Weg in die Selbstbestimmung, Restrukturierung der Persönlichkeit, Neuausrichtung am Leben.., Dies ist mein Beitrag und mein Beispiel für den möglichen Paradigmenwechsel einer systemkontrollierten, vorprogrammierten und egozentrischen Persönlichkeit zu einem mündigen, selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Mensch-Sein in Anerkenntnis der Einheit des Lebens.
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Montag, 9. Februar 2015
Mittwoch, 28. Mai 2014
Tag 169 - Prozess der Selbst-Veränderung "Spinnenangst" T1
Spinnenangst
Oder Insektenangst sollte ich besser schreiben, denn diese
Geschöpfe haben alle eine sehr eindringliche Wirkung auf mich und bis heute ist
mir nicht ganz klar, womit das zusammenhängt. Klar, manche Menschen reden von
einer angeborenen Angst vor Spinnen oder ähnlichen Insekten, solche die einem
Menschen Schaden zufügen können oder die indirekt als Symbole für gefährdende
Bedingungen stehen wie Kakerlaken, Läuse, Flöhe etc. Allerdings scheint es mir
dafür nicht wirklich beweisbare Grundlagen zu geben, denn es gibt ja durchaus
eine Menge Menschen, die ohne besondere Therapien durchlaufen zu haben frei von
jeglicher Angst vor Insekten leben.
Gerade habe ich meinen festen Plan unsere Garage zu
entrümpeln aufgegeben, weil mir ein beeindruckendes Exemplar einer Spinne
begegnet ist. Sie bewegte sich zunächst nicht und ich habe sie leicht erstarrt
in ihrem Netz beobachtet. Dann flitzte sie mit unglaublichem Tempo von einer
Ecke in die nächste und diese Bewegung brachte mich zu dem Entschluss, die
Entrümpelung noch ein paar Tage zu verschieben. Jetzt, da ich hier sitze und
darüber nachdenke bin ich enorm beeindruckt, wie stark ich mich selbst
manipuliere und einschränke aufgrund der Begegnung oder der eventuellen
Begegnung mit einem vergleichsweise sehr kleinen Insekt, das mit Sicherheit
keinerlei Interesse an einer Auseinandersetzung mit mir haben dürfte.
Immer wenn ich mich mit dieser Insektenphobie
auseinandersetze komme ich zu dem Punkt an dem ich mir weismache, dass im
Grunde die Furcht darin begründet sei, dass ich, wenn ich mich frei und
unbeeindruckt bewege, ein solches Lebewesen verletzen oder töten könnte. So
auch in dem Moment in der Garage, mein erster Gedanke war „weg hier“, und mein
zweiter war „wenn ich jetzt hier aufräume, dann töte ich vielleicht mehrere
dieser Spinnen versehentlich“ und das will ich natürlich nicht, was mir eine
moralisch einwandfreie Entschuldigung dafür gibt der Situation aus dem Weg zu
gehen. Die Behauptung an sich ist dabei
auch absolut wahr, ich kann mir tatsächlich nicht vorstellen freiwillig und
absichtlich eine Spinne grundlos zu töten, sie einfach „aus dem Weg zu
schaffen“. Es ist mir unvorstellbar so zu handeln. Doch ist das allein
natürlich nicht der Auslöser oder Grund meiner Angst, denn die tritt sofort ein
in dem Moment in dem ich das Gefühl habe einem solchen Insekt zu nahe zu
kommen.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaube und zulasse mich
von einer unergründeten Angst vor Insekten bestimmen und steuern zu lassen,
dass ich im Moment der Angstempfindung der Situation mit allen Mitteln aus dem
Weg gehe und mich nicht selbstehrlich frage, was genau es mit dieser Angst auf
sich hat um mich ihr frei zu stellen.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaube und zulasse mich
selbst zu belügen indem ich eine oberflächlicher Erklärung und Rechtfertigung
für mich gelten lasse der Situation mit Insekten aus dem Weg zu gehen, weil sie
in mein Persönlichkeitsbild von mir passt.
Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in Einheit
und Gleichheit mit allem Lebendigen in Situationen in denen ich vor Insekten
wie beispielsweise Spinnen mit Angst
reagiere mich selbst zu stoppen, durchzuatmen und zu beobachten, welche
Gedanken mich bestimmen und in welchem Zusammenhang sie stehen.
Fortsetzung folgt...
Montag, 16. Dezember 2013
Tag 155 - Frustration und Isolation im Zusammentreffen mit anderen „Menschen“ / „Persönlichkeiten“
Wann immer ich in soziale Interaktion
mit anderen Menschen gehe frage ich mich zu irgendeinem Zeitpunkt
warum ich das tue, was ich hier mache und wie ich mich verhalten
sollte/müsste. In der Regel, wenn das Zusammentreffen privater
und/oder angenehmer Natur ist, dann beginnt die Konversation
ungezwungen, direkt und ich verhalte mich im Grunde einfach wie ich
es im Moment selbstbestimmt entscheide. Doch im Verlauf der
Gespräche, wenn es beispielsweise um Themen geht die mir selbst
wichtig sind, über die ich mich gerne austausche oder austauschen
würde, stelle ich fest, dass ich zunehmend zurückhaltend und
zwanghaft in meinen Überlegungen werde, dass ich versuche zu
berechnen, Reaktionen vorherzusagen und zu vermeiden. Ich weiß dass
viele meiner Standpunkte in gewisser Weise für andere Personen
extrem erscheinen könnten, bisweilen sogar völlig aus den
Voraussetzenden Annahmen des jeweiligen Selbstbildes herausgelöst
sind, also in der Lage wären die Grundfeste der Selbstwahrnehmung
einer Person zu erschüttern. Und ich weiß natürlich auch, dass die
Reaktion auf eine solche Standpunktvertretung oftmals Blockade,
Ablehnung und sogar Aggression bedeutet. Also versuche ich, vor allen
Dingen bei Menschen in deren Verhalten, Reden und Denken ich die
Möglichkeiten und das Potential, die Selbstehrlichkeit und Offenheit
erkennen kann, diese Reaktion zu vermeiden. Das heißt, einerseits
befinde ich mich in der Problematik dass ich natürlich ich selbst,
selbstbestimmt und eigenverantwortlich sein will, andererseits aber
muss ich um solche Reaktionen zu vermeiden mich verstellen und mir
selbst, oder auch anderen gegenüber unehrlich und angepasst handeln.
Doch die Frage ist, ob das wirklich
unehrlich mir selbst gegenüber ist oder ob ein solches Verhalten
nicht GERADE bedeutet eigenverantwortlich und mit gesundem Verstand
zu handeln, schließlich ist das keine Verurteilung der anderen
Person oder ihres Verhaltens, bzw. der erwarteten Reaktion, sondern
eine logische Folgerung aus Verhaltensmustern die ich von mir selbst
sehr genau kennen und auf deren Mechanismen ich mich bei dieser
Entscheidung berufe weil ich weiß, dass ich vor längerer Zeit unter
ähnlichen Umständen derart reagiert hätte. Es ist also eigentlich
ein Erfahrungswert, ein Lernen an und durch mich selbst das mich dazu
bewegt mich anders zu verhalten oder auszudrücken, um gewisse
Reaktionen oder das Auslösen einiger emotionaler Verteidigungs- oder
Verdrängungsmuster im Bewusstsein der Persönlichkeit meines
Gegenübers zu vermeiden.
Die Problematik dabei ist natürlich,
dass die Gefahr besteht, dass ich das Risiko vermeide, das heißt
dass ich das Potential unterschätze, und dadurch die Möglichkeit
einer gemeinsamen Erkenntnis oder der gemeinsamen Entwicklung dieser
Einsicht im Gespräch verhindere, beziehungsweise mich in
egoistischen Mustern meiner eigenen Programmierung verstricke die aus
Ängsten der persönlichen Ablehnung/Isolation oder der
Konfliktscheue motiviert wirken während ich mein Vorgehen mit
diplomatischem Geschick vor mir selbst rechtfertige. Diese
Problematik ist im Besonderen bei der Struktur meiner Persönlichkeit
zu beachten und ich werde in dieser Blogreihe näher darauf eingehen,
werde in die Tiefen der emotionalen Verstrickungen meiner
Persönlichkeit in solchen Situationen und der gedanklichen
Rechtefertigungsstrategien eintauchen, sie mir vergegenwärtigen, sie
mir selbstehrlich eingestehen und sie selbstbestimmt auflösen und
mich davon zu befreien.
Das Resultat einer solchen
Konversation, eines solchen Zusammentreffens kann beispiesweise sein,
dass ich die betreffenden Personen für mich aburteile, sie entweder
abschreibe oder anderweitig kategorisiere, um für mich selbst ein
einfaches Schema zu haben nach dem ich sie in Zukunft behandeln kann.
Damit beschränke ich die Möglichkeiten meines Wirkens und muss
immer wieder rechtfertigen warum ich den Kontakt meide, warum ich
nicht in Interaktion mit diesen Menschen gehe oder gehen möchte. Es
resultiert eine Art Frust- und Trotzverhalten, ein innerer Konflikt,
ein Bedauern und selbstmitleidiges Verzwefeln das mir selbst schadet
und mich in meinem Wirken auf andere Beschränkt und mich letztlich
isoliert.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe, mein Verhalten in Situationen der
Interaktion mit anderen Menschen anhand gedanklicher Einbildungen und
Vorverurteilungen, Beurteilungen und Ängsten bestimmen zu lassen und
dadurch den Bezug zur Wirklichkeit, den Bezug zu mir selbst im Hier
zu verlieren und zu dem Moment als dem einzig wirklich lebendigen
Sein aufzugeben um in Gedanken, in meinem Bewusstsein eine Geschichte
zu verfolgen, also nicht wirklich zu leben.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe meine Zugehörigkeit als die Einheit
allen Lebens zu verdrängen und mich in Interaktion mit anderen
Menschen gedanklich zu isolieren, mich von ihnen zu trennen um dann
die Persönlichkeit zu bestimmen und zu definieren anhand von
Wertmustern und Grundlagen die als eine Ansammlung von Erfahrungen
und Erinnerungen als Bilder in meinem Kopf, meinem Geist, meinem
Bewusstsein existieren und als isolierte Entität von mir als mein
Selbst wahrgenommen werden, im Vergleich und dem wahrgenommenen
Gegensatz durch Abschätzung und Kalkulation in selbstgerechter,
egoistischer Manier.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe, meine Verantwortung als Mensch, als
Teil dieser Einheit des Lebens zu scheuen, sie nicht zu übernehmen
in bestimmten Momenten in denen meine Ureigenen Ängste und
Befürchtungen bestimmend sind, dass ich diese Ängste nicht vollends
und mit aller Hingabe in jedem mir zur Verfügung stehenden Moment
und Atemzug angehe, sie mir vergegenwärtige und analysiere um mich
von ihnen zu befreien, damit ich in eigenverantwortlicher Einsicht in
jedem Moment meines Lebens die Verantwortung als Mensch, die
Verantwortung die das Mensch sein mit sich bringt übernehmen und
leben kann, dass ich in Einheit und Gleichheit für und als das Leben
gerade stehen kann, in jeder wie auch immer gearteten Situation,
damit ich mein gesamtes Potential der menschlichen Befähigung für
das Leben, für das Wohl allen Lebens und für die gelebte Einheit
und Gleichwertigkeit einbringen kann wo immer ich bin.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe, mich nach Situationen in denen ich
meinen eigenen Selsbstrechtfertigungen für meine inneren Ängste zum
Opfer gefallen bin, in denen ich mein Verhalten den gewohnten
Denkmustern ohne Bezug zum wirklichen Moment unterworfen habe, in
denen ich nicht als mein Selbst Hier/Da war sondern nach Programmen
agiert habe selbst zu verurteilen, mich schuldig und nutzlos zu
fühlen und dadurch mich selbst zu missbrauchen indem ich mich
blockiere anstatt aus den Erfahrungen zu lernen, sie zu nutzen, mir
selbst zu vergeben und mich durch Selbstkorrektur und eine
eigenverantwortliche Vorgehensweise neu auszurichten um damit die
Verantwortung für mich selbst als das Leben, als Einheit mit dem
Leben zu übernehmen.
Ich bestimme mich selbst als Mensch und
als das Lebendige zu der Entwicklung der Aufmerksamkeit in den
Situationen in denen ich mein Verhalten und mein Denken von Ängsten
und selbstgeschaffenen Wertmustern bestimmen lasse innezuhalten, die
Gedankenketten zu stoppen, zu atmen und in den Moment des Hier
zurückzukommen, mich in Einheit und Gleichheit mit allem in jedem
Atemzug zu erkennen und an den momentanen Gegebenheiten mein Handeln
auszurichten so, dass ich im Sinne der Einheit, des Wohls allen
Lebens agiere.
Montag, 26. August 2013
Tag0143 - Keine Liebe ohne Selbst-Liebe
Ich habe nie wirklich etwas anfangen
können mit dem Begriff der Liebe. Klar habe ich all die
Beschreibungen der Liebe, die Bedingungen, die Konsequenzen und die
Verhaltensweisen die dem Begriff der Liebe kulturell zugeordnet sind
durch Erziehung, durch Literatur und durch Filme gekannt, sie aber
nie wirklich als die Konstrukte erkannt die sie dort sind und zu
denen sie gedanklich gemacht werden. Und all jene die an diese Form
der romantischen, nahezu mystischen Liebe glauben werden wie in einer
Religion oder einem anderen Glaubenskonzept einfach jedem anderen der
nicht Anhänger ihrer Glaubensrichtung ist, der zweifelt und
hinterfragt nachsagen, er sei zu dieser hoch heiligen Empfindung
einfach nicht fähig und daher entweder minderwertig oder einfach
nicht willens genug.
Eben die Mystifizierung der Liebe ist
es aber,die sie flach, hohl und substanzlos werden lässt. Menschen
schwelgen in ganz persönlichen Emotionen und Gefühlen, machen sich
gedankliche Bilder von der anderen Person und sehen sie dann als
Erfüllung ihres eigenen Lebens, meinen dabei aber die Befriedigung
ihrer emotionalen Mangelerscheinungen oder des gestörten
Selbstbewusstseins. Jedes Gefühl, jedes emotionale Verlangen wird
unter den begriff der Liebe gefasst, selbst die Eifersucht und der
aus ihr resultierende Frust, der Zorn oder die Aggression werden zu
einem Teil dieser ach so großen und großartigen Liebe
zusammengefasst. Es gehört dazu und dabei ist alles nur ein immer
komplexer werdendes Konstrukt mentaler Verstörtheiten, wahrgenommen
als Emotionen, nicht analysiert, nicht hinterfragt, nicht korrigiert
sondern einfach hingenommen und abgehakt als Liebe, oder gar als
Beweis für die Existenz der Liebe. Der einfache Weg ignoranter
Kategorisierung des eigenen Seins und des eigenen Gefühlslebens und
dieses Konstrukt von emotionalen Zuständen und Abhängigkeiten wird
dann auf eine Person oder meinetwegen auch auf mehrere Personen
projiziert, die dabei gedanklich in der eigenen Wahrnehmung völlig
verzerrt und entfremdet als das Objekt der Begierde, als notwendige
Essenz für die Erfüllung des eigenen Lebens benutzt werden sollen.
Dieser Prozess ist adaptiv und relativ flexibel, so dass sich die
eigenen Anpassungsbemühungen zusammen mit denen der anderen Person,
beide wohlgemerkt aus der eigennützigen Motivation heraus, den
anderen von der Unverzichtbarkeit der eigenen Person zu überzeugen,
zusammenfinden und man es schafft sich für eine Weile gegenseitig zu
manipulieren und zu blenden, auf dass sich dieser Zustand der
Nutzbarmachung des anderen lange genug aufrecht erhalten lässt.
Das Versprechen der Liebe bezogen auf
eine Person ist in unserer Welt nichts weiter als der Versuch, einen
ganz eigennützigen, selbstsüchtigen Traum zu leben, indem man zu
seiner Realisierung eine andere Person benutzt, sie manipuliert und
bindet. Gesellschaftlich umgesetzt und möglich gemacht wird das
hauptsächlich durch die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen die
den Menschen so sehr beengen und unter Zwang stellen, dass sich die
Möglichkeiten und das Potential seiner persönlichen Entfaltung
generell nur noch auf wenige Facetten beschränkt und um diese
erreichen zu können gibt es einige wenige vorgefertigte Wege und
Möglichkeiten aus denen man dann wählen kann. So hat die Hausfrau
der fünfziger Jahre beispielsweise als wäre es ganz natürlich und
das normalste auf der Welt den Lebenstraum zu haben, einen
erfolgreichen Geschäftsmann oder hart arbeitenden Mittelverdiener zu
heiraten, seinen Haushalt zu führen und seine Kinder großzuziehen,
was natürlich einen Filter für die Wahl des Geliebten ansetzt.
Umgekehrt hat natürlich auch der Mann ein Interesse seine Autorität
und seine Dominanz als männliche Attribute auszuleben, indem er als
der Ernährer der Familie seine Frau und vor allem auch seine Kinder
in existentieller Abhängigkeit hält.
In welcher Art und Weise sich die
Konstellationen der Geschlechterrollen auch innerhalb einer Kultur
verändern, das Grundproblem der diffusen Wahrnehmung emotionaler
Schwankungen als Liebe, als Bindeglied zwischen Menschen bleibt
bestehen und die Konsequenzen haben verheerende Wirkung auf sich
selbst und das Leben anderer, wenn man aus dieser naiven und
ignoranten Umgangsweise mit der eigenen Existenz, der Verweigerung
gegenüber der eigenverantwortlichen Entwicklung zu einem mündigen
Menschen sich in eine Bindung mit einem anderen Menschen begibt, ohne
zunächst damit zu beginnen sich selbst voll und ganz zu verstehen,
seine Reaktionen, Gedanken- und Wertmuster zu erkennen, zu
analysieren und gegebenenfalls zu bereinigen und zu korrigieren,
nämlich überall dort wo sie unehrlich, nicht wahrhaftig und
manipulativ selbstsüchtig ausgelegt sind. Daher ist nicht nur das
eigene Selbstverständnis, sondern in gewisser Weise auch die
Selbst-Liebe Voraussetzung für eine gesunde Partnerschaft die
beiderseits gleichermaßen zum Vorteil gereicht und als gegenseitige
Unterstützung und aufrichtige Anleitung verstanden wird. Denn diese
Form der Selbst-Liebe versteht den Begriff der Liebe als eine
Akzeptanz, als einen Punkt der menschlichen Entscheidung in
eigenverantwortlich selbstbestimmter Weise sich neu gestaltet zu
haben, sich zu verstehen und an Prinzipien auszurichten, die auf
gleichen Werten beruhen, die alle Konsequenzen mit einbeziehen und
das Beste für alle zum Ziel haben. Wenn ich diesen Punkt erreicht
habe oder mich im Prozess dieser Entwicklung befinde, ganz bewusst
und mit gesundem Menschenverstand, dann bin ich in jeder Hinsicht
vertrauenswürdig, Lern- und Veränderungsfähig und an der
Gemeinschaft interessiert, nicht primär an meinen persönlichen
Begierden, Wünschen und Vorstellungen, die alle nichts weiter als
unverstandene Programmierungen der emotionalen und gedanklichen
Geist-Maschinerie sind und waren.
Die Unzufriedenheit mit sich selbst,
das Gefühl eines Mangels, emotionaler Verlorenheit, Hilflosigkeit
und diese Verlangen dann an die emotionale und körperliche Leistung
eines anderen Menschen zu binden bedeutet eine Kapitulation vor dem
Leben und entsteht eben aus der Angst vor dem Schritt in die
eigenverantwortliche Mündigkeit als Mensch der seinem Potential
gerecht wird.
Spielt man dieses Spiel gemeinsam, die
gegenseitige emotionale Befriedigung der Erwartungshaltungen, so
führt das zwangsläufig zu Missbrauch und Manipulation.
Fortsetzung folgt!
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Sonntag, 19. Mai 2013
Tag0093 - Warum Schreiben? (Teil 4) Entscheidung
Post vom 14.05.2013
Selbstbestimmte Entscheidungen sind uns fremd geworden, sie
sind lästig, überflüssiger Ballast in der verklärten Welt der Selbsterfahrung,
sie bremsen den Systemfluss und verbauen uns die Chance auf die Gnade der
glücklichen Fügung, der Belohnung für unseren Fleiß und die treue Unterwerfung.
Die Belohnung diewir immer vor Augen haben aber nie wirklich in unseren Händen
halten oder verinnerlichen können. Wir wissen ja in den meisten Fällen nicht
einmal genau wie sie aussieht, woraus sie bestehen wird. Das worauf wir hoffen
ist ein vages, diffuses Bild unserer Selbst in einer sorgenfreien, geschützten
Zukunft. Wir sind bereit alle erdenklichen Wege zu gehen, alle Verträge und
Verpflichtungen einzugehen um das für uns selbst zu erreichen. Aber mit wen
gehen wir diese Verträge ein? Wer ist dieser Vertragspartner der uns dieses
Entgegenkommen zugestehen soll? Wer sind wir in Beziehung zu ihm? Ist es das
Schicksal? Sind wir tatsächlich dermaßen gläubig? Ist es die Macht eines
anderen Menschen? Wer gibt ihm diese Macht? Wer garantiert seine Position wenn
nicht unsere Einwilligung und die Akzeptanz unserer Rolle als Bittsteller? Und
was unterscheidet diesen Menschen von uns? Das Schicksal?
Wir sind selbst das Schicksal dieses Lebens, dieser
Existenz. Wir haben die Vorgänge mitbestmmt, wir stützen und tragen die
bestehenden Systeme durch unser Tun und unser Nicht-Tun gleichermaßen. Wir sind
keine Opfer und wir sind auch keine Bittsteller. Wir haben keinen
Vertragspartner außer uns selbst.
Es ist die Grundlage aller Selbstrechtfertigungen die
Existenz einer Übermacht zu unterstelen, die weder genau definiert noch bewiesen
ist, der wir unseren Willen aber angeblich unterworfen haben und auch zuknftig
unterwerfen müssen. Diese diffuse Macht übernimmt oder trägt eben auch die
Verantwortung für all unser Tun und hat die Knsequnezen unserer Lebensweisen
vor sich selbst zu rechtfertigen. Diese Vorstellung stellt eine scheinbare
Erleichterung für unser Bewußtsein dar, ist aber eine Illusion, eine
Externalisierung der Schuld, eine kindlich naive Abweisung der ‚unangenehmen‘
Verantwortung.
Doch die eigentliche Frage müsste zunächst sein „Warum
empfinden wir diese Verantwortung als unangenehm?“. Und da kommt wieder die
Systematik ins Spiel, das System der Gesellschaftsordnung als Projektion
unserer inneren Welt, unserer inneren Rechtfertigungsmechanismen, in dem wir
Institutionen der Erziehung und Konditionierung geschaffen haben, die unser
Bewußtsein und unsere Persönlichkeit eben derart konstruieren und gestalten,
dass wir grundlegende Werte dementsprechend anerkennen.
Freitag, 10. Mai 2013
Tag0079 - Die Kältemauer
Blog vom 29.04.2013
Die Erfahrung eines sich in der
Entwicklung befindlichen, jungen Menschen von seinem Umfeld
ausgeschlossen, missachtet und aggressiv diffamiert zu werden
verursacht bestimmte Reaktionsmuster des Selbstschutzes, verzweifelte
Versuche sich die Situation irgendwie erträglich zu erklären und
präventive Verhaltensmuster die eine Demütigung und die
Verletzlichkeit der eigenen Person in Zukunft verhindern sollen.
Solche Verhaltensmuster und die emotionalen Strategien die man durch
diese schockierenden Erlebnisse entwickelt, das Grundlegende
Misstrauen gegenüber allen Menschen und auch die tief liegenden
Ängste beeinflussen und bestimmen nun das gesamte folgende Leben der
betreffenden Person, da sie ein grundlegender Teil der
Persönlichkeitsentwicklung, der Erfahrungsverarbeitung und der
Charakterbildung geworden sind.
Wie auch andere
Persönlichkeitsprägungen können diese Muster und
Selbstschutzprogramme zu einem so selbstverständlichen Teil der
eigenen Persönlichkeit werden, dass sie gar nicht mehr als solche
wahrgenommen werden, sondern als rationale, spontane Entscheidungen.
Ablehnendes Verhalten gegenüber bestimmten Personen beispielsweise,
die aufgrund ihrer Art, ihres Aussehens oder einfach aufgrund der
Umstände unter denen man ihnen begegnet an vergangene, traumatische
Erlebnisse des 'Mobbings' oder der Misshandlungen erinnern, Ängste
vor besimmten Situationen, Vermeidungsverhalten um sich ähnlichen
Situationen zu entziehen.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe zu einem Opfer meiner Gedanken- und
Reaktionsmuster die ich in einer Zeit der Erfahrung von Diffamierung,
Ausgrenzung und Aggression entwickelt habe und dass ich meine
Selbstbestimmung aufgegeben habe um mich von den Verhaltensmustern
und Programmen leiten zu lassen ohne zu merken dass ich gerade
dadurch ihre Wirkung weiter mit mir herumtrage, sie am Leben erhalte
in derselben Weise wie ich sie wahrgenommen und erfahren hatte ohne
mir die Möglichkeit zu geben diese emotionalen Erfahrungen zu
bewältigen, sie zu analysieren und meine Reaktionen und
Verhaltensmuster zu verstehen, zu dekonstruieren und mich selbst neu
zu strukturieren, ohne mir die Möglichkeit zu geben auch die
Verhaltensweisen derjenigen Menschen zu verstehen denen ich
ausgesetzt war um in diesem Verständnis meinen Umgang mit diesen
Erfahrungen selbstbestimmt und verantwortlich zu gestalten um
letztlich eine Lösung nicht nur für mich, sondern für das Problem
als solches, die Ursachen des Auftretens solcher Verhaltensweisen
überhaupt zu entwickeln.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe zu glauben, die Ablehnung bestimmter
Menschen so wie meine Abneigung gegenüber Situationen in denen ich
mich prüfen und beurteilen lassen muss sei eine Vernunftbasierte,
rationale Verhaltensweise und eine freie Entscheidung von mir, obwohl
dieses Verhalten in vielen Fällen für mich und alle Beteiligten
eher ungünstige Konsequenzen hatte, und dass ich mir nicht gestattet
habe mich in Selbstehrlichkeit selbst zu durchleuchten und zu fragen
woher diese emotionale Reaktion tatsächlich kommt und darin zu
erkennen, dass ich nicht selbstbestimmt und eigenständig, sondern
fremdbestimmt und aus einer selbstgewählten Opferrolle heraus
handle.
Ich bestimme mich selbst als Mensch und
als das Leben, meine Entscheidungen und Reaktionen zu prüfen, meinen
Umgang mit anderen Menschen an den Prinzipien der Gleichheit und
Einheit des Lebens auszurichten, mich nicht emotional bestimmen zu
lassen ohne der Ursache für diese Empfindungen auf den Grund zu
gehen und meine Motive zu prüfen und mich gegebenenfalls, wenn sie
dem Eigennutz dienen, wenn sie aus Angst und selbstgewählter
Ignoranz getroffen wurden zu stoppen und zu korrigieren, so dass
meine Entscheidungen am Wohl allen Lebens ausgerichtet sind und nicht
an den Persönlichen Prägungen, die aus Angst und
Vermeidungsverhalten niemandem etwas bringen, sondern in vielen
Fällen sogar das Leben bremsen, einschränken und unter Umständen
Schaden verursachen.
Donnerstag, 9. Mai 2013
Tag0077 – Wirklich große Taten schmerzen und bringen keine Anerkennung
Nachträglich aus dem Handschriftlichen
Blog vom 28.04.2013
Für die wahren Leistungen, die schwierigsten und
gefährlichsten Hürden die du nehmen kannst, für die übermenschlich und
unerträglich anmutenden Leistungen der Selbst-Entwicklung und
Selbst-Überwindung wirst du niemals so etwas wie Anerkennung ernten oder gar
Respekt ernten. Wenn du dir solches Seelenbalsam und derartige Ego-Schmeicheleien
erhoffst, hast du offenbar die eigentliche Tat und das einzig großartige das
ein Mensch tun kann noch nicht getan.
Im Gegenteil, solltest du dich auf den Weg der
Selbstüberwindung und der Selbstbestimmung begeben, dann wird dir aus allen
Richtungen Feindseligkeit und Abneigung entgegenschlagen und selbst jene, die
glauben an deiner Seite zu stehen werden, sofern sie sich nicht selbst
entschieden haben sich von ihren Programmierungen und konditionierten
Verhaltens- und Reaktionsmustern zu befreien, anfangen gegen dich zu arbeiten,
auch wenn sie es vordergründig selbst nicht einmal wahrnehmen wollen. Wenn du als greifbarer, passender Teil, als
Rolle in ihrem Stück ds Lebens verschwindest und entgleitest, werden sie dich
aufhalten und festnageln wollen.
Wenn du ihnen vorlebst dass du frei von gewissen Fesseln
bist die sie noch immer quälen und ihnen durch dein Beispiel klar wird was sie
wirklich tun und wagen müssten um sich zu befreien, dann werden sie sich und
mit energischer Konsequenz und Hartnäckigkeit auch dir einzureden versuchen,
dass deine Freiheit nicht real wäre, dass du mit Tricks und Scheinheiligkeit
arbeiten würdest. Sie werden versuchen dich zum Zweifeln zu bringen und dann
kommt es darauf an, ob du dich verleiten lässt im Namen eines trügerischen
Friedens der Hingabe an Gewohnheiten mit dem sie dich zu locken versuchen oder
ob du wirklich gefestigt bist, ob du ehrlich und gründlich an dir gearbeitet
hast um für die Freiheit allen Lebens ein unumstößliches Beispiel zu geben,
geradezustehen für alle Ursachen und Konsequenzen weil du weißt, dass dieser
Konflikt sogar notwendig ist, dass es unumgänglich ist diese Wunden zu reißen
im Prozess der Trennung von Trug und Schein der Bewusstseinsverblendung
bisheriger, illusionärer und ignoranter Selbstwahrnehmung um sich selbst zu
lösen, sich selbst zu zerlegen und neu zu strukturieren. Und dass am Ende
dieses Prozesses die Heilung zur Einheit, die Einswerdung des Lebens steht,
dass eben unsagbar mehr davon abhängt als das momentane, persönliche Bedürfnis
nach Harmonie und Ruhe, nämlich die Gleichheit und Einheit allen Lebens und
damit das Ende allen Missbrauchs, das Ende der Ausbeutung.
Freitag, 12. April 2013
Tag0061 – Der Tod und das Ende der Vorstellung [Teil2]
Fortsetzung zu Tag0056
Die Auseinandersetzung mit dem Tod, mit
der eigenen Sterblichkeit bringt überhaupt gar nichts, so lange sie
von der verklärten Selbstwahrnehmung als zeitloses, endloses und von
allem isoliertes Geisteswesen ausgeht. Diese Vorstellung von unserem
Selbst als die reine Wahrnehmung durch das Bewusstsein, als die
Wahrnehmung der Gefühle und Gedanken, als die Erinnerung und das
Wissen, als die gesammelte Information geht immer unterschwellig von
der Unabhängigkeit von den körperlichen, physischen
Gesetzmäßigkeiten des Körpers aus. Wir haben diesen Glauben an das
Überdauern dieser Existenz als menschlicher Orgaismus so tief in all
unseren Überlegungen vergraben, dass wir die Zeit die wir in dieser
Form existieren gar nicht als begrenzt wahrnehmen. Wir richten all
unser Denken und Handeln auf die Befriedigung und die Vergrößerung
unseres Bewußtseinssystems aus. Mehr Erfahrungen, mehr Wissen, mehr
Erlebnisse, mehr Emotionen und Gefühle, mehr Erinnerungen, mehr
Persönlichkeit usw., usw. Dabei versuchen wir ein Bild von uns zu
schaffen, eine Persönlichkeit mit Fähigkeiten und Eigenschaften die
einem Ideal entsprechen das an eben diesem Glauben ausgerichtet ist,
dass dieses Bildnis der Vorstellung das eigentlich wertvolle und
wichtige an unserer Existenz als Mensch sei. So lange wir uns von
diesem Standpunkt aus mit der Sterblichkeit auseinandersetzen wird
unsere Wahrnehmung nur immer verklärter, verwirrter und unsere
Selbstbestimmung als eigenverantwortliche, eigenständige und
verlässliche Menschen immer unwahrscheinlicher. In dieser Denkweise
an eine vollkommen unhaltbare, um nicht zu sagen abwägige
Vorstellung bestätigen wir unsere aus Unsicherheit entstandenen
Ängste. Wir geben ihnen die Möglichkeit hinter schönen,
schmeichelhaften Vorstellungen versteckt weiter zu wachsen und uns zu
zermürben. Wir machen uns anfällig, angreifbar, manipulierbar und
viele haben bereits meisterhaft gelernt diese verborgenen Ängste zu
benutzen um Menschen zu beeinflussen. Tatsächlich funktionieren die
bestimmenden Faktoren all unserer Wirtschaftssysteme, unserer
gesellschaftlichen und politischen Strukturen genau nach den
Prinzipien der Angst-Manipulation. Die Selbstschutzmechanismen des
Bewusstseins des Menschen als EGO sind so sicher, um nicht zu sagen
heimtückisch, dass selbst die direkte Konfrontation mit der
körperlichen Sterblichkeit, die direkte Erfahrung der Endlichkeit
des Menschenwesens und damit auch seines Bewußtseins (viel eher noch
kann hier von einem Ende gesprochen werden als bei derm körperlichen
Zerfall, der alles andere als das Ende von Leben ist wie man weiß)
nicht unbedingt zum Erwachen aus der illusionären Verklärung führt,
sondern sie im Gegenteil noch verstärken oder überhaupt erst ans
Laufen bringen kann, wenn beispielsweise Menschen nach einer schweren
Krankheit oder dem Verlust eines nahestehenden, emotional verbundenen
Menschen plötzlich religiöse Ansichten und Vorstellungen erlauben
und entwickeln, um sich wieder vor der nun ins unerträgliche
gesteigerten, beinahe konfrontierten Angst vor dem Tod, dem Ende der
eigenen Geschichte zu verstecken.
Doch diese Konfrontation die man zu
vermeiden sucht könnte so heilsam sein, sie würde dazu führen,
dass man sich der illusionären Verklärung entledigt und zu einem
eigenständigen, selbstbestimmten Teil des Lebens selbst werden kann,
dass man seine Angst verliert und eigenverantwortlich lebt, denkt und
handelt, im Sinne des Lebens selbst anstatt im Sinne einer Fantasie,
einer Vorstellung die absurd, irreführend und inakzeptabel ist
aufgrund der realen Konsequenzen für alles Leben, die das Resultat
der verantwortungslosen, selbstsüchtigen Handlungsweisen, der auf
diese Ideologie ausgerichteten Kulturen und Gesellschaftssysteme
sind.
Ich atme hier und jetzt, das ist wahrhaftig, das ist Leben, da bin ich eins und gleich mit allem Leben. Ich habe Gedanken, ein Bewußtsein und Erinnerungen, die kann ich nutzen, erkennen, mich selbst verstehen lernen, ich kann gestalten und mich entscheiden. Entscheide ich mich aber für eine Lebensweise die anderen Lebensformen schadet, die ideologische Werte schafft die der reinen Vorstellung entspringen, nicht aber der Wirklichkeit entsprechen und nur durch deren missbrauch zu erlangen sind, dann arbeite und lebe ich gegen das Leben, also gegen mich selbst, gegen mein Atmen. Ich könnte genausogut hier und jetzt meinen Atem stoppen. Denn auch dann entscheide ich mich gegen das Leben, gegen das Sein meiner Form, ich habe nur die Gedanken und emotionalen Reaktionen als Rechtfertigung, nicht aber einen wahren Grund in der tatsächlichen Realität der Möglichkeiten, die sich mir als Mensch in diesem System, das wir als Menschen haben entstehen lassen bieten und die ich nutzen kann und muss wenn ich mich eigenverantwortlich als das Leben mir selbst gegenüber verhalten will um die Fehler und Irrtümer zu korrigieren die mich in die Situation der verängstigten Selbstaufgabe gezwungen haben, um mich eigenständig selbst zu verändern, neu auszurichten am Leben und ein lebendiges Beispiel zu sein für die Möglichkeit und die Freiheit des Menschen sich für das Leben zu entscheiden und in der Übernahme der Eigenverantwortung in dieser Existenz allem Leben Würde und Freiheit wieder zu geben.
Ich atme hier und jetzt, das ist wahrhaftig, das ist Leben, da bin ich eins und gleich mit allem Leben. Ich habe Gedanken, ein Bewußtsein und Erinnerungen, die kann ich nutzen, erkennen, mich selbst verstehen lernen, ich kann gestalten und mich entscheiden. Entscheide ich mich aber für eine Lebensweise die anderen Lebensformen schadet, die ideologische Werte schafft die der reinen Vorstellung entspringen, nicht aber der Wirklichkeit entsprechen und nur durch deren missbrauch zu erlangen sind, dann arbeite und lebe ich gegen das Leben, also gegen mich selbst, gegen mein Atmen. Ich könnte genausogut hier und jetzt meinen Atem stoppen. Denn auch dann entscheide ich mich gegen das Leben, gegen das Sein meiner Form, ich habe nur die Gedanken und emotionalen Reaktionen als Rechtfertigung, nicht aber einen wahren Grund in der tatsächlichen Realität der Möglichkeiten, die sich mir als Mensch in diesem System, das wir als Menschen haben entstehen lassen bieten und die ich nutzen kann und muss wenn ich mich eigenverantwortlich als das Leben mir selbst gegenüber verhalten will um die Fehler und Irrtümer zu korrigieren die mich in die Situation der verängstigten Selbstaufgabe gezwungen haben, um mich eigenständig selbst zu verändern, neu auszurichten am Leben und ein lebendiges Beispiel zu sein für die Möglichkeit und die Freiheit des Menschen sich für das Leben zu entscheiden und in der Übernahme der Eigenverantwortung in dieser Existenz allem Leben Würde und Freiheit wieder zu geben.
Bastian Neumann / Ramstein /
Deutschland / 12.04.2013
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Donnerstag, 11. April 2013
Tag0060 – Ich bin zu müde zum Schreiben...
Heute fühle ich mich total müde und
möchte am liebsten wieder hundert Ausreden überlegen um nicht mehr
schreiben zu müssen. Doch muss ich eigentlich? Ich habe diese
Vereinbarung mit mir selbst getroffen, täglich mindestens ein paar
Sätze zu schreiben, über meinen Entwicklungs- und
Selbstentdeckungsprozess, über alltägliches und die Selbstehrliche
Analyse meiner Existenz. Also muss ich nicht im Sinne einer von außen
aufgezwungenen Aufgabe, ich stehe nicht unter Druck dem ich nicht
folgen will oder kann, sondern meine Vereinbarung war eine
Vereinbarung des Selbst-Vertrauens, ein Versprechen an mich selbst,
ein Bekenntnis zu meiner Fähigkeit mich an selbst getroffene
Vereinbarungen zu halten. Und diese Vereinbarung ist im Grunde nicht
einmal eine besondere Herausforderung. Sie ist im Gegenteil ein
Geschenk an mich selbst, eine Aufforderung mich mit mir selbst zu
beschäftigen, mich verstehen und entwickeln zu lernen, mich
selbstbestimmt zu steuern und überall dort wo ich bisher
fremdbestimmten Mustern gefolgt bin, wo ich der Gehirnwäsche und den
Geistesprogrammen einer Kultur und eines Wertesystems in das ich
hineingewachsen bin blind gefolgt bin Schritte der Selbstbefreiung zu
unternehmen, praktische, am Leben ausgerichtete Schritte, in selbstehrlicher Erkenntnis der Einheit und Gleichheit mit allem in
Existenz, also kein rebellischer Befreiungsschlag in einer Auflehnung
gegen das System, als sei ich losgelöst und abgetrennt davon,
sondern in einer Transformation des Selbst, das Bestandteil und
tragende Funktion eben dieser Systeme war, die uns begrenzen, die das
Leben nahezu unkontrolliert zerstören, bedrohen und ausbeuten, die
gegen die Prinzipien des Lebens selbst, also dessen was wir sind
arbeiten, in dieser Selbstbefreiung zur Selbstbestimmung als das
Leben also diese Fehler und Irrtümer menschlicher Selbstwahrnehmung
zu korrigieren um ein Beispiel für die Möglichekit der
Selbstbestimmung in eigenverantwortlicher Lebenssicht als Mensch zu
sein.
Dieses Geschenk an mich selbst kann ich
nur zu lasten oder zum Schaden meiner Selbst einfach aufgeben oder
vernachlässigen, da ich mir selbst das Vertrauen entgegenbringe
diesen Weg zu gehen, da ich nur mir selbst Rechenschaft schuldig bin
und mir selbst gegenüber nicht schlüssig begründen werde können
warum ich es nicht fertig bringe, jeden Tag ein bestimmtes Pensum
niederzuschreiben, mich freizuschreiben um mich selbst als das Leben
frei zu machen für das Leben. Ich mag müde sein, dennoch sehe ich
wenn ich mich bedingungslos selbstehrlich befrage mehr als genügend
Möglichkeit und Potential um diesen Post zu schreiben und zu
veröffentlichen. Und so schreibe ich mich frei von der
Selbstrechtfertigung die ein Teilprogramm der Selbstaufgabe ist und
bestimme mich selbst dazu, mich der Vereinbarung mit mir selbst
verpflichtet zu sehen und schreibe mit der Motivation des Lebens und
der Erkenntnis um die Notwendigkeit der Befreiung des Lebens von
allen, noch so banal erscheinenden Programmen der Selbstwahrnehmung
unter Einfluß der systemischen Muster der menschlichen
Selbstversklavung unter modellierte Triebe, Emotionen und
Verhaltensmuster.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe mich vom täglichen Schreiben lossagen
zu wollen mit dem Argument der Müdigkeit und der
Selbstrechtfertigung als ein Selbstimage einer Person die gut und
viel gearbeitet und sich daher die abendliche Freizeit und
Entspannung verdient hat, ohne zu sehen, dass wahre Entspannung erst
durch die Selbsthingabe an das tägliche Schreiben erreicht werden
kann, indem ich mich frei schreibe von den mich in meinen Geist
einspannenden Gedankenmustern und fremdprogrammierten Wertideologien,
und indem ich mich mir selbst gegenüber als vertrauenswürdig
erweise mein „Verdienst“ der Vorteil aller an meiner
Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit ist.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe mich selbst müde zu denken, obwohl
ich körperlich durchaus noch wach und bei Kräften genug war, nur um
eine Rechtfertigung zu haben nicht mehr mit dem Schreiben anfangen zu
müssen, dass ich stattdessen etwas „unterhaltsames“ machen
wollte, etwas das früheren Gewohnheitsmustern entspricht wie einen
Film sehen oder ähnlich passive Erlebnisse, dass ich mich während
der Vorbereitung schon in einem inneren Konflikt befunden habe und
nicht einsehen wollte, dass das Hintergehen meiner Selbst mir selbst
schadet, dass ich mich selbst entlang der mir einprogrammierten und
konditionierten Muster manipuliere und programmiere und mich dadurch
selbst beschränke, bremse und aufgebe.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe zu glauben, wenn ich mich den ganzen
Tag über angestrengt habe, hätte ich etwas für mich ganz
persönlich „verdient“, ohne mich selbstehrlich zu fragen bei WEM
ich denn diese „Auszeit“ verdienen kann, wer sie mir sozusagen
zusprechen kann, da ich in dieser Selbstbefragung erkennen müsste,
dass ich selbst verantwortlich dafür bin, ob es wahrhaftig einen
solchen „Verdienst“ gibt, worin er tatsächlich begründet ist
und vor allem, ob ich darin wirklich einen Wert sehen kann, in
selbstehrlicher Selbstbefragung. Die einzige andere Möglichkeit wäre
die, dass ich eventuell den Glauben an eine übernatürliche oder
übermächtige Gottheit innerlich, unbewußt hüte und mir vorstelle,
dass ich ihr gegenüber diese Rechenschaft für meine „persönliche
Auszeit“ ablege, was ich nicht bejahen kann und daher muss ich
einsehen, dass ich selbst dieser „Gott“ bin, diese „Macht“
der ich hier etwas abzuschwatzen versuche, das ich „persönliche
Freiheit“ nenne und das ich in eigenmächtiger, selbstbestimmter
Sichtung der Wirklichkeit, der Zusammenhänge und meiner
Verantwortlichkeit als und für das Leben keinesfalls als Forderung
aufrecht erhalten kann.
Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 11.04.2013
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