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Donnerstag, 20. Juni 2013

Tag0114 - "Sei positiv!" Die doppelte Selbsttäuschung universaler Gedankenmanipulation (1)

marsmet543 / Foter.com / CC BY-NC-SA
„Positiv Denken“
Ha! Das ist wirklich ein Knaller unter den Selbsttäuschungen. Positives Denken kann dein Leben und deine Realität verändern. Natürlich, das ist der Fall, aber WIE? Etwa in der Weise, dass sich plötzlich alle Geschicke des Universums nach deinen persönlichen Wünschen ausrichten? Werden in dem Moment etwa alle anderen Menschen die an der Formung deiner 'Träume', deiner Wünsche und Vorstellungen beteiligt sind zu reinen Spielfiguren des Schicksals in deinem Namen? Was für ein Missbrauch wäre das! Nichts, aber auch gar nichts „Positives“ ist daran zu finden. Aber ungewöhnlich für das menschliche Bewusstsein in seiner heutigen Ausformung ist dies keineswegs, denn es ist programmiert auf Selbstüberschätzung, Größenwahn und rücksichtslosen Egoismus, und aus dem Grund halten so viele Menschen diese Art der universalen Manipulation aus Eigennutz für durchaus Plausibel. Die Art der Indoktrination des Bewusstseins durch positive Illusionen, durch das forcieren positiver Gedanken dient nur dem einen Zweck, sich fortwährend von der Wirklichkeit und den offensichtlichen Konsequenz des eigenen Handelns und Denkens abzuwenden, sich vor den Tatsachen der unausweichlichen Erkenntnis eigener Verantwortung für das Leben zu drücken. 

Positives Denken ist nichts weiter als eine elitäre Gewissensberuhigung, eine Betäubung des eigenen Potentials, eine Selbstlimitierung, eine Beschränkung auf die Märchenwelt des eigenen Geistes. Eine Selbstverblendung zum Zweck der Selbstherrlichkeit in einer Welt verantwortungsloser Akzeptanz missbräuchlicher und zerstörerischer Lebensgemeinschaften. Nur die wenigsten können sich den Luxus esoterischer Ignoranz leisten, nur die Eliten dieses ausbeuterischen Systems können sich mit künstlichen Gedanken- und Wunschwelten beschäftigen um der Wirklichkeit zu entfliehen. Selbst wenn sie arbeiten müssen um sich diesen Luxus zu leisten, so lange sie sicher sein können dass sie nach der nächsten Yoga- oder Meditationssitzung ihre Bäuche füllen können, zählen sie bereits zu den Begünstigten der räuberische-kapitalistischen Ausbeutungssystematik.
Positiv denken, vielleicht wirst du dann nächstes Jahr eine Gehaltserhöhung bekommen, oder die Reparatur deines Zweitwagens wird weniger kosten als erwartet, vielleicht verlässt dich deine Frau nicht, wenn du den 'Positiven' mimst...

So lange man sich dazu anhalten muss 'positiv' zu denken, so lange ist dieses Denken sogar in doppelter Hinsicht ein Selbstbetrug. Es ist nicht einmal 'echtes' Denken, sondern ein forciertes, gekünsteltes Denken, ein erlerntes Verhalten im Geiste, nichts weiter. Es ist nicht wahrhaftig. Selbst wenn das positive Denken auf magische Weise diene Welt, dein Umfeld beeinflussen könnte, so müsste es authentisch sein, es müsste kein Denken, sondern SEIN sein, gelebt im Augenblick. Es dürfte kein Zögern oder Abwägen dahinter stehen, keine Überlegung der eine gezwungene Entscheidung folgt, Das Schicksal müsste diesem Betrug sonst sofort auf die Schliche kommen.

Fortsetzung folgt...



Dienstag, 7. Mai 2013

Tag0075 - Selbstvergebung zur Selbstwahrnehmung als Geschichte

eliot. / Foter.com / CC BY-NC-SA
 
Nachträglich aus dem Handschriftlichen

Blog vom 26.04.2013



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich immer wieder in gedanklichen Konzepten meiner Selbstwahrnehmung als eine bestimmte, festgelegte Persönlichkeit und einen bestimmten Charakter verrant  zu haben und durch die dazu gehörenden Verhaltens- und Denkmuster eine Rolle repräsentiert zu haben mich in die Erwartungen und Anforderungen die zu dieser besmmten rolle gehören eingefügt und daran angepasst zu habne, was immer wieder zu Unzufriedenheit und zu Konflikten mit mir selbst  und meinem Umfeld geführt hat und mir selbst die sinnvolle Handlungsmöglichkeit verbaut hat, da ich in den Gedankenmustern meiner persönlichkeitsgeprägten Philosophie der Selbstherrlichkeit nur innerhalb der Problemverursachenden Strukturen zu denken in der Lage war.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe zu glauben ich müsse auf dr stetigen Suche nach etwas sein, das ich bin um Zufriedenheit, Selbstsicherheit und harmonische Ruhe zu erreichen, anstatt mich selbst einmal zu fragen ob ich bin, bei mir selbst anzufangen um mich selbst als das Leben anzuerkennen und mich darin wiederzufinden, was letztlich jede weitere Suche erübrigt.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zu bedingungsloser Selbstehrlichkeit und Offenheit in jedem Moment der Verlagerung  meiner Selbstwahrnehmung und Selbstidentifikation in gedankliche Ideologien und Vorstellungen und verpflichte mich selbst mir in jedem dieser moment durch bewußtes Atmen und das Stoppen der Gedankenprogramme meine wahre Identität, mein Selbst als das Leben zu vergegenwärtigen und zu erkennen / anzuerkennen, dass meine Gedanken, mein Bewusstsein, die Erinnerungen nicht mein Selbst, sondern Werkzeuge und Methoden sind die durch mich als das Leben für alles Leben wirken können um ein Lebensbejahendes, lebendiges Beispiel für die Möglichkeit des Menschen zur Selbstbefreiung von den selbstzerstörerischen, psychopathologischen Entwicklungen des menschlichen Bewußtseins und seiner Selbstwahrnehmung allein als solches zu stehen.

Freitag, 12. April 2013

Tag0061 – Der Tod und das Ende der Vorstellung [Teil2]



Fortsetzung zu Tag0056

Die Auseinandersetzung mit dem Tod, mit der eigenen Sterblichkeit bringt überhaupt gar nichts, so lange sie von der verklärten Selbstwahrnehmung als zeitloses, endloses und von allem isoliertes Geisteswesen ausgeht. Diese Vorstellung von unserem Selbst als die reine Wahrnehmung durch das Bewusstsein, als die Wahrnehmung der Gefühle und Gedanken, als die Erinnerung und das Wissen, als die gesammelte Information geht immer unterschwellig von der Unabhängigkeit von den körperlichen, physischen Gesetzmäßigkeiten des Körpers aus. Wir haben diesen Glauben an das Überdauern dieser Existenz als menschlicher Orgaismus so tief in all unseren Überlegungen vergraben, dass wir die Zeit die wir in dieser Form existieren gar nicht als begrenzt wahrnehmen. Wir richten all unser Denken und Handeln auf die Befriedigung und die Vergrößerung unseres Bewußtseinssystems aus. Mehr Erfahrungen, mehr Wissen, mehr Erlebnisse, mehr Emotionen und Gefühle, mehr Erinnerungen, mehr Persönlichkeit usw., usw. Dabei versuchen wir ein Bild von uns zu schaffen, eine Persönlichkeit mit Fähigkeiten und Eigenschaften die einem Ideal entsprechen das an eben diesem Glauben ausgerichtet ist, dass dieses Bildnis der Vorstellung das eigentlich wertvolle und wichtige an unserer Existenz als Mensch sei. So lange wir uns von diesem Standpunkt aus mit der Sterblichkeit auseinandersetzen wird unsere Wahrnehmung nur immer verklärter, verwirrter und unsere Selbstbestimmung als eigenverantwortliche, eigenständige und verlässliche Menschen immer unwahrscheinlicher. In dieser Denkweise an eine vollkommen unhaltbare, um nicht zu sagen abwägige Vorstellung bestätigen wir unsere aus Unsicherheit entstandenen Ängste. Wir geben ihnen die Möglichkeit hinter schönen, schmeichelhaften Vorstellungen versteckt weiter zu wachsen und uns zu zermürben. Wir machen uns anfällig, angreifbar, manipulierbar und viele haben bereits meisterhaft gelernt diese verborgenen Ängste zu benutzen um Menschen zu beeinflussen. Tatsächlich funktionieren die bestimmenden Faktoren all unserer Wirtschaftssysteme, unserer gesellschaftlichen und politischen Strukturen genau nach den Prinzipien der Angst-Manipulation. Die Selbstschutzmechanismen des Bewusstseins des Menschen als EGO sind so sicher, um nicht zu sagen heimtückisch, dass selbst die direkte Konfrontation mit der körperlichen Sterblichkeit, die direkte Erfahrung der Endlichkeit des Menschenwesens und damit auch seines Bewußtseins (viel eher noch kann hier von einem Ende gesprochen werden als bei derm körperlichen Zerfall, der alles andere als das Ende von Leben ist wie man weiß) nicht unbedingt zum Erwachen aus der illusionären Verklärung führt, sondern sie im Gegenteil noch verstärken oder überhaupt erst ans Laufen bringen kann, wenn beispielsweise Menschen nach einer schweren Krankheit oder dem Verlust eines nahestehenden, emotional verbundenen Menschen plötzlich religiöse Ansichten und Vorstellungen erlauben und entwickeln, um sich wieder vor der nun ins unerträgliche gesteigerten, beinahe konfrontierten Angst vor dem Tod, dem Ende der eigenen Geschichte zu verstecken.
Doch diese Konfrontation die man zu vermeiden sucht könnte so heilsam sein, sie würde dazu führen, dass man sich der illusionären Verklärung entledigt und zu einem eigenständigen, selbstbestimmten Teil des Lebens selbst werden kann, dass man seine Angst verliert und eigenverantwortlich lebt, denkt und handelt, im Sinne des Lebens selbst anstatt im Sinne einer Fantasie, einer Vorstellung die absurd, irreführend und inakzeptabel ist aufgrund der realen Konsequenzen für alles Leben, die das Resultat der verantwortungslosen, selbstsüchtigen Handlungsweisen, der auf diese Ideologie ausgerichteten Kulturen und Gesellschaftssysteme sind.

Ich atme hier und jetzt, das ist wahrhaftig, das ist Leben, da bin ich eins und gleich mit allem Leben. Ich habe Gedanken, ein Bewußtsein und Erinnerungen, die kann ich nutzen, erkennen, mich selbst verstehen lernen, ich kann gestalten und mich entscheiden. Entscheide ich mich aber für eine Lebensweise die anderen Lebensformen schadet, die ideologische Werte schafft die der reinen Vorstellung entspringen, nicht aber der Wirklichkeit entsprechen und nur durch deren missbrauch zu erlangen sind, dann arbeite und lebe ich gegen das Leben, also gegen mich selbst, gegen mein Atmen. Ich könnte genausogut hier und jetzt meinen Atem stoppen. Denn auch dann entscheide ich mich gegen das Leben, gegen das Sein meiner Form, ich habe nur die Gedanken und emotionalen Reaktionen als Rechtfertigung, nicht aber einen wahren Grund in der tatsächlichen Realität der Möglichkeiten, die sich mir als Mensch in diesem System, das wir als Menschen haben entstehen lassen bieten und die ich nutzen kann und muss wenn ich mich eigenverantwortlich als das Leben mir selbst gegenüber verhalten will um die Fehler und Irrtümer zu korrigieren die mich in die Situation der verängstigten Selbstaufgabe gezwungen haben, um mich eigenständig selbst zu verändern, neu auszurichten am Leben und ein lebendiges Beispiel zu sein für die Möglichkeit und die Freiheit des Menschen sich für das Leben zu entscheiden und in der Übernahme der Eigenverantwortung in dieser Existenz allem Leben Würde und Freiheit wieder zu geben.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 12.04.2013



Freitag, 26. Oktober 2012

Tag 71 - Die Rache an den Kindern (Fortsetzung Selbstvergebung)

catnapping / Foter / CC BY

Dieser Blog ist eine Fortsetzung zu "Tag 70 - Die Rache an den Kindern"

Auszug:

"Das angeborene Vertrauen der Kinder spiegelt schlicht und einfach die Einheit des Lebens wieder, es ist das Vertrauen des Lebens in sich selbst, das Ur-Selbstvertrauen, welches uns im Laufe unserer Anpassung verloren gegangen ist. Und anstatt dieses Urvertrauen in unseren Kindern zu fördern, uns dieser Verantwortung als würdig zu erweisen, bemühen wir uns mit aller Macht darum, es in ihnen zu brechen. Wir lehren sie zu misstrauen weil wir wissen, dass wir Ihnen ein Umfeld bieten, dass wir eine Welt geschaffen haben, die keines Vertrauens würdig ist..."


Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, in meiner Reaktion auf die Wirklichkeit immer nach Schuldigen und Verantwortlichen ausserhalb meiner selbst gesucht zu haben, dass ich der Illusion verfallen war dass das Verhalten anderer die teils schrecklichen Konsequenzen des Systems verursacht und dass ich nicht da mit hineingezogen werden könne, wenn beispielsweise ein Kind im gesellschaftlich zugesicherten Schutz der Familie über Jahre misshandelt und missbraucht wird und wir als individuelle Beobachter in eingeredeter Hilflosigkeit mit den Schultern zucken, mit dem Glauben wir wären nicht verantwortlich, sondern die 'zuständigen Behörden und Institutionen', und dabei den offensichtlichen Fehler angestrengt ignorieren, dass diese Behörden und Institutionen keine eigenständigen oder übernatürlichen Mächte sind, sondern dass sie unsere eigenen Kreationen sind, dass sie für uns alle stehen sollten und damit wir alle für diese Institutionen und Behörden und ihre Wirkungsweise/Funktion verantwortlich sind.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, in der wütenden Reaktion meiner selbst und anderer Menschen auf die offensichtlich inakzeptable Weise in der wir mit dem Leben, mit den Kindern und uns selbst umgehen eine Lösung sehen wollte in dem Sinne, dass diese Wut als revolutionäre Kraft innerhalb des Systems in irgendeiner Weise die Zustände ändern könnte, wenn genug Menschen sich in dieser Weise empörten, ohne zu erkennen, dass diese wütenden Reaktionen im Grunde nur eines verbergen, nämlich dass wir uns selbst ändern müssten, um die Gesellschaft oder die Welt zu ändern und dass wir im Grunde nicht bereit dazu sind, weil dies einmal die Ungewissheit über die eigene Zukunft und deren Komfort beinhalten würde und andererseits all das in Frage stellen würde, was wir bisher als wichtig, wertvoll und erstrebenswert gehalten haben, aber vor allem weil wir erkennen und akzeptieren müssten, dass wir alle, jeder für sich eigenverantwortlich gerade zu stehen hätten für all unsere Entscheidungen und unsere Wirkungsweise im und mit dem Leben.

Je aggressiver und lauter die Wut der Menschen sich in anklagender Weise gegen 'andere' Menschen als alleinverantwortliche 'Täter' äußert, desto skeptischer sollte man diese Personen betrachten, denn umso größer ist ihre Verzweiflung über das Wissen um die eigene Unverantwortlichkeit und Unzuverlässigkeit, umso stärker ist ihr Drang sich und andere von ihrem eigenen Leben, von der eigenen Person und dem eigenen Charakter abzulenken.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe wütend zu werden auf andere Menschen, dass ich mir von ihnen ein Bild der alleinverantwortlichen Täter gemacht habe, dass ich mir vorgestellt und eingebildet habe, dass man sie nur entfernen müsste und dann würden solche Dinge - was auch immer sie getan haben das mich so wütend hat werden lassen - einfach nicht mehr geschehen, dass ich es mir erlaubt habe die offensichtliche Naivität dieser Annahme einfach zu ignorieren und aus reinem Selbstinteresse der Befriedigung meiner emotionalen Bedürfnisse, der Rachegedanken, nachgegeben habe und dadurch die Strukturen die tatsächlich ursächlich für lebensverachtendes, ignorantes und selbstsüchtiges Verhalten mit verantwortlich sind unterstützt und genährt habe.


Ich bestimme mich selbst als das Leben, ich stehe in jedem Atemzug als das Leben und für das Leben, eigenverantwortlich für die Offenbarung aller Selbstverblendung und Ignoranz die wir uns als Menschen in unserem Bewußtsein als Schutzmechanismen unserer Selbstidentifikation als Gedanken, Erinnerung und Emotionen zurechtgelegt haben, ich stehe dafür und gebe mich dem Prozess der Selbstoffenbarung in all diesen Programmen der Heuchelei und Verlogenheit unter der Prämisse des 'Schein-Wahrens' hin um das Leben vor dem Wahn des ausser Kontrolle geratenen Bewußtseins zu schützen, um uns selbst und die Kinder davor zu bewahren, dass wir ihnen wieder und wieder dasseleb antun, dass wir aus Feigheit und Ignoranz immer und immer wieder in die Endlossschleife der Selbstaufgabe und Selbstzerstörung geraten. Ich stelle mich der Eigenverantwortung und meiner Aufgabe mir selbst gegenüber in Selbstehrlichkeit Rechenschaft abzulegen und meine wahren Motivationen in jedem Atemzug mir selbst gegenüber zu offenbaren und auf Lebenswürdigkeit zu prüfen, mir selbst zu vergeben, mich selbst zu korrigieren, so dass ich in aller Offenheit für mich selbst gegenüber mir selbst und gegenüber / neben allem Leben gerade stehen kann.

Fortsetzung bleibt offen...