Weg in die Selbstbestimmung, Restrukturierung der Persönlichkeit, Neuausrichtung am Leben.., Dies ist mein Beitrag und mein Beispiel für den möglichen Paradigmenwechsel einer systemkontrollierten, vorprogrammierten und egozentrischen Persönlichkeit zu einem mündigen, selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Mensch-Sein in Anerkenntnis der Einheit des Lebens.
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Freitag, 3. Oktober 2014
Montag, 21. Juli 2014
Tag 180 - Immer geduckt (persönlicher Selbstanalyse und Korrekturprozess 2. Teil)
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- Pictoscribe / Foter / Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0)
Das ist der zweite Beitrag einer Reihe zum persönlichen Selbstanalyse-, Entwicklungs- und Korrekturprozess
Teil 1:
Tag 179 - Warten auf das "Jetzt"
Auszug:
"Große
Pläne? Nein, denn das, was ich bin und was ich zu tun gedenke, das beginnt
jetzt und hier. Mit jedem Schritt und jedem Atemzug. Bleibe ich gesund liegen
nach Abschluss des Studiums noch gute zwanzig Jahre Arbeitsleben vor mir, mehr
als genug um mcih entsprechend einzubringen. Ich will hier nicht klingen wie
ein unreifer Idealist, daher stoppe ich diesen Gedankengang hier. Die Entscheidung
ist gefallen und diese Entscheidung wird in dieser Größenordnung wohl meine
letzte sein. Ich konnte immer schon am besten unter existentiellem Druck
arbeiten also habe ich die besten Voraussetzungen für mich und diesen Moment geschaffen. "
2. Teil
Ich habe mein Leben in geduckter Haltung verbracht und werde
diesen Fehler jetzt Schritt für Schritt und Stück für Stück beseitigen.
Verantwortlich für meine Haltung oder besser gesagt meine
Zurückhaltung bin immer ich selbst und niemand sonst, keine äußeren Umstände,
kein Verhalten anderer und auch nicht meine Natur oder das, was man gemeinhin
die „Natur“ und den „Charakter“ nennt, ohne genau zu wissen wovon man da
eigentlich spricht. Verantwortung beginnt immer bei einem selbst und erst in
zweiter Linie sind andere mit verantwortlich für die Situation in der man lebt
und die das eigene Leben mitbestimmt. Doch auch die Verantwortlichkeit anderer
ist eine Eigenverantwortung die sie zunächst sich selbst gegenüber zu
akzeptieren und zu erfüllen haben, denn nur dann kann man davon ausgehen, es
mit Selbst-bewussten und vertrauenswürdigen Menschen zu tun zu haben und nur
dann ist es möglich ein produktives Miteinander zu gestalten das nicht auf
Misstrauen, Missgunst, Angst und gegenseitiger Ausbeutung beruht.
Ich habe diese verdrängten und verborgenen Ängste in mir
herangezüchtet und es ihnen gestattet mich zu bestimmen. Wenn man ein Leben im
Verborgenen führt, wenn man sich versteckt hinter Fassaden, hinter Heuchelei
und Schauspielerei, wenn man nur in seinem geheimen Bewusstsein eine „intime
Persönlichkeit“ kultiviert, dann bleibt keine Wahl außer sich selbst zu belügen
und damit auch die anderen. Und mit der Zeit glaubt man seine eigenen Lügen und
identifiziert sich tatsächlich mit dieser geheimen Instanz und man bemerkt
nicht, dass das Gefühl des Mangels und der Unzulänglichkeit, die Unzufriedenheit
und die ständige Suche nach Erfüllung nur aus diesem unglücklichen Selbstbetrug
erwachsen. Man bemerkt diese ständige Fremdbestimmung durch die inneren
Programme, die Ängste sich zu offenbaren in allen Entscheidungen und Taten
nicht mehr, man wird verkrampft und verbittert, man verliert den Blick und die
Wahrnehmung für das Hier, den wirklichen Moment des Lebendigen Seins. Die Last
der erdrückenden Gedankenmuster und Konstrukte die man sich als Schutzwall vor
der Wirklichkeit aufgebaut hat lassen einen in die Knie gehen, man versucht
ständig auch das wahre körperliche Selbst verborgen zu halten. Entweder man
verkleidet sich wie ein Pfau oder man versucht so unauffällig und normal wie
möglich zu wirken, oder aber man senkt den Kopf um nicht gesehen oder erkannt
zu werden, lässt die Schultern hängen und steht geduckt, versuch sich in sich
selbst zurückzuziehen. Doch dort gibt es keinen Lebensraum, sondern nur die
Welt der eigenen Gedanken, welche nur durch das Körperliche überhaupt
existiert.
Es mag erscheinen wie ein defensiver Zustand der
Zurückhaltung aber wenn man es genauer betrachtet erkennt man, dass das
Gegenteil der Fall ist. Denn durch diesen permanenten Selbstbetrug, die
Anstrengung das Geheimnis der eigenen innersten Ängste, der verborgenen
selbstsüchtigen Pläne, der verbitterten Gedanken dass man es ja schließlich
verdient habe sich zu bereichern wo es nur geht, ohne Rücksicht auf Verluste in
der Hoffnung dass es einem dadurch besser ginge, ist man in ständigem Kampfmodus, man ist eigentlich
aggressiv-passiv, man versucht Gelegenheiten zu nutzen um aus dem Verborgenen
zuzuschlagen. Die Verteidigungs- und Opferhaltung ist hier nur eine Konsequenz
der eigenen Unaufrichtigkeit und der Versuch einer Rechtfertigung, denn man
muss sich nur dort verteidigen, wo man auf unsicherem Grund steht und wenn die
eigene Selbstidentifikation unsicher und wackelig ist lebt man in Angst und
kann sicher sein, dass sie nicht wahrhaftig ist.
In meinem letzten Blog habe ich die Komplexe meiner
Vergangenheitserlebnisse und der mentalen Systeme die ich auf meiner
Interpretation dieser Erfahrungen aufgebaut habe beschrieben und gezeigt, dass
es immer wieder darauf hinausläuft mich mit einer gedanklichen Idealvorstellung
zu vergleichen, einer imaginären Person die bestimmte Voraussetzungen und
Bedingungen erfüllt, die ich erst noch erreichen muss um so zu sein, wie ich es
mir vorstelle. Stark, Standhaft, Selbstbewusst und Zielgerichtet. Diese
Eigenschaften zu erwerben war für mich immer mit der Laufbahn einer durch die
Gesellschaft und das System vorgegebenen Weise verbunden und nur so zu
erreichen. Die Aufrichtigkeit und Selbstehrlichkeit immer als das was man ist,
was man sich erlaubt hat zu werden einfach zu SEIN und in dieser Akzeptanz das
eigene Potential zu entfalten, zu nutzen und selbst zu bestimmen wohin man
dabei geht ist aber immer Hier und in jedem Atemzug wählbar. Auf dieser
Aufrichtigkeit und Selbstehrlichkeit basiert das Selbstbewusstsein das
unumstößlich ist, weil es die eigene Gleichheit/Gleichwertigkeit und Einheit
mit allem Leben anerkennt und in das Sein integriert, also lebt. Dieser
Selbstwert ist dann nicht nur ein Gefühl oder ein Gedankenkonstrukt, sondern
basiert auf den Fakten des Lebens das unabhängig von den Idealen und Ideologien
existiert. All das scheinbare Versagen und die Niederlagen die ich als solche
in meine Persönlichkeit eingeflochten habe sind nur aus dem einen Grund für
mich, mein Leben, meine Entscheidungen und meine Selbstwahrnehmung bestimmend
geworden, weil ich das zugelassen habe. Ich habe mich vor mir selbst versteckt
und den Wunsch nach Anerkennung durch das Erfüllen von äußeren Bedingungen als
Rechtfertigung dafür benutzt, mich immer weiter in die gedanklichen
Wahrnehmungen meiner Selbst und meines Umfeldes zu flüchten, ohne die
Verantwortung für all die Schwierigkeiten die diese Welt bereithält zu
übernehmen und meinen eigenen Beitrag anzuerkennen. Was ist das Beschuldigen
und die Abwälzung von Verantwortung anderes als das Betteln um eine
Sonderbehandlung?
Bei alledem war mir nie wirklich klar, weil ich es nicht
wollte, dass meine Selbstwahrnehmung und die Minderwertigkeitsgefühle meine
eigene Kreation sind und ich nur durch meine Unehrlichkeit mir selbst gegenüber
die Ängste in mir geschaffen habe, die diese Wahrheit vor mir verbergen
sollten. Tatsächlich habe ich immer ein großes Potential an Fähigkeiten, an
Durchhaltevermögen, Disziplin und Fleiß gezeigt, wenn es darauf ankam mich und
meine imaginäre Selbstidentifikation zu schützen. Und diesen Schutz hatte ich
immer dann nötig, wenn ich mich eben durch den stetigen Selbstbetrug in eine
bedrohliche Lage gebracht habe. Durch diesen selbst geschaffenen Teufelskreis
konnte ich mir selbst die Fähigkeiten die ich darin aufgebracht habe nie
eingestehen oder sie schätzen lernen, denn sie waren ja immer nur zu dem Zweck
da, ein zum Scheitern verurteiltes Selbstbild aufrecht zu erhalten, das mit der
Wirklichkeit in Konflikt kommen musste, und diese Konflikt offenbarte eben
immer wieder die eigentliche Lüge dieser Konstruktion meiner Persönlichkeit.
Daher müssen selbst erdachte Illusionen, Fantasien und scheinlogische
Konstrukte die Konflikte verbergen und aus ihnen Angriffe machen, Attacken auf
ein schuldloses Opfer, Bedrohungen durch ein übermächtiges System von dem ich
mich selbst getrennt wahrnehme. Aber genau diese Trennung ist die größte
Illusion und die Ursache oder besser gesagt der gedankliche Nährboden für alle
irrationalen Ängste.
Die Herausforderungen des Systems annehmen das wir alle mit
tragen und dessen längst überfällige Überarbeitung nur dann angegangen werden
kann, wenn wir alle gemeinsam und jeder für sich diese Flucht in Illusionen
aufgeben, wenn wir nicht mehr die symbolischen Artefakte des Ideals
repräsentieren, sondern die Aufrichtigkeit, die Einheit und Gleichheit des Lebens
wahrhaftig Umsetzen indem wir sie auch in jedem Augenblick leben, bedeutet
einen Schritt in die eigenverantwortliche Selbstbestimmung die dem Potential
entspricht, das der Mensch hat. Die Verantwortung die seine Fähigkeiten mit
sich bringen zu übernehmen bedeutet alles in Betracht zu ziehen was möglich
ist, Konsequenzen bewusst zu überschauen und herauszukommen aus der stickigen
Höhle des geheimen Bewusstseins, sich zu offenbaren und sich in jedem anderen
zu erkennen, zu respektieren und zu ehren mit der Würde die uns allen zusteht.
Wenn wir dafür die äußeren und inneren Bedingungen erfüllen
gibt es keinen Grund mehr für defensives und/oder aggressives Verhalten, keinen
Grund sich selbst zu beschränken, sich zu unterdrücken und zu verstellen. Es
gibt keinen Grund für ein geheimes Bewusstsein oder eine persönliche Agenda der
Selbstsucht. Und es kann auch nichts und niemand den eigenen Selbstwert
entkräften.
Ich habe in diesen zwei Blogs bereits sehr viel über mich
und weitere Bereiche meiner Persönlichkeit erfahren und zu akzeptieren und
verstehen gelernt. Ich habe erkannt wie sehr ich mich selbst unterschätzt, mich
selbst beschränkt und unterdrückt habe und dass ich mir ein Selbstbild
erschaffen habe das weit entfernt von meinem wirklichen Potenzial und
Fähigkeiten liegt. Tatsächlich war das Potenzial immer da, nur mein
Bewusstsein, meine Gedanken und die Persönlichkeitsprogramme haben es
ermöglicht, meine Sicht auf die tatsächlichen Ereignisse, meine Handlungen,
Erfolge und Errungenschaften zu verstellen, die mir trotz aller Widerstände und
aller widrigen Umstände gelungen sind. Die Akzeptanz dieser Möglichkeiten und
dieses Potentials bedeutet aber eben auch die Verantwortung zu übernehmen
beides im Sinne und zum Besten allen Lebens einzusetzen. Und die Angst vor
dieser Verantwortung, die eine Eigenverantwortung ist zu der dich niemand
auffordert und die dir auch niemand hoch anrechnet in unserer Welt, ist der
Antrieb und der Trigger für all die Selbstrechtfertigungen, die
Entschuldigungen und selbstgefälligen Ausreden dafür, sich der Wirklichkeit
unserer menschlichen Welt nicht zu stellen.
Veränderung ist unumgänglich in dieser Welt. Doch wenn man
nicht einmal bereit ist den IST-Zustand anzuerkennen und die eigene
Verantwortung dafür mit in die Berechnungen zu nehmen, dann wird man
wirkungslos in seinem Tun und hat keine Möglichkeit für etwas wirklich
einzustehen.
Donnerstag, 9. Januar 2014
Tag 164 - Psychologie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen Teil 6
Fortsetzung zu
Tag 163 - Psychlogie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen Teil 5
Auszug:
Da der Selbstwert des Individuums sich
nicht mehr über den Konsum symbolischer Güter definiert oder
aufgrund zwangsweise auferlegter Statuswerte zu erkämpfen ist,
sondern in der unumstößlichen Gewissheit der Gleichheit und
Einheit, sprich der Gleichwertigkeit aller fußt, ist die
Lebensmotivation, der Antrieb der Handlung nun nicht mehr auf
gelenkte, isolierte Ziele ausgerichtet, sondern auf das Wohl der
Gemeinschaft und das Beste für deren Entwicklung, nicht nur begrenzt
auf die eigene Lebensspanne, sondern auf das Leben selbst bezogen,
Generationsübergreifend und nicht an die eigene Erfolgsgeschichte
gebunden.
Fortsetzung:
Wir wollen das Beste, wir wollen den
Fortschritt, die Bequemlichkeit und den Luxus. Dagegen ist nichts
einzuwenden. Das Problem dabei ist, wir wollen all das jetzt, für
uns selbst und so schnell wie möglich. Wir streben nach dem
persönlichen Erlebnis, nicht nach dem dauerhaften, stabilen Erfolg.
Wir sind allein auf unsere eigene, persönliche Erfahrung fixiert und
Sklaven des Belohnungssystems unserer primitiven Gehirne.
Angst ist der größte zerstörerische
Faktor und unser Antrieb dabei. Wir sind nicht dumm, aber wir handeln
kopflos, irre, idiotisch, wahnsinnig. Was sonst außer der Angst
sollte uns dazu bringen so zu handeln? Die Angst um die Geschichte
in unseren Köpfen die wir über das Leben selbst gestellt haben,
unsere Persönlichkeit. Wir haben zwar die Fähigkeit zu
Verstandes-gemäßem Denken, zur Vernunft, zu Weitsicht und
verantwortlichem Handeln, aber wir leugnen sie, nutzen sie
absichtlich nicht, aus Angst vor der Verantwortung die diese
Fähigkeiten mit sich bringen.Unsere kulturelle Prägung, die
Systematik die wir etabliert haben als soziales und wirtschaftliches
Gefüge nutzt unseren primitivsten Entwicklungsstand, unsere simplen
Systematiken persönlicher Belohnungs- und Glücksempfindungen um
uns im Innersten auf dem Stand der Entwicklung eines Säuglings zu
belassen. Dadurch werden wir zu Masken, zu oberflächlichen,
schein-mündigen 'Erwachsenen', mit Macht und Privilegien der
Mitgestaltung ausgestattet und werden dabei doch noch immer geleitet
und fremdbestimmt ohne uns dessen bewusst zu sein, handeln und
agieren einzig im Sinne und nach den Prinzipien der alles
beherrschenden Systematik des Glaubens, der Dogmen die, getriggert
durch unsere Ängste des Existenz- und Identitätsverlustes von uns
allen aufrecht erhalten werden.
Dabei ist jeder Fortschritt den die
Menschheit geleistet hat immer das Ergebnis einer Zusammenarbeit
gewesen. Es gibt keine einzigartige Idee, keine Leistung die absolut
unabhängig und isoliert vonstatten geht. Das Problem ist die
Systematik, die es entgegen jeder Vernunft und jeden Verstand
einzelnen Personen und Gruppen ermöglicht, die Rechte an Ideen und
Leistungen ihnen allein zuzuschreiben. Wenn diese Personengruppen
eine Möglichkeit sehen, aus einer Idee oder einer Leistung Profit zu
schlagen, erwerben sie die Rechte an dieser Idee, die ein Ergebnis,
ein Substrat der gedanklichen Anstrengungen und der Experimente von
hunderten und tausenden Menschen sein kann und benutzen wiederum
andere Menschen als Ressource, um die Produkte herzustellen, um die
Umsetzung zu vermarkten; und das können sie tun, weil die Systematik
die wir alle zulassen und aufrecht erhalten dies legitimiert, weil
Menschen in existenzielle Abhängigkeit von anderen Menschen,
Unternehmen und Konzernen gebracht werden, welche die Rechte an
Ressourcen und Ideen, menschlichen Errungenschaften für sich allein
beanspruchen können und dürfen.Wir halten in unserer Angst vor
Eigenverantwortung und wahrer Selbstbestimmung den Glauben aufrecht,
dieser Anspruch der so bemächtigten Personen sei gerechtfertigt
aufgrund ihrer persönlichen eigenen Leistungen. Doch nichts könnte
ferner von der Wirklichkeit der Tatsachen entfernt sein.
Der Gedanke die Entwicklung, Produktion
und allgemeine Organisation bestimmten Institutionen zu überlassen
die fachlich spezialisiert sind ist an sich kein schlechter, doch die
Art der Umsetzung die einer Ideologie des Wettkampfes um die Macht
und die Kontrolle über Möglichkeiten und Ressourcen folgt, zum
einzigen Zweck der gierigen, persönlichen Bereicherung entspricht in
keiner Weise den tatsächlichen Möglichkeiten und den Fähigkeiten
des Menschen. Aus seiner Angst heraus lässt er solch
missbräuchliche, widersinnige Strukturen und Regelungen zu, in der
vagen Hoffnung für sich selbst genug 'Rechte' und Möglichkeiten
sichern und erwerben zu können um seine persönliche kleine Welt
ausreichend bereichert zu haben. Nach mir die Sintflut schein dabei
oberstes Mentalitäts-prinzip zu sein, während in Anbetracht der
Zukunft der eigenen Nachkommen ein Glaubenskonzept genährt wird, das
dem Motto 'es wird sich schon irgendwie alles richten' zu folgen
scheint. Alles in allem nicht gerade ein Bild das vor Würde und
Erhabenheit strahlt, sondern eher niedere Triebhaftigkeit und
rücksichtslose Wildheit widerspiegelt, wobei ich ganz bewußt auf
Bezeichnungen wie 'animalisch' verzichte, da das Verhalten des
Menschen unvergleichlich kurzsichtig, selbstzerstörerisch und naiv
erscheint und sich nirgendwo im Tierreich ein Äquivalent hierzu
finden lässt.
Fortsetzung folgt...
Montag, 16. Dezember 2013
Tag 156 - Anspruchsdenken [SV 2] Identität als Wahnvorstellung
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| "CONSUMED By The Idea of Yourself" - Charcoal and Chalk Pastel on Paper, 11x14inch, by Andrew Gable |
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe mich durch und als meine Gedanken zu
identifizieren und in meiner Gedankenwelt abhängig von Mustern und
Vorstellungen zu machen die von meinem Bewusstsein aufgrund ihm
zugrundeliegender Programmierungen und Konditionierungen die Idee
meiner Existenz konstruieren welche immer nur als interpretiertes
Abbild der Wirklichkeit meines Selbst in der Welt eine virtuelle,
simulierte Realität darstellt.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe, die systematischen Muster emotionaler
Reaktionsverknüpfungen meines Bewusstseins und die tatsächlichen
physischen Abläufe, die hervorgerufenen biochemischen Reize des
Organismus in Verbindung mit meiner Vorstellungswelt interpretierter
Bilder als mein Selbst identifiziert und mein Leben daran
ausgerichtet zu haben wie ich mich in meiner bewusstseins-generierten
Weltordnung sehe.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir
erlaubt und es zugelassen habe in dieser Wahnvorstellung meiner
Persönlichkeit und meines so mir selbst zugeordneten Platzes in der
Wirklichkeit nicht zu erkennen, dass jede Handlung, jeder Versuch des
Eingreifens und der Gestaltung, der Beeinflussung und Manipulation
meiner Umwelt ganz persönlichen, ausschließlich egoistischen Zielen
folgt und ich damit die Konsequenzen für mich und andere in Kauf
nehme, ohne sie verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu prüfen,
ohne sie anhand meiner vollen Möglichkeit der Wahrnehmung der
Wirklichkeit in ihrer Wirkung zu erkennen oder zu verstehen, so dass
auch jede missbräuchliche und schädliche Konsequenz durch die
persönliche Agenda der Befriedigung künstlicher und unwirklicher
Bedürfnisse in meiner eigenen Bewusstseinswelt gerechtfertigt
scheint.
Ich vergebe mir
selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe,
Verhaltensweisen die gegen die Notwendigkeiten meines Handelns im
Sinne aller, zum Besten aller, also im Sinne der Vernunft und des
gesunden Menschenverstandes stehen aufgrund der Strukturen und
Zusammenhänge des geschlossenen Systems meiner
Bewusstseinsprogrammierung und meiner persönlichen Wahrnehmungswelt
die allein auf die künstlich kreierten Bedürfnisse aus
selbstsüchtigen Motiven ausgerichtet ist zu rechtfertigen und
beizubehalten und beispielsweise das Argument des 'freien Willens'
als Teil einer illusionären Freiheit des Menschen als Persönlichkeit
und als persönliches Interesse dazu zu benutzen, mich vor mir
persönlich unangenehmen Notwendigkeiten zu drücken, sie
aufzuschieben oder zu ignorieren und dadurch Konsequenzen für mich
und andere zu erzeugen, deren Urheberschaft ich mir selbst dann nicht
eingestehen möchte und für deren Auftreten ich dann aus dieser
Perspektive der Ego-Persönlichkeit und der Wahrnehmung als die
Identifikation über meine Gedanken- und Vorstellungswelt
Schuldzuweisungen konstruiere um mich vor mir selbst und auch in
bewusst manipulativer Argumentation vor anderen als Opfer der
Umstände darzustellen.
Ich vergebe mir
selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, den
konsequenten und dauerhaften Selbstbetrug zu kultivieren und zu einem
essentiellen Teil meiner Persönlichkeit werden zu lassen, indem ich
in anklagender Weise und durch permanente oder auch sporadische
Ignoranz gegenüber meiner Eigenverantwortlichkeit mein persönliches
Schicksal auf einem Anspruchsdenken gelagert betrachte, das jeder
Grundlage entbehrt und das nicht real ist, sondern allein aus der
gedanklichen Konstruktion einer künstlichen Existenz als
Persönlichkeit / emotionalen Wahrnehmungsreaktionen und
konditionierten Reaktionsprogrammen entsteht und durch seine
Realitätsferne und ego-zentrierte Grundlage immer wieder mit der
Wirklichkeit kollidiert und vor allem immer dort, wo das persönliche
Interesse entgegen der Einheit und Gleichheit allen Lebens steht.
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Dienstag, 7. Mai 2013
Tag0075 - Selbstvergebung zur Selbstwahrnehmung als Geschichte
Nachträglich aus dem Handschriftlichen
Blog vom 26.04.2013
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es
zugelassen habe mich immer wieder in gedanklichen Konzepten meiner
Selbstwahrnehmung als eine bestimmte, festgelegte Persönlichkeit und einen bestimmten
Charakter verrant zu haben und durch die
dazu gehörenden Verhaltens- und Denkmuster eine Rolle repräsentiert zu haben
mich in die Erwartungen und Anforderungen die zu dieser besmmten rolle gehören
eingefügt und daran angepasst zu habne, was immer wieder zu Unzufriedenheit und
zu Konflikten mit mir selbst und meinem
Umfeld geführt hat und mir selbst die sinnvolle Handlungsmöglichkeit verbaut
hat, da ich in den Gedankenmustern meiner persönlichkeitsgeprägten Philosophie
der Selbstherrlichkeit nur innerhalb der Problemverursachenden Strukturen zu
denken in der Lage war.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es
zugelassen habe zu glauben ich müsse auf dr stetigen Suche nach etwas sein, das
ich bin um Zufriedenheit, Selbstsicherheit und harmonische Ruhe zu erreichen,
anstatt mich selbst einmal zu fragen ob ich bin, bei mir selbst anzufangen um
mich selbst als das Leben anzuerkennen und mich darin wiederzufinden, was
letztlich jede weitere Suche erübrigt.
Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zu
bedingungsloser Selbstehrlichkeit und Offenheit in jedem Moment der
Verlagerung meiner Selbstwahrnehmung und
Selbstidentifikation in gedankliche Ideologien und Vorstellungen und
verpflichte mich selbst mir in jedem dieser moment durch bewußtes Atmen und das
Stoppen der Gedankenprogramme meine wahre Identität, mein Selbst als das Leben
zu vergegenwärtigen und zu erkennen / anzuerkennen, dass meine Gedanken, mein
Bewusstsein, die Erinnerungen nicht mein Selbst, sondern Werkzeuge und Methoden
sind die durch mich als das Leben für alles Leben wirken können um ein
Lebensbejahendes, lebendiges Beispiel für die Möglichkeit des Menschen zur
Selbstbefreiung von den selbstzerstörerischen, psychopathologischen
Entwicklungen des menschlichen Bewußtseins und seiner Selbstwahrnehmung allein
als solches zu stehen.
Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 26.04.2013
Tag0074 – Nicht sein
Nachträglich aus dem Handschriftlichen
Blog vom 25.04.2013
Nichts zu sein, ein Niemand zu sein – unmöglich, denn man
wird immer von irgend jemandem zu irgendwem gemacht. Es sei denn, man würde es
schaffen sich gänzlich aus der menschlich-sozialen Welt zurückzuziehen, was
aber wiederum voraussetzen würde, dass man es schafft die zwangsläufig
erhaltene Prägung und Kategorisierung der eigenen, persönlichen Existenz in der
Phase bedingter, existenzieller Abhängigkeit sozusagen während der ‚Aufzucht‘
zu überwinden und zu transformieren in- Nichts.
Aber es ist gut nicht zu wissen wer man ist. Ich habe es nie
wirklich gewußt und mich selbst immer wieder dazu gezwungen, mein Leben lang
unter dieser Tatsache zu leiden. Dieses Leiden hätte schon früh ein Ende nehmen
und meinen Blick auf mich und das Leben hätte sich klären können, aber ich war
zu verbohrt, zu verbissen und zu ängstlich loszulassen. Ich wollte wissen, ganz
sicher sein wer ich bin und wozu ich hier bin. Das allein mag ja auch nicht
verwundern wenn man bedenkt, dass die Grundlage und der Ausgangspunkt dieser
Suche nach dem „wer bin ich?“ als selbstverständlich gegeben hingenommen wird,
obwohl er eben eine reine Übereinkunft, ein Glaube und letztlich eine
Einbildung ist, nämlich derart, dass diese Welt, die menschliche Kultur und
Gesellschaft natürliche, unabdingbare und alternativlose Systeme seien und dass
die Art und Weise der Selbstwahrnehmung als „Ich“, als Person und persönliche
Geschichte, als Separat, abgetrennt „erlebend“ und „beobachtend“ die absolute
und einzig richtige, gesunde Selbstidentifikation des Menschen sei, dann wird
deutlich warum eine solche Suche erfolglos und frustrierend verlaufen muss.
Die Suche nach der unumstößlichen Sicherheit von einem
imaginären Standpunkt der Selbstwahrnehmung aus, der jederzeit erschüttert,
umgeworfen und zerstört werden kann ist sinnlos und führt weit, weit weg von
der eigentlichen Ursächlichkeit dieser Sehnsucht überhaupt. Durch diese
fehlgeleitete Suche lassen sich die absurdesten kulturellen, gesellschaftlichen
Werte und Strukturen, vor allem aber auch die ihnen allen eigene
Wirkungslosigkeit erklären.
Von den frauenverachtenden Kulturen und Religionen über die
rassistischen Ideologien bis zu dem alles Leben verachtenden, mächtigsten
System, dem kapitalistischen Profitsystem, all diese ideologischen
Verblendungen polarisieren die Welt mit Angst, Hetzerei und versprechen
scheinheilige Sicherheit unter bestimmten Bedingungen, irgendwann, , in der
Zukunft. Alle basieren sie auf Angst und Hoffnung und binden den Menschen and
systematische Bedingungen. Die Hoffnungen werden aus den oben bereits erwähnten
Gründen niemals erfüllt werden und die Systeme der gedanklichen Bindung durch
Hoffnung bestehen immer weiter aufgrund der hierarchischen Struktur, aufgrund
der Tatsache, dass ebenso ängstiche, nach Sicherheit strebende Menschen die
mächtigen Positionen dieser Systeme
besetzen und ihre scheinbar gesicherte Stellung nun um alles in der Welt
verteidigen müssen und wollen.
In dieser Welt gibt es keine Identität, keine authentische
Selbstwahrnehmung. Hier gibt es nur Rollen, vorgegebene oder aufgezwungene
Scheinidentitäten.
Das Leben selbst ist das, was wir wirklich sind. Nicht das „Ich“,
die persönliche Geschichte, die aus konstruierten, geborgten Szenarien
zusammengesetzt und auf der Leinwand des Bewußtseins abgespielt wird. Als das
Leben sind wir eine Einheit, sind das Leben und diese Existenz.
Es ist gut, nicht zu wissen wer man ist.
Tag0073 – Das Leben, das bin ich
Selbstvergebung und – bestimmung zu „Weiß ich, wer ich bin...? Tag0072“
Blog vom 24.04.2013
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es
zugelassen habe mich als feststehenden, isolierten Charakter wahrnehmen zu
wollen, und meine ‚Art‘ mit der anderer, bzw. Mit der Art die ich anderen
Menschen imaginär zugeschrieben habe zu vergleichen.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es
zugelassen habe das Selbstbild als Charakter das ich mir/meiner Persönlichkeit
zugeschrieben habe nicht von Grund auf zu hinterfragen, sondern alle
emotionalen und erwartungsmäßigen Bedingungen und Ansprüche die ich an dieses
Charakterbild gestellt habe ungefragt als natürlich anzunehmen und alle eigenschaften
die ich glaubte zu haben aufgrund einprogrammierter Ideale zu bewerten, zu
begehren oder abzulehnen.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es
zugelassen habe mich emotional und moralisch selbst zu bewerten aufgrund
Wertstrukturen und Gedankenmuster die nict meine eigenen, sondern von mir
angenommene und akzeptierte waren, und dass ich in dieser bedingungslosen
Akzeptanz aller einprogrammierten und konditionierten Ideale auch alle
erdenklichen und wahrhaftigen Konsequenzen eigenverantwortlich akzeptiert habe,
auch wenn ich mir das nie richtig vollends bewußt machen wollte.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt udn es
zugelassen habe meine eigene Wertigkeit nicht in der Einheit und Gleichheit mit
und als das Leben zu erkennen, sondern dem Glauben zu verfallen bestimmte,
gedankliche Ideale erfüllen zu müssen um dafür die algemeine Anerkennung zu
erfahren, die mir dann wiederum den Wert meiner Existenz bestätigen würde, ohne
zu merken wie sehr ich mich dadurch von der Imagination und
Bewußtseinsprogramierung anderer, und damit vom System der menschlichen
Gedankenwelt selbst abhängig gemacht und meine Eigenverantwortung und damit auch meine Selbstbestimmung aufgegeben
habe.
Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben das
ich bin mich in jedem Moment der Selbstbeobachhtung im Vergleich mit moralisch-
gedanklichen Idealvorstellungen einer künstlichen Kultursystematik wie der
unseren, die im Grunde ledigich an den Regeln des Profits und des Eigennutzes
um jeden Preis ausgerichtet ist – selbst zu stoppen, zu atmen und mir meine
Existenz in der Wirklichkeit des lebendigen Moments als körperliches Leben in
Einheit und Gleichheit mit allem Leben zu vergegenwärtigen, meine Selbstsicherheit
als die eigentliche ‚Natur‘ meiner Existenz wieder wahr- und aufzunehmen und
mich in eigenverantwortung und selbstehrlichkeit selbst zu bestimmen, im
Einklang mit den Prinzipien der Gleichheit und Gleichwertigkeit des Seins.
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