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Dienstag, 5. Mai 2015

Tag 202 - Selbstbefragung über die Bedeutung von Beziehungen und Freundschaften Teil 2

marhoons / Foter / CC BY-NC-SA


Fortsetzung zu:

Tag 201 - Selbstbefragung über die Bedeutung von Beziehungen und Freundschaften



Auszug:

Der Beweis meiner Behauptungen liegt, neben der Beobachtung des Menschen und menschlicher Auseinandersetzungen während und vor allem nachdem Beziehungen beendet wurden, in der ständigen Erwartungshaltung und den mit ihr verbundenen Enttäuschungen, die immer wieder, fortwährend eintreten aber geduldig und angestrengt ignoriert und übersehen werden, bis auf diejenigen Male in denen sich dann der Frust und die Unzufriedenheit in systemkonformen Momenten die explizit vom Unterbewusstsein ausgewählt werden entlädt. Das heißt der Beweis bleibt einzig und allein jedem selbst zugänglich, wenn er bereit ist sich und seine inneren Reaktionen zu studieren, zu beobachten und sich in Selbstehrlichkeit zu schulen wenn es darum geht die eigenen, tatsächlichen Motive in jedem Moment und in jeder emotionalen Reaktion zu erkennen.

Fortsetzung:

Eine Beziehung wiederum die auf den trügerischen Annahmen einer rein kulturell vorbestimmten Struktur oder der Idee der „Vervollkommnung“ des eigenen Selbst oder des eigenen Lebens basiert ist im Grunde ausnahmslos zum Scheitern verurteilt. Das ist kein Pessimismus, das liegt einfach in der Natur der Sache. Eine Beziehung, egal welcher Art, die auf der Energiebasierten Grundlage von reinen Ideen und Vorstellung aufbaut kann nicht dauerhaft aufrechterhalten werden, ohne an dem einen oder anderen Beteiligten im Übermaß zu zehren. Scheitern bedeutet übrigens nicht nur, dass die Beziehung beendet wird, sondern es sind auch all diejenigen Zustände einer Beziehung gemeint, die lediglich aufgrund der individuellen Wahnideen der Beteiligten bestehen bleiben und mit der Verwirklichung der ursprünglichen Vorstellungen von dieser Beziehung nicht mehr das Geringste zu tun haben. Also vor allem die, in denen jeder nur auf das Einlenken, die Anpassung, die Veränderung des anderen wartet, die also nur auf Hoffnungen beruhen wobei die Beteiligten nicht zu merken scheinen, dass all die Energie und der Aufwand den Sie in dieses emotionale Geflecht hineinlegen vergeblich sind und ihnen das Äußerste Abverlangen. Dabei wäre der Schritt in die Freiheit so einfach und so nahe, nämlich sich schlicht gegenseitig eizugestehen, dass man sich und den anderen belogen hat um dann gemeinsam zu entscheiden, ob es Sinn macht auf der Basis tatsächlicher Gegebenheiten eine neue Übereinkunft zu treffen und den Rahmen in dem jeder einzelne zur Veränderung und Anpassung bereit ist zu besprechen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen. Doch zu diesem Schritt ist eben die selbstehrliche Courage erforderlich sich die Eigenverantwortung einzugestehen die man für sich, seine Entscheidungen und sein Wirken trägt und die Schuldzuweisungen für das Scheitern nicht erfüllbarer Fantasien an den anderen zu beenden.  Dazu sind die Wenigsten gewillt, vielmehr wird die Unausweichlichkeit des Endes einer Beziehung aufgrund dieser Unmündigkeit immer als ein enormer Verlust wahrgenommen und die Reue und der Frust über vertane Zeit und Energie führt zu Wut, Zorn und Hass, emotionale Reaktionen die ebenso irrational und ignorant wie die Beziehung selbst war sind, und ebenso zerstörerisch und unproduktiv. Daher sind auch die Beziehungen die eben ein nebeneinander her Leben in der Hoffnung auf Besserung ohne Aussprache und Offenheit darstellen gescheiterte Beziehungen. Die letzte Konsequenz dieser emotionalen, selbstzerstörerischen Auseinandersetzung ist nur zeitlich verschoben. Am Ende wird diese emotionale Ladung von der Ego-Persönlichkeit als Treibstoff und Nährboden neuer Wahnideen und Überlegenheitsfantasien genutzt, indem die ehemals verbundene Person als bösartig, hinterhältig, verachtenswert, kurz: als Feind imaginär neu gestaltet wird.
Das muss natürlich nicht immer so sein. In aller Regel ist der Ausgang auch nur dann von einer derartigen emotionalen Wandlung gefolgt, wenn ein Partner nach der Trennung einen finanziellen Abstieg in Kauf nehmen muss, also seinen finanziellen, sprich sozialen Status nicht mehr halten kann. Die Angst vor diesem Verlust ist es dann oft auch, die das Festhalten an bereits gescheiterten Beziehungen begründet, und dafür werden unglaubliche Maßnahmen ergriffen und Entscheidungen getroffen, unfassbarer Missbrauch betrieben, wenn beispielsweise in der Hoffnung den Partner zwangsweise binden zu können ein Kind gezeugt wird, aus einem einzigen Grund, einer Angst vor dem Verlust einer eingebildeten, durch das mentale Gedankenkonstrukt einer herbeifantasierten Beziehung getragenen Persönlichkeit.

Donnerstag, 8. August 2013

Tag0135 - Der Weg aus der Angst

kevin dooley / Foter / CC BY


Was ist der Weg aus der Angst? Der Weg aus der Angst ist die uneingeschränkte Vertrauensbasis zu dir selbst. Die Angst die oftmals angesichts äußerer Bedrohungen und Umstände empfunden wird liegt nicht in diesen erwarteten Ereignissen begründet, sondern in der Unsicherheit der eigenen Selbstwahrnehmung die auf Reaktionsmustern und Gefühlsmäßig gefärbten Vorstellungen beruht, die vor allem aber ein Konzept ist, das von Grund auf den eigenen Selbstwert allein an den Idealen des Systems in das man sich gestellt sieht misst, nämlich an einem Erfüllungswert von unterstellten Erwartungen des Umfeldes und der Institutionen. Dieser Erfüllungswert kann aber nur dann als irreal und sinnlos überhaupt erkannt werden, wenn man bereit ist die eigene derzeitige Selbstwahrnehmung, die Überzeugung der Sicht auf die eigene Existenz konsequent zu hinterfragen.

So ist beispielsweise meine eigene Prüfungsangst in einer Erwartungshaltung mir selbst gegenüber, konditioniert und emotional gemustert durch Erfahrungen in meiner persönlichen Vergangenheitsgeschichte begründet. Die Selbstzweifel und Unsicherheiten über meine Fähigkeiten die ich immer nur an den Reaktionen und Bestätigungen anderer gemessen habe sind die Ursache meiner Angst, sowie die Ursache der Selbst-Unsicherheit, bzw. der Verunsicherung über die Festigkeit, die Verlässlichkeit meiner eigenen Person als Existenz. Die menschliche Entscheidungsfähigkeit bringt aber immer auch die Eigenverantwortlichkeit mit sich, d.h. In jedem gegebenen Umfeld, wie auch immer die Umstände geartet sind, ist die Entscheidung angemessen an den Konsequenzen und zu erwartenden Reaktionen zu treffen, wobei die Verantwortung immer bei dem sich Entscheidenden liegt. Angst vor den Konsequenzen, die natürlich nicht immer hundertprozentig absehbar sind und auch nicht sein müssen, beruht auf der Angst vor eben dieser Verantwortung und die Ablehnung dieser Verantwortlichkeit ist der eigene Entschluss zur Unmündigkeit, zur Hilflosigkeit und für die Opferrolle die man sich selbst auferlegt. Erst in der grundlegenden Akzeptanz meiner Existenz als gleich uns Eins mit allem Gegebenen, mit allem Leben von hier an ist die Angst in jeder Form zu bewältigen, denn man entzieht ihr jegliche Macht und Grundlage für ihre Entstehung.
Wichtig ist also das Prinzip jeder Entscheidung, das selbstgewählte Motiv. Steht es entgegen der Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit der eigenen Existenz als gleich und eins mit allem in Existenz, ist es aus Ignoranz gegenüber der Eigenverantwotlichkeit und aus purem Idealismus geboren, so ist die Angst vor den Konsequenzen, die Angst eines Misslingens des Plans vorprogrammiert. Es ist sozusagen das Gewissen das die Angst vorschiebt um der Einsicht in die Eigenverantwortlichkeit zu entgehen.
Diese potentielle Selbstbeschneidung hat dann ggf. derartig weitreichende Folgen für einen Menschen, dass selbst schlichte, banale Alltagssituationen nicht nur als beängstigend, sondern als lebensbedrohlich und panikauslösend wahrgenommen werden. Man spricht dann von einer sogenannten Angststörung und verkennt dabei, dass es sich eher um eine Fixierung einer grundlegenden Fehlentwicklung der menschlichen Selbstwahrnehmung und der Gestaltung seines Selbstwertes handelt und dass dieser Ausdruck durch Panik und Angst ein Resultat oder eine Konsequenz dieser Persönlichkeitsentwicklung ist. Wenn man also den auslösenden Faktor dieser Angst wie beispielsweise das Betreten enger Räume oder offener Plätze, je nachdem, in einer Therapie bearbeitet und lediglich diese Verknüpfung zwischen der Situation und der Angst auflöst, so hat man nicht die potentielle Möglichkeit der Angstentwicklung und vor allem der selbst gegebenen Opferrolle in Hilflosigkeit der Person beseitigt. Man hat quasi nur die Krusten und Ablagerungen von der Oberfläche gekratzt und es ist letztlich eine Frage des wie, wann und wo sich diese Angst neue Kanäle und neue Rechtfertigungsgründe für ihre Ausbrüche sucht.
Die Grundlagen der Persönlichen Selbstwahrnehmung in der Welt müssen sich zu einer Selbstwahrnehmung als die Welt wandeln. Man muss diese simplen Tatsachen annehmen und leben, den einen Schritt der Angst entgegen und über sie hinaus einfach tun. Das ist der einzige Weg wahrhaft frei von ihr zu werden, denn alle anderen haben sie sozusagen als Konstruktionsbasis ihrer selbst inne. Sie sind Grund und Folge gleichermaßen, denn sie sind nicht selbstgewählt sondern selbst konstruiert in einer Entscheidung gegen die Existenz und somit fehlerhaft, abweichend von der Wahrhaftigkeit der Dinge, von allem, was der Fall ist. Sie sind nicht einmal Lebenswege, sie sind missbrauchtes Bewusstsein.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Tag0126 - Bullying (Teil 10) - Die Angst vor der Eigenverantworung sabotiert die Kinder

h.koppdelaney / Art Photos / CC BY-ND

Fortsetzung zu

Tag0125 - Bullying (Teil 9) - Die Courage selbstbestimmt zu Leben

 Auszug:

"Sprichst du aber den Menschen selbst an, seine Person, bist du kritisch oder hinterfragend diesem Konstrukt gegenüber, dann zeigt sich die Unsicherheit, dann brechen die Ängste hervor und schlagen um sich. Aggression ist die Reaktion der scheinbar zufriedensten Menschen, der Erfolgreichen, Arroganz die der Akademiker und die Anklagende Opferrolle die der Verlierer des Systems, derer die möchten aber nicht können und dennoch nicht ansatzweise genug wirkliches Selbst-Vertrauen haben um die Systeme denen sie sich anzupassen versuchen offen zu hinterfragen."


Eine der unglaublichen Überheblichkeiten der 'Erwachsenenwelt' so wie ich sie als Kind wahrgenommen habe war und ist noch immer die sture Behauptung, dass Tiere und auch Pflanzen nicht nur dem Menschen untergeordnet seien, als ob es so etwas wie ein natürliches hierarchisches Konzept vor dem auftreten des menschlichen Wahns gegeben hätte, sondern dass sie ganz selbstverständlich auch nicht in der Lage wären sich selbst in der Welt zu erkennen, also nicht des bewussten Wahrnehmens fähig seien. Trotz der Tatsache, dass niemals jemand einen annähernd wissenschaftlichen oder auch nur vernunftbasierten Beweis hätte anführen können diente und dient dieses Dogma noch immer als Rechtfertigung der bequemlichen Verantworungslosigkeit und dem „sich gehen lassen“ eines jeden menschlichen Individuums, seiner Selbstaufgabe an ein System und Lebenskonzept, dass sich erst aus seiner eigenen Feigheit und Ängstlichkeit heraus gebildet hat und somit ein missbräuchliches und fehlerhaftes von Grund auf ist. Ein Kind würde von selbst nicht auf diesen Gedanken kommen, es sei denn er wäre ihm bereits anerzogen und vorgelebt worden. Diese Desensibilisierung gegenüber allem Leben, auch dem 'anderer' Menschen ist eine Grundvoraussetzung des erfolgreichen Überlebens in einer Welt geworden, die von diesen Systemen der Angst-Aggression des unmündigen und unselbständigen Menschen geprägt ist. Daher wird sie von Beginn an den Kindern untergejubelt, sie werden derart psychisch beschnitten, dass ihre 'natürliche' Wahrnehmung, ihre Offenheit und ungezwungene Kommunikation mit ihrer Umgebung nach und nach abstumpft und sie mehr und mehr isoliert, sie abtrennt von dem Leben, dessen Einheit sie nicht mehr wahrnehmen können. Was ihnen in dieser unbeholfenen Situation der Isolation bleibt ist lediglich der Geist, die Gedanke und Vorstellungen, eine Flucht hinein in eine künstliche Welt voll künstlicher Werte und Ideale, allesamt vorgekaut, vorbereitet und gestellt von ihrem Umfeld der Gesellschaft, welcher sie nun hilflos und machtlos ausgeliefert sind. Denn sie haben keinen Einfluss, keine Stimme, keine wirklichen Rechte auf gleicher Höhe mit allen anderen. Wer sollte sie ihnen auch geben? Es gibt ja keine wirkliche Autorität, keinen der wahrhaft am Wohl aller, am Wohl allen Lebens interessiert ist. Sie sind durch Institutionalisierte Rituale in die Positionen erhoben die ihnen Macht und Einfluss verleihen und sie verstehen ebenso nur die Interessen ihrer eigenen Persönlichkeiten, ihrer Egos, ihrer Geschichten aus Gedanken und Erinnerungen für die sie sich halten und als welche sie stetig sich selbst berauschen müssen um ihre wahnsinnigen Ängste zu verdecken. Sie klammern sich an die Dogmen und Rituale, die Gesetzmäßigkeiten der Systeme, der Institutionen und sind die Sklaven ihrer eigenen Systeme. Sie kennen nur den einen Weg, aus ihren Kindern dieselben Bio-Maschinen zu machen, ihnen die Individuellen Fähigkeiten und den eigenständigen Willen zu brechen. Niemand innerhalb der Bildungssysteme ist tatsächlich in der Lage ein authentisches Vorbild zu geben, ihnen zur Seite zu stehen und sie anzuleiten die Welt zu gestalten, weil ihnen allen die Fähigkeit fehlt die Eigenverantwortung anzuerkennen die ihnen als Mensch angeboren ist und vor der sie gelernt haben in Angst zu leben.

Fortsetzung folgt!

Mittwoch, 20. März 2013

Tag0038 - Das 'Hater' Problem [Teil 4] Emotionaler Vampirismus im Schutz der Anonymität





Fortsetzung und letzter Teil zu 
"Tag0037 - Das 'Hater' Problem [Teil 3] Was die Wahl der Anonymität wirklich zeig"



Anonymität hilft also niemandem weiter, sie stützt und fördert die Angst die uns selbst beschränkt. Indem wir uns den Konfrontationen nicht stellen, geben wir uns selbst auf und  verhindern, dass das was wir zu sagen haben, das wofür wir zu stehen glauben auch tatsächlich von uns gelebt wird. Stattdessen verlagern wir immer weiter unser Selbst, unsere Selbstwahrnehmung und unseren Ausdruck in die innere Welt der Gedanken, in das vergeistigte Ich der Vorstellung. Was wir sind oder zu sein glauben wird sinnlos und nutzlos, und letztlich bleibt uns in dieser Existenz nichts weiter übrig als unsere geistige Wesenheit durch die Erzeugung energetischer Momente in Reaktionen und Erwartungshaltungen zu füttern, dieses illusionäre Wesen der mentalen Existent zu bestätigen durch emotional erlebte Reizmomente.  Zum Beispiel sind dies die Reaktionen der ‚anderen‘  Persönlichkeiten die man im Internet angreift, versucht zu beleidigen, zu provozieren und zu diffamieren. Diese Art der Selbstbestätigung spricht für sich selbst und zeugt von der unleugbaren Abhängigkeit dieser mentalen Existenz des ‚Anonymen‘ Wesens von anderen Persönlichkeiten und ihrer Interaktion mit ihnen. 

Das ist auch ein Grund, warum es völlig Sinnlos ist zu glauben man könne diese Wesen ‚bekehren‘ oder gar ‚belehren‘. Der einzige Sinn der hinter einer Fortführung der Konversation stehen kann, sofern diese Lesbar und zugänglich für andere ist ist der, dass außenstehende Leser  in der  Art und Weise des eigenen Umgangs mit solchen Provokationen den Zugang zu den eigenen Standpunkten und weiteres Interesse bekommen.
Mal ganz von diesen Aktionen der missbräuchlichen Ausnutzung der Emotionen anderer Menschen durch gezielte Manipulation ist diese ganze ‚Anonymous‘ Bewegung  eher ein kindischer Abklatsch einer durch einen kommerziellen Kinofilm emotional hochstilisierten Figur der hier nachgeeifert wird, so dass man sich sozusagen vom bequemen Sofa aus als ‚Retter der Nation‘ fühlen und versteckt hinter einer Maske als Superheld aufspielen kann. Alles eine reine Illusion, eine Selbsttäuschung und das Ego pushende Entwicklung in eine Persönlichkeitsstörung der Überwertigkeit in Selbstverliebtheit.

Doch trotz des auffallend extremen Auftretens dieser Phänomene im Internet, wo es eben besonders leicht ist sich in Kommunikation und Interaktion mit anderen zu begeben und sich dennoch nicht zu zeigen, ist diese Persönlichkeitsstruktur, diese emotionale Selbstbefriedigung, der mental-soziale Vampirismus auch außerhalb der digitalen Netzwerke nicht unbekannt, im Gegenteil denn hier, in der realen Welt der physischen, körperlichen Konfrontation ist diese Form der Täuschung und Selbsttäuschung eine Grundstruktur menschlicher Kommunikation und kultureller Repräsentation. Image-Pflege, Anpassung, Manipulation, diese Themen habe ich ausführlicher in den vorhergehenden Posts dieser Reihe mit dem Titel „Das ‚Hater‘ Problem“ behandelt auf die ich hier nochmal verweisen möchte.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe emotional auf Angriffe auf mich und Diffamierungen meiner Person und der Sache für die ich stehe und offen spreche  zu reagieren, mich entmutigen zu lassen, diese Aussagen als repräsentative Einstellung und Meinung ‚der Menschen‘ zu sehen, mich dadurch mental von ‚anderen‘ abzugrenzen und mir selbst in der egoistischen, selbstbedauernden Reaktion in die Falle zu gehen, mich zu bremsen und selbst zu manipulieren weil ich mir in dem Moment der Provokation nicht erlaubt habe ich als mein Selbst, als das Leben hier und jetzt zu sein, zu atmen und in Einheit und Gleichheit zu erkennen, dass ich die Aktion des ‚Gegenübers‘ durchaus verstehen und erkennen kann worauf sie tatsächlich abzielt, dass ich selbst al Mensch in Einheit und Gleichheit diese gedanklichen Mechanismen und Motive kenne und dadurch dass ich ihnen nun als Opfer dienen soll nicht tatsächlich eines bin, sondern lediglich eine Plattform auf die der andere Mensch als diese Peron, als das mentale Konstrukt seine Erwartungen projiziert und dass ich nur dann direkt in das Programm einsteige, wenn ich diese erwarteten Reaktionen auch wiederspiegele.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in jedem Moment der Reaktion auf Angriffe oder Diffamierungen nicht Teilzunehmen an den emotionalen / gedanklichen Programmen die die übliche Vorgehensweise und die erwarteten Reaktionen hervorrufen und damit ein Zusammenspiel in Gang setzt das in letzter Konsequenz beiden Menschen schadet  und einer Selbstehrlichen, konsequenten Analyse durch den gesunden Menschenverstand nicht akzeptabel fortzuführen ist.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in jedem Moment meinen Standpunkt eigenständig und eigenverantwortlich zu prüfen, für mich selbst in Selbstehrlichkeit zu testen ob ich unter allen Umständen vor mir selbst und vor dem Leben dazu stehen kann, und daran die Prinzipien zu messen die immer an dem Wohl des Lebens ausgerichtet sein müssen, die  immer als oberste Direktive der Selbstbestimmung die Gleichheit und Einheit allen Lebens haben.

Hier noch ein Link zu einem meiner Vlogs zum Thema Anonymität und Angst:



Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 20.03.2013




Montag, 11. Februar 2013

[Re-Set]=>Tag0001 / Selbst-Korrektur der Selbst-Verpflichtung




















Applikation der selbstehrlichen Selbstausrichtung und der Selbstbefreiung von den Bewußtseinsgetragenen Programmen. Bedingungslose Selbstanalyse - Tag Eins


Es ist kein 'Reset' in dem Sinne, es werden nicht alle vorherigen Einstellungen 'gelöscht' und das System in den Ausgangszustand versetzt, dennoch ist es ein 'wieder-festlegen' oder ein 'wieder-neu-bestimmen' meiner Selbstausrichtung und Selbstkorrektur, immer im Prozeß der Selbstbefreiung, dem bewußten Entschluß Schluß zu machen mit den trügerischen Programmen und Systemen der Selbstverblendung, der willentlichen Abkehr vom Leben und der Eigen(en)-Verantwortlichkeit.
Der Blog bis hier, bis Tag 108/109, steht und behält seinen Platz selbsterständlich in meinem Prozeß der Reise ins Leben(dige Sein). Er war ebenso erforderlich wie unerläßlich um zu diesem Punkt der Selbstkorrektur überhaupt erst zu gelangen, ist daher also auch nicht in Frage gestellt.
Allerdings ist es eine neue Vereinbarung, diesmal unter den jetzigen, realen Voraussetzungen meiner aus dem vorherigen Prozeß gewonnenen Einsicht, und daher setze ich den 'Zähler' der festgelegten Zeitspanne meiner Vereinbarung des täglichen mich-selbst-frei-Schreibens in sieben Jahren von 109 zurück auf eins, da der zu bewältigende Punkt meiner Persönlichkeitsstruktur, meiner inneren Programme, derartig bedeutsam für die Vereinbarung mit mir selbst ist, dass ich sie nur so wahrhaftig in Selbstehrlichkeit und Selbst-Bewußtsein der Eigenverantwortlichkeit wirksam treffen kann.

Ich beginne gleich mit der Selbstvergebung, da ich begleitend zu diesem Blog einen Vlog noch veröffentlichen werde, der die Details, einzelne Punkte der Einsicht und der Konsequenzen für mein Leben das Leben selbst behandelt.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe die notwendige Selbstarbeit und Eigenverantwortlichkeit für die Selbstarbeit und die erforderlichen Schritte in Selbstehrlichkeit nicht klar und eindeutig für mich selbst zu formulieren und zu integrieren, so dass ich die Umsetzung und das leben der Worte die ich in diesem Statement des Vertrages mit mir selbst festschrieb nicht eindeutig und bindend angewandt habe und ich dadurch meinen Persönlichkeitsprogrammen erlaubt habe in schwierigen Momenten, in denen die Hingabe an die Aufgabe der Reise ins Leben besonders bedeutsam und wichtig gewesen wäre, die Kontrolle zu übernehmen und ich mich durch diese Mechanismen und Strukturen der Selbstrechtfertigung der Untätigkeit selbst auf diesem Weg sabotiert habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich im Zuge der Erkenntnis der mangelnden Hingabe an die Aufgabe mich für und als das Leben in Eigenverantwortlichkeit zum Wohle allen Lebens neu auszurichten, mich zu erkennen und die fremdbestimmten, eingefleischten Programme, Konditionierungen und Gewohnheiten nicht gestoppt zu haben und mich mit gesundem Menschenverstand offen und selbstehrlich neu zu verpflichten, sondern stattdessen in schleichender Selbstverurteilung und Schuldzuweisungen verstrickt immer wieder versucht habe die notwendigen Schritte aufzuschieben und auf 'Äußere Umstände' zu warten in denen ich dann in meiner Vorstellung bereit und in der Lage wäre, meine Aufgabe die ich mir selbst gestellt habe zu erfüllen, ohne mir klar zu machen, dass ich mich damit abhängig von einem Gedankensystem mache, das ich selbst geschaffen habe und das mir immer wieder illusionäre Möglichkeiten eröffnet, mich selbst zu sabotieren und von der eigenständigen, selbstbestimmten Selbstarbeit zur Selbstbefreiung abzuhalten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich von Gedankenstrukturen und emotionalen Reaktionen beeinflussen zu lassen ohne sie zu hinterfragen, zu erkennen und zu verstehen, dass ich selbst verantwortlich für alle emotionalen Reaktionen und die darauf folgenden Schutzmechanismen der Separation, der Frustration und trotzigen Selbstrechtfertigung bin und dass diese selbst dann wirken und ich ihnen auch dann die 'stille' Erlaubnis gebe mich zu bestimmen und mein Handeln und Denken zu beeinflussen, wenn ich in Gedanken glaube mir ihrer Funktionen bewußt zu sein, denn allein die Tatsache, dass ich sie zulasse, dass ich den Moment des selbstbestimmten 'Stoppens' dieser Programme verpasse oder verstreichen lasse bedeutet in erster Linie ein erforderliches, eigenverantwortliches Statement der Selbstkorrektur, wobei die alleinige Bewußtmachung der Funktionsweise und das Beobachten der Programmabläufe nicht ausreichend ist um diese Aufgabe zu erfüllen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, dass ich mir weiszumachen versucht habe, dass es vor allem auf das quantitative Pensum der Arbeit des täglichen Schreibens ankäme, ohne dabei wirklich zu verstehen/einzusehen, dass dieser Gedanke meine Selbstsabotage bei der Selbstverpflichtung zu bedingungsloser Selbstehrlichkeit und Hingabe an das Leben zum Wohle allen Lebens vorbereitet und unterstützt, indem er die Voraussetzungen für Selbstverurteilung und Vergleichender, also separierender Messung und Bewertung schafft.

Ich bestimme und verpflichte mich hier und jetzt in diesem Atemzug selbst, die erkannten Systeme meiner Selbstsabotage in bedingungsloser Selbstehrlichkeit anzugehen, zu analysieren und zu dekonstruieren, sie in mir als die gelebte Selbstaufgabe zu stoppen und mich selbstbestimmt, eigenorientiert neu auszurichten und in der Erkenntnis dieser faszinierenden Gedankenstrukturen und ihrer Konsequenzen diesen Punkt im Prozess meiner Selbstbefreiung zu nutzen um mich tatsächlich lebendig zu entwickeln, das heißt bedingungslos meine Fähigkeit zu Selbsteinsicht in Selbstehrlichkeit und zur gelebten Entscheidung FÜR das Leben und für das LEBEN meiner Worte anzuwenden, das Vertrauen in mich selbst durch die Akzeptanz meiner Eigenverantwortlichkeit in diesem Prozeß in vollem Umfang zu übernehmen, da ich nur diese eine Möglichkeit habe tatsächlich zu leben, ohne mich bewußt selbst zu betrügen und zu sabotieren, mich nur auf diesem Weg von den emotionalen, gedanklichen Programmen und Systemen des Selbstzweifels, der Selbstaufgabe und Selbstsabotage und der daraus sich entwickelnden Selbstsucht befreien kann, da ich deutlich sehe und erkenne, was die Konsequenzen dieser Selbstaufgabe sind, dass sich durch sie all die lebensfeindlichen und lebensverachtenden Strukturen der kulturellen Glaubenssysteme, der Autoritätshörigkeit, der Verantwortungslosigkeit, des Hasses und der Selbstverachtung, vor allem aber auch der das Selbst beschneidenden ANGST der menschlichen Lebenswelt entwickeln.
Ich kann vor mir selbst nicht die eigene Verantwortlichkeit für mein Wirken und Mitwirken am Leben und den menschlichen Gesellschaften verleugnen und gleichzeitig von mir selbst eingenommen sein, mich als wertvollen und sinnsuchenden Teil des Ganzen betrachten - und das will man in dieser selbstbetrügerischen Verblendung eines abgetrennten Opfers der Umstände ja auch gar nicht, man sieht sich eher als Zentrum des Ganzen, als 'user' der Welt, als imaginäres Fantasiewesen, geformt und gestaltet aus Gedanken über deren Herkunft und Ursache man sich selbst überhaupt nicht bewußt wird.
Die Selbstsabotage durch emotionale Reaktion und unreflektiertes Handeln aus dieser Reaktion heraus ist nur ein Beispiel von vielen für die Unfreiheit die aus dieser Selbstakzeptanz als Bewußtsein, als rein über Gedanken, Geschichten und Glaubenssätze defenierte Existenz, deren Verunsicherung einerseits Signalwirkung haben muss, andererseits aber als Sicherungsmechanismus des Programmes selbst genutzt und in irrationale Ängste transferiert wird. Diese Strukturen aufzulösen, sich ihrer tatsächlichen Natur und Ursache zu stellen um sich in selbstehrlicher Einsicht der einen Entscheidungsfähigkeit die man als Mensch hat anzunehmen, nämlich für oder gegen das Leben, also sich selbst, zu stehen, wahrhaftig zu sein oder nur zu träumen, das ist der ursprüngliche und einzig wirkungsweisende Grund für dieses 'Projekt' der siebenjährigen Selbstbefreiung als das Leben, für das Leben. Eine simple Einsicht in die Fähigkeit zur Selbstgestaltung, vor allem aber auch in die notwendigen Schritte, die erforderlichen Anstrengungen und die realistische Anwendung allen Potentials das einem zur Verfügung steht, und sei es noch so unscheinbar und Bescheiden. Die Resonanz speilt eben keine Rolle in erster Linie , sie ist höchstens eine logische, mathematische Konsequenz der Beständigkeit, der Standhaftigkeit im Prozess der eigenen Transformation.
Es kann daher in diesem Prozeß auch nur einen Fehlschlag geben, nämlich den, bewußt aufzugeben und zu versuchen sich vor der Eigenverantwortlichkeit zu verstecken oder sich von ihrer Wahrhaftigkeit abzulenken. Und deshalb gibt es in dem Prozeß der Selbstentwicklung und Selbstbefreiung als das Leben überhaupt keinen Fehlschlag, denn diese eine Möglichkeit des 'Versagens' ist eben kein 'Fehler', sondern eine bewußte Entscheidung gegen das Leben und offenbart darin wiederum, dass die Eigenverantwortlichkeit der Fall ist.

Ich stelle mich also hier und jetzt den Programmen meiner Selbstsabotage und damit der von mir geduldeten und erlaubten Sabotage am Leben selbst und treffe hier mit mir die Vereinbarung als das Leben für das Leben zu stehen und in bedingungsloser Selbstehrlichkeit den Schritt zu tun die Abmachung zu erneuern, mich mir selbst als dem Leben gegenüber als vertrauenswürdig zu erweisen, in jedem Moment und in jedem Atemzug mich selbst zu prüfen, meine Gedanken und inneren Persönlichkeitssysteme zu entschlüsseln und die Ursache, die Motivation hinter jeder Entscheidung, hinter jeder Reaktion des Bewußtseins und des emotionalen Körpers aufzuspüren um Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit als das Leben, eins und gleich mit allem Leben zu erlangen und darin das Potential der menschlichen Fähigkeit, auch der des Bewußtseins, voll ausschöpfen zu können um das Leben als die Welt die der Mensch geschaffen hat, mit allen Systemen, Werten und Glaubenssätzen neu zu gestalten in einem wahrhaft gleichwertigen, gleichberechtigten, demokratischen Prozeß der gewillten Entwicklung.

Ich heiße Bastian Neumann, ich bin das Leben, ich stehe gerade für das was ich bin, und das, was ich sein werde.

11.02.2013 / Ramstein / Deutschland / Tag 1





Mittwoch, 30. Januar 2013

Tag 108/109 Entwicklungsverweigerung im Prozess der Selbstwerdung o.: Die folgenschwere Angst vor der Mündigkeit

ucumari / Cat Photos / CC BY-NC-ND


Wir sind als Menschen in unserer Entwicklung, unserer Selbstfindung, in einem Stadium wenn man so will hängengeblieben, das von extremer Unsicherheit geprägt ist, das sich sozusagen der Entwöhnung von einer Abhängigkeit von Glauben- und Vertrauen zu entziehen versucht.

Glauben und Vertrauen an eine wenn man so will mütterliche oder väterliche Macht, eine Schützende und leitende Macht die uns das Gefühl der Zugehörigkeit und Geborgenheit vermittelt hat und von der wir uns nicht lossagen wollen oder können, obwohl wir in der Selbstwahrnehmung und der Reflektion bereits erkennen können, dass sie dieses Vertrauens nicht würdig ist.

Dieser Glaube, der nun nur noch von verängstigter Verzweiflung getragen ist, da das Vertrauen durch die beginnende Erkenntnis bereits verlorengegangen ist, ist ein Glaube in die bestimmende Natur unserer Existenz als unser Bewußtsein und zwar allein unser Bewußtsein als die Selbstwahrnehmung als eine Person, geprägt und geformt durch unser hineinwachsen und eingeführt werden in ein bestehendes Kultur- und Wertesystem.

Dieses Kultur- und wertesystem trennt uns als einzelpersonen ab, weist uns eine Rolle zu, zunächst in unserer Familie, im Verhältnis und den Beziehungen zu unseren nächsten Verwandten, und daraufhin in der Gesellschaft aufgrund der vorgegebenen, einprogrammierten Ideale der Vorstellung, deren Praxis und aneignung unseren beruflichen und sozialen Werdegang innerhalb des kultur- und wertesystems der Gesellschaft bestimmen soll.

Die entwicklungsspezifische Notwendigkeit dieser Rolle, dieser Grundprägung und Grundausbildung des Bewußtseins soll hier garnicht in frage gestellt werden. Sie ist ja in der Tat notwendig um überhaupt ein funktionierendes, lern- und handlungsfähiges Wesen zu werden.

Was aber durchaus es würdig ist in Frage gestellt zu werden ist die Fähigkeit und die tatsächlich gelebte, umgesetzte Abnabelung und weiterentwicklung dieser Grundausbildung wenn man so will hin zu einem eigenständigen und eigenverantwortlichen Wesen Mensch.

Mit diesem Schritt der Entwicklung zur Eigenständigkeit als Menschliches Wesen, zur Handlungsfähigkeit und zur verantwortungsvollen Nutzung dieses Bewußtseins geht nämlich ein grundlegender, unabdingbarer Faktor einher, der in der wirklichen Welt menschlicher Gesellschaften nirgendwo zu sehen ist und dessen implementierung in die Entwicklung des Menschen überall vermieden wird, nämlich die Akzeptanz und die Übernahme der Eigenverantwortlichkeit für die eigenen Handlungen und deren Konsequenzen.

Stattdessen bieten unsere Gesellschaft, die Kultur und diejenigen Institutionen die für die Aus- und Weiterbildung des Menschen verantwortlich gemacht werden Ersatzinstanzen, surrogate der ursprünglichen Vertrauens- und Glaubensquellen der Bewußtseinsentwicklung im Kleinkindlichen Stadium wie der Familie, der Eltern an, an deren Wahrhaftigkeit und deren Vertrauenswürdigkeit sich die Programme des menschlichen Bewußtseins klammern und auf die es sich letztendlich nahezu blind verlässt.

Die Werte und Ideale einer Gesellschaft und einer Kultur wie der unseren sind durchweg geprägt von der Symbolträchtigen Selbstidentifikation des einzelnen über Anerkennungswerte die das System vorbestimmt und bereitstellt, wie beispielsweise den sozialen Status eines Menschen der sich definiert und repräsentiert über materielle Besitztümer.

Welchen Wert diese Besitztümer tatsächlich für die wahrhaftige, ganheitliche Existenz eines Menschenlebens haben, ist dabei eher sekundär, primär aber spielt eine Rolle, welchen Wert sie in der Bewußtseinswahrnehmung der Gesellschaft, also auch des Umfeldes eines Menschen haben.

Darin ist die Selbstidentifikation eines Menschen immer abhängig von der gesellschaftlichen Norm der Werte der Symbolhaften Güter und Errungenschaften, die festgelegt wird durch die gedanklich konstruierten und akzeptierten leitenden Prinzipien des Bewußtseins, so wie es innerhalb einer Gesellschaft und Kultur eben durch die Weitergabe der Ideale und deren Integration in die Bewußtseinsentwicklung der Kinder.

Wir sind also im Grunde trotz unserer Wahrnehmung und der Einschätzung unserer Selbst als aufgeklärte Menschen eine zutiefst infantile und religiöse Gemeinschaft die sich festklammer an Glaubenssätzen, die diesen Glaubenssätzen einer Konsumgesellschaft folgt in dem Vertrauen, dass dies uns weiterbringen und zu eigenständigkeit und freiheit verhelfen könnte.

Es ist aber ein gehöriges Maß an Ignoranz notwendig um tatsächlich noch diese Glaubensprinzipien aufrecht zu erhalten und es ist meine Überzeugung, dass diese widersinnige selbstbeschränkung des Menschen in seiner Entwicklungm die Unterdrückung seiner Fähigkeiten und die selbst auferlegte Ignoranz den Menschen zutiefst erkranken lässt und eine der Haupt Ursachen für psychische Erkrankungen und krankhafte Entwicklungen üerhaupt ist.

Fortsetzung folgt...



Vlog zum Blog:

Ich empfehle für Besseres Verständnis der behandelten Thematik und überhaupt unbedingt auch die folgenden Dokumentationen:

"The Dark Side Of Chocolate"



"Blood Coltan"



"The Trap"


The Century Of The Self



Und natürlich zur Lösungsfindung und Entwicklung praktikabler Systeme für eine würdevolle Zukunft gleichberechtigten Lebens:


Bedingungslose Unterstützung für die Selbstarbeit, Selbstreflektion und Neuausrichtung am Leben für das Leben:


Freier Online-Kurs:


Group of People sharing their process and supporting each others:

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Tag 98 / 99 - Der illusorische Wahn des 'eigenen Lebens'

~FreeBirD®~ / Foter / CC BY-NC-ND

Ich habe kürzlich mit meiner Frau eine Folge Star Trek TNG geschaut. Es war die Folge in der irgendwelche Wesen versuchen eine Botschaft zur Enterprise zu übermitteln und dabei verursachen Sie, dass die Mannschaft langsam den Verstand verliert. Jean-Luc Picard sagt in einer Szene einen Satz, der mich zu diesem Blog inspiriert hat. Es geht um die ihm sehr unangenehme Tasache dass er sich dabei beobachten muss wie er langsam seine kognitiven Fähigkeiten verliert und er schildert aus seiner Erinnerung wie unheimlich schwer es für ihn war diese Entwicklung bei seinem Vater (oder Großvater, ich bin nicht mehr sicher) zu beobachten, der sich im Alter von einem starken, intelligenten Mann zu einem schwachen und verwirrten, hilflosen Menschen gewandelt hat. Diesen Punkt finde ich sehr interessant, zeigt er doch wie sehr wir in unserer Selbstwahrnehmung und dem Verständnis des Lebens von relativ realitätsfremden Gedanken- und Wertmustern geprägt sind. Oder liegt die Ursdache der Unerträglicheit dieser Entwicklung fast aller menschlichen Lebewesen vielleicht darin, dass wir unsere Lebensziele auf ein Selbstbild konzentrieren, das in Isolation als Einzelexemplar in all seinen Bemühungen und Bestrebungen an der Gestaltung einer individuellen Erfolgsgeschichte ausgerichtet ist, die für die Bestätigung ihres gefühlten Erfolges immer auf die mentale Anerkennung und Bewunderung ihres Umfeldes angewiesen ist und somit auf einen Entwicklungsstand aus ist, der einen gewissen Zeitraum menschlichen Lebens umfasst, allerdings nicht ewig aufrecht erhalten werden kann? Wir wissen, dass wir dem körperlichen Zerfall geweiht sind, wir wissen, dass all unsere Bemühungen unsere persönlichen Ziele und Interessen zu verfolgen uns nur für einen gewissen Zeitraum als Lebensgenuß zur Verfügung stehen, dass wir alles was wir durch diese Form der eher selbstsüchtigen Selbstverwirklichung erreicht haben wieder verlieren werden, und dennoch geben wir unser ganzes Leben für Statusideale hin, für mentale Konstrukte die uns energetische Momente des persönlichen Erolgs und der Leistungsfähigkeit vermitteln, immer in Abhängigkeit von der 'Glaubensgemeinschaft' um mich herum, die all diese Werte und Vorstellungen auch ebenfalls bewundert und mich als eine Vorstellung einer Person 'anhimmelt'.
Diese Entwicklungskurve des Lebens, von einem Organismus der anfängt zu lernen, sich zu entwickeln, sich selbst zu verstehen, der dann Entscheidungen treffen, planen und sich entfalten kann als Mensch, bis er die Spitze seiner Leistungsfähigkeit erreicht um dann nach und nach wieder zurückzusinken, sich wieder zurückzunehmen um angelehnt an sein Umfeld, die Gesellschaft, die Familie wieder aufgenommen, unterstützt und bis zur Wandlung seiner physischen Existenz begleitet zu werden, diese Entwicklung deutet doch eigentlich ein ganz anderes Motivationsmuster fü den Menschen und sein Leben an, sie legt doch eine ganz andere, viel deutlichere und realere Lebensaufgabe nahe.

Jedes Leben ist eine Kraft die dazu dienen soll und muss, für das Leben als solches einzustehen, das Leben für alle gleichermaßen möglich zu machen, mit der eigenen Arbeit, dem eigenen Einsatz dafür zu wirken, dass diese Existenz dem Leben gewidmet ist, dass das Leben sich selbst finden und in Freiheit entfalten kann. Dein Leben und das Leben aller, der Kinder und der Kindeskinder, aller kommenden Generationen. Alles andere ist nicht nur eine Verschwendung, es ist ein Vergehen am Leben. Es ist ein Verrat an dem, was du in Wahrheit bist. Die Vorstellung ausschließlich hier zu sein um deine eigenen, ganz persönlichen Interessen und Bedürfnisse zu befriedigen, ganz persönliche Ziele zu erreichen und sich daran zu messen, sie festzuhalten, auch wenn sie lediglich deinem Leben einen scheinbaren Vorteil bringen, ohne zu überlegen welche Konsequenzen daraus entstehen, ungeachtet all der Zusammenhänge und wieviel andere Lebewesen dafür leisten mussten, dass du allein dir diese Vorstellung erfüllen kannst, all dieser Glaube, dass die individuelle Ideologie des Selbstinteresses deine Identität ausmachen würde ist fanatisch, irreführend und widersinnig, denn er macht dich zu einem Parasiten der Existenz, er macht dich zu einer Plage, zu einer Last für das Leben, das du im Grunde aber selbst bist. Dieser Glaube, diese Ideologie des Selbstinteresses ist eine Dummheit, sie zerstört das Leben und dich selbst. Die damit zusammehängenden Werte, die Konstrukte der Gedanken die dich in Verbindung mit emotionaler Manipulatuion beeinflussen stehen entgegen jeder Wirklichkeit, entgegen den Harten Fakten der Realität deiner Existenz und der aller Lebewesen. Nichts von alledem was in unserer Welt menschliche Selbstidentifikation ausmacht wie Besitz, wirtschaftliche Sicherheit bezogen auf ein einzelnes Individuum, Wettkampf, Gier, Profit, all das ist eine Illusion und kann niemals Bestand für dich haben. Es hat immer nur einen temporären Effekt für die eigene Wahrnehmung, das Gefühl der Befriedigung für eine kurze Weile, das Gefühl des Erfolgs, Besser zu sein, beneidet zu werden, mächtig zu sein. Doch sind diese Momente nur Wahnvorstellungen, funktionieren nur im Zusammenhang mit einem internalisierten Glaubens- und Wertekonzept, und du selbst merkst dabei nicht einmal, dass du fremdbestimmt und alles andere als frei bist in dieser Gedankenwelt. Nicht nur das, selbst die eindeutigsten Fakten der Wirklichkeit, der Körperliche und geistige Zerfall bis hin zum Tod können dich nicht von dieser Wahnprogrammierung lösen, wenn du dich selbst auf- und ihr hingegeben hast. Die Absurdität dieser Gehirnwäsche kennt keine Grenzen, denn selbst zur Überwindung dieser rationalen Wahrnehmung der Realität werden Gedankenkonstrukte entworfen, die im Zusammenspiel mit emotionalen Ankerpunkten einen Glauben an etwas kreieren, das diesen Wendepunkt der körperlichen Existenz überdauert. Eine reine Vorstellung, ein kindischer Glaube der sich zu einem Wahm entwickelt und der rechtfertigt allen Egoismus, jede Rücksichtslosigkeit und jeden Missbrauch den ein auf Selbstinteresse und künstliche erzeugte Bedürfnisse programmiertes Individuum im Namen seiner 'Selbstverwirklichung' begeht.

Doch was könnten wir als Menschen tatsächlich sein, was könnten wir als das Leben in dieser Existenz tatsächlich realisieren? Was, wenn wir das Leben wirklich und wahrhaftig als das verstehen und anerkennen würden was es offensichtlich ist? Ein fortwährender Prozess, eine ewig andauernde Einheit, eine Einheit in einzigartiger Vielheit, ein Potential der Entwicklung und Selbstverwirklichung als ein Leben, als eine Existenz. Das Ewige Leben, das in einigen dieser gedanklichen Verleugnungskonzepte der Spiritualität und der Religion immer wieder angesprochen und zur Individualverblendung verkommen ist, ist im Grunde immer schon hier, als das Leben so wie es ist. Ein fortwährender Kreislauf der lebendigen, physischen Existenz. So einfach und deutlich vor uns zu sehen. Und doch, wir menschen sind beeinflußt und grefangen durch unser Bewußtsein, durch unsere Fähigkeiten die wir nicht wirklich zu nutzen erlernen wollen. Wir weigern uns, mit diesem Potential verntwortungsbewußt umzugehen. wir haben uns verführen lassen uns vom Leben selbst abzuwenden und den scheinbar einfacheren Weg der internen Erzeugung einer Glaubenswirklichkeit zu gehen, in der wir uns selbst Rollen zuschreiben als wären wir Schauspieler in einem Theaterstück. Doch selbst diese Rollen sind nicht einmal frei gewählt, sondern sie erwecken in uns nur den Anschein einer persönlichen Freiheit. Denn das ist die Natur des Bewußtseins, dass es in seiner Entwicklung von Grund auf programmiert werden kann in ganz bestimmter Weise mit den Körpereigenen Fuktionen zu arbeiten, so dass Bedürfnisse, Wünsche und selbst Triebe die wir als natürlich bezeichnen ganz gezielt willentlich verknüpft und manipuliert werden können und wir dann, wenn wir uns hundertprozentig allein durch unser Bewußtsein und dessen bildhafte Selbstwahrnehmung als abgetrenntes Individuum identifiziert haben, dem Irrtümlichen Glauben erliegen, unsere Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen seien authentisch und individuell selbstgewollt.
Tatsächlich kann es für das Leben nur eine Grundlegende Motivation, nur einen legitimen Ansporn geben, und das ist das Wohl der Gemeinschaft, und zwar der Gemeinschaft aller, des Lebens selbst und damit auch aller kommenden Lebewesen. Unsere Kultur und Gesellschaft ist aber durch und durch geprägt von dem genauen Gegenteil, von einer blauäugig kurzsichtigen Denkweise des persönlichen Vorteils um jeden Preis. Einer überwertigen Selbstsicht, einer aus vorprogrammierten Ängsten geborenen Selbstsucht, einer scheinbar unüberwindbaren Gedankenmauer die uns als Menschen in unseren Entscheidungen und unserer Selbstfindung vom tatsächlichen Leben trennt. All die Anerkennung der Werte unserer Welt ist im Grunde so lächerlich, all die Lobpreisungen unserer politischen und ökonomischen Systeme so ignorant und naiv, unsere gebildeten, intellektuellen Würdenträger und Machtmenschen aufgrund der einseitigkeit und der gezielt manipulativen Strategie der Ausbildungssysteme nichts weiter als Opfer ihrer Programme, Marionetten eines missbrauchetn Bewußtseins und sie wirken wie trotzige Kinder in den Versuchen ihre Standpunkte weiter und weiter zu rechtfertigen, selbst wenn die Wirklichkeit ihnen ihre Lügen mit aller Gewalt um die Ohren schlägt.
Tatsächlich führt die fortwährende Weitergabe dieser Systematischen Gehirnwäsche an unsere Kinder dazu, dass wir als Menschen niemals den Entwicklungsstand eines Säuglings überwinden. Lediglich unsere Bedürfnisse werden umprogrammiert. Und dann schreien wir gedankenlos wie kleine hungrige Babies nach dem wonach es uns verlangt und so lange man uns damit füttert sind wir ruhig und zufrieden, wenn wir jedoch als logische Konsequenz unserer akzeptierten verschwenderischen Systeme selbst in die Situation der ausgebeuteten Opfer gelangen und Mangel erleben, dann fangen wir wieder verzweifelt zu heulen und zu schreien an, bis die nächste Hand kommt um uns zu füttern. Dennoch entwickeln wir uns nicht weiter, wir verlassen niemals diesen Zustand, wir haben eine systematische Selbstregression gewählt, die uns unserer wahren Fähigkeiten beraubt. Und der Hauptgrund für unsere Akzeptanz dieser Selbstbeschneidung ist die Angst vor der Verantwortlichkeit für uns selbst und das Leben. Und diese Angst ist angesichts der Katastrophalen Zustäde in die wir die Welt gebracht haben fast verständlich, dennoch sind wir die einzigen, die uns diese Akzeptanz dieser Konsequenzen vergeben und neu anfangen können. Darin liegt wieder die Vernatwortlichkeit als die Antriebskraft und Motivation, die Bestimmung menschlichen Lebens - und wartet.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass Ängste die ich selbst nicht verstanden habe, an deren Analyse ich mich aus ANGST nicht herangetraut habe mein Leben und meine Entscheidungen bestimmt und mich dadurch vom eigenständigen Leben und der eigenen Entwicklung zu Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung abgehalten haben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass ich mich trotz der wahrgenommenen Unsicherheit und Unklarheit als meine Geschichte als Persönlichkeit zu identifizieren versucht habe, einen Glauben an eine egoistisch geprägte Bestimmung meiner Person in Abgetrenntheit von allem entwickelt habe und nicht erkennen oder akzeptieren wollte, dass all diese Anstrengungen mcih in dieser selbstgeschaffenen Unsicherheit zu halten meine Ängste erst verursachten und mächtig gemacht haben, während der Ausweg als die Selbstvergebung und damit die Akzeptanz der Eigenverantwortlichkeit alle Zeit direkt zu meiner Verfügung stand.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich dem System das mich als menschliche Gesellschaft umgibt wie einer fremden Macht unterworfen zu haben, allein angesichts der scheinbaren Übermacht, ohne zu versuchen es zu verstehen, seine Entwicklung zu rekonstruieren und herauszufinden, was zu dieser eigenartigen Lebensweise geführt und den Menschen dazu gebracht hat das Leben so sehr zu missachten, wieder aus Angst, dass letztendlich sich die innere Vermutung bestätigen würde, dass es eben keine fremdartige Macht ist die dieses System uns aufzwingt, sondern dass wir selbst es sind die es dem Leben als Projektion unserer Ängste und der aus dem vergeistigten Kontrukt als das wir uns sehen geborenen Selbstsucht aufgezwungen haben, und dass sich darin wieder die Eigenverantwortlichkeit offenbart.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich mit den Ablenkungen und Unterhaltungsmechanismen des Konsumentenlebens zufriedenzugeben, sie zu benutzen um mich nicht mit mir selbst und meiner Unsicherheit, meinen Ängsten und deren Ursachen befassen zu müssen, aus der Angst, dass sich für mich ganz deutlich herausstellt, dass es die eigene Verantwortung ist die ich vermeide und dass ich mein Leben verschwende, mehr noch, dass ich das Leben benutze und missbrauche um mich an einer offensichtlichen Lüge frestzuhalten, nur weil ich es so gewohnt bin, weil ich so geprägt bin und mir nicht eingestehen will, dass ich Herr über meine Prägung und Verhaltensweisen sein KÖNNTE.


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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Tag 54 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 2)











Dies ist Teil 2 des Blogs:

Tag 53 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 1)


Wir leben in einer irrealen Geisterwelt, einer Traumwelt. All unsere menschlichen Eigenschaften die wir uns zuschreiben, Moral, Ethik, Verstand, Vernunft, sind immer nur Vorstellungen und Erwartungen, unsere Umsetzung all dieser Ideale und Prinzipien scheitert immer wieder. Wir haben nirgends auf der Welt ein funktionierendes System, weder im juristischen Bereich, noch im Strafvollzug, nicht in der Prävention und auch nicht in der Nachsorge. Unsere Gesellschaften verbringen den Größten Teil ihrer Anstrengungen damit, einen bestimmten Schein zu wahren, etwas zu 'repräsentieren', aber nicht etwas tatsächlich zu LEBEN. Wir denken wir wären frei, sind aber von Geburt an unter Androhung schlimmster Gewalt, nämlich dem Entzug des Lebensrechts als Lebensfähigkeit in Form von Geld, unter die Geißel der Verschuldung gezwungen und können nur durch die bedingungslose Anpassung an die bestehende 'Ordnung' die systeminternen 'Freiheitssymbolismen' in Form von Konsumgütern, Kurzzeitfluchten durch Urlaubsreisen, Selbstbetäubung durch Rauschmittelerwerb und eine reizüberflutende Medienlandschaft der Unterhaltungsindustrie nutzen und in dieser Ausweglosigkeit einfach annehmen, dass dies tatsächlich Freiheit und Eigenständigkeit bedeute und man diese 'ganz natürlich' käuflich erwerben müsse, als Mensch, als Lebewesen, als Teil dieser Erde. Wir sehen seit Jahrhunderten dass die zwanghafte Anpassung des Menschen an eine reine Vorstellung bei gleichzeitiger Wahrung der Prämisse des persönlichen Freiheitsrechts als Selbstinteresse nicht funktioniert, denn das System sind wir selbst, die gesellschaftliche Ordnung ist eine Projektion des menschlichen Geistes, und daher eine Projektion des Selbstinteresses. Die Anpassung an das System bedeutet also die Ausrichtung am Selbstinteresse und nicht die Anpassung an die erhabenen Vorstellungen der menschlichen Eigenschaften. Doch während dieser Anpassung an das gelebte Selbstinteresse spielt die Programmierung des Geistes ein anderes Schauspiel, ein Glaubenswerk der menschlichen Erhabenheiten, eine Kirche des Selbst die ihm illusionäre Attribute zuschreibt, moralische Werte, Ethische Werte, Vernunft, Güte, Großherzigkeit, Ehre, Würde, Ehrlichkeit. Der innere Schrein des Selbst ist das worauf der Blick des Menschen Gerichtet ist, währen seine Wirkungsweise sich nach außen richtet und am Leben wirkt, unbeachtet, unkontrolliert die Welt in einer eigennützigen Weise manipuliert, benutzt und formt.

Es gibt keinen Weg für uns aus der Schande, der unerträglichen Ungleichheit, unserer Akzeptanz der Zerstörung und Ausbeutung unserer Nächsten ohne die Eigeinitiative jedes Einzelnen zur investigativen Selbstschau. Wir müssen verstehen lernen, dass jede Anschuldigung, jede Schuldzuweisung an 'andere', Einzelpersonen oder Gruppen, immer nur ein Selbstbetrug ist, eine willentliche Entscheidung das Problem eben NICHT zu beheben, sondern nur kurzfristig für die Gemütsberuhigung zu sorgen, die eigene Verantwortlichkeit noch etwas länger nicht annehmen zu müssen und vor allem sich und seine Gewohnheiten nicht hinterfragen und ablegen zu müssen in der Einsicht der eigenen Beteiligung.

Fortsetzung Selbstvergebung und Selbstkorrektur im nächsten Blog 'Tag 55'