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Mittwoch, 14. Januar 2015

Tag 193 - Selbstanalyse beschränkender Persönlichkeitsmuster T2



Themen im zweiten Teil:

Eigenverantwortung, Selbstbestimmung,Egoismus, Gesellschaft, "System", gesunder Menschenverstand (common sense)

Desteni I-Process:
http://detseniiprocess.com

Mittwoch, 24. Juli 2013

Tag0130/131 - Die eine Entscheidung zur Selbstbestimmung [Warum Psychologie nicht heilt]

h.koppdelaney / Foter / CC BY-ND


Jede Hilfe bei psychischen Problemen die allein auf den Erkenntnissen und Fertigkeiten eines anderen Menschen beruht ist lediglich eine mentale, kurzfristige Manipulation durch die gedanklich gesteuerte Aufrechterhaltung eines Bewusstseinszustandes der vollkommen abhängig ist von den imaginären Konzepten einer Vorstellungswelt, von Interpretationsmustern und geborgten Wertvorstellungen die fernab der Wirklichkeit liegen und macht den Menschen zu einem abhängigen Bittsteller gegenüber den fremden Ideologien ohne Authentizität, ohne wirkliche Selbstbestimmung oder Selbsterkenntnis zu erreichen.
Die scheinbare Selbstbeteiligung des 'Patienten', sein eigener Beitrag in diesen Therapien und Rehabilitationsmaßnahmen liegt allein in dem Erlernen der Anwendungsstrategien bestimmter Verhaltens- und Denkmuster um aus der Manipulation von Außen eine Selbstmanipulation zu etablieren. Dieser Weg ist ein naiver Versuch der Problemlösung durch Symptombekämpfung, ohne wirkliches Verständnis für die ganzheitliche Struktur einer menschlichen Existenz und der Basis der Selbsterkenntnis als eigenverantwortliche Selbstwahrnehmung und Selbstbestimmung. Teils gründet diese Vorgehensweise in den Prinzipien der Geldwirtschaft, die aus jeder erdenklichen Notlage des Menschen einen profitorientierten Aktionismus wachsen lässt, zum anderen aber liegt der Grund für diese Desorientierung in der Selbstbeschränkung des Menschen auf seine Natur, eine dogmatische Annahme der Unabänderbarkeit seiner persönlichen Entwicklungsrichtung, dem Wunsch sogar, dass er dieser machtlos ausgeliefert sei, welcher aus der Angst vor der ungewohnten, unbekannten und daher fremd und bedrohlich erscheinenden Verantwortlichkeit dem Leben gegenüber geboren wird.
Der Grund warum ein selbstehrlicher Umgang mit psychischen Erkrankungen, also mit Entwicklungen die Leidensdruck und die Unfähigkeit am Leben teilzunehmen verursachen, hart und unsensibel erscheinen mag liegt vor allem in diesen Persönlichkeitskonzepten und der angelernten, über Generationen kultivierten Abneigung, Angst und Ablehnung gegenüber der Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben in gleichwertiger Anerkennung aller Menschen und aller Lebewesen. Die ungewohnte klare Sicht für diese simplen Zusammenhänge, die Ursachen und Konsequenzen des eigenen Denkens, der eigens erlaubten und akzeptierten Werte und Ideologien die in der Persönlichkeit verankert sind ist für die isoliert und in der eigenen Geschichte der Erinnerungen und Emotionen gefangene Identität äußerst bedrohlich, da sie als künstliche Existenz ständig von der Rechtfertigung und Bestätigung ihrer eigenen Erhabenheit abhängig ist, ihrer Beständigkeit als überwertiges Sein, als Ich alles um sie herum als nutzbare Ressource und eben auch als Ursache aller Probleme, Schwierigkeiten und somit auch aller Erkrankungen ansehen muss. Wenn mein Leben nicht mehr funktioniert, wenn ich in den äußeren Systemen keinen Halt und keine Sicherheit mehr finde, wenn die Wirklichkeit zu sehr von meiner Erwartungshaltung und meinen Vorstellungen abweicht, dann muss ich als diese Fiktion meiner selbst Gründe in der von mir getrennten Außenwelt dafür suchen, da jede andere Möglichkeit unausweichlich die Infragestellung meiner „Natur“ bedeuten würde und eine 'Heilung' allein durch Eigenarbeit, durch den Wandel meiner akzeptierten und erlaubten Denk- Wert- und Verhaltensstrukturen möglich wäre.
(Un-)Glücklicherweise ist genau das aber die offensichtliche Realität. Und dass ich dabei den einzig wirksamen Weg der Selbsterkenntnis beschreite wenn ich erstmals meinen eigenen Beitrag und seine Konsequenzen berücksichtige, wenn mir bewusst wird, dass das Empfinden, die Stimmungen, die emotionalen Reaktionen nicht nur meine eigenen Kreationen sind, sondern dass diese Systeme auch noch bei allen Menschen gleichermaßen funktionieren und in ihrem Grunddesign den meinen absolut entsprechen, liegt daran, dass ich mich auf diesem Weg erstmals wahrhaftig in „den anderen“ wiedererkenne, weil ich die Gleichheit des Lebens erkannt und akzeptiert habe, und zwar in dem Moment in dem ich meine Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben akzeptiert habe. Und wenn ich mich in den anderen wiedererkenne, dann nur weil und wenn ich mich selbst in jedem Moment, in jeder Interaktion und in jeder Reaktion selbst wahrnehme und verstehe, und dann kann es keine gedankliche Flucht vor der Eigenverantwortlichkeit mehr geben, denn ich sehe meine eigenen Reaktionen als meine eigene Kreation allein, erdacht und gestrickt aus persönlichen Erinnerungen, Wertvorstellungen, Fantasien, emotionalen Verknüpfungen und Bildern aus meiner persönlichen Gedankenwelt.

Doch wir scheuen zu allen Zeiten diese Einsicht in die Gleichwertigkeit und die Gleichartigkeit des Menschen als lebendiges Wesen. Wir glauben uns hinein in eine Fantasie-Existenz der Gedankenwelt, eine interpretierte, limitierte, eingeengte und stark begrenzte Wirklichkeit die nach unseren eigenen Regeln funktionieren soll. Daher haben wir auch all diese Ansprüche in uns zugelassen, die Erwartungshaltung gegenüber unserem Umfeld, gegenüber der Welt im Ganzen, als ob wir als Individuum einen Alleinanspruch hätten unsere ganz eigenen Vorstellungen und Wünsche erfüllt zu bekommen. In diesem einsamen Streben nach Erfüllung dieser Verlangen verlieren wir völlig aus den Augen, dass wir unter Umständen auf dieser Jagd eine Spur der Verwüstung hinterlassen und am Ende genau dort wieder ankommen wo wir begonnen haben, nur dass eben alles zerstört ist und wir unser Glück noch immer nicht finden. Wir sind so verbissen in diese Wahnvorstellung von der persönlichen Erfüllung, dass wir nicht einmal mehr merken, dass die Ziele und Wünsche denen wir nachjagen nicht einmal unsere eigenen, dass sie nicht authentisch sind. Wir fragen nie nach dem Warum, nie ernsthaft. Dogmatische Vorstellungswerte bestimmen unser gesamtes Leben und Streben und wenn man die Menschen fragt warum sie so viel Anstrengung und Belastung auf sich nehmen um ein zweites oder drittes Auto zu bezahlen, oder ein neues Kaufen obwohl das alte noch lange funktioniert hätte, dann sieht man für einen kurzen Moment den perplexen Ausdruck in ihren Gesichtern, für einen Augenblick wirken sie verstört bis sie die vorprogrammierten Selbstrechtfertigungen „herunterrasseln“ und ungläubig mit dem Kopf schütteln oder abschätzend lächeln wenn man diese Argumente nicht teilt, wenn man sie sogar hinterfragt. Im letzteren Fall kann dies sogar zu kompletter Ablehnung der eigenen Person und zu einer Spaltung der Beziehung führen, denn man stellt eine Gefahr für das wacklige Fundament der Identitätsgrundlage und des Selbstwertempfindens der anderen Person dar.
Nun, ähnlich verhält es sich mit vielen psychologischen Symptomatiken. Wenn man sich mit diesen Themen ernsthaft auseinandersetzt, sie studiert und sich mit Menschen unterhält, Erfahrungen sammelt, dann kann man in selbstehrlicher Selbstschau viele dieser Gedankenmechanismen, der emotionalen Reaktionsmuster und dem schein-logischen Umgang des Verstandes mit ihnen in dem er sie in die Systematik der eigenen Weltsicht hineininterpretiert bei sich selbst genau wiedererkennen. Man kann die Grundstrukturen von Menschen die als schwer psychisch erkrankt bezeichnet werden bei sich selbst in Grundzügen wiederfinden und wenn man selbstehrliche Selbstanalyse betreibt, wenn man reflektiert über eigene Reaktionsmuster und die Verdrängungs- und Abwehrmechanismen, dann kann man sich hineindenken und verstehen, warum Menschen sich hineinfallen lassen oder eben hineinwachsen in die Rolle eines psychisch kranken Menschen. Man versteht woher überhaupt diese Sehnsucht nach Selbst-Definierung kommt und warum jede Gelegenheit vom menschlichen Ego ergriffen wird, wenn die Konstellationen entsprechend ausgerichtet sind, um sich selbst zu „finden“, sich selbst einen, irgendeinen vordefinierten Wert zu verpassen, und wenn das bedeutet dass man als Opfer eine Krankheit seine ganz persönlich gerechtfertigte Welt aufbaut.



Es muss natürlich klar sein, dass dies keine Worte sind die bei einem Menschen der sich selbst noch in dieser Rolle befindet, der nicht einmal den Versuch unternommen hat aus sich heraus oder über sich hinaus zu wachsen, der noch nicht den Schritt gemacht hat die Eigenverantwortung für und als das Leben zu erkennen und sie auch anzunehmen, egal wie schwer dieser Weg, wie unangenehm dieser Prozess auch sein mag, zu irgendeiner Einsicht führen könnten. Im Gegenteil, solche Worte werden große Gegenwehr und Ablehnung hervorrufen, sie werden alle Selbstverteidigungsmechanismen der gedanklichen Persönlichkeit in Gang setzen die es vorsichtig vermeidet die Möglichkeit der Einsicht durch bewusstes Verstehen dieser Worte zuzulassen.
Tatsächlich aber kann jeder Mensch diese Konzepte, diese Verwirrungen und dieses Festhalten an Abläufen und Systemen der Werte- und Gedankenwelt verstehen und nachvollziehen und sogar selbst eigenständig den Weg aus dieser selbstauferlegten Gefangenschaft finden. Es braucht nicht einmal ein psychologisches Studium für dieses Verständnis, kein Lesen fremder Texte und sogenannter Erkenntnisse. Zur Entwicklung der effektivsten Wege um auch von außen die Unterstützung zu bieten den Menschen einen eigenständigen und eigenverantwortlichen Prozess der Selbstbefreiung zu ermöglichen hingegen sind die wissenschaftlichen Methoden absolut notwendig. Doch die Erkenntnisse anderer zu studieren um zu „verstehen“, das ist ein höchst gefährlicher Weg der trügerisch und folgenschwer für die eigene Entwicklung sein kann und ist, da man sich selbst eine Persönlichkeit, eine Illusion einer wissenden, erfahrenen Persönlichkeit auf der Basis toter und trockener Theorie aufbaut die nicht einmal in ihrem Inhalt mit einem selbst zu tun hat. Ich habe in meinen Studien die Erfahrung gemacht, dass die Grundprinzipien wissenschaftlicher, seriöser Forschungen, die Ergebnisse und bestätigten Erkenntnisse sich mit meinen im Prozess der Selbstentwicklung, der Entwicklung selbstehrlicher Selbstschau und der Akzeptanz meiner Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben gewonnenen Selbsterkenntnisse immer wieder decken, was mich anfangs erstaunt und auch ein wenig stolz gemacht hat. Allerdings ist mir jetzt völlig klar, dass daran wirklich nichts „Außergewöhnliches“ ist, im Gegenteil, es ist im Grunde ein gewöhnliches, simples Wissen das allen und jedem zur Verfügung steht, wenn er nur beginnt sich selbst zu erkennen und von Grund auf zu verstehen.

Doch dieser Weg, wenn er auch der einzig wahre Weg zu Selbstbefreiung, zu Eigenständigkeit und Eigenverantwortung, aber vor allem auch zu mehr Selbstbestimmung ist, ist ein schwerer, schmerzhafter Weg. Er verletzt das alte(r) Ego, er provoziert es, regt es auf, macht aggressiv, frustriert und verbittert und eben diese emotionalen Reaktionen sind es, die den Weg aus dieser Verlorenheit in den Emotionalen Mustern und Gedankenbildern weisen, wenn man sich ihrer annimmt, wenn man nicht zu ihnen wird, sondern sie in sich erkennt um sich selbst ganz zu verstehen.

Fortsetzung folgt...


Sonntag, 19. Mai 2013

Tag0090 - Warum Schreiben? Und für wen?

eldeeem / Foter.com / CC BY-NC-SA




 Blog vom 11.05.2013

Es ist wichtig zu verstehen, dass es beim Schreiben dieses Blogs, beim Schreiben dieser Art um den Prozess des Schreibens selbst geht, und ausschließlich darum. Es ist das Schreiben aus dem lebendigen Moment des Hier und Jetzt heraus, die Selbstoffenbarung und Entfaltung der inneren Gedankenmuster in selbstehrlicher Analyse. Das Lesen eines solchen Textes dient in keiner Weise der ‚Information‘ des Lesers, oder gar der Erweiterung des Wissens oder ähnlichem. Auch eine Anleitung kann ein solcher Text in keinem Fall sein. Der Grund ist, dass ich nicht über etwas schreibe, sondern dass ich die Dinge direkt aus mir herausschreibe um sie wie in einem Spiegel selbst während des Schreibens betrachten zu können. Es ist sozusagen ein Spiegel meiner Gedanken, dessen Spiegelbild natürlich nur ich selbst sehen kann, denn in dem Moment in dem ein anderer vor den Spiegel tritt ist es nicht mehr mein Spiegelbild, sondern das des anderen. Ich weiß, dass dieser Vergleich hinkt, denn der Spiegel selbst ist ja nur in dem Moment präsent in dem ich schreibe, so dass es überhaupt icht denkbar st, dass jemand anderes sich darin  spiegeln wüde. Das was lesbar zurückbleibt ist vielmehr eine Skizze, eine Zeichnung des Bildes die einen Eindruck davon wiedergibt was ich zu sehen in der Lage war. In dem Moment in dem der Text verfasst ist, wird das Geschriebene eben genau dazu, zu einer Skizze der Vorgänge, der Programme, so dass man sich einen Eindruck verschaffen, aber nicht wahrhaftig das wiedererleben oder wahrnehmen kann das in dem Moment des Schreibens stattgefunden hat. Das ist aber auch gar icht nötig oder gar Sinn des Schreibens, bzw. Der Veröffentlichung. Dass dieser Text zugänglich gemacht wird findet seinen Sinn in einer einzigen Tatsache, dass nämlich durch die Möglichkeit des Enblicks in die Selbstarbeit eines anderen Menschen die Erkenntnis der Gleichheit und Einheit, der grundlegenden Gemeinsamkeiten menschlichen Lebens offenbar wird, und zwar für denjenigen der sich selbst auf diesen Weg der Selbstbefreiung durch das Schreiben begibt. Im Grunde ist das so mit jedem Text, selbst mit wisenschaftlicher Facliteratur. Gelesen als Wissensquelle und angewandt als Anleitung macht man sich ledigkich zu einer programmierten Maschine, wobei das Programm fehlerhaft und unvollständig ist, da es sich eben nur um eine abstrahierte Skizze handelt. Erst der eigenständige, freie Selbstversuch kann einen authentischen Einblick verschaffen. Und dann gilt ein anderer Text wesentlich mehr, er dient zu viel mehr als zu einer Anleitung oder Wissensquelle, er ist eine unterstützende Begleitung, ein gleichwertige Gefährte, ein Teil der Einheit zu der man selbst zurückkehrt.

Fortsetzung folgt...

Samstag, 9. März 2013

Tag0027 - Was wo geschrieben steht...

Nach einer Konversation oder besser gesagt einem schriftlichen Austausch über die Kommentarfunktion bei Youtube schreibe ich diesen Blog über ein weit verbreitetes Dogma der Selbstüberzeugung und Bestätigung der persönlichen Meinungsbildung, welches nicht nur von Grund auf irreführend ist, sondern auch all meine Statements und Schriften zum Thema der Eigenverantwortlichkeit und Selbstbstimmung bestätigt.Es geht um den stetigen Vergleich der eigenen Anschauung und Meinung, ganz egal zu welchem Thema, aber im Besonderen in entscheidenden Lebensfragen und vor allem bei gläubigen, religiösen Menschen, mit den jeweiligen Schriften ihrer Religion, beim Christentum beispielsweise mit der Bibel.
So werden in Diskussionen oder Konversationen denn viele Sätze und Thesen eingeleitet mit den Worten "in der Bibel steht geschrieben..." und dann folgt ein Zitat oder ein Sinngleiches Statement der Person in eigenen Worten, welchen dann die Meinung dieser Person wiedergeben oder unterstreichen soll. Nun ist dieser Ansatz inzweierlei Hinsicht Sinnfrei, einerseits könnte ich ebenso gut ein Buch lesen, in diesem Fall die Bibel, wenn ich wissen wollte was darin steht, anstatt ein Gespräch mit einem lebenden Menschen zu führen. Zum Anderen setzt die BEdeutung die dieser Vergleich der Aussage der Person angeblich geben soll voraus, dass ich den Worten die in diesem Buch geschrieben stehen ebensolchen Wert beimesse wie die Person die sie zur Verstärkung ihrer Argumentation benutzt. Doch das muss eben keinesfalls so sein und ist für mich im Moment der Unterhaltung im Grunde auch irrelevant, da es mir vielmehr um den Austausch mit dem Mensch, mit dem Lebenspunkt der er ist geht als um die Gedankenkonzepte und Datensätze die er gespeichert hat.

Diese Form der Zuhilfenahme des geschriebenen Wortes anderer Persönlichkeiten oder im Fall der Bibel einer ganzen geschichtlichen Institution, ist eben eine Methode die Unsicherheit in erster Linie offenbart und eben keine Sicherheit gibt, wenn es um eine 'Meinung' oder 'Ansicht' geht. Was bedeutet es, wenn ich versuche mir Sicherheit über meine Standpunkte zu verschaffen indem ich mich Einreihe in eine Gruppe anderer, gleichdenkender Menschen oder mich gleichsetze mit einer 'berühmten', bereits für ihre Werke anerkannten Person, anstatt meinen Standpunkt eigenständig eingehend zu prüfen und festzustellen, ob ich unter allen Umständen zu jeder Zeit selbst für ihn gerade stehen kann? Und vor allem auch, ob ich die Fähigkeit besitze ihn wenn nötig zu ändern und ihn nicht zu einer Bastion ausbaue, zu einem feststehenden Teil einer eingebildeten Persönlichkeit werden lasse, die es dann um jeden Preis zu verteidigen gilt?
Es bedeutet, dass ich unsicher bin, dass ich es eben nicht wage Eigenverantwortung zu übernehmen, dass ich unfähig bin die Konsequenzen meines Denkens, meines Redens und damit meines Handelns auch wirklich selbst zu tragen. Wann immer ich mich vergleiche um bestätigung meines Standpunktes zu erhalten, und vor allem wenn ich dabei Autoritäten akzeptiere denen ich eine höhere Macht und ein größeres Wissen ungefragt unterstelle, begebe ich mich in Abhängigkeit und gebe dafür meine Eigenverantwortung an diese Instanzen ab. Ich stelle mich zwar als gleichgesinnt hin, aber eben 'hinter' die Instanz, die Bibel, die Kirche, die Partei, die Gruppe, was auch immer es ist. Natürlich kann ich daran glauben, aber es ist und bleibt ein Glaube und kein Wissen. Ich kann keine geborgten Überzeugungen leben, sondern nur die, zu denen ich in bedingungsloser, selbstehrlicher Selbstbefragung komme. Interessanterweise, oder aber auch konsequenterweise, kann ich dann vielleicht feststellen, dass andere zu ebensolchen Einsichten gelangt sind wie ich, und ich kann mich mit ihnen befassen. Aber dazu ist es keinesfalls nötig ihre Texte zu zitieren oder mir ihre Bücher ins Regal zu stellen, denn ich brauche mir ihre Aussagen nicht zu merken und mich schon gar nicht durch sie zu bestätigen. Ich weiß, wofür ich stehen kann und dass ich mich in einem ständigen Prozess befinde, in dem es zwar grundlegende Einsichten, Lebens-bedingende Wahrheiten geben kann, aber keine festestehenden Meinungen, keine Generalisierungen der persönlichkeit, der eigenen Überzeugungen aufgrund persönlicher Erfahrungen oder der Anhäufung von Wissen oder Informationen. Es gibt nichts zu verteidigen, das aus dem selbstehrlichen, selbstbestimmten prozess der Erkenntnis in Gleichheit nd Einheit mit dem Leben gewonnen ist, denn es ist frei von Persönlichkeit und stammt aus dem Lebendigen, dem Bewußtsein des Lebens, in dem wir alle gleich und eins sind. Nur eine individualisierte Persönlichkeit, ein Gedankenkonstrukt aus Erinnerungen und gedanklich damitverknüpften Emotionen kann sich durch die Einheit und Gleichwertigkeit des Lebens bedroht fühlen, weil sie durch die (An)erkenntnis dieser Tatsache ihrer Überheblichkeit und der Rechtfertigungen allen egoistischen Verhaltens beraubt wird.
Es ist erfahrungsgemäß besonders interessant, dass gerade solche Persönlichkeiten, die in der religiösen Literatur, beispielsweise der Bibel ihre Überzeugungen bestätigt sehen und sich im Umgang mit den Zitaten und Vergleichen selbstsicher Zeigen, so leicht sich angegriffen zu fühlen scheinen und so schnell alles aburteilen das entweder aus anderen Quellen stammt, die Dinge anders beurteilt als es ihre Texte in ihrer Interpretation tun, oder aber vielleicht sogar übereinstimmt mit ihnen, aber seine Quelle nicht preisgibt, beziehungsweise keine andere Quelle als die der selbstehrlichen Selbstbestimmung hat.
Hier wird dann bisweilen unterstellt, dass zwar Ansätze zu stimmen scheinen, aber da es nicht sein kann, dass ein anderer Mensch zu gleichen Einsichten kommt wie ihre Referenz-Instanz, ihre Ersatzautorität für ihre Selbstbestimmung, muss etwas fehlen oder fehlgeleitet sein, und da ist es vor allem in der Religion ein leichtes etwas literarisch belegtes zu finden, da man hunderte Dinge aus dem Kontext herauslösen und entsprechend auslegen kann, und wenn es nur eine reine Erfindung ist, ein irrelevanter Aspekt einer Geschichte, eines Konzeptes, ein Begriff, eine Idee, wie beispielsweise ein Gott.

Nein, es kann keine fruchtbare, lebendige Diskussion oder Unterhaltung geben mit einem 'überzeugten' Menschen. Es muss ein lebendiger Mensch sein, ein lebendiger, forschender Geist, oder zumindest ein gewillter Mensch, ein sich hingebender Mensch der das Leben in jedem Moment lebt, der bereit ist zu lernen, zu sehen, zu hören, der gewillt ist sich immer und zu jeder Zeit von allem zu befreien das ihn im Geiste ausmacht, wann immer es der Moment erfordert, wenn es die Einsicht und die Selbstehrlichkeit, die Aufrichtigkeit dem Leben gegenüber erforderlich und unabdingbar macht. Und dafür ist es unmöglich sich zu vergleichen, sich in Texten und Schriften anderer zu 'bestätigen'. Ich kann nur mich selbst erkunden, mich selbst verstehen und für mich selbst stehen. Alles andere ist ein Plagiat. Die Gleichheit und Einheit allen Lebens bedingt, dass ein jeder der sich dem Prozess der Selbstehrlichen Selbstanalyse eigenverantwortlich verschreibt zu übereinstimmenden, allgemein akzeptierbaren Einsichten gelangt. Das ist kein Konsens, sondern das ist die Selbstehrlichkeit des bewußten Lebens in seiner Einheit. Daraus erwacht unerschütterliches Selbst-Bewußtsein und die Freiheit von jeglicher intellektueller Abhängigkeit.

Und so stellt es sich in fast allen Lebensbereichen dar in unserer Welt, wir wollen keine Eigenverantwortung mehr übernehmen, wir verpflichten uns den Regeln der künstlichen Instanzen anstatt uns dem Leben das wir alle gleichermaßen sind hinzugeben. Wir glauben frei zu sein indem wir uns nicht mehr verantwortlich fühlen, indem wir uns der Einbildung einer Übergeordneten unentrinnbaren Reglementierung unterwerfen. Doch wir sperren uns selbst dadurch ein, beschränken uns selbst, nehmen uns selbst jede Freiheit und berauben den Menschen und damit das Leben des eigentlichen Potentials das wir repräsentieren und das wenn in eigenverantwortlichen, eigenständigen Händen eine Welt gestalten kann, in der jeder für sich und doch alle in gleichwertiger Einheit zusammenstehen und für das Wohl allen Lebens leben, in einem unermesslich kreativen, lebenswürdigen und freien Zusammenleben, das erstmals in der Geschichte des Menschen eine tatsächliche Entwicklung zu Mündigkeit und Würde bedeutet.
Das ist die Möglichkeit, das Potential und die Verantwortung die wir als Menschen tragen, und genau dieser Verantwortlichkeit als Mensch versuchen wir uns zu entziehen, wenn wir und 'zuordnen', 'unterstellen' und entlang bestimmter, fremder Ideologien 'eichen'.

Es gibt keinen Ausweg aus der Eigenverantwortung, und das ist das beste am Leben. Denn die Akzeptanz dieser Verantwortung bedeutet das wahre Leben, bedeutet das ewige Leben, bedeutet Nächstenliebe, Mitgefühl, Selbstlosigkeit und alles was in so vielen religiösen Texten begrifflich verewigt ist und unglücklicherweise immer wieder benutzt wird wie eine Ware, wie ein Schutzschild, als könne man vom bloßen Lesen der Worte ihre Bedeutung erLEBEN.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 09.03.2013



 

Sonntag, 3. März 2013

Tag0020 - Der schmale Grat zwischen praktischer Organisation und Anpassung Teil 2 / Ablehnende Reaktion














Verfasst am 02.03.2013
Wie auch Tag0019 habe ich diesen Blog dieses Wochenende ohne Internetzugang verfasst. Tag0019 konnte ich mit der Handy-App BlogIt hochladen, diesen habe ich handschriftlich verfasst und heute übertragen.

Wie leicht lässt man sich von seiner Aufmerksamkeit und der bewußten, selbstehrlichen Lebensweise, selbstbestimmt, ausgerichtet am Wohl des Lebens, an den Prinzipien die das Beste für alle verfolgen, ablenken? In hunderten nahezu unbemerkten inneren Reaktionen und widerständen, kleinen, emotionalen Schaltern die die eigene Stimmung, die Einstellung und die Sicht auf die Dinge beeinflussen. In der Akzeptanz und Erlaubnis das System der bewußten und unbewußten Wahrnehmung bedingungslos zu sein und seine Programme zu verfolgen, sich und sein Leben entlang dieser Stimmungen, Aversionen und Bedürfnissen auszurichten istman eben diesen Handel eingegangen sich selbst als das Leben, die Selbstbestimmung und die Eigenverantwortlichkeit aufzugeben um sich vor Konsequenzen, vor der Individualverantwortung scheinbar zu schützen. Man glaubt irgendwo im Verborgenen, dass man durch die Übernahme der Systematischen Konditionierung und Prägung durch Kultur, Gesellschaft, Elternhaus, quasi als Mensch nicht mehr verantwortlich sein muss für das,was man als dieses Erziehungs- und Ausbildungsresultat glaubt zu sein. Man schiebt die Person/Persönlichkeit vor, geht nach den Eigeninteressen der Bedürfnisbefriedigung nach und zuckt angesichts der Konsequenzen für sich und andere nur machtlos mit den Schultern.
In der Fortsetzung des vorletzten Blogs zum Thema 'Ausrede und Ablenkung' geht es heute um innere Reaktionen der Ablehnung, in einer Reaktion auf eine Aussage, ein Statement, und in der scheinbar interessierten Gegenfrage der Persönlichkeit die nicht an ehrlicher Aufklärung, sondern an Bestätigung der vorgefertigten Meinung interessiert ist.

Die inneren Reaktionen auf eine Aussage, ein Statement, das es offensichtlich auch wert sein muss in Erwägung gezogen zu werden, also das beispielsweise von einem Menschen der geachtet und vertrauenswürdig ist stammt, oder das einfach aufgrund des Sinngehalts seine Bedeutung erschließen lässt, ist immer ein wichtiger Indikator für 'dunkle Bereiche' und Unklarheiten in der eigenen Selbstwahrnehmung und Selbstidentifikation. In der emotionalen Reaktion zeigen sich Schwachstellen im Gerüst des Gedankenkonstrukts der eigenen Weltsicht.
Eine bestimmte Reaktion, die immer auf solche Schwachpunkte hinweist ist die Reaktion der Selbstverteidigung, der unmittelbar gegenüber einer Aussage ablehnend eingestellten Verteidigungshaltung, ohne dass eigentlich ein Angriff stattgefunden hätte.

Wenn ich also wie erst kürzlich geschehen auf eine Aussage auf die die Kriterien der Bedeutsamkeit wie oben beschrieben zutreffen, mit einer verteidigenden Haltung reagiere, also dem Versuch einer Selbstrechtfertigung für meinen persönlichen Standpunkt den ich durch die getroffene Aussage angegriffen oder bedroht sehe, dann übersehe ich im egoistischen Wahn das allzu offensichtliche, nämlich dass ein Angriff auf eine Grundhaltung oder eine 'Meinung' nur dann überhaupt möglich ist, wenn diese Haltung oder 'Meinung' angreifbar ist, und das bedeutet wenn ein anderer Mensch grundsätzliches, gerechtfertigtes Interesse daran hat diese Grundhaltung zu kritisieren. Und das hat er immer dann, wenn sein eigenes Interesse durch die von ihm kritisierte Haltung bedroht wird. Jetzt geht es natürlich dabei um das eigene Interesse der persönlichen Freiheit die der gesunde Menschenverstand und das Prinzip des Lebens von eigens her garantiert und das bisher nur der Mensch selbst gewagt hat in Frage zu stellen, nämlich das Recht auf Leben, und alle Notwendigkeiten der freien Entfaltung dei dem Leben dienen und einen anderen nicht in seiner Freiheit einschränken.
Also ist meine Grundhaltung, wenn ich sie bedroht sehe durch eine gerechtfertigte direkte oder indirekte Kritik schon von mir selbst bezweifelt und der Grund weiter daran festzuhalten und sie zu verteidigen kann einzig und allein Selbstinteresse sein, also egoistisches Interesse, das die Interessen und Rechte aller anderen außer Acht lässt.
Jetzt wir häufig gegen jede dieser Grundlagentheorien der Freiheitseinschränkung damit argumentiert, dass man die freie Entscheidung des Menschenin keiner Weise einschränken dürfe, und dass selbst Selbstzerstörerische Entscheidungen zu dieser Freiheit gehören müssten. Doch lässt diese Argumentation auf Selbstgerechte Weltsicht und einseitigkeit schließen, denn sie lässt natürlich dei Verantwortlichkeit als das Leben für das Leben eines jeden Einzelnen außer Acht, und damit auch die tatsächliche Wirklichkeit der Einheit allen Lebens und somit auch der Gesellschaft. Ein Mensch, in diese Welt gebracht, versorgt und in einer Gesellschaft an der er gleichberechtigte Teilhabe und Einfluß hat, trägt auch die Verantwortung für sein Potential als menschliches Leben und muss diese auch gegenüber allen anderen tragen. Eine Entscheidung zu sinnfreiem selbstzerstörerischem Verhalten ist somit aus vielerlei einleuchtenden Gründen inakzeptabel, weil es eben sehr wohl das Leben und die Freiheit anderer beeinflußt und einschränken kann. Doch zurück von dem kleinen Exkurs zum Thema persönlichkeitsrechte und Freiheit zum Thema der Reaktion der Ablehnung/Verteidigung.

In eigenverantwortlicher Selbstbestimmung in Gleichheit und Einheit mit dem Leben stoppe ich mich also in einem solchen Moment der inneren Reaktion unmittelbar und frage mich selbst nach der eigentlichen Ursache dieser Reaktion. Wie gesagt habe ich eine solche Reaktion erst kürzlich erlebt und festgestellt, dass ich nach der Reaktion, nachdem ich schon den Versuch unternommen hatte mich selbst zu bestätigen indem ich eine Gegenfrage gestellt hatte die im Grunde keine war, als ich mir die Frage noch einmal angeschaut habe erkennen musste, dass diese Frage erstens keine ehrliche Frage war, sondern eine Selbstüberzeugung sein sollte, quasi gestellt in der Erwartung ihrer Überzeugungskraft von meiner Grundhaltung, und zweitens, dass ich diese Frage, selbstehrlich und unvoreingenommen gestellt ausschließlich an mich selbst richten konnte und mir selbst beantworten musste, wenn auch in einer ganz anderen Weise als ich das zuvor schon getan hatte, als ich selbst innerlich nicht überzeugt von meiner selbstrechtfertigenden Antwort gewesen bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich selbst zu belügen indem ich einer emotional-ablehnenden Reaktion auf eine Aussage eines geschätzten Menschen reagiert habe und dieser Reaktion blind vertraut habe, während ich in heuchlerischer Weise versucht habe Offenheit und Interesse vorzutäuschen in einer diesen Anschein erweckenden Fragestellung wobei ich innerlich längst wußte, dass diese Frage ein Selbstbetrug und ein Täuschungsmanöver darstellt, welches letztlich nur zu Blockade führen kann, oder aber, in selbstehrlicher Selbsteinsicht zu einem Lehrbeispiel für die verantwortungslose Ignoranz den eigenen Gedanken und Wertesystemen gegenüber und ein Weckruf für mehr Aufmerksamkeit, mehr 'Hier' zu sein im Moment als der Atem, als das Leben, als das Selbst wird.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe durch den Versuch der Selbstrechtfertigung in Abtrennung von einer Aussage die eine innere Grundhaltung meiner Persönlichkeitsmuster in Frage stellt mich selbst auf einen 'verlorenen Posten' zu stellen, mich zu einer isolierten Einheit in Gedanken, ind Gedankenwelten zu machen und darin die Rechtfertigung wiederum für meine Selbstaufgabe in Frustration oder Depression zu finden die mich zurückwirft in den Zustand einer manipulierbaren, willenlosen und verantwortungslosen Existenz in dem Glauben ein Opfer zu sein.

Bastian Neumann / Welda, Ramstein / Deutschland / 02.03. + 03.03.2013


Samstag, 23. Februar 2013

Tag0013 - Die Angst vor dem wirksamen Weg - und seine kategorische Ablehnung




















In meinem letzten Blog habe ich über den 'Freien Willen' und die damit zusammenhängenden Illusionen in unserer Welt geschrieben. Es war keine Fortsetzung geplant, aber dieser Punkt bringt es mit sich, dass er in fast allen Bereichen der Dekonstruktion menschlicher Denkweisen eine zentrale Rolle spielt. So auch in der Reaktion auf Wege und Verhaltensweisen, der Ablehnung, der Verunglimpfung und dem Angreifen jedweder Offenbarungen die die Glaubenssätze der eigenen Persönlichkeitssysteme nicht nur in Frage stellen, sondern sie entkräften und als das darstellen, was sie wahrhaftig sind, vor allem dort, wo sie reines Selbstinteresse und irrationale Beweggründe bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber ihren inakzeptablen Konsequenzen verklären sollen.

Die Freiheit des Menschen ist überall dort fragwürdig, wo er sie sich nicht eigenständig selbst gibt. Überall dort wo er sie abhängig macht von äußeren Umständen und Systemen, die ihm die Freiheit seiner Entscheidung ermöglichen. In unserer Welt als Mensch zu leben, bedeutet innerlich zerrissen zu sein, zwiegespalten zwischen gedanklicher Selbstwahrnehmung, der persönlichen Prägung und Konstitution der Entwicklungsgeschichte der Person und der Wirklichkeit die immer wieder mit dem virtuellen Bild menschlicher Gesellschaften kollidiert, das auf diesen persönlichen Illusionen und Ideologien basiert, welche die Prinzipien der Wirklichkeit des realen physischen Lebens kaum in Betracht ziehen. All das ist ein Ergebnis der Selbstaufgabe des Menschen, des Individuums, der Anpassung an imaginäre Werte die künstlich erzeugt und eben durch diese Anpassungsprozesse aufrecht erhalten werden. Die freie Entscheidung, die den Freien Willen des Menschen voraussetzt findet sich in unserer Welt nur in diesem einen Punkt der freien Entscheidung für die Ignoranz, für die 'Bequemlichkeit' eines komplett vergeistigten Daseins das zu seiner Aufrechterhaltung all die Konsumgüter braucht die die Gesamtheit der Gesellschaften zur Verfügung stellen und zu deren ausreichender Produktion sie die Ressourcen des wirklichen Lebens, des physischen Lebensraums rücksichtslos und ohne Sinn für Nachhaltigkeit ausbeuten. Dass das Prinzip des stetigen Wachstums das unsere verherrlichte Wirtschaftswelt bedingt und ausmacht ein deutliches Signal innehat, nämlich dass dieses immer weiter und bis ins unermessliche gesteigerte Konsumverhalten und seine Notwendigkeit um die Menschen 'bei Laune' zu halten genau die Mechanismen eines Suchtverhaltens wiederspiegelt, eines Abhängigen Menschen der sich selbst aufgegeben hat und offensichtlich alles andere als frei ist, wird nicht einmal angesprochen wenn wir uns den scheinbar unlösbaren Problematiken dieses realitätsfremden Verhaltens das wir kultiviert haben gegenüber sehen. Und so ist auch die Ablehnung jedes gesunden Menschenverstandes der es wagt die tatsächlichen Ursachen der Probleme und der drohenden Selbstzerstörung anzusprechen ein analoges Verhalten zu dem eines zutiefst abhängigen, eines süchtigen Menschen. Die Selbstsucht die darin sich zeigt ist nur ein Beiwerk, sie ist die notwendige Egozentrik eines sich selbst rechtfertigenden Opferdenkens, eines geschwächten, verzweifelten und doch von dem erdrückenden Zwang der empfundenen Gefahr des Entzugs getriebenen Menschen der nun diesen Antrieb der Sucht als Lebens- und Handlungsmotivation akzeptiert und verinnerlicht hat. Ein heroinabhängiger Mensch, wenn er konfrontiert wird mit den wirklich notwendigen Schritten für eine Befreiung von seiner Sucht, reagiert mit totaler Abwehr, mit Ablehnung, unterstellt seinem Gegenüber alle erdenklichen Dinge, er wird paranoid und mitunter Gewalttätig, er wird sich erst dann der Wahrheit dieses Lösungsweges eines kalten Entzugs stellen, wenn der Leidensdruck unerträglich wird oder aber wenn er keine andere Wahl mehr hat. Der Weg zurück in die Sucht in die offensichtliche Sackgasse erscheint in jedem Moment als der angenehmere, bequemere Weg, auch wenn die Folgen und die unausweichliche Selbstzerstörung, von den Konsequenzen die er über sein Umfeld bringt mal ganz abgesehen, unübersehbar auch für ihn sind. Mit Freiheit und freier Entscheidung, da will mir sicher jeder zustimmen, hat das nichts zu tun. Der freie Wille wäre die Entscheidung die Verantwortung für sich und andere zu akzeptieren und zu übernehmen und jeden Schritt zu gehen der auf diesem Weg notwendig ist, egal wie schwer oder undenkbar er auch sein möge. Nicht nur um sich selbst zu retten, sondern um ein Beispiel zu geben, um das System der Selbstvernichtung aus zu stoppen, um die Angst zu überwinden und sich das Leben und seine Befreiung zur Bestimmung zu machen. Dafür lohnt es sich zu leben und dafür lohnt es sich zu sterben. Und so stehen wir als abhängige von Komsumverhalten, Statusdenken, Jahrhundertealten Wertvorstellungen die in unser Bewußtsein gebrannt sind, als ABhängige unserer Angst und unserer eigenen Systeme die uns von ihr ablenken sollen, die aber genau diese Angst ausnutzen um uns gefügig und funktional handeln zu lassen, um den reibungslosen Ablauf der kontinuierlichen Selbstverblendung im Namen von Illusionen und fanatisch fantastischen Identitätskonzepten eines erhabenen, überirdischen Menschen der nicht nur abgetrennt von allem existiere, sondern der sich frei machen könne von den einheitlichen Grundprinzipien der physischen Existenz.
Wir sind Wesen mit einem Bewußtsein, ja. Aber wir sind zunächst Wesen, Organismen, Leben gleich und eins mit allem Leben in dieser Existenz. Und so lange wir nicht die Verwirrung und Verblendung erkennen mit der wir uns betäuben und berauschen um unserer Eigenverantwortlichkeit für alles Leben gleichermaßen aus dem Weg zu gehen und uns ihr nicht aufrecht, bzw. aufrichtig in bedingungsloser Selbstehrlichkeit stellen um ein Leben in Würde und Freiheit für alle gleichermaßen hier in dieser Existenz zu ermöglichen - wozu wir durchaus fähig sind - so lange wird jeder Versuch und jede Anstrengung uns als bewußte Menschen weiterzuentwickeln und unser Potential voll auszuschöpfen vergebens und kontraproduktiv sein, denn die Freude am Leben als das Leben kann nie auf Kosten anderer, unter brutaler Ausnutzung der gewaltsam hergestellten Ungleichheit wahrhaftig sein. Sie ist höchstens ein 'Quick-fixing', ein emotionales Aufbäumen ohne Nachhaltigkeit und ohne wirklichen Sinn. Das Ergebnis ist die Sucht nach mehr, die Gier nach mehr Bewußtseinsreizen, koste es was es wolle. Daher ist alles was wir in unserer Welt fortschrittlich nennen und als 'hohen Entwicklungsstand' bezeichnen nichts weiter als Spielzeug für den Geist, für das Bewußtsein, für die virtuelle Realität im Kopf der einzelnen Menschen, die durch gezielte Manipulation und Prägung zu emotional- und gedanklich verknüpften Systemen programmiert werden, die auf eben diese Reize, diese Symbole des Konsummarktes reagieren um sich dort den nächsten und den übernächsten 'Hype' zu holen. 

Nichts ist frei in dieser Welt, niemand ist frei in seinem Willen. Es gibt nur eine wirklich freie Entscheidung die dem Menschen zur Verfügung steht, und das ist die zu gnadenloser und bedingungsloser, selbstehrlicher Selbstanalyse, um sich und seine inneren Funktionsweisen der Gedankensysteme, der Mechanismen der emotionalen Trigger und der Reaktionen verstehen zu lernen um sich von Fremdbestimmung und Selbstmanipulation zu befreien. Daraus wird und muss in der Konsequenz auch das System so wie es ist enden, denn es ist eine Projektion dieser Selbstaufgabe des Menschen, die die Manipulation der Massen, die Ausbeutung und die Ignoranz ihr gegenüber erst möglich macht. Wenn sich der Mensch Schritt für Schritt selbst dekonstruiert und erkennt, dass die Bewußtseinssysteme die er für sein Selbst gehalten hat künstlich waren, ein Resultat seiner Ignoranz und antrainierten Schwäche, dann wird er sich als das, was bleibt, gleich und eins mit dem Leben sehen. Und das macht es für ihn unmöglich und inakzeptabel weiter an einem solch absurden System der selbstzerstörerischen 'Fixerei', der bewußten Abkehr vom Leben und der Flucht in Wahnvorstellungen festzuhalten. 

Im Grunde wollte ich in diesem Blog darauf hinaus, dass es ganz normal und zu erwarten ist, wenn man mit solch grundlegenden Infragestellungen der allgemein akzeptierten und nicht einmal mehr wahrgenommenen Selbstidentifikationen des Menschen als reine Illusion einer überwertigen Persönlichkeit, als Verneinung seiner Würde und seines Potentials, seiner Freiheit als Lebewesen, unter Aufbringung der unwiderlegbaren Beweise der Konsequenzen, der durch und durch irrationalen Handlungen der Menschenmassen, der unsagbaren Ignoranz gegenüber all dem Leid das der Mensch dem Leben antut auf der einen und der dreisten Heuchelei seines Selbstbildes als Mensch als erhaben, intelligent und 'gut' auf der anderen Seite öffentlich wird, dass die Gegenwehr und Abwehrreaktion vieler Menschen ganz enorm sein wird und sein muss, dass Menschen versuchen werden diesen Weg unmöglich zu machen, ihn zu verunglimpfen und als 'böse' darzustellen, denn, und das ist der Knackpunkt: es ist der Weg, der tatsächlich etwas bewirken wird. Und zwar weil er offen und ehrlich die Ursachen der Probleme aufspürt, weil er die Möglichkeit des Menschen nutzt, Selbstehrlichkeit zu kultivieren und dabei ohne Angst ist vor der Verantwortung die das mit sich bringt. Im Gegenteil, im Grunde ist es gerade die Akzeptanz der Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben, die einen Menschen erst lebendig macht, die ihn vertrauenswürdig, eigenständig und verlässlich macht, und die ihn in die Lage Versetzt, sein gesamtes Potential als Mensch auszuschöpfen, weil ihm nicht mehr sinnfreies Selbstinteresse im Weg steht, sondern weil er in all seinem Tun dem Leben selbst zugewandt ist, eins mit ihm ist und somit die Unterstützng des gesamten Lebens in all seinen Enscheidungen auf seiner Seite weiß.

Dieser Weg, diese Entscheidung richtet sich nicht 'gegen' irgendwen oder irgendetwas, es ist kein 'rebellischer' Weg, sondern ein Weg der Akzeptanz der Einheit und Gleichheit als das Leben, für das Leben, ein Weg, der Verständnis kultiviert indem der Mensch zunächst sich selbst vollständig verstehen lernt. Es ist auch kein Weg der Möglichkeiten ausschließt, der auf ein festes Ziel als einem festen Zustand hinausläuft. Im Gegenteil, es ist der Weg, der als einziger völlige Freiheit für das Leben vorsieht und darin auch die gesamte Entfaltung der Einheit des Lebens in seiner Vielheit erst möglich macht, indem er die notwendigen Verhältnisse und Voraussetzungen schafft, indem er allem Leben diese Freiheit ermöglicht.
Das ist der Weg, der beginnt mit der ersten, eigenständigen und freien Entscheidung eines jeden Einzelnen. Er kann nicht angeleitet oder initiiert werden, denn dann wäre es kein freier Wille mehr. Der einzige Sinn der 'Gruppe' ist der der bedingungslosen gegenseitigen Unterstützung auf diesem Weg, nich der der Kontrolle. Am gesunden Menschenverstand und den notwendigen Bedingungen in Akzeptanz unserer Wirklichkeit, der Welt so wie sie ist und uns selbst, so wie wir geworden sind ausgerichtet und von diesem, gleichen Startpunkt aus gemeinsam den Weg der Selbstbefreiung und damit der Befreiung des Lebens zu gehen, das ist frei ausgedrückt der Sinn von 'Desteni', es ist die Gesamtheit der Menschen die diese Entscheidung aus freiem Willen getroffen haben und die sich jeder für sich, aber in gegenseitigem Austausch und gegenseitiger Unterstützung, in diesem Prozeß befinden, in jedem Atemzug, in jedem Moment ihres Lebens. Es ist die eigene, selbstbestimmte Entscheidung zur Selbstbefreiung in einem Moment der Selbstehrlichkeit, die dich sozusagen zu einem 'Destonian' macht, auch wenn du nie davon gehört hast. Es ist möglich diesen Weg allein zu gehen, jedoch ist es ungleich schwieriger mit den Widerständen des eigenen Systems fertig zu werden ohne den Support anderer, die ebensolche Schwierigkeiten vielleicht bereits überwunden haben oder mit dir gemeinsam überwinden.
Die Reaktion der Anklage und der Beschuldigung ohne jede Beweisführung, ohne jeden Hintergrund und ohne eigene, selbstbestimmte Recherche und eigenständige Beurteilung, die Abwehr in Übernahme von Urteilen anderer ist vielmehr als bedenklich und gefährlich zu bezwichnen, denn man gibt sich, ganz entlang der Prinzipien unserer derzeitigen Sytsteme, in Abhängigkeit von eingebildeten Instanzen und Autoritäten denen man die Vernatwortung für die eigenen Entscheidungen und damit die Kontrolle über das eigene Leben übergibt, aus Angst und Bequemlichkeit, aus Furcht vor der Eigenverantwortlichkeit, der freine Enscheidung und des freien Willens, den man so gerne hätte. Was man fürchtet ist, dass es wahr sein könnte, dass man nachdem man selbst sich offen und ehrlich informiert und nachgeforscht hat, nachdem man an sich selbst und in sich selbst herausgefunden hat, dass diese Entscheidungsmöglichkeit und die Freiheit des Selbst mit all den Konsequenzen der Eigenverantwortlichkeit tatsächlich wahr ist, nicht mehr so einfach in der Lage ist, sich selbst weiter zu belügen, sich selbst etwas vorzumachen indem man so weitermacht wie bisher, indem man sich versucht in Ignoranz zu üben, die Verantwortung für die Konsequenzen des eigenen Lebens, der eigenen Akzeptanzen und erlaubten Verhaltens- und Denkweisen abzuschieben. Man könnte erkennen, dass diese Abwälzung der Verantwortlichkeiten bedeutet, sich selbst aufzugeben im Tausch für eine Illusion eines Lebens, eines Selbst als einer abgetrennten Person, die nichts weiter ist als eine Blase die ohne die Ignoranz und Selbstaufgabe der 'anderen', ohne ihren Glauben einfach zerplatzen würde. Doch platzen wird sie so oder so, wenn der Körper endet, wenn das Leben das dich bisher ausmacht transformiert wird, dann werden die Illusionen einfach verschwinden und nichts bleibt zurück als das Leben selbst, und die realen Konsequenzen deiner Akzeptanzen, deiner Erlaubnis, deiner Selbstaufgabe an ein trügerisches System.

mfg

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 23.02.2013


Montag, 11. Februar 2013

[Re-Set]=>Tag0001 / Selbst-Korrektur der Selbst-Verpflichtung




















Applikation der selbstehrlichen Selbstausrichtung und der Selbstbefreiung von den Bewußtseinsgetragenen Programmen. Bedingungslose Selbstanalyse - Tag Eins


Es ist kein 'Reset' in dem Sinne, es werden nicht alle vorherigen Einstellungen 'gelöscht' und das System in den Ausgangszustand versetzt, dennoch ist es ein 'wieder-festlegen' oder ein 'wieder-neu-bestimmen' meiner Selbstausrichtung und Selbstkorrektur, immer im Prozeß der Selbstbefreiung, dem bewußten Entschluß Schluß zu machen mit den trügerischen Programmen und Systemen der Selbstverblendung, der willentlichen Abkehr vom Leben und der Eigen(en)-Verantwortlichkeit.
Der Blog bis hier, bis Tag 108/109, steht und behält seinen Platz selbsterständlich in meinem Prozeß der Reise ins Leben(dige Sein). Er war ebenso erforderlich wie unerläßlich um zu diesem Punkt der Selbstkorrektur überhaupt erst zu gelangen, ist daher also auch nicht in Frage gestellt.
Allerdings ist es eine neue Vereinbarung, diesmal unter den jetzigen, realen Voraussetzungen meiner aus dem vorherigen Prozeß gewonnenen Einsicht, und daher setze ich den 'Zähler' der festgelegten Zeitspanne meiner Vereinbarung des täglichen mich-selbst-frei-Schreibens in sieben Jahren von 109 zurück auf eins, da der zu bewältigende Punkt meiner Persönlichkeitsstruktur, meiner inneren Programme, derartig bedeutsam für die Vereinbarung mit mir selbst ist, dass ich sie nur so wahrhaftig in Selbstehrlichkeit und Selbst-Bewußtsein der Eigenverantwortlichkeit wirksam treffen kann.

Ich beginne gleich mit der Selbstvergebung, da ich begleitend zu diesem Blog einen Vlog noch veröffentlichen werde, der die Details, einzelne Punkte der Einsicht und der Konsequenzen für mein Leben das Leben selbst behandelt.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe die notwendige Selbstarbeit und Eigenverantwortlichkeit für die Selbstarbeit und die erforderlichen Schritte in Selbstehrlichkeit nicht klar und eindeutig für mich selbst zu formulieren und zu integrieren, so dass ich die Umsetzung und das leben der Worte die ich in diesem Statement des Vertrages mit mir selbst festschrieb nicht eindeutig und bindend angewandt habe und ich dadurch meinen Persönlichkeitsprogrammen erlaubt habe in schwierigen Momenten, in denen die Hingabe an die Aufgabe der Reise ins Leben besonders bedeutsam und wichtig gewesen wäre, die Kontrolle zu übernehmen und ich mich durch diese Mechanismen und Strukturen der Selbstrechtfertigung der Untätigkeit selbst auf diesem Weg sabotiert habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich im Zuge der Erkenntnis der mangelnden Hingabe an die Aufgabe mich für und als das Leben in Eigenverantwortlichkeit zum Wohle allen Lebens neu auszurichten, mich zu erkennen und die fremdbestimmten, eingefleischten Programme, Konditionierungen und Gewohnheiten nicht gestoppt zu haben und mich mit gesundem Menschenverstand offen und selbstehrlich neu zu verpflichten, sondern stattdessen in schleichender Selbstverurteilung und Schuldzuweisungen verstrickt immer wieder versucht habe die notwendigen Schritte aufzuschieben und auf 'Äußere Umstände' zu warten in denen ich dann in meiner Vorstellung bereit und in der Lage wäre, meine Aufgabe die ich mir selbst gestellt habe zu erfüllen, ohne mir klar zu machen, dass ich mich damit abhängig von einem Gedankensystem mache, das ich selbst geschaffen habe und das mir immer wieder illusionäre Möglichkeiten eröffnet, mich selbst zu sabotieren und von der eigenständigen, selbstbestimmten Selbstarbeit zur Selbstbefreiung abzuhalten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich von Gedankenstrukturen und emotionalen Reaktionen beeinflussen zu lassen ohne sie zu hinterfragen, zu erkennen und zu verstehen, dass ich selbst verantwortlich für alle emotionalen Reaktionen und die darauf folgenden Schutzmechanismen der Separation, der Frustration und trotzigen Selbstrechtfertigung bin und dass diese selbst dann wirken und ich ihnen auch dann die 'stille' Erlaubnis gebe mich zu bestimmen und mein Handeln und Denken zu beeinflussen, wenn ich in Gedanken glaube mir ihrer Funktionen bewußt zu sein, denn allein die Tatsache, dass ich sie zulasse, dass ich den Moment des selbstbestimmten 'Stoppens' dieser Programme verpasse oder verstreichen lasse bedeutet in erster Linie ein erforderliches, eigenverantwortliches Statement der Selbstkorrektur, wobei die alleinige Bewußtmachung der Funktionsweise und das Beobachten der Programmabläufe nicht ausreichend ist um diese Aufgabe zu erfüllen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, dass ich mir weiszumachen versucht habe, dass es vor allem auf das quantitative Pensum der Arbeit des täglichen Schreibens ankäme, ohne dabei wirklich zu verstehen/einzusehen, dass dieser Gedanke meine Selbstsabotage bei der Selbstverpflichtung zu bedingungsloser Selbstehrlichkeit und Hingabe an das Leben zum Wohle allen Lebens vorbereitet und unterstützt, indem er die Voraussetzungen für Selbstverurteilung und Vergleichender, also separierender Messung und Bewertung schafft.

Ich bestimme und verpflichte mich hier und jetzt in diesem Atemzug selbst, die erkannten Systeme meiner Selbstsabotage in bedingungsloser Selbstehrlichkeit anzugehen, zu analysieren und zu dekonstruieren, sie in mir als die gelebte Selbstaufgabe zu stoppen und mich selbstbestimmt, eigenorientiert neu auszurichten und in der Erkenntnis dieser faszinierenden Gedankenstrukturen und ihrer Konsequenzen diesen Punkt im Prozess meiner Selbstbefreiung zu nutzen um mich tatsächlich lebendig zu entwickeln, das heißt bedingungslos meine Fähigkeit zu Selbsteinsicht in Selbstehrlichkeit und zur gelebten Entscheidung FÜR das Leben und für das LEBEN meiner Worte anzuwenden, das Vertrauen in mich selbst durch die Akzeptanz meiner Eigenverantwortlichkeit in diesem Prozeß in vollem Umfang zu übernehmen, da ich nur diese eine Möglichkeit habe tatsächlich zu leben, ohne mich bewußt selbst zu betrügen und zu sabotieren, mich nur auf diesem Weg von den emotionalen, gedanklichen Programmen und Systemen des Selbstzweifels, der Selbstaufgabe und Selbstsabotage und der daraus sich entwickelnden Selbstsucht befreien kann, da ich deutlich sehe und erkenne, was die Konsequenzen dieser Selbstaufgabe sind, dass sich durch sie all die lebensfeindlichen und lebensverachtenden Strukturen der kulturellen Glaubenssysteme, der Autoritätshörigkeit, der Verantwortungslosigkeit, des Hasses und der Selbstverachtung, vor allem aber auch der das Selbst beschneidenden ANGST der menschlichen Lebenswelt entwickeln.
Ich kann vor mir selbst nicht die eigene Verantwortlichkeit für mein Wirken und Mitwirken am Leben und den menschlichen Gesellschaften verleugnen und gleichzeitig von mir selbst eingenommen sein, mich als wertvollen und sinnsuchenden Teil des Ganzen betrachten - und das will man in dieser selbstbetrügerischen Verblendung eines abgetrennten Opfers der Umstände ja auch gar nicht, man sieht sich eher als Zentrum des Ganzen, als 'user' der Welt, als imaginäres Fantasiewesen, geformt und gestaltet aus Gedanken über deren Herkunft und Ursache man sich selbst überhaupt nicht bewußt wird.
Die Selbstsabotage durch emotionale Reaktion und unreflektiertes Handeln aus dieser Reaktion heraus ist nur ein Beispiel von vielen für die Unfreiheit die aus dieser Selbstakzeptanz als Bewußtsein, als rein über Gedanken, Geschichten und Glaubenssätze defenierte Existenz, deren Verunsicherung einerseits Signalwirkung haben muss, andererseits aber als Sicherungsmechanismus des Programmes selbst genutzt und in irrationale Ängste transferiert wird. Diese Strukturen aufzulösen, sich ihrer tatsächlichen Natur und Ursache zu stellen um sich in selbstehrlicher Einsicht der einen Entscheidungsfähigkeit die man als Mensch hat anzunehmen, nämlich für oder gegen das Leben, also sich selbst, zu stehen, wahrhaftig zu sein oder nur zu träumen, das ist der ursprüngliche und einzig wirkungsweisende Grund für dieses 'Projekt' der siebenjährigen Selbstbefreiung als das Leben, für das Leben. Eine simple Einsicht in die Fähigkeit zur Selbstgestaltung, vor allem aber auch in die notwendigen Schritte, die erforderlichen Anstrengungen und die realistische Anwendung allen Potentials das einem zur Verfügung steht, und sei es noch so unscheinbar und Bescheiden. Die Resonanz speilt eben keine Rolle in erster Linie , sie ist höchstens eine logische, mathematische Konsequenz der Beständigkeit, der Standhaftigkeit im Prozess der eigenen Transformation.
Es kann daher in diesem Prozeß auch nur einen Fehlschlag geben, nämlich den, bewußt aufzugeben und zu versuchen sich vor der Eigenverantwortlichkeit zu verstecken oder sich von ihrer Wahrhaftigkeit abzulenken. Und deshalb gibt es in dem Prozeß der Selbstentwicklung und Selbstbefreiung als das Leben überhaupt keinen Fehlschlag, denn diese eine Möglichkeit des 'Versagens' ist eben kein 'Fehler', sondern eine bewußte Entscheidung gegen das Leben und offenbart darin wiederum, dass die Eigenverantwortlichkeit der Fall ist.

Ich stelle mich also hier und jetzt den Programmen meiner Selbstsabotage und damit der von mir geduldeten und erlaubten Sabotage am Leben selbst und treffe hier mit mir die Vereinbarung als das Leben für das Leben zu stehen und in bedingungsloser Selbstehrlichkeit den Schritt zu tun die Abmachung zu erneuern, mich mir selbst als dem Leben gegenüber als vertrauenswürdig zu erweisen, in jedem Moment und in jedem Atemzug mich selbst zu prüfen, meine Gedanken und inneren Persönlichkeitssysteme zu entschlüsseln und die Ursache, die Motivation hinter jeder Entscheidung, hinter jeder Reaktion des Bewußtseins und des emotionalen Körpers aufzuspüren um Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit als das Leben, eins und gleich mit allem Leben zu erlangen und darin das Potential der menschlichen Fähigkeit, auch der des Bewußtseins, voll ausschöpfen zu können um das Leben als die Welt die der Mensch geschaffen hat, mit allen Systemen, Werten und Glaubenssätzen neu zu gestalten in einem wahrhaft gleichwertigen, gleichberechtigten, demokratischen Prozeß der gewillten Entwicklung.

Ich heiße Bastian Neumann, ich bin das Leben, ich stehe gerade für das was ich bin, und das, was ich sein werde.

11.02.2013 / Ramstein / Deutschland / Tag 1





Mittwoch, 30. Januar 2013

Tag 108/109 Entwicklungsverweigerung im Prozess der Selbstwerdung o.: Die folgenschwere Angst vor der Mündigkeit

ucumari / Cat Photos / CC BY-NC-ND


Wir sind als Menschen in unserer Entwicklung, unserer Selbstfindung, in einem Stadium wenn man so will hängengeblieben, das von extremer Unsicherheit geprägt ist, das sich sozusagen der Entwöhnung von einer Abhängigkeit von Glauben- und Vertrauen zu entziehen versucht.

Glauben und Vertrauen an eine wenn man so will mütterliche oder väterliche Macht, eine Schützende und leitende Macht die uns das Gefühl der Zugehörigkeit und Geborgenheit vermittelt hat und von der wir uns nicht lossagen wollen oder können, obwohl wir in der Selbstwahrnehmung und der Reflektion bereits erkennen können, dass sie dieses Vertrauens nicht würdig ist.

Dieser Glaube, der nun nur noch von verängstigter Verzweiflung getragen ist, da das Vertrauen durch die beginnende Erkenntnis bereits verlorengegangen ist, ist ein Glaube in die bestimmende Natur unserer Existenz als unser Bewußtsein und zwar allein unser Bewußtsein als die Selbstwahrnehmung als eine Person, geprägt und geformt durch unser hineinwachsen und eingeführt werden in ein bestehendes Kultur- und Wertesystem.

Dieses Kultur- und wertesystem trennt uns als einzelpersonen ab, weist uns eine Rolle zu, zunächst in unserer Familie, im Verhältnis und den Beziehungen zu unseren nächsten Verwandten, und daraufhin in der Gesellschaft aufgrund der vorgegebenen, einprogrammierten Ideale der Vorstellung, deren Praxis und aneignung unseren beruflichen und sozialen Werdegang innerhalb des kultur- und wertesystems der Gesellschaft bestimmen soll.

Die entwicklungsspezifische Notwendigkeit dieser Rolle, dieser Grundprägung und Grundausbildung des Bewußtseins soll hier garnicht in frage gestellt werden. Sie ist ja in der Tat notwendig um überhaupt ein funktionierendes, lern- und handlungsfähiges Wesen zu werden.

Was aber durchaus es würdig ist in Frage gestellt zu werden ist die Fähigkeit und die tatsächlich gelebte, umgesetzte Abnabelung und weiterentwicklung dieser Grundausbildung wenn man so will hin zu einem eigenständigen und eigenverantwortlichen Wesen Mensch.

Mit diesem Schritt der Entwicklung zur Eigenständigkeit als Menschliches Wesen, zur Handlungsfähigkeit und zur verantwortungsvollen Nutzung dieses Bewußtseins geht nämlich ein grundlegender, unabdingbarer Faktor einher, der in der wirklichen Welt menschlicher Gesellschaften nirgendwo zu sehen ist und dessen implementierung in die Entwicklung des Menschen überall vermieden wird, nämlich die Akzeptanz und die Übernahme der Eigenverantwortlichkeit für die eigenen Handlungen und deren Konsequenzen.

Stattdessen bieten unsere Gesellschaft, die Kultur und diejenigen Institutionen die für die Aus- und Weiterbildung des Menschen verantwortlich gemacht werden Ersatzinstanzen, surrogate der ursprünglichen Vertrauens- und Glaubensquellen der Bewußtseinsentwicklung im Kleinkindlichen Stadium wie der Familie, der Eltern an, an deren Wahrhaftigkeit und deren Vertrauenswürdigkeit sich die Programme des menschlichen Bewußtseins klammern und auf die es sich letztendlich nahezu blind verlässt.

Die Werte und Ideale einer Gesellschaft und einer Kultur wie der unseren sind durchweg geprägt von der Symbolträchtigen Selbstidentifikation des einzelnen über Anerkennungswerte die das System vorbestimmt und bereitstellt, wie beispielsweise den sozialen Status eines Menschen der sich definiert und repräsentiert über materielle Besitztümer.

Welchen Wert diese Besitztümer tatsächlich für die wahrhaftige, ganheitliche Existenz eines Menschenlebens haben, ist dabei eher sekundär, primär aber spielt eine Rolle, welchen Wert sie in der Bewußtseinswahrnehmung der Gesellschaft, also auch des Umfeldes eines Menschen haben.

Darin ist die Selbstidentifikation eines Menschen immer abhängig von der gesellschaftlichen Norm der Werte der Symbolhaften Güter und Errungenschaften, die festgelegt wird durch die gedanklich konstruierten und akzeptierten leitenden Prinzipien des Bewußtseins, so wie es innerhalb einer Gesellschaft und Kultur eben durch die Weitergabe der Ideale und deren Integration in die Bewußtseinsentwicklung der Kinder.

Wir sind also im Grunde trotz unserer Wahrnehmung und der Einschätzung unserer Selbst als aufgeklärte Menschen eine zutiefst infantile und religiöse Gemeinschaft die sich festklammer an Glaubenssätzen, die diesen Glaubenssätzen einer Konsumgesellschaft folgt in dem Vertrauen, dass dies uns weiterbringen und zu eigenständigkeit und freiheit verhelfen könnte.

Es ist aber ein gehöriges Maß an Ignoranz notwendig um tatsächlich noch diese Glaubensprinzipien aufrecht zu erhalten und es ist meine Überzeugung, dass diese widersinnige selbstbeschränkung des Menschen in seiner Entwicklungm die Unterdrückung seiner Fähigkeiten und die selbst auferlegte Ignoranz den Menschen zutiefst erkranken lässt und eine der Haupt Ursachen für psychische Erkrankungen und krankhafte Entwicklungen üerhaupt ist.

Fortsetzung folgt...



Vlog zum Blog:

Ich empfehle für Besseres Verständnis der behandelten Thematik und überhaupt unbedingt auch die folgenden Dokumentationen:

"The Dark Side Of Chocolate"



"Blood Coltan"



"The Trap"


The Century Of The Self



Und natürlich zur Lösungsfindung und Entwicklung praktikabler Systeme für eine würdevolle Zukunft gleichberechtigten Lebens:


Bedingungslose Unterstützung für die Selbstarbeit, Selbstreflektion und Neuausrichtung am Leben für das Leben:


Freier Online-Kurs:


Group of People sharing their process and supporting each others: