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Montag, 16. Dezember 2013

Tag 156 - Anspruchsdenken [SV 2] Identität als Wahnvorstellung

"CONSUMED By The Idea of Yourself" - Charcoal and Chalk Pastel on Paper, 11x14inch, by Andrew Gable


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich durch und als meine Gedanken zu identifizieren und in meiner Gedankenwelt abhängig von Mustern und Vorstellungen zu machen die von meinem Bewusstsein aufgrund ihm zugrundeliegender Programmierungen und Konditionierungen die Idee meiner Existenz konstruieren welche immer nur als interpretiertes Abbild der Wirklichkeit meines Selbst in der Welt eine virtuelle, simulierte Realität darstellt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die systematischen Muster emotionaler Reaktionsverknüpfungen meines Bewusstseins und die tatsächlichen physischen Abläufe, die hervorgerufenen biochemischen Reize des Organismus in Verbindung mit meiner Vorstellungswelt interpretierter Bilder als mein Selbst identifiziert und mein Leben daran ausgerichtet zu haben wie ich mich in meiner bewusstseins-generierten Weltordnung sehe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in dieser Wahnvorstellung meiner Persönlichkeit und meines so mir selbst zugeordneten Platzes in der Wirklichkeit nicht zu erkennen, dass jede Handlung, jeder Versuch des Eingreifens und der Gestaltung, der Beeinflussung und Manipulation meiner Umwelt ganz persönlichen, ausschließlich egoistischen Zielen folgt und ich damit die Konsequenzen für mich und andere in Kauf nehme, ohne sie verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu prüfen, ohne sie anhand meiner vollen Möglichkeit der Wahrnehmung der Wirklichkeit in ihrer Wirkung zu erkennen oder zu verstehen, so dass auch jede missbräuchliche und schädliche Konsequenz durch die persönliche Agenda der Befriedigung künstlicher und unwirklicher Bedürfnisse in meiner eigenen Bewusstseinswelt gerechtfertigt scheint.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, Verhaltensweisen die gegen die Notwendigkeiten meines Handelns im Sinne aller, zum Besten aller, also im Sinne der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes stehen aufgrund der Strukturen und Zusammenhänge des geschlossenen Systems meiner Bewusstseinsprogrammierung und meiner persönlichen Wahrnehmungswelt die allein auf die künstlich kreierten Bedürfnisse aus selbstsüchtigen Motiven ausgerichtet ist zu rechtfertigen und beizubehalten und beispielsweise das Argument des 'freien Willens' als Teil einer illusionären Freiheit des Menschen als Persönlichkeit und als persönliches Interesse dazu zu benutzen, mich vor mir persönlich unangenehmen Notwendigkeiten zu drücken, sie aufzuschieben oder zu ignorieren und dadurch Konsequenzen für mich und andere zu erzeugen, deren Urheberschaft ich mir selbst dann nicht eingestehen möchte und für deren Auftreten ich dann aus dieser Perspektive der Ego-Persönlichkeit und der Wahrnehmung als die Identifikation über meine Gedanken- und Vorstellungswelt Schuldzuweisungen konstruiere um mich vor mir selbst und auch in bewusst manipulativer Argumentation vor anderen als Opfer der Umstände darzustellen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, den konsequenten und dauerhaften Selbstbetrug zu kultivieren und zu einem essentiellen Teil meiner Persönlichkeit werden zu lassen, indem ich in anklagender Weise und durch permanente oder auch sporadische Ignoranz gegenüber meiner Eigenverantwortlichkeit mein persönliches Schicksal auf einem Anspruchsdenken gelagert betrachte, das jeder Grundlage entbehrt und das nicht real ist, sondern allein aus der gedanklichen Konstruktion einer künstlichen Existenz als Persönlichkeit / emotionalen Wahrnehmungsreaktionen und konditionierten Reaktionsprogrammen entsteht und durch seine Realitätsferne und ego-zentrierte Grundlage immer wieder mit der Wirklichkeit kollidiert und vor allem immer dort, wo das persönliche Interesse entgegen der Einheit und Gleichheit allen Lebens steht.



Mittwoch, 24. Juli 2013

Tag0130/131 - Die eine Entscheidung zur Selbstbestimmung [Warum Psychologie nicht heilt]

h.koppdelaney / Foter / CC BY-ND


Jede Hilfe bei psychischen Problemen die allein auf den Erkenntnissen und Fertigkeiten eines anderen Menschen beruht ist lediglich eine mentale, kurzfristige Manipulation durch die gedanklich gesteuerte Aufrechterhaltung eines Bewusstseinszustandes der vollkommen abhängig ist von den imaginären Konzepten einer Vorstellungswelt, von Interpretationsmustern und geborgten Wertvorstellungen die fernab der Wirklichkeit liegen und macht den Menschen zu einem abhängigen Bittsteller gegenüber den fremden Ideologien ohne Authentizität, ohne wirkliche Selbstbestimmung oder Selbsterkenntnis zu erreichen.
Die scheinbare Selbstbeteiligung des 'Patienten', sein eigener Beitrag in diesen Therapien und Rehabilitationsmaßnahmen liegt allein in dem Erlernen der Anwendungsstrategien bestimmter Verhaltens- und Denkmuster um aus der Manipulation von Außen eine Selbstmanipulation zu etablieren. Dieser Weg ist ein naiver Versuch der Problemlösung durch Symptombekämpfung, ohne wirkliches Verständnis für die ganzheitliche Struktur einer menschlichen Existenz und der Basis der Selbsterkenntnis als eigenverantwortliche Selbstwahrnehmung und Selbstbestimmung. Teils gründet diese Vorgehensweise in den Prinzipien der Geldwirtschaft, die aus jeder erdenklichen Notlage des Menschen einen profitorientierten Aktionismus wachsen lässt, zum anderen aber liegt der Grund für diese Desorientierung in der Selbstbeschränkung des Menschen auf seine Natur, eine dogmatische Annahme der Unabänderbarkeit seiner persönlichen Entwicklungsrichtung, dem Wunsch sogar, dass er dieser machtlos ausgeliefert sei, welcher aus der Angst vor der ungewohnten, unbekannten und daher fremd und bedrohlich erscheinenden Verantwortlichkeit dem Leben gegenüber geboren wird.
Der Grund warum ein selbstehrlicher Umgang mit psychischen Erkrankungen, also mit Entwicklungen die Leidensdruck und die Unfähigkeit am Leben teilzunehmen verursachen, hart und unsensibel erscheinen mag liegt vor allem in diesen Persönlichkeitskonzepten und der angelernten, über Generationen kultivierten Abneigung, Angst und Ablehnung gegenüber der Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben in gleichwertiger Anerkennung aller Menschen und aller Lebewesen. Die ungewohnte klare Sicht für diese simplen Zusammenhänge, die Ursachen und Konsequenzen des eigenen Denkens, der eigens erlaubten und akzeptierten Werte und Ideologien die in der Persönlichkeit verankert sind ist für die isoliert und in der eigenen Geschichte der Erinnerungen und Emotionen gefangene Identität äußerst bedrohlich, da sie als künstliche Existenz ständig von der Rechtfertigung und Bestätigung ihrer eigenen Erhabenheit abhängig ist, ihrer Beständigkeit als überwertiges Sein, als Ich alles um sie herum als nutzbare Ressource und eben auch als Ursache aller Probleme, Schwierigkeiten und somit auch aller Erkrankungen ansehen muss. Wenn mein Leben nicht mehr funktioniert, wenn ich in den äußeren Systemen keinen Halt und keine Sicherheit mehr finde, wenn die Wirklichkeit zu sehr von meiner Erwartungshaltung und meinen Vorstellungen abweicht, dann muss ich als diese Fiktion meiner selbst Gründe in der von mir getrennten Außenwelt dafür suchen, da jede andere Möglichkeit unausweichlich die Infragestellung meiner „Natur“ bedeuten würde und eine 'Heilung' allein durch Eigenarbeit, durch den Wandel meiner akzeptierten und erlaubten Denk- Wert- und Verhaltensstrukturen möglich wäre.
(Un-)Glücklicherweise ist genau das aber die offensichtliche Realität. Und dass ich dabei den einzig wirksamen Weg der Selbsterkenntnis beschreite wenn ich erstmals meinen eigenen Beitrag und seine Konsequenzen berücksichtige, wenn mir bewusst wird, dass das Empfinden, die Stimmungen, die emotionalen Reaktionen nicht nur meine eigenen Kreationen sind, sondern dass diese Systeme auch noch bei allen Menschen gleichermaßen funktionieren und in ihrem Grunddesign den meinen absolut entsprechen, liegt daran, dass ich mich auf diesem Weg erstmals wahrhaftig in „den anderen“ wiedererkenne, weil ich die Gleichheit des Lebens erkannt und akzeptiert habe, und zwar in dem Moment in dem ich meine Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben akzeptiert habe. Und wenn ich mich in den anderen wiedererkenne, dann nur weil und wenn ich mich selbst in jedem Moment, in jeder Interaktion und in jeder Reaktion selbst wahrnehme und verstehe, und dann kann es keine gedankliche Flucht vor der Eigenverantwortlichkeit mehr geben, denn ich sehe meine eigenen Reaktionen als meine eigene Kreation allein, erdacht und gestrickt aus persönlichen Erinnerungen, Wertvorstellungen, Fantasien, emotionalen Verknüpfungen und Bildern aus meiner persönlichen Gedankenwelt.

Doch wir scheuen zu allen Zeiten diese Einsicht in die Gleichwertigkeit und die Gleichartigkeit des Menschen als lebendiges Wesen. Wir glauben uns hinein in eine Fantasie-Existenz der Gedankenwelt, eine interpretierte, limitierte, eingeengte und stark begrenzte Wirklichkeit die nach unseren eigenen Regeln funktionieren soll. Daher haben wir auch all diese Ansprüche in uns zugelassen, die Erwartungshaltung gegenüber unserem Umfeld, gegenüber der Welt im Ganzen, als ob wir als Individuum einen Alleinanspruch hätten unsere ganz eigenen Vorstellungen und Wünsche erfüllt zu bekommen. In diesem einsamen Streben nach Erfüllung dieser Verlangen verlieren wir völlig aus den Augen, dass wir unter Umständen auf dieser Jagd eine Spur der Verwüstung hinterlassen und am Ende genau dort wieder ankommen wo wir begonnen haben, nur dass eben alles zerstört ist und wir unser Glück noch immer nicht finden. Wir sind so verbissen in diese Wahnvorstellung von der persönlichen Erfüllung, dass wir nicht einmal mehr merken, dass die Ziele und Wünsche denen wir nachjagen nicht einmal unsere eigenen, dass sie nicht authentisch sind. Wir fragen nie nach dem Warum, nie ernsthaft. Dogmatische Vorstellungswerte bestimmen unser gesamtes Leben und Streben und wenn man die Menschen fragt warum sie so viel Anstrengung und Belastung auf sich nehmen um ein zweites oder drittes Auto zu bezahlen, oder ein neues Kaufen obwohl das alte noch lange funktioniert hätte, dann sieht man für einen kurzen Moment den perplexen Ausdruck in ihren Gesichtern, für einen Augenblick wirken sie verstört bis sie die vorprogrammierten Selbstrechtfertigungen „herunterrasseln“ und ungläubig mit dem Kopf schütteln oder abschätzend lächeln wenn man diese Argumente nicht teilt, wenn man sie sogar hinterfragt. Im letzteren Fall kann dies sogar zu kompletter Ablehnung der eigenen Person und zu einer Spaltung der Beziehung führen, denn man stellt eine Gefahr für das wacklige Fundament der Identitätsgrundlage und des Selbstwertempfindens der anderen Person dar.
Nun, ähnlich verhält es sich mit vielen psychologischen Symptomatiken. Wenn man sich mit diesen Themen ernsthaft auseinandersetzt, sie studiert und sich mit Menschen unterhält, Erfahrungen sammelt, dann kann man in selbstehrlicher Selbstschau viele dieser Gedankenmechanismen, der emotionalen Reaktionsmuster und dem schein-logischen Umgang des Verstandes mit ihnen in dem er sie in die Systematik der eigenen Weltsicht hineininterpretiert bei sich selbst genau wiedererkennen. Man kann die Grundstrukturen von Menschen die als schwer psychisch erkrankt bezeichnet werden bei sich selbst in Grundzügen wiederfinden und wenn man selbstehrliche Selbstanalyse betreibt, wenn man reflektiert über eigene Reaktionsmuster und die Verdrängungs- und Abwehrmechanismen, dann kann man sich hineindenken und verstehen, warum Menschen sich hineinfallen lassen oder eben hineinwachsen in die Rolle eines psychisch kranken Menschen. Man versteht woher überhaupt diese Sehnsucht nach Selbst-Definierung kommt und warum jede Gelegenheit vom menschlichen Ego ergriffen wird, wenn die Konstellationen entsprechend ausgerichtet sind, um sich selbst zu „finden“, sich selbst einen, irgendeinen vordefinierten Wert zu verpassen, und wenn das bedeutet dass man als Opfer eine Krankheit seine ganz persönlich gerechtfertigte Welt aufbaut.



Es muss natürlich klar sein, dass dies keine Worte sind die bei einem Menschen der sich selbst noch in dieser Rolle befindet, der nicht einmal den Versuch unternommen hat aus sich heraus oder über sich hinaus zu wachsen, der noch nicht den Schritt gemacht hat die Eigenverantwortung für und als das Leben zu erkennen und sie auch anzunehmen, egal wie schwer dieser Weg, wie unangenehm dieser Prozess auch sein mag, zu irgendeiner Einsicht führen könnten. Im Gegenteil, solche Worte werden große Gegenwehr und Ablehnung hervorrufen, sie werden alle Selbstverteidigungsmechanismen der gedanklichen Persönlichkeit in Gang setzen die es vorsichtig vermeidet die Möglichkeit der Einsicht durch bewusstes Verstehen dieser Worte zuzulassen.
Tatsächlich aber kann jeder Mensch diese Konzepte, diese Verwirrungen und dieses Festhalten an Abläufen und Systemen der Werte- und Gedankenwelt verstehen und nachvollziehen und sogar selbst eigenständig den Weg aus dieser selbstauferlegten Gefangenschaft finden. Es braucht nicht einmal ein psychologisches Studium für dieses Verständnis, kein Lesen fremder Texte und sogenannter Erkenntnisse. Zur Entwicklung der effektivsten Wege um auch von außen die Unterstützung zu bieten den Menschen einen eigenständigen und eigenverantwortlichen Prozess der Selbstbefreiung zu ermöglichen hingegen sind die wissenschaftlichen Methoden absolut notwendig. Doch die Erkenntnisse anderer zu studieren um zu „verstehen“, das ist ein höchst gefährlicher Weg der trügerisch und folgenschwer für die eigene Entwicklung sein kann und ist, da man sich selbst eine Persönlichkeit, eine Illusion einer wissenden, erfahrenen Persönlichkeit auf der Basis toter und trockener Theorie aufbaut die nicht einmal in ihrem Inhalt mit einem selbst zu tun hat. Ich habe in meinen Studien die Erfahrung gemacht, dass die Grundprinzipien wissenschaftlicher, seriöser Forschungen, die Ergebnisse und bestätigten Erkenntnisse sich mit meinen im Prozess der Selbstentwicklung, der Entwicklung selbstehrlicher Selbstschau und der Akzeptanz meiner Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben gewonnenen Selbsterkenntnisse immer wieder decken, was mich anfangs erstaunt und auch ein wenig stolz gemacht hat. Allerdings ist mir jetzt völlig klar, dass daran wirklich nichts „Außergewöhnliches“ ist, im Gegenteil, es ist im Grunde ein gewöhnliches, simples Wissen das allen und jedem zur Verfügung steht, wenn er nur beginnt sich selbst zu erkennen und von Grund auf zu verstehen.

Doch dieser Weg, wenn er auch der einzig wahre Weg zu Selbstbefreiung, zu Eigenständigkeit und Eigenverantwortung, aber vor allem auch zu mehr Selbstbestimmung ist, ist ein schwerer, schmerzhafter Weg. Er verletzt das alte(r) Ego, er provoziert es, regt es auf, macht aggressiv, frustriert und verbittert und eben diese emotionalen Reaktionen sind es, die den Weg aus dieser Verlorenheit in den Emotionalen Mustern und Gedankenbildern weisen, wenn man sich ihrer annimmt, wenn man nicht zu ihnen wird, sondern sie in sich erkennt um sich selbst ganz zu verstehen.

Fortsetzung folgt...


Montag, 10. Juni 2013

Tag0109 - Das Joch des Bewusstseins 1 - Selbstbeschränkung

Anant N S (www.thelensor.tumblr.com) / Amazing Photos / CC BY-NC-ND


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich immer wieder von meinem Leben HIER ablenken zu lassen, mich in Gedanken und Vorstellungen zu verlieren während das Leben selbst an mir vorbeizieht, die Möglichkeiten tätig zu sein, etwas zu schaffen, mich voll und ganz einzusetzen für und als das Leben, an mir und damit am Leben selbst zu arbeiten, am Menschen und seiner Welt, seiner Selbstwahrnehmung, seiner Kontrolle und seiner notwendigen Neugestaltung als Mensch, als Lebewesen um die menschlichen Fähigkeiten dem Leben zuzuführen, sie für das Leben einzusetzen in der gelebten Erkenntnis der Einheit und Gleichheit allen Lebens und der Verantwortlichkeit des menschlichen Seins für sich selbst und das Leben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt und es nicht zugelassen habe mir immer wieder vor Augen zu führen dass mein Leben vergänglich ist, dass ich in der Zeit die ich als Mensch, in dieser Form des Lebens bin die Möglichkeiten nutzen, mich selbst bestimmen und verstehen muss um dem Leben zur Freiheit von der Unterjochung unter das künstliche Programm des menschlichen Bewusstseins zu verhelfen, um selbst als Beispiel für mich der Beweis der Einheit und Gleichheit des Lebens zu sein und die heuchlerischen Lügen, den Selbstbetrug und die Selbstverstümmelung durch die Ideologien menschlicher Überlegenheit, menschlicher Führungsmoral und dem Glauben an eine erhabene Stellung im Naturgefüge zu entlarven, ihre wahre Natur und grundlegenden Motive offen zu legen, aufzuzeigen dass sie der Angst, der Selbstsucht und dem naiven Glauben an die persönliche Geschichte als überdauernde Existenz entspringen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in meiner eigenen Angst vor dem Tod nicht die programmierte Illusion der Selbstliebe als eine Geschichte, eine Vorstellung und Idee von mir selbst zu erkennen die nicht im Ansatz meine eigene ist, deren Werte nicht die meinen sind und deren Funktion allein der Systematik dienen soll, die von uns selbst uns auferlegt ist als Projektion unserer selbstverursachten Ängste, die die konstruierte Figur einer beschützenden Macht darstellt die aus uns selbst entsteht ebenso wie deren Gegenpol als die Ursache unserer Ängste.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich selbst auf dem Weg zur Selbstbefreiung, der Hingabe an das Leben und damit an die Befreiung allen Lebens immer wieder durch meine Bewusstseinskonditionierung, durch meine unbeachteten Ängste und unkontrollierten, unverstandenen emotionalen Muster zu sabotieren und zu bremsen, das ich dabei immer wieder versucht habe die Schuld bei anderen zu suchen, in den Umständen, in dem Verhalten anderer Personen oder aber der Hilflosigkeit die ich mir einbilde als Selbstschutz vor meiner Verantwortlichkeit für und als das Leben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich als ein Bild, eine Geschichte meiner Erinnerungen zu sehen, als eine Projektion geformt aus meiner Interpretation der Reaktionen anderer, des Verhaltens anderer und den Emotionen die ich dabei empfunden habe, dass ich mir nicht klar und bewusst gemacht habe wie sehr ich mich in dieser Selbstwahrnehmung beschränke, aufgebe und zum Spielball äußerer Umstände mache und vor allem auch dass ich für die Konsequenzen für mich und mein Leben, all der Entwicklungen die sich daraus auch für andere ergeben, die Verantwortung trage, da die Entscheidung mich nach den Mustern, den Werten und Vorstellungen die ich anderen unterstelle zu richten, anstatt meine eigenen Vorstellungen, Werte und emotionalen Reaktionen zu verstehen und mich eigenverantwortlich an mir selbst und dem Leben auszurichten, eine selbst getroffene Entscheidung ist.


Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben mir immer vor Augen zu halten, dass jede Entscheidung, in jedem Moment des Tages meine ganze Verantwortung ist, dass ich in diesen Entscheidungen das Leben selbst in Erwägung ziehen muss und klar sehen und verstehen kann, dass alle Ausflüchte die mich dazu bringen sollen für mein Leben nicht die Verantwortung zu übernehmen und sie stattdessen den Umständen, anderen Personen und deren Verhalten zuschreiben sollen ein Selbstbetrug sind und nur die selbstgerechten egoistischen Triebe der konditionierten, künstlich generierten und durch Angst motivierten Persönlichkeit einer Konsumkultur sind, die dem Untergang geweiht ist und für einen bewusst lebenden, verantwortungsbewussten Menschen der sich Gleich mit dem Leben sieht vollkommen inakzeptabel ist.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zu bedingungsloser Selbstehrlichkeit in jedem Moment emotionaler Überwältigung, in jedem Moment der reaktiven Selbstrechtfertigung der Ursache auf den Grund zu gehen und die Ängste mir selbst gegenüber aufzudecken die zu dem emotionalen Sturm geführt haben und mir die Strukturellen Abläufe meiner Gedankenmuster zu vergegenwärtigen um mir selbst vergeben zu können, sie zu lösen und mich neu am Leben auszurichten.

Fortsetzung vorgesehen


Donnerstag, 16. Mai 2013

Tag0089 - Ich bin immer noch das Bild in meinem Kopf (Teil 4)

marfis75 / Foter.com / CC BY-SA


Blog vom 10.05.2013

Fortsetzung zu Tag0088 - Ich bin immer noch das Bild in meinem Kopf (Teil 3)

Selbstbestimmung / Selbstkorrektur

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in Momenten der Ent-Täuschung mir selbstehrlich gegenüberzutreten und sie zu nutzen um den Selbstbetrug der Zukunftsprojektion und der Erwartungshaltung zu erkennen und mir  zu vergegenwärtigen was die eigetliche Motivaton dieser Einschätzungen und Vorstellungen war, und nicht in emotionale Fallen wie Frust und Verärgerung zu geraten in denen ich die Momente des Lebens in sinnloser Weise dazu verwende nach scheinbar schuldigen Menschen oder Umsatänden zu suchen und meiner Eigenverantwortung auszuweichen.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in jedem Moment und jedem Atemzug Hier zu sein und das Leben eigenverantwortlich selbst zu bestimmen indem ich agiere und handle aus der Erwägung dessen was für alle das Beste ist heraus und nicht in dem Versuch die Gegebenheiten meinen vorgefassten Vorstellungen und Erwartungen anzupassen, also in manipulativer Weise missbräuchlich und unehrlich.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben mich von der Erwartungshaltung dem Leben gegenüber in allen Bereichen loszusagen und eigenständig als das Leben mich selbst zu bestimmen, die Konditionierungen aufzulösen und den menschenverstand zu nutzen um die Umstände dem Leben wieder zugänglich zu machen, nicht allein dem Leben meiner Person, sonder als Teil allen Lebens für alles Leben dahingehend zu wirken.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zu eigenverantwortlicher Abwägung und Prüfung meiner Motivationen und Reaktionen auf Lebensumstände und Vorgänge, bringe mich in der Erkenntnis der Erwartungsprogramme und eigensinnigen Forderungshaltung wieder in den Moment meiner wahrhaftigen Existenz als das Leben durch Atmen und das Stoppen der Gedankenprogramme damit ich selbstbestimmt am Leben ausgerichtet Entscheiden kann.
 

Mittwoch, 15. Mai 2013

Tag0088 - Ich bin immer noch das Bild in meinem Kopf (Teil 3)

Demmer ღ ... / Nature Photos / CC BY-NC-ND



Blog vom 09.05.2013

Fortsetzung zu Tag0087 - Ich bin noch immer das Bild in meinem Kopf (Teil 2)


Doch wir er-warten immer etwas, es ist unser gesamter Geist der darauf ausgerichtet ist. Wir erwarten schon etwas dafür, dass wir hier sind. Von wem eigentlich? Wem gegenüber haben wir diesen Anspruch? Es stellt sich nämlich heraus, dass da niemand ist, außer uns selbst. Aber wir erheben einen Anspruch auf immer mehr, mehr Entwicklung, mehr konsum, mehr Komfort, mehr Besitz, doch wen oder was wir dabei schröpfen, woher dieses ‚Mehr‘ kommen soll ist uns überhaupt nicht klar. Aber wer selbstehrlich hinsieht erkennt, dass wir uns selbst täuschen, dass wir eben an dem Ast sägen auf dem wir sitzen, dass wir uns selbst verzehren und vernichten in diesem Wahn. Wir erwarten etwas vom Leben dafür, dass wir am Leben sind? Wie absurd kann die Bewußtseinsverklärung noch werden? Dass wir überhaupt etwas er-warten liegt einfach an der Haltung die wir dem Leben gegenüber eingenommen haben, diese lauernde, versteckt verstohlene Beobachtungsposition verrammelt hinter unserer Stirn, in Gedanken Pläne schmiedend und nach Beute Ausschau haltend benutzen wir unsere Körper um einen Schein zu wahren, um eine Rolle zu spielen und lauern im Inneren auf eine Gelegenheit „Profit“ zu machen, uns allein das zu ergattern was wir glauben das uns zusteht. Wir erwarten, wir warten, wir stagnieren während das Leben vergeht, unsere Chance an uns vorbeizieht endlich wirklich lebendig zu werden, unser Bewusstsein zu benutzen anstatt uns von ihm versklaven zu lassen indem wir willenlos zusehen wie wir programmiert werden, weil es uns sicherer und bequemer erscheint.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe durch Erwartungen und Zukunftsprojekrionen meine Entscheidungen und Empfindungen bestimmen zu lassen und damit meiner inneren Gedankensystematik und Fantasie die Kontrolle über mein Leben zu geben anstatt selbstbestimmt und eigenverantwortlich aus dem Moment heraus zu entscheiden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe meine Handlungsmotivation in Vorstellungen und Projektionen meines Geistes zu suchen und nicht in der Wahrnehmung meiner Selbst als Eins und Gleich mit allem leben und der Notwendigkeit der Verantwortungsübernahme für das Leben und die Umstände der Systeme, der geselschaftlichen und gemeinschaftlichen Organisation.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe an eine übergeordnete Kraft oder Macht glauben zu wollen die alles derart lenkt, dass man letztlich sowieso machtlos ist, und in diesem unterbewußten Glauben einen Selbstschutz vor der Einsicht in die Eigenverantwortlichkeit gesucht habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mir positive oder negative Wertungen für bestimmte Verläufe der Ereignisse auszulegen und die Geschehnisse an diesen Vorstellungen und Idealen zu messen die meiner Fantasie entspringen und von eigennützigem Interesse motiviert und bewertet sind.

Fortsetzung folgt...



Donnerstag, 9. Mai 2013

Tag0078 - „Das wird nie passieren“...

Keoni Cabral / People Photos / CC BY

Blog vom 28.04.2013

„Das wird nie passieren!“ - ist ein häufiger Einwand von Menschen die meine Blogs lesen, die sich mit der Arbeit die wir gemeinsam mit 'Desteni' leisten zumindest oberflächlich auseinandersetzen, die sich mit den Begriffen der Gleichheit allen Lebens und der Einheit des Lebens konfrontiert sehen. Dieser Einwand der eigentlich lediglich eine Reaktion ist, ist auch verständlich und erfolgt ganz logisch aus der Bewusstseinswahrnehmung so wie sie bei uns ausgeprägt ist. Von dem Standpunkt der vereinzelten, isolierten Selbstwahrnehmung in mehr oder weniger fatalistischer Opferhaltung klingt die Möglichkeit einer Welt der Gleichheit und Einheit, der Gleichbehandlung und der bedingungslosen gegenseitigen Unterstützung unvorstellbar utopisch. Das ist auch ganz klar, denn die ganze Geisteshaltung eines Menschen unserer Welt ist auf die Umweltbedingung der Ungleichheit geprägt und ausgelegt. Wir wachsen auf in einem Umfeld künstlich erzeugter Ungleichheit und Ungleichbehandlung und nehmen dieses Umfeld als natürlich gegeben hin, und das schon seit ewige Generationen. Daher begründen wir auch gerne unsere fatalistische Grundhaltung mit der Geschichte, mit den Worten „Das ist schon immer so gewesen...“, die ungefähr so viel Wirkung auf einen eigenständigen Geist haben wie ein kurzer Juckreiz.
Was bedeutet eine einfache Behauptung in Form einer Prophezeiung im Gegensatz zu der gelebten Wandlung eines lebendigen Menschen, zu der aktiven Selbstarbeit die als Resultat ein empirisches, lebendiges Beispiel für die Möglichkeit der Neuausrichtung, der gewollten Anerkenntnis der Einheit und Gleichheit allen Lebens gibt?
Allein die Tatsache dass sich so viele Menschen, wenn man sich offen zu dem Weg der Selbstbefreiung von den Glaubenssätzen der Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit menschlicher Entwicklung begibt, die Mühe machen dir immer wieder versichern zu wollen wie hoffnungs- und aussichtslos deine Anstrengungen seien ist ein deutliches Zeichen für die wahrhaftige Wirksamkeit deiner Bemühungen. Doch auch das ist eine nicht einfach so zu verhindernde Entwicklung in deinem Umfeld, dass es ganz egal ist wie deutlich wirksam deine Veränderung auch sein mag, die Ignoranz vieler Menschen wird kongruent dazu wachsen und sie werden es übersehen, oder sogar verunglimpfen, dich diffamieren, dich einen Heuchler oder ähnliches nennen, sobald sie glauben dich 'erwischt ' zu haben. Die Unterstellungen werden sich häufen und die Lügen auch.
Aber all das spielt keine Rolle. Es ist das Unverständnis und der Selbstschutz des Egos der sie dazu veranlasst, ebenso wie es bei dir selbst der Fall war. Die Überwindung dieses Punktes ist der schwerste der ersten Schritte zu eigenständigem Denken und selbstverantwortlichem Leben. Es geht nur um dich, nicht um Überzeugungen. Wenn du als das Leben, unabdingbar verbunden mit allem Leben als das Beispiel gerade stehst für die gelebte Einheit und Gleichwertigkeit allen Lebens, bist du selbst die Veränderung und es ist keine Überzeugung und Selbstbehauptung nötig.
Es ist auch nicht nötig auf ein Ziel hinzuarbeiten, denn der Prozess der Veränderung, der gelebten Selbstbestimmung und Ausrichtung am leben ist bereits das Ziel. Es gibt keinen endgültigen Endzustand zu erreichen von dem aus man dann auf alles zurückblicken könnte. Das Leben ist und muss ein Entwicklungsprozess bleiben, es ist lediglich die Grundlage, der Ausgangspunkt, die Perspektive von der aus man ist und Handelt, die sich grundlegend ändert eben durch die selbstehrliche Selbstarbeit. Diese Eröffnung, diese Erkenntnis ist nicht vermittelbar, sie ist nur dir selbst offenbar, wenn der Schritt über den Widerstand hinaus getan ist, wenn die freiwillige Selbstbeschränkung durch das Dogma der Aussichtslosigkeit durchbrochen wird. Dieser Schritt scheint nur aus einem Grund ein solches Wagnis für das verängstigte Ich zu sein, nämlich dem, dass im Falle der Wahrhaftigkeit seiner Verheißung ein Zurück nicht mehr möglich ist und endlose Schritte in eigenverantwortlicher Selbstregie folgen müssen, und dass von dem Zeitpunkt an die Eigenverantwortung allgegenwärtig ist und nicht mehr ignoriert werden kann. Doch davor Angst zu haben ist nachher unvorstellbar, denn es sind genau diese Punkte die dich angstfrei und wahrlich Selbstbewusst werden lassen, die dir die Lebenskraft in die eigenen Hände zurückgeben und dich zum Leben erwecken, indem du dich selbst als das Leben in allem Leben wiederentdeckst. Sich selbst zu stoppen, sich zu bremsen und seine eigene, selbstbestimmte Entwicklung zu begrenzen nur aufgrund einer Empfindung, einer ängstlichen Prophezeiung, eines vagen Glaubens hin ist dann unvorstellbar und der Gedanke wirkt geradezu lächerlich. Es ist überhaupt nicht relevant wie sehr und ob man an das Eintreten einer Utopie glaubt. Was zählt ist das was ist, und das ist die Wahrheit der Möglichkeit und damit der Verantwortlichkeit des Menschen zur verantwortlichen, des Lebens würdigen Selbstgestaltung in Selbstbestimmung. Die Selbstverleugnung, die Ignoranz gegenüber dieser Möglichkeit aus irrationaler Angst heraus beseitigt nicht die Wahrhaftige Tatsache. Und je mehr Menschen sich offenbaren, sich selbst dekonstruieren und als Beispiel den Weg des lebendigen Wortes, des tatsächlichen Selbst-Wandels gehen, desto klarer wird diese Verantwortlichkeit als symbolische Lebenskraft jedem klar vor Augen geführt und nach und nach, Schritt für Schritt werden Die Geister sich hinterfragen und das Leben wird sich durchsetzen, der Mensch wird sich selbst überwinden.

Freitag, 21. Dezember 2012

Tag 96 / 97 - Experimente mit Selbsthypnose / Selbsttest 1 (T4)

mastrobiggo / Foter / CC BY-NC-SA


Ok, es wird also Zeit das Experiment zu starten. Ich habe noch keine Erfahrung mit Hypnose, ich habe keine Ahnung wie sich das anfühlen wird, ich weiß nicht worauf das hinausläuft. Es könnte sein, dass sich überhaupt nichts weiter ergibt, es kann aber auch sein, dass sich einfach das bestätigt was ich bis zu diesem Punkt über Hypnose, ihre Wirkungsweise und ihren Einfluss gesagt habe. Vielleicht werde ich aber auch völlig überrascht und auch darauf bin ich gefasst.


Schluß 1:
Tatsächlich vertrete ich zu diesem Zeitpunkt den Standpunkt, dass die Showhypnose und vielleicht noch die medizinische Hypnose beispielsweise als Ersatz für medikamentöse Sedierung die einzig wirklich vertretbaren Anwendungsformen der Hypnose sind, da sie sehr eindrucksvoll zeigen, dass das menschliche Drama der Imagination und Einbildung, der Glaubenssätze und Überzeugungen aus dem Bewußtsein heraus nichts weiter als eine große Show ist, die immer wieder der suggestiven Bestätigung und Erneuerung, ja sogar einer stetigen Vertiefung des tranceartigen Zustands der vergeistigten Selbstidentifikation bedarf. Jedwede Anwendung als Therapieform ist im Grunde lediglich eine Umprogrammierung und ein Austricksen des Bewußtseins, als solches eine reine Symptombekämpfung und führt in keiner Weise dazu, dass der Betroffene Eigenständigkeit und selbstbestimmten Umgang mit sich selbst und der Ursache seiner Problematik erlernt. Im Gegenteil, er wird gezielt abhängig gemacht von einem künstlich erzeugten Mindset, das er dann entweder routiniert unbewußt oder auch ganz bewußt anwendet, so wie ein Medikament, beispielsweise eine Pille. Natürlich war auch das ursprüngliche Mindset das zu dem Problem führte ein künstlich erzeugtes, allerdings ist das einfache Überschreiben dieses Konzeptes keine Beseitigung der ganz individuellen, ursprünglichen Problematik.

Was die Rückführung und die Erinnerung an bestimmte Lebensereignisse der Vergangenheit einer Person angeht, die ja in den meisten Fällen auch notwendig ist um zu dem Ausgangspunkt einer sich entwickelnden Problematik zu gelangen, so sind die auf diese Weise erzeugten Bilder und Gefühle/Emotionen aufgrund der suggestiven Anleitung einer anderen Person und der mittlerweile veränderten Persönlichkeit/Wahrnehmung der befragten Person mit äußerster Vorsicht zu genießen und keineswegs als selbstverständlich real und wahrhaftig zu verstehen.

Man darf bei all der Faszination für die Wirkungsweise und den Einfluß des Unterbewußtseins nicht vergessen, dass auch das Unterbewußte einem Entwicklungsprozess unterliegt und sich eben an die Äußeren Umstände und die Einflüsse des gegebenen Umfeldes sozusagen angepasst hat. Und wenn die Systematik der äußeren Einflüsse nicht vollständig Vertrauenswürdig ist im Bezug auf die unterstützende, hilfreiche Strukturierung für eine gesunde Entwicklung eines Menschen, dann ist natürlich auch an der Vertrauenswürdigkeit des Unterbewußtseins selbst zu zweifeln, wenn man einen gesunden und hilfreichen Umgang damit anstrebt. Allzu oft bekommt man aber beim Studium der sich mit Hypnose befassenden Lektüre den Eindruck einer dogmatischen Überzeugung von einer ganz natürlichen 'Wohlgesonnenheit' des Unterbewußtseins, die sich in einem scheinbaren Glauben an eine übernatürliche und vor allem gütige Macht die das Unterbewußtsein erschaffen hat oder es in dieser Vorstellung sogar selbst ist, begründet.

Ich werde also zunächst versuchen, mich selbst in Trance zu versetzen indem ich für den Anfang vorgegebene Hypnose Skripte verwende. Zunächst geht es einfach darum den Zustand selbst zu erfahren um dann weiter damit arbeiten zu können. Danach werde ich aus ganz persönlichem Interesse Erinnerungen aus meiner Vergangenheit in mein Bewußtsein zu rufen. Persönliches interesse deshalb, weil ich vergleichsweise wenige klare Erinnerungen an beispielsweise meine frühe Kindheit habe. Ich möchte dann herausfinden, ob und inwieweit es mir möglich ist durch unterschiedliche Herangehensweisen in der Hypnosebefragung meine Erinnerungen an ein bestimmtes Ereignis zu beeinflussen und zu manipulieren und vor allem ob meine Überzeugung die Glaubwürdigkeit der Richtigkeit dieser Erinnerung jedesmal die gleiche sein wird. Natürlich wäre es notwendig mir sozusagen professionelle Hilfe zu holen, beispielsweise einen erfahrenen Hypnosetherapeuten, um eine gewisse Wissenschaftlichkeit in dieses Experiment hereinzubringen, doch zunächst muss diese Methode reichen. Meine erste 'Erfahrung' werde ich in meinem nächsten Blog beschreibend analysieren.


Mittwoch, 16. Mai 2012

Tag 18 - Meine Katzen, und wie meine Angst sie einsperrte




Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, aus meiner persönlichen Angst und irrationalen Befürchtungen heraus Tiere in ihrer Lebensfreiheit eingeschränkt zu haben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mir vorzumachen ich sei tatsächlich in erster Linie um das Wohl der Tiere besorgt gewesen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, Katzen in meine Obhut zu nehmen, obwohl ich im Grunde nicht verantwortungsbewußt genug war auch dementsprechend für sie zu sorgen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die Tiere zu benutzen um mich persönlich emotional zu bereichern und besser zu fühlen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, nicht konsequent und selbstehrlich die Bedürfnisse der Tiere wahrgenommen zu haben und stattdessen mit der Überheblichkeit des menschlichen Egoismus in einigen Bereichen gegen ihre Bedürfnisse entschieden habe um diese Entscheidungen dann selbstgefällig mit dem Argument zu rechtfertigen, ich wüsste besser, was gut für sie sei.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die starke Bindung und das Vertrauen das diese Katzen mir entgegengebracht haben auszunutzen um sie entsprechend meiner Vorstellungen und Befürchtungen einzusperren und im Haus zu halten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, diesen Konflikt zwischen der Gewissheit über ihren Wunsch nach Freilauf einerseits und den persönlichen Ängsten um ihre Sicherheit andererseits aus Feigheit nicht endgültig aufgearbeitet und selbstehrlich bereinigt zu haben, und ihn stattdessen all die Jahre mit mir herumzutragen, so dass sich meine innere Anspannung zusätzlich schädlich und zersetzend auf mein Verhalten gegenüber den Tieren und meinem Umfeld allgemein ausgewirkt hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mehr von den Tieren zu nehmen als ich ihnen gegeben habe.



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich mit der zwar engen, aber für die Katzen nicht immer vorteilhaften Bindung gegenüber anderen zu brüsten, mich gut und besonders zu fühlen und zu glauben ich sei etwas besonderes, weil ich so einen guten Draht zu Katzen habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, drei freigeborene, junge Katzen zu mir genommen zu haben, obwohl dies nicht wirklich notwendig gewesen wäre, dass ich versucht habe diese Handlung vor mir selbst als Heldentat zu rechtfertigen und mich selbst über diese Grundlage meiner Handlungsmotivation über viele Jahre belogen habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, in der Konsequenz dieses Selbstbetruges die Katzen und mich leiden zu lassen, da meine Angst um den Verlust in erster Linie der Angst vor der Verantwortung entsprungen ist, der Verantwortung für das Leben dieser Tiere die ich in dem Moment meiner Entscheidung sie mitzunehmen mir aufgeladen, aber nicht vollends akzeptiert hatte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich selbst als Opfer der Umstände darzustellen, obwohl ich im Grunde aus emotionaler Regung die ich mir nicht in ihrer Ursächlichkeit und aller Konsequenz vergegenwärtigte gehandelt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die Leben von insgesamt vier Katzen auf der Basis meiner Unvernunft, Ignoranz und Unehrlichkeit mir selbst gegenüber drastisch zu beeinflussen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, diese vier Leben unter meine Bestimmung zu zwingen, ohne ihnen die Möglichkeit irgendeiner Entscheidung zu geben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, selbst in Zeiten in denen es mir möglich gewesen wäre ihnen Freilauf zu gewähren nicht in ihrem Sinne gehandelt zu haben, sondern stetig Diener meiner eigenen Ängste und Befürchtungen geblieben bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, über einen langen Zeitraum meiner Partnerin gegenüber Vorwürfe zu hegen, weil ich zwei meiner Katzen weggeben musste als wir zusammenzogen.



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mir selbst gegenüber Vorwürfe zu hegen, weil ich für mein eigenes Wohl zwei meiner Katzen jemand anderem übergeben habe als ich mit meiner Partnerin eine gemeinsame Wohnung bezog.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, zu glauben, niemand sonst könne so gut für die Katzen sorgen wie ich, obwohl mir im Grunde klar war, dass ihr neuer Aufenthaltsort wesentlich Artgerechter war und sie dort freier leben durften/konnten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, immer wieder neue Begründungen zu finden, warum gerade jetzt und hier nicht der richtige Zeitpunkt wäre, die Katzen rauszulassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die Abneigung meiner Nachbarn gegen Katzen für mich selbst als erleichternde Bedingung und Rechtfertigung für die fortdauernde Gefangenschaft meiner Katzen zu benutzen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass mein Kater Tiger erhebliche Zeit unter Schmerzen leiden musste, weil ich nicht verantwortungsbewußt genug war um finanziell genügend Mittel aufzubringen und ihn Tierärztlich behandeln zu lassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich deswegen viele Jahre schuldig zu fühlen und mich in dieser Opferrolle nicht den wirklichen Ursachen und Gründen gestellt habe, sodern im Selbstmitleid wiederum meine selbstzerstörerischen Verhaltensmuster legitimiert habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich zum Teil eines Systems zu machen, das Tiere und andere Menschen zu Objekten der persönlichen Bedürfnisbefriedigung macht, einer Welt- und Selbstsicht die voll und ganz Bewußtseinszentriert ist und die die Wirklichkeit des Lebens lediglich als form- und manipulierbare Umgebung zum eigenen Nutzen wahrnimmt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mir selbst innerhalb dieser Gedankenstrukturen eine feste Rolle zu geben, die bestimmte emotionale Punkte benutzte/anregte so dass ich mich bei dem was ich tat 'gut' und moralisch gerechtfertigt fühlen konnte.



Ich bestimme mich selbst auf einem Weg zur reflektiven Befreiung von fremdbestimmten Gedanken- und Verhaltensmustern die einem System angepasst sind das in seiner äußeren Manifestation und Representation der gegebenen Zustände unserer Welt und unseres Zusammenlebens inakzeptable Auswirkungen und Konsequenzen für alles Leben zeigt und das daher in Selbstverantwortung eines selbstbestimmten, selbstehrlichen Humanwesens nicht länger tragbar sind.

Ich bestimme mich selbst auf den Weg des Prozesses zur Selbstbefreiung um dem selbstbezogenen, vom illusionären Geisteswesen meiner persönlichkeit angetriebenen Missbrauch am Leben ein Ende zu bereiten.

Ich bestimme mich selbst indem ich mir in selbstehrlichkeit die emotionalen, gedanklichen Wertvorstellungen die mein Leben bestimmt haben und noch bestimmen vergegenwärtige und ihre wahre Herkunft und Natur erkenne um sie überall dort zu entlarven und aufzulösen wo sie mich zu eigensinnigem, eigennützigem Verhalten bewegen das in seiner Konsequenz die Ausnutzung und den Missbrauch anderer Lebewesen zur folge hat.

Ich bestimme mich selbst und begebe mich auf den Weg der Selbstbefreiung durch Selbstvergebung und Selbstkorrektur im Sinne des Wohles allen Lebens in Erkenntnis und der Einsicht in die Einheit und Gleichwertigkeit des Lebens.

Ich bestimme mich selbst um von der Vorstellung meiner Selbst-Identifikation als meine emotionalen Prägungen, Erinnerungen, angelernte Gewohnheiten und Wertkonzepte um mich als das Leben gleichwertig und eins mit allem Leben zu Realisieren.

Ich bestimme mich selbst zur Selbstbestimmung in Selbstehrlichkeit als das Leben um dem Missbrauch im Namen irrationaler, imaginärer Überwertigkeitsvorstellungen zu beenden.

Ich bestimme mich selbst um als Mensch die mir eigenen Fähigkeiten zur Planung, Entscheidung und Erkenntnis einem neuen Nutzen zuzuführen, der die gesellschaftliche Ordnung am Prinzip der freiheitlichen, gleichwertigen und gemeinsamen, selbstebstimmten und eigenverantwortlichen Entfaltung der Einheit in Vielheit allen Lebens neu ausrichtet.

Ich bestimme mich selbst auf den Weg der Selbstbefreiung von allen Ängsten die dem Eigeninteresse einer imaginären Wesenheit meiner gedanklichen Vorstellung von mir selbst zum Schutz dienen und die dazu führen dass somit das Leben selbst und die ureigenen Rechte anderer immer als sekundär bewertet werden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe nicht zu erkennen, dass mein Streben, meine Weltsicht und meine innere Wertung des Lebens immer auf rein gedankenbasierten Glaubenssätzen geboren aus meiner persönlichen Geschichte, Erinnerungen, Emotionen und Erfahrungen begründet war und nicht dem Leben zugewand und am Leben ausgerichtet, dass die Verfolgung von reinem Selbstinteresse im Gegenteil das Leben missachtet und es benutzt um eine Vorstellung mit Vorstellungen zu befriedigen, was im Resultat Schaden und Zerstörung im Realen Leben anrichtet und letztendlich niemals nachhaltig dem Leben dient, vor allem auch nicht dem Eigenen, denn mit seinem Ende schwindet auch die Vorstellung und alle scheinbare, imaginäre 'Zufriedenheit'.

Ich widme diesen Blog und meinen gesamen Prozess ebenso meinen verstorbenen Katzen Tiger und Bissi, wie auch Persil und Struppi von denen ich nicht weiß ob sie noch in ihrer Form existieren, und allem Leben das sich im Prozess der Befreiung und auf dem Weg zu wahrer, lebendiger, gleichwertiger und gemeinsamer Selbstentfaltung befindet.