leben als die Welt die der Mensch geschaffen hat, mit allen Systemen, Werten und Glaubenssätzen neu zu gestalten in einem wahrhaft gleichwertigen, gleichberechtigten, demokratischen Prozeß der gewillten Entwicklung.

Ich heiße Bastian Neumann, ich bin das Leben, ich stehe gerade für das was ich bin, und das, was ich sein werde.

11.02.2013 / Ramstein / Deutschland / Tag 1





Freitag, 18. Januar 2013

Tag 106 - Der Mensch, der Angstbeißer (Natur der Persönlichkeit, T2)

h.koppdelaney / Art Photos / CC BY-ND


Dieser Post ist eine Fortsetzung zu

Tag 105 - Natur der Persönlichkeit: Anonymität entlarvt Selbstsucht und Gehässigkeit


Rückblick:

"...Hineingeboren in eine Welt der verunsicherten Geister, der scheinindividuellen und irrationalen Konformisten lassen wir uns von grundauf prägen auf ein Selbstbild das uns zu Marionetten und Sklaven der Erklärungsmuster anderer macht. Wir sehen gar keine andere Möglichkeit als uns anzupassen, da unser gesamtes Umfeld ja bereits auf eine Lebensweise ausgerichtet ist die das Leben als Ware, als nutzbare Ressource behandelt und in der ein Selbstfindungsprozess als körperliches, freies und gleiches Wesen nahezu unmöglich gemacht wird. Daher geben wir natürlich in gewisser Weise freiwillig unsere Selbstbestimmung ab/auf, allerdings wird dieser Entscheidungsprozess begünstigt durch das systematische Ausnutzen von natürlichen Regungen und Ängsten, indem man diese mit neuen Ursachen, erdachten, illusorischen Ursachen verknüpft, indem man uns wie eben beschrieben kaum eine Wahl lässt, denn die einzige Wahl die die Königsdisziplin der mentalen Versklavung, das Geldsystem, dem Menschen lässt ist Anpassung oder Tod, mitmachen oder untergehen. [...]"


Wobei natürlich für sehr viele Menschen nicht einmal diese Wahl bleibt, weil sie entweder unten bleiben oder unter gehen, da ihnen eben die Rolle der Ausgebeuteten, gerade so noch am Leben erhaltenen zugeschrieben ist und bleibt. Denn diese sind absolut notwendig zur Erhaltung des Glaubens an dieses Geldsystem mit seinen leeren Versprechungen und heuchlerischen Werten. Niemals hat es in der Geschichte des Geldsystems und in der Geschichte des Kapitalismus überhaupt eine Ausgangssituation gleicher Chancen und Möglichkeiten gegeben, weil dieses System ein mit Gewalt aufgezwungenes, von den Herrschenden und Mächtigen implementiertes Zwangssystem ist, das nach den Regeln der Elite und damit ausschließlich für die Elite arbeitet.
Nun ja, und anstatt uns einzugestehen, dass wir unser Leben einer Lüge hingeben, verlieren wir uns in unserem Charakter, in dem Gefühl der Aussichtslosigkeit, denn dieser Charakter bietet uns keine Lösung an, wir sind als diese Vorstellung überhaupt nicht handlungsfähig abseits der Systemanpassung, da die Vorstellung, die Gedanken und die Erinnerungen die dieses Selbstbild ausmachen vom System selbst erstellt sind, weil sie genau diesen Zweck erfüllen uns alles abseits dieser Funktionen die bestehen unvorstellbar zu machen. Und nun sind wir in dieser Situation als wahrhaftiges Selbst, als das Leben das durch uns repräsentiert wird, mit dem Rücken an die Wand gestellt und wir können unserer Verzweiflung, den überkochenden Emotionen und vor allem den Ängsten nur dadurch Luft machen, dass wir den Hass, die Wut und den Ärger herausspucken, ihn allen und jedem hinterherspeien die scheinbar das in Frage stellen, was wir in dieser jämmerlichen Gestalt, in dieser verängstigten Vergeistigung alternativlos sein zu müssen glauben. Aber nicht nur diejenigen bekommen den Hass und die emotionalen Ausbrüche zu spüren, selbstverständlich ist die Wahl des Kanals im Grunde recht anspruchslos und willkürlich, dennoch sind es vor allem diejenigen die den Zweifel bestärken, die die Angst zu überwinden versuchen, die besonders gerne zum Ziel der Gehässigkeit und auch der Gewalt werden. Natürlich, denn sie machen die ohnehin schon sehr unangenehme Situation noch wesentlich unangenehmer, da sie die Möglichkeit der Schuldzuweisung aus dem Weg räumen und den Blick auf die Eigenverantwortlichkeit richten.
Die Situation und auch die Reaktion sind beide verständlich, man kann sie nachvollziehen, da man ja selbst Mensch ist, da man sie kennt und durchschaut. Doch in dieser Situation der Ausführende Aggressor zu sein bedeutet nichts zu verstehen, sich selbst und die eigenen Reaktionen eben gerade nicht zu durchschauen, sich nicht zu kontrollieren. Es bedeutet beherrscht zu sein von Gedanken, Programmen und Mustern die nicht das Selbst sind, sondern einem eigenen, durch und durch von Angst, Zorn, Frust und Wut getriebenen Wesen gleichen das den Menschen besetzt und bestimmt.
Die Anonymität des Internets beispielsweise erlaubt es nun dieser Persönlichkeit sich völlig in diesem Ausleben der eigenen Wut zu ergehen, ohne irgendeine ernstzunehmende Konsequenz für sich selbst fürchten zu müssen, nicht einmal in Form einer argumentativen Debatte, der man sich ja ganz leicht entziehen kann. Es ermöglicht den temporären Aufstieg des Egos in einer imaginären Auseinandersetzung mit einer anderen, der eigenen Vorstellung entspringenden Person in eine ebenso imaginäre Überlegenheit, eine Position von der man sich herablassend äußern und die Vorstellung der anderen Person beurteilen kann. All das ist natürlich nicht mehr als ein Theater im eigenen Geist, das sich voll und ganz in der Vorstellung eines einzelnen Menschen abspielt, das aber übertragen und nach außen projiziert wird in der Form schriftlich-verbaler Kommunikation.
Interessant wird es vor allem dann, wenn diese Kommunikation auf Gehör trifft, wenn das 'Gegenüber' einsteigt in diese Art der Auseinandersetzung, denn dann kann man fasziniert beobachten wie sich plötzlich zwei Menschen scheinbar miteinander Unterhalten, dabei aber im Grunde jeder ganz allein für sich bleibt, jeder ein Spiel in seinen Gedanken austrägt, wobei die Teilnehmer eigene Schöpfungen sind, aus Werturteilen, Mutmaßungen und emotionalen Empfindungsreaktionen aufgebaute Einschätzungen einer anderen Person, so geformt und modelliert, dass sie jeweils in die Handlungsmuster des eigenen Gedankentheaters hineinpasst. Die einzige Verknüpfung zwischen den realen Personen ist der verbal ausgetragene Reiz-Reaktions-Zyklus in form von symbolischen Triggern, Floskeln und anderen Sprachmustern. Dabei geht es immer nur darum, das Selbstbild des Gegenübers ins Wanken zu bringen, den anderen von der Minderwertigkeit seiner Selbsteinschätzung zu überzeugen. Doch all das ist ein Selbstgespräch in dem es eigentlich darum geht, sich selbst von der eigenen Wertigkeit zu überzeugen, sich selbst sicherer zu fühlen durch den Vergleich mit einer anderen Person, die man allerdings selbst erdenkt, ohne jemals wirklich eine andere Person zu erfassen. All die Beurteilungen, Wertungen und Angriffe sind selbstgerichtet, denn die eigene Vorstellung kann hur aus dem was sie selbst IST ein Bild einer anderen Person formen, das heißt diese Kreatur in meinem Kopf, sowohl mein ICH als auch das DU, ER oder SIE sind aus mir selbst geschaffen, sie sind ich selbst und somit ist jede Kritik im Grunde eine Selbstkritik. Problematisch wird es eben nur dann, wenn ich mir dieser Tatsache nicht bewußt bin und weiter versuche ein selektiertes Persönlichkeitsbild aus meinem Gedankenkabarett anhand dieser inneren Selbstvergleiche und Wettkämpfe zu bestätigen und zu profilieren, weil ich mich in diesem Prozess natürlich selbst verzehre, mich selbst an mir 'auspowere' und letztlich selbstzerstörerisch gegen mich als das Leben arbeite. In dem Moment also, in dem ich mich genötigt fühle meine Person in Form meiner Meinung/Sichtweise gegen eine Andere Meinung/Sichtweise einer Person die ich als solche Wahrnehme zu verteidigen, bzw. die Person so wie ich sie sehe zu diffamieren und anzugreifen, in diesem Moment stehe ich mir selbst gegenüber und bin schon zu meinem eigenen Opfer geworden, indem ich meine Selbstehrlichkeit, Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung im Tausch gegen kurzlebige Emotionen und Gefühle, gegen die Identifikation mit diesen Energiemomenten aufgegeben habe.

Fortsetzung folgt...

Mittwoch, 16. Januar 2013

Tag 105 - Natur der Persönlichkeit: Anonymität entlarvt Selbstsucht und Gehässigkeit

Funky64 (www.lucarossato.com) / Christmas Photos / CC BY-NC-ND


Das ist so unglaublich in unserer Welt, wo immer du hinschaust, hinsiehst und hörst findest du nichts als Gehässigkeiten. Da leben wir in einer Welt der elektronischen Informationsverbreitung und haben die Möglichkeiten uns alles mögliche vor Augen zu führen, vor allen Dingen auch die haarsträubenden Konsequenzen menschlichen Handelns verbunden mit menschlicher Ignoranz und Vernatwortungslosigkeit, und wenn man sich dann diese hart erarbeiteten Produktionen, Dokumentationen und Berichte ansieht auf deisen Präsentationsplattformen wie beispielsweise YT und FB, und dann die Kommentare der Nutzer dieser Plattformen liest, dann könnte man meinen, dass die wahre und wichtigste Aufklärungsarbeit und die eigentliche Offenbarung menschlicher Fehlbarkeit genau hier in diesen Kommentaren, den Reaktionen und dem Umgang mit diesen Informationen zu finden ist. Denn was sich hier zeigt ist an Gehässigkeit, blanker Idiotie und willentlicher Ignoranz kaum zu übertreffen. Das Selbstinteresse des Egos sich und seine Welt, seine vergeistigte Ideologie des Lebens in seinem beschränkten Sicht- und Wirkungskreis zu schützen und zu erhalten lässt einen Menschen sich jeglicher Empathie, jeglicher Vernunft und von jeglichem Verantwortungsgefühl entledigen und offenbart eine geistige Brutalität und Verrohtheit die ihresgleichen sucht. Völlig abgesehen von der Dummheit, die aus Ignoranz und Angst vor neuem Wissen hervorgeht. Das Ganze passiert natürlich aus dem Verborgenen, aus einer Anonymität heraus.
flikr / Love Photos / CC BY
Diese Anonymität bietet der Person erstmals die Möglichkeit, nahezu ohne Konsequenzen die Wahre Natur des eigenen emotionalen Persönlichkeitsmusters ungehemmt herauszulassen. Bisher oder im 'wahren' Leben ist ein solch entfesseltes Verhalten eher riskant, da man ja damit rechenn muss auf ebenso aggressive und unkontrollierte Wut in anderen Persönlichkeiten zu treffen, die natürlich im Moment einer solch offenen Triggerung ihrer Muster eine direkte, physisch reale Gegenreaktion befürchten lassen. Aber das ist ein anderes Thema, die Anonymität habe ich bereits mehrfach in anderen Blogs und Vlogs behandelt und werde darüber in eigenen Themenbereichen weiterhin schreiben. 
Der Mensch ist beispiellos in seinem Wahn. Alle Grausamkeiten, alle rücksichtslosen Ausbeutungen, Vernichtungen und sinnlosen Gewalttaten finden ihren Ursprung in den Gedanken des Menschen. In seinem Bewußtsein. Nicht in den tatsächlichen Umweltbedingungen, nicht in der körperlichen Lebendigkeit sind die Ursachen des sinnlosen Mordens, der Folter, der Gier und der rücksichtslosen Profitsucht zu finden, sondern allein in den inneren Glaubenssätzen eines vergeistigt- verlorenen, verängstigten Wesens der Illusion eines Individuums als 'Ich'. Lernen wir keinen verantwortungsbewußten Umgang mit diesem unserem Bewußtsein, werden wir nicht in Eigenregie zu eigenverantwortlichen Wesen einer Einheit als Gemeinschaft, dann wird sich dieses System natürlich selbst vernichten und auf dem Weg dahin noch unsagbares Leid und ebenso unnötige Qual für das Leben verursachen. Wir sind noch immer äußerst primitive Wesen in einer hochgradig technologisierten Umgebung die ihrerseits nur eines tut, nämlich die Effizienz unserer wahnsinnigen Zerstörungswut hunderttausendfach zu potenzieren. Doch mit Fortschritt, Kultivierung und Entwicklung hat das rein gar nichts zu tun. Gerechtfertigt werden unsere planlosen Vernichtungszüge durch die Wirklichkeit einzig durch unsere aus Angst geborenen Glaubenssätze, die nur in unseren Köpfen einer scheinbaren Logik folgen. Egal wie hart sie mit der Wirklichkeit kollidieren, ganz egal wie stark der Widerstand der Realität sein mag, wir erdenken uns immer absurdere Philosophien und Erklärungen für unser irrationales Handeln, das einer rein auf Manipulierbarkeit und unehrlichen Uneinsichtigkeit begründeten Selbstidentifikation als unser Bewußtsein folgt und allein auf unseren Gedanken basiert. Nicht das Offensichtliche, das Leben als physische Existenz, das Fleisch, die Knochen, das Atmende, Körperliche wollen wir sein, nicht das, was uns erfahren und erleben lässt, das was wir offenbar sind, nein, wir wollen mehr als das sein, frei und unabhängig davon, im Geiste separiert und Benutzer von allem, Genießer, erlebende Einzelwesen die sich alles einverleiben und alles als für sie allein gemacht sehen. Kurz: Wir sind reine Konsumenten. Wie ist es bloß dazu gekommen? Freier Wille? Eigene Entscheidung? Persönlichkeitsentfaltung? Um diese Fragen zuverlässig zu beantworten bedarf es zunächst einer Bereitschaft sich für die Selbstehrlichkeit und auch für die Selbstgenügsamkeit zu entscheiden. Denn es wird sich herausstellen, dass diese Frage tatsächlich, so wie alle wichtigen Fragen des Lebens, eine ehrliche und bedeutende Beantwortung nur dann erhalten kann, wenn wir sie uns selbst stellen. Nur du kannst diese Frage für dich beantworten, nur du allein kannst feststellen ob du aufrichtig und selbstehrlich bist in der Beantwortung dieser Frage. Und allein aus dieser Selbstehrlichkeit erwächst das Selbstvertrauen, dass es dir ermöglicht dir selbst als Antwort genug zu sein. Denn du weißt, dass niemand sonst fähig ist dir deine Verantwortlichkeit abzunehmen, dass niemand sonst über dir steht und es dir leicht machen kann in der Beantwortung dieser Fragen. Wir sind auf dem Weg all unser Selbstvertrauen zu verlieren, wir haben unsere Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit im Tausch für eine künstliche Gedankenexistenz aufgegeben die ihre einzige Befriedigung in der kurzlebigen Erfahrung von Erlebnissen, energetisch geladenen Momenten sucht und dabei die eigentliche Existenz als die wir tatsächlich sind und leben vergessen. Doch noch viel verheerender an dieser Selbstaufgabe ist die nahezu grenzenlose Manipulierbarkeit die wir uns erlaubt und zugelassen haben. Wir können in unserer Existenz, in unserer Wirkungsweise, in unseren Entscheidungen und Handlungen vollkommen gesteuert werden und zwar in unendlicher Weise durch reine Gedankenkonzepte, durch reine Glaubenssätze. Luftschlösser, Fantasien, völlig abgehobene, realitätsfremde Dogmen und scheinlogische Gesetzmäßigkeiten können zu unserer Lebensprämisse werden und wir sind bereit für diese Märchen in unseren Köpfen das Leben anderer zu vernichten, es zu missachten, auszubeuten und zu benutzen in dem verzweifelten Versuch unsere Fantasien wirklichkeit werden zu lassen, sie netgegen aller Wirklichkeitserahrungen bestätigt zu sehen. Konzepte werden erdacht und benutzt um Menschen zu bestimmten Handlungen zu bewegen, die Werbung, die Politik benutzt Methoden der Bewußtseinsmanipulation um Menschen zu teilweise völlig irrationalen Handlungen zu bewegen, und es funktioniert einwandfrei. So haben wir ein System der Gedanken- und Glaubenskonzepte geschaffen, die weder den Prinzipien des eigentlichen Lebens folgen, noch besonders förderlich für den Erhalt unserer Existenz sind, und wir sind diesem System völlig verfallen weil wir die Methoden der mentalen Manipulation durch unsere eigene Einwilligung unabwendbar ermöglicht haben.
Hineingeboren in eine Welt der verunsicherten Geister, der scheinindividuellen und irrationalen Konformisten lassen wir uns von grundauf prägen auf ein Selbstbild das uns zu Marionetten und Sklaven der Erklärungsmuster anderer macht. Wir sehen gar keine andere Möglichkeit als uns anzupassen, da unser gesamtes Umfeld ja bereits auf eine Lebensweise ausgerichtet ist die das Leben als Ware, als nutzbare Ressource behandelt und in der ein Selbstfindungsprozess als körperliches, freies und gleiches Wesen nahezu unmöglich gemacht wird. Daher geben wir natürlich in gewisser Weise freiwillig unsere Selbstbestimmung ab/auf, allerdings wird dieser Entscheidungsprozess begünstigt durch das systematische Ausnutzen von natürlichen Regungen und Ängsten, indem man diese mit neuen Ursachen, erdachten, illusorischen Ursachen verknüpft, indem man uns wie eben beschrieben kaum eine Wahl lässt, denn die einzige Wahl die die Königsdisziplin der mentalen Versklavung, das Geldsystem, dem Menschen lässt ist Anpassung oder Tod, mitmachen oder untergehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich für einen Menschen als Person zu halten, der 'dazugehört' zu dem Rollenspiel eines kranken Systems der gegenseitigen Benutzung, der Ausbeutung und gehässigen Kommunikation.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe teilzunehmen an den Ränken und Intrigen mentaler manipulation, gegenseitiger Täuschung und bewußtem Hintergehen auf der Suche nach dem 'persönlichen Vorteil' und einem eigenen Ausweg aus der selbstgestalteten Systematik lebensfeindlicher, illusionärer und fanatischer Selbstentfremdung im Namen einer gedanklich basierten Existenz, im Namen eines Glaubens, in Abkehr von der Wirklichkeit des Lebens.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe die Maßstäbe dieser Wahnvorstellung einer Existenz als Person unter Personen, als Teil einer Märchenwelt aus manipulierten und geborgten Gedanken und Wertsätzen für mich selbst und andere Menschen anzunehmen, zu reagieren und zu agieren aufgrund der Prinzipien dieser Selbstverleugnung, willenloser Gefangener meiner gedanklichen Programme und Systeme der emotionellen Steuerung, der Triggerung und automatischen Ausführung von Aktion, Reaktion, Entscheidung, Rückzug, Vermeidung, Projektion, Anklage, Verurteilung, Selbstgeißelung, Selbstbewerung und herabwürdigung anderer aufgrund und entlang den Prinzipien des jeweiligen kulturellen, ethischen oder gar religiösen Hintergrundes zu werden.

Ich bestimme mich selbst als das Leben in jedem Moment der drohenden Selbstaufgabe und des Verlustes der Selbstkontrolle mich durch bewußtes Atmen, die Gewahrwerdung des jeweiligen Momentes als einzig wahrer Existenzgrundlage zum Leben HIER zurückzubringen und als Mensch, als das Leben das ich bin in der Situation die Entscheidung zu treffen, unter Zuhilfenahme meiner menschlichen Fähigkeiten und Kapazitäten, die für das Leben und damit für alle das Beste ist, ohne mich durch Ängste, geboren aus Erinnerungen, unzuverlässigen Werturteilen aus Vergleichsmomenten und emotionalen Süchten zu selbstsüchtigem Handeln beeinflussen zu lassen.

Day 104 - Can Love-Stories save the world? Brief review of 'Les Miserables' (2012)

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First of all, 'Les Miserables' is an amazing piece of art, I would not question that. But what it really shows to us, or what it should slam into our faces and in my case it did while I was watching it, is that despite of the abuse and pain and sorrow, despite all that ignorance and exploitation, the misery created by man and inflicted on man, nothing has ever really changed.
'This is the music of the people who will not be slaves again', and look where we are now. We are the very same slaves that we have always been, enslaved by our own accepted and self created systems, controled, drugged and violated by it's ruthless regulations. We enslave millions of people for banal purposes, luxury, comfort, prestige. We are primitive, dumb, ignorant and we spit in the face of Life all day.
Why has nothing ever changed? Because we never tackled the root cause of all human problems: the delusional mind, the self identification as the mind and only the mind, in separation in an artificial, virtual reality of thoughts, as if life was a fairytale. This is why 'love' corrupts all plans in those plays, this is why anger and hate overcomes all common sense. This is why never ever in history one single revolution brought any change for human beings and all Life towards real freedom.
The Lovestory is a substitute to avoid the glance at the real issues, the causes of these problems as abuse, exploitation, hatred and inequality. We have made monsters out of ourselves because we trust our minds, we sold ourselves as Life to the promises of the mind which will never be fulfilled, simply because they are not real. The purpose is to keep us striving in the wrong direction while the answer is in direct reach, for each of us. Giving up the illusion of Self as the mind and Ego, starting to live as the body, becoming one and equal with and as all Life. This is what the longing is about, this is what Love stands for and what finally renders the 'Love-Story' redundant.

When I watch the play I do not see those characters as individuals, I do not see the story as a person's fate, I see them as representations for each and every single being that suffers and dies because of inequality, ignorance, violence, hate and fear. I see the final consolidation of lovers and the journey to their junction as the journey to Life that each and every one has to walk, a process of clarification, a process of understanding oneself to become self-directed and self-responsible, no longer driven by outside forces, by programms and belief systems, but determined by principles of Life itself, decisions made in awareness breath by breath, one and equal with all Life.