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Samstag, 4. Juli 2015

Tag 205 - Zersetzende Prozesse der Gruppen- und Cliquenildung #1

KittyKat3756 / Foter / CC BY



Gruppenbildung ist das verheerendste Element jeder sozialen Gemeinschaft.

In der Gruppenbildung, die den Individuen das Gefühl vermittelt „angekommen“ zu sein, eine Interessengemeinschaft die autark vom Rest der Welt existieren und sich entwickeln könnte, wird das freiheitliche Potential eines jeden Menschen blockiert und wendet sich letztlich gegen ihn selbst, so wie die Gruppen- oder Cliquenbildung sich gegen die Gemeinschaft im Ganzen wendet.

Jede Form der auf Dauer angelegten Gruppierung, bis hin zur Familiären, dort wo sie nicht der reinen, praktischen und gegenseitigen Förderung bei gleichzeitiger Freiheit und Unabhängigkeit dient, ist im Grunde rückständig und der Fähigkeiten es menschlichen Verstandes überhaupt nicht mehr angemessen.

Alle Gruppenbildung idealistischer Art, kultureller und auch politischer Art dient letztlich nur der Sedierung des Verstandes, dem Vermitteln von Gefühlen und Empfindungen, der Beruhigung des Gewissens und der Abwälzung von Eigenverantwortung, und all das findet einzig in der Vorstellungswelt der Individuen, niemals aber wirklich und wahrhaftig real statt.

Die Clique in der Gruppe

Der krankhafte Gedanke der Abspaltung vom Ganzen, der rettenden Flucht in eine abgeschottete Blase der Illusionen wird immer auch in die jeweilige Gruppe mit hineingetragen und zeigt auch dort weiter seinen zersetzenden Charakter. Innerhalb von Gruppierungen  nämlich findet man wiederum Gruppierungen einzelner Individuen, die sich innerhalb dieser Scheingemeinschaft wieder separieren, abheben und absondern wollen. Oftmals sind die ersten innerhalb der Gruppe sich abspaltenden elitäre Führungsgruppen, meistens eine einzige, die sich aufgrund unterschiedlichster Rechtfertigungen als Schöpfer, als Gründer, als die Ältesten, die Weisesten, die stärksten, was auch immer betrachtet. Und selbst wenn sie sich noch so sehr als Gleiche unter Gleichen innerhalb dieser Gruppe darzustellen versuchen, so tritt die Tatsache dieser Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung immer wieder zutage, wenn innerhalb der Gruppe an vorgeschlagenen Ideen oder Vorträgen der elitären Kritik geübt werden sollte, bzw. von einem nicht zu dieser Abspaltung zählenden andere Vorschläge eingebracht werden. Leider geschieht solches Ohnehin äußerst selten innerhalb einer Gruppierung, weil natürlich jeder Teilnehmer dieser Gedankengemeinschaft darauf bedacht ist, die positiven Gefühle die er mit der Sicherheit der Gemeinschaft verbindet nicht zu gefährden. Und das ist eben einer der Faktoren die meine Behauptung der zerstörerischen Kraft von Gruppierungen stützen. Wenn aber Kritik geäußert oder eben scheinbar abgestimmt wird, beobachtet man eben dieses Phänomen der unausgesprochenen Überlegenheitsannahme dieser Führungselite dadurch, dass offensichtlich jeder ihrer Vorschläge und Ideen etwa doppelt so wertvoll geschätzt wird, wie eine gleichwertige eines anderen Gruppenmitglieds. Das kann und sollte jeder für sich selbst herausfinden. Dazu braucht es etwas Beobachtungsgeschick und natürlich Geduld, aber vor allem natürlich die eigene Teilnahme an einer Gruppierung irgendeiner Art. Diese Form der Cliquenbildung innerhalb der Gruppe ist ein zersetzender Prozess der geschwürartig den eigentlichen Zweck der Gruppierung zerstört und sozusagen den Zellkern der Gruppe umprogrammiert. Oftmals geschieht dies nahezu unbemerkt sowohl von den elitären Cliquen als auch von den anderen Teilen, den Individuen der Gruppe.

Von all dem einmal abgesehen bin ich natürlich nicht der Meinung, dass eine Gruppierung von Menschen überhaupt ohne eine Führungselite möglich ist. Es muss eine Autorität und einen Zwang geben, weil nämlich die Menschen obwohl sie die trügerische Sicherheit der Gruppe suchen immer unzufrieden sind wenn sie sich in einer Gemeinschaft verlieren. Doch ist der Grund dafür nicht die Gemeinschaft per se, wäre es die Gemeinschaft des Lebens, des Gesamten in die man sich einfügt, und nicht eine künstliche von Illusionen geprägte. Das Individuum kann sich nur im Gesamten verwirklichen, nicht in einer kleinen, abstrakten Kopie des Lebens das auf mikroskopische Bruchteile reduziert ist. Schon gar nicht, da diese Abspaltung der Gruppe rein illusionär ist. Es ist eine Glaubensfrage. Und wie auch in den Religionen muss es in jeder Gruppierung idealistischer Art eine Führung geben. Und natürlich muss es in dieser Welt der Spaltung, der selbstgeschaffenen Konflikte und Reibungen Gruppen geben. Und wollen wir diese Welt, das Leben selbst wieder vereinen müssen wir damit als eine Gruppe, als eine Gemeinschaft innerhalb der Gemeinschaft beginnen. Ohne eine verlässliche, vertrauenswürdige Führung ist das kaum zu schaffen. Doch was für eine Führung braucht man, damit dieser Gedanke der die Gruppe trägt nicht von eben den menschlichen Programmen korrumpiert wird, die es aufzulösen Gilt? Es muss eine Führung sein die selbst von diesen Prinzipien frei ist, oder aber die sich wahrhaftig als gleich mit allen sieht, selbst mit denen die am Anfang ihrer Entwicklung und der Selbstschau in Hingabe an die Einheit und Gesamtheit des Lebens stehen. Der Unterstützende und leitende Charakter muss immer auch bei seiner Arbeit der Führung in selbstschau an der Aufgabe wachsen können, d.h. selbstkritisch und in keinem Fall totalitär oder elitär sein. Solche Menschen zu finden aber ist nahezu unmöglich, und sollten diese sich einmal doch finden, werden sie irgendwann nicht mehr sein, bevor die Aufgabe erfüllt und auch die Gruppierung obsolet geworden ist. Und das ist ein weiterer Punkt der den Unterschied einer tatsächlich in Einheit mit allem existierenden Gruppierung ausmacht, die Gewissheit dass sie eben nicht auf Dauer ausgelegt ist, sondern ein Ziel verfolgt, dessen Erreichen die Gruppe selbst überflüssig macht. So wie Menschen die sich zusammentun um eine Aufgabe zu erfüllen die einer allein nicht bewältigen kann, deren Erfüllung aber letztendlich allen zugutekommt, nach Erledigung dieser Aufgabe die Gemeinschaft wieder auflösen.


Fortsetzung folgt:

Demokratische Prozesse und Verantwortung

Führung des Selbst und der Beweis der bestätigungsfreien Sicherheit

Donnerstag, 15. November 2012

Tag 83 - Wie weit willst du gehen und was sind deine Entschuldigungen dafür, dass du überhaupt keinen Schritt tust?



Die Veränderungen, die notwendigen Veränderungen die wir vornehmen müssen als Menschen sind die Veränderungen an uns Menschen selbst. Wir scheinen eine Art Einstellung entwickelt zu haben die uns immer weiter in die Unmündigkeit 'heranwachsen' lässt, obwohl wir uns einreden wir würden uns weiterentwickeln, reifen und Vernünftiger werden, also das, was wir 'Erwachsen' werden nennen. Es stellt sich heraus, dass wir in unserer Entwicklung in unserem Umfeld, in unserer Familie und der Gesellschaft uns immer als eine Art 'Schützling' sehen, der von einer höheren Instanz 'Betreut' und versorgt wird. Selbst wenn wir irgendwann die Versorgung selbst übernehmen, indem wir uns in die Mechanismen des gesellschaftlichen Systems einfügen und eine 'Arbeit' übernehmen für die wir dann materiell entlohnt werden, stehen wir doch dem System selbst, das eben diese Vorgänge steuern und lenken soll, in einer Art Untergebenenstellung gegenüber. So haben wir es gelernt, so läuft es von Kindesbeinen an, da ist diese 'höhere Macht' und Autorität die uns Anleitet, die uns schützen soll und die vor allem auch die Verantwortung für unser Leben übernimmt. Läuft also etwas schief, dann können wir uns an diese Instanz wenden und Hilfe bei der Lösung des Problems erwarten, unter Umständen lehnen wir uns sogar zurück und lassen das Problem ganz für uns lösen. Und so ist es auch als sogenannte erwachsene Person nicht verwunderlich, dass bei auftretenden Problemen im alltäglichen, angepassten 'Funktionieren' sofort eine Anklagende und fragende Haltung gegenüber 'Dem System' eingenommen wird. Man beschuldigt die Instanz des Staates beispielsweise dafür verantwortlich zu sein, dass man in finanziellen Schwierigkeiten steckt, dass man keine angemessene Arbeit findet, dass die Lebensmittel zu teuer sind etc. Alles natürlich unter der Voraussetzenden Erwartung, dass die Zustände möglichst wieder so hergestellt werden, wie sie zuvor waren, mit denen man sich abfinden konnte, nach möglichkeit sollte es einem persönlich vielleicht sogar noch besser gehen dabei. Doch was steckt hinter dieser Haltung? Was bedeutet es, sich in einer Gesellschaft die eine Gemeinschaft sein sollte, in eine solche Position zu begeben? Wo ist hier der Entwicklungspunkt hin zu einem eigenständigen, eigenverantwortlichen Lebewesen Mensch übersprungen worden? Als ob 'das System' so wie es ist, wie wir es vorgefunden haben als wir aus dieser Erde als Menschen geboren wurden ein übergeordnetes, übernatürliches und unveränderliches Konstrukt wäre, dessen Aufgabe es ist von nun an 'für mich zu sorgen', sich um mein Wohlergehen zu kümmern und mich unbehelligt zu lassen, so lange ich meinen ganz persönlichen Vorteil sehe und abgreifen kann. Ich will so lange, dass alles so bleibt wie es ist, wie ich aus dieser Systematik ein Leben für mich ziehen kann, dass meinen anerzogenen und konditionierten Vorstellungen eines angenehmen Lebens entspricht. Ich will so lange nichts wissen von der Ungleichheit die es eventuell produziert, von den Konsequenzen dieser Lebensweise die ich als Persönlichkeit internalisiert und nie in Frage gestellt habe, ich will die Realität des Systems, dem ich mich ab einem gewissen Punkt der Bewußtseinsentwicklung freiwillig und aus reinem Selbstinteresse angepasst und unterworfen habe nicht sehen. Ich will nicht wahrhaben, dass ich nicht nur ein kleiner Teil dieses Systems bin, sondern dass ich ebenso das System bin wie alle beteiligten Menschen und dass ich für alle Konsequenzen mit verantwortlich bin. Nur das Ego, der vergeistigte Teil meiner Existenz, für den ich gelernt habe mich zu halten will sich die Hände reinwaschen, will sich abgetrennt und als Opfer all dieser Geschehnisse und Gegebenheiten wahrnehmen und muss immer wieder versuchen die Verantwortlichkeit von sich zu weisen. Im Grunde ist das, was uns in unserer Vorstellung zu 'höheren' und 'wertvolleren' Lebewesen macht als alle anderen eine sich feige unterwerfende und sich selbst belügende Wahnvorstellung mit der wir uns tatsächlich identifizieren und von der wir glauben, dass sie mehr Wert sei als alle anderen Lebewesen zusammen. Wer lebt das System? Wer ist der Staat? Wer besetzt die Instanzen? Menschen, die in dem und als das System leben, so wie wir alle. Und zum großen Teil handeln sie aus denselben Beweggründen wie wir alle, da sie sich ebenso als Opfer einer übermächtigen Systematik sehen und in ängstlicher Selbstsucht ihre privilegierten Positionen verteidigen. Niemand ist bereit oder mutig genug, sich der Wahrheit der Mitverantwortung zu stellen.

Ich bin ein Teil des Ganzen und das Ganze ist durch mich. Ich trage das System das ich anklage ebenso wie jeder andere. Ich habe keinen alleinigen Anspruch auf Wohlergehen, solange nicht jeder einzelne diesen Anspruch zugesprochen bekommt. Ich bin verantwortlich dafür, dass es so wird. Ich bin das Leben, eins und gleich mit allem Leben und ich bestimme mich und mein Leben zur Hingabe an die Arbeit an einem Zusammenleben aller, an einer Gemeinschaft in der das Leben aller geachtet ist, in der das angeborene Recht auf gleiche Teilhabe am Leben auf diesem Planeten, der wir sind, dessen Materie 'uns lebt', einem jeden bedingungslos und selbstverständlich mitgegeben und garantiert ist. Lebenslang.
Das ist der Weg zu einem mündigen und eigenverantwortlich handelnden Menschen zu werden. Das zu tun, wozu man vor sich selbst und vor den Augen aller, dem Leben selbst, bedingungslos stehen kann. Wir kommen in diesem System 'zu Bewußtsein' und erkennen es nach und nach. Wir haben die Wahl, in jedem Moment, und jede Entscheidung zur Ignoranz und Teilblindheit ist eine selbstgefällte und absichtliche Entscheidung. Wir stehen nur nicht dazu, weil wir getrimmt werden uns selbst zu betrügen, indem wir scheinlogische Gedankenkonzepte entwerfen, Philosophien und Ideologien für die wir uns entscheiden und die wir dann als naturgegeben hinnehmen, weil es 'passt' ind die programmierte Agenda des Selbstinteresses. Doch wenn wir tatsächlich ein Interesse am Leben hätten, an der Zukunft unserer Selbst und unserer Nachkommen, dann müssten wir uns stoppen in unserer Selbstsucht, unserem Streben nach persönlichem Glück, nach Selbstbefriedigung und Ruhe. Denn in diesem Streben akzeptieren wir selbstbestimmt alle Konsequenzen der bestehenden sogenannten Ordnung und verwirken natürlich das Recht uns bei irgendjemand anderem zu beschweren, sollten diese uns irgendwann persönlich treffen, als bei uns selbst.

Samstag, 6. Oktober 2012

Tag 56 - Die 'intellektuelle Persönlichkeit' und ihr scheinheiliger Charakter; das Ende ihrer Achtung (Teil 1)

Alternativer Titel:

Common Sense ersetzt die intellektuelle Persönlichkeit und offenbart ihren scheinheiligen Charakter
(Teil 1)

by Marlen Vargas del Razo



Jeden Tag foltern quälen und vernichten wir uns gegenseitig. Und jeden Tag bringen wir Kinder auf diese Welt. Jeden Tag werden Kinder geboren nur damit wir sie dann wenn sie gerade anfangen sich selbst zu finden ihr Umfeld zu entdecken wenn das Leben anfängt sich zu entfalten in der kindlichen Freiheit die Ware Lebensmotivation wiederspiegelnd, den wahren Antrieb des Lebens, unbeeinflusst, unbeeindruckt von all den mentalen Gedankenkonzepten von den komplexen virtuellen Realitäten die wir uns als so genannte erwachsene Menschen geschaffen haben durch unsere völlige Hingabe an unseren Glauben, unsere Vorstellungen, unserer Ideologien und unsere Gedanken, über deren Herkunft wir nichts wissen und die wir auch nicht hinterfragen, nur um sie dann als Opfer unseres Wahns zu benutzen und zu Missbrauch in indem wir sie biegen und brechen und unseren kranken Vorstellungen anzupassen versuchen um uns im Geiste zu ergötzen an ihren Qualen, Schwierigkeiten, ihrer Hilflosigkeit und ihrer Situation des ausgeliefert Seins in ohnmächtiger Machtlosigkeit, um uns energetisch an ihnen aufzuladen indem wir künstliche Konfliktpotenziale erzeugen. Jeden Tag setzen wir neues Leben in diese Welt, um es aus zu saugen.

Die Kinder sind der pure Ausdruck des Lebens. Aber wir haben eine Machtstruktur geschaffen, ein System geschaffen, welches das Leben schon im Keim erstickt, welches das Leben nicht anerkennt als das was es ist, eine Welt in der wir unsere Kinder im Keim ersticken lassen, wir tun ihnen die grausamsten, unvorstellbarsten Dinge an, im Namen unserer Persönlichkeiten unseres Glaubens an die Richtigkeit der von uns übernommenen, getragenen, akzeptierten, und an uns weitergegebenen Systeme, ohne eigenständiges Denken, ohne zu hinterfragen oder über Konsequenzen verantwortungsbewußt nachzudenken. Wir haben uns völlig verloren in dieser Idee, der trügerischen Kultivierung unserer Existenz allein im Geiste, einer Fantasiewelt der Vorstellungen und Gedanken. Im Namen des reinen Glaubens an diese überwertige Existenz im Geiste zerstören, foltern, quälen und töten wir unsere eigenen Kinder und das Leben im Allgemeinen. Es ist nicht die Zeit und es ist nicht der Ort für intellektuelle Klugscheißereien. Die Energiesucht der Egos die tatsächliche Problemthemen zerpflücken und durchkauen nur um mit einer exklusiven Idee zu glänzen, sich etwas in ihre Persönlichkeitsstruktur hineinzuschreiben, die versuchen sich durch Worte und geborgte Gedanken selbst zu erweitern und zu vergrößern, einzig und allein im Namen ihrer Anerkennungssucht, ihren verzweifelten Versuchen sich selbst gegenüber den Wert ihrer Existenz zu versichern ist nichts weiter als das fruchtlose, selbstzerstörerische Verhalten eines krankhaft abhängigen. Diese jämmerliche Strampelei und das Buhlen um Reaktionen, Aufmerksamkeit und Zuwendung zum reinen Selbstzweck hat ausgedient. Niemals hat sich irgendetwas durch die sogenannte intellektuelle Elite verändert. Was an den Universitäten und den Schulen getan wird ist, vorgefertigte Texte und deren vorgefertigten Interpretationsmuster in die Köpfe der Kinder und Studenten hineinzuhämmern, so dass sie auf Knopfdruck alles wiederholen können, sich in allen Situationen die für sie innerhalb des Systems relevant sind sicher fühlen können, weil sie sich 'berufen' auf die gelernten Worte, die antrainierte Methodik und letztendlich ihre Programmierung. Sie werden angepasst und erhalten oder erhielten besser gesagt uneingeschränkte und bedingungslose Anerkennung aufgrund ihrer Graduierungen. Doch sind sie ebenso manipulierbare, vorprogrammierte Roboter geblieben wie alle anderen Menschen auch, einzig und allein ausgerichtet auf die verborgene Agenda ihres Selbstinteresses. So war es und so ist es noch heute, selbst die engagiertesten Philosophie Professoren, die anerkanntesten Psychologen oder Soziologen wagen nicht den Schritt heraus aus den geschützten Gemäuern ihrer Persönlichkeit, verstärkt, gedämmt und abgesichert durch die mentale Manipulation der Gesellschaft ehrfürchtig, demütig und vertrauensvoll auf ihre 'Laufbahnen' und 'Geschichten' zu blicken. Das gibt ihnen einen Freifahrtschein ihr Selbstinteresse zu verfolgen ohne großartig behelligt zu werden, denn, das ist ja der ganze Witz, unser System, also das was wir akzeptieren als unsere Lebensweise, das, was diese Menschen schützt UND sie ausbildet ist ja ausgerichtet auf das Selbstinteresse um jeden Preis, es erzeugt ja eben ausschließlich Geister und Persönlichkeiten dieser Art, verloren in Gedankenwelten, dem gemeinschaftlichen Konsens eines Regelsatzes für das virtuelle Spiel der Energie-Erlebnisse, der Bilder un der Gedanken, abgewandt vom Leben, von der wahrhaftigen Selbst-Sicherheit der eigenen Existenz als Leben, hier, atmend, gleich und eins mit allem Leben. Und daher ist es auch kein Wunder, dass immer wieder mit aller Kraft versucht wird gegen jedes lebendige Wort das gesprochen wird in selbstehrlicher Einsicht der Gleichwertigkeit, aus dem Leben heraus, nicht um eine Idee aufzupumpen, nicht um die Persönlichkeit zu präsentieren und zu etablieren, sondern um sich selbst als dem Leben etwas mitzuteilen vorzugehen, es anzugreifen mit den Mitteln der Akkumulierten Information, gespeicherten, eingefütterten Daten, nullen und einsen interpretiert und kompiliert in eine Funktion die nichts weiter tut als Reaktionen hervorzurufen aus denen sie wiederum Informationen aufnimmt, die sie interpretiert, umwandelt und kompiliert in Energie, die Nahrung des Geistes, ohne dabei zu merken, dass alles was sie generiert, alles was sie an Energie aufnimmt der eigenen Hardware, dem eigenen Organismus entnommen wird. Eine Persönlichkeit, eine illusionäre Existenz der Vorstellung versucht, das Leben selbst in seiner Manifestation, in seiner offensichtlichen Simplizität der einfachen Wahrhaftigkeit in der spontanen Erkenntnis des Seins zu widerlegen ohne zu erkennen dass sie selbst nur ein Nebenprodukt dieser Lebendigkeit ist.
Es ist ein verheerender Kreislauf der Zerstörung, der Frustration, Verbitterung und Zorn hervorruft, und durch diese Emotionen wieder neuen Antrieb generiert zum weiteren verzweifelten Ansturm auf und gegen das Leben. Ein sinnloses Unterfangen.
In den Kommentaren zu Veröffentlichungen meiner Vlogs und Blogs und denen von hunderten anderer Menschen aus aller Herren Ländern kann man hundertfache Beispiele für diese Erregten und verzweifelt um Reputation kämpfenden Egos, die strampelnd und zappelnd vor Jähzorn alle Methoden ohne Rücksicht auf Konventionen, Moral, Vernunft oder Verstand benutzen um die Offenbarungen menschlicher Selbstehrlichkeit als Lebendige Worte der gelebten Enheit anzugreifen, sie zu verunglimpfen, zu diffamieren und vor allem die Menschen persönlich anzugreifen und zu versuchen ihnen Motive zu unterstellen, die im Grunde die Motive der Ankläger in Unrechtmäßigkeit und Verwerflichkeit weit unterbieten würden, wären sie denn tatsächlich vorhanden. Alles nur weil sie nicht bereit sind zu akzeptieren, dass sie in einem System der Niedertracht und Ungleichheit sich einen Status der Selbstidentifiation aufgebaut haben, der nicht nur illusionär und lediglich vom Glauben und der künstlich generierten Achtung des Umfeldes abhängig ist, sondern der auch missbräuchlich, verantwortungslos und inakzeptabel ist für das Leben selbst und der sie selbst nicht weiterbringt oder gebracht hat, der ihnen selbst die Augen geblendet hat, da er nicht real ist, sondern eben nur ein Gedankenkonstrukt, zu einhundert Prozent abhängig von der erfolgreichen Manipulation und der Gehirnwäsche ganzer Generationen.
Kein einziger Mensch der Vernunft und gesunden Verstand besitzt würde in irgendeiner Weise es für Nötig halten, sich und seine Aussagen, seine Kritik oder seinen Zuspruch mit dem Anführen eines bestimmten Auszeichnungsgrades zu untermauern, es sei denn er wäre nicht wirklich überzeugt, stünde nicht wahrhaftig hinter seinen Äußerungen, was allerdings wiederum die erstgenannte Voraussetzung der Verstandes- und Vernunftbegabung in Frage stellen würde, da in solch einem Fall ein vertrauenswürdiger, ehrlicher Mensch dessen Interesse das Wohl des Lebens, also das Wohl aller ist, sich überhaupt nicht geäußert hätte, bis er denn doch sicher und standhaft in seiner Überzeugung ist.
Sich aber zu äußern, lediglich um sich zu profilieren, um sich aneinander aufzureiben und aufzuladen, sich gegenseitig sein angelesenes Wissen zu zeigen, zu versuchen sich zu erheben über andere, sich hinter einer Ausbildung, einer Auszeichnung des Systems der Oberflächlichkeiten zu verstecken, zu versuchen sich zu messen und dann nicht einmal in der Lage zu sein eine aussichtslose Situation aufzugeben, sondern weiter zu versuchen durch hinterhältige oder polemische Mittel die Arbeit eines anderen zu zerstören oder zu schädigen, das ist die Spiegelung der Natur des Egos, das ist das wahre Gesicht, die Struktur der heimlichen Agenda des Selbstinteresses an der feige festgehalten wird aus Angst sich zu verlieren, aus Angst vor tatsächlicher Veränderung. Daher werden die Menschen niemals wirklich etwas ändern auf dieser Welt, so lange sie diese Selbstidentifikation nicht offenbaren, sich nicht trauen sich selbst 'bloßzustellen', und sich als das Leben identifizieren das sie sind, in der Erkenntnis dass wir alle gleichermaßen derart geprägt und programmiert waren und dass wir nur dann eine neue Welt gestalten können, wenn wir, jeder einzelne, den Mut aufbringen die alten Muster zu durchbrechen.
Auf diese offensichtliche Selbst-Geilheit und die Ego Spielchen kann ich schon aus gesundem Menschenverstand allein keine Zeit mehr verschwenden. Ich weiß, wir alle haben das so gelernt, es ist das Grundprinzip des Systems das wir leben, der Wettkampf der Egos, ausgefochten bis zum Zusammenbruch und bis zum Verlust des Verstandes, doch es ist einfach nicht mehr angesagt angesichts der Unerträglichkeit der Zustände.
Das Leben muss befreit werden, es muss sich selbst befreien von der Diktatur des Bewußtseins und der daraus resultierenden, unkontrolliert wütenden Entartung des 'Menschseins'.
Die Konsequenzen unserer Bequemlichen Unvernunft sind offensichtlich seit Jahrhunderten schon sichtbar, heute um so mehr, da wir viel mehr von der Welt mitbekommen und wahrnehmen können durch die mediale Vernetzung. Die Konsequenzen sind abzusehen und ihre Ursachen sind zurückzuverfolgen, dazu ist der Mensch fähig und genau da liegt auch seine Verantwortlichkeit, seine Bestimmung sozusagen, und es ist einfach lächerlich und inakzeptabel sich heute noch 'intellektuell' aufzuspielen und in Debatten über die Tragfähigkeit dieser Konsequenzen auszulassen, während man im Grunde nur an der Sicherung des eigenen Status interessiert ist und einen Dreck gibt auf die zigtausend jämmerlich verendenden Menschen jeden Tag, deren qualvoller Leidensweg und deren Tod eine Konsequenz unserer Lebensweise und unserer Selbstaufgabe ist, sowie unserer freiwilligen Hingabe an die bestehende Ordnung, die im Grunde eine Unordnung ist.
Die Praktikable, real umsetzbare Lösung des menschlichen Dilemmas ist simpel. Es ist die Anerkennung der Eigenverantwortlichkeit in jedem Moment. Die Anwendung des Prinzips der Einheit und Gleichwertigkeit des Lebens und seiner Notwendigkeiten. Doch genau das ist es, was der Mensch in seiner Identifikation über den Geist ablehnt, er möchte komplexe Systeme sein eigen nennen, er möchte sich für besonders kompliziert halten, für besonders überlegen halten, für etwas Besonderes halten. Aber er ist Leben, eins und gleich mit allem Leben. Alle überwertigen Ideen seiner Selbstidentifikation sind lediglich Gedanken, Vorstellungen, aufrecht erhalten durch das gegenseitige Benutzen der Individuen, durch das gegenseitige Rückversichern durch die Aufmerksamkeit und den Glauben an diese Konzepte, und während wir damit beschäftigt sind zerstören wir in der Wahrhaftigkeit unserer Existenz das Leben. Nicht nur das, wir produzieren immer wieder neues Leben, das wir diesem zerstörerischen Prozess dann wieder zuführen können. Wir fressen uns selbst auf, verdauen uns selbst.
Eigenverantwortlichkeit, bedingungslose Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, dazu ist der menschliche Geist und die Vernunft zu nutzen, zu erkennen und zu akzeptieren, dass ich als Lebensform für das Leben verantwortlich bin, dass meine Handlungsweise wahrhaftige, reale Konsequenzen hat für das Leben, und dass das System das ich mit trage und das ich lebe Konsequenzen hat für das Leben im allgemeinen, und dass ich als Teil dieser Existenz individuell eigenverantwortlich bin. Ich stehe als das Leben dafür gerade, welche Entscheidungen auch immer ich treffe. Jegliche Ignoranz dieser Verantwortlichkeit gegenüber ist Selbstverblendung und Selbstbetrug und vor allem beseitigt sie nicht wirklich meine Verantwortung.
Die Zeiten der intellektuellen Klugscheißerei müssen endgültig vorbei sein. Es gibt für diese Ausprägung der Persönlichkeit keine Achtung mehr von einem Menschen der sich als das Leben erkennt und fest als das Leben für das Leben steht. Es gibt keine Anerkennung und keinen Respekt mehr für egoistische Spielereien, für intellektuelle Aufschneidereien - und Klugscheißer. Du musst ein lebendiges Beispiel sein für das was du sagst. Das lebendige Wort ist das einzige, das Aufmerksamkeit verdient, und das es verdient aufgenommen und auch gesagt zu werden.
Befreit das Leben, befreit euch selbst von dieser Geißel der Überwertigen Idee einer Persönlichkeit als Ich-Existenz die aus Gedanken, Erinnerungen, Vorstellungen, Wünschen und Ideen besteht von deren Herkunft ihr nicht einmal Kenntnis genommen habt. Denn in dem Moment in dem man selbstreflektiv diese Ursachen und Quellen zurückverfolgt erkennt man auch den Grad der Fremdbestimmung und Selbstaufgabe die das bisherige Leben geprägt und gesteuert haben. Diese Existenz ist nichts, leer, substanzlos und sie endet mit der Auflösung eurer Lebensform. Wir sind hier alle gemeinsam in dieser Existenz das physische Leben. Was wir hier zulassen und erlauben als physische Manifestation der Projektion unserer Geister ist eine verheerende Katastrophe für uns als das Leben, absolut inakzeptabel für einen Menschen der sich wahrhaftig für ein bewußtes, vernunftbegabtes, intelligentes Lebewesen hält. Das Bewußtsein ist nicht eigenständig, kein Selbstzweck. Es ist ein Werkzeug für den Menschen um das Leben zu gestalten und damit trägt er für diese Gestaltung in allerletzter Konsequenz die Verantwortung. Das Bewußtsein ist nicht das, was wir sind, es ist ein Nebenprodukt, ein Resultat dessen was wir sind.
Wer kann das Leben noch länger leiden sehen unter diesen Bedingungen? Die Kinder, die tagtäglich leiden und sterben sind unserer Kinder. Wir sind diese Kinder. Das sind offensichtliche Fakten und Wahrheiten. So einfach zu sehen, dass wir sie ganz einfach übersehen, weil wir gelern haben nur nach innen zu schauen, auf die Bilder als Projektionen unserer Gedanken und Vorstellungen. Wir leben ein Leben in einer Fantasiewelt, einer virtuellen Realität und wirken dabei in verheerender Weise auf die Wirklichkeit ein, akzeptieren und erlauben unvorstellbare Dinge als Konsequenzen unserer Selbstgefälligen Gedankenflucht, die wir uns selbst, unseren Mitmenschen, unseren Kindern, allen Lebensformen gewillt widerfahren lassen.
Die Zeit der mentalen Selbstbefriedigung ist vorbei, die Zeit der intellektuellen Debatten ist vorbei.
Jeder, der es wagt sich in bedingungsloser Selbstehrlichkeit seiner Verantwortung zu stellen, der den Schritt macht diese Gedankenmuster und die Programme seines Geistes stück für stück zu analysieren und zu dekonstruieren steht als wahrhaftiger individueller Mensch da, der als das Leben etwas zu sagen hat, ein lebendiges Wort spricht; es ist dort überhaupt keine Debatte mehr notwendig, denn wir stehen als das Leben in Einheit und Gleichheit da, die Spaltung und die Polarisierung geschieht allein durch die Identifikation über den Geist als Vorstellung einer überwertigen, ätherischen Existenz 'Ich' als meine Geschichte. Es spricht das Leben aus dir und das Leben ist das was du bist, ist das was ich bin und ist das was wir alle sind.
Durch das System das wir sind, das wir derzeit leben als Menschen beeinflussen, manipulieren, benutzen wir uns gegenseitig, aber als das Leben sind wir alle gleich.
Von dieser ganz einfachen, simplen grundlegenden Einsicht aus könn(t)en wir uns alle gemeinsam, individuell frei als das Leben entfalten.
Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Lasst uns dafür sorgen, dass es nicht all zu lange dauert ihn zu gehen und lasst uns das unsagbare Leid das wir verursachen, das wir unseren Kindern antun und zumuten beenden indem wir uns endlich selbst aufwecken, uns endlich selbst mündig machen indem wir unsere Verantwortung für und als das Leben akzeptieren, dafür gerade stehen und endlich lebendig werden, als vertrauenswürdige und dem Leben unserer Kinder würdige Mitgeschöpfe.

Fortsetzung folgt...