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Freitag, 27. September 2013

Tag0146 - Über das Schreiben

madamepsychosis / Foter / CC BY-NC-ND


Schreiben ist der Weg zur Freiheit. Der Prozess des Schreibens ist ein intimer Prozess, ein Vorgang der dich ganz auf dich selbst zurückwirft. Sogar wenn man versucht etwas vollkommen fiktives zu schreiben stellt man schnell fest, dass alles was herauskommt auf einen Selbst zurückzuführen ist. Keine neue Kreation, nichts Unbekanntes, nur Vergessenes und Verdecktes, verborgenes und ignoriertes kommt zum Vorschein. Und nicht nur das. Schreibt man in selbstehrlicher Absicht, dann erkennt man auch die Strukturen der persönlichen Vertuschungsmaßnahmen, der Selbstverblendungen und die Methoden der Intrigen und Lügenspinnereien die man anwendet um sich in seinem ganz persönlichen Wunderland der eigenen Märchengeschichte von sich und der Welt zu halten. Man entdeckt und entlarvt die eigenen Versuche der ignoranten Selbstrechtfertigungen, der Schauspielerei vors ich selbst und anderen, man beginnt zu verstehen warum man nie zuvor wahrlich eigenständig und eigen verantwortlich gelebt und gehandelt hat. Man legt sich selbst offen, man liest sich selbst, schritt für schritt, Wort für Wort und Satz für Satz bewegt man sich in die dunkelsten Tiefen des eigenen Bewusstseins, der Erinnerungen, des Persönlichkeitsgeistes, bis man sich immer mehr und letztlich vollends selbst erkennt. Das Schreiben ist eine Selbstarbeit, eine Selbstanalyse ohne äußeren Analytiker, ein sich selbst Finden, eine Therapie ohne Theorie, ohne Konzept sondern nur hier und jetzt angewandt, im Moment, direkt und unverblümt ehrlich. Sofern man natürlich sich selbst zu Selbstehrlichkeit und Offenheit verpflichtet, sofern man sich vorbereitet und langsam auf den Weg der Selbstentdeckung und der Erkenntnis begibt und dabei jeden persönlichen Gedanken, jedes persönliche Motiv der Erwartung eines Gewinns, eines Vorteils oder reiner Unterhaltung aufspürt und auflöst und sich ganz der Sache der eigenverantwortlichen Selbstbestimmung durch Selbstbefreiung hingibt.
Schreiben befreit, es wirkt als Entschlackung für den Geist, als Reinigung des Bewusstseins.





Donnerstag, 8. August 2013

Tag0135 - Der Weg aus der Angst

kevin dooley / Foter / CC BY


Was ist der Weg aus der Angst? Der Weg aus der Angst ist die uneingeschränkte Vertrauensbasis zu dir selbst. Die Angst die oftmals angesichts äußerer Bedrohungen und Umstände empfunden wird liegt nicht in diesen erwarteten Ereignissen begründet, sondern in der Unsicherheit der eigenen Selbstwahrnehmung die auf Reaktionsmustern und Gefühlsmäßig gefärbten Vorstellungen beruht, die vor allem aber ein Konzept ist, das von Grund auf den eigenen Selbstwert allein an den Idealen des Systems in das man sich gestellt sieht misst, nämlich an einem Erfüllungswert von unterstellten Erwartungen des Umfeldes und der Institutionen. Dieser Erfüllungswert kann aber nur dann als irreal und sinnlos überhaupt erkannt werden, wenn man bereit ist die eigene derzeitige Selbstwahrnehmung, die Überzeugung der Sicht auf die eigene Existenz konsequent zu hinterfragen.

So ist beispielsweise meine eigene Prüfungsangst in einer Erwartungshaltung mir selbst gegenüber, konditioniert und emotional gemustert durch Erfahrungen in meiner persönlichen Vergangenheitsgeschichte begründet. Die Selbstzweifel und Unsicherheiten über meine Fähigkeiten die ich immer nur an den Reaktionen und Bestätigungen anderer gemessen habe sind die Ursache meiner Angst, sowie die Ursache der Selbst-Unsicherheit, bzw. der Verunsicherung über die Festigkeit, die Verlässlichkeit meiner eigenen Person als Existenz. Die menschliche Entscheidungsfähigkeit bringt aber immer auch die Eigenverantwortlichkeit mit sich, d.h. In jedem gegebenen Umfeld, wie auch immer die Umstände geartet sind, ist die Entscheidung angemessen an den Konsequenzen und zu erwartenden Reaktionen zu treffen, wobei die Verantwortung immer bei dem sich Entscheidenden liegt. Angst vor den Konsequenzen, die natürlich nicht immer hundertprozentig absehbar sind und auch nicht sein müssen, beruht auf der Angst vor eben dieser Verantwortung und die Ablehnung dieser Verantwortlichkeit ist der eigene Entschluss zur Unmündigkeit, zur Hilflosigkeit und für die Opferrolle die man sich selbst auferlegt. Erst in der grundlegenden Akzeptanz meiner Existenz als gleich uns Eins mit allem Gegebenen, mit allem Leben von hier an ist die Angst in jeder Form zu bewältigen, denn man entzieht ihr jegliche Macht und Grundlage für ihre Entstehung.
Wichtig ist also das Prinzip jeder Entscheidung, das selbstgewählte Motiv. Steht es entgegen der Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit der eigenen Existenz als gleich und eins mit allem in Existenz, ist es aus Ignoranz gegenüber der Eigenverantwotlichkeit und aus purem Idealismus geboren, so ist die Angst vor den Konsequenzen, die Angst eines Misslingens des Plans vorprogrammiert. Es ist sozusagen das Gewissen das die Angst vorschiebt um der Einsicht in die Eigenverantwortlichkeit zu entgehen.
Diese potentielle Selbstbeschneidung hat dann ggf. derartig weitreichende Folgen für einen Menschen, dass selbst schlichte, banale Alltagssituationen nicht nur als beängstigend, sondern als lebensbedrohlich und panikauslösend wahrgenommen werden. Man spricht dann von einer sogenannten Angststörung und verkennt dabei, dass es sich eher um eine Fixierung einer grundlegenden Fehlentwicklung der menschlichen Selbstwahrnehmung und der Gestaltung seines Selbstwertes handelt und dass dieser Ausdruck durch Panik und Angst ein Resultat oder eine Konsequenz dieser Persönlichkeitsentwicklung ist. Wenn man also den auslösenden Faktor dieser Angst wie beispielsweise das Betreten enger Räume oder offener Plätze, je nachdem, in einer Therapie bearbeitet und lediglich diese Verknüpfung zwischen der Situation und der Angst auflöst, so hat man nicht die potentielle Möglichkeit der Angstentwicklung und vor allem der selbst gegebenen Opferrolle in Hilflosigkeit der Person beseitigt. Man hat quasi nur die Krusten und Ablagerungen von der Oberfläche gekratzt und es ist letztlich eine Frage des wie, wann und wo sich diese Angst neue Kanäle und neue Rechtfertigungsgründe für ihre Ausbrüche sucht.
Die Grundlagen der Persönlichen Selbstwahrnehmung in der Welt müssen sich zu einer Selbstwahrnehmung als die Welt wandeln. Man muss diese simplen Tatsachen annehmen und leben, den einen Schritt der Angst entgegen und über sie hinaus einfach tun. Das ist der einzige Weg wahrhaft frei von ihr zu werden, denn alle anderen haben sie sozusagen als Konstruktionsbasis ihrer selbst inne. Sie sind Grund und Folge gleichermaßen, denn sie sind nicht selbstgewählt sondern selbst konstruiert in einer Entscheidung gegen die Existenz und somit fehlerhaft, abweichend von der Wahrhaftigkeit der Dinge, von allem, was der Fall ist. Sie sind nicht einmal Lebenswege, sie sind missbrauchtes Bewusstsein.

Sonntag, 19. Mai 2013

Tag0090 - Warum Schreiben? Und für wen?

eldeeem / Foter.com / CC BY-NC-SA




 Blog vom 11.05.2013

Es ist wichtig zu verstehen, dass es beim Schreiben dieses Blogs, beim Schreiben dieser Art um den Prozess des Schreibens selbst geht, und ausschließlich darum. Es ist das Schreiben aus dem lebendigen Moment des Hier und Jetzt heraus, die Selbstoffenbarung und Entfaltung der inneren Gedankenmuster in selbstehrlicher Analyse. Das Lesen eines solchen Textes dient in keiner Weise der ‚Information‘ des Lesers, oder gar der Erweiterung des Wissens oder ähnlichem. Auch eine Anleitung kann ein solcher Text in keinem Fall sein. Der Grund ist, dass ich nicht über etwas schreibe, sondern dass ich die Dinge direkt aus mir herausschreibe um sie wie in einem Spiegel selbst während des Schreibens betrachten zu können. Es ist sozusagen ein Spiegel meiner Gedanken, dessen Spiegelbild natürlich nur ich selbst sehen kann, denn in dem Moment in dem ein anderer vor den Spiegel tritt ist es nicht mehr mein Spiegelbild, sondern das des anderen. Ich weiß, dass dieser Vergleich hinkt, denn der Spiegel selbst ist ja nur in dem Moment präsent in dem ich schreibe, so dass es überhaupt icht denkbar st, dass jemand anderes sich darin  spiegeln wüde. Das was lesbar zurückbleibt ist vielmehr eine Skizze, eine Zeichnung des Bildes die einen Eindruck davon wiedergibt was ich zu sehen in der Lage war. In dem Moment in dem der Text verfasst ist, wird das Geschriebene eben genau dazu, zu einer Skizze der Vorgänge, der Programme, so dass man sich einen Eindruck verschaffen, aber nicht wahrhaftig das wiedererleben oder wahrnehmen kann das in dem Moment des Schreibens stattgefunden hat. Das ist aber auch gar icht nötig oder gar Sinn des Schreibens, bzw. Der Veröffentlichung. Dass dieser Text zugänglich gemacht wird findet seinen Sinn in einer einzigen Tatsache, dass nämlich durch die Möglichkeit des Enblicks in die Selbstarbeit eines anderen Menschen die Erkenntnis der Gleichheit und Einheit, der grundlegenden Gemeinsamkeiten menschlichen Lebens offenbar wird, und zwar für denjenigen der sich selbst auf diesen Weg der Selbstbefreiung durch das Schreiben begibt. Im Grunde ist das so mit jedem Text, selbst mit wisenschaftlicher Facliteratur. Gelesen als Wissensquelle und angewandt als Anleitung macht man sich ledigkich zu einer programmierten Maschine, wobei das Programm fehlerhaft und unvollständig ist, da es sich eben nur um eine abstrahierte Skizze handelt. Erst der eigenständige, freie Selbstversuch kann einen authentischen Einblick verschaffen. Und dann gilt ein anderer Text wesentlich mehr, er dient zu viel mehr als zu einer Anleitung oder Wissensquelle, er ist eine unterstützende Begleitung, ein gleichwertige Gefährte, ein Teil der Einheit zu der man selbst zurückkehrt.

Fortsetzung folgt...

Freitag, 19. April 2013

Tag0064 – Fortsetzung Selbstvergebung zu Tag 0063



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meine Vorstellungen von der Wrklichkeit, meine Erwartungshaltungen und aus sogenannten Erfahrungen gewonnene Erkenntnisse über den zu erwartenden Ablauf von Situationen mein Leben, meine Sicht auf das Leben und meine Entscheidungen bestimmen zu lassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, in Ignoranz gegenüber der unerträglichen Ungleichheit, der Qualen und Misshandlungen die im Namen menschlichen Strebens allen Lebensformen angetan werden über meine persönlichen Situationen und Umstände frustriert zu sein, mich in meiner ganzen Existenz, meinem ganzen Verhalten und meiner Teilnahme am Leben beeinflussen und einschränken zu lassen allein auf Grund persönlicher Empfindungen, enttäuschter Erwartungen und Situationsverläufen die nicht meinen 'Vorstellungen' entsprachen, wobei ich mir nicht einmal selbst deutlich machen konnte und wollte, dass diese Vorstellungen und Erwartungen Programme sind die ich in mir erlaubt und zugelassen habe, die ich übernommen und zu meiner Direktive des Lebens gemacht habe ohne sie auf ihre Sinnhaftigkeit, ihre Konsequenzen für mich und das Leben zu prüfen und sie allein aufgrund dder Tatsache, dass sie meiner Persönlichkeitsstruktur als gedankliche Geschichte zuträglich zu sein scheinen, dass sie meine Ideale und angenommenen, akzeptierten emotionalen Konstrukte unterstützen und meinem Ego schmeicheln als Lebensbestimmend für mich zu übernehmen, sie als 'Entschuldigung' bei jeder vermeintlich selbst getroffenen Entscheidung zu benutzen, als sei dieser Weg ein mir von einer höheren Macht auferlegter, den ich gehen müsse um meine Bestimmung zu erfüllen, worin ich mir zugleich eine Entschuldigung und eine Absolution für alle eventuellen Konsequenzen in der Abwendung meiner Eigenverantwortlichkeit und ihrer Abwälzung auf diese 'schicksalhafte Macht' einbilden konnte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mein Potential und meine Lebenssituation nicht konsequent dem Wohl des Lebens zu widmen, meine privilegierte Situation nicht im Sinne allen Lebens zu nutzen um eine möglichst effektive Wendung herbeizuführen, mich für das Leben selbst stark zu machen, anstatt mich mit meinen perslönlichen Stimmungen und Empfindungen, den enttäuschten Erwartungen zu beschäftigen und mich selbst emotional zu bremsen, mich selbstgefällig auszuruhen indem ich mich als Opfer darstelle vor mir selbst und anderen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe von anderen Menschen zu erwarten, dass sie Verständnis für meine Stimmungen aufbringen, dass sie mit mir empfinden und mich in meiner selbstbeschränkung unterstützen, dass ich darin Beistand gesehen habe anstatt in Unterstützung die mir die Augen über meine eigene Verantwortlichkeit für mein Empfinden und das daraus resultierende Handeln hätte öffnen können.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben dazu in jedem Moment in dem ich mir der Programme und emotionalen Muster bewußt werde die in mir automatisiert ablaufen, in jedem Moment in dem ich anfange zu versuchen mich selbst zu rechtfertigen dafür, das ich entweder untätig bleibe, dass ich meinem persönlichen Bedürfnis ohne Rücksicht auf Kosequenzen für andere nachgehe, dass ich in Stimungen verfalle die ohne wahrhaftigen Grund mein Denken, mein Handeln und meine Entscheidungen bestimmen mich zu stoppen, zu einem kompletten inneren und äußeren Halt zu bringen, durchzuatmen und mir zu vergegenwärtigen, dass ic im Begriff bin mich selbst aufzugeben, dass ich mich selbst zum Opfer innerer Gedankenprogramme gemacht habe und in Ignoranz lebe, dass ich hier und jetzt eins und gleich mit allem das Leben, die Existenz bin und dass in der Eigenverantwortlichkeit und Selbstehrlichkeit meine lebendige Kraft und Handlungsmotivation liegt.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 15.04.2013

Tag0063 - Angst und Erwartung









Samstag, 6. April 2013

Tag0055 – Die geheime Agenda der versteckten Persönlichkeit






Verborgene Pläne und Hintergedanken verursachen Ängste und lassen alle Vorsätze scheitern. Dafür gibt es hunderttausende an Beispielen, Und wenn man es sich genau überlegt, sind genau das auch die grundlegenden Konfliktverursacher aller Kommunikation, die verborgenen Motive, der ängstliche Selbstschutz, das Messer in der Hinterhand, die Manipulationsversuche. Gerade habe ich einen Film gesehen, bei dem es um einen Mann mit hohen Zielen und großen Motiven ging der dich für die Rechte und die Freiheit der Menschen einsetzte, der eine unglaubliche Gelegenheit bekam die bestehenden Machtverhältnisse zu nutzen um den Menschen zu Freiheit zu verhelfen und der seine Möglichkeiten zunichte gemacht hat, indem er sich angreifbar machte, indem er die Menschen hinterhältig manipuliert und beeinflusst hat und dabei seinen eigenen Vorteil verfolgte. Seine Geheimnisse, die Verborgenen Selbstsüchtigen Machenschaften brachten seine Pläne zu Fall, weil er Angriffsfläche Bot, weil er seinen Gegnern in die Hände spielte. Er hat seine Verantwortungsvolle Position und Möglichkeit verspielt und damit die Freiheit und das Leben tausender Menschen fahrlässig beeinflusst. Und wen man es genau überlegt, dann sind es diese persönlichen Intrigen, die Manipulation des Umfeldes zur Befriedigung der eigenen, selbstsüchtigen Bedürfnisse die all den Geschichten der Literatur, des Films, des Theaters den Anlass geben, die den Stoff erst möglich machen.

Und das nennen wir dann „Drama“. 
Ja, das menschliche Leben, seine Geschichte und Entwicklung, die Kulturen und Gesellschaften, die weltweit um sich greifende Zerstörung und Verbreitung der Angst voreinander ist tatsächlich ein Drama. Allerdings ist dieses Drama eine Selbstgeißelung in Ermangelung der eigenverantwortlichen Courage für und als das Leben aufzuwachen und aufzustehen. Es ist der Versuch sich „auszuklinken“ und abzunabeln von der Gesamtheit des Lebens, sich der Verantwortung für die eigenen Handlungsweisen zu entziehen indem man sich einredet nur ein Opfer der Umstände und damit für die selbstsüchtigen Pläne und Taten legitimiert zu sein.

Jeder Lebensplan der durchsetzt ist von diesen „verborgenen“ Haken und manipulativen Verhaltensweisen, der die Menschen und das Umfeld als Ressource zur eigenen, ganz persönlichen Befriedigung ohne Rücksicht auf Verluste betrachtet und benutzt, ist eine Bedrohung für das gemeinschaftliche Wohl für das Leben und ein Verrat an sich selbst, denn die egoistische Selbstwahrnehmung ist und bleibt eine reine Illusion. Und die Rechtfertigung und Selbstlegitimation der egoistischen Pläne und Intrigen ist dabei nur die Fortsetzung des Selbstbetrugs, denn wo bleibt die Verantwortlichkeit, das Mitgefühl, die Moralische Verpflichtung wenn man seine eigenen Schafe in trockenen Tüchern hat? Wo ist das Verantwortliche Handeln der Reichen, der Erfolgsmenschen, von denen die ihre eigenen, selbstsüchtigen Pläne verwirklicht haben? Sie erweisen sich nur als noch dreistere, offenere Verräter am eigenen System, als Heuchlerische Vertreter einer Idee. Sie nutzen jede Gelegenheit, und an denen mangelt es nicht, wenn man Geld und Reichtum hat, um sich ihrer Verantwortung für die Gemeinschaft zu entziehen, wie man zum Beispiel an der kürzlich neui entflammten Debatte über die sogenannten Steueroasen aufgrund der Veröffentlichung einer großen Datenmenge über Steuerflüchtige, sich verantwortungslos verhaltende Wohlstandsbürger.

Wir müssen uns von der Scham befreien, und das können wir nur, wenn wir uns von unseren Hintergedanken befreien, wenn wir unsere selbstsüchtigen Ideen und Manipulationsversuche aufgeben. Selbstehrlichkeit und die Analyse der Motiv-Ursache ist hier gefragt. Eine eigenverantwortliche Selbstständigkeit die den Menschen zu einem befreiten Menschen macht, die ihn sich selbst erkennen und verstehen lässt und die ihm die Fähigkeit gibt sich am Leben auszurichten, sich selbst zu bestimmen ohne Angst, ohne Zorn und in der selbstsicheren Gewissheit unumstößlich für das Leben das er ist und das über ihn hinaus ist gerade zu stehen.

Es geht nicht um Beschränkung, nicht um Verzicht, im Gegenteil. Die Selbstwahrnehmung als Isolierte Vorstellung im Geiste, als Geschichte, als Opfer eines übermächtigen Systems, das egoistisch motivierte Intrigieren und Manipulieren, die Ängste und Befürchtungen, all das verhindert unsere Entwicklung, beschränkt unser tatsächliches Potential, beschäftigt und in Gedanken und lenkt uns vom Leben ab.
Die Einsicht in die Einheit und Gleichheit des Lebens, als das Leben eins und gleich mit allem zu existieren und verantwortlich für das Leben zu sein gibt einem die Selbstbestimmung, die Handlungsmotivation der lebendigen, wahrhaftigen Selbstentwicklung die tatsächliches Leben bedeutet, über die Limitation des Denkens, der künstlichen Wertesysteme, der eigenen Bewusstseinsgeschichte hinaus.

Wir kennen kein Vertrauen, weil wir kein Selbst-Vertrauen leben. Wir reden von solchen Idealen und stehen hilflos vor der Realität in der sie nur Fassaden sind, in der sie nicht existieren. Wir sind eigennützig und Rücksichtslos, weil wir glauben so sein zu müssen. Wir sehen das in anderen und haben die Angst übervorteilt zu werden. Doch jeder sieht es eben genau so in den anderen und rechtfertigt sein Mitlaufen auf dieselbe Art. Wir haben uns wahrhaftig selbst in die Falle gelockt. Und nur wir elbst können uns da wieder herauholen, in einer Entscheidung zu selbstbestimmter Akzeptanz unserer Verantwortlichkeit.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 06.04.2013





Mittwoch, 27. Februar 2013

Tag0017 - Der Lerneffekt des bewußten Verzichts Teil 3: 'verdeckter Konflikt'

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Man tendiert als Mensch dazu, die emotionalen, intuitiven und vorprogrammierten Urteile über die ganz persönliche Wahrnehmung der Welt und sich selbst zu einem System zusammenzufassen, zu einer Gesamtheit, von der man dann nur noch einen vagen Drang, ein undefiniertes Begehren oder eine Aversion wahrnimmt, der man dann folgt, und das nennt man dann die eigene Person, bzw Persönlichkeit oder den Charakter. Und dabei sind die Inuitiven oder vorgeprägten Urteile, die Wertvorstellngen, Vorlieben und damit auch deren Gegenteil, die Abneigungen, noch relativ oberflächliche Systeme und sind sogar noch für einen selbst leicht durchschaubar. Man weiß in vielen Situationen in denen man den persönlichen Vorlieben folgt, dass sie nicht wirklich frei gewählte Vorlieben sind und dass sie in vielen Fällen offensichtlich schadhafte Konsequenzen haben, nachteilig für einen selbst und nicht selten auch andere, und dennoch glaubt man durch die Handlung gegen den gesunden Menschenverstand, gegen die rationale Vernunftentscheidung, sich als Person zu behaupten, sich selbst zu bestätigen und den eigenen Wert als diese Vorstellung von einer Persönlichkeit zu erhöhen, auch wenn man im Grunde weiß, dass sie nicht authentisch ist, dass diese Vorstellungen und auch die Vorlieben als Resultate der Erfahrungen und Wertvorstellungen nicht die eigenen sind und dass man aus diesem Grund auch eigentlich nicht frei ist, nicht selbst handelt. Doch man ist es so gewohnt und diese unterschwellige Einsicht in die geborgte Existenz befreit eben auch zumindest in der Vorstellung von der Verantwortlichkeit für etwaige Konsequenzen, man kann sich selbst rechtfertigen oder entschuldigen genau mit der Tatsache die man im Wahn der Persönlichkeitsbehauptung zu ignorieren und zu leugnen versucht. Es ist tatsächlich ein schizophrenes Spiel mit dem Leben. Ein Wahnsinn, eine Verschwendung und Selbstaufgabe, ein fehlgeleitetes Programm in einer Endlosschleife der Destruktion.

Dabei ist die Fähigkeit zur selbstbestimmten Entscheidung immer da, die Einsicht in den eigenen Selbstbetrug kann jederzeit vergegenwärtigt werden. Es mag sein, dass die Verblendungsechanismen, die eigene Benebelung, der feste, jahrelange Glaube an die Wahrhaftigkeit der persönlichen Sicht, der vorprogrammierten Wahrnehmung von Selbst und Welt so stark etabliert sind, dass die Symptome der bewußten Lüge auf eine andere Art wahrgenommen und wiedeum im Gitter der künstlichen Glaubenssysteme der vergeistigten Selbstidentifikation natürlich mißverstanden interpretiert werden.
Doch kann in jedem Moment der frustrierten Erkenntnis des Kontrollverlustes und der Dysfunktionalität der inneren Systeme gemessen an der Wirklichkeit dieser emotionale 'Breakdown' genutzt werden um zum Kern der Sache vorzudringen. Unglücklicherweise haben wir für eben diese Momente vorgesorgt und bedienen uns lieber der Mittel die legitim und gesellschaftlich akzeptiert angeboten werden, wie Alkohol und Entertainment beispielsweise, oder eben auch Zigaretten, um diese Momente der Wharheit nicht zu umgehen, sie nicht nutzen zu können, oder um überhaupt erst gar nicht in die Verlegenheit zu kommen uns selbst befragen zu müssen.

Diese vereinfachte, oder abstrahierte Wahrnehmung der eigenen Person als das was man ist, als die Persönlichkeit, lässt uns in unserer Lebensweise zu willenlosen, unzähligen Programmen und Unterprogrammen folgenden Wesen werden. Und bei der Verfolgung dieser Ideologie des Selbst als Persönlichkeit, sind wir angewiesen auf Glauben und Hoffnung, weil wir nicht verstehen, was wir tatsächlich sind und wie sich diese innere Struktur aus Gedanken, emotionen, gefühlen, Werturteilen und Bildhaften Illusionen und Projektionen der Wirklichkeit konstituiert und wie es funktioniert. Wir wagen den Schritt dieses Selbstverständnisses nicht, weil wir schon von diesen Glaubenssystemen und Strukturen abhängig geworden sind. Wir vertrauen unserem Glauben mehr, als unserer Wahrnehmung der Wirklichkeit, sofern wir zu dieser klaren Wahrnehmung noch in der Lage sind. Kinder sind es beispielsweise, und daher versuchen wir nicht ganz ohne Grund, sie so lange wie möglich von der Wahrnehmung der Welt und der Wirklichkeit so wie sie ist fernzuhalten. Sie würden jeden Respekt und jede Hochachtung die wir ihnen anzuerziehen versuchen vor dem was wir als 'Erwachsene' sind, vor dem, was Menschen in unserem System 'werden' können, den Zielen, dem Status, den Werten des gesellschaftlichen Strebens, verlieren.

Zurück zu dem bewußten Verzicht, dem Rauchen und den Zusammenhängen der Selbstbeurteilung und der Selbstwahrnehmung, den Rechtfertigungskonstruktionen und den selbstverursachten, körperlichen Konsequenzen.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe mir durch die Erwartungshaltung aufgrund der Meinungen und Überzeugungen anderer, die ich in mein eigenes Persönlichkeitsbild übernommen habe ohne sie selbst zu prüfen von vornherein die Konsequenzen und Wirkungen meiner Erwartung festgelegt und tatsächlich erlebt also manifestiert habe, wie beispielsweise das Husten am Morgen, das je nach Stimmungslage, je nach meiner akzeptierten und erlaubten emotionalen Selbstaufgabe und der inneren Zerrissenheit in Selbstverurteilung und Beschuldigungen entweder auftrat oder überhaupt nicht vorhanden war, unabhängig davon wieviel ich am Abend zuvor geraucht hatte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe diese selbstverursachten und verstärkten Reaktionen, den Reizhusten und in der Folge des Selbstmitleids, der Opferhaltung und Selbstbeschuldigungen auch mal eine Erkältung oder andere leichte Erkrankung, wiederum zu benutzen um mich in Selbstaufgabe und frustrierter Selbstverurteilung tiefer in die Sackgasse der mentalen Sucht nach etwas das sich 'gut' anfühlt, nach etwas das mir eine Art Wiedergutmachung verschafft und das ich in Form des Rauchens als einen Teil meiner Persönlichkeit, meines Selbst und etwas dessen ich mir 'sicher' sein könne in mein Leben übernehmen kann, zu befördern.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe durch die Tatsache dass ich geraucht und daher meinen Körper zu meiner eigenen Unterhaltung zusätzlich 'belastet' habe anstatt gerade mehr Sport zu machen aus einer bewußten, klaren Entscheidung heraus meinen Körper zu reinigen und den Kreislauf anzuregen, mich in selbstrechtfertigenden Gedanken vom Sport treiben abgehalten und demotiviert habe indem ich mir immer wieder vorhielt, dass ich nun sowieso nicht mehr 'gut genug' sei und dass mir der Sport damit auch keinen Spaß machen würde, ohne mir selbstehrlich vor Augen zu halten dass ich darin noch mehr in die selbstgerechte Denkweise hineingeraten bin, in die Sackgasse des egoistischen Belohnungsdenkens, dass alles was ich tue für mich etwas positives in Form eines guten Gefühls mit sich bringen müsse.

Ich bestimme und verpflichte mich selbst als Mensch und als das Leben, dass ich mich in jedem Moment in dem ich in innerem Dialog in inneren Konflikt, Selbstbeurteilung und Selbstbeschuldigung gehe mcih selbst zurückhole in diesen Moment, in den lebendigen Moment in dem Atemzug den ich mache und mir vergegenwärtige, dass ich in diesen inneren 'Persönlichkeiten' nicht mein Selbst bin, sondern meine Gedanken, Vorstellungen und fremdprogrammierte Wertkonzepte, dass ich mich zum Opfer dieser Strukturen die ich selbst generiere mache ohne Selbstkontrolle und ohne Selbstbestimmung, ohne dass ich tatsächlich Verantwortung zeige für mein Verhalten und dessen Konsequenzen.

Ich bestimme und verpflichte mich selbst als Mensch und als das Leben zu freien, eigenständigen Entscheidungen in jedem Moment, zu Selbstehrlichkeit und Selbstvertrauen das auf der Fähigkeit basiert mir selbst gegenüber vertrauenswürdig zu sein, indem ich mir nicht nur in der Einhaltung der Vereinbarungen mit mir selbst vertrauen kann, sondern auch in Momenten des Rückfalls nicht in Gedankenkonzepte der Selbstrechtfertigung und Entschuldigung, der Selbstverurteilung und Selbstverdammung verfalle, sondern mir selbst die Ursachen und die Strategien die zu dem Schritt geführt haben selbstehrlich zu vergegenwärtigen, zu analysieren, zu lernen, mich besser zu verstehen, die Wege und Mechanismen meiner eigenen Persönlichkeitsprägung zu analysieren und zu dekonstruieren um wahrhaft selbstbestimmt leben, entscheiden und handeln zu können.

Ich bestimme und verpflichte mich selbst als Mensch und als das Leben, dass ich die sportliche Betätigung, das Laufen, das Training, als eine den Körper und meinen Geist fördernde Betätigung nutze, um in der Bewegung und dem Atmen zu mir selbst zu finden und mit mir selbst zu sein, dass ich in direkter Kommunikation mit dem Moment als mein Körper bin und darin der lebendige Ausdruck des Lebens selbst, und nicht in erster Linie als Wettkampf mit mir selbst und dass ich die unterschwelligen Motivationen einer programmierten Persönlichkeitswahrnehmung in Relation mit irrationalen, manipulativen gesellschaftlichen Werten wie Schönheitsidealen und Männlichkeitsvorstellungen, Leistungsdruck und ständigem Vergleich in mir aufdecke und dekonstruiere, sie zurückführe auf ihre Wurzeln in meiner Persönlichkleitsprägung und mich am Leben und dem was für das Leben am besten ist in allem was ich tue neu ausrichte.

Ich fahre in meinem nächsten Blog weiter mit diesem Thema fort ...

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 27.02.2013


Sonntag, 17. Februar 2013

Tag0007 - Der Mensch als Sklave seiner Bedürfnisse

Diliff / Food Photos / CC BY-SA

Wir leben in einer Überflußgesellschaft. Wir konsumieren weit über unsere notwendigen Bedürfnisse, die Grundbedürfnisse des menschlichen Organismus und und auch über die Bedürfnisse unserer geistigen Systeme und deren Entwicklung hinaus. Unser Konsumverhalten gleicht vielmehr einem Suchtverhalten, denn es ist in hohem Maße irrational geprägt. Die Motivation zu konsumieren, ein bestimmtes, unnötiges Produkt kaufen zu wollen, wird durch die mentale Erzeugung eines künstlichen Bedürfnisses erst in Gang gebracht. Im Laufe oder im Zuge dieser Entwicklung sind wir zu völlig passiven und verängstigten Menschen geworden, die nur noch gierig darauf warten, was ihnen die Produktionsseite der Konsumgesellschaft an neuen oder neu gestalteten Waren als nächstes anbieten wird. Das ist die ganze 'Erfüllung' eines völlig mental gelagerten Lebens geworden. Wir gehen scheinbar über unsere Körperlichkeit hinweg, wir sehen unsere körperliche Seite höchstens ebenfalls als ein Produkt, eine Ware, etwas das wie ein Gegenstand entsprechend bestimmter, mental erzeugter Idealvorstellungen geformt und angepasst werden kann um es dann 'mit sich herumzutragen' und vorzuzeigen. Diese Art des Umgangs mit unserer Körperlichkeit kann so etwas wie ein 'gesundes Maß erreichen, und somit sogar dem Lebendigen, dem Organismus zuträglich sein. Doch ist eben auch diese Sicht auf die Körperlichkeit ganz und gar von den Denkstrulturen eines passiven Lebens, einer programmierbaren Maschine durchzogen, die sich in ihrem Konsum-Sucht-Verhalten eben nicht kontrolliert, sich und das Leben eben nicht rational bewertet und beeinflußt, und eben auch nicht für sich selbst gerade steht und mit sich selbst in einer klaren Beziehung steht - was man gerade in dem Sport- und Wellness bereich sehen kann, bei dem es eben genau um die Hauptmerkmale dieser konsumgerichteten Gesellschaft geht nämlich einem Image, einem Bild zu entsprechen das im Grunde eine Fantasie und damit ein rein mentales Konstrukt ist, und auch darum den Wettkampfgedanken zu fördern immer und um jeden Preis der Beste zu sein, der Sieger zu sein, und wohin das in weiten Teilen führt kann man ja an den ordinären Erscheinungen der Schönheitsoperationen und den Extremen der körperlichen Anpassung beispielsweise in der Bodybuilder Szene deutlich sehen - sondern von der Sucht nach geistigen, mentalen Energiereizen geleitet wird, die wiederum hervorgerufen werden durch die Bestätigung ihrer Bewußtseinsprogrammierung entlang den allgemein akzeptierten Werten und Prinzipien der Gesellschaft, wie zum Beispiel durch die Emotional-Gedanklichen Systeme der Bewunderung, der Anerkennung, der Belohnung, des Neids, der Missgunst, der Machtgier und des Hasses. Das sind sozusagen die Ersatzbefriedigungen des Geistes geworden, deren Ursache, Verstärkung und Erlösung von dem eigenen System der eigenen Gesellschaft kreiert wurden. Der Mensch hat dadurch seine Selbstbestimmung so grundlegend und bedingungslos aufgegeben, dass es für ihn möglich wird jedes noch so absurde, gegen den gesunden Menschenverstand und alle Prinzipien des Lebens gerichtete kultursystem als allgemeingültig, überlegen und sogar 'göttlich' oder wenigstens übernatürlich zu akzeptieren und auch zu verteidigen, und zwar mit aller Gewalt. Wir haben eine scheinbar unüberwindbare Angst kultiviert aus dem Rahmen zu fallen und dadurch die Leitung unserer Identifikation als Konsumenten zu verlieren, plötzlich nicht mehr all diese Bedürfnisse über deren Herkunft und deren Auswüchse wir überhaupt keine Eigenkontrolle mehr zu besitzen scheinen, befriedigt zu bekommen. Wir sind in dieser Situation tatsächlich, wie Erich Fromm es in einem seiner Vorträge erwähnt, 'ewige Säuglinge', die es nicht schaffen, sich von der Mutter zu lösen, von der Brust die uns füttert. Nur sind wir selbst diejenigen die diese Loslösung unterbinden, wir selbst haben uns abhängig gemacht und es ist erforderlich für diesen Schritt in die Eigenständigkeit und Mündigkeit zu erkennen und zu akzeptieren, dass niemand sonst außer uns selbst verantwortlich ist für diesen Zustand der Hilflosigkeit in den wir uns gebracht haben. Denn der ist entgegen aller Behauptungen eben nicht unüberwindbar, er ist nicht Teil der Notwendigkeit menschlichen Lebens und Zusammenlebens, sondern diese Rechtfertigungen für das Festhalten an diesem System sind alle ausnahmslos aus der Angst konstruiert, die wir vor diesem scheinbar drohenden Identitätsverlust in unsere Persönlichkeitsstruktur integriert haben. Die scheinbare Freiheit die uns die kapitalistische Konsumkultur bietet oder bieten soll ist eine reine Illusion, sie ist ein billiger Ersatz für das Potential, das dem Menschen tatsächlich zur Verfügung stünde, wenn er nur den Mut aufbringen würde, die wahren Gegebenheiten direkt zu konfrontieren und ihre inakzeptablen Konsequenzen als seine Verantwortlichkeit anzuerkennen. Und ist das nicht ein Hauptmerkmal der Freiheit, der Mündigkeit und von Verantwortlichkeit überhaupt, dass man sich nichts mehr vormacht, sondern dass man die Probleme die sich einem stellen angeht, sie mit Verstand und Vernunft bewältigt und aus ihnen lernt? Doch wir laufen vor ihnen davon und betäuben uns mit Überflüssigkeiten, die uns zu großen Teilen krank machen, die uns abhängig machen und erblinden lassen für das Leben selbst. Unser eigenes und vor allem auch das aller anderen, die keine anderen sind, sondern die das sind, was wir sind, gleichwertig und eins als das Leben. Wir nehmen den Mißbrauch unserer Fähigkeiten in Kauf um die Programmabläufe die unsere Persönlichkeit konstituieren aufrecht zu erhalten, weil wir es so gewohnt sind, weil es bequemer ist. Doch verkennen dabei, dass die Konsequenzen uns selbst treffen, auch wenn wir die räumliche Distanz zwischen uns und denen die sie hier und jetzt direkt am eigenen Leib erfahren und erdulden müssen als eine Mauer wahrnehmen, als einen Schutzwall. Doch dieser Schutzwall ist ebenso eine Illusion wie die Unversehrtheit unseres Selbst von den Konsequenzen unserer Ignoranz und Abhängigkeit von unseren eigens kreierten Systemen. Wir mögen noch geschützt sein vor den direkten körperlichen Auswirkungen, den tödlichen Konsequenzen der Armut und des Hungers als Folgen useres Überflusses - doch sind wir Hilflos, unfrei und auch schuldig geworden und das wissen wir, das zermürbt uns und bringt uns dazu, in dieser infantilen Verhaltensweise nach oben zu blicken, dorthin wo diejenigen stehen denen wir die Macht gegeben haben unser Leben zu bestimmen, um auf ihre 'Lösung' für uns zu warten, auf die Erlösung durch unbändigen Konsum. Doch ist auch dieses 'Oben' nichts weiter als eine Illusion, denn dort sitzen dieselben Menschen mit denselben Denkstrukturen und künstlichen Bedürfnissen wie wir es sind. Aber auch die Vorstellung wir wären noch geschützt vor den körperlichen, den physischen Konsequenzen, den lebens- und gesundheitsbedrohlichen Folgen unserer Ignoranz muss doch in Frage gestellt werden angesichts der gesundheitlichen Probleme unserer Überflussgesellschaft und der immer verheerender werdenden Qualitätsmängel beispielsweise in den Nahrungsmitteln die wir zu uns nehmen, die wir konsumieren und für deren Herstellung Unternehmen verantwortlich sind, deren Prinzipien dieselben sind wie die alles bestimmenden Prinzipien unserer Konsumkultur, nämlich die der Gier, die des persönlichen Profits und des Gewinns um jeden Preis. Es ist also nur eine logische Konsequenz, dass wir 'Gamelfleischskandale' und ähnliches haben, und jeder Versuch der Kontrolle und Regulierung muß fehlschlagen, da das Prinzip der Kontrolle zum Wohle des Verbrauchers, des Menschen, des Lebens, gegen die bestimmenden Prinzipien des Systems steht, das wir kreieren und von dem wir ein Teil geworden sind. Keine Freiheit, keine wahrhaftige, unabhängige Zufriedenheit, keine persönlichkeitsentfaltung im selbstbestimmten Sinn existiert und ist möglich in unserer Gesellschaft. Nur die Illusion davon, eine Vorstellung davon existiert in den Köpfen der Menschen und das 'Gefühl', das 'Empfinden' dieser Zufriedenheit beispielsweise wird ersetzt durch ein kurzzeitiges, energetisch empfundenes Erleben, das in einem Moment des Konsums als Ladung des Verlangens aufgebaut wurde entladen und als befreiend empfunden wird, das aber nur ein 'Fake' ist, ein emotionales Erleben das künstlich verknüpft wird mit einer grundlegenden Sehnsucht des Menschen, der sich selbst entfremdet hat. Daher ist auch ein immerwährendes Wachstum für dieses Wirtschaftssystem notwendig, und wird auch als notwendig akzeptiert, obwohl es gegen jede Vernunft geht und offensichtlich vollkommen irrational, unrealistisch und zerstörerisch ist und niemals nachhaltige Entwicklung beschreiben kann. Das Wachstum bedingt die Süchtig-Machung der Menschen, denn diese Sucht bringt es wie jede Sucht immer mit sich, dass das körperlich-Emotionale Empfinden von mal zu mal 'mehr' input braucht, um den gleichen Effekt zu erlangen, der als energetischer Erlebnismoment das Gefühl der Befriedigung vermittelt hat.
Der Vergleich, die Analogie mit dem ewigen Säugling ist also wenn man es genau nimmt nicht haltbar, denn das sich zeigende menschliche Verhalten ist viel unvernünftiger als das eines Säuglings, der seine natürlichen, körperlichen Bedürfnisse befriedigt und eben aufhört, wenn er voll ist. Dass sein Konsum an Nahrung wächst ist hier eine physisch real bedingte Konsequenz des Wachstums seines Körpers, welches ebenfalls in 'gesunden' Grenzen stattfindet und keine Grenzenlosigkeit als lebenserhaltendes Prinzip voraussetzt.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, ein System mitzugestalten, seine Prinzipien in mir selbst zu tragen und zu kultivieren, das in seiner Konsequenz mir meine Freiheit, meine Selbstbestimmung und meine Fähigkeit zur Selbstfindung nimmt, mir beschränkte Möglichkeiten der Wahl meiner Lebenswege zur Wahl stellt und mir darin Freiheit vortäuscht, ohne mir klarzumachen, dass einzig meine Angst vor dem Verlust dieser Gewohnheit mich von der Selbstbefreiung abgehalten hat und dass diese Angst verantwortlich ist für meine selbstgewählte Ignoranz und Mittäterschaft.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht erlaubt und zugelassen habe, mich in Akzeptanz und Übernahme meiner Verantwortlichkeit für das Leben und die Konsequenzen meiner Handlungsweisen in Form meiner Mitkosntituierung eines Gesellschafts- und Geldsystems das das Leben überall auf der Welt missachtet und ausbeutet für das Leben einzusetzen und der einzig sinnstiftenden Bestimmung des Lebens zu folgen, nämlich der, für alles Leben einzustehen und die Befreiung nicht nur im Selbst, sondern in der Form der Befreiung allen Lebens zu suchen und zu finden, sie unter Aufbringung des menschliche Potentials des Bewußtseins und des Verstandes zu planen, die notwendigen Schritte zu ergründen und zu implementieren, und zwar zunächst im Selbst als unumstößliches, lebendes Beispiel der Möglichkeit.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe statt meiner Einsicht in die Notwendigkeit der Akzeptanz der Eigenverantwortlichkeit, auch und vor allem angesichts der Zustände in die wir als Menschen die Welt und das Leben überall auf der Welt gebracht haben, anstatt diese zu übernehmen und in mir selbst, an mir selbst alle Spuren der Ursachen für die Selbstaufgabe die diese Systeme erst möglich machte zu finden und zu dekonstruieren um mcih am Leben in Verantwortungsbewußtsein und bedingungsloser Selbsterhlichkeit neu auszurichten, ein Selbstbild des Opfers, der Hilf- und Hoffnungslosigkeit vorgeschoben und als Selbstrechtfertigung benutzt habe und in der Untätigkeit und Erfolglosigkeit so vieler Versuche 'anderer' meine starre Haltung gerechtfertigt zu sehen, um mich weiter mit dem Futter zu betäuben, dass wir uns selbst als dieses Konsumsystem zu Ablenkungs- und Unterhaltungszwecken konstruiert haben.

Ich bestimme mich selbst als das Leben, gemeinsam mit allem Leben dafür zu stehen, dass ich als Mensch die Strukturen des Selbstbetruges, der Selbstaufgabe und künstlichen Abhängigkeit erkennen kann, sie dekonstruieren und mich von dieser Abhängigkeit, der Selbstsüchtigen Eitelkeit eines 'Images' das diese Illusionären Überflüssigkeiten als materielle Symbole zu seiner Erhaltung 'braucht' befreien kann, ohne dabei an Identität, Selbstbewußtsein oder Wert zu verlieren. Im Gegenteil, mit jedem eigenverantwortlichen, Selbstbestimmten Schritt der Selbstanalyse in Selbstehrlichkeit komme ich der Freiheit und Selbstbestimmung als das Leben näher und der Nebel der gedanklichen Isolation und imaginären, fremdbestimmten Selbstidentifikation lichtet sich.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 17.02.2013

Montag, 15. Oktober 2012

Tag 64 - [...] Selbstmissbrauch - der Verzehr des Lebens durch den Geist - Selbstkorrektur (Teil 5)

Fortsetzung Selbstkorrektur / Selbstbestimmungsstatements zu

Tag 63 - Mensch und Leben: Selbstmissbrauch - der Verzehr des Lebens durch den Geist (Teil 4) 



Ich bestimme mich selbst als dasLeben zur selbstehrlichen Selbstschau und der Akzeptanz und Übernahme meiner Eigenverantwortung für mein Handeln und Wirken, für das Stoppen des rücksichtslosen Selbstinteresses im Namen einer programmierten Persönlichkeit und eines programmierten Charakters, als dessen Konsequenz das System der lebensverachtenden Zerstörung und Ausbeutung, der Profitgierigen Ausschlachtung aller Lebensbereiche genährt und aufrecht erhalten bleibt.


Ich bestimme mich selbst als das Leben dazu, in eigenverantwortlicher Hingabe durch Selbstehrlichkeit, Selbstvergebung und Selbstkorrektur das Leben das ich gleichwertig mit allem Leben bin von der Unterdrückung durch das Bewußtsein und seinen Gedankenkreationen, den Programmen und emotionalen Prägungen, den Selbstidentifikationen mit emotional geladenen und durch Erinnerungen und Verknüpfungen mit Erfahrungen bewerteten Bildern und symbolischen Eigenschaften zu befreien um mich als das Leben an den Prinzipien des gleichwertigen, gleichberechtigten Lebens, dem was allem Leben gleichermaßen dienlich ist, auszurichten.

Ich bestimme mich selbst als das Leben in jedem Moment des Lebens die selbstbeschränkende Natur des Selbstinteresses und der überwertigen Identifikation mit eigenen Vorstellungen und Erinnerungen, in Abkehr von der wahrhaften Existenz und ihrer Grundlage als dem physischen Leben offenzulegen, in mir und durch mich selbst die Programme, Prägungen und Konditionierungen des Geistes und auch des körperlichen zu transformieren, sie zu analysieren, zu dekonstruieren, sie zurückzuverfolgen und mir ihre realen Konsequenzen zu vergegenwärtigen um dann selbstbestimmt über meine 'Programmierung' und meine Akzeptanzen als meine Natur zu entscheiden, selbstbestimmt in meiner Selbstidentifikation als das Leben selbst, in dieser unumstößlichen Selbstsicherheit der offensichtlichen Wahrhaftigeit meiner Existenz als das physische, organische Leben hier und unter den gegebenen Bedingungen der Notwendigeiten allen Lebens.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben dazu, in verantwortlicher Weise, dem gesunden Verstand in Einsicht der Einheit des Lebens folgend die menschliche Fähigkeit des erinnernden und planenden Bewußtseins und eben des Verstandes zu nutzen, die Verantwortung die in dieser Befähigung liegt anzuerkennen und mündig, selbstbestimmt und vertrauenswürdig offen und selbstehrlich durch die Anwendung des Bewußtseins- und nicht durch die Identifikation mit ihm - praktikable und zum Wohle aller umsetzbare Lösungswege des menschlichen Zusammenlebens und der Entwicklung des Menschen, seiner Ausbildung, seiner Ausprägungen und seines Potentials im allgemeinen aufzuzeigen und in eigenverantwortlicher Hingabe als lebendes Beispiel für die Umsetzung, die Fähigkeit des Menschen zur Veränderung und damit für die unbedingte Notwendigkeit seiner individuellen Verantwortlichkeit für das Leben und das, was er zulässt und erlaubt in dieser Existenz, zu dienen.

Ich bestimme mich selbst, als Mensch und als das Leben in der Einsicht der unglaublichen Zerstörung, der Bedrohung für uns selbst und milliarden anderer Leben die wir als Menschen in dieser Verblendung die wir leben anrichten und hinterlassen, die wir unseren Kindern und deren Kindern zumuten, nur weil wir nicht aufgeben wollen was man uns antrainiert hat, weil wir glauben wollen wir wären nicht verantwortlich für unsere Entscheidungen, weil wir es lieber akzeptieren lediglich programmierte Roboter zu sein anstatt eigenständig für unsere Entscheidungen geradezustehen, anstatt tatsächlich als vertrauenswürdige, mit Verstand begabte Individuen unsere Fähigkeiten für das Leben einzusetzen zur bedingungslosen Hingabe an das Leben im Namen allen Lebens, dem meiner Kinder und deren Kinder, dem Namen aller Kinder da alle Kinder unsere Kinder sind und ich bestimme mein Leben dazu der Offenbarung dieser Einsicht in alle Lügen des menschlichen Bewußtseins, seiner Gedankenverlorenheit und illusionären Identifikationen gehör zu verschaffen, die lebensbejahende Kraft der Eigenverantwortlichkeit und des Selbstvertrauens durch Selbstehrlichkeit aufzuzeigen und als ein lebendes Beispiel die Möglichkeit der Verneinung und gedanklichen Ablehnung dieser Fähigkeit des Menschen ein für alle mal als Rechtfertigung puren Selbstinteresses und als fadenscheinige Entschuldigung zu entlarven.