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Sonntag, 21. Juli 2013

Tag0129 - Selbstanalyse: Depressive Verstimmung und Selbstsabotage durch Selbstaufgabe


Du bist immer eigenverantwortlicher Schöpfer deiner gedanklichen Bewertungen, ob dich selbst oder andere betreffend. Die Ignoranz gegenüber der Verantwortlichkeit als Mensch dem Leben gegenüber unterliegt allen externalisierten Schuldzuweisungen als Selbstschutz einer Illusion als Ego.

Reise ins Leben
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Selbst Befreit
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Desteni Material
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Equal Money
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Montag, 27. Mai 2013

Tag0102 - Man ist nie die Ausnahme

vishwaant / Water Photos / CC BY




Man denkt immer man selbst wäre die AUSNAHME. Vor allem wenn es um edle Verhaltensweisen, um Opfer und Verzicht, um unangenehme Notwendigkeiten und Selbstaufgabe, um Courage – also kurz gesagt um all die Eigenschaften und Ideale geht, die wir als Menschen glauben zu besitzen und auf die wir uns etwas einbilden. Wir reden von ihnen, erzählen Geschichten darüber, kennen jemanden der so handelt und denkt, haben Vorbilder, aber wenn wir an der Reihe sind, wenn es uns trifft selbstlos zu handeln, finden wir sehr schnell und sehr kurzfristige Ausreden und Rechtfertigungen warum wir es „gerade jetzt nicht tun können“. 

Unser leben ist eben beschränkt, eingegrenzt auf dieses sehr enge Spektrum der persönlichen Bedürfnisse, der Gewohnheiten und der Gegebenheiten unserer Alltagsordnung mit denen wir uns abgefunden haben. Uns fehlt der Weitblick, wir scheuen die Höhe und lehnen uns ungern aus dem Fenster. Die Befürchtungen und Sorgen die diese Angst kreieren indes sind einzig von und durch unseren Verstand geformt. Er nimt sich aus seiner Elerbniswelt unzählige Informationen und formt anhand der angelernten und konditionierten Muster, der Belohnungs- und Bestrafngserfahrungen ein Zukunftsbild, eine Erwartung die er aus den vergangenen Erinnerungen zusammensetzt. Das ist damit gemeint, wenn man davon spricht "in der Vergangenheit zu leben". 

Die Zukunft, von der sich der Verstand ein Bild zu schaffen versucht, ist immer nur eine Einbildung, eine Illusion der Gedankenbilder, eine Fata Morgana des Geistes. Sie existiert nicht.
Die Vergangenheit ebenfalls nicht, aber die Gedanken der Erinnerung haben wenigstens eine Grundlage in der Wirklichkeit. Die der Zukunft nie. Der Moment Hier, das Leben, der Atemzug jetzt ist der einzig wirkliche, lebbare Moment. Nichts außer ihm hat Substanz. Und Substanz ist letztlich die Grundlage unserer Existenz, da hilft kein spirituelles Wunschdenken drüber hnweg, wir sind den Gesetzen der physikalischen Welt unterworfen, wir SIND diese Welt, wir sind diese Existenz. Der einzige Grund sich nach ätherischer oder energetischer Existenz zu sehnen ist die verklärte Verlorenheit in vergeistigter Selbstwahrnehmug, in dieser künstlichen Realität geformt allein aus den eigenen Gedanken. Der Film im Kopfkino wird sozusagen dem wirklichen Leben vorgezogen.

Die Folge ist natürlich ein wahnhaftes Vegetieren, ein Organismus der missachtet, missbraucht und im Namen der Gedankenmaschine ausgebeutet wird. Das Leben ist Opfer seiner Entwicklung, sofern das Bewusstsein tatsächlich einen evolutionären Fortschritt und nicht vielmehr einen schwerwiegenden Fehler darstellt. Die klare Sicht auf die menschliche Welt und seinen Umgang mit dem Leben läst allerdings kaum Zweifel daran, dass letzteres der Fall sein muss.

Diese jämmerliche Angst um das eigene Wohl, diese selbstsüchtige Manier sich in seinen Wänden, gedanklichen und realen Wänden zu verschanzen um von dort aus zitternd, verzweifelt, mit einem zur kreischenden Fratze verzerrten Gesicht um sein persönliches Glück zu feilschen, dabei noch zu versuchen das Bild eines humanistischen, idealistischen Menschen abzugeben, dieser verkrüppelte und durch und durch verwachsene Krampf den wir einen Menschen nennen, ganz vorne dabei die der westlichen zivlisationen, das soll nun der Mensch als überlegenes, entwickeltes Wesen sein, das soll nun die Krone der Schöpfung, die Spitze des evolutionären Siegeszuges ein? 

Diese Menschen der ersten Klasse, der ersten Welt, der „fortschrittlichsten“ Zivilisationen sind ganz im Besonderen zu Witzfiguren, zu tragikomischen Marionetten ihrer eigenen Ideale geworden.  Schöpfer einer Maschinerie die sie weder verstehen noch kontrollieren können, und zwar einzig aus dem Grund, dass sie sich selbst nicht verstehen.





Sonntag, 19. Mai 2013

Tag0091 - Warum Schreiben? (Teil 2) Überzeugung und Liebe...

JonathanCohen / Foter.com / CC BY-NC


Blog vom 12.05.2013

Fortsetzung zu Tag0090 - Warum Schreiben? Und für wen?

Auszug:

"[...] Und dann gilt ein anderer Text wesentlich mehr, er dient zu viel mehr als zu einer Anleitung oder Wissensquelle, er ist eine unterstützende Begleitung, ein gleichwertiger Gefährte, ein Teil der Einheit zu der man selbst zurückkehrt."

Aus diesem Grund ist auch eine Überzeugung etwas, das aus einem Menschen selbst kommen muss, ganz und gar, niemand kann wahrhaftig von jemandem überzeugt werden. Jede Überzeugung dieser Art ist entweder eine geschickte Manipulation die früher oder später an ihre Grenzen stößt, sich auflöst und unwirksam wird, oder sie ist ein Einwilligung aufgrund von Bequemlichkeit, Feigheit oder dem Verlangen nach Sicherheit und Gemeinsamkeit ohne dass diese Grundlage selbstbestimmt erkannt und akzeptiert wäre. En solcher Teil eier „Gemeinschaft“ ist immer ein unsicheres und schwaches Glied in der Kette, eine Persönlichkeit die nicht vertrauenswürdig und auch nicht verlässlich sein kann.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Liebe. Die eigensinnige Überzeugung einen Menschen, besser gesagt eine Persönlichkeit gefunden zu haben, deren Eigenheiten und Eigenschaften man erkannt, analysiert und auf Kompatibilität überprüft hat, von der man glaubt dass sie exakt das widerspiegelt, was man von einem Partner der Liebe erwartet. Die Vorstellung der Verliebtheit, oder der Beziehungs-Bildung aufgrund einer Emotion, eines emotionalen Erlebens der scheinbaren Übereinstimmung eines Charakters, eine Persönlichkeit, und ihren äußerlichen Attributen als Grundlage einer Lebenspartnerschaft anzunehmen ist im äußersten Maße trügerisch, und auch missbräuchlich rücksichtslos gegenüber der gewählten Person. Schließlich gründet man eine Partnerschaft aufgrund einer Erwartungshaltung, die einzig und allein auf den persönlichen Vorstellungen und Interpretationen, welche Vielmehr Projektionen der eigenen Persönlichkeitsmerkmale sind, basiert, und lockt dadurch eine Person in eine Situation in der unerfüllbare Erwartungen an sie gestellt werden, da sie ihrerseits die Ansprüche die an sie gestellt werden nicht einmal erkennen oder verstehen kann. Nicht umsonst ist der Prozess des Kennenlernens, des Herantastens, ein Prozess der Verstellung, der Schauspielerei, bisweilen Prahlerei, der Manipulation und nicht selten der gezielten Vortäuschung falscher Tatsachen. Lediglich die Tatsache, dass diese Methoden von beiden Seiten angewandt werden verhindert eine frühzeitige Entlarvung des Betrugs, da natürlich jede Partei einer solchen Beziehung an der Vertuschung ihrer Täuschungsversuche interessiert ist und allerhöchstens einen Ausweg durch die gezielte, hinterhältige Entlarvung der Gegenseite bei gleichzeitigem Aufrechterhalten der eigenen Fassade sucht. Auch dieser Prozess ist ein alltäglicher, immer wiederkehrender, schon alles obligatorisch zu bezeichnender Trennungsprozess bei dem ohne große Rücksicht auf Verluste von beiden Seiten sprichwörtlich dreckige Wäsche gewaschen wird.

Tag0090 - Warum Schreiben? Und für wen?

eldeeem / Foter.com / CC BY-NC-SA




 Blog vom 11.05.2013

Es ist wichtig zu verstehen, dass es beim Schreiben dieses Blogs, beim Schreiben dieser Art um den Prozess des Schreibens selbst geht, und ausschließlich darum. Es ist das Schreiben aus dem lebendigen Moment des Hier und Jetzt heraus, die Selbstoffenbarung und Entfaltung der inneren Gedankenmuster in selbstehrlicher Analyse. Das Lesen eines solchen Textes dient in keiner Weise der ‚Information‘ des Lesers, oder gar der Erweiterung des Wissens oder ähnlichem. Auch eine Anleitung kann ein solcher Text in keinem Fall sein. Der Grund ist, dass ich nicht über etwas schreibe, sondern dass ich die Dinge direkt aus mir herausschreibe um sie wie in einem Spiegel selbst während des Schreibens betrachten zu können. Es ist sozusagen ein Spiegel meiner Gedanken, dessen Spiegelbild natürlich nur ich selbst sehen kann, denn in dem Moment in dem ein anderer vor den Spiegel tritt ist es nicht mehr mein Spiegelbild, sondern das des anderen. Ich weiß, dass dieser Vergleich hinkt, denn der Spiegel selbst ist ja nur in dem Moment präsent in dem ich schreibe, so dass es überhaupt icht denkbar st, dass jemand anderes sich darin  spiegeln wüde. Das was lesbar zurückbleibt ist vielmehr eine Skizze, eine Zeichnung des Bildes die einen Eindruck davon wiedergibt was ich zu sehen in der Lage war. In dem Moment in dem der Text verfasst ist, wird das Geschriebene eben genau dazu, zu einer Skizze der Vorgänge, der Programme, so dass man sich einen Eindruck verschaffen, aber nicht wahrhaftig das wiedererleben oder wahrnehmen kann das in dem Moment des Schreibens stattgefunden hat. Das ist aber auch gar icht nötig oder gar Sinn des Schreibens, bzw. Der Veröffentlichung. Dass dieser Text zugänglich gemacht wird findet seinen Sinn in einer einzigen Tatsache, dass nämlich durch die Möglichkeit des Enblicks in die Selbstarbeit eines anderen Menschen die Erkenntnis der Gleichheit und Einheit, der grundlegenden Gemeinsamkeiten menschlichen Lebens offenbar wird, und zwar für denjenigen der sich selbst auf diesen Weg der Selbstbefreiung durch das Schreiben begibt. Im Grunde ist das so mit jedem Text, selbst mit wisenschaftlicher Facliteratur. Gelesen als Wissensquelle und angewandt als Anleitung macht man sich ledigkich zu einer programmierten Maschine, wobei das Programm fehlerhaft und unvollständig ist, da es sich eben nur um eine abstrahierte Skizze handelt. Erst der eigenständige, freie Selbstversuch kann einen authentischen Einblick verschaffen. Und dann gilt ein anderer Text wesentlich mehr, er dient zu viel mehr als zu einer Anleitung oder Wissensquelle, er ist eine unterstützende Begleitung, ein gleichwertige Gefährte, ein Teil der Einheit zu der man selbst zurückkehrt.

Fortsetzung folgt...

Donnerstag, 9. Mai 2013

Tag0076 – Das gelebte Wort und die mentale Masturbation

h.koppdelaney / Art Photos / CC BY-ND




Nachträglich aus dem Handschriftlichen

Blog vom 27.04.2013



Alles Reden, Diskutieren, Schreiben, Philosophieren ist vollkommen Wert- und Sinnfrei, wenn es nicht aus dem gelebten Beispiel entspringt. Und selbst dann ist die „Botschaft“ , ist das „darüber sprechen“ nicht das Wesentliche, sondern eben das Leben selbst, das als Beispiel vorangeht. Die Philosophie die nicht von mindestens einem Menschen wahrhaftig gelebt werden kann ist nichts weiter als eine mentale Selbstbefriedigung des Verfassers, ohne irgendeinen Wert für die Menschen, ihre Entwicklung und das Leben. 

So kann auch das Ziel einer Philosophie, einer überlieferten, theoretisierten Idee die lebbar und umsetzbar ist, die dem Leben selbst entspringt und an den Prinzipien des Wohles allen Lebens ausgerichtet ist niemals eine Überzeugung oder Belehrung sein. Deine Schrift, dein Wort spricht und steht nur für dich selbst, du stehst als das Wort für das lebendige Wort ein und dafür gerade.

Wenn nicht ist dein Wort und damit dein Leben nur eine Lüge.