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Samstag, 4. Juli 2015

Tag 205 - Zersetzende Prozesse der Gruppen- und Cliquenildung #1

KittyKat3756 / Foter / CC BY



Gruppenbildung ist das verheerendste Element jeder sozialen Gemeinschaft.

In der Gruppenbildung, die den Individuen das Gefühl vermittelt „angekommen“ zu sein, eine Interessengemeinschaft die autark vom Rest der Welt existieren und sich entwickeln könnte, wird das freiheitliche Potential eines jeden Menschen blockiert und wendet sich letztlich gegen ihn selbst, so wie die Gruppen- oder Cliquenbildung sich gegen die Gemeinschaft im Ganzen wendet.

Jede Form der auf Dauer angelegten Gruppierung, bis hin zur Familiären, dort wo sie nicht der reinen, praktischen und gegenseitigen Förderung bei gleichzeitiger Freiheit und Unabhängigkeit dient, ist im Grunde rückständig und der Fähigkeiten es menschlichen Verstandes überhaupt nicht mehr angemessen.

Alle Gruppenbildung idealistischer Art, kultureller und auch politischer Art dient letztlich nur der Sedierung des Verstandes, dem Vermitteln von Gefühlen und Empfindungen, der Beruhigung des Gewissens und der Abwälzung von Eigenverantwortung, und all das findet einzig in der Vorstellungswelt der Individuen, niemals aber wirklich und wahrhaftig real statt.

Die Clique in der Gruppe

Der krankhafte Gedanke der Abspaltung vom Ganzen, der rettenden Flucht in eine abgeschottete Blase der Illusionen wird immer auch in die jeweilige Gruppe mit hineingetragen und zeigt auch dort weiter seinen zersetzenden Charakter. Innerhalb von Gruppierungen  nämlich findet man wiederum Gruppierungen einzelner Individuen, die sich innerhalb dieser Scheingemeinschaft wieder separieren, abheben und absondern wollen. Oftmals sind die ersten innerhalb der Gruppe sich abspaltenden elitäre Führungsgruppen, meistens eine einzige, die sich aufgrund unterschiedlichster Rechtfertigungen als Schöpfer, als Gründer, als die Ältesten, die Weisesten, die stärksten, was auch immer betrachtet. Und selbst wenn sie sich noch so sehr als Gleiche unter Gleichen innerhalb dieser Gruppe darzustellen versuchen, so tritt die Tatsache dieser Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung immer wieder zutage, wenn innerhalb der Gruppe an vorgeschlagenen Ideen oder Vorträgen der elitären Kritik geübt werden sollte, bzw. von einem nicht zu dieser Abspaltung zählenden andere Vorschläge eingebracht werden. Leider geschieht solches Ohnehin äußerst selten innerhalb einer Gruppierung, weil natürlich jeder Teilnehmer dieser Gedankengemeinschaft darauf bedacht ist, die positiven Gefühle die er mit der Sicherheit der Gemeinschaft verbindet nicht zu gefährden. Und das ist eben einer der Faktoren die meine Behauptung der zerstörerischen Kraft von Gruppierungen stützen. Wenn aber Kritik geäußert oder eben scheinbar abgestimmt wird, beobachtet man eben dieses Phänomen der unausgesprochenen Überlegenheitsannahme dieser Führungselite dadurch, dass offensichtlich jeder ihrer Vorschläge und Ideen etwa doppelt so wertvoll geschätzt wird, wie eine gleichwertige eines anderen Gruppenmitglieds. Das kann und sollte jeder für sich selbst herausfinden. Dazu braucht es etwas Beobachtungsgeschick und natürlich Geduld, aber vor allem natürlich die eigene Teilnahme an einer Gruppierung irgendeiner Art. Diese Form der Cliquenbildung innerhalb der Gruppe ist ein zersetzender Prozess der geschwürartig den eigentlichen Zweck der Gruppierung zerstört und sozusagen den Zellkern der Gruppe umprogrammiert. Oftmals geschieht dies nahezu unbemerkt sowohl von den elitären Cliquen als auch von den anderen Teilen, den Individuen der Gruppe.

Von all dem einmal abgesehen bin ich natürlich nicht der Meinung, dass eine Gruppierung von Menschen überhaupt ohne eine Führungselite möglich ist. Es muss eine Autorität und einen Zwang geben, weil nämlich die Menschen obwohl sie die trügerische Sicherheit der Gruppe suchen immer unzufrieden sind wenn sie sich in einer Gemeinschaft verlieren. Doch ist der Grund dafür nicht die Gemeinschaft per se, wäre es die Gemeinschaft des Lebens, des Gesamten in die man sich einfügt, und nicht eine künstliche von Illusionen geprägte. Das Individuum kann sich nur im Gesamten verwirklichen, nicht in einer kleinen, abstrakten Kopie des Lebens das auf mikroskopische Bruchteile reduziert ist. Schon gar nicht, da diese Abspaltung der Gruppe rein illusionär ist. Es ist eine Glaubensfrage. Und wie auch in den Religionen muss es in jeder Gruppierung idealistischer Art eine Führung geben. Und natürlich muss es in dieser Welt der Spaltung, der selbstgeschaffenen Konflikte und Reibungen Gruppen geben. Und wollen wir diese Welt, das Leben selbst wieder vereinen müssen wir damit als eine Gruppe, als eine Gemeinschaft innerhalb der Gemeinschaft beginnen. Ohne eine verlässliche, vertrauenswürdige Führung ist das kaum zu schaffen. Doch was für eine Führung braucht man, damit dieser Gedanke der die Gruppe trägt nicht von eben den menschlichen Programmen korrumpiert wird, die es aufzulösen Gilt? Es muss eine Führung sein die selbst von diesen Prinzipien frei ist, oder aber die sich wahrhaftig als gleich mit allen sieht, selbst mit denen die am Anfang ihrer Entwicklung und der Selbstschau in Hingabe an die Einheit und Gesamtheit des Lebens stehen. Der Unterstützende und leitende Charakter muss immer auch bei seiner Arbeit der Führung in selbstschau an der Aufgabe wachsen können, d.h. selbstkritisch und in keinem Fall totalitär oder elitär sein. Solche Menschen zu finden aber ist nahezu unmöglich, und sollten diese sich einmal doch finden, werden sie irgendwann nicht mehr sein, bevor die Aufgabe erfüllt und auch die Gruppierung obsolet geworden ist. Und das ist ein weiterer Punkt der den Unterschied einer tatsächlich in Einheit mit allem existierenden Gruppierung ausmacht, die Gewissheit dass sie eben nicht auf Dauer ausgelegt ist, sondern ein Ziel verfolgt, dessen Erreichen die Gruppe selbst überflüssig macht. So wie Menschen die sich zusammentun um eine Aufgabe zu erfüllen die einer allein nicht bewältigen kann, deren Erfüllung aber letztendlich allen zugutekommt, nach Erledigung dieser Aufgabe die Gemeinschaft wieder auflösen.


Fortsetzung folgt:

Demokratische Prozesse und Verantwortung

Führung des Selbst und der Beweis der bestätigungsfreien Sicherheit

Montag, 26. August 2013

Tag0142 - Subtile Botschaften und intimes Verlangen nach Anerkennung

by Scott Cook


Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich in meiner Selbstwahrnehmung als ein Image zu sehen, eine Charakterfigur und eine Identität als meine Erscheinung, meine äußere Darstellung und darin Interpretationen und Wertungen zu vollziehen über deren Entstehung und Grundlage ich mir selbst nicht im Klaren bin und dass ich mich und mein gesamtes Leben dadurch von fremdgesteuerten Programmen bestimmen lasse ohne jemals mich selbst zu sehen oder wahrzunehmen und ohne die Möglichkeit mich eigenverantwortlich in jeder Situation und jedem Moment des Lebens selbst zu bestimmen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich selbst und meine Persönlichkeit als das zu sehen, was ich als Erwartung in die Wahrnehmung meiner Partnerin projiziert habe, dadurch mich selbst als abhängig von ihrer Akzeptanz und Anerkennung wahrzunehmen und eine Unsicherheit in meiner Selbstwahrnehmung dadurch zu erzeugen, die in ständiger, unterschwelliger Forderung von Anerkennung, Akzeptanz und Respekt ein Verhaltens- und Denkmuster beherrschender Art erzeugt hat durch das ich bisweilen mein Selbst und meine Selbstwahrnehmung völlig aus den Händen gegeben habe und nur noch in Stimmungen, Empfindungen und anderen Gefüls- und Emotionsebenen gelebt habe die ich dann als Verhalten nach außen projiziert und als Kommunikationsmittel subtiler Botschaften benutzt habe.

Ich bestimme mich selbst und verpflichte mich selbst in jedem Moment der gedanklichen Abhängigkeit meiner Befindlichkeit und meiner Selbstachtung von der Wahrnehmung anderer oder der ihnen von mir unterstellten und erwarteten Wahrnehmung, mir deutlich zu vergegenwärtigen, indem ich mich als mich selbst atmend in den Moment meiner Existenz als eigenständiges, eigenverantwortliches Wesen zurückhole, dass aus zwei einfachen Gründen meine Selbstwahrnehmung und meine Selbstachtung niemals wirklich und tatsächlich von der Anerkennung oder der Sicht anderer von mir abhängig sein kann, da zum einen meine eigene Interpretation der Wahrnehmung anderer von mir, also dem Bild das sie von mir in ihrem Kopf haben niemals treffend ist und niemals treffend von mir interpretiert werden kann und dass zum anderen der Widerspruch der Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmung anderer an sich eine offensichtlich paradoxe Sicht- und Denkweise ist und nicht wahrhaftig und real zu einer Selbstwahrnehmung als das Selbst das ich bin und schon gar nicht zu tatsächlicher Selbstachtung führen kann, da Selbstwahnehmung nur von sich selbst vor sich selbst angesichts der eigens wahrgenommenen Tatsachen gerechtfertigt werden kann, in eigenverantwortlicher und eigens entschiedener Sicht.



Mittwoch, 21. August 2013

Tag0140 - Separation vom System ist illusorisch und feige

Extra Medium / Foter / CC BY-NC-ND


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich gedanklich abzutrennen von dem „System“, zu glauben ich sei eine isolierte Einheit und ein Opfer der Umstände, während ich tatsächlich eins mit dem System bin und immer war, dass es keine Trennung in dieser Existenz gibt, weil das Leben eins ist, belegt und offensichtlich durch den ununterbrochenen, ständigen Austausch allen Lebens, durch die Notwendigkeit der Co-Existenz und der Unterstützung anderer und der durch andere Lebewesen, seien es Menschen, Tiere, Pflanzen, Insekten, Bakterien oder gar Viren, alles ist das Leben das sich selbst erfährt in der jeweiligen Form und alles ist notwendigerweise nur in Abhängigkeiten existenzfähig, alles befindet sich in kontinuierlichem Austausch mit anderen, mit dem Umfeld, zur Selbsterneuerung oder durch die Nahrungsaufnahme durch Ausscheidung und durch das Atmen, jeder Versuch also sich in gedanklichen Konzepten von dieser Einheit loszusagen, sich zu isolieren ist ein Selbstbetrug und eine reine Vorstellung die nur durch Ignoranz und naiven Glauben im Geist aufrecht erhalten werden kann, sie dient dabei der Vermeidung der Angstauslösenden Erkenntnis dass das Leben ich selbst bin und dass all mein Handeln, Denken und nicht-Handeln Konsequenzen hat für die ich als das Leben die Verantwortung trage und dass ich nur dann, wenn ich diese Verantwortlichkeit auch voll und ganz, bedingungslos akzeptiere auch tatsächlich lebendig, selbstbestimmt und dem ganzen Potential menschlicher Fähigkeiten entsprechend frei bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, das System als etwas zu sehen, das andere bestimmen, das andere gestalten und dass ich mir eingeredet habe, auf den Lauf dieser Dinge keinerlei relevanten Einfluss ausüben zu können, weil ich mich eben in der Selbst verleugnenden Haltung der Isolation, der Opferrolle in ein Glaubenssystem der Selbstherrlichkeit geflüchtet habe und nicht die ganze Bandbreite meiner Verantwortlichkeit für und als das Leben sehen wollte, nicht wahr haben wollte wie viel meiner gewohnten und angenehm gewordenen Verhaltensweisen, die Ablenkungen, die Unterhaltungen und selbstsüchtigen Konsumbedürfnisse durch die ich mich versucht habe zu betäuben, missbräuchlich und für mich als das Leben das ich bin nicht zuträglich, vor allem aber auch für alle anderen schädlich sind und als inakzeptabel verworfen werden müssen, und weil ich nicht wahrhaben wollte, dass die Erfüllung nach der ich i all diesen nutzlosen Verhaltensmustern, den emotional-energetischen Süchten und Selbstbefriedigungen einzig und allein in diesem Befreiungsschlag ud dem Schritt auf diese Angst zu erreicht werden können und dass dann der einzige Bestimmungszweck meines Lebens nur noch der sein kann und muss, ein Leben für alle zu ermöglichen das frei ist, das in Einheit und Gleichheit der Rechte auf Grundbedürfnisse und Lebensnotwendigkeiten in Würde gelebt werden kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in dieser aussichtslosen Haltung mich und mein Leben benutzt und missbraucht zu haben um mich kontinuierlich von meiner Verantwortlichkeit abzulenken, dass ich durch mein täuschendes und manipulatives Verhalten auch missbräuchlichen Einfluss auf andere Leben geübt habe und mir im Angesicht der Konsequenzen immer wieder einzureden versucht habe andere seien dafür verantwortlich.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich in Gedanken von den Systemen anderer Menschen in meiner Wahrnehmung zu trennen, ihre Verhaltensweisen und persönlichen Eigenarten als etwas zu sehen, das außerhalb meiner selbst losgelöst existiert, das von anderen Systemen bestimmt ist mit denen ich selbst nichts zu tun hätte ohne mir einzugestehen, dass es offensichtlich keine Trennung gibt, dass das äußere System eine Projektion und ein Resultat der inneren Systeme der Menschen, ihrer Persönlichkeiten, ihrer erlaubten und akzeptierten Reaktionsmuster und emotionalen Erinnerungsfelder ist, dass der Einfluss auf das äußere, scheinbar bestimmende System eben der eigene Einfluss als das ist was man ist, zu dem man geworden ist und was man sich selbst erlaubt weiterhin zu sein und dass darin eben auch die Verantwortlichkeit des Einzelnen für alle liegt, sich selbst zu verstehen und damit alle zu verstehen, das menschliche Design als Grundlage der Gleichheit und das Design des Lebens als Grundlage der Gleichheit allen Lebens zu erkennen und sich selbst ehrlich, eigenverantwortlich in der Erkenntnis der unumstößlichen Selbst-Existenz, der Wahrheit der Einheit, der gelebten Grundlage des Selbstwertes am Leben, für das Leben auszurichten und neu zu gestalten.

Ich bestimme mich selbst in jedem Augenblick mich der Eigenverantwortung für und als da sleben zu stellen, bei jedem Versuch der Isolation und Abgrenzung meiner Selbst in Gedanken den Selbstbetrug zu erkennen und zu stoppen, zu erkennen, dass ein selbstsüchtiger Weg dahinersteht der Befriedigung und Beruhigung verspricht aber unausweichlich in eine Sackgasse der Handlungsunfähigkeit führt, dass dieser gedankliche Vorgang das eigene Leben beschränkt, einem die Hände bindet und unfähig macht sich selbst zu bestimmen, dass ich mich zum Sklaven emotionaler Regungen und Reaktionen mache deren Ursache mir verborgen bleibt.

Ich bestimme mich selbst in jedem Gedanken der Bewertung und Beurteilung anderer auf der Grundlage eines rein gedanklich-emotionalen persönlichen Maßstabes mich selbst zu stoppen, zu atmen und mir zu vergegenwärtige, dass ich dem Ego, dem Gedankenkonzept der Selbstverblendung folge und dass ich damit mich selbst und das Leben missbrauche ohne dabei irgendetwas zu gewinnen.

Ich bestimme mich selbst in jedem Moment der Beurteilung des Systems, der Wertung bestimmter Zweige der Gesellschaft als solche, bei jedem Versuch mich selbstherrlich über oder auch unter andere zu stellen um entweder mein Selbstwertgefühl imaginär zu erhöhen oder aber meine Angst, Feigheit und Unfähigkeit zur selbstbestimmten Handlung als verantwortliche Veränderung mit der Abwertung meiner Selbst und meiner Bedeutung zu rechtfertigen, diese Gedanken zu stoppen, zu atmen und mir vor Augen zu halten wie beengend und selbstzerstörerisch diese Illusionen und der Glaube daran ist, wie sehr ich mich dadurch zurückwerfe, unterwerfe unter reine Gedankenkonzepte deren Schöpfer ich auch selbst bin und mir in diesem Moment die Möglichkeiten an dieser Einsicht wahrhaftig zu wachsen, daraus wahrhaftige Entwicklung entstehen zu lassen die Freiheit und ein Vorankommen für alle gleichermaßen bedeutet und dass diese eine Entscheidung eben nicht den inneren Programmen der Selbstherrlichkeit und Selbstrechtfertigung zu folgen sondern eine selbstbestimmte Entscheidung unter Berücksichtigung möglichst aller zu treffen während die Eigenverantwortung für diese Entscheidung oberstes Prinzip und gewollt ist die einzige Entscheidung des Menschen für die Freiheit des Lebens überhaupt ist zu vergegenwärtigen.



Sonntag, 21. Juli 2013

Tag0127 - Ablenkung von der Endlichkeit des Persönlichen

marsmet532 / Foter / CC BY-NC-SA


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich immer wieder von meinem Leben HIER ablenken zu lassen, mich in Gedanken und Vorstellungen zu verlieren während das Leben selbst an mir vorbeizieht, die Möglichkeiten tätig zu sein, etwas zu schaffen, mich voll und ganz einzusetzen für und als das Leben, an mir und damit am Leben selbst zu arbeiten, am Menschen und seiner Welt, seiner Selbstwahrnehmung, seiner Kontrolle und seiner notwendigen Neugestaltung als Mensch, als Lebewesen um die menschlichen Fähigkeiten dem Leben zuzuführen, sie für das Leben einzusetzen in der gelebten Erkenntnis der Einheit und Gleichheit allen Lebens und der Verantwortlichkeit des menschlichen Seins für sich selbst und das Leben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt und es nicht zugelassen habe mir immer wieder vor Augen zu führen, dass mein Leben vergänglich ist, dass ich in der Zeit die ich als Mensch, in dieser Form des Lebens bin die Möglichkeiten nutzen, mich selbst bestimmen und verstehen muss um dem Leben zur Freiheit von der Unterjochung unter die selbstgeschaffenen Programme des menschlichen Bewusstseins zu verhelfen, um selbst als Beispiel für mich der Beweis der Einheit und Gleichheit des Lebens zu sein und die heuchlerischen Lügen, den Selbstbetrug und die Selbstverstümmelung durch die Ideologien menschlicher Überlegenheit, menschlicher Führungsmoral und dem Glauben an eine erhabene Stellung im Naturgefüge zu entlarven, ihre wahren Ursachen und grundlegenden Motive offen zu legen, aufzuzeigen dass sie der Angst, der Selbstsucht und dem naiven Glauben an die persönliche Geschichte als überdauernde Existenz entspringen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in meiner eigenen Angst vor dem Tod nicht die programmierte Illusion der Selbstliebe als eine Geschichte, eine Vorstellung und Idee von mir selbst zu erkennen die nicht im Ansatz meine eigene ist, deren Werte nicht die meinen sind und deren Funktion allein der Systematik dienen soll, die von uns selbst uns auferlegt ist als Projektion unserer selbstverursachten Ängste, die die konstruierte Figur einer beschützenden Macht darstellt die aus uns selbst entsteht ebenso wie deren Gegenpol als die Ursache unserer Ängste.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich selbst auf dem Weg zur Selbstbefreiung, der Hingabe an das Leben und damit an die Befreiung allen Lebens immer wieder durch meine Bewusstseinskonditionierung, durch meine unbeachteten Ängste und unkontrollierten, unverstandenen emotionalen Muster zu sabotieren und zu bremsen, das ich dabei immer wieder versucht habe die Schuld bei anderen zu suchen, in den Umständen, in dem Verhalten anderer Personen oder aber der Hilflosigkeit die ich mir einbilde als Selbstschutz vor meiner Verantwortlichkeit für und als das Leben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich als ein Bild, eine Geschichte meiner Erinnerungen zu sehen, als eine Projektion geformt aus meiner Interpretation der Reaktionen anderer, des Verhaltens anderer und den Emotionen die ich dabei empfunden habe, dass ich mir nicht klar und bewusst gemacht habe wie sehr ich mich in dieser Selbstwahrnehmung beschränke, aufgebe und zum Spielball äußerer Umstände mache und vor allem auch dass ich für die Konsequenzen für mich und mein Leben, all der Entwicklungen die sich daraus auch für andere ergeben, die Verantwortung trage, da die Entscheidung mich nach den Mustern, den Werten und Vorstellungen die ich anderen unterstelle zu richten, anstatt meine eigenen Vorstellungen, Werte und emotionalen Reaktionen zu verstehen und mich eigenverantwortlich an mir selbst und dem Leben auszurichten, eine selbst getroffene Entscheidung ist.


Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben mir immer vor Augen zu halten, dass jede Entscheidung, in jedem Moment des Tages meine ganze Verantwortung ist, dass ich in diesen Entscheidungen das Leben selbst in Erwägung ziehen muss und klar sehen und verstehen kann, dass alle Ausflüchte die mich dazu bringen sollen für mein Leben nicht die Verantwortung zu übernehmen und sie stattdessen den Umständen, anderen Personen und deren Verhalten zuschreiben sollen ein Selbstbetrug sind und nur die selbstgerechten egoistischen Triebe der konditionierten, künstlich generierten und durch Angst motivierten Persönlichkeit einer Konsumkultur sind, die dem Untergang geweiht ist und für einen bewusst lebenden, verantwortungsbewussten Menschen der sich Gleich mit dem Leben sieht vollkommen inakzeptabel ist.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zu bedingungsloser Selbstehrlichkeit in jedem Moment emotionaler Überwältigung, in jedem Moment der reaktiven Selbstrechtfertigung der Ursache auf den Grund zu gehen und die Ängste mir selbst gegenüber aufzudecken die zu dem emotionalen Sturm geführt haben und mir die Strukturellen Abläufe meiner Gedankenmuster zu vergegenwärtigen um mir selbst vergeben zu können, sie zu lösen und mich neu am Leben auszurichten.

Fortsetzung vorgesehen



Freitag, 19. April 2013

Tag0065 – Wo liegt die Angst? [private post; Teil1]



Ich kann nicht um den Kern herumschreiben. Ich habe versucht einen Blog über diese spezielle Angst zu schreiben, und dabei aufgrund der persönlichen Dinge die dabei eine Rolle spielen und der Öffentlichkeit dieser Blogreihe nicht spezifisch zu werden. Aber das funktioniert nicht, also schreibe ich einen 'privaten' Post, der im Forum steht. Das ist der zweite dieser Art und auf Anfrage kann der Link vergeben werden. 



Sonntag, 25. November 2012

Tag 85 - Leben, Kinder und der Tod / Selbstvergebung



onkel_wart (thomas lieser) / Foter / CC BY-NC-SA
Fortsetzung zu Tag 84 - Leben, Kinder und der Tod

Auszug:

Wieviele unserer eigenen Ängste geben wir an unsere Kinder weiter? Was sind die Konsequenzen und warum sind wir nicht in der Lage eigenverantwortlich uns selbst zu bilden, uns selbst den irrationalen Ängsten zu stellen, sie zu entlarven und zu entmachten anstatt sie in unsere Lebenswelt zu integrieren als seien sie ein natürlicher Bestandteil, als bräuchten wir sie sogar um uns selbst und andere zu kontrollieren und zu maßregeln? Warum wollen wir dabei die verheerenden Konsequenzen in Form von nicht enden wollenden gewalttätigen Konflikten, selbstsüchtigen, rücksichtslosen, das Leben anderer verachtenden Charakterausprägungen, dem Missbrauch der durch die Angst erst ermöglichten manipulativen Kontrolle von Menschen überall auf der Welt, in Familien, in Vereinigungen, in Ländern, nicht sehen? Wahrscheinlich - und hier schließt sich der Kreis - aus Angst. Aus Angst davor zu erkennen, dass wir genau für diese eben genannten Dinge und noch viel mehr eigens die Verantwortung tragen, weil wir eben durchaus in der Lage wären, uns unseren Ängsten zu stellen. Doch auch diese letzte Angst ist vollkommen irrational, da in der Akzeptanz dieser Veranwortung eben genau der Kernpunkt der Selbstbefreiung von der Angst, der Schuld und der Fremdbestimmung liegt, denn die Entscheidung zu selbstbewußter, eigenverantwortlicher Selbstbestimmung befähigt dich zu selbstehrlicher Selbstvergebung und dazu dich selbst neu am Leben auszurichten und - endlich Verantwortung zu übernehmen und zu LEBEN.


Selbstvergebung:

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe ein Selbstbild zu formen und eine gesellschaftliche Kultur zu unterstützen und zu tragen die dieses Selbstbild von Generation zu Generation weitergibt, welches dem Menschen/mir die Vorstellung von sich/mir selbst gemessen an den Werten und Idealen des gesellschaftlich vermittelten Bewußtseins als alleinige und zentrale Identifikationsrelation vermittelt und ihn/mich so in seiner/meiner Selbstwahrnehmung abhängig von äußeren, künstlichen Bedingungen macht und ihn/mich vom Leben, vom lebendig Sein entfremdet und somit auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit und Erträglichkeit des Todes überhaupt erst notwendig macht und in der Unmöglichkeit der Vereinbarkeit irrationaler Identitätsvorstellungen des Selbst mit der rationalen Wahrhaftigkeit des Lebens/des Todes die Angst und Vermeidung erzeugt die zu unvorstellbaren Absurditäten der Selbstverblendung, absichtlichen Irreführungen und unverantwortlichen Erklärunngs-/Rechtfertigungsversuchen gegenüber dem Bewußtsein der Kinder im Umgang mit diesen Tatsachen des Lebens/des Todes führt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich über viele Jahre meiner Angst vor der Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit nicht zu stellen, wodurch ich mir selbst die Möglichkeit genommen habe mich selbstehrlich und eigenverantwortlich meinem Leben und meiner existentiellen Wirklichkeit zur Verfügung zu stellen, selbstbestimmt bewußt zu leben und nicht in die Erklärungen und beruhigenden Versuche anderer einen Selbstgerechten Sinn in der Sterblichkeit zu finden fliehen zu müssen nur um meine Illusion der Selbstidentifikation mit einer mentalen Personifikation als mein 'Name' aufrechterhalten zu können.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe, dass der Tod mir etwas fremdes und aufgezwungenes geworden ist, dass ich im Tod eine negative Ungerechtigkeit sehe anstatt in ihm einfach die vervollkommnende Bedingung und Wirklichkeit des Lebens zu sehen, deren Akzeptanz fast zwangsweise die Rückkehr aus der vergeistigten Lebenswelt in die physische Lebendigkeit und damit das Ende des irrationalen Missbrauchs alles Lebendigen bedeutet, da ich in der Erkenntnis und in der Einsicht der Einheit und Gleichheit allen Lebens als einziges 'Selbstinteresse' nur das Interesse des Lebens selbst sehen kann, wodurch meine Handlungsmotivation durch das Wohl des Lebens, also allen Lebens bestimmt wird und nicht länger durch das vermeintliche Wohl einer programmierten, Ich-fixierten Entität der Vorstellung die Person oder Persönlichkeit genannt wird und über die ich mich irrational identifiziere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, im Umgang mit dem Tod und der Thematisierung des Todes gegenüber Kindern gehemmt zu sein, nur weil ich selbst nicht eigenverantwortlich und selbstehrlich genug war mich von der illusion der eigenen Überwertigkeit als Person zu lösen um mich von der eigenen, irrationalen Angst vor dem Tod zu befreien und dadurch Gefahr laufe diese konsequenzreiche, unkontrollierte Verhaltens- und Lebensweise auch an die Kinder weiterzugeben und meine Vorbild- und Beispielfunktion aus reiner Feigheit und veranwortungslosem Selbstinteresse zu missbrauchen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht erlaubt und zugelassen habe, die einzige Sinnlosigkeit des Todes in den durch den Menschen an sich selbst millionenfach verursachten Toden zu sehen, die eine direkteKonsequenz seiner/meiner Selbstverleugnung als gleichwertige Lebewesen sind, die resultieren aus der rein vergeistigten Identifikation als überwertige 'Idee' einer Person die über dem physischen Leben und seinen Prozessen selbst steht und die eben durch die selbstehrliche, eigenverantwortliche und verstandesgemäße Auseinandersetzung eines jeden Einzelnen mit sich selbst, dem Leben und dem Tod wären, da in diesem Prozess der Selbsterkenntnis nicht nur das Selbst-Bewußtsein aus eigener Selbstbestimmung erwächst und daraus die Verenatwortlichkeit sowie die Selbststeuerung wieder eigenmächtig übernommen wird, sondern weil dieser Prozess auch den weiteren Selbstbetrug und die Selbstverleugnung, die Angst vor dem Leben, der Eigenverantwortung und natürlich auch dem Tod unmöglich macht und das bedeutet, dass ein System, das methodisch Menschen entmachtet, sie zu reinen mentalen Programmen entwickelt die nach belieben angepasst und manipuliert werden können, ganz nach den Prinzipien des Systems, vor allem des sich selbst zerfressenden Geld- und Konsumsystems, keine Nahrung mehr erhält, dass diese so Angeleiteten und zu sich selbst geführten Menschen nicht mehr in dieser Weise missbraucht werden können und vor allem nicht mehr freiwillig die Selbstkontrolle aufgeben, da der Mensch zu solch einem selbstzerstörerischen Schritt allein durch Angst gebracht werden kann.

Ich bestimme mich selbst als das Leben dazu, das Leben und den Tod nicht zu trennen, den Tod nicht mit einer Negativität dem Positiven des Lebens gegenüber zu stellen und durch diese Polarisierung den geistigen Konflikt der Selbstrechtfertigung von Angst und Gegenmaßnahmen der Angst wie Ablehnung, Verdrängung, Zorn, Frust und andere selbstzerstörerische Prozesse der mentalen Selbstzerfleischung zu fördern.

Ich bestimme mich selbst dazu mich jeder verbliebenen Angst vor dem Tod und deren Ursachen zu stellen, sie zu offenbaren und mir selbst zu vergeben. Ich sehe deutlich dass diese Angst irrational und gegen die grundlegenden Prinzipien des Lebens steht und ich sehe natürlich auch die Reaktion des Selbsterhaltungstriebes, also das Verhindern einer das Leben unnötgerweise gefährdenden Situation nicht als Angst vor dem Tod sondern als eine dem gesunden Menschenverstand folgende, rein physische Entscheidung die ebenso auch dem Verstand zur Selbsterkenntnis und zur Erkenntnis der inakzeptablen Zustände die der Mensch in seiner vergeistigten Verwirrung und seinem überwertigen Wahn des reinen Selbstinteresses kreiert hat dienen kann wie die wertfreie Einsicht und Akzeptanz der eigenen Endlichkeit als Chance sein Leben wieder eigenverantwortlich am Wohl des Lebens selbst auszurichten in der Aussicht im Tod mit sich allein und vor sich allein für seinen eigenen Lebensweg, die eigenen Entscheidungen und deren Konsequenzen in Selbstehrlichkeit und Würde stehen zu können.

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