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Dienstag, 5. Mai 2015

Tag 202 - Selbstbefragung über die Bedeutung von Beziehungen und Freundschaften Teil 2

marhoons / Foter / CC BY-NC-SA


Fortsetzung zu:

Tag 201 - Selbstbefragung über die Bedeutung von Beziehungen und Freundschaften



Auszug:

Der Beweis meiner Behauptungen liegt, neben der Beobachtung des Menschen und menschlicher Auseinandersetzungen während und vor allem nachdem Beziehungen beendet wurden, in der ständigen Erwartungshaltung und den mit ihr verbundenen Enttäuschungen, die immer wieder, fortwährend eintreten aber geduldig und angestrengt ignoriert und übersehen werden, bis auf diejenigen Male in denen sich dann der Frust und die Unzufriedenheit in systemkonformen Momenten die explizit vom Unterbewusstsein ausgewählt werden entlädt. Das heißt der Beweis bleibt einzig und allein jedem selbst zugänglich, wenn er bereit ist sich und seine inneren Reaktionen zu studieren, zu beobachten und sich in Selbstehrlichkeit zu schulen wenn es darum geht die eigenen, tatsächlichen Motive in jedem Moment und in jeder emotionalen Reaktion zu erkennen.

Fortsetzung:

Eine Beziehung wiederum die auf den trügerischen Annahmen einer rein kulturell vorbestimmten Struktur oder der Idee der „Vervollkommnung“ des eigenen Selbst oder des eigenen Lebens basiert ist im Grunde ausnahmslos zum Scheitern verurteilt. Das ist kein Pessimismus, das liegt einfach in der Natur der Sache. Eine Beziehung, egal welcher Art, die auf der Energiebasierten Grundlage von reinen Ideen und Vorstellung aufbaut kann nicht dauerhaft aufrechterhalten werden, ohne an dem einen oder anderen Beteiligten im Übermaß zu zehren. Scheitern bedeutet übrigens nicht nur, dass die Beziehung beendet wird, sondern es sind auch all diejenigen Zustände einer Beziehung gemeint, die lediglich aufgrund der individuellen Wahnideen der Beteiligten bestehen bleiben und mit der Verwirklichung der ursprünglichen Vorstellungen von dieser Beziehung nicht mehr das Geringste zu tun haben. Also vor allem die, in denen jeder nur auf das Einlenken, die Anpassung, die Veränderung des anderen wartet, die also nur auf Hoffnungen beruhen wobei die Beteiligten nicht zu merken scheinen, dass all die Energie und der Aufwand den Sie in dieses emotionale Geflecht hineinlegen vergeblich sind und ihnen das Äußerste Abverlangen. Dabei wäre der Schritt in die Freiheit so einfach und so nahe, nämlich sich schlicht gegenseitig eizugestehen, dass man sich und den anderen belogen hat um dann gemeinsam zu entscheiden, ob es Sinn macht auf der Basis tatsächlicher Gegebenheiten eine neue Übereinkunft zu treffen und den Rahmen in dem jeder einzelne zur Veränderung und Anpassung bereit ist zu besprechen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen. Doch zu diesem Schritt ist eben die selbstehrliche Courage erforderlich sich die Eigenverantwortung einzugestehen die man für sich, seine Entscheidungen und sein Wirken trägt und die Schuldzuweisungen für das Scheitern nicht erfüllbarer Fantasien an den anderen zu beenden.  Dazu sind die Wenigsten gewillt, vielmehr wird die Unausweichlichkeit des Endes einer Beziehung aufgrund dieser Unmündigkeit immer als ein enormer Verlust wahrgenommen und die Reue und der Frust über vertane Zeit und Energie führt zu Wut, Zorn und Hass, emotionale Reaktionen die ebenso irrational und ignorant wie die Beziehung selbst war sind, und ebenso zerstörerisch und unproduktiv. Daher sind auch die Beziehungen die eben ein nebeneinander her Leben in der Hoffnung auf Besserung ohne Aussprache und Offenheit darstellen gescheiterte Beziehungen. Die letzte Konsequenz dieser emotionalen, selbstzerstörerischen Auseinandersetzung ist nur zeitlich verschoben. Am Ende wird diese emotionale Ladung von der Ego-Persönlichkeit als Treibstoff und Nährboden neuer Wahnideen und Überlegenheitsfantasien genutzt, indem die ehemals verbundene Person als bösartig, hinterhältig, verachtenswert, kurz: als Feind imaginär neu gestaltet wird.
Das muss natürlich nicht immer so sein. In aller Regel ist der Ausgang auch nur dann von einer derartigen emotionalen Wandlung gefolgt, wenn ein Partner nach der Trennung einen finanziellen Abstieg in Kauf nehmen muss, also seinen finanziellen, sprich sozialen Status nicht mehr halten kann. Die Angst vor diesem Verlust ist es dann oft auch, die das Festhalten an bereits gescheiterten Beziehungen begründet, und dafür werden unglaubliche Maßnahmen ergriffen und Entscheidungen getroffen, unfassbarer Missbrauch betrieben, wenn beispielsweise in der Hoffnung den Partner zwangsweise binden zu können ein Kind gezeugt wird, aus einem einzigen Grund, einer Angst vor dem Verlust einer eingebildeten, durch das mentale Gedankenkonstrukt einer herbeifantasierten Beziehung getragenen Persönlichkeit.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Mittwoch, 13. August 2014

Tag 181 - Loslösen von emotionalen Reaktionsmustern

giulia.forsythe / Foter / Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)




Emotionale Reaktionen üben auf das Bewusstsein einen starken Reiz aus, sie sind die Grundlage des Egos, der Persönlichkeitsgenerierung, sie haben ein enormes Suchtpotential, denn ihre im Grunde mechanische Wirkungsweise fühlt sich richtig, real und lebendig an. Allerdings ist bei genauerer Selbstuntersuchung das Reiz-Reaktionsmuster eine Entwicklungshistorische Kette von subjektiven Urteilen und Selbstbewertungen, von emotionalen Erlebnissen die in der Erinnerung abgespeichert sind und nun immer wieder als Referenzen zur Bewertung aktueller Situationen herangezogen werden. Daher ist das eigentliche Verhalten beim Befolgen dieser Reaktionsmuster ein nach hinten, in die Vergangenheit gerichtetes, da es ja auf der Vergangenheitserfahrung basiert. Es ist also nie ein progressives, und schon gar kein Vernunft- oder vom Verstand gesteuertes Verhalten. Wie soll aus emotionalen oder auch gefühlsbasierten Reaktionen also – und wir sind als Menschen in dieser Welt heute in allen Sinnesbereichen geradezu Süchtig nach emotionalen Reizen -  etwas entstehen, das dem menschlichen Potential und seinen tatsächlichen Fähigkeiten gerecht werden könnte, ganz zu schweigen von seinem Anspruch auf Erhabenheit, Kultiviertheit, Fortschrittlichkeit und zuoberst seiner Intelligenz? Tatsächlich sind alle Reaktionsmuster die auf diesen persönlichen Werte-Konstrukten emotionaler Erwiderung oder emotionellen Verhaltens basieren eine Beschränkung der eigentlichen Fähigkeit des Menschen Situationen rational zu erkennen und ihren Verlauf ursachenbezogen an bestimmte zielgerichtete Prinzipien anzugleichen unter der Berücksichtigung der Konsequenzen für sich selbst und andere. Und gerade weil er diese Fähigkeit zweifelsfrei besitzt ist diese freiwillige Selbstbeschränkung der rein emotionalen Reaktionen eine bewusste Verantwortungslosigkeit die man als Unmündigkeit bezeichnen könnte, wobei eine gewählte Ignoranz den Kern der Sache besser beschreibt, da Unmündig ja zuerst einmal voraussetzen würde, dass man die eigene Fähigkeit zu mündigem, verantwortungsvollem Handeln überhaupt erst annimmt. Verantwortungsvoll und mündig heißt natürlich immer unter der Berücksichtigung der Einsichtsfähigkeit in die Wirklichkeit der gegebenen Verhältnisse zu Handeln, und zwar in genau so weit wie man dazu unter Aufbringung seines gesamten Potentials, also seiner Fähigkeiten im Stande ist. Das emotionale Reaktionsmuster ist eben genau das Gegenteil davon, das Handeln das darauf basiert ist in höchstem Maße subjektiv und noch nicht einmal in der Subjektivität ist es konsequent, denn es bezieht sich letztlich allein auf die gedankliche Bewusstseinsebene und ignoriert die tatsächlichen physischen Bedürfnisse der eigenen Existenz, was sich in der selbstzerstörerischen und kurzsichtigen Natur der Gesellschaftssysteme und der sozialen Beziehungen der Menschen überall auf der Welt zeigt. Beziehungen die auf sozialer Abhängigkeit basieren,  zersetzende Konflikte die ihren Ursprung in reinen Glaubenssystemen haben und entgegen der tatsächlichen Gleichheit der Grundbedürfnisse und der Einsicht in die Möglichkeit einer physischen, gleichberechtigten und unterstützenden Koexistenz aufrechterhalten werden, alltägliches Sucht- und Konsumverhalten das keiner lebensfördernden oder nachhaltigen Entwicklung dient sondern eine Vergeudung der Ressourcen darstellt und vor allem auch eine Verschwendung der Lebenszeit, da es keine dauerhafte, nachhaltige Befriedigung und zu-Frieden-heit schafft. Diese emotionalen Reaktions- und Verhaltensmuster, genährt durch künstlich geschaffene Ängste und durch die Manipulation sozialer Systeme erzeugte Ängste existentieller Not, bestimmen das menschliche Verhalten in einem ungesunden Maß das es einerseits möglich macht uns selbst zu manipulieren und zu beherrschen, uns zu selbstzerstörerischem Denken und Handeln zu verleiten und das es andererseits unmöglich macht Probleme und Situationen jeder Art mit gesundem Menschenverstand zum Wohle aller Beteiligten zu bearbeiten und zu lösen.  Das Erkennen und das Auflösen /  Loslösen von diesen Reaktionsmustern ist daher notwendig um sich und andere vor den Konsequenzen dieser Verantwortungslosigkeit zu bewahren und sich selbst zu befreien, vor sich selbst aufrichtig und selbst-ehrlich gerade stehen zu können um überhaupt Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, was die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben eines Menschen ist, der sich selbst als mündig und Vernunftbegabt bezeichnen will.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich immer wieder von meinen emotionalen Reaktionen auf das Einwirken äußerer Umstände bestimmen zu lassen ohne mir zu vergegenwärtigen, dass diese Emotionen Resultate meiner eigenen Gedanken und Erinnerungen sind und sich auf eine rein persönliche Weltsicht beziehen wodurch sie in der Folge als Reaktion nach außen nicht sinnvoll und zum Besten aller wirken, sondern lediglich den Versuch des Egos darstellen sich das Umfeld auf Kosten anderer ohne Rücksicht den persönlichen Bedürfnissen anzupassen oder aber die Emotion der Frustration aufgrund der eigentlichen Unmöglichkeit dieses Versuchs in eine Beschuldigung nach außen zu wandeln  und in Häme, Wut und Aggression gegen andere zu richten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es immer wieder nicht erkennen wollte, dass dies es Eingehen auf emotionale Reaktionen ein Spiel mit Energien ist, mit Gedanken und Fantasien durch das ich mich selbst, meinen Körper, meine lebendige, physische Grundlage benutze und immer auch andere als Statisten und Protagonisten meiner persönlichen Bewusstseinswelt einzusetzen versuche um die Vorstellungswelt meiner Persönlichkeit, meiner Erinnerungen und Gedanken-Konstrukte mit denen ich mich zu identifizieren gelernt habe zu nähren und für mich am Leben zu erhalten ohne mir dabei einzugestehen, dass eine für alle sinnvolle Lösung, ein verantwortungsvoller Umgang mit mir selbst und anderen in dieser Verhaltens- und Denkweise nicht möglich ist und dass sie einen Missbrauch des lebendigen, physischen Seins darstellt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die eigene Unachtsamkeit und das Zurückfallen in die angelernten und gewohnten Verhaltensmuster egoistischen und Ich-bezogenen Denkens sowie in das Suchtverhalten bezogen auf selbst geschaffene, rein persönliche Bedürfnisse entgegen dem besseren Wissen um den Schaden den ich dadurch nicht nur für mich selbst sondern auch für andere verursachen kann durch meine Gedanken und persönlichen Wertsysteme zu rechtfertigen und den Grund dafür im Verhalten anderer zu suchen, oder besser gesagt in meiner konstruierten Interpretation des Verhaltens anderer.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich selbst und meine Selbstbestimmung auf dem Weg der Selbstbefreiung von der bewusstseinsbasierten Verblendung und Ablenkung von der Einheit und Gleichheit der physischen Existenz, Hier als das Leben, immer wieder zu boykottieren um dadurch meinem Ego in der Rechtfertigung des emotionalen Denkens, der Schuldzuweisung und Anklagenden Haltung wieder Nahrung zu geben.



Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in dem Moment in dem ich die emotionale Reaktion körperlich wahrnehme meine Gedanken zu stoppen, zu atmen und mich dadurch in den Moment und die Wirklichkeit meiner physischen, atmenden Existenz in das Hier aus den Gedanken und dem Bewusstsein zurückzuholen um die Situation unbeeinflusst von emotionalen Projektionen und Interpretationen in Einheit und Gleichheit zu durchleben, selbstbestimmt und im Sinne des Besten für alle in diesem Moment.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in Einheit und Gleichheit n dem Moment in dem mir ein emotionales Verlangen nach einer Reaktion, einer energetischen Aufladung meines Bewusstseins, der Befriedigung eines Bedürfnisses meiner Ego-Persönlichkeit in den Sinn kommt mich zu stoppen, durchzuatmen, mich bewusst und unbeeinflusst zu fragen was und wozu dieses Bewusstseinskonstrukt existiert und warum/zu was mich bestimmen soll, die Ursache und Konsequenz die das Nachgeben hat / hätte zu verstehen damit ich tatsächlich als Mensch selbstbestimmt und in Einheit mit dem leben die Verantwortung für mein Denken und Handeln übernehmen und zu ihr stehen kann in jedem Augenblick des Lebens.

Ich bestimme mich selbst als Mensch in Einheit und Gleichheit mir immer wieder die rationale Einsicht vor Augen zu halten, dass die Befreiung von den emotionalen Reaktionsmustern und der Fremdbestimmung durch die Bewusstseins-Konstrukte ein schrittweiser Prozess sind und dass eine emotionale Reaktion der Frustration wenn ich eine Niederlage oder einen Rückfall bei mir erkenne ebenso eine Falle der Bewusstseinsgesteuerten Ego-Identifikation ist und in keiner Weise eine dem Besten aller dienende und konstruktive Verhaltens-/Denkweise.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben auf den Weg in ein Leben ohne die Fremdbestimmung durch Bewusstseinsprogramme, ein Leben das stabil und Hier in Einheit und Gleichheit diese auch  lebt, annimmt und in jeder Situation umsetzt, welche Widerstände sich auch ergeben, im Sinne des Lebens, und in vollem Bewusstsein der Verantwortung für alles Leben und die Konsequenzen jeden Denkens und Verhaltens.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in Einheit und Gleichheit durch mein Handeln und Denken jetzt und zukünftig kein anderes Leben, keine andere Existenz mehr zu missbrauchen um mich als mein bewusstseinsbasiertes Ego zu bereichern oder persönliche, egoistische Bedürfnisse zu befriedigen und sei es auch nur in meiner Vorstellung.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in Einheit und Gleichheit in dem Moment in dem ich mich selbst schuldig fühle aufgrund eines  Rückfalls in alte Verhaltens- und Denkmuster und mich selbst be- und verurteile um mich auf den emotionalen Weg der Lethargie und / oder der depressiven Verstimmung begebe, mich zu stoppen, bewusst zu atmen, mich in den Moment des physischen, atmenden Seins zurückzubringen und mich selbstbestimmt durch das Reaktionsmuster zu bringen in der Einsicht/Erkenntnis, dass diese Gedankenkonstruktion keine Lösung des Problems, sondern vielmehr seine Ursache überhaupt darstellt.

Freitag, 30. Mai 2014

Tag 170 - Psychologie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen Teil 10 "Gewalt" II

Mysealia / Foter / Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)




Fortsetzung zu

Tag 168 - Psychologie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen Teil 9 "Gewalt" I



Wie oft findet man sich in einer Situation in der man verschiedene Reaktions-Optionen durchgeht oder sich zu bestimmten Handlungen gedrängt fühlt, in denen man sich aber stoppt und zwingt etwas anderes, etwas angepasstes, situationsbedingt konformes zu tun? Das passiert ständig, in nahezu jeder sozialen Interaktion mit Menschen. In Gesprächen am Arbeitsplatz, in der Familie und in anderen privaten Bereichen, man handelt nach kulturellen und gesellschaftlichen Normen. Wo bleibt man aber selbst dabei? Wo steht man selbst wirklich? Weiß man das überhaupt? Bleibt eigentlich noch Zeit bei dieser anstrengenden Schauspielerei, den Manipulationen, den Verschleierungen und den Versuchen die Absichten und Erwartungen anderer zu erahnen, dass man sich überhaupt noch selbst wahrnimmt? Und wenn man sich wahrnimmt, wie sicher kann man sein, dass diese Intuitionen, diese inneren Wünsche und Verlangen, das Bedürfnis auf bestimmte Weise zu reagieren und zu handeln nicht auch eine fremdgeprägte Programmierung sind? Und tatsächlich, das meiste davon ist vorprogrammiert, angelegt in den ersten, subtilsten Momenten der Bewusstseinsentwicklung  und der Entstehung des Gedankensystems auf der Grundlage des lebendigen Wachstums unserer körperlichen Existenz. Wir können uns überhaupt nicht auf unsere Ahnungen, Empfindungen, Abneigungen und Vorlieben verlassen, sie sind nicht wirklich unsere eigenen und daher definieren sie auch nicht das eigentliche Selbst.

Die Motive geben einen Hinweis darauf, denn die Motive der Handlungsweisen sind oft sehr kurzfristig orientierte, auf den Moment bezogene Sicherheitsmechanismen. Man versucht unangenehme Konfrontationen zu vermeiden, man versucht das Gegenüber wohlgesonnen zu halten oder aber zu provozieren, je nachdem worin die eigenen Ziele bestehen. Doch bei aller Anstrengung sind die wahren Gründe dieser Ziele, die man als persönliche Ziele wahrnimmt, nicht wirklich ergründet, nicht wahrhaftig klar und deutlich.

Tatsächlich ist es so, dass man bei genauer Überlegung, bei durchdachter Handlung und selbstehrlicher Prüfung der eigenen Motive und Ziele sich immer weiter von jeder Lösung oder Option die Gewalt beinhaltet entfernt. Es kristallisiert sich heraus, dass der spontane Wunsch nach Gewalt, nach einer Handlung die direkten physischen Schmerz und Schaden verursacht, in den allermeisten Fällen eine reine Reaktion ist deren Antrieb man selbst nicht versteht und daher ist man in dem Moment in dem man diesem Impuls folgt weder ein „starker“ Mensch, noch ein Individualist oder ein rebellischer Charakter oder gar ein Held. Man ist nichts weiter als ein Sklave, ein ausführendes Organ das Befehle eines Programms befolgt, dessen Urheber unzählbare Faktoren sind, aber in keinem Fall das Selbst allein. Tatsächlich ist man selbst nicht einmal das ausführende Organ, sondern das Selbst als eigenverantwortliche, eigenständige und verantwortungsbewusste Direktive tritt bei einer solchen Reiz-Reaktion völlig in den Hintergrund und es ist keineswegs so wie allgemein häufig angenommen, dass in dem Moment der spontanen Handlung etwas wie ‚natürlicher‘ und daher auch ‚guter‘ oder zumindest ein legitimierter Instinkt zutage träte und daher die Verantwortlichkeit für diese Instinktiven Handlungen bei einer Instanz wie der Natur oder etwas anderem übermenschlichen, sich unserem Einflussbereich entziehenden läge. Das ist eine religiös verblendete Wahrnehmung die wiederum dem Schutz der ego-Persönlichkeit und der Rechtfertigung der eigenen Untätigkeit dienen soll. Sie ist bei genauerer Betrachtung so überaus lächerlich und heuchlerisch, dass man abgestoßen von sich selbst sein könnte.

Der Wunsch Gewalt auszuüben ist ein Wunsch nach Macht und wie jedes Bedürfnis nach Macht über einen anderen Menschen entspringt dieser Wunsch einer Angst. Der Angst vor Übervorteilung, der Angst davor hintergangen oder ausgenutzt, manipuliert und herabgesetzt zu werden.

Fortsetzung folgt...

Freitag, 7. Februar 2014

Tag 167 - Psychologie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen Teil 8

Foter / Public Domain Mark 1.0


Fortsetzung und Ende des Exkurses 'Verhaltensmuster Arroganz'

Tag 166 - Psychologie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen [Exkurs 1: Verhaltensmuster 'Arroganz']

 

Auszug:

"Arroganz ist also ein erlerntes Verhalten an dessen Genese das Umfeld einer Person ebenso beteiligt ist wie die Persönlichkeit selbst. Die Verantwortung für die Entwicklung solcher Persönlichkeitsstörungen* liegt also bei allen beteiligten Personen des direkten Umfeldes einer Person, als auch in der der gesamten Gesellschaft die in ihrer kulturellen Ausrichtung der Werte und Normen eine derartige Entwicklung mit trägt und auch fördert."


Fortsetzung

Arrogantes Verhalten hängt fast immer mit Statuswerten zusammen, die eine Person sich selbst zuschreibt, ihr Eigen nennt oder zumindest glaubt zu besitzen. Diese Statuswerte können materieller Natur sein, aber auch ideelle Werte darstellen, wie beispielsweise eine bestimmte Berufsausbildung, ein Zertifikat der Gesellschaftlich akzeptierten Institutionen, die Arroganz kann aber auch dem Gegenteil dieser gesellschaftlich zertifizierten Überlegenheit entspringen, beispielsweise einem rebellischen Charakter der besondere Eigenschaften die ihn herausstechen lassen aus der allgemeinen Norm sein Eigen nennt und sich in den Augen anderer übe diese bewusste Auffälligkeit einen Wert zuschreibt der einzig in den Reaktionen der anderen ruht, nicht aber etwa auf dem tatsächlichen Ergebnis seiner 'rebellischen' Anstrengungen, denn die sind in dem Fall eines arroganten Rebellen oder Querdenkers lediglich Mittel zum Zweck.

Ganz gleich welcher Art das arrogante, überhebliche Verhalten anderen gegenüber begründet wird, seine unwirkliche und trügerische Natur zeigt sich in der Tatsache, dass man in jedem Fall auf etwas außerhalb seiner Selbst gestützt ist, dass man also absolut identifiziert ist mit einem Hilfsmittel, mit einer Imaginären Krücke aus Gedanken und Glaubenssätzen. Das, was man sich an symbolischem Selbstwert zuschreibt entstammt nicht dem eigenen Selbst, sondern ist geliehen, ausgeborgt und stammt aus einem übergeordneten System bereits bestehender Wertvorstellungen und Ideologien, die ihrerseits bereits der Kontrolle ihrer Schöpfer entglitten sind.
Sie ist also eine Selbstbeschränkung, eine Anpassung an die Ideale anderer, die ebenso beeinflusst und abhängig von ihrem Glauben an die Wahrhaftigkeit dieser Werte sind.

 Exkurs Ende.


Man kann bei alledem nicht oft genug betonen, dass der Lösungsweg des offensichtlichen Dilemmas menschlicher Existenz ein absolut realer, physischer, beweisbarer und direkt beeinflussbarer ist und kein spiritueller Gedankenwahn, kein Glaubenssystem das die Erlösung hinter verschlossenen Augen und Türen zu uns bringen wird kann jemals irgendetwas verändern und wenn wir die Strukturen, die unsere inneren Programmierungen der Selbstsüchtigkeit, der Faulheit und der selbstgerechten Ideologien befriedigen sollen aufrichtig betrachten und ihre grundlegenden Prinzipien und Funktionsweisen durchschauen, dann erkennen wir, dass es genau diese Prinzipien und Funktionen sind, die uns in die Situation der Verlorenheit im Bewusstsein, der Selbstvergessenheit und dem Umherirren in fremdgestalteten Traum- Wunsch- und Gedankenwelten gebracht haben, und dass die Konsequenzen unsere Leidenswege und die vieler Millionen und über die Geschichte hinaus von Milliarden Menschen und anderen Lebensformen sind. Erst wenn wir aus der Versunkenen, ängstlichen Behausung unserer inneren Gedankenwelt heraustreten und uns dem Leben stellen, wenn wir erkennen, dass die hässliche Fratze der Wirklichkeit unser eigenes Werk ist und dass wir dafür verantwortlich sind sie wieder zu heilen, erst dann können wir tatsächliche Veränderung herbeiführen, erst dann können wir dauerhafte, verlässliche, in Fleisch und Blut übergegangene Prinzipien des Lebens als lebensbejahende Organisation bewerkstelligen und umsetzen.

Fortsetzung folgt!

Montag, 16. Dezember 2013

Tag 156 - Anspruchsdenken [SV 2] Identität als Wahnvorstellung

"CONSUMED By The Idea of Yourself" - Charcoal and Chalk Pastel on Paper, 11x14inch, by Andrew Gable


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich durch und als meine Gedanken zu identifizieren und in meiner Gedankenwelt abhängig von Mustern und Vorstellungen zu machen die von meinem Bewusstsein aufgrund ihm zugrundeliegender Programmierungen und Konditionierungen die Idee meiner Existenz konstruieren welche immer nur als interpretiertes Abbild der Wirklichkeit meines Selbst in der Welt eine virtuelle, simulierte Realität darstellt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die systematischen Muster emotionaler Reaktionsverknüpfungen meines Bewusstseins und die tatsächlichen physischen Abläufe, die hervorgerufenen biochemischen Reize des Organismus in Verbindung mit meiner Vorstellungswelt interpretierter Bilder als mein Selbst identifiziert und mein Leben daran ausgerichtet zu haben wie ich mich in meiner bewusstseins-generierten Weltordnung sehe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in dieser Wahnvorstellung meiner Persönlichkeit und meines so mir selbst zugeordneten Platzes in der Wirklichkeit nicht zu erkennen, dass jede Handlung, jeder Versuch des Eingreifens und der Gestaltung, der Beeinflussung und Manipulation meiner Umwelt ganz persönlichen, ausschließlich egoistischen Zielen folgt und ich damit die Konsequenzen für mich und andere in Kauf nehme, ohne sie verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu prüfen, ohne sie anhand meiner vollen Möglichkeit der Wahrnehmung der Wirklichkeit in ihrer Wirkung zu erkennen oder zu verstehen, so dass auch jede missbräuchliche und schädliche Konsequenz durch die persönliche Agenda der Befriedigung künstlicher und unwirklicher Bedürfnisse in meiner eigenen Bewusstseinswelt gerechtfertigt scheint.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, Verhaltensweisen die gegen die Notwendigkeiten meines Handelns im Sinne aller, zum Besten aller, also im Sinne der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes stehen aufgrund der Strukturen und Zusammenhänge des geschlossenen Systems meiner Bewusstseinsprogrammierung und meiner persönlichen Wahrnehmungswelt die allein auf die künstlich kreierten Bedürfnisse aus selbstsüchtigen Motiven ausgerichtet ist zu rechtfertigen und beizubehalten und beispielsweise das Argument des 'freien Willens' als Teil einer illusionären Freiheit des Menschen als Persönlichkeit und als persönliches Interesse dazu zu benutzen, mich vor mir persönlich unangenehmen Notwendigkeiten zu drücken, sie aufzuschieben oder zu ignorieren und dadurch Konsequenzen für mich und andere zu erzeugen, deren Urheberschaft ich mir selbst dann nicht eingestehen möchte und für deren Auftreten ich dann aus dieser Perspektive der Ego-Persönlichkeit und der Wahrnehmung als die Identifikation über meine Gedanken- und Vorstellungswelt Schuldzuweisungen konstruiere um mich vor mir selbst und auch in bewusst manipulativer Argumentation vor anderen als Opfer der Umstände darzustellen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, den konsequenten und dauerhaften Selbstbetrug zu kultivieren und zu einem essentiellen Teil meiner Persönlichkeit werden zu lassen, indem ich in anklagender Weise und durch permanente oder auch sporadische Ignoranz gegenüber meiner Eigenverantwortlichkeit mein persönliches Schicksal auf einem Anspruchsdenken gelagert betrachte, das jeder Grundlage entbehrt und das nicht real ist, sondern allein aus der gedanklichen Konstruktion einer künstlichen Existenz als Persönlichkeit / emotionalen Wahrnehmungsreaktionen und konditionierten Reaktionsprogrammen entsteht und durch seine Realitätsferne und ego-zentrierte Grundlage immer wieder mit der Wirklichkeit kollidiert und vor allem immer dort, wo das persönliche Interesse entgegen der Einheit und Gleichheit allen Lebens steht.



Tag 154 - Selbst als Erfahrungsgeschichte des Egos - Anspruchsdenken [SV]

Alison Christine / Foter.com / CC BY


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe meine Persönlichkeit als die Erfahrungsgeschichte und Fantasie meiner gedanklichen Konstruktion als Charakter und emotionalen Körper über mein Selbst als das Leben zu stellen und damit/dadurch mein Wirken und Handeln in egoistischer Weise benutzt zu haben so dass die Persönlichkeit mit ihren ganz eigenen Zielen, Erwartungen und Vorstellungen entgegen dem gesunden Menschenverstand und entgegen den Prinzipien des Lebens, der Gleichheit und Einheit allen Lebens als imaginär separierte Einheit das Umfeld, also auch andere Lebewesen, andere Menschen also benutzt und manipuliert hat um die erwarteten Reaktionen zu erreichen, bzw. die egoistischen Erwartungshaltungen der gedanklichen Realität zu erfüllen ohne Rücksicht auf Schaden und Missbrauch.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich selbst in meinem Bewusstsein von allem anderen abzutrennen, mir eine Wirklichkeit vorzustellen in der ich eine gesonderte, nur für mich selbst wichtige Rolle spiele und damit der Manipulation und dem Missbrauch am Leben die Grundlage geboten habe mich zu bestimmen, mein Handeln, Denken und Empfinden derart zu manipulieren und zu interpretieren dass es nur dem Zweck der Selbsterfüllung, der ganz persönlichen Agenda dient.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe vor mir selbst zu verschleiern, dass ich mich dadurch emotional verletzlich und unsicher mache, dass ich dann versuchen werde meine emotionale innere Unsicherheit durch die Manipulation anderer im Sinne meiner Erwartungshaltung, dem Drehbuch meiner inneren Realität, zu beseitigen um ein Gefühl der 'passenden Rolle' meiner Persönlichkeit in dieser Existenz zu bekommen ohne dabei in Selbstehrlichkeit mir und dem Leben gegenüber einzugestehen, dass diese Jagd nach emotionaler und Empfindungs-basierter Erfüllung nur im Missbrauch und der Ausbeutung meines Umfeldes enden kann, denn die Realität der bewusstseins-basierten Persönlichkeit, der inneren Vorstellungswelt ist und kann nur für mich, für meine Gedankenwelt verständlich und wirklich gelten so dass die Reaktionen anderer immer nur durch Manipulation erreicht werden können, niemals aber aufgrund wirklichem Willen, einer freien Entscheidung die dem Besten aller Beteiligten dient.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meine persönlichen Bedürfnisse als einen Anspruch zu sehen und für Ihre Erfüllung anderen teilweise die Verantwortung zu übertragen, sei es aus Gründen der Wiedergutmachung wenn ich viel für diese Menschen getan habe oder in einer Erwartungshaltung aufgrund meiner Verbindung/Beziehung zu diesen Menschen und mich dann bei nicht erfüllter Erwartung in Selbstmitleid und Trotz zu verlieren, mich in der Rolle des ausgenutzten und verprellten „Gutmenschen“ zu sehen und mir darin zu gefallen, anstatt mich selbst zu fragen was tatsächlich der Grund erstens für die Erwartete Leistung an sich und zweitens für die Nichterfüllung dieser Erwartung ist und warum ich nicht eigenständig und eigenverantwortlich in der Lage war, mir diese Erwartung zu erfüllen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass mich das Denken entlang der Prinzipien eines abhängig machenden und von Angst getragenen Kultursystems derart bestimmt, dass ich andere Menschen in meinen Vorstellungen und Erwartungen dazu benutze ihnen teilweise oder ganz die Verantwortung für mein Befinden, meine Zufriedenheit oder Unzufriedenheit zu übertragen, sie in gedanklichen Konstrukten verantwortlich zu machen, falls ich feststelle, dass sich eine persönliche Erwartungshaltung von mir nicht erfüllen lässt anstatt mit gesundem Menschenverstand und klarer Sicht durch selbstehrliche Analyse die Situation und meinen Standpunkt deutlich zu verstehen, zu erkennen, dass ich auch wenn ich tatsächlich mich selbst und meine Zeit, meine Arbeitskraft und vieles mehr für andere Menschen aufgeopfert habe kein Anspruchsdenken daraus entwickeln kann wenn ich mich gleichzeitig als hilfreichen Menschen betrachten will, da dies auf eine grundlegende Unehrlichkeit vor allem mir selbst gegenüber hindeutet die im Moment der Bereitstellung meiner Hilfe gleichzeitig ein Schuldverhältnis eröffnet, welches reine Vorstellung ist und sozusagen eine Blanko-Verpflichtung bedeuten würde, die unakzeptabel für jeden ist und die auch von mir selbst niemals akzeptiert werden würde.


Montag, 26. August 2013

Tag0142 - Subtile Botschaften und intimes Verlangen nach Anerkennung

by Scott Cook


Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich in meiner Selbstwahrnehmung als ein Image zu sehen, eine Charakterfigur und eine Identität als meine Erscheinung, meine äußere Darstellung und darin Interpretationen und Wertungen zu vollziehen über deren Entstehung und Grundlage ich mir selbst nicht im Klaren bin und dass ich mich und mein gesamtes Leben dadurch von fremdgesteuerten Programmen bestimmen lasse ohne jemals mich selbst zu sehen oder wahrzunehmen und ohne die Möglichkeit mich eigenverantwortlich in jeder Situation und jedem Moment des Lebens selbst zu bestimmen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich selbst und meine Persönlichkeit als das zu sehen, was ich als Erwartung in die Wahrnehmung meiner Partnerin projiziert habe, dadurch mich selbst als abhängig von ihrer Akzeptanz und Anerkennung wahrzunehmen und eine Unsicherheit in meiner Selbstwahrnehmung dadurch zu erzeugen, die in ständiger, unterschwelliger Forderung von Anerkennung, Akzeptanz und Respekt ein Verhaltens- und Denkmuster beherrschender Art erzeugt hat durch das ich bisweilen mein Selbst und meine Selbstwahrnehmung völlig aus den Händen gegeben habe und nur noch in Stimmungen, Empfindungen und anderen Gefüls- und Emotionsebenen gelebt habe die ich dann als Verhalten nach außen projiziert und als Kommunikationsmittel subtiler Botschaften benutzt habe.

Ich bestimme mich selbst und verpflichte mich selbst in jedem Moment der gedanklichen Abhängigkeit meiner Befindlichkeit und meiner Selbstachtung von der Wahrnehmung anderer oder der ihnen von mir unterstellten und erwarteten Wahrnehmung, mir deutlich zu vergegenwärtigen, indem ich mich als mich selbst atmend in den Moment meiner Existenz als eigenständiges, eigenverantwortliches Wesen zurückhole, dass aus zwei einfachen Gründen meine Selbstwahrnehmung und meine Selbstachtung niemals wirklich und tatsächlich von der Anerkennung oder der Sicht anderer von mir abhängig sein kann, da zum einen meine eigene Interpretation der Wahrnehmung anderer von mir, also dem Bild das sie von mir in ihrem Kopf haben niemals treffend ist und niemals treffend von mir interpretiert werden kann und dass zum anderen der Widerspruch der Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmung anderer an sich eine offensichtlich paradoxe Sicht- und Denkweise ist und nicht wahrhaftig und real zu einer Selbstwahrnehmung als das Selbst das ich bin und schon gar nicht zu tatsächlicher Selbstachtung führen kann, da Selbstwahnehmung nur von sich selbst vor sich selbst angesichts der eigens wahrgenommenen Tatsachen gerechtfertigt werden kann, in eigenverantwortlicher und eigens entschiedener Sicht.



Sonntag, 11. August 2013

Tag0137 - Abwege der Eitelkeiten

zen / Foter / CC BY-NC-SA


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe mich nach Gesichtspunkten äußerer Attraktivität selbst zu bewerten und meine Erscheinung unter Abwägung dieser in Frage zu stellen, sie verändern zu wollen um den Vorstellungen von Attraktivität zu genügen und Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meine Vorstellungen und Wünsche bezüglich meines Erscheinungsbildes nach den Imaginationen die beispielsweise Filme oder Bücher in mir hervorrufen, die bestimmte dort erscheinende Figuren darstellen ausgerichtet zu haben und dadurch ständige Unzufriedenheit oder auch ignorant-naive Zufriedenheit in mir generiert zu haben, je nachdem ob ich den Eindruck hatte diesen imaginären Anforderungen und Erwartungen genügen zu können oder nicht, dass ich dadurch ein mentales Spiel gespielt und mich selbst von der Wirklichkeit und der substantiellen Essenz des Lebens und meiner Verantwortung als das Leben entfernt und entfremdet habe wodurch meine wirkliche Präsenz hier und jetzt, eins und gleich mit allem Leben mir vollkommen aus den Händen geglitten war.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaube und zulasse noch immer im Hintergrund meiner Gedanken- und Vorstellungswelt diese Selbstbewertungen vorzunehmen und dass die gefühlsmäßige Anpassung an bestimmte Verhaltens und Erscheinungsbilder einen Teil meines Lebens, meiner Handlungen und meiner Gedanken bestimmt.

Ich vergebe mir selbst dass ich es erlaube und zulasse, dass meine Stimmungen und mein emotionales Befinden mich noch immer bestimmt und zwar aufgrund meiner eitlen Vorstellungen und selbstsüchtigen Verlangen bestimmte Illusionen darzustellen und dadurch Reaktionen hervorzurufen die meinem Ego und meiner Eitelkeit schmeicheln würden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaube und zulasse durch diese Stimmungswechsel aufgrund meiner Selbstbewertungen und wechselnden Erwartungshaltungen auch mein Umfeld, vor allem mein direktes Umfeld, meine Familie zu belasten, nicht wirklich hier zu sein und gleich und eins im Leben meine Verantwortung für und als das Leben in jedem Moment zu übernehmen.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben dazu, in jedem Moment in dem ich mir eine bildhafte Vorstellung von mir selbst, meiner Wirkung in Verbindung mit emotionalen Erwartungen und Wünschen mache mir zu vergegenwärtigen, dass ich mich selbst dabei verliere, dass ich vorprogrammierten Mustern folge die mir und dem Leben keinen Sinn erfüllen, dass diese Wünsche und Vorstellungen nicht nur unerreichbar sondern auch voll und ganz irreal sind, dass sie sich aus emotionalen und manipulativen Idealen zusammensetzen deren einziger Sinn und Zweck es ist Menschen abzulenken und zu Energie-Junkies und ewigen Konsumenten zu machen, dass mir bei diesem Spiel mit den Emotionen und Eitelkeiten das kostbarste meiner Existenz, mein Selbst, mein Leben als meine Verantwortung verloren geht und ich in der Welt meiner vorprogrammierten Vorstellungen mich als das physische Leben aus Suchtgefühlen und aus Ignoranz missbrauche und benutze.
Ich bestimme mich in jedem solcher Momente dazu durchzuatmen, mich zurück zu bringen in das Hier, und im Atmen mich selbst als das Leben gleich und eins mit allem Leben zu realisieren.


Donnerstag, 8. August 2013

Tag0136 - Überzeugungsversuche sind egoistischer Natur [Warum Psychologie nicht heilt 2]
















Fortsetzung zu
Tag0130/131 - Die eine Entscheidung zur Selbstbestimmung [Warum Psychologie nicht heilt]


Auszug:

"Doch dieser Weg, wenn er auch der einzig wahre Weg zu Selbstbefreiung, zu Eigenständigkeit und Eigenverantwortung, aber vor allem auch zu mehr Selbstbestimmung ist, ist ein schwerer, schmerzhafter Weg. Er verletzt das alte(r) Ego, er provoziert es, regt es auf, macht aggressiv, frustriert und verbittert und eben diese emotionalen Reaktionen sind es, die den Weg aus dieser Verlorenheit in den Emotionalen Mustern und Gedankenbildern weisen, wenn man sich ihrer annimmt, wenn man nicht zu ihnen wird, sondern sie in sich erkennt um sich selbst ganz zu verstehen."


Es ist hoffnungslos und sinnlos sich mit einem Menschen auseinander zu setzen der diesen Weg noch nicht eigenständig und aus freier Entscheidung eingeschlagen hat. Er wird jede Abweichung vom 'normalen' gewohnten Weg der Reaktionen, jede neue Chance als Ego-Spiel interpretieren und dieser Selbstbetrug funktioniert immer, mit jeder noch so offensichtlichen Wahrheit der er sich gegenüber sieht, denn seine Ausgangsprämisse ist bereits fehlerhaft und somit auch jede Schlussfolgerung die er auf dieser Grundlage zieht. Ein Streit oder der Versuch der Überzeugung kann nur zur Eskalation führen, er kann dich selbst nur dazu verleiten ebenfalls in die emotionalen Reaktionsmuster zurückzufallen und damit seine Sicht zu bestätigen, sein banges und neidisches Ego zu beruhigen. Voller Zufriedenheit und selbstgerechter Genugtuung wird er sich dann zurücklehnen und in einem Zustand der Siegesgewissheit und Überlegenheit sich selbst feiern. Das ist das Gegenteil von Support, von Bedingungsloser Unterstützung und beweist nur den eigenen Mangel an Selbstehrlichkeit denn letztlich hat man sich eben aus egoistischen Gründen überhaupt erst auf eine derartige Auseinandersetzung eingelassen in der es um Überzeugung und nicht um von Verständnis und Verstand geprägte Unterstützung geht.
Das ist eben der harte Weg, die Herausforderung an jeden Einzelnen sich einer Welt zu stellen die von Missgunst und durchtriebener Hinterhältigkeit geprägt ist und sich dabei immer wieder selbst auf die Probe zu stellen, sich an sich selbst und eben nicht an den anderen zu messen. Denn am Ende bist du wahrhaftig nur dir selbst gegenüber Rechenschaft schuldig, niemand ist dafür zuständig, niemand ist tatsächlich da um dich zu bestätigen oder dir deinen Wert zuzuschreiben. Du selbst hast ihn, bist dein eigener Beweis für deine Integrität und Standfestigkeit. Erst aus dieser Erkenntnis, die zunächst bitter erscheint erwächst das Selbstvertrauen das dich vertrauenswürdig macht.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich emotional selbst zu beeinflussen indem ich das Verhalten und die Worte einer anderen Person in der Kommunikation nach den meiner Persönlichkeit eigenen Mustern der Vergangenheitsgeschichte und der Erfahrung bewertet und mit emotionalen Verknüpfungen verbunden habe, dass ich mich selbst aus dem Moment heraus in die Geschichte meiner Gedanken und der Vergangenheit getragen habe und somit mir selbst die eigenverantwortliche Möglichkeit genommen habe die Situation mit gesundem Menschenverstand nach der Sachlage und den tatsächlichen Fakten zu behandeln, dass ich in dem Misstrauen das ich als Grund für mein Verhalten als Rechtfertigung mir selbst gegenüber vorgeschoben habe nicht das Misstrauen mir selbst gegenüber erkennen wollte sondern mit der Illusion der Opferrolle und der Schuldzuweisung das Ego-Spiel mit der anderen Person begonnen und fortgeführt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass wir beide in dieser Interaktion unsere Ressourcen des körperlichen Lebens benutzt und missbraucht haben um ein Gedankenspiel auszutragen und fortzuführen das nur dem einen Zweck dient, sich von einem emotionalen und gefühlsmäßigen Moment der Empfindung energetischer Ladungszustände zum anderen zu bewegen ohne jeglichen Sinn und Nutzen für das Leben selbst unter der Verschwendung des Atems und der körperlichen Materie ohne dabei jemals an ein Ziel oder eine Lösung gelangen zu können.

Ich bestimme mich selbst im Moment der emotionalen Reaktion als einem Gefühl des „Verletzt-Seins“ oder der Demütigung durch Worte mir selbst zu vergegenwärtigen wie diese Reaktionen in mir zustande kommen und dass nur ich sie zulasse, mich bewusst atmend in den Moment zurückzuholen und die Möglichkeit diese Strukturen in mir selbst zu verstehen verantwortungsvoll zu nutzen, so dass ich als das Leben gleich und eins mit meinem Gegenüber selbstbestimmt handeln kann um für uns beide eine Unterstützung zu bieten den Weg in das Hier und zum Selbst zurückzufinden.



Mittwoch, 15. Mai 2013

Tag0087 - Ich bin noch immer das Bild in meinem Kopf (Teil 2)

seyed mostafa zamani / Art Photos / CC BY


Blog vom 08.05.2013

Fortsetzung zu Tag0086 - Ich bin noch immer das Bild in meinem Kopf (Teil 1)

Auszug:

"Vielleicht war ich mit bestimmten, vorgefassten Erwartungen in diese Situation gekommen und habe mich dadurch verschlossen und mir die Möglichkeit sinnvoll und für alle Beteiligten geeignet auf die Situationen zu reAgieren verbaut. Es ist durchaus möglich, dass ich positive Erwartungen mit meiner Selbstwahrnehmung als freundlicher, zuvorkommender „Gutmensch“ verknüpft habe und aufgrund der „ent-Täuschung“ der Erwartungshaltung mit Frust und auch mit Trotz reagiert habe, was natürlich auch wenn das Verhalten des Umfeldes feindlich und ungerechtfertigt war nicht gerade zu einer Lösung und Neutralisierung des Konfliktpotentials beiträgt. " 

Erwartungshaltungen:

Aber der Punkt um den es eigentlich geht ist der der Erwartungshaltung überhaupt. Und das ist nun schon der vierte oder fünfte Post in kurzer Folge, ungeplant, der sich mit dieser Tematik auseinandersetzt. Die Erwartungshaltung an das Selbst(bild) und an die Reaktion und das Verhalten des Umfeldes, ein Versuch die Zukunft zu kontrollieren und die Dinge zu Steuern, ohne wirklich die Möglichkeit zu haben alles in Betracht zu ziehen, ganz davon abgesehen ohne zu hinterfragen wie sinnvoll eine solche Dnekweise wirklich ist.

Man darf diese innere Erwartungshatung und ihre ganze, nach bestimmten Kriterien ausgerichtete Struktur auf keinen Fall unterschätzen. Unbeachtet bestimmt sie unser gesamtes Leben, Denken und Handeln selbst dann wenn wir oberflächlich der Meinung sind uns eigenständig und selbstbestimmt durch da sLeben zu bewegen. Sie wirkt mit emotionalen reaktionsmustern, dem sogenannten „Bauchgefühl“, man trifft Entscheidungen aufgrund von Aversionen oder Vorlieben die man selbst überhaupt nicht versteht und die unter Umständen, oder sogar in allen Fällen eine fremdbestimmte Programmierung und nicht etwa eigens getroffene Entscheidungen sind. 

Das Problem ist der uns eingeimpfte mystische Glaube an eine uns wohlgesonnene, natürliche Macht die ohne dass wir uns damit auseinandersetzen müssten letztlich dafür sorgen würde, dass „alles sich zum Guten wendet“. Diesen Glauben tragen wir fast ausnahmslos alle in uns, auch wenn wir überzeugt sind dies nicht zu tun. Wie sonst könnten wir unseren Lebenswandel und all die Konsequenzen die er offensichtlich hat ertragen und verantworten? Wie sonst könnten wir weiter unserer Verschwendungssucht fröhnen, angesichts des unsagbaren Leids, der Zerstörung von Leben und des Schadens den wir uns selbst dadurch zufügen? Wir sind derart programmiert, dass wir daran festhalten, ohne uns umzusehen, ohne innezualten und wenn wir zweifeln sollten dann setzt dieses innere „Gefühl“ ein, dass eine größere, höhere Macht am Werk sei und dass diese auch die Verantwortung für die Geschehnisse hier tragen würde, so dass uns selbst letztendlich keine Schuld trifft, da wir ja nichts weiter als hilflose Spielbälle dieser schicksalhaften Kraft sind, Opfer einer überlegenen Wesenheit.

Es ist ein unvorstellbarer und doch alltäglicher Wahnsinn, und wir haben absolut nichts davon, nur und höchstens  in unserer Einbildung.  Der Preis den wir dafür bezahlen ist unsere Selbstbestimmung und unsere Würde als menschliche Lebewesen. Die Fähigkeiten und Möglichkeiten die uns gegeben sind bringen eben diese Verantwortung der bewußten Selbstbestimmung und der Akzeptanz der eigenen Verantwortlichkeit mit sich und nur ein verängstigter, verunsicherter Geist der sich seiner Feigheit hingibt und die Unterwerfung der eigenverantwortlichen Selbstbestimmung vorzieht kann diese Ausschlagen und seine Freiheit dafür aufgeben sich nicht verantwortlich zu fühlen

In der Konsequenz fühlt er sich allerdings auch nicht mehr lebendig. Diese Kraft und Motivation, die Freude und der Sinn für das Leben sind fremd geworden und gehen verloren in dieser kauernden Haltung, dieser versteckten aber dennoch suchenden Erwartungshaltung. Eine krankhafte Selbstbezogenheit entsteht, eine Sucht nach Ersat für das Leben, das freie Atmen, die Eigenständigkeit, die Wahrhaftigen Bedingungen menschlichen lebens die nicht wirklich ersetzt werden können. Wir suchen nach diesem Gefühl der Lebendigkeit in unserm Geist, in der Interpretation unserer emotionen ohne zu verstehen woher diese kommen und dass sie nur durch unsere Körperlichkeit, das wahre Leben das wir hier sind, generiert werden. Wir streben nach Erlebnissen die wir mit Gedankenkonzeten Verknüpfen, mit derartigen Philosophien die uns vorgaukeln wir müssten unser Versteck im Geist nicht verlassen um wahrhaftig zu leben, wir könnten uns ganz in dieser selbstverliebten Welt der Vorstellungen und energetischen Einbildungsreaktionen verlieren und würden darin irgendwann unsere Glückseligkeit finden. Die äußere Welt sei nur Schein, eine Repräsentatio unserer inneren Selbstherrlichkeit, daher kreieren wir Symbolische Gebilde, Muster die Schlüsselreize darstellen und die gewünschten emotionalen Reaktionen triggern, die uns dann in unserer Interpretation den eindruck von Zufriedenheit und erreichten Zielen vermiteln. All das ist ein Spiel der Energien auf Kosten der tatsächlichen Existenz als Lebendige Wesen, als Organismen, als Leben hier und jetzt in Einheit und Gleichheit in dieser Existenz.