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Freitag, 9. Januar 2015

Tag 191 - Nutzlos, Sinnlos, Hilflos - Freiwillige Selbstbeschränkung

wili_hybrid / Foter / CC BY-NC




Wozu das Ganze? das habe ich mich in letzter Zeit des Öfteren gefragt. Was ist meine Anstrengung mich selbst zu ändern eigentlich wert, in einer Welt in der ich mich dadurch im Grunde mehr und mehr zu einem „Sonderling“ mache? In den letzten Monaten habe ich aufgrund privater Umstände und der sozialen Situation in der wir uns als Familie befinden mehr und mehr versucht mich „anzugleichen“ und anzupassen, um dabei zu bleiben sozusagen, mich zum Wohle der Familie zu „re-integrieren“ in eine Gemeinschaft die nach Werten und Vorstellungen lebt und handelt, mit denen ich mich in keiner Weise mehr identifizieren kann. Natürlich geht es nicht um mich persönlich, es geht nicht darum wie wohl ich mich fühle und ob ich glücklich sein könnte, das wird in dieser Welt für mich nicht möglich sein. Es geht ausschließlich darum, mich nicht versehentlich ins Aus zu setzen, vor allem der Familie gegenüber aber auch im Sinne des einzigen Sinns den mein Leben in dieser Welt haben kann, nämlich die eigene Veränderung im Sinne des Wohles des Lebens wirksam zu machen und mich in die Lage zu versetzen als Beispiel für die Machbarkeit der Veränderung der fatalistischen „Natur“ die wir als unsere unabänderliche Persönlichkeitsstruktur akzeptiert haben zu stehen. Aber wie wirksam kann das sein? Wie Sinnvoll kann das sein und ist es wirklich notwendig, die eigene Veränderung und die wachsende Selbstbestimmung anderen vorzuhalten, sich der Skepsis und dem Misstrauen auszusetzen, sich diesen unerträglichen Diskussionen der oberflächlichen Selbstrechtfertigung der Lobby auszusetzen? Wie sollte das jemals einen Sinn machen können? Hat mich irgendjemand dazu bewegen können einen Weg der Selbstanalyse und des Selbstverständnisses zu gehen? Hat mich irgendjemand so beeinflusst, dass ich den Weg des größten Widerstandes gewählt und erkannt habe, dass er der einzig wirkliche Weg zur Selbstbefreiung ist? Nein, nur das Leben selbst hat mich dazu bringen können, nur meine Erfahrung einer scheinbar ausweglosen, bedrohlichen Situation. Erst als ich bereits derart verunsichert war, dass sich mir keine Möglichkeit des Selbstbetruges und der Ignoranz mehr bot, erst da waren andere Menschen wichtig und interessant, die mich bei der Entscheidung zu einem Paradigmenwechsel der eigenen Identitäts- und Identifikationsfrage unterstützt haben. Doch die Entscheidung selbst kam von mir allein, und nur dieser Wille kann tatsächlich die Disziplin und Selbstbestimmung hervorrufen die notwendig ist um nicht wieder in die althergebrachten Muster der Ignoranz und der Verblendung zu verfallen. Alles und jede Entscheidung zuvor war nur ein Überzug, eine Verkleidung des immer gleichen Ego-prinzips. Ein Selbstbetrug zur Ablenkung, zur Unterhaltung der Ich-Persönlichkeit.

Also ist es zwar hilfreich mit anderen Menschen sich gegenseitig zu unterstützen, aber eine Wirkung nach außen kann und sollte man sich vielleicht auch überhaupt nicht erhoffen. Dennoch gibt es einen Teil in mir der sich nach diesem Erfolg sehnt, der erwartet, dass die Arbeit Früchte trägt, und zwar eben auch bei anderen Menschen. Was ist diese Sehnsucht aber? Begründet sie sich in der Hoffnung, dass mehr und mehr Menschen sich von den lebensfeindlichen egoistischen selbstzerstörerischen Mustern des Bewusstseins befreien zum Wohle und zum Besten aller oder ist es die egoistische Sehnsucht nach Anerkennung und Resonanz, nach Einzigartigkeit und Besonderheit?

Es ist der persönliche und daher vielleicht egoistische Wunsch nach wahrer Veränderung der menschlichen Welt. Es ist keine egoistische Anerkennungssucht und auch nicht der Wunsch nach Besonderheit des eigenen Selbst. Wenn es so wäre, dann gäbe es noch einen Wunsch weiter zu machen mit der „Öffentlichkeitsarbeit“. Doch dieser schwindet und ich muss mich fragen, ob ich leichtfertig bin in dem ich mich diesem Gefühl der Sinnlosigkeit hingebe. Dieses Aufgeben ist in der Tat egoistisch, denn die Arbeit ist notwendig, das Präsent sein, sich dabei zu zeigen, sich zu offenbaren und zu stellen, unter den Möglichkeiten der digitalisierten Welt ist eine Chance, eine Option die man nicht unbeachtet und ungenutzt lassen darf. Und da spielt es keine große Rolle, ob man sich wohl dabei fühlt oder ob es einem persönlich Spaß macht. Es ist notwendig, weil es eben die Veränderung des Selbst zeigt und als lebendiges Beispiel vorzeigt. Es ist notwendig, weil es zu viele Menschen gibt, die diese Möglichkeit nicht haben oder sie nicht nutzen. Die sich allein fühlen mit ihrer Unzufriedenheit und den inneren Konflikten mit der Welt wie wir sie erlaubt und zugelassen haben. Ich muss mich diesem Gefühl der Niedergeschlagenheit und der Nutzlosigkeit stellen und mich durch diese Ohnmacht kämpfen, denn das ist ein Teil meiner eigenen Persönlichkeitsanalyse und der Vergangenheitsbewältigung die zur Umstrukturierung und Neuausrichtung meiner Persönlichkeit notwendig ist. Und daher stehe ich für meine eigenen Gedanken der Selbstbeschränkung und der Selbstbehinderung gerade, atme und stoppe sie, besinne mich auf das Leben das ich bin und die körperliche Existenz die mich atmen lässt, nutze den Moment der Selbstwahrnehmung, der Aufmerksamkeit um mir klar zu machen, dass dieses Programm eben den Zustand der Tatenlosigkeit und der Fremdbestimmten Paralyse möglich macht der mein Potential als Mensch einschränkt und es verhindert, dass ich die Erkenntnisse der Lügen und des Selbstbetrugs auch auflöse und die selbstbestimmte Neuausrichtung am Leben und dem Prinzip der Einheit und Gleichheit allen Lebens umsetze, anwende und LEBE.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe mich dem Gefühl dr Niedergeschlagenheit und der Ohnmacht hinzugeben und mich gleichzeitig zu verurteilen, weil ich mich innerlich für faul und bequem gehalten habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt habe, die Niedergeschlagenheit und die Ohnmacht zu hinterfragen, ihr Entstehen zu verstehen und mich zu korrigieren, und mich stattdessen unmittelbar schuldig zu fühlen, mich zu beurteilen und selbst zu bestrafen mit selbsthemmenden und zerstörerischen Gedanken.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich selbst von vornherein in meinem Handeln und dem Umsetzen meiner Erkenntnisse zu bremsen und zu blockieren, indem ich mich den Gedanken der Sinn- und Nutzlosigkeit blindgläubig hingegeben habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt habe, die Momente der Niedergeschlagenheit als Chance und Möglichkeit zu sehen und zu nutzen, die Programme meiner Persönlichkeits- und Gedankenstruktur genau zu analysieren und zu hinterfragen, ihre Entstehung und Entwicklung zu verfolgen und sie mir zu vergegenwärtigen um die Fremdbestimmung durch sie aufzugeben und die Selbstbestimmung unter eigenverantwortlicher Aufmerksamkeit zu übernehmen.

Ich bestimme mich selbst als das Leben dazu, in dem Momenten der Niedergeschlagenheit und dem Gefühl der Nutzlosigkeit innezuhalten, bewusst zu atmen und mich auf das was ich als Teil und Ganzes in dem Moment hier und jetzt bin zu besinnen, mir den Sinn und Nutzen des Seins in einer Welt der krankhaften Verlorenheit im egoistischen Geist vor Augen zu halten, der in der Übernahme und Akzeptanz der Eigenverantwortung für und als das Leben selbst besteht und darin, die Möglichkeiten und das Potential des selbstbestimmten Mensch-Seins für das Beste für alle, das Wohl allen Lebens einzusetzen und zwar so, dass man die Existenz aller Systeme als die Werke menschlichen, unkontrollierten Einflusses ohne Verantwortung und durch  egoistische Ignoranz entstanden als gegeben annimmt und akzeptiert, dass man die eigene Beteiligung und vor allem die eigene Verantwortung für die Art ihres Fortbestehens übernimmt und sich als wirksames Element der Zusammenhänge akzeptiert, so dass man die Verantwortung für sich selbst als Mensch leben muss und nicht mehr ablehnen oder ignorieren kann.

Freitag, 7. Februar 2014

Tag 167 - Psychologie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen Teil 8

Foter / Public Domain Mark 1.0


Fortsetzung und Ende des Exkurses 'Verhaltensmuster Arroganz'

Tag 166 - Psychologie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen [Exkurs 1: Verhaltensmuster 'Arroganz']

 

Auszug:

"Arroganz ist also ein erlerntes Verhalten an dessen Genese das Umfeld einer Person ebenso beteiligt ist wie die Persönlichkeit selbst. Die Verantwortung für die Entwicklung solcher Persönlichkeitsstörungen* liegt also bei allen beteiligten Personen des direkten Umfeldes einer Person, als auch in der der gesamten Gesellschaft die in ihrer kulturellen Ausrichtung der Werte und Normen eine derartige Entwicklung mit trägt und auch fördert."


Fortsetzung

Arrogantes Verhalten hängt fast immer mit Statuswerten zusammen, die eine Person sich selbst zuschreibt, ihr Eigen nennt oder zumindest glaubt zu besitzen. Diese Statuswerte können materieller Natur sein, aber auch ideelle Werte darstellen, wie beispielsweise eine bestimmte Berufsausbildung, ein Zertifikat der Gesellschaftlich akzeptierten Institutionen, die Arroganz kann aber auch dem Gegenteil dieser gesellschaftlich zertifizierten Überlegenheit entspringen, beispielsweise einem rebellischen Charakter der besondere Eigenschaften die ihn herausstechen lassen aus der allgemeinen Norm sein Eigen nennt und sich in den Augen anderer übe diese bewusste Auffälligkeit einen Wert zuschreibt der einzig in den Reaktionen der anderen ruht, nicht aber etwa auf dem tatsächlichen Ergebnis seiner 'rebellischen' Anstrengungen, denn die sind in dem Fall eines arroganten Rebellen oder Querdenkers lediglich Mittel zum Zweck.

Ganz gleich welcher Art das arrogante, überhebliche Verhalten anderen gegenüber begründet wird, seine unwirkliche und trügerische Natur zeigt sich in der Tatsache, dass man in jedem Fall auf etwas außerhalb seiner Selbst gestützt ist, dass man also absolut identifiziert ist mit einem Hilfsmittel, mit einer Imaginären Krücke aus Gedanken und Glaubenssätzen. Das, was man sich an symbolischem Selbstwert zuschreibt entstammt nicht dem eigenen Selbst, sondern ist geliehen, ausgeborgt und stammt aus einem übergeordneten System bereits bestehender Wertvorstellungen und Ideologien, die ihrerseits bereits der Kontrolle ihrer Schöpfer entglitten sind.
Sie ist also eine Selbstbeschränkung, eine Anpassung an die Ideale anderer, die ebenso beeinflusst und abhängig von ihrem Glauben an die Wahrhaftigkeit dieser Werte sind.

 Exkurs Ende.


Man kann bei alledem nicht oft genug betonen, dass der Lösungsweg des offensichtlichen Dilemmas menschlicher Existenz ein absolut realer, physischer, beweisbarer und direkt beeinflussbarer ist und kein spiritueller Gedankenwahn, kein Glaubenssystem das die Erlösung hinter verschlossenen Augen und Türen zu uns bringen wird kann jemals irgendetwas verändern und wenn wir die Strukturen, die unsere inneren Programmierungen der Selbstsüchtigkeit, der Faulheit und der selbstgerechten Ideologien befriedigen sollen aufrichtig betrachten und ihre grundlegenden Prinzipien und Funktionsweisen durchschauen, dann erkennen wir, dass es genau diese Prinzipien und Funktionen sind, die uns in die Situation der Verlorenheit im Bewusstsein, der Selbstvergessenheit und dem Umherirren in fremdgestalteten Traum- Wunsch- und Gedankenwelten gebracht haben, und dass die Konsequenzen unsere Leidenswege und die vieler Millionen und über die Geschichte hinaus von Milliarden Menschen und anderen Lebensformen sind. Erst wenn wir aus der Versunkenen, ängstlichen Behausung unserer inneren Gedankenwelt heraustreten und uns dem Leben stellen, wenn wir erkennen, dass die hässliche Fratze der Wirklichkeit unser eigenes Werk ist und dass wir dafür verantwortlich sind sie wieder zu heilen, erst dann können wir tatsächliche Veränderung herbeiführen, erst dann können wir dauerhafte, verlässliche, in Fleisch und Blut übergegangene Prinzipien des Lebens als lebensbejahende Organisation bewerkstelligen und umsetzen.

Fortsetzung folgt!

Mittwoch, 22. Mai 2013

Tag0097 - Universale Verantwortung

Harrison Schmitt / Water Photos / Public domain




Post vom 17.05.2013

Was bedeutet universale Verantwortung?
Die Verantwortlichkeit als Mensch muss neu definiert werden, doch zunächst muss zum Verständnis der Bedeutung von „universaler Verantwortung“  der Mensch selbst neu definiert werden. Es ist also notwendig in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass Begriffe wie universale Verantwortung im Kontext der Selbstwahrnehmung des Menschen als Einheit des Lebens zu sehen sind. Sieht sich der Mensch weiter als isolierte Einheit, als abgetrennte Existenz, hat der Begriff der universalen Verantwortung natürlich keine Wahrheit. Das liegt einfach daran, dass der Ausgangspunkt selbst schon nicht wahrhaftig ist, nämlich die Selbstwahrnehmung als vergeistigte Existenz, isoliert, allein in den Gedanken lebend.

Die universale Verantwortung spiegelt sich in der Wirkungsweise menschlicher Handlungs- und Denkmuster, deren Konsequenzen die Folgen der entweder verantwortungsbewussten oder unverantwortlichen Verhaltensweisen und Entscheidungen sind.

Im Grunde ist die Annahme der Verantwortung, die Bewußte Entscheidung sich selbst gegenüber Rechtfertigung abzulegen, sich in selbstehrlicher Selbstanalyse auf diese Verantwortlichkeit zu prüfen der Schritt in das Leben, in das lebendig-Sein, in die Existenz als wahrhaftig denkendes, lebendes Wesen. Es ist nicht die Verheißung der Bequemlichkeit, der ewigen Freude, des immerwährenden Glücks was einen Erwartet. Dieser Schritt erfordert vielmehr eine kämpferische Natur die sich in die Auseinanderstzung mit dem Leben, mit sich selbst als lebendigem Organismus begibt, eigenständig und doch als Teil des Ganzen, einen Kampf oder ein Ringen mit den Möglichkeiten und Fähigkeiten des eigenen Systemaufbaus, den programmierten Eigenheiten und den Prägungen durch äußere Einflüsse austragend. Es ist eine ursprüngliche, sich selbständig motivierende Existenz die keinen Antrieb von Außen braucht, die keinem Zwang ausgesetzt ist, weil sie sich selbst als einzig relevante Instanz der eigenen Rechenschaft anerkennt. Und damit ist sie die einzig menschenmögliche Existenz und Möglichkeit als achtbares, vertrauenswürdiges und potentiell entwickelbares Inndividuum sich zu entlarven.

Einspinnen muss man sich zunächst, sich verpuppen, sich isolieren. Nicht von der Außenwelt, nicht vom „hektischen Treiben des Alltags“, das ist ein Luxus den sich nur wohlstandsverwöhnte, selbstsüchtige juppie-Spiritualisten leisten können, es ist eine Isolation von dir selbst als der Persönlichkeit zu der du geworden bist, zu der du programmiert bist und die du selbst akzeptiert und durch deine akzeptierte und zugelassene Teilnahme mit gestaltet hast. Eine schrittweise Selbstisolation von allen gewohnten Mustern, emotionalen Reaktionen, logischen Denkmustern, Werturteilen und Schlüssen. Das ist ein Wagnis das allein schon Mut und Entsclusskraft erfrdert, mehr als alle äußerichen Systemgegebenen Strukturen die eine scheinentwicklung an dir vornehmen indem du beispielsweise Qualifikationen und Anerkannte Positionen erwirbst. In dieser Selbstisolation erkennst du in hunderten Schrittend er Angstüberwindung dass das Was bleibt nicht Nichts, sondern das Leben selbst ist und, und das ist wohl der Angsteinflössendste Teil – dass das dich gleich werden lässt mit allem Leben. Alle Wertabstufungen, alle Ideologien der Selbstherrlichkeit, der Überlegenheit, der menschlichen Glorifizierung seiner Bewusstheit erkennst du als nichtig, als Haltlos. Doch entgegen aller Angst, all der sich überschlagenden Philosophien der Rechtfertigung dieser Angst, diesem selbstherrlichen Selbstbetrug ist dieser Schritt der Schrittd er Befreiung von allen Beschränkungen der eigenen Existenz, von den Wahnvorstellungen der persönlichen Geschichte als isoliertes, autarkes Gedankenwesen. Mit diesem bedingungslosen Schritt der Akzeptanz dieser unumstößlichen Wahrhaftigen Sicherheit der Einheit mit dem und als das Leben bricht die Puppe auf, die Larve wird zum Menschen, in einem eigenständigen Prozess.

Samstag, 4. Mai 2013

Tag0070 – Das Leben selbst...

gualtiero / Foter.com / CC BY-SA














Nachträglich aus dem Handschriftlichen Übertragen.

Blog vom 21.04.2013

In den letzten Tagen hat sich die Situation der Internetnutzung für mich erheblich geändert. Wir haben ein Büro eingerichtet und unsere PC’s entsprechend neu verteilt sowie Neuanschaffungen gemacht. Ich habe dabei festgestellt, dass ich nachdem ich für einige Tage wenig bis überhaupt keinen Zugang zu den üblichen Internet-Portalen hatte, merkwürdigerweise ein leichtes Empfinden der Unzulänglichkeit bekomme. Dass mir die Beobachtung und die Neuigkeiten fehlen würden, dass ich die Kommunikation über facebook vermissen würde ist nicht ungewöhnlich und das habe ich auch nicht anders erwartet. Dass ich abe das Gefühl bekomme in meinem Leben selbst, meinem eigenen Prozess der Selbstentwicklung und überwindung weniger, schlechter und langsamer voranzukommen ist allerdings etwas anderes.

Was ist denn das wirklich relevante, reale und wirkungsvolle in meiner Entwicklung der Selbstbestimmung und Selbstbefreiung? Ist es die Repräsentation meiner Arbeit im Internet? Ist es meine Teilnahme in den foren und an dem allgemeinen Austausch?

Sicher sind diese Punkte Teil dieser Entwicklung, dieses Prozesses, Teil meiner selbstbestimmten Entscheidung für das Leben, als eigenes, lebendiges Beispiel meine Selbstdekonstruktion und Neuausrichtung öffentlich zu teilen, doch der wahrhaftige Kern, der letztlich einzig reale Wirkungsgrad zeigt sich in meinem eigenen Leben in jedem Moment, hier, jetzt, in direkter Interaktion, im Alltag und in meinem Umfeld. Das Internet und meine Arbeit dort sind natürlich ebenso Teil dieses Lebens, aber der notwendige Verzicht der durch die Umstände eingetreten ist, ist ein ebenso gleichwertiger Teil all dessen. Das Empfinden eines Mangels, einer Unzulänglichkeit, eines Versäumnisses im Bezug auf meine selbstbestimmte Entwicklung ist also unangebracht und deutet auf eine Entwicklung hin, die die Arbeit im und mit dem Internet für mich zu einem Teil einer Persönlichkeitsentwicklung hat werden lassen, auf eine Unaufmerksamkeit durch die ich eine Selbstkonditionierung eraubt und zugelassen habe. 

Diese Situation gibt mir also wieder die Möglichkeit mich für einen Umgang mit ihr zu entscheiden, der zu mehr Selbsterkenntnis und damit zu mehr Selbstbestimmung führt, anstatt in der eher üblichen, gewohnten und emotional vorprogrammierten Mustern entsprechenden Weise mit Ärger über den scheinbaren Verlust oder Mangel mit Selbstbedauern und Frust, Selbstbeurteilung und Angst – in dem Fall vor dem Zurückbleiben auf dem Weg der Selbstbefreiung – zu reagieren und sich sinnlos selbst zu bremsen, sich zu täuschen und an der Ursache des empfundenen Problems vorbeizuleben. Das ist ein sehr interessanter Punkt und eine wichtige Lehre für mich, die gerade zu einem rechten Zeitpunkt eingetreten ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe zu glauben meine Teilnahme an den Plattformen im Internet mehrere Stunden täglich, die Kommentare, Blogs, Vlogs und Emails seien ein Hauptbestandteil in meinem selbstbestimmten Prozess der Selbstbefreiung und nicht etwa eine Erweiterung als Darstellung, zur Information, als Beipiel mich in der Selbstentwicklung zu offenbaren und dafür zu stehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe meine online-Tätigkeiten und meine Selbstrepräsentation zu einem Teil meiner Selbstwahrnehmung werden zu lassen und mich dadurch in meiner Selbstbesfreiung und Selbstbestimmung zu behindern.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in Teilen meiner selbstbestimmten Entwicklung und Neuausrichtung das eigentliche ‚Hier‘ als das Leben in der phhysischen Interaktion aus den Augen verloren zu haben.

Samstag, 30. März 2013

Tag0048 - Perfektionistischer Zwang und die Angst dahinter / Teil 2





Selbstkorrektur und Selbstbestimmung zu Tag0046

Ich bestimme mich selbst als Mensch, als das Leben und als die Person die ich geworden bin dazu, mich in Selbstehrlicher Konfrontation meinen Ängsten zu stellen, ihre Entstehung zu verstehen und zurückzuverfolgen worin sie ihren Ursprung haben und durch welche Einflüsse, Urteile und Umstände ich sie immer weiter in mir kultiviert und am Leben gehalten habe, warum ich meine Ängste gelebt habe und mich von ihnen habe bestimmen lassen.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zu der Selbstverpflichtung mich in allen Bereichen der Selbstbeschränkung durch Angst, in denen die Motivation einen eigenverantwortlichen und dem Wohl des Lebens dienenden  Ursprung hat eigenständig, durch das Atmen und die Vergegenwärtigung meiner Existenz als Leben, gleich und eins mit allem Leben in den Moment des Seins zurückzubringen, die Angst zu konfrontieren indem ich eine eigenständig selbstbestimmte Entscheidung treffe  durch die Angst zu gehen, mich ihr zu stellen und sie in diesem Prozess kennen und verstehen zu lernen, anstatt sie zu vermeiden, zu unterdrücken und unbeaufsichtigt und unkontrolliert meine Person, meine Emotionen und meine Entscheidungen bestimmen zu lassen.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben den körperlichen Ausdruck in jeder Betätigung als Selbst-Entwicklung als das physische Leben das ich bin zu sehen und mich von der vollständigen Interpretation aller Verhaltens und Aktionsmuster durch den programmierten, konditionierten und kulturell geprägten Geist/Bewusstsein zu befreien, indem ich mich allen Ängsten die als Signale der Übertretungen der Selbstbeschränkung dienen zu stellen und sie zu transformieren in Selbstbestimmung und als ein lebendiges Beispiel für die Möglichkeit der Selbstbefreiung als Mensch, in vernunftbasierter und eigenverantwortlicher Weise allem Leben gegenüber.

Ich bestimme mich selbst und korrigiere mich seöbst als Mensch und als das Leben zu selbstehrlicher Analyse meiner Reaktionen und konditionierten Verhaltensmuster und dazu, die Motive meiner Entscheidungen darauf zu prüfen, ob sie dem Selbstinteresse als der Person die ich in meinen Gedanken und Erinnerungen geworden bin, als dem Konstrukt meiner Werturteile, Erfahrungen und emotionalen Verknüpfungen folgen, oder ob sie das Beste Resultat für alle, für alle Beteiligten und alles Leben als erstes Prinzip und Leitmotiv haben und mich dahingehend selbstbestimmt und eigenverantwortlich als Mensch, als das Leben zu befreien und zu bestimmen, ausgerichtet an den Prinzipien des Wohls aller, dem Wohl allen Lebens.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 30.03.2013