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Mittwoch, 7. August 2013

Tag0134 - Der Selbstbetrug des persönlichen Urteils (zu einem Vlog-Kommentar)

Ein Kommentar-Dialog zu meinem Vlog „2013 Selbstanalyse: Depressive Verstimmung und Selbstsabotage durch Selbstaufgabe „ von „Lephone“ am 01.08.2013

Vlog:

 

Zur Klarstellung:
Es geht hier nicht darum diesen Kommentar oder diese Sichtweise als falsch darzustellen, sondern um einen grundlegenden Punkt der Herangehensweise an menschliche Selbstwahrnehmung und den Umgang mit der Persönlichkeit zu entschlüsseln, der den Menschen zu einem Bewusstseinswesen verzerrt, das seiner Natur ausgeliefert sich fatalistisch auf seinen freien Willen der Entscheidung und emotionalen Bewertung verlässt ohne diese selbst zu verstehen oder auch nur zu hinterfragen.
Ich bin sehr dankbar für solche ausführlichen Kommentare und Diskussionsgrundlagen, da sie mir ebenfalls die Möglichkeit bieten meinen Standpunkt selbstehrlich zu testen.

Lephone:

Ich versuche mal auf das gesehene, auch einige Beiträge seit 2011, zu reflektieren. Es scheint so, dass Depression nach Überschreitung einer gewissen Schwelle nur schwer zu heilen ist. Ähnlich wie eine Erkenntnis nur wiederlegt werden kann, wenn Sie falsch war. Das System ist und war, es wird einfach gebraucht. Es bietet eine Basis an Lebensqualität für viele Leute, darunter nicht nur schlechte. Es basiert auf den selben Regeln wie das vergängliche Leben selbst: dem Überlebenstrieb und .......

Weitergabe der Stärken an die nächste Generation. Dabei ist die Depression eine Schwäche und resultiert aus der Erkenntnis der Machtlosigkeit. Ich denke der richtige Ansatz wäre an der Erkenntnis weiter zu arbeiten. Aber ich denke nicht, das es der richtige Weg ist, die Menschen gleichgestellt zu betrachten. Sie sind zwar oberflächlich gleich, treffen aber nicht die gleichen Entscheidungen und haben nicht die gleiche Leistung. Wenn man soweit gekommen ist seine Schwäche zu erkennen,.....

........ dann kann man sein Glück in der Unterstützung eines anderen finden, höre Song von Ich&Ich "Dienen" oder siehe Film mit Mark Wahlberg "The Fighter" (welche Entscheidung der Bruder getroffen hat). Sucht jemand, der es Wert ist eure Hilfe zu erhalten.

Meine Antwort:

Wer entscheidet wer es wert ist Hilfe zu erhalten? Wenn es der gesunde Menschenverstand ist, dann sind es all diejenigen die unter der Ungleichbehandlung durch gewaltsam und künstlich geschaffene Un-Ordnung des Menschen und seiner akzeptierten Systeme ihr Recht zu leben verloren haben und als Sklaven dahinvegetieren während sogenannte „Entscheidungs-Treffer“ der privilegierten Bevölkerungsteile ihre heuchlerische Kultur und zivile Errungenschaften auf deren Kosten glorifizieren und „genießen“. Das System ist nicht einfach nur „da“, schaue hinter die Vorhänge deiner eigenen Konditionierung, du bist das System, wir alle sind das System, weil wir mitmachen, weil wir es internalisiert haben und zwar aus eigenem Entschluss. Das ist eine Verleugnung des eigentlichen Potentials als Mensch eine Entscheidung zu treffen und sich selbst neu zu gestalten, anhand offensichtlicher, grundlegender Erkenntnisse und Wahrheiten. Dass etwas „schon immer so war“ ist eine schwache Legitimationsbehauptung dafür, dass es immer so sein muss. Der Mensch ist verantwortlich für das System das er lebt und akzeptiert, es ist keinesfalls „Naturgegeben“ und es folgt garantiert nicht den „Regeln“ des Lebens selbst. Dies ist lediglich eine immer wieder wiederholte Behauptung die jeder Grundlage entbehrt und fast dogmatisch heilig als Naturgesetz behauptet wird. Das Verhalten des Menschen ist keinesfalls Lebens-gerecht, es ist würdelos und wahnsinnig, er ist unkontrolliert und abhängig, fremdgesteuert und in keiner Weise selbstbestimmt. Auch die scheinbar „Guten“ unter ihnen sind oftmals ein Mythos und meist sind diejenigen die behaupten es gäbe solche Menschen in ihrer Vorstellung selbst die, von denen sie reden. Der Paradigmenwechsel von der Meinung die „Entscheidungen“ und „unterschiedlichen Interessen“ der Menschen seien der Kern ihrer Existenz, während sie im Grunde lediglich programmierte und konditionierte, meist von künstlich erzeugten Ängsten getriebene Programme sind, hin zu der Erkenntnis, dass die Gleichheit als lebendige Organismen, die offensichtliche Wahrheit der physischen Existenz und der unglaublichen Möglichkeiten die sich eröfnen wenn man sich der Verantwortung dieses Potentials als Mensch für das Leben bewusst wird der Kern und eben das Gegenteil von „oberflächlich“ sind, ist der Schritt der im Möglichen Bereich des Menschen liegt und im Grunde seine einzige „freie Entscheidung“ als wahrhaftiges Individuum darstellt, weil er sich diese Möglichkeit nicht nur bewusst macht, sondern sie auch entgegen all der Strömungen 'oberflächlicher' Persölichkeits-Interessen die gegen die eigentlichen Prinzipien des Lebens stehen eigenverantwortlich und selbstbestimmt lebt und anwendet. Einfach Entscheidungen aufgrund innerer Gefühle oder persönlicher Interessen zu treffen und als 'natürlich' oder die eigene Natur' zu akzeptieren, selbst wenn ihre Ursache oder Konsequenz den Missbrauch oder die Ausbeutung anderer bedeutet ist eine Selbstaufgabe, eine Selbstverleugnung und entspricht weder den Gesetzen des Lebens noch irgendeiner Form der Entwicklung.

Soweit meine Antwort, nun weiter im Blog:

Aber es ist natürlich nicht der gesunde Menschenverstand, der entscheidet wer es Wert ist Hilfe zu erhalten, wer es Wert ist in den erlauchten Kreis der eigenen Blase erhoben und eingeführt zu werden, es ist eben die oberflächliche und programmierte Persönlichkeit, der Geist, das konditionierte Bewusstsein, bereits tausendfach getrimmt, gestutzt, angepasst, angefüllt mit wünschen und Erwartungen die genau ins System des Programms passen der/die/oder das die Entscheidung fällt, das die Bewertung vornimmt. Es ist eine fatalistische Feigheit des eigens gestalteten Selbst das zulässt, derartige Unterscheidungen das eigene Leben und Handeln betreffend als Bestimmungsdoktrinen zuzulassen. Es ist ein jämmerliches, unwürdiges und beschämendes Verhalten, ohne beleidigend sein zu wollen, denn ich spreche hier natürlich ebenso über mich selbst, meine eigenen Selbsterfahrungen und die Enthüllungen meiner Lebenslügen, des Selbstbetrugs und der Scheinrechtfertigungen meiner selbstsüchtigen Agenda.
Dass wir trotz aller Versuche nicht weglaufen können vor unserer Verantwortlichkeit zeigt ironischer Weise zunehmend die technologische Entwicklung auf die wir so stolz sind, die wir hochhalten als Beweis unserer Würdigkeit, deren Handhabung, deren eigentliche Schöpferische Kraft wir aber in dem infantilen und ignoranten Stadium unserer nicht vorhandenen Selbstentwicklung überhaupt nicht bändigen geschweige denn kontrollieren können, in eben dem selben Maße wie wir unfähig sind uns selbst zu erkennen und zu kontrollieren, uns selbst schöpferisch dem Leben zuzuwenden und uns selbst eigenständig und eigenverantwortlich zu „kultivieren“ im herkömmlichen, erdbezogenen Sinn. Wir sind unserem eigenen Potential nicht gewachsen und nutzen daher unsere schöpferische Kraft zur Wahrung unseres Selbstinteresses, zur Erhebung unserer Illusionen, zum Schutz vor imaginären Feindbilder außerhalb unserer Selbst. Wir werden allerdings überrannt und immer wieder eingeholt von der Wirklichkeit und nicht zuletzt ist der immer größer werdende Zugang zu wahren Informationen, zu den Quellen aus erster Hand wenn es um die eigentlichen Folgen und Vorgänge unserer Lebensweise geht ein Schlag in die Fratzen unserer aufgeblasenen Egos denn es wird fast unmöglich angesichts all dieser niederschmetternden Wahrheiten über die heuchlerische Natur unseres Selbstbildes in dieser Welt den Schein und den Selbstbetrug aufrecht zu erhalten – und das ist gut so.

Fortsetzung zu dem Thema vorgesehen...


Mittwoch, 24. Juli 2013

Tag0130/131 - Die eine Entscheidung zur Selbstbestimmung [Warum Psychologie nicht heilt]

h.koppdelaney / Foter / CC BY-ND


Jede Hilfe bei psychischen Problemen die allein auf den Erkenntnissen und Fertigkeiten eines anderen Menschen beruht ist lediglich eine mentale, kurzfristige Manipulation durch die gedanklich gesteuerte Aufrechterhaltung eines Bewusstseinszustandes der vollkommen abhängig ist von den imaginären Konzepten einer Vorstellungswelt, von Interpretationsmustern und geborgten Wertvorstellungen die fernab der Wirklichkeit liegen und macht den Menschen zu einem abhängigen Bittsteller gegenüber den fremden Ideologien ohne Authentizität, ohne wirkliche Selbstbestimmung oder Selbsterkenntnis zu erreichen.
Die scheinbare Selbstbeteiligung des 'Patienten', sein eigener Beitrag in diesen Therapien und Rehabilitationsmaßnahmen liegt allein in dem Erlernen der Anwendungsstrategien bestimmter Verhaltens- und Denkmuster um aus der Manipulation von Außen eine Selbstmanipulation zu etablieren. Dieser Weg ist ein naiver Versuch der Problemlösung durch Symptombekämpfung, ohne wirkliches Verständnis für die ganzheitliche Struktur einer menschlichen Existenz und der Basis der Selbsterkenntnis als eigenverantwortliche Selbstwahrnehmung und Selbstbestimmung. Teils gründet diese Vorgehensweise in den Prinzipien der Geldwirtschaft, die aus jeder erdenklichen Notlage des Menschen einen profitorientierten Aktionismus wachsen lässt, zum anderen aber liegt der Grund für diese Desorientierung in der Selbstbeschränkung des Menschen auf seine Natur, eine dogmatische Annahme der Unabänderbarkeit seiner persönlichen Entwicklungsrichtung, dem Wunsch sogar, dass er dieser machtlos ausgeliefert sei, welcher aus der Angst vor der ungewohnten, unbekannten und daher fremd und bedrohlich erscheinenden Verantwortlichkeit dem Leben gegenüber geboren wird.
Der Grund warum ein selbstehrlicher Umgang mit psychischen Erkrankungen, also mit Entwicklungen die Leidensdruck und die Unfähigkeit am Leben teilzunehmen verursachen, hart und unsensibel erscheinen mag liegt vor allem in diesen Persönlichkeitskonzepten und der angelernten, über Generationen kultivierten Abneigung, Angst und Ablehnung gegenüber der Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben in gleichwertiger Anerkennung aller Menschen und aller Lebewesen. Die ungewohnte klare Sicht für diese simplen Zusammenhänge, die Ursachen und Konsequenzen des eigenen Denkens, der eigens erlaubten und akzeptierten Werte und Ideologien die in der Persönlichkeit verankert sind ist für die isoliert und in der eigenen Geschichte der Erinnerungen und Emotionen gefangene Identität äußerst bedrohlich, da sie als künstliche Existenz ständig von der Rechtfertigung und Bestätigung ihrer eigenen Erhabenheit abhängig ist, ihrer Beständigkeit als überwertiges Sein, als Ich alles um sie herum als nutzbare Ressource und eben auch als Ursache aller Probleme, Schwierigkeiten und somit auch aller Erkrankungen ansehen muss. Wenn mein Leben nicht mehr funktioniert, wenn ich in den äußeren Systemen keinen Halt und keine Sicherheit mehr finde, wenn die Wirklichkeit zu sehr von meiner Erwartungshaltung und meinen Vorstellungen abweicht, dann muss ich als diese Fiktion meiner selbst Gründe in der von mir getrennten Außenwelt dafür suchen, da jede andere Möglichkeit unausweichlich die Infragestellung meiner „Natur“ bedeuten würde und eine 'Heilung' allein durch Eigenarbeit, durch den Wandel meiner akzeptierten und erlaubten Denk- Wert- und Verhaltensstrukturen möglich wäre.
(Un-)Glücklicherweise ist genau das aber die offensichtliche Realität. Und dass ich dabei den einzig wirksamen Weg der Selbsterkenntnis beschreite wenn ich erstmals meinen eigenen Beitrag und seine Konsequenzen berücksichtige, wenn mir bewusst wird, dass das Empfinden, die Stimmungen, die emotionalen Reaktionen nicht nur meine eigenen Kreationen sind, sondern dass diese Systeme auch noch bei allen Menschen gleichermaßen funktionieren und in ihrem Grunddesign den meinen absolut entsprechen, liegt daran, dass ich mich auf diesem Weg erstmals wahrhaftig in „den anderen“ wiedererkenne, weil ich die Gleichheit des Lebens erkannt und akzeptiert habe, und zwar in dem Moment in dem ich meine Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben akzeptiert habe. Und wenn ich mich in den anderen wiedererkenne, dann nur weil und wenn ich mich selbst in jedem Moment, in jeder Interaktion und in jeder Reaktion selbst wahrnehme und verstehe, und dann kann es keine gedankliche Flucht vor der Eigenverantwortlichkeit mehr geben, denn ich sehe meine eigenen Reaktionen als meine eigene Kreation allein, erdacht und gestrickt aus persönlichen Erinnerungen, Wertvorstellungen, Fantasien, emotionalen Verknüpfungen und Bildern aus meiner persönlichen Gedankenwelt.

Doch wir scheuen zu allen Zeiten diese Einsicht in die Gleichwertigkeit und die Gleichartigkeit des Menschen als lebendiges Wesen. Wir glauben uns hinein in eine Fantasie-Existenz der Gedankenwelt, eine interpretierte, limitierte, eingeengte und stark begrenzte Wirklichkeit die nach unseren eigenen Regeln funktionieren soll. Daher haben wir auch all diese Ansprüche in uns zugelassen, die Erwartungshaltung gegenüber unserem Umfeld, gegenüber der Welt im Ganzen, als ob wir als Individuum einen Alleinanspruch hätten unsere ganz eigenen Vorstellungen und Wünsche erfüllt zu bekommen. In diesem einsamen Streben nach Erfüllung dieser Verlangen verlieren wir völlig aus den Augen, dass wir unter Umständen auf dieser Jagd eine Spur der Verwüstung hinterlassen und am Ende genau dort wieder ankommen wo wir begonnen haben, nur dass eben alles zerstört ist und wir unser Glück noch immer nicht finden. Wir sind so verbissen in diese Wahnvorstellung von der persönlichen Erfüllung, dass wir nicht einmal mehr merken, dass die Ziele und Wünsche denen wir nachjagen nicht einmal unsere eigenen, dass sie nicht authentisch sind. Wir fragen nie nach dem Warum, nie ernsthaft. Dogmatische Vorstellungswerte bestimmen unser gesamtes Leben und Streben und wenn man die Menschen fragt warum sie so viel Anstrengung und Belastung auf sich nehmen um ein zweites oder drittes Auto zu bezahlen, oder ein neues Kaufen obwohl das alte noch lange funktioniert hätte, dann sieht man für einen kurzen Moment den perplexen Ausdruck in ihren Gesichtern, für einen Augenblick wirken sie verstört bis sie die vorprogrammierten Selbstrechtfertigungen „herunterrasseln“ und ungläubig mit dem Kopf schütteln oder abschätzend lächeln wenn man diese Argumente nicht teilt, wenn man sie sogar hinterfragt. Im letzteren Fall kann dies sogar zu kompletter Ablehnung der eigenen Person und zu einer Spaltung der Beziehung führen, denn man stellt eine Gefahr für das wacklige Fundament der Identitätsgrundlage und des Selbstwertempfindens der anderen Person dar.
Nun, ähnlich verhält es sich mit vielen psychologischen Symptomatiken. Wenn man sich mit diesen Themen ernsthaft auseinandersetzt, sie studiert und sich mit Menschen unterhält, Erfahrungen sammelt, dann kann man in selbstehrlicher Selbstschau viele dieser Gedankenmechanismen, der emotionalen Reaktionsmuster und dem schein-logischen Umgang des Verstandes mit ihnen in dem er sie in die Systematik der eigenen Weltsicht hineininterpretiert bei sich selbst genau wiedererkennen. Man kann die Grundstrukturen von Menschen die als schwer psychisch erkrankt bezeichnet werden bei sich selbst in Grundzügen wiederfinden und wenn man selbstehrliche Selbstanalyse betreibt, wenn man reflektiert über eigene Reaktionsmuster und die Verdrängungs- und Abwehrmechanismen, dann kann man sich hineindenken und verstehen, warum Menschen sich hineinfallen lassen oder eben hineinwachsen in die Rolle eines psychisch kranken Menschen. Man versteht woher überhaupt diese Sehnsucht nach Selbst-Definierung kommt und warum jede Gelegenheit vom menschlichen Ego ergriffen wird, wenn die Konstellationen entsprechend ausgerichtet sind, um sich selbst zu „finden“, sich selbst einen, irgendeinen vordefinierten Wert zu verpassen, und wenn das bedeutet dass man als Opfer eine Krankheit seine ganz persönlich gerechtfertigte Welt aufbaut.



Es muss natürlich klar sein, dass dies keine Worte sind die bei einem Menschen der sich selbst noch in dieser Rolle befindet, der nicht einmal den Versuch unternommen hat aus sich heraus oder über sich hinaus zu wachsen, der noch nicht den Schritt gemacht hat die Eigenverantwortung für und als das Leben zu erkennen und sie auch anzunehmen, egal wie schwer dieser Weg, wie unangenehm dieser Prozess auch sein mag, zu irgendeiner Einsicht führen könnten. Im Gegenteil, solche Worte werden große Gegenwehr und Ablehnung hervorrufen, sie werden alle Selbstverteidigungsmechanismen der gedanklichen Persönlichkeit in Gang setzen die es vorsichtig vermeidet die Möglichkeit der Einsicht durch bewusstes Verstehen dieser Worte zuzulassen.
Tatsächlich aber kann jeder Mensch diese Konzepte, diese Verwirrungen und dieses Festhalten an Abläufen und Systemen der Werte- und Gedankenwelt verstehen und nachvollziehen und sogar selbst eigenständig den Weg aus dieser selbstauferlegten Gefangenschaft finden. Es braucht nicht einmal ein psychologisches Studium für dieses Verständnis, kein Lesen fremder Texte und sogenannter Erkenntnisse. Zur Entwicklung der effektivsten Wege um auch von außen die Unterstützung zu bieten den Menschen einen eigenständigen und eigenverantwortlichen Prozess der Selbstbefreiung zu ermöglichen hingegen sind die wissenschaftlichen Methoden absolut notwendig. Doch die Erkenntnisse anderer zu studieren um zu „verstehen“, das ist ein höchst gefährlicher Weg der trügerisch und folgenschwer für die eigene Entwicklung sein kann und ist, da man sich selbst eine Persönlichkeit, eine Illusion einer wissenden, erfahrenen Persönlichkeit auf der Basis toter und trockener Theorie aufbaut die nicht einmal in ihrem Inhalt mit einem selbst zu tun hat. Ich habe in meinen Studien die Erfahrung gemacht, dass die Grundprinzipien wissenschaftlicher, seriöser Forschungen, die Ergebnisse und bestätigten Erkenntnisse sich mit meinen im Prozess der Selbstentwicklung, der Entwicklung selbstehrlicher Selbstschau und der Akzeptanz meiner Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben gewonnenen Selbsterkenntnisse immer wieder decken, was mich anfangs erstaunt und auch ein wenig stolz gemacht hat. Allerdings ist mir jetzt völlig klar, dass daran wirklich nichts „Außergewöhnliches“ ist, im Gegenteil, es ist im Grunde ein gewöhnliches, simples Wissen das allen und jedem zur Verfügung steht, wenn er nur beginnt sich selbst zu erkennen und von Grund auf zu verstehen.

Doch dieser Weg, wenn er auch der einzig wahre Weg zu Selbstbefreiung, zu Eigenständigkeit und Eigenverantwortung, aber vor allem auch zu mehr Selbstbestimmung ist, ist ein schwerer, schmerzhafter Weg. Er verletzt das alte(r) Ego, er provoziert es, regt es auf, macht aggressiv, frustriert und verbittert und eben diese emotionalen Reaktionen sind es, die den Weg aus dieser Verlorenheit in den Emotionalen Mustern und Gedankenbildern weisen, wenn man sich ihrer annimmt, wenn man nicht zu ihnen wird, sondern sie in sich erkennt um sich selbst ganz zu verstehen.

Fortsetzung folgt...


Sonntag, 19. Mai 2013

Tag0090 - Warum Schreiben? Und für wen?

eldeeem / Foter.com / CC BY-NC-SA




 Blog vom 11.05.2013

Es ist wichtig zu verstehen, dass es beim Schreiben dieses Blogs, beim Schreiben dieser Art um den Prozess des Schreibens selbst geht, und ausschließlich darum. Es ist das Schreiben aus dem lebendigen Moment des Hier und Jetzt heraus, die Selbstoffenbarung und Entfaltung der inneren Gedankenmuster in selbstehrlicher Analyse. Das Lesen eines solchen Textes dient in keiner Weise der ‚Information‘ des Lesers, oder gar der Erweiterung des Wissens oder ähnlichem. Auch eine Anleitung kann ein solcher Text in keinem Fall sein. Der Grund ist, dass ich nicht über etwas schreibe, sondern dass ich die Dinge direkt aus mir herausschreibe um sie wie in einem Spiegel selbst während des Schreibens betrachten zu können. Es ist sozusagen ein Spiegel meiner Gedanken, dessen Spiegelbild natürlich nur ich selbst sehen kann, denn in dem Moment in dem ein anderer vor den Spiegel tritt ist es nicht mehr mein Spiegelbild, sondern das des anderen. Ich weiß, dass dieser Vergleich hinkt, denn der Spiegel selbst ist ja nur in dem Moment präsent in dem ich schreibe, so dass es überhaupt icht denkbar st, dass jemand anderes sich darin  spiegeln wüde. Das was lesbar zurückbleibt ist vielmehr eine Skizze, eine Zeichnung des Bildes die einen Eindruck davon wiedergibt was ich zu sehen in der Lage war. In dem Moment in dem der Text verfasst ist, wird das Geschriebene eben genau dazu, zu einer Skizze der Vorgänge, der Programme, so dass man sich einen Eindruck verschaffen, aber nicht wahrhaftig das wiedererleben oder wahrnehmen kann das in dem Moment des Schreibens stattgefunden hat. Das ist aber auch gar icht nötig oder gar Sinn des Schreibens, bzw. Der Veröffentlichung. Dass dieser Text zugänglich gemacht wird findet seinen Sinn in einer einzigen Tatsache, dass nämlich durch die Möglichkeit des Enblicks in die Selbstarbeit eines anderen Menschen die Erkenntnis der Gleichheit und Einheit, der grundlegenden Gemeinsamkeiten menschlichen Lebens offenbar wird, und zwar für denjenigen der sich selbst auf diesen Weg der Selbstbefreiung durch das Schreiben begibt. Im Grunde ist das so mit jedem Text, selbst mit wisenschaftlicher Facliteratur. Gelesen als Wissensquelle und angewandt als Anleitung macht man sich ledigkich zu einer programmierten Maschine, wobei das Programm fehlerhaft und unvollständig ist, da es sich eben nur um eine abstrahierte Skizze handelt. Erst der eigenständige, freie Selbstversuch kann einen authentischen Einblick verschaffen. Und dann gilt ein anderer Text wesentlich mehr, er dient zu viel mehr als zu einer Anleitung oder Wissensquelle, er ist eine unterstützende Begleitung, ein gleichwertige Gefährte, ein Teil der Einheit zu der man selbst zurückkehrt.

Fortsetzung folgt...

Montag, 18. Februar 2013

Tag0008 - Selbstanalyse in der Psychotherapie 1. Teil

Photo Extremist / Art Photos / CC BY-ND


"Ich kann mir kein Verbrechen vorstellen, dessen Autor ich nicht sein könnte" - frei nach Goethe

Wir können uns erst dann wirklich frei entwickeln, wenn wir erkennen und akzeptieren, dass wir Eins sind. Die Geschichte der Psychoanalyse im Vergleich ihrer Anwendung und der tatsächlichen Erkenntnisse beispielsweise zeigt sehr deutlich die Paradoxe Grundvoraussetzung an die wir in unserer Gesellschaft gebunden sind, die diese Wissenschaft die dem Wohl, der Genesung und der Unterstützung der Menschen dienen soll zu einem Angebot macht, für das ein Mensch einen anderen bezahlt, der ebenso ein Mensch ist wie der Klient oder Patient, der in gleicher Weise sich in einem Prozess der Selbstanalyse begeben hat der ihn dazu befähigen sollte, den anderen zu verstehen in seinem Leiden um Ihm in einem Gespräch oder einer Sitzung unterstützen und helfen zu können. Der Ideale Psychotherapeut ist der, der dich verstehen kann, weil er die Vorgänge, die mentalen Programme und mechanismen, die Reaktionen und emotionalen Zerwürfnisse aus eigenem Erleben kennt. Hat er sein Wissen lediglich aus der Theoirie, dann spricht er nur darüber, versteht aber nichts und kann daher auch nicht wirklich helfen. Wir kennen es so aus der Geschichte und der Gegenwart, dass unsere Systeme derart gestaltet sind, dass es so etwas wie 'Experten' gibt, die zuständig sind für gewisse Bereiche des menschlichen Lebens, in denen der 'Normalbürger' auf ihre Hilfe und ihren Rat angewiesen ist, weil nur sie sich damit auskennen und er kann ja nicht auf allen Gebieten ein Fachmann sein. Die Idee, dass man sich in einer Gesellschaft auf diese Weise gegenseitig ergänzt ist nicht von grundauf verkehrt, doch in der Art wie wir sie innerhalb unserer wirtschaftlichen Prinzipien und Strukturen beispielsweise des Arbeitsmarktes und der Lohn/Gehaltszahlungen umgesetzt haben ist komplett dysfunktional und sogar degenerativ wenn es um die Weiterentwicklung der Fähigkeiten des Menschen und der Gesellschaft insgesamt geht. Dadurch eben, dass wir jede Leistung dieser Art, eine spezielle Ausbildung, ein spezialisiertes Können, zu einer Ware machen die man für Geld erwirbt, besteht die Gefahr, dass die Dienstleistung unkontrolliert verramscht wird, und im Übrigen hat durch die soziale gesellschaftliche Entwicklung die eine Konsequenz des kapitalistischen Wachstumsprinzips und der Profitgier ist zur Folge, dass der Mensch sich überhaupt nicht mehr umfassend selbst helfen kann,da die Zeit dafür einfach nicht da ist, wenn er den Großteil seiner Lebenszeit damit verbringt, Arbeit zu verrichten die lediglich der Grundversorgung seiner notwendigsten Bedürfnisse dient. Das heißt dass immer mehr Zeit gespart werden muss, was dazu führt dass man gezwungenermaßen dem Angebot der erforderlichen Dienstleistung blind vertrauen muss und dass der Wert dieser Leistung mehr und mehr durch den Preis den man für sie bezahlt bemessen wird, und weniger durch die tatsächliche Wirkung oder den eigentlichen Inhalt. Das soll nicht heißen, dass das gezwungenermaßen immer so ist. Viele Dienstleistungen, wie beispielsweise in der Medizin, die der Ärzte und die der Pflege, sind sicher zu großen Teilen qualitativ sehr hochwertig, allerdings sieht man auch hier den Verfall der eigentlichen Motivation, dem Menschen nämlich zu helfen und die Gesellschaft zu stützen, zugunsten einer profitorientierten Entwicklung, die dann
Fließband-Abfertigung in den Krankenhäusern und Pflegestellen zur Folge hat, wofür sicher in den wenigsten Fällen die Ärzte und Pfleger direkt verantwortlich gemacht werden können, jedenfalls nicht mehr verantwortlich als wir alle als Teile der Gesellschaft für diese Entwicklung mit verantwortlich sind.
Gerade in der Psychotherapie ist es besonders Augenscheinlich, wie sehr dieses Prinzip des bezahlten Spezialwissens im Kontrast steht zu dem eigentlichen Sinn und Nutzen eines Psychotherapeutischen Gesprächs. Ich muss vorweg nehmen, dass ich natürlich weiß, dass wir in der derzeitigen Situation, mitten in der Maschinerie des außer Kontrolle geratenen Systems unserer freiwilligen Selbstaufgabe nicht von heute auf morgen alles umwerfen und die Strukturen ändern können, schon gar nicht wenn man dabei sich nur auf einen kleinen Teilbereich wie den der Psychotherapie beschränkt, denn es hängt ja alles zusammen, alles ist miteinander verbunden und warum auch diese Tatsache an sich nicht verwerflich, sondern im Gegenteil ein Zeichen für die Notwendigkeit eines Systemwandels ist, darauf werde ich später noch genauer eingehen. Doch die Erkenntnis dessen, was wir als Gesellschaft akzeptieren und diese Einsicht, die Zustände und Umstände zu analysieren ohne voreingenommen sowohl in die eine als auch in die andere Richtung zu sein ist eben ein Zeichen der gewillten Entwicklung, der Fähigkeit des Menschen zu sehen, zu erkennen und vor allem auch zu verändern. Und an welchen Prinzipien der Veränderung er sich dann orientiert, was sich als seine wahre Motivation herausstellt, das ist die Grundlage eigentlich seines Wertes für die Gemeinschaft, und ich sage bewußt nicht Gesellschaft, denn ich meine die Gemeinschaft des Lebens, allen Lebens, unbeschränkt und Ausnahmslos.


Wie also oben bereits erwähnt, muss ein Psychotherapeut in der Lage sein das zu verstehen, was seinem Patienten den Leidensdruck verursacht. Er muss die Systeme, die psychischen Vorgänge, die emotionalen Prägungen und Reaktionen kennen und sich hineinversetzen können in die Lage die der Patient ihm als Problemsituation schildert. Ein Psychotherapeut muss also ein Mensch sein, der sich kennt, der sich selbst bewusst wahrnimmt, so dass er selbst kein Opfer ist seiner eigenen psychischen Programme und Strukturen. Natürlich ist das ein Idealbild, eine Idealvorstellung die so perfektioniert nicht existiert und auch nicht existieren kann, denn, und das ist schon ein Faktor der notwendigen Einsicht in die Natur der geistigen oder psychologischen Entwicklung eines Menschen, dass sie eben ein Prozess ist, und dass das Ziel keine Vollendung sein kann, zumindest nicht das Ziel der Therapie, sondern eine Hilfestellung, eine Unterstützung, die den Hilfesuchenden dazu befähigen soll eigenständig und in Selbstarbeit an sich und mit sich zu wirken. daraus ergibt sich natürlich in der Konsequenz, dass auch die Therapie selbst Teil des Entwicklungsprozesses ist, und dass dieser Teilabschnitt gemeinsam gegangen wird, wobei der Therapeut aufgrund seiner Ausbildung die zu einem großen Teil eine Selbstausbildung sein muss, gewissermaßen einen Vorteil hat, den er nutzt um seinem gegenüber die noch unverstandenen Punkte, die Systeme und Vorgänge seiner emotionalen, psychischen Verwirrung in ihrer Ursächlichkeit und Wirkungsweise aufzuzeigen.

Was aber passiert, wenn dieses Wissen, dieser Vorteil des 'Experten' zu einer reinen Ware, zu einem Angebot wird ist, dass die Methoden und Strategien der Psychotherapie und der Psychoanalyse zu dem Zweck missbraucht werden, dem Patienten lediglich das Gefühl zu geben geheilt zu sein, wobei ausschließlich die Symptome gemildert oder beseitigt werden, nicht aber das eigentliche Problem oder seine Ursache. Und diese Art der Therapie bringt dann Menschen hervor, die wie ich es oft beobachten konnte einen beispiellosen Ego Trip fahren um es mal umgangssprachlich auszudrücken, weil sie eben in der Therapie vermittelt bekommen haben, dass mit ihnen schon alles in Ordnung sei, dass sie aber zu sehr unter dem Druck der 'Gesellschaft' gestanden haben, dass sie sich zu sehr 'nach anderen' gerichtet und versucht haben zu gefallen und dass es nun zu ihrer Genesung notwendig wäre, sich auf sich selbst und die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren. Das gibt dem Patienten oder besser dem Klienten natürlich ein Gefühl das angenehm scheint, das ihm den Eindruck vermittelt wieder Herr über sich selbst zu sein, es lässt ihn aber auch mehr noch als zuvor in eine Isolation geraten, da er von der Grundlegenden Annahme dass er ein Opfer der Umstände gewesen sei ausgeht, sich damit abtrennt von der Existenz und sich als Beobachter und Benutzer der Welt und der Umwelt sieht anstatt als ein Teil von ihr, was er in Wahrheit ist.
Es ist natürlich so, dass der Mensch der sich in einer psychopathologischen Entwicklung befindet zunächst den Fokus auf sich selbst richten muss, allerdings nicht in dem gesellschaftskonformen Sinn einer egoistischen Triebhaftigkeit, sondern in einer selbstkritischen, selbstehrlichen und selbstanalytischen Sicht. Und dazu muss ihn die Psychotherapie befähigen.
Das geht allerdings nur dann, wenn der Psychotherapeut oder der Psychoanalytiker selbst dazu in der Lage ist, wenn er also weiß, wovon er spricht. Und wenn er das tut, dann ist die Psychotherapeutische Sitzung keine 'Belehrung' mehr und auch kein einfaches Zuhören, sondern dann ist sie eine Vereinbarung zweier Menschen einen Teilabschnitt der Entwicklung und der Selbstanalyse gemeinsam zu gehen, sich dabei gegenseitig zu reflektieren und zu unterstützen. Dann ist die Psychotherapie ein Gespräch zweier Menschen auf Augenhöhe, wobei einer der beiden für sich in Anspruch nehmen kann, aufgrund seiner Erfahrung, vielleicht aufgrund seines Vorsprungs in der Selbstarbeit und seiner gewonnenen Einsichten dem anderen eine Hilfestellung bieten zu können, eventuelle Unstimmigkeiten, Probleme, Unsicherheiten und Ängste verantwortungsbewußt, selbstbewußt und selbstbestimmt anzugehen und zu transformieren. Dabei muss er, der Therapeut, immer auf das Neue gefasst sein, er muss immer Hier sein und am Prozess aktiv teilnehmen, entgegen der verbreiteten Meinung des Zuhörenden und anschließend analysierenden Therapeuten oder Psychologen. Die Gefahr die dabei nämlich besteht, im Zusammenspiel mit der Systematik unseres Wirtschaftssystems, ist die der Überheblichkeit des Experten und die Überschätzung der offiziellen Qualifikation. Viel zu oft wird dem Patienten in der konstruierten Analyse seiner 'Erzählungen' ohne aktives Teilnehmen, ohne das sich Einbruingen des Therapeuten, dem unbewußten Wunsch des Patienten entsprochen um ihm kurzfristig ein emotionales Hoch mit auf den Weg zu geben, was ihn an den Erfolg seiner Therapie glauben machen soll. Ich werde später hierzu noch einige Beispiele aufzählen, das extremste aber ist natürlich die Anwendung von Medikamenten zur Symptombeseitigung, die es dem Arzt und dem Patienten möglich macht, angepasst an den schnellebigen Zeitgeist rasante Hilfe zu vermitteln, einen oberflächlichen Einduck der Genesung, oder zumindest einer Verbesserung des Zustandes.

Die Psychoanalyse kann nicht nur, sondern sie muß eine Methode der Selbstfindung sein und sollte daher die Verantwortlichkeit und Fähigkeit jedes einzelnen Menschen sein. Die selbstehrliche Selbstanalyse ist Grundvoraussetzung für Selbstbewußtsein, Selbstbestimmung und Verantwortungsbewußtsein, und vor allem auch für die Selbstbefreiung von jedweder Manipulation und Beherrschung. Daher sollte sie ein Teil der Grundausbildung jedes Menschen werden und nicht einigen sogenannten Experten vorbehalten sein, die eben ihre Zeit in das Studium investiert haben. Dass es Experten geben sollte und muss ist nicht in Frage gestellt, denn sicher ist die Unterstützung und Hilfestellung auf dem Weg, dem Prozess der Selbstentwicklung immer vonnöten und gefragt, wenn Schwierigkeiten auftreten, allerdings ist der Zweck ein völlig anderer, nämlich der der Prävention, eine folgenschwere 'Fehlentwicklung' zum Schaden des Betroffenen und auch anderer zu verhindern, indem schon beim Auftreten erster Schwierigkeiten sofort die bedingungslose Unterstützung des Umfeldes und unter Umständen die des 'Experten' gegeben ist.
Ganz grundlegend ist aber hier, dass der Prozess der gegenseitigen Unterstützung die gegenseitige Entwicklung mitbestimmt, denn nur dann ist der Prozess, die Sitzung, das Gespräch auch ein lebendiges, ein sich entwickelndes, eines, das dem Menschen auch gerecht wird. Und dann stellt sich natürlich auch die Frage, ob diese 'Leistung' eine einseitig erbrachte ist. Dann stellt man automatisch auch die Art der Bezahlung, die Stellung der Personen einer solchen Tätigkeit in Frage.

Auf diese Punkte der Rolle des 'Therapeuten' in einem Menschengerechten und lebenswürdigen System, dem Gleichgerechten Geldsystem, gehe ich in der Fortsetzung ein.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 18.02.2013

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