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Montag, 1. April 2013

Tag0050 – Ich kann die Menschen lesen wie mich selbst [Teil2] - Selbstbestimmung





Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die Eigenschaften, Handlungsweisen, Reaktionen, Interessen, Motive und die Ängste anderer Menschen zwar zu erkennen und zu verstehen, mich aber von ihnen in einer eigenen, unbewussten Reaktion abgestoßen zu fühlen, mich als getrennt und abgesondert wahrzunehmen und aus diesem  unbedachten, ignorant akzeptierten Reaktionsmuster heraus verschiedene selbstlimitierende Urteile zu fällen und Schlüsse zu ziehen, die meinen Selbstgerechten Standpunkt legitimieren sollten, und die mich letztendlich von dem Schritt der Selbsterkenntnis und Selbstbefreiung, zu der Befähigung selbstbestimmter Veränderung dieser konditionierten Verhaltensmuster abgehalten haben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe diese ‚Fähigkeit‘ andere Menschen zu durchschauen nicht als die Reflektion meiner eigenen Gedanken und Reaktionsmuster erkannt zu haben und daraus die Ursache des menschlichen Dilemmas zu erkennen, die Gründe für seine Bereitschaft zur Unterwerfung unter bestehende Systeme, die Akzeptanz seiner eigenen Versklavung, die freiwillige Aufgabe der Selbstbestimmung und der selbstsüchtigen Verfolgung schneller Befriedigung ihrer konditionierten und programmierten Bedürfnisse als Lebensziel und Sinn.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe aus meinem Unverständnis der Erkenntnis über die Falschheit und Heuchelei der gesellschaftlich- sozial akzeptierten Werte und Normen als die in Angst begründete, aggressive Selbstsucht die uns alle künstlich voneinander trennt, die unsere Konflikte unlösbar macht und die menschliche emotionale Entwicklung  zu einer Jagd nach Empfindungsmomenten von kurzfristiger, energetischer Selbstbefriedigung degeneriert, Selbstzweifel zu entwickeln, weil ich mich nicht meinen eigenen Ängsten und Befürchtungen gestellt habe, weil ich mich auf die Außenwelt konzentriert habe um mich davon abzulenken, dass ich ein Teil davon bin, dass ich eins und gleich bin als Mensch und dass es nur den einen Weg aus der programmierten Ängstlichkeit und Hörigkeit gibt, nämlich den der Selbstanalyse und Dekonstruktion der eigenen Persönlichkeits- und Reaktionsmuster, der eigenen Gedankenkonstrukte, Werte und Normen, in der selbstehrlichen Erkenntnis der Fremdbestimmung und Selbstaufgabe die die bisherige Erlaubnis und Akzeptanz all dieser Prägungen und Konditionierungen als das Selbst  tatsächlich bedeutet.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, aus dem unverantwortlichen und ignoranten Umgang mit den Erkenntnissen der Gleichheit menschlicher Konditionierungsmuster und der Einsicht in ihre Handlungsmotivationen als Spiegel meiner eigenen  auf provozierende Art versucht zu haben andere Menschen von der Unfreiheit und der Fremdbestimmung die sie zu diesen Handlungen bewegt zu überzeugen, und dadurch die Selbstverteidigungsmechanismen des Egos wie Blockadehaltung und Aggression verursacht zu haben, all das aus eigenem Egoismus, aus dem verzweifelten Versuch heraus, andere ‚auf meine Seite‘ zu ziehen, dadurch das Gefühl von mehr Sicherheit zu haben, Sicherheit darüber, dass ich keine ‚Fehlfunktion‘ habe oder bin, ohne dabei zu erkennen, dass ich auf diese Weise die Verblendung meiner Selbst und auch anderer nur noch begünstige, dass man dem Ego eben durch die manipulative Infragestellung von außen, durch den Versuch der direkten Einflussnahme  erst Rechtfertigungsgründe für die künstlichen Ängste liefert und die Blockadehaltung und auch die Aggression legitimiert, die die Persönlichkeit immer weiter in die selbstgeschaffene Isolation treiben

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zur Selbstkorrektur und Selbstbefreiung durch die selbstehrliche Selbstoffenbarung der Mechanismen, Funktionen und Abläufe der gedanklichen Selbstrechtfertigung der Adaption und Selbstanpassung an die Vorstellungen, Normen und Bedingungen, die Werte und den Druck der Gemeinschaft in allen Bereichen, die Einschränkung der Selbstbestimmung und Freiheit aus Angst vor der Eigenverantwortlichkeit als das Leben in allen Bereichen der Konsequenzen der eigenen Existenz und Handlungsweise und damit der eigenen Entscheidung zur Akzeptanz und Erlaubnis der Konsequenzen dieser Selbstaufgabe.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zur Selbstkorrektur und Selbstbestimmung in der Bereitschaft zu selbstehrlicher Akzeptanz und Einsicht in die eigene Beteiligung, die eigene Verantwortlichkeit für die menschliche Entwicklung, die akzeptierten Verhaltensmuster und emotionalen Wertverknüpfungen, die eigene Mitbeteiligung an den Systemen und der daruf folgenden, selbstbestimmten Selbstverpflichtung zur Korrektur, zur Dekonstruktion der Programme und Gedankenkonstrukte und zur Selbstvergebung ihrer Erlaubnis und Akzeptanz.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 01.04.2013





Donnerstag, 14. Februar 2013

Tag0004 - Prophetische Persönlichkeitsprogramme / Wahn und Wirkung : Geld

Urban Woodswalker / Art Photos / CC BY-NC-ND
"tied up in knots - an identity metaphor"
ein sehr treffender Titel dieses Fotos, der sehr schön die Strukturen und Systeme der Persönlichkeit, der Selbstwahrnehmung über die Gedanken, den Geist, die Erinnerungen und die Verknüpfungen zu den Emotionen, Erfahrungen, Vorstellungen, Wünschen und Erwartungen darstellt und wie wir uns in ihnen verstricken, uns selbst die Hände binden und fesseln...


Fortsetzung zu:


Wie in meinem letzten post beschrieben und schon angedeutet, hat mich die Selbstaufgabe an die Bewußtseinsprogramme wie der Suche nach persönlicher Erfüllung, Bedeutung und Sinn im Leben innerhalb der Systematik der Gesellschaft und Kultur auf einen Weg der langsamen aber sicheren Zerstörung meiner Möglichkeiten, meiner Lebensgrundlagen, also den absoluten Notwendigkeiten des Lebens wie Obdach, Nahrung, Gesundheitsvorsorge etc. geführt und ich habe sehr deutlich die niederdrückenden, beengenden und einschränkenden Mechanismen der absoluten Kontrolle über alles Leben in unserem Geldsystem erleben dürfen. Ich kann sagen erleben dürfen, weil ich diese Erfahrungen nutzen konnte um diese Methoden überhaupt erst zu verstehen, zu erkennen was hinter ihnen steckt und wieso sie den Menschen derart kontrollieren und sein Leben bestimmen. Diese Systeme, diese Methoden der Vernichtung, der unbrauchbar-Machung von Menschen sind keine fremden, äußeren Bedingungen. Wir sind tatsächlich als Menschen, als die Repräsentation und Projektion unserer Bewußtseinsprogramme selbst dieses System, wir sind immer die Bestandteile der als 'außen' empfundenen, uns kontrollierenden und bestimmenden Systeme. Daher ist auch jeder Versuch der 'Rebellion', des Kampfes 'gegen' die Systeme ein Irrweg und zum Scheitern verurteilt. Diese Art mit der Frustration und der Wut umzugehen ist im Grunde wieder nichts anderes als die Abkehr von sich selbst, von seiner Eigenverantwortung und der wahren Ursache der eigenen und der Situation vieler andere Menschen die man vielleicht zwar als inakzeptabel anerkennt, aber im Versuch sich als Kämpfer für das Gute oder die Freiheit von einer Unterdrückenden Macht darzustellen ohne die eigene Verantwortlichkeit an den Zuständen zuerst zu erkennen und zu akzeptieren ist ebenso aussichtslos als würde man gegen Windmühlen Kämpfen. Wir sind selbst Teil der Entwicklungsgeschichte der Systeme und müssen unseren Beitrag klar und deutlich zu erkennen versuchen, wir müssen die Strukturen und Systeme unseres eigenen Denkens bis zu ihren Wurzeln ergründen, zurückverfolgen und sie dort bearbeiten oder herausreißen aus unserer Identität als Person. Deshalb ist es nicht ausreichend, einfach nur die Ungerechtigkeiten, die Ungleichheit und das Sinnlose Elend zu erkennen um wirklich etwas verändern zu können. Es ist eben unbedingt notwendig sich selbst zu verstehen, da man erst dann auch die 'anderen' verstehen kann, und erst dann weiß man auch, was wirklich zu tun ist um die Welt verändern zu können. Verachtung, Ablehnung, Hass, und all ihre 'Derivate' wie Frust, Verzweiflung, Depression, Sarkasmus, sind spiegeln Ignoranz, wenn nicht sogar Angst wieder. Und genau diese Emotionen haben mich in meinem persönlichen 'Kampf' mit dem System jahrelang beeinflusst oder bestimmt. Immer dann, wenn der Leidensdruck für mich zu groß und nahezu unerträglich wurde, und auch mit den gesellschaftlich legitimierten Betäubungsmitteln wie Alkohol und Zigaretten nicht mehr zu überspielen war, habe ich eben versucht mir eine Nische innerhalb der kulturell und gesellschaftlich vorgegebenen Strukturen zu suchen, ich dachte ich könnte es vielleicht schaffen, wenigstens einen höheren sozialen Standard zu erreichen und dann würde es mir besser ergehen. Ich wußte aber nie wirklich, worin dieser Status tatsächlich bestehen oder worauf er begründen würde. Ich war mir nur darüber im Klaren, dass er mit Geld zusammenhing. Ich habe also versucht, einen 'höheren' Platz innerhalb der gesellschaftlich sozialen Strukturen zu erreichen, ohne zu erkennen, dass meine Persönlichkeit längst auf das was ich zu diesem Zeitpunkt mir erlaubt hatte zu werden eingestellt war, mit all den Lebensbereichen, den Bedürfnissen, Vorstellungen, Wünschen, dass mein Charakter überhaupt nicht darauf ausgerichtet war, erfolgreich in diesem System funktionieren zu können, weil ich eben aufgrund zahlreicher Erfahrungen und meinen ganz persönlichen Schlüssen und Selbstbeurteilungen bereits die Grundprogramme einer Versagenserwartung, der Selbstverurteilung und der Belohnung durch Wut und Verbitterte Frusthandlungen wie Betrinken oder mentale Ablenkungen anderer Art etabliert hatte. Und als diese Person, diese Vorstellung von mir selbst war es mir überhaupt nicht möglich, innerhalb der Systeme etwas zu erreichen, beziehungsweise das dann auch dauerhaft zu halten. Mal ganz davon abgesehen, dass sich die erwartete Erfüllung meiner eigenltlichen Wünsche aufgrund meiner Fehlbeurteilung ihrer Ursachen ger nicht eingestellt hätte. In dieser ignoranten Vorgehensweise kann man zwar durch 'Verkettung glücklicher Umstände' etwas erreichen und sogar einen gewissen 'Erfolg' haben, doch wird man nicht damit umgehen können, da der einzige Antrieb der darauf folgt von der Angst bestimmt sein wird, diesen wieder zu verlieren. Und darin offenbart sich eben die ursprüngliche Lüge dieses Gedankensystems, denn verlieren kann man ihn durchaus, und zwar in dem Moment in dem die Systematik andere Erfordernisse in den Vordergrund stellt und durch unser aller Erlaubnis die logischen Konsequenzen der Wirtschaftsordnung des stetigen Wachstums den Menschen als Ware und Ressource benutzen, so dass aufs gerade Wohl die errungene Lebensgrundlage wieder entzogen wird. Jobverlust, Geldverlust, Sozialer Verlust, in genau dieser Reihenfolge.
Doch zurück zu meiner Persönlichen 'Geschichte', ich will in diesem Blog nicht auf Details der Geschehnisse eingehen, doch anhand der bereits beschriebenen Muster habe ich mich in der Eskalationsspirale von Verzweiflung, Wut, Frust und Depression verrannt bis ich letztlich in völliger Resignation mit meinem Leben innerlich abgeschlossen hatte und mich vollends nur noch als Spielball der Umstände und sozusagen 'treibend' erlebt habe. Diese totale Aufgabe meiner Selbstbestimmung war letztendlich ausschlaggebend für den letzten großen Knall und das darauf folgende Erwachen. Und ich möchte, dass kein falscher Eindruck entsteht, denn mein Erwachen bezieht sich keineswegs darauf, dass ich endlich begriffen hätte wie toll unsere Systeme doch seien, und dass der von uns praktizierte Kapitalismus so viel Freiheit und Möglichkeiten bieten würde wie kein anderes System. Mein Erwachen war auch kein spirituelles, keine Erlösung im Sinne eines Gefühls oder einer Einstellung, auch wenn ich in meiner Verzweiflung verschiedene spirituelle Wege erprobt hatte. Mein Erwachen war ein Selbst erwecken, ein ganz realer, physischer Prozess. Die Entdeckung der Existenz als das, was ich bin, und zwar gleichermaßen mit allem. Es ist als ein Erwachen zu bezeichnen, weil alles was vorher mein Leben war, alles worum sich meine Gedanken drehten, meine Wertvorstellungen, mein Selbstbild, meine Verhaltensmuster, sich als nichts anderes herausstellte als ein eher schlechter Traum. Nicht die Welt ist eine Illusion, sondern das, was wir denken von uns und der Welt. Unsere Philosophien und Ideologien, die Versuche die einfache Wahrheit der Einheit und Gleichwertigkeit allen Lebens zu verhüllen sind nichts als Schall und Rauch. Das, was wir ganz real an Wirkung spüren, die Zwänge der Systeme, die Ausbeutung im Namen dieser Ideologien, das sind Konsequenzen unserer Schlafwandelei, unserer Taten aus dem illusionären Antrieb eines Traumes heraus, gepaart mit der primären Handlungsmotivation des Individuums in seiner Selbstwahrnehmung als Ich, als die Geschichte einer Person im Kontext seiner erlernten Wertvorstellungen: der Angst. Daher sind alle Konsequenzen unserer Lebensweise, unserer Gesellschaftssysteme und Kulturen, ein Resultat der Handlungs- und Denkweise jedes Einzelnen, und damit liegen sie auch in der Verantwortung jedes Einzelnen, auch und vor allem die Konsequenzen, die einen selbst direkt betreffen. Und wenn die einzig wichtige Handlungsmotivation der Menschen die Angst ist, dann kann das Resultat daraus nur eine einzelkämpferische Separation sein, eine zerstörerische, ja nicht einmal Parasitäre Persönlichkeit die sich gegen alles wendet, was ihrem ganz persönlichen Wertungsmuster fremd ist oder entgegensteht, und das wird fast alles andere sein, da sie in ihrer illusionären, ich-bezogenen Verblendung immer einzigartig ist. Es lassen sich lediglich Schnittmengen Bilden, kleine Gruppierungen die sich dann in dem Bewußtsein des gestärkten Glaubens sicherer fühlen, dennoch sind die Geister der sie konstituierenden Mitglieder immer auf den Selbstzweck gepolt und in dieser Besessenheit sind sie auch untereinander nicht vertrauenswürdig, würden jeden anderen übervorteilen wenn sich die Möglichkeit dazu bietet, vor allem dann, wenn sie dabei unentdeckt bleiben können. Das ist ein offenes Geheimnis und lässt sich selbst in den von uns als besonders intimen Gruppierungen wie der Familie beispielsweise massenhaft nachweisen und erkennen.
Was hier aber von Belang ist, ist die Gedankensystematik die sich in all den Jahren der Selbsttäuschung entwickelt und meine Persönlichkeitsstruktur mitgestaltet hat, die ich ungefragt als meine Natur, meinen Charakter als unabdingbar hingenommen und akzeptiert habe, und dass ich in dem Konflikt den ich immer und immer wieder innerlich, im Geheimen mit mir selbst ausgetragen habe nicht die offensichtliche Lüge dieser Annahme erkannt habe, sondern mich mit und über diese Unsicherheit und diesen Zweifel überhaupt erst definiert habe. Das kann dann sogar so weit gegangen sein, dass man sich durch diesen Disput zweier unkontrollierter Gedankensysteme und das Hin und Her im Geiste sogar noch für einen besonders vernünftigen und verantwortungsbewußten Menschen hält, obwohl man in keinem Fall eigentlich sicher sein kann, wem man letztlich den 'Zuschlag' gibt, was die eigentlichen Motive dieser Instanz im Geiste sind. Es ist ein System, das aus zwei Untersystemen gebildet wird, ein fesselndes, beschränkendes Gedankensystem. Doch im Grunde ist es nur ein Programm, das dazu dient dieser Persönlichkeit, die ebenfalls ein Programm ist, genau das zu bescheren, genau in die Situation zu bringen, zu der sie bestimmt ist. Es ist eine lenkende Programmierung. Diese ist zweifelsfrei nur ein scheinbar banales Unterprogramm, eins von tausenden, doch sollte bezweifelt werden, ob man angesichts der unsagbar verwirrten, unglaublich ignoranten, realitätsfernen und selbstzerstörerischen Lebensweisen der Menschen von Banal sprechen kann, denn letztendlich setzt sich die ganze Identifikation des Menschen, der Person, des Charakters, aus hunderten solcher Programme zusammen.

Dieser Teil der Exploration wird nun doch etwas weiter führen als zunächst beabsichtigt, daher breche ich den heutigen Blog hier ab und führe ihn morgen fort um ihn zu beenden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich von eigens kreierten Gedankensystemen lenken und beeinflussen zu lassen, mich in meiner Selbstwahrnehmung als Produkt einer äußeren Systematik wahrzunehmen und in fatalistischer Weise meine Gedankenstrukturen, Wertgründe und emotionalen Reaktionsmuster als unveränderbar und naturgegeben einfach hinzunehmen ohne mir über ihre Kompatibilität mit dem künstlichen System der gesellschaftlichen Kultur, den sozialen Strukturen und Wertvorstellungen klar zu werden und darin die Einheit meiner Selbst mit dem System und als das System zu erkennen.


Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 14.02.2013

 

Montag, 29. Oktober 2012

Tag 73 - Selbstvergebung zur Akzeptanz und Selbstaufgabe an das Bewußtseins/System

AlicePopkorn / Foter / CC BY-ND

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, ein mitwirkender und unterstützender Teil eines Gesellschaftssystems zu werden das durch und durch vom Geldsystem bestimmt und durchsetzt ist, dessen einzige Prinzipien und Werte der schnelle Profit ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit oder die Bedürfnisse und Interessen anderer ist und das aufgrund dieses Ausgangspunktes und durch unser aller Mitwirkung das Leben in allen nur erdenklichen Bereichen ausbeutet, manipuliert und den Interessen des reinen Profits, repräsentiert durch die in den jeweiligen Positionen sitzenden Menschen, deren persönliche Ideologie und Philiosophie der Ursprung dieser Projektion als die Manifestation der selbstgestalteten Menschlichen Natur des Selbstinteresses sind, anpasst.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich immer wieder in gedanklichen Selbstrechtfertigungen zu verstricken wenn es darum ging die eigene Verantwortung für meine Entscheidungen zu übernehmen und es mir dort wo ich mit den Konsequenzen meiner Entscheidungen nicht einverstanden war nicht erlaubt habe meinen eigenen Ausgangspunkt und meine ursprüngliche Motivation zu prüfen, anstatt Schuldige und Verantwortliche außerhalb meiner Selbst zu suchem.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, die Methoden eines Systems das auf persönliche Vorteile und Profit auf Kosten anderer ausgerichtet ist als 'legitim' zu betrachten, selbst da wo die Konsequenzen offensichtlich lebensfeindlich und bedrohlich sind, nur weil ich nicht bereit war meine Verantwortlichkeit als Teil dieses Systems bedingungslos zu akzeptieren und zu erkennen, dass wir durch unsere Selbstaufgabe und Fügung/Anpassung an dieses System es in dieser Weise aufrecht erhalten und dass es sich keineswegs um eine 'höhere' Ordnung handelt die uns diese Lebensweise auferlegt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich meinem Bewußtsein in seiner manipulierten Programmierung in leichrsinnigem Vertrauen in 'die Gesellschaft' zu unterstellen, den in das Bewußtsein eingepflanzten 'Verlangen' und den damit verknüpften Vorstellungen, Bildern, Ideologien teils durch die Werbung aber auch durch die Anwendung der Verhaltens- und Bewertungsprinzipien von Menschen in meinem Umfeld im Glauben an das 'höhere Gute' das ich hinter menschlichem Streben vermutete nachzugeben, in Selbstverblendung wider besseren Wissens diese Verhaltensweisen und Denkweisen mir zu eigen gemacht und dadurch einem offenkundig nicht dem Leben und der Würde des Lebens dienlichen System gedient zu haben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt und es nicht zugelassen habe mich der eigenverantwortlichen Entscheidung zu stellen diese Prinzipien des Systems zu offenbaren, in mir und durch mich selbst, sie zu dekonstruieren und darzulegen so dass ich für mich selbst und gegenüber anderen zu meinen Entscheidungen als dieser Mensch der ich bin ohne mic auf andere berufen zu müssen stehen kann, sondern dass ich in der Akzeptanz meiner einprogrammierten Angst vor der Eigenständigkeit gegenüber allen Wertvorstellungen, Normen und Ideologien die ich als Mensch vorgefunden und im Laufe meiner Entwicklung übernommen habe die stillschweigende Anpassung an die Prinzipien des Systems vorgezogen und den Versuch unternommen habe mich zwar geistig abzutrennen, aber im Leben selbst die Methoden der Manipulation und der Ausnutzung ungleicher und ungerechtfertigter Privilegien, wie beispielsweise den Umstand dass ich in einem in dieser ungerechtfertigten Ungleichheit privilegierten Teil der Welt geboren wurde, anzuwenden um mich und mein Leben, meinen Persönlichen Bereich und mein persönliches Interesse abzusichern, alles in der gewollten Entscheidung die Konsequenzen und den Selbstverrat sowie meine Verantwortlichkeit als das Leben dabei zu ignorieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, dass ich mich in dieser freiwillig gewählten Ignoranz trotz der offensichtlichen Unzufriedenheit und der inneren Konflikte die ich dabei ausgefochten habe und die mich abgehalten haben davon wahrhaftig zu leben, selbst angegriffen, meinen Körper misshandelt und mein Umfeld terrorisiert habe, dass ich mir nie eingestehen wollte dass ich einfach nicht für mich selbst stehen kann, dass ich mich selbst betrüge und versuche einen Schein nach außen zu wahren als wäre ich glücklicher, zufriedener Teil dieser 'Machenschaften', und dass ich obwohl ich auch einen 'rebellischen' Charakter entwickelt hatte nicht sehen wollte, dass dieser ein sinnloses Unterfangen war, ein zum Scheitern verurteilter Versuch sich doch noch so etwas wie Selbstehrlichkeit zu bewahren, nur dass man eben diese nur Spielt, eine Rolle übernimmt von der man eigentlich weiß, dass sie keine wirkliche Veränderung bedeutet, weil diese Rolle zum Skript der selben Systematik gehört gegen die man angeblich rebelliert, vor allem aber dass ich mich nicht des Verstendes bedient und mir vergegenwärtigt habe, dass jeder Versuch nach außen zu 'kämpfen', gegen ein System das einen zu dem gemacht hat was man ist, ohne zunächst sich selbst komplett zu dekonstruieren und selbstbestimmt neu aus und aufzurichten, als Mensch, um als Beispiel, als Beweis für sich und andere eigenständig neu 'auferstehen' zu können niemals etwas ändrt an den gegebenen Umständen, sondern diese eher noch verstärkt, da eben durch dieses Vorgehen das angeblich 'gegen' das System gerichtet ist, aber von einem Standpunkt des 'persönlichen Interesses' ausgeht, also der Person die ein Resultat, ein Ergebnis eben dieses Systems ist die Energie des Lebens, des eigenen Lebens für den Antrieb der systemischen Strukturen 'verbrennt'.

Selbstkorrektur und -Ausrichtung folgt...

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