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Mittwoch, 15. Mai 2013

Tag0087 - Ich bin noch immer das Bild in meinem Kopf (Teil 2)

seyed mostafa zamani / Art Photos / CC BY


Blog vom 08.05.2013

Fortsetzung zu Tag0086 - Ich bin noch immer das Bild in meinem Kopf (Teil 1)

Auszug:

"Vielleicht war ich mit bestimmten, vorgefassten Erwartungen in diese Situation gekommen und habe mich dadurch verschlossen und mir die Möglichkeit sinnvoll und für alle Beteiligten geeignet auf die Situationen zu reAgieren verbaut. Es ist durchaus möglich, dass ich positive Erwartungen mit meiner Selbstwahrnehmung als freundlicher, zuvorkommender „Gutmensch“ verknüpft habe und aufgrund der „ent-Täuschung“ der Erwartungshaltung mit Frust und auch mit Trotz reagiert habe, was natürlich auch wenn das Verhalten des Umfeldes feindlich und ungerechtfertigt war nicht gerade zu einer Lösung und Neutralisierung des Konfliktpotentials beiträgt. " 

Erwartungshaltungen:

Aber der Punkt um den es eigentlich geht ist der der Erwartungshaltung überhaupt. Und das ist nun schon der vierte oder fünfte Post in kurzer Folge, ungeplant, der sich mit dieser Tematik auseinandersetzt. Die Erwartungshaltung an das Selbst(bild) und an die Reaktion und das Verhalten des Umfeldes, ein Versuch die Zukunft zu kontrollieren und die Dinge zu Steuern, ohne wirklich die Möglichkeit zu haben alles in Betracht zu ziehen, ganz davon abgesehen ohne zu hinterfragen wie sinnvoll eine solche Dnekweise wirklich ist.

Man darf diese innere Erwartungshatung und ihre ganze, nach bestimmten Kriterien ausgerichtete Struktur auf keinen Fall unterschätzen. Unbeachtet bestimmt sie unser gesamtes Leben, Denken und Handeln selbst dann wenn wir oberflächlich der Meinung sind uns eigenständig und selbstbestimmt durch da sLeben zu bewegen. Sie wirkt mit emotionalen reaktionsmustern, dem sogenannten „Bauchgefühl“, man trifft Entscheidungen aufgrund von Aversionen oder Vorlieben die man selbst überhaupt nicht versteht und die unter Umständen, oder sogar in allen Fällen eine fremdbestimmte Programmierung und nicht etwa eigens getroffene Entscheidungen sind. 

Das Problem ist der uns eingeimpfte mystische Glaube an eine uns wohlgesonnene, natürliche Macht die ohne dass wir uns damit auseinandersetzen müssten letztlich dafür sorgen würde, dass „alles sich zum Guten wendet“. Diesen Glauben tragen wir fast ausnahmslos alle in uns, auch wenn wir überzeugt sind dies nicht zu tun. Wie sonst könnten wir unseren Lebenswandel und all die Konsequenzen die er offensichtlich hat ertragen und verantworten? Wie sonst könnten wir weiter unserer Verschwendungssucht fröhnen, angesichts des unsagbaren Leids, der Zerstörung von Leben und des Schadens den wir uns selbst dadurch zufügen? Wir sind derart programmiert, dass wir daran festhalten, ohne uns umzusehen, ohne innezualten und wenn wir zweifeln sollten dann setzt dieses innere „Gefühl“ ein, dass eine größere, höhere Macht am Werk sei und dass diese auch die Verantwortung für die Geschehnisse hier tragen würde, so dass uns selbst letztendlich keine Schuld trifft, da wir ja nichts weiter als hilflose Spielbälle dieser schicksalhaften Kraft sind, Opfer einer überlegenen Wesenheit.

Es ist ein unvorstellbarer und doch alltäglicher Wahnsinn, und wir haben absolut nichts davon, nur und höchstens  in unserer Einbildung.  Der Preis den wir dafür bezahlen ist unsere Selbstbestimmung und unsere Würde als menschliche Lebewesen. Die Fähigkeiten und Möglichkeiten die uns gegeben sind bringen eben diese Verantwortung der bewußten Selbstbestimmung und der Akzeptanz der eigenen Verantwortlichkeit mit sich und nur ein verängstigter, verunsicherter Geist der sich seiner Feigheit hingibt und die Unterwerfung der eigenverantwortlichen Selbstbestimmung vorzieht kann diese Ausschlagen und seine Freiheit dafür aufgeben sich nicht verantwortlich zu fühlen

In der Konsequenz fühlt er sich allerdings auch nicht mehr lebendig. Diese Kraft und Motivation, die Freude und der Sinn für das Leben sind fremd geworden und gehen verloren in dieser kauernden Haltung, dieser versteckten aber dennoch suchenden Erwartungshaltung. Eine krankhafte Selbstbezogenheit entsteht, eine Sucht nach Ersat für das Leben, das freie Atmen, die Eigenständigkeit, die Wahrhaftigen Bedingungen menschlichen lebens die nicht wirklich ersetzt werden können. Wir suchen nach diesem Gefühl der Lebendigkeit in unserm Geist, in der Interpretation unserer emotionen ohne zu verstehen woher diese kommen und dass sie nur durch unsere Körperlichkeit, das wahre Leben das wir hier sind, generiert werden. Wir streben nach Erlebnissen die wir mit Gedankenkonzeten Verknüpfen, mit derartigen Philosophien die uns vorgaukeln wir müssten unser Versteck im Geist nicht verlassen um wahrhaftig zu leben, wir könnten uns ganz in dieser selbstverliebten Welt der Vorstellungen und energetischen Einbildungsreaktionen verlieren und würden darin irgendwann unsere Glückseligkeit finden. Die äußere Welt sei nur Schein, eine Repräsentatio unserer inneren Selbstherrlichkeit, daher kreieren wir Symbolische Gebilde, Muster die Schlüsselreize darstellen und die gewünschten emotionalen Reaktionen triggern, die uns dann in unserer Interpretation den eindruck von Zufriedenheit und erreichten Zielen vermiteln. All das ist ein Spiel der Energien auf Kosten der tatsächlichen Existenz als Lebendige Wesen, als Organismen, als Leben hier und jetzt in Einheit und Gleichheit in dieser Existenz.




Tag0086 - Ich bin noch immer das Bild in meinem Kopf (Teil 1)

Extra Medium / Beach Photos / CC BY-NC-ND


Blog vom 07.05.2013



Noch immer habe ich Schwierigkeiten mich in dieser Umgebung hier frei zu bewegen. Es mag damit zusammenhängen, dass ich hier von Anfang an eher ablehnend behandelt oder zumindest argwöhnisch empfangen wurde. Extreme und hinterhältige Ablehnung schlug mir vor allen Dingen von einer Person entgegen, und zwar in einer sehr offenen, aggressiven, dreisten und verbohrten Weise. Nicht besonders clever, nicht mit genügend Geschick, aber hartnäckig wurde gegen meine Person intrigiert und gezielt Gerüchte, bzw.Lügen verbreitet. Ich kann auch gar nicht sagen, dass mich das wirklich ernsthaft verletzt hat, denn ich weiß wohl was es mit sogenannten verletzten Gefühlen wahrhaftig auf sich hat und dass man sich selbst etwas vormacht wenn man glaubt jemand anderes könne einem so etwas antun, dennoch war ich ehrlich gesagt etwas geschockt von dieser offenherzigen Gehässigkeit die vor keinen Mitteln Halt gemacht hat um einen Versuch zu unternehmen mir in irgendeiner Weise zu schaden. So wurde letztlich, als keine Provokation mich zu irgendeiner emotionalen Reaktion mehr hinreißen konnte versucht, meine Person in der Umgebung schlecht zu reden, es wurden Lügen über mich verbreitet, an den Haaren herbeigezogene „Informationen“ und erfundene Aktionen die ich gemacht haben soll.Ich habe leider den Fehler gemacht solcherlei Gespräche zunächst durch Zufall und dann gezielt mehrere Male mitzuhören. Eigentlich dachte ich immer, diese Art der Persönlichkeitsstörung, die nach außen gekehrte Schuldzuweisung, die Ablenkung von den eigenen Problemen und Konflikten indem man sich ununterbrochen über ‚andere‘ Menschen unterhält und sich Dinge über sie ausdenkt und einbildet sei mir ausreichend bekannt und tatsächlich ist mir auch sehr deutlich klar warum Menschen so denken und handeln, da ich natürlich wie jeder andere selbst in solchen Mustern gedacht und gehandelt habe.  Allerdings ist es eine ganz andere Erfahrung so etwas am eigenen Leib sozusagen zu „spüren“, vor allem dann, wenn an sich sowieso in einer geschwächten Position befindet, weil man neu in der Gegend ist und mit den Menschen dort noch nicht so bekannt. 

In der Nachschau erinnert mich diese ganze Geschichte, diese Anfangszeit hier an eine Zeit in meiner Jugend oder besser gesagt Kindheit, als ich einmal für etwa ein halbes Jahr aus familiären Gründen die Schule und auch mein gewohntes Umfeld wechseln musste und in dieser Schule extremen Ausgrenzungen und Mobbing sowohl von Lehrern als auch von Schhülern ausgesetzt war. Ich hatte diese Zeit schon fast aus meiner Erinnerung verdrängt, erst im Zuge meiner Selbstarbeit im Bezug auf meine Prüfungsangst und eben diese Thematik hier ist sie mir wieder in den Sinn gekommen.

Nun, es sieht jedenfalls so aus, als ob meine Reaktion auf eine solche Verhaltensweise anderer tiefer geht als ich dachte und dass es nicht ausreichend war wie ich bisher damit umgegangen war. Auch wenn ich mir eine gewisse Gleichgültigkeit und in der Analyse meiner selbst und auch der betreffenden Personen und ihrem Verhalten ein gewisses Verständnis habe zu eigen werden lassen, sitzen in mir und meiner Persönlichkeitsstruktur verankert offensichtlich noch einige wirkungsvolle emotionale Verknüpfungen die undefinierte Ängste und Hemmnisse hervorrufen, wenn es um mich, mein Sebstbild und die Wahrnehmung meiner Person in den Augen anderer geht. 

Vielleicht war ich mit bestimmten, vorgefassten Erwartungen in diese Situation gekommen und habe mich dadurch verschlossen und mir die Möglichkeit sinnvoll und für alle Beteiligten geeignet auf die Situationen zu reAgieren verbaut. Es ist durchaus möglich, dass ich positive Erwartungen mit meiner Selbstwahrnehmung als freundlicher, zuvorkommender „Gutmensch“ verknüpft habe und aufgrund der „ent-Täuschung“ der Erwartungshaltung mit Frust und auch mit Trotz reagiert habe, was natürlich auch wenn das Verhalten des Umfeldes feindlich und ungerechtfertigt war nicht gerade zu einer Lösung und Neutralisierung des Konfliktpotentials beiträgt.

Fortsetzung folgt...




Freitag, 19. April 2013

Tag0067 – Familie Teil2



Natürlich ist es 'common sense', dass eine Familie zunächst sich selbst und für die nächsten Verwandten die Lebensgrundlagen organisiert und sich in dieser Gemeinschaft um ein ausreichend gesichertes 'Fundament' kümmert. Dafür ist es notwendig, dass jeder beteiligte, jeder mündige Part dieser Gemeinschaft eigenverantwortlich und vertrauenswürdig ist und sich selbst wie alle anderen als gleichwertige Mitglieder dieser Gemeinschaft sieht, so dass jeder Beitrag, jede Leistung die er erbringt dem Wohle der gesamten Gemeinschaft dient und keinesfalls zu Lasten eines oder mehrerer Mitglieder ausgelegt sein darf. Diese Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit kann nur in eigenverantwortlicher Selbstbestimmung erreicht und nicht aufgezwungen werden. Sie ist auch nicht angeboren oder von Natur aus angelegt und auf die nächsten Blutverwandten beschränkt. Das Entwickeln und Erlangen dieser Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit ist ein eigens selbst gewollter Prozess, der im Zuge der Mündigwerdung eines Menschen einen erforderlichen Schritt darstellt, nämlich den Schritt aus der ego-zentrierten und leicht naiven Sicht eines Schutzbefohlenen und behüteten Kindes heraus in das eigenständige Leben und in die eigenverantwortliche Selbstbestimmung. Ein Schritt, der in unserer Kultur, in der sogenannten westlichen, ersten Welt im Besonderen geflissentlich übergangen und ignoriert wird. Hier geht man davon aus, allein das älter werden würde den Menschen zu einem vernünftig und verantwortlich handelnden Wesen machen. Ein fataler Irrtum, denn was sich in den sogenannten Erwachsenen unserer Tage zeigt sind zutiefst verbitterte, enttäuschte, frustrierte und aggressiv-selbstsüchtige Charaktere, unausgebildet, unbestimmt und unwissend über die eigene 'Funktionsweise', die Ursache und Wirkung ihrer emotionalen Reaktionsmuster, die Ursache und Wirkung ihrer über die lebensnotwendigen Bedürfnisse hinausgehenden Verlangen und vor allem de Unswissenheit über die Herkunft der eigenen Gedanken, in denen allein sie sich ihre Existenz zu gründen und zu sichern versuchen.
Auch die kulturell geprägte Vorstellung einer Familie als abgegrenztes, sicheres Refugium der Selbstherrlichkeit, als Bestätigung und Rückhalt, als 'sicheren Hafen' in einer unsicheren Welt ändert nichts an der tiefen Verunsicherung und der daraus resultierenden Ängste, die die einzelnen Individuen einer Familie von der Übernahme ihrer Eigenverantwortung und Selbstbestimmung abhalten. Es gibt keine angeborene, auf die nächste Verwandtschaft begrenzte Verpflichtung, keine automatische Anteilnahme oder Empathie. Sie muss eigens und selbstbestimmt gewollt aufrecht erhalten und entwickelt werden, vor allem deshalb weil wir uns so weit von der Einheit die wir im Grunde sind entfernt haben. Die Kinder, die diese Nähe suchen, die die Verbundenheit spüren und sie ausdrücken tun dies nicht im Glauben an eine begrenzte Liebe, sie denken nicht einmal darüber nach, es sei denn wir infiltrieren ihre eigene Bewußtseinsentwicklung mit den Ideologien der Abgrenzung. Sie spüren die direkte Verbindung, sind aber in der Lage eine ähnliche auch zu anderen Menschen aufzubauen, wenn die Eltern als Vertrauenspersonen dies bestätigen. Das ist einfach aus dem Grund notwendig, weil die Erfahrung und Vorbildfunktion offensichtlich anerkannt wird. Wenn all das aber aufgrund kultureller Programmierung und Konditionierung auf reinen Glaubensideologiern basiert, wenn all das nach einem Schema abläuft und in vorbestimmte Bahnen gelenkt wird, dann entsteht eine gestörte Bindung, ein gestörtes Verhältnis des Menschen nicht nur zu anderen Menschen, sondern vor allem auch zu sich selbst, zur eigenen Identifikation, zum eigenen Selbst-Bewußtsein. Er verlernt völlig die eigentliche Aussagekraft seiner Empfindungen und Wahrnehmungen zu verstehen, er nimmt sie nachdem sie durch erzieherische Gehirnwäsche gefiltert wurden als gegeben und alternativlos, vor allem aber als die seinen hin, ohne zu erkennen oder erkennen zu können, dass er fremdbesrtimmt wird. Wenn im Zuge der eigenen Entwicklung dann der Zweifel wächst, wenn er versucht eigenständig zu sein, dann hat er nichts mehr worauf er diese Eigenständigkeit begründen und aufbauen kann. Er muss sich nach programminternen Alternativen und Auswahlmöglichkeiten umsehehn. Und dafür stehen im System all die auf selbstgerechte, eigensinnige Unterhaltung und Ablenkung ausgerichteten Ideologien und Vergnügungen zur Verfügung, die Tretmühlen und Motivationsmechanismen die ihn dazu bringen sich anzupassen, sich durchzumogeln, zu versuchen sich selbst den größtmöglichen Vorteil zu verschaffen ohne Rücksicht auf Verluste. Dieser Vorteil ist aber eine Illusion, er ist im Grunde ein Nachteil da er auf überflüssigem Konsum basiert, da er auf Werten basiert die nicht selbst gewählt, nicht eigenständig erkannt sind, sondern die nur den Anschein haben dem eigenen Willen zu entsprechen. Dieser aber liegt längst unter den Selbstzweifeln begraben und wurde ersetzt durch ängstliche Anpassung und Selbstprogrammierung zu einem Schauspieler, einer heuchelnden Figur.
Auf dieser Grundlage kann keine Gemeinschaft gesunden, sich entwickeln und vor allem nicht allen Beteiligten zum Vorteil gereichen. In einer solchen Gemeinschaft wird letztlich ein letzter Konflikt zum Bruch führen. Vor allem aber wird aus solchen Gemeinschaften, solchen Familien aus ängstlichen Heuchlern und heimtückischen Egos niemals ein starkes, Lebensbejahendes Volk entstehen. Es werden verängstigte Zellen die leicht manipulierbar sind, die sich zu allen erdenklichen Schandtaten und Vergehen am Leben hinreißen lassen in der Hoffnung sie könnten so ihre Angst bewältigen. Das ist das Bild das uns die heutigen Länder und Gesellschaften bieten. Und diejenigen die diese Manipulierbarkeit auszunutzen verstehen sind ebenso verblendet, sie sind lediglich privilegiert durch einen Hauch mehr an Information, sogenannter Bildung, entweder durch den Zufall der Geburt oder durch unrechtmäßige Aneignung und Übervorteilung anderer. Solche Menschen sind es in unserer Welt die die mächtigen Positionen besetzen. Verängstigt, von Selbstzweifeln zerfressen, verbittert, frustriert und besessen süchtig nach energetischer Selbsterfahrung. Der Schein den sie aufrecht erhalten müssen um das Gefühl der Überlegenheit zu wahren, um sich am Neid und der Missgunst, aber auch dern Anerkennung anderer zu laben ist das, was das Meiste dieser Energie verbraucht.
Familie, das ist ein Grundstein der Einheit allen Lebens. Wenn sie nicht ebenso verstanden und gelebt wird, dann ist sie eine erkrankte Zelle eines künstlich geschaffenen, fehlerhaften Organismus der zwar das Potential und die Anlagen der Entwicklung und Entfaltung des Lebens in sich trägt und dadurch in manchen Bereichen den Anschein erweckt sich lebensbejahend und zum Wohl aller zu entwickeln, der aber letztlich nur Zerstörung hervorbringt, und genau das ist der einzige Fortschritt den der Mensch tatsächlich zustande gebracht hat, er hat seine Möglichkeiten, seinen Aktionsradius der Zerstörung vergrößert und verbessert. Er ist jetzt dank seiner missbrauchten Fähigkeiten zu unsagbarer Vernichtung des Lebens fähig, effizient und gründlich. Desweiteren hat er all seine Anstrengungen darauf verwendet, das Wahre Gesicht seiner Wahnhaften Psychopathologischen Entwicklung zu verbergen, hat unendliche Mittel sich selbst zu täuschen, abzulenken und zu betäuben entwickelt um sich sich selbst und der eigenen Angst nicht stellen zu müssen.
Wir haben ein Menschenbild kultiviert, das abstoßender und lebensfeindlicher kaum sein könnte. Wir haben eine heuchlerische, heimtückische sich selbst manipulierende, ausbeuterische und Angstbissige, parasitäre Maschine geschaffen. Nichts von all den 'menschlichen Werten' die wir uns so gerne öffentlich zuschreiben wird gelebt, entspricht der Realität oder ist wahrhaftig. Wenn andere Menschen die Konsequenzen unser aller Ignoranz zertragen müssen, schauen wir weg, und wenn wir nicht mehr wegschauen können, wenn wir helfen müssen, dann sehen wir uns dazu gezwungen und setzen diese Menschen in ein Schuldverhältnis. Wir rechtfertigen das damit, dass unsere Hilfe uns selbst etwas gekostet habe, dass wir verzichten müssten und dass sie uns nun dafür etwas schuldig seien. Und wenn sie uns persönlich nichts bieten können, dann benutzen wir sie zumindest in unseren Gedanken als Sündenböcke, als Rechtfertigungen und Generalschuldige in unseren Lebenslügen. Das mag absurd klingen und das ist es auch, aber es ist die exakte Beschreibung der Denkweise vieler Menschen im Bezug auf die sogenannten Finanzhilfen für Griechenland oder neuerdings Zypern. Andere werden folgen und niemand macht sich die Mühe zu versuchen das System wirklöich zu verstehen. Nichts von diesen Scheinerklärungen entspricht der Wahrheit. Wir helfen nicht, wir kaufen das Land, sie werden in ein Schuldverhältnis gezwungen und zu marionetten der Wirtschaftsmächte. Wir zahlen keinen Cent an diese Länder, das Volk wird nur dumm gehalten und nimmt diesen Knochen dankbar an. Unternommen wird diese Hilfsaktion um den Schein des Systems zu wahren, obwohl der Zusammenbruch dieser Ökonomien deutlich sein Versagen belegen. Und so lassen sich hunderte Beispiele finden, un niemand sieht sich verantwortlich für das Schicksal der Menschen die zuerst unter den Konsequenzen leiden müssen, bis sie ihn selbst treffen. Und selbst dann nicht unbedingt. Wir geben nichts auf Familie, weil wir nichts auf das Leben geben. Das Leben ist die einzige Bindung die unds alle auch entgegen der Bemühungen des Menschlichen Geistes zu separieren und zu spalten eint. Dieser Wahrheit können wir nicht entgehen. Bisher ist der Tod, das Ende der menschlichen Existenz die einzige Schwelle die unumstößlich diese Wahrheit in die Wirklichkeit der menschlichen Individualexistenz bringt. Doch dann ist es viel zu spät, nicht wahr? Wir können uns jetzt dafür entscheiden uns selbst neu am Leben auszurichten, und diese Welt tatsächlich verändern, gesunden, dem Leben zur Freiheit verhelfen. Wir können dafür sorgen, dass unsere Kinder und deren Kinder in Einheit und in wahrer Freiheit leben können. Wir müssen es nur, jeder für sich, in eigener Regie und Verantwortung tun.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 18.04.2013

Tag0066 – Familie Teil 1



Was ist Familie wirklich? Was bedeutet es eine Familie zu gründen? Es sollte doch im Grunde eine Übereinkunft zwischen zwei oder mehr erwachsenen, mündigen Menschen sein ein gemeinschaftliches Leben zu führen, eine innerhalb der gegebenen gesellschaftlichen Strukturen funktionale Lebensgrundlage zu schaffen die beiden und eventuell noch weiteren Menschen die Möglichkeit der eigenen Versorgung, der Sicherheit und der gegenseitigen Unterstützung bietet. Das sind angesichts der Lebensnotwendigkeiten für eine entwicklungsfördernde und angenehme Umgebung sinnvolle und für alle Beteiligten lebensbereichernde Voraussetzungen.

All die kulturellen, durch die Gedanken, Vorstellungen und Ideologien geprägten Zusätze, Blutlinien, Familienehre, die ganze 'wir gegen den Rest der Welt' Idee, sind aufrichtig betrachtet reine Illusionen. Natürlich gibt es erkennbare Verbindungen genetischer Natur, die eine Gruppe von Menschen miteinander direkt verbinden, doch sind diese Kategorisierungen reine Übereinkunft. Man könnte die genetische Verwandtschaft selbstverständlich und ganz wertfrei noch viel weiter fassen. All unsere 'Familienideologien' basieren auf reinem Glauben, sie sind ein veruzweifeltes Festhalten an Konventionen einer Kultur die wir unser Eigen nennen, damit sie uns ein Gefühl der Verbindlichkeit und Sicherheit vermittelt. Die 'Bande', die Vertrautheit, die genaue Kenntnis der Eigenheiten, all das entsteht vor allem durch das enge Zusammenleben, durch die gemeinsame Entwicklung, das Wachsen an- und miteinander. Es ist ein Prozess der Unabhängig von der direkten Abstammung stattfindet und ebenso unter allen Menschen stattfinden könnte. Was uns separiert, was und voneinander 'unterscheidet' und trennt ist einzig und allein unser Bewußtsein und die darin einprogrammierten Ideologien, Werte und Vorstellungen. Daher bieten wir unseren Kindern auch keinen wahren Schutz. Wir gründen Familien mit dem Motiv unsere eigene Persönlichkeit aufzuwerten, unsere Ideologie des Selbst als Ego, als Familienego zu verstärken. Wir akzeptieren die Werte, Normen und Ideologien der Gesellschaft und Kultur ungefragt, folgen Bequem allen Gewohnheiten und halten aus lächerlich anmutender Sentimentalität die absurdesten Werte unserer eigenen Vergangenheitserfahrungen und der oft verklärten Erinnerung an sie hoch und am Leben. Nichts davon zeugt von Vernatwortlichem Denken, Handeln und abwägen, von gesundem Menschenverstand un der Einsicht in die unbequeme, aber der Selbstbestimmung bemäöchtigende Erklenntnis der Zusammenhänge des Lebens, der Einheit allen Lebens und der Verantwortlichkeit für die Konsequenzen der eigenen Akzeptanzen und Erlaubnisse. Unsere Kinder benutzen wir als verlängerten Arm in die vergeistigte Welt in die wir uns vor dem Leben und seiner Verantwortung geflohen haben. Dabei stoßen wir sie in einen Abgrund aus unerträglichen, lebensverachtenden und zerstörerischen Systemen die verselbständigt und unkontrollioert als Konsequenzen und Manifestationen unserer Verblendung und unserer Feigheit vor der Selbstbestimmung die Wirklichkeit bilden. All unsere Familienkonzepte, ihre moralischen, scheinbar menschlich mitfühlenden Grundlagen sind nichts als Heuchelei angesichts der realen Umstände, des Umgangs menschlicher Gemeinschaften mit sich selbst und dem Leben im allgemeinen. Wie könnten wir behaupten eine gesunde, funktionierende und Entwicklungsfördernde Familienstruktur kultiviert hätten, wenn die Gesellschaft die sich aus solchen Familiengebilden kosntituiert selbst nicht verantwortlich Handelt, wenn das gesamtgebilde sich in Abgrenzung und Angst befindet vom Leben, wenn die Kultur, die Wertvorstellungen und Normen der Menschen auf reinen Glaubenssätzen und Fantasien beruhen und mit den Gesetzen, den Bedingungen und offenen Tatsachen der Wirklichkeit immer wieder kollidieren?

Das Leben ist eins, es ist ein System das ineinander verwoben ist ind daher muss das Konzept, die Idee der Familie allumfassend und Übergreifend sein. Es geht aber nicht darum, die kleinen Gemeinschaften und die Idee einer Familienbande generell zu entwerten, es ist natürlich absolut sinnvoll wenn sich die Erzeuger von Nachkommen auch direkt in einer organisierten Gemeinschaft um dessen Wohl kümmern und dass auch deren Eltern und so weiter in diese sich unterstützende Gemeinschaft eingebunden sind. Allerdings darf dort der Gedanke des familiären Zusammenlebens nicht aufhören, denn da beginnt die Ignoranz und die Selbstverblendung als Maßnahme zum Schutz egoistischer Selbstinteressen, der reinen Willensbefriedigung einer auf sich selbst als Ideologisierte Person ausgerichteten Selbstidentifikation die in ständiger Unsicherheit und Angst lebt. Für sie ist die Familie so etwas wie ein geschützter Bereich, ein Hafen des Geistes in dem sie sich als die Persölichkeit geben kann die sie ist, ungeachtet der Konsequenzen, denn innerhalb derartiger kultureller Strukturen in denne die Familie sozusagen abgegrenzt wird von der Gemeinschaft, der ursprünglichen Einheit, sind die Beteiligten durch geselschatlich-kulturelle und auch existentielle Zwänge aneinander gebunden und müssen/können/dürfen innerhalb dieses auserwählten Kreises miteinander auskommen. Sie benutzt die Familie als Nest um von dort aus in die Welt da draußen herauszugehen und sich zu bereichern um dann immer wieder in die kleine begrenzte Gemeinschaft zurückzukehren.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 17.04.2013