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Donnerstag, 5. Juni 2014

Tag 172 - Das höchstmögliche Potential Leben Teil I "Selbstzweifel"

@Doug88888 / Foter / Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)


Dies ist ein eigenständiger Post, er ist allerdings zweiter Teil einer Reihe die mit


Tag 171 - The Desteni of Living - My declaration of Principle

beginnt.


Ich habe immer an mir gezweifelt. Und anstatt meine Zweifel selbst aus dem Weg zu räumen, habe ich darauf gehofft und gewartet, dass andere das für mich tun würden. Ich habe geglaubt, dass ich durch ihre Anerkennung und ihr Verhalten mir Gegenüber die Zweifel über mich selbst ausräumen könnte. Und bei all dem Streben nach Anerkennung und Respekt habe ich mich nur noch weiter von mir selbst entfernt. Wir werden erzogen und darauf abgerichtet uns in die sozialen Strukturen um uns herum einzufügen, ohne diese zu hinterfragen, ohne die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass sie falsch, lebensfeindlich und wertlos sein könnten. Wir lernen sie zu akzeptieren und übernehmen alle Bewusstseinsprogramme die dazu notwendig sind, vor allem aber das der Angst, der Angst davor ein Außenseiter zu werden, nicht dazu zu gehören, nicht Teil zu haben. Diese Angst bestärkt das verzerrte Selbstbild, das man sich durch die Reflektion in den Gedanken und Werturteilen anderer anzueignen erhofft. Dieses Selbstbild aber ist nichts weiter als ein Köder, eine Illusion und sie ist alles andere als das wahre Selbst. Das wahre Selbst kann nur durch die Freiheit von Angst erkannt werden. Die unerschrockene Überzeugung die eigenen Entscheidungen verantworten und für das eigene Dasein gerade stehen zu können. Auf sich allein gestellt sein, sich vor sich selbst Rechenschaft abzulegen und sich selbst zu prüfen, ob man für sich alleine stehen kann. Allein für sich selbst stehen heißt dabei nicht, dass man nicht auf andere angewiesen ist, es bedeutet nicht, sich aus dem sozialen Gefüge auszuklinken, denn das ist ohnehin unmöglich, das ist gegen die Natur des Lebens und allen Lebendigen, sondern  es bedeutet ein eigenständiges, eigenverantwortliches Leben zu führen, sich selbst, bzw. sein Selbst zu repräsentieren so dass es eine Bereicherung für die Gemeinschaft darstellt und nicht etwa eine Belastung, so wie es in der menschlichen Welt, in den meisten sozialen Gefügen und Kulturen heute der Fall ist. Die externalisierte Selbstfindung führt immer auch zu einer externalisierten Schuldzuweisung, alles, was nicht den angeblichen Erwartungen und Wünschen gemäß verläuft wird anderen zugeschrieben, die Ursachen werden verschleiert und es werden fadenscheinige Gründe erdacht, zu Ideologien und Dogmen verknüpft die einem wieder ein Handlungskonzept vorgeben, in dem oder durch das man sich eine Stärkung der eigenen Identität erhofft. All das ist ein aussichtsloses Unterfangen und im Grunde wissen wir das auch. All die jämmerlichen Versuche uns selbst anhand externer Ideologien und Konzepten zu identifizieren, die Hoffnung durch die Gruppierung unter ein Ideal eine Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls real werden zu lassen, all diese mental-emotionalen Anstrengungen sind zum scheitern verurteilt und alles scheinbar Große und Großartige das daraus erwachsen ist, ist letztlich zugrunde gegangen und überdauert nichts und niemanden. Werte wie wir sie heute zu leben glauben sind nichts als Heucheleien, Lügen die wir uns selbst erzählen während unsere Augen und Ohren, und auch unsere innersten und geheimsten Gedanken das genaue Gegenteil der Wirklichkeit zeigen.

Und während wir uns aus Angst uns zu verlieren an diesen Wahnideen festklammern, zieht das Leben sprichwörtlich an unseren Augen vorbei, zeigt uns all die offenen Wunden und das Leid das unsere Unachtsamkeit und Verantwortungslosigkeit verursachen, führt uns unseren eigenen Verlust und Untergang vor Augen und wir schauen zu als handle es sich um einen Film. Wir grabschen dabei gierig nach kurzfristigen Leckereien, betäubenden Substanzen, Unterhaltung und emotionalen Höhenflügen, schlingen wertlose Erlebnisse in uns hinein, werden immer träger, fetter, süchtiger, abhängiger, bis die Zeit abläuft und unser Potential wieder den Nullpunkt erreicht.

Das Potential des menschlichen Lebens liegt in der verantwortlichen Lebensweise die in Anerkennung der unumstößlichen Wahrheit der Einheit und Zusammengehörigkeit allen Lebens , und dieses Leben zur vollen Erfüllung zu bringen, das Potential zu nutzen das einem zur Verfügung steht um sich selbst als ein würdiger Teil des ganzen zu erweisen und nicht als einen bedauerlichen Fehler, als der evolutionäre Fehlgriff oder besser gesagt die Sackgasse der Entwicklung zu der wir uns selbst gemacht haben, für die wir uns selbst entschieden haben. Wir entscheiden uns in jedem Moment der Angst wieder dafür, entscheiden uns für die Vernichtung, die Zerstörung und  verleugnen uns selbst als das Leben das wir sind. Die Angst davor vom Plan abzuweichen, die Achtung vor den bestehenden Werten und Strukturen als seine sie etwas unumstößliches, etwas unantastbares. Dabei wissen wir alle, dass wir eine Möglichkeit zur freien Entscheidung haben. Wir können, jeder einzelne für das einstehen und aufstehen, was das Beste für alle bedeutet. Wir können alle Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten der bestehenden „Ordnung“ erkennen und einsehen, dass wir selbst es so haben entstehen lassen, dass wir aufgrund unbegründeter, irrationaler Ängste zugelassen haben, dass eine Ideologie zu unserer Gottheit wird, die alles Leben verbraucht, die die Formen und Möglichkeiten zur Entfaltung und zur Freiheitlichen Entwicklung zerstört. Wir alle haben das Geschaffen, was wir heute die menschliche Zivilisation nennen und von dem wir wissen, dass wir es uns nicht länger schöndenken und schönreden können, von dem wir wissen, dass es gescheitert ist.
Viel zu leicht verliert man all das wieder aus den Augen, viel zu leicht lässt man sich ablenken, wird man durch die gebetsmühlenartige Wiederholung von Angstgründen aus den Mündern der Menschen mit denen man umgeben ist, aus den Lautsprechern der Medien, in allen erdenklichen Formen zur Anpassung verführt und verliert sich wieder im Gewühl der Bunten Bilder eines programmierten und fremdbestimmten Geistes.

Man muss am Schreiben festhalten, das Schreiben nur für sich selbst eröffnet wieder Horizonte, lässt dich selbst tiefer blicken hinter deine eigene Verblendung und hinter die Maskerade die du dein eigenes Selbst und dein eigenes Leben nennst. Nur durch diesen selbstehrlichen Prozess der Selbstbefreiung durch das Schreiben habe ich festgestellt entsteht ein Selbstbewusstsein, eine Stärke die tatsächlich wächst und überdauert, so dass eben diese Rückfälle, die Ablenkungen und Versuchungen immer schwächer und weniger werden, so dass in immer mehr Momenten das Selbst die eigene Direktive ist und die Entscheidungen die das eigene und das Leben anderer Bestimmen werden klarer, verantwortungsvoller und stehen selbst gegen den Widerstand aller anderen. Doch darf man das nicht mit revolutionärem Charakter oder rebellischem Gehabe verwechseln. Es gibt Momente i denen ist Konfrontation und Konflikt unausweichlich und wenn in diesen Momenten kein Zweifel aufkommt, dann ist es eben so. Doch ruft ein aggressives Vorgehen oder gar zynisches Gehabe nur Blockade, Aggression und letztlich Gewalt hervor und man muss erkennen, dass gegen ein zugemauertes, festgefahrenes Bewusstsein kaum ein Mittel gewachsen ist. Das Potential dient nicht der Überzeugung, sondern ausschließlich dazu sich selbst zu verändern, als ein Beispiel. Aber es ist eins der wirksamsten und wahrhaftigsten Beispiele, weil es ein lebendiges, reales ist und somit jede noch so konsequent strukturierte und komplexe Ideologie der Verblendung und des Selbstbetruges über die Unausweichlichkeit der menschlichen Natur und die Unveränderlichkeit der Zustände in Nichts auflöst und den Sehenden vor vollendete Tatsachen stellt.

Fortsetzung folgt…

Montag, 16. Dezember 2013

Tag 156 - Anspruchsdenken [SV 2] Identität als Wahnvorstellung

"CONSUMED By The Idea of Yourself" - Charcoal and Chalk Pastel on Paper, 11x14inch, by Andrew Gable


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich durch und als meine Gedanken zu identifizieren und in meiner Gedankenwelt abhängig von Mustern und Vorstellungen zu machen die von meinem Bewusstsein aufgrund ihm zugrundeliegender Programmierungen und Konditionierungen die Idee meiner Existenz konstruieren welche immer nur als interpretiertes Abbild der Wirklichkeit meines Selbst in der Welt eine virtuelle, simulierte Realität darstellt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die systematischen Muster emotionaler Reaktionsverknüpfungen meines Bewusstseins und die tatsächlichen physischen Abläufe, die hervorgerufenen biochemischen Reize des Organismus in Verbindung mit meiner Vorstellungswelt interpretierter Bilder als mein Selbst identifiziert und mein Leben daran ausgerichtet zu haben wie ich mich in meiner bewusstseins-generierten Weltordnung sehe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in dieser Wahnvorstellung meiner Persönlichkeit und meines so mir selbst zugeordneten Platzes in der Wirklichkeit nicht zu erkennen, dass jede Handlung, jeder Versuch des Eingreifens und der Gestaltung, der Beeinflussung und Manipulation meiner Umwelt ganz persönlichen, ausschließlich egoistischen Zielen folgt und ich damit die Konsequenzen für mich und andere in Kauf nehme, ohne sie verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu prüfen, ohne sie anhand meiner vollen Möglichkeit der Wahrnehmung der Wirklichkeit in ihrer Wirkung zu erkennen oder zu verstehen, so dass auch jede missbräuchliche und schädliche Konsequenz durch die persönliche Agenda der Befriedigung künstlicher und unwirklicher Bedürfnisse in meiner eigenen Bewusstseinswelt gerechtfertigt scheint.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, Verhaltensweisen die gegen die Notwendigkeiten meines Handelns im Sinne aller, zum Besten aller, also im Sinne der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes stehen aufgrund der Strukturen und Zusammenhänge des geschlossenen Systems meiner Bewusstseinsprogrammierung und meiner persönlichen Wahrnehmungswelt die allein auf die künstlich kreierten Bedürfnisse aus selbstsüchtigen Motiven ausgerichtet ist zu rechtfertigen und beizubehalten und beispielsweise das Argument des 'freien Willens' als Teil einer illusionären Freiheit des Menschen als Persönlichkeit und als persönliches Interesse dazu zu benutzen, mich vor mir persönlich unangenehmen Notwendigkeiten zu drücken, sie aufzuschieben oder zu ignorieren und dadurch Konsequenzen für mich und andere zu erzeugen, deren Urheberschaft ich mir selbst dann nicht eingestehen möchte und für deren Auftreten ich dann aus dieser Perspektive der Ego-Persönlichkeit und der Wahrnehmung als die Identifikation über meine Gedanken- und Vorstellungswelt Schuldzuweisungen konstruiere um mich vor mir selbst und auch in bewusst manipulativer Argumentation vor anderen als Opfer der Umstände darzustellen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, den konsequenten und dauerhaften Selbstbetrug zu kultivieren und zu einem essentiellen Teil meiner Persönlichkeit werden zu lassen, indem ich in anklagender Weise und durch permanente oder auch sporadische Ignoranz gegenüber meiner Eigenverantwortlichkeit mein persönliches Schicksal auf einem Anspruchsdenken gelagert betrachte, das jeder Grundlage entbehrt und das nicht real ist, sondern allein aus der gedanklichen Konstruktion einer künstlichen Existenz als Persönlichkeit / emotionalen Wahrnehmungsreaktionen und konditionierten Reaktionsprogrammen entsteht und durch seine Realitätsferne und ego-zentrierte Grundlage immer wieder mit der Wirklichkeit kollidiert und vor allem immer dort, wo das persönliche Interesse entgegen der Einheit und Gleichheit allen Lebens steht.



Mittwoch, 21. August 2013

Tag0140 - Separation vom System ist illusorisch und feige

Extra Medium / Foter / CC BY-NC-ND


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich gedanklich abzutrennen von dem „System“, zu glauben ich sei eine isolierte Einheit und ein Opfer der Umstände, während ich tatsächlich eins mit dem System bin und immer war, dass es keine Trennung in dieser Existenz gibt, weil das Leben eins ist, belegt und offensichtlich durch den ununterbrochenen, ständigen Austausch allen Lebens, durch die Notwendigkeit der Co-Existenz und der Unterstützung anderer und der durch andere Lebewesen, seien es Menschen, Tiere, Pflanzen, Insekten, Bakterien oder gar Viren, alles ist das Leben das sich selbst erfährt in der jeweiligen Form und alles ist notwendigerweise nur in Abhängigkeiten existenzfähig, alles befindet sich in kontinuierlichem Austausch mit anderen, mit dem Umfeld, zur Selbsterneuerung oder durch die Nahrungsaufnahme durch Ausscheidung und durch das Atmen, jeder Versuch also sich in gedanklichen Konzepten von dieser Einheit loszusagen, sich zu isolieren ist ein Selbstbetrug und eine reine Vorstellung die nur durch Ignoranz und naiven Glauben im Geist aufrecht erhalten werden kann, sie dient dabei der Vermeidung der Angstauslösenden Erkenntnis dass das Leben ich selbst bin und dass all mein Handeln, Denken und nicht-Handeln Konsequenzen hat für die ich als das Leben die Verantwortung trage und dass ich nur dann, wenn ich diese Verantwortlichkeit auch voll und ganz, bedingungslos akzeptiere auch tatsächlich lebendig, selbstbestimmt und dem ganzen Potential menschlicher Fähigkeiten entsprechend frei bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, das System als etwas zu sehen, das andere bestimmen, das andere gestalten und dass ich mir eingeredet habe, auf den Lauf dieser Dinge keinerlei relevanten Einfluss ausüben zu können, weil ich mich eben in der Selbst verleugnenden Haltung der Isolation, der Opferrolle in ein Glaubenssystem der Selbstherrlichkeit geflüchtet habe und nicht die ganze Bandbreite meiner Verantwortlichkeit für und als das Leben sehen wollte, nicht wahr haben wollte wie viel meiner gewohnten und angenehm gewordenen Verhaltensweisen, die Ablenkungen, die Unterhaltungen und selbstsüchtigen Konsumbedürfnisse durch die ich mich versucht habe zu betäuben, missbräuchlich und für mich als das Leben das ich bin nicht zuträglich, vor allem aber auch für alle anderen schädlich sind und als inakzeptabel verworfen werden müssen, und weil ich nicht wahrhaben wollte, dass die Erfüllung nach der ich i all diesen nutzlosen Verhaltensmustern, den emotional-energetischen Süchten und Selbstbefriedigungen einzig und allein in diesem Befreiungsschlag ud dem Schritt auf diese Angst zu erreicht werden können und dass dann der einzige Bestimmungszweck meines Lebens nur noch der sein kann und muss, ein Leben für alle zu ermöglichen das frei ist, das in Einheit und Gleichheit der Rechte auf Grundbedürfnisse und Lebensnotwendigkeiten in Würde gelebt werden kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in dieser aussichtslosen Haltung mich und mein Leben benutzt und missbraucht zu haben um mich kontinuierlich von meiner Verantwortlichkeit abzulenken, dass ich durch mein täuschendes und manipulatives Verhalten auch missbräuchlichen Einfluss auf andere Leben geübt habe und mir im Angesicht der Konsequenzen immer wieder einzureden versucht habe andere seien dafür verantwortlich.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich in Gedanken von den Systemen anderer Menschen in meiner Wahrnehmung zu trennen, ihre Verhaltensweisen und persönlichen Eigenarten als etwas zu sehen, das außerhalb meiner selbst losgelöst existiert, das von anderen Systemen bestimmt ist mit denen ich selbst nichts zu tun hätte ohne mir einzugestehen, dass es offensichtlich keine Trennung gibt, dass das äußere System eine Projektion und ein Resultat der inneren Systeme der Menschen, ihrer Persönlichkeiten, ihrer erlaubten und akzeptierten Reaktionsmuster und emotionalen Erinnerungsfelder ist, dass der Einfluss auf das äußere, scheinbar bestimmende System eben der eigene Einfluss als das ist was man ist, zu dem man geworden ist und was man sich selbst erlaubt weiterhin zu sein und dass darin eben auch die Verantwortlichkeit des Einzelnen für alle liegt, sich selbst zu verstehen und damit alle zu verstehen, das menschliche Design als Grundlage der Gleichheit und das Design des Lebens als Grundlage der Gleichheit allen Lebens zu erkennen und sich selbst ehrlich, eigenverantwortlich in der Erkenntnis der unumstößlichen Selbst-Existenz, der Wahrheit der Einheit, der gelebten Grundlage des Selbstwertes am Leben, für das Leben auszurichten und neu zu gestalten.

Ich bestimme mich selbst in jedem Augenblick mich der Eigenverantwortung für und als da sleben zu stellen, bei jedem Versuch der Isolation und Abgrenzung meiner Selbst in Gedanken den Selbstbetrug zu erkennen und zu stoppen, zu erkennen, dass ein selbstsüchtiger Weg dahinersteht der Befriedigung und Beruhigung verspricht aber unausweichlich in eine Sackgasse der Handlungsunfähigkeit führt, dass dieser gedankliche Vorgang das eigene Leben beschränkt, einem die Hände bindet und unfähig macht sich selbst zu bestimmen, dass ich mich zum Sklaven emotionaler Regungen und Reaktionen mache deren Ursache mir verborgen bleibt.

Ich bestimme mich selbst in jedem Gedanken der Bewertung und Beurteilung anderer auf der Grundlage eines rein gedanklich-emotionalen persönlichen Maßstabes mich selbst zu stoppen, zu atmen und mir zu vergegenwärtige, dass ich dem Ego, dem Gedankenkonzept der Selbstverblendung folge und dass ich damit mich selbst und das Leben missbrauche ohne dabei irgendetwas zu gewinnen.

Ich bestimme mich selbst in jedem Moment der Beurteilung des Systems, der Wertung bestimmter Zweige der Gesellschaft als solche, bei jedem Versuch mich selbstherrlich über oder auch unter andere zu stellen um entweder mein Selbstwertgefühl imaginär zu erhöhen oder aber meine Angst, Feigheit und Unfähigkeit zur selbstbestimmten Handlung als verantwortliche Veränderung mit der Abwertung meiner Selbst und meiner Bedeutung zu rechtfertigen, diese Gedanken zu stoppen, zu atmen und mir vor Augen zu halten wie beengend und selbstzerstörerisch diese Illusionen und der Glaube daran ist, wie sehr ich mich dadurch zurückwerfe, unterwerfe unter reine Gedankenkonzepte deren Schöpfer ich auch selbst bin und mir in diesem Moment die Möglichkeiten an dieser Einsicht wahrhaftig zu wachsen, daraus wahrhaftige Entwicklung entstehen zu lassen die Freiheit und ein Vorankommen für alle gleichermaßen bedeutet und dass diese eine Entscheidung eben nicht den inneren Programmen der Selbstherrlichkeit und Selbstrechtfertigung zu folgen sondern eine selbstbestimmte Entscheidung unter Berücksichtigung möglichst aller zu treffen während die Eigenverantwortung für diese Entscheidung oberstes Prinzip und gewollt ist die einzige Entscheidung des Menschen für die Freiheit des Lebens überhaupt ist zu vergegenwärtigen.



Montag, 19. August 2013

Tag0139 - In dieser Welt ist alles auf den Kopf gestellt (Teil 1)

Stephen Poff / Foter / CC BY-NC-ND


Das Leben der Menschen und seine Gestaltung liegt nicht mehr in ihren Händen, nicht im Geringsten. Es gibt keine Freiheit, keine Eigenständigkeit und auch keine Individuen. Es ist alles durch gestylt und vorgegeben, programmiert und abgestempelt, Kategorien bestimmter Konsumentenrollen, nichts weiter. Und der Mensch hat diese Beschränkung freiwillig gewählt, er entscheidet sich in jedem Moment seines Lebens erneut dafür und der Grund ist sein Unwille sich seinen Ängsten zu stellen. So beherrschen sie ihn und machen ihn leicht formbar, bieten Ansatz und Hebel zur Manipulation seines Verhaltens. Er hat sich selbst an die Kette gelegt in dem Glauben dadurch Sicherheit und Vorhersagbarkeit der Ereignisse erreichen zu können. Nichts dergleichen ist der Fall, keine seiner Erwartungen ist tatsächlich real eingetroffen. Substitutionen werden in ihn hineinprojiziert, sein eigenes System bietet ihm anstatt seiner Erwartungen käufliche Ersatzleistungen die ihm ein Gefühl der Lebendigkeit vermitteln sollen, die ihm den Eindruck vermitteln er sei eigenständig und das was er ist sei sein freier Wille gewesen. Überall blicken dir verängstigte, zutieft verunsicherte Gesichter entgegen, ob sie aggressiv, demütig, schüchtern oder freundlich selbstbewusst auftreten, immer ist der Trigger ihrer emotionalen Befindlichkeit die Angst, die Angst vor dem Leben, vor der Eigenständigkeit und vor der Verantwortlichkeit für und als das Leben. Nichts kann man aufbauen mit einer Bvölkerung die unwillig ist, sich selbst als Einheit wahrzunehmen und in der der Einzelne die Verantwortlichkeit für das Ganze scheut als sei sie der Teufel persönlich. Und in eben dieser symbolisierten Wahrnehmung aller essentiellen Lebensbereiche, aller Selbstfindungsgrundlagen liegt die Möglichkeit seiner Selbstmanipulation und Selbstbeschränkung ohne dass er überhaupt jemals es gewagt hätte sich über den Tellerrand seiner persönlichen Geschichte zu beugen und die Welt als das wahrzunehmen was sie tatsächlich ist und selbstbestimmt in ihr wirken und leben zu können. Niemals hat der Mensch sich selbst bestimmt, und zu allerletzt in unserer westlichen, scheindemokratisierten Welt. Wir haben Angst vor der Freiheit und proklamieren sie als Deckmantel für unser faschistisches, tyrannisches Regime, für die Projektionen unseres dämonischen, verängstigten und aggressiven Bewusstseins als das wir uns selbst verstümmelt haben.

Nur der Einzelne kann die Entscheidung treffen sich eigenständig zu stellen, sich dem Leben zu stellen in bedingungsloser, selbst-ehrlicher Rechtfertigung vor sich selbst. Der Wahn und der Glaube die Konsequenz sei etwas das anderen widerfährt ist eine naive Illusion und die Barriere die ihn von seiner Mündigkeit und seiner eigenen Würde als menschliches Wesen trennt.


Mittwoch, 10. Juli 2013

Tag0125 - Bullying (Teil 9) - Die Courage selbstbestimmt zu Leben

Jin Jinto / Nature Photos / CC BY-NC-ND


Fortsetzung zu

Tag0124 - Bullying (Teil 8) - Der Mangel an Verantwortung für die Fähigkeiten menschlicher Existenz

Auszug:

"Vom rebellischen Charakter unterscheidet den Menschen der für das Leben selbst und die Anwendung Menschlicher Fähigkeiten zum Wohle allen Lebens einsteht die Nutzung des Bewussten Verstandes zur reflektiven Abwägung von Sinn und Unsinn, wobei der Sinn durch den Wert der Handlung für die Gemeinschaft definiert wird. Das heißt die Abwägung wann und wo Konfrontation und Auseinandersetzung notwendig ist um etwas zu erreichen und wann nicht, frei von persönlichen Ambitionen des Selbstwertes und frei von kurzsichtigem, emotionalen Drang oder Antrieb als rein instinktive Reaktion. Die Verantwortung de Fähigkeit der Analyse von Konsequenzen des eigenen Verhaltens anzuwenden."

Es ist doch nicht schwer zu erkennen, dass jede Persönlichkeitsbildung der dieses grundlegende Fundament der menschlichen Courage fehlt immer auf wackligen Füßen stehe und dass sie zu ihrem eigenen Erhalt lebenslange mentale ideologische Energiezufuhr zur Existenzbestätigung erfordert, ein Aufwand der letztlich zum Scheitern verurteilt ist, so wie jedes Gebilde ohne solides Fundament einstürzen wird. Die erforderliche Energie für den täglichen Selbsterhaltungstrieb des imaginären Egos in einem zerfallenden System ist so enorm, dass jede Idee, jeder Denkanstoß, jede Frage die das Denken oder die Selbstsicht aus diesem Wertekonstrukt heraustragen würde als absurd und unmöglich, bzw. undenkbar abgetan werden muss, denn wenn man auf diesem steinigen und wackligen Pfad der Selbstidentifikation durch ständige,pausenlose Vergleiche und Anpassungen die vertrauten Wege verlassen muss überkommt dich eine unbändige Furcht vr dem totalen Verlust des Selbstwertgefühls. Und natürlich passt das nicht zu dem Schauspiel das der Mensch jeden einzelnen Tag in jeder einzelnen Minute sich und allen anderen vorspielt, es passt nicht zu der Rolle des selbstbewussten Mitglieds einer Illusionären Welt der Glaubenssätze.

Niemand scheint wirklich selbstsicher und eigenständig zu sein in dieser Welt. Jeder verschanzt sich hinter Vergleichen, hinter Auszeichnungen und Zertifikaten der Institutionen. Sprichst du aber den Menschen selbst an, seine Person, bist du kritisch oder hinterfragend diesem Konstrukt gegenüber, dann zeigt sich die Unsicherheit, dann brechen die Ängste hervor und schlagen um sich. Aggression ist die Reaktion der scheinbar zufriedensten Menschen, der Erfolgreichen, Arroganz die der Akademiker und die Anklagende Opferrolle die der Verlierer des Systems, derer die möchten aber nicht können und dennoch nicht ansatzweise genug wirkliches Selbst-Vertrauen haben um die Systeme denen sie sich anzupassen versuchen offen zu hinterfragen.
Vermeidungstaktiken, Vermeidungsverhalten und Aktionen hinter vorgehaltener Hand, das sind die Fähigkeiten die wir uns selbst und unseren Kindern antrainieren. 

Fortsetzung folgt!



Montag, 27. Mai 2013

Tag0100 - Du bist immer allein Teil1 - Leben oder Sterben wir?

Foter.com / Public Domain Mark 1.0




Du bist letztlich immer allein, und das ist dein Glück. Eigentlich ist „letztlich“ der falsche Ausdruck, denn du bist natürlich von Anfang an allein. Du bist allein in dieser Existenz, in diesem Leben, du stehst ganz allein für dich und dein Leben gerade. Du legst auch nicht vor irgendwem Rechenschaft ab, sondern einzig und allein vor dir selbst. Sollte dir das zweifelhafte Glück vergönnt sein den Zeitpunkt deines Todes bewusst zu erleben, dann besteht kein Zweifel, dass du allein das Resümee deines Lebens ziehst. All die Menschen aus deinem früheren Umfeld, deine Familie, deine Freunde, können dich nicht begleiten. Es gibt keine Referenz, es gibt keinen Beistand eines erfahrenen Menschen, niemand kann sich in dich hineinversetzen. Es gibt niemanden, den du um Rat fragen, oder bei dem Du dich Rück versichern könntest, da niemand da ist der diese Erfahrung die du jetzt machst schon einmal gemacht hätte und mit dir darüber sprechen könnte.

Im Leben ist es allerdings genauso, nur dass wir über genügend Zeit und Freiraum verfügen, dass wir ausreichend Abwechslung und Ablenkungen haben, um uns über diese Tatsache hinweg zu täuschen. Wir bauen ein Sozialgefüge auf das uns den Eindruck vermittelt, wir könnten uns über die Relationen und die mentale Angleichung an Verhaltensweisen Wertvorstellungen und Lebensziele anderer unserer eigenen Existenz versichern. Unsere Wahrnehmung allein, Interpretationen der Verhaltensmuster anderer Menschen, ihrer Ideale Vorstellungen und Ziele, sind rein imaginär und existieren in dieser Form lediglich in unseren Gedanken.

Vor kurzem habe ich einen Satz gelesen den ich sehr treffend formuliert finde, eigentlich ist es eine an sich selbst gestellte Frage. Sie lautet frei zitiert: „Vielleicht leben wir nicht, sondern sterben immerfort und die Zeit rast an uns vorbei“
Das Leben ist vom Standpunkt des persönlichen Bewusstseins tatsächlich viel wahrhaftiger wahrgenommen und gelebt, wenn man es als Sterben sieht, und dazu müsste man sich nicht einmal etwas vormachen, denn genau betrachtet läuft alles Leben darauf hinaus. Jeden Tag sollte uns der eigene Endpunkt vor Augen sein, der Tag der Rechenschaft vor uns selbst. Aber auch dafür haben wir Scheininstanzen und Institutionen geschaffen die uns bei diesem Schritt der Annahme unserer Lebensverantwortung vertreten sollen. Die Religionen schaffen dafür ihre Götter und das Paradies, der Atheist hat sein Nichts. Doch beides liegt allein im Glauben verankert, in den Gedanken der Illusion selbst, dem ICH als Person, dem Ego. 

Es ist schon eine Faszinierende Einrichtung, dieses Selbst-Bewusstsein. Es kann eine gesamte Spezies auf Jahrunderte und Jahrtausende hinweg unterjochen und versklaven. Ein hochkomplexes Virus, eine Tödliche Infektion der Existenz.

Doch es ist nicht nur das Bewusstsein allein, es ist die Struktur des Verstandes, das was uns scheinbar zum Menschen macht, das was uns als überlegen darstellt. Wir sind unheimlich stolz, fühlen uns als Krone der Evolution oder eben als Krone der Schöpfung, doch gleichzeitig geißeln wir uns selbst durch  unserem Verstand, wissen nicht warum, wieso wir diese Fähigkeit haben und genau das ist unser Problem. Wir suchen nach einem Sinn, etwas das unser Leben Lebenswert macht. Nicht nur auf individueller Ebene, nein, auch wenn wir glauben uns nur um uns selbst zu kümmern, wenn wir uns für den größten und rücksichtslosesten Egoisten haletn, dienen wir letztendlich dem Grundprogramm unserer Selbstwahrnehmung, der allen menschlichen Handlungen innewohnenden Überheblichkeit des denkenden Seins, der entfremdeten, Illusionären Existenz eines göttlichen, übernatürlichen Strebens. Wir glauben in der Ziellosen Anwendung unserer Möglichkeiten, der Umsetzung aller Denkbarkeiten läge der Antrieb unserer Entwicklung, das nennen wir Fortschritt und diesen Weg beschreiten wir um jeden Preis, mit schwindelerregendem Tempo. Wir fühlen uns innerlich in unserer Existenz so sehr verunsichert, dass wir immer schneller rennen ohne wirklich das Ziel zu kennen. Doch der erste Schriitt ging bereits in die falsche Richtung, der erste Schritt der Flucht vor der Unsicherheit, der Einsamkeit und der Leere war ein verzweifelter, irregeleiteter Schritt direkt ins Maul der Bestie.

Fortsetzung folgt...





Dienstag, 7. Mai 2013

Tag0073 – Das Leben, das bin ich

jonathanrperkins / Foter.com / CC BY-ND




Selbstvergebung und – bestimmung  zu „Weiß ich, wer ich bin...?  Tag0072“

Blog vom 24.04.2013

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich als feststehenden, isolierten Charakter wahrnehmen zu wollen, und meine ‚Art‘ mit der anderer, bzw. Mit der Art die ich anderen Menschen imaginär zugeschrieben habe zu vergleichen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe das Selbstbild als Charakter das ich mir/meiner Persönlichkeit zugeschrieben habe nicht von Grund auf zu hinterfragen, sondern alle emotionalen und erwartungsmäßigen Bedingungen und Ansprüche die ich an dieses Charakterbild gestellt habe ungefragt als natürlich anzunehmen und alle eigenschaften die ich glaubte zu haben aufgrund einprogrammierter Ideale zu bewerten, zu begehren oder abzulehnen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich emotional und moralisch selbst zu bewerten aufgrund Wertstrukturen und Gedankenmuster die nict meine eigenen, sondern von mir angenommene und akzeptierte waren, und dass ich in dieser bedingungslosen Akzeptanz aller einprogrammierten und konditionierten Ideale auch alle erdenklichen und wahrhaftigen Konsequenzen eigenverantwortlich akzeptiert habe, auch wenn ich mir das nie richtig vollends bewußt machen wollte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt udn es zugelassen habe meine eigene Wertigkeit nicht in der Einheit und Gleichheit mit und als das Leben zu erkennen, sondern dem Glauben zu verfallen bestimmte, gedankliche Ideale erfüllen zu müssen um dafür die algemeine Anerkennung zu erfahren, die mir dann wiederum den Wert meiner Existenz bestätigen würde, ohne zu merken wie sehr ich mich dadurch von der Imagination und Bewußtseinsprogramierung anderer, und damit vom System der menschlichen Gedankenwelt selbst abhängig gemacht und meine Eigenverantwortung  und damit auch meine Selbstbestimmung aufgegeben habe.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben das ich bin mich in jedem Moment der Selbstbeobachhtung im Vergleich mit moralisch- gedanklichen Idealvorstellungen einer künstlichen Kultursystematik wie der unseren, die im Grunde ledigich an den Regeln des Profits und des Eigennutzes um jeden Preis ausgerichtet ist – selbst zu stoppen, zu atmen und mir meine Existenz in der Wirklichkeit des lebendigen Moments als körperliches Leben in Einheit und Gleichheit mit allem Leben zu vergegenwärtigen, meine Selbstsicherheit als die eigentliche ‚Natur‘ meiner Existenz wieder wahr- und aufzunehmen und mich in eigenverantwortung und selbstehrlichkeit selbst zu bestimmen, im Einklang mit den Prinzipien der Gleichheit und Gleichwertigkeit des Seins.





Freitag, 19. April 2013

Tag0064 – Fortsetzung Selbstvergebung zu Tag 0063



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meine Vorstellungen von der Wrklichkeit, meine Erwartungshaltungen und aus sogenannten Erfahrungen gewonnene Erkenntnisse über den zu erwartenden Ablauf von Situationen mein Leben, meine Sicht auf das Leben und meine Entscheidungen bestimmen zu lassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, in Ignoranz gegenüber der unerträglichen Ungleichheit, der Qualen und Misshandlungen die im Namen menschlichen Strebens allen Lebensformen angetan werden über meine persönlichen Situationen und Umstände frustriert zu sein, mich in meiner ganzen Existenz, meinem ganzen Verhalten und meiner Teilnahme am Leben beeinflussen und einschränken zu lassen allein auf Grund persönlicher Empfindungen, enttäuschter Erwartungen und Situationsverläufen die nicht meinen 'Vorstellungen' entsprachen, wobei ich mir nicht einmal selbst deutlich machen konnte und wollte, dass diese Vorstellungen und Erwartungen Programme sind die ich in mir erlaubt und zugelassen habe, die ich übernommen und zu meiner Direktive des Lebens gemacht habe ohne sie auf ihre Sinnhaftigkeit, ihre Konsequenzen für mich und das Leben zu prüfen und sie allein aufgrund dder Tatsache, dass sie meiner Persönlichkeitsstruktur als gedankliche Geschichte zuträglich zu sein scheinen, dass sie meine Ideale und angenommenen, akzeptierten emotionalen Konstrukte unterstützen und meinem Ego schmeicheln als Lebensbestimmend für mich zu übernehmen, sie als 'Entschuldigung' bei jeder vermeintlich selbst getroffenen Entscheidung zu benutzen, als sei dieser Weg ein mir von einer höheren Macht auferlegter, den ich gehen müsse um meine Bestimmung zu erfüllen, worin ich mir zugleich eine Entschuldigung und eine Absolution für alle eventuellen Konsequenzen in der Abwendung meiner Eigenverantwortlichkeit und ihrer Abwälzung auf diese 'schicksalhafte Macht' einbilden konnte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mein Potential und meine Lebenssituation nicht konsequent dem Wohl des Lebens zu widmen, meine privilegierte Situation nicht im Sinne allen Lebens zu nutzen um eine möglichst effektive Wendung herbeizuführen, mich für das Leben selbst stark zu machen, anstatt mich mit meinen perslönlichen Stimmungen und Empfindungen, den enttäuschten Erwartungen zu beschäftigen und mich selbst emotional zu bremsen, mich selbstgefällig auszuruhen indem ich mich als Opfer darstelle vor mir selbst und anderen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe von anderen Menschen zu erwarten, dass sie Verständnis für meine Stimmungen aufbringen, dass sie mit mir empfinden und mich in meiner selbstbeschränkung unterstützen, dass ich darin Beistand gesehen habe anstatt in Unterstützung die mir die Augen über meine eigene Verantwortlichkeit für mein Empfinden und das daraus resultierende Handeln hätte öffnen können.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben dazu in jedem Moment in dem ich mir der Programme und emotionalen Muster bewußt werde die in mir automatisiert ablaufen, in jedem Moment in dem ich anfange zu versuchen mich selbst zu rechtfertigen dafür, das ich entweder untätig bleibe, dass ich meinem persönlichen Bedürfnis ohne Rücksicht auf Kosequenzen für andere nachgehe, dass ich in Stimungen verfalle die ohne wahrhaftigen Grund mein Denken, mein Handeln und meine Entscheidungen bestimmen mich zu stoppen, zu einem kompletten inneren und äußeren Halt zu bringen, durchzuatmen und mir zu vergegenwärtigen, dass ic im Begriff bin mich selbst aufzugeben, dass ich mich selbst zum Opfer innerer Gedankenprogramme gemacht habe und in Ignoranz lebe, dass ich hier und jetzt eins und gleich mit allem das Leben, die Existenz bin und dass in der Eigenverantwortlichkeit und Selbstehrlichkeit meine lebendige Kraft und Handlungsmotivation liegt.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 15.04.2013