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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Tag0149 - Die Reiz-Reaktionsmaschine Mensch o.: Leben in der Zeitschleife

DerrickT / Foter / CC BY


An Erinnerungen festzuhalten oder besser gesagt fest zu kleben bedeutet nicht immer, dass man die Erinnerung wie einen Film oder wie Bilder eines Geschehens im Kopf behält. In vielen Fällen sind die Erinnerungen einem nicht einmal direkt als solche gegenwärtig. Dennoch sind sie vorhanden und man hält an ihnen fest als Teil der eigenen Persönlichkeitsstruktur, als Teil des Systems als das man sich selbst sieht und sich selbst repräsentiert. Die emotionalen Verknüpfungen mit den jeweiligen Erinnerungen treten als Charaktereigenschaften zu Tage indem sie durch Vergleichbare Schlüsselerlebnisse in der Gegenwart, im Hier und Jetzt hervorgerufen werden und man auf völlig andere Gegebenheiten und Situationen spontan mit einer emotionalen Wallung reagiert die im Grunde zu einer ganz anderen, längst vergangenen Situation gehört. Und selbst da kann man nicht einfach so sicher sein, dass nicht auch diese Erinnerung emotional getriggerte Reaktionen hervorgerufen hatte die bereits zuvor festgelegt und programmiert wurden, dass eben der Verlauf gerade dieses Erlebnisses besondere Aufmerksamkeit bekommen hat und deshalb als Schlüsselerlebnis in der Erinnerung gespeichert wurde. 

Vor allem in Konfliktsituationen mit anderen Menschen, wenn man sich beleidigt, provoziert oder ungerecht behandelt fühlt, wenn Worte dich verletzen, dann kann man sicher sein, dass diese Reaktion, die Wut, der Zorn und der Ärger bereits in dir selbst angelegt sind, dass sie von dir selbst und allein von dir gestartet und gehalten werden als eine erlernte Reiz-Reaktion, eine Konditionierung sozusagen auf ein bestimmtes Verhalten anderer, ein Wort, eine Geste, einen Blick, die Konflikte, Unsicherheiten und Unzufriedenheiten mit dir selbst aufwühlen und hervorholen und anstatt diesen Moment dazu zu nutzen sich selbst zu erkennen, die eigenen inneren Mechanismen, Programme und Fremdbestimmungen zu verstehen und sich von ihnen zu befreien reagiert dein Ego umgehend mit einer verblendenden Selbstschutzmaßnahme indem es eine Erinnerung, einen Film, eine Geschichte hervorkramt, sie vor deinem inneren Auge abspielt und dich in blinder Art auf eine längst vergangene Situation reagieren lässt, dich sozusagen in eine Zeitschleife schickt. Man gibt sich in solchen Momenten der Steuerung durch Gedankenkonstrukte hin die zum Zweck des Selbsterhalts einer Fiktion, nämlich der rein gedanklichen Identität deiner Charakter- und Persönlichkeitsstruktur dienen soll. Dadurch verlebt man seine Momente als fremdgesteuerter Zombie, als Maschine ohne Selbstbestimmung, ohne eigenen Willen, ohne Individualität. Nach dem selben Prinzip funktionieren selbstverständlich auch alle ähnlichen Reizreaktionsmomente die durch das Ego bestimmt sind, die durch die Werbung hervorgerufenen Einbildung und emotionalen Halluzinationen, die Wünsche und Ideale, die Werte einer gesamten Konsumgesellschaft sind durch solche Bilder der Erinnerung und durch gezielte emotionale Verknüpfungen konstruiert und manipuliert, so dass im wahren Leben eine Reaktion des Neids, der Minderwertigkeit aus mangelndem Besitz, der Überlegenheit und der Macht hervorgerufen wird indem man völlig banale, meist überflüssige und nutzlose Produktionsartikel und Waren erwirbt, sich vor das Haus stellt, um den Hals hängt oder in der Tasche mit sich herumträgt. Diese Programmierungen kann man hervorragend offensichtlich bei Kindern beobachten, die zu nahezu hilflosen und auch Schutzlosen Opfern unseres wahnwitzigen Wirtschaftssystems geworden sind und deren mentale Programme gezielt attackiert und manipuliert werden damit sie sich völlig nutzlose, unsinnige, oftmals ungesund giftige und maßlos überteuerte Dinge wünschen, sich danach sehnen diese zu besitzen nur und allein aus einer Emotion, aus einem Gefühl heraus dessen Zusammenhänge und Ursachen offensichtlich rein mentaler und gedanklicher Natur sein müssen, die in ihrer Gedankenwelt ganze Geschichten erzählen und sie nahezu in Trance versetzen welche beinahe unmittelbar nach Erwerb dieses Gegenstandes endet ebenso wie das Interesse an eben diesem. Ein Kind verliert allerdings nie völlig das Interesse an frischer Luft, am Spielen unter freiem Himmel, an Stöcken, Bäumen, Laub, Wiesen und Bächen. Es bedarf aber auch keiner Geschichten, keiner Manipulation um sie auf diese Idee zu bringen auf einen Baum zu klettern oder in einem Bachlauf zu waten. Allerdings sind solche natürlichen und gesunden Verhaltensweisen in keiner Weise der Konsummaschinerie unserer zerstörerischen Lebensweise zuträglich.
Aber wie sollten wir auch unsere Kinder vor diesen Manipulationen und gezielten Attacken auf ihre sich entwickelnden Persönlichkeiten schützen, wo wir doch selbst nicht verstehen warum wir so sind wie ir sind, warum wir so denken wie wir denken und warum wir so emotional reagieren wie wir das tun? Wie sollen wir unseren Kindern eine Anleitung zu Eigenständigkeit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung geben wenn wir diese Begriffe nur oberflächlich und symbolisch gebrauchen, sie aber überhaupt nicht leben? Wie sollten wir uns selbst erklären, dass wir zwar solche Werte menschlicher Existenz wie Selbstbestimmung und eigenverantwortliches Verhalten unseren Kindern lehren wollen, aber andererseits Schöpfer und Unterstützer dieses Systems der Massenmanipulation, der Zwangsversklavung und Unterdrückung sind? Wir können es nicht! Und daher fliehen wir entweder in die totale Ignoranz der Selbstherrlichkeit und spielen einen soziopathischen Patrioten der Überzeugung heuchelt und offen in paranoiden Parolen Schuldige für die Beschmutzung eines sonst so herrlichen Systems sucht und herbeiredet, oder aber indem wir uns als Opfer darstellen, als hilfslose Mittäter und Kollaborateure die nur zum Zweck des eigenen Überlebens handeln würden. Es gibt noch weitere Fluchtmöglichkeiten, doch alle haben sie eins gemeinsam: sie sind Illusionen. Du kannst vor deiner Verantwortlichkeit nicht fliehen, sie wird dich immer einholen, spätestens im Tod. Die Konsequenzen dieses Lebens sind real, sie treffen uns alle und damit einen jeden. Die Verantwortungslosigkeit unserer Generation wird das Leid unzähliger Menschen und Tiere zur Folge haben, unsere eigenen Kinder werden die Konsequenzen tragen müssen und noch die vieler weiterer Generationen. Sich in der heutigen Zeit für den Erhalt der althergebrachten Systeme einzusetzen bedeutet, dass man entweder intellektuell tatsächlich verblödet, oder aber ein sadistischer Soziopath ist der dringend der professionellen und unterstützenden Hilfe bedarf, der aber unter allen Umständen von einflussreichen Entscheidungspositionen ferngehalten werden muss. Unglücklicherweise sind derzeit gerade diese Soziopathen es, die die einflussreichsten Positionen in der Wirtschafts- und Finanzwelt besetzen. Die Welt steht Kopf. Es wird Zeit, dass wir aufwachen, aufstehen und unsere Verantwortung als Menschen, als Eltern, Brüder und Schwestern für und als das Leben übernehmen.



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in meiner emotionalen Reaktion auf Worte oder Verhaltensweisen anderer Menschen nicht die eigenen Persönlichkeitsprogramme wirken zu sehen,sondern meine Reaktionen und meine Emotionen auf diese Menschen zu projizieren, sie als Ursache und Schuldige für meinen Zustand zu sehen und mich entsprechend ablehnend und aggressiv zu verhalten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe in diesen emotionalen Reaktionen nicht die Möglichkeit der Selbstbefreiung zu sehen die sie darstellen, sondern mich in der Emotion der Wut beispielsweise verloren zu haben, diesen Zustand emotionaler Verwirrung und gedanklicher Raserei als real, als wirklich und substantiell gesehen zu haben obwohl im Moment gedanklicher Raserei das Leben aus der Hand gegeben an mir vorbeizieht während ich in gedanklichen Strukturen gefangen wie in einer Trance innerliche Fantasiewelten durchleben und dabei meine Selbstbestimmung, meine Eigenverantwortlichkeit und schlicht mein Leben völlig ignoriere.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in Momenten persönlicher Begegnungen in denen ich mich provoziert, beleidigt oder in irgendeiner Art emotional manipuliert fühle innezuhalten und nicht umgehend zu reagieren, zu atmen und mir die Vorgänge dieser emotionalen Reaktion vor Augen zu halten, die Kette der Erinnerungen und Zusammenhänge die mir innerlich immer zugänglich sind nicht zu ignorieren sonder sie zu erkennen und zu verstehen, so dass ich mir klar werden kann, dass ich selbst Herr dieses meines Momentes bin, dass ich nicht auf diesen Menschen oder das was er sagt reagiere, sondern aufgrund eines Programms das ich selbst mit gestaltet und zugelassen habe das in mir, meiner Persönlichkeitsstruktur und meiner Gedankenwelt arbeitet und dass jede Unterwerfung meines tatsächlichen Verhaltens, meines Atems, meiner Stimme, meines Körpers, meiner Worte unter diese Programmierung eine Selbstbeschränkung und Selbstaufgabe bedeutet und dass es daher in dieser Weise, auf diesem Weg auch nichts zu verteidigen gibt, das irgendeine Anstrengung dieser Art Wert wäre, sondern dass lediglich das Ego versucht sich selbst an diesen Emotionen und Erinnerungen zu nähren.

Samstag, 15. Juni 2013

Tag0111 - Warum Denken nicht = Sein ist (Teil8) - "Push my buttons!" (Das soziale Talent)

CapCat Ragu / Foter.com / CC BY-NC-SA


Fortsetzung zu Tag0110 - Warum Denken nicht = Sein ist (Teil7) - Kultur, die trügerische Entwicklung

Auszug:

"Die Kultur kultiviert den Menschen nicht, das ist von außen nicht zu bewerkstelligen. Ein derartiger Versuch wird immer nur eine Konditionierung bleiben, erzeugt durch ein Belohnungs- und Bestrafungs-System, das immer aufrecht erhalten werden muss, nichts davon bleibt wenn die äußeren, künstlichen Umstände verschwinden. Nur der Mensch selbst kann sich „kultivieren“ im eigentlichen Sinne, indem er sich selbst verstehen lernt, indem er sieht was er wann sähen muss und was er dann erntet, indem er seine Emotionen, seine Gefühle und seine Reaktionen versteht und (an)erkennt, dass er selbst sie kreiert, dass er selbst sein eigener Schöpfer ist. Ohne diese Grundlage ist jede Gesellschaftsform, jede Kultur parasitär, befallen vom Virus der Angst des Individuums vor dem Leben und seiner Verantwortung, sie kann nicht 'gesunden' ohne den Willen des Einzelnen die eigenen Schritte zu tun, aufzustehen, aufzuwachen und das Leben zu leben, eigenverantwortlich, selbst-ehrlich und selbstbestimmt."


Für den Einzelnen bedeutet der Schritt zur Selbstbefreiung von den konditionierten und internalisierten Verhaltensmustern und Wertvorstellungen, dass seine Entwicklung innerhalb seines Umfeldes als feindselig, ablehnend und auch als Arrogant oder Überheblich aufgefasst werden kann. Das liegt einfach daran, dass man in der Dekonstruktion der entwickelten Normen und Verhaltensstrukturen ihre Ursächlichkeit und bisweilen auch ihre missbräuchliche Natur direkt offenlegt, auch wenn diese innerhalb der Muster die man erlernt hat in der Regel erfolgreich verschleiert wurde. Menschen die sich bis zu einem gewissen Punkt diesen Strukturen und Werten verschrieben haben, da diese ihre Gewohnheiten und auch ihre Identität für sie bedeuten werden sich gegen die Erkenntnis wehren. Sie haben alle erdenklichen Interpretationen zur Hand, die dem Gegenüber hinterhältige und niedere Motive unterstellen, das sie durch die gelebte Offenlegung dieser Verhaltens- und Denkweisen und ihrer wahren Natur ihrer eigenen Grundlage beraubt werden, diese zu eben den missbräuchlichen und verschwenderischen Zwecken einzusetzen. Daher ist es ganz besonders schwierig zwischen Menschen, die sich bereits seit vielen Jahren kennen oder zu kennen glauben, sich nicht auf diesen angestrebten Machtkampf einzulassen, um selbst nict gebremst oder verleitet zu werden diese Denkweisen und Verhaltensmuster, die emotionalen Reaktionen wieder anzunehmen und in diese Strukturen zurückzufallen. Dass dies bisweilen in einer solchen Konstellation geschieht ist wahrscheinlich unvermeidlich und kann durchaus auch genutzt werden um an bestimmten Reizpunkten noch einmal gründlich bei sich selbst nachzuforschen, da man an solchen Rückfällen natürlich erkennt, dass man noch nicht gründlich genug nachgeschaut und die eigenen Denk- und Wertsysteme noch nicht ausreichend erkannt und verstanden hat. Ob man sich tatsächlich selbstbestimmt und selbst-ehrlich, also auch frei und verantwortungs-bewusst verhält erkennt man an der Schuldzuweisung. Empfindet man eine emotionale Reaktion und hält man diese Reaktion auch noch so sehr für gerechtfertigt und natürlich, sie ist ein zerstörerisches und selbst-trügerisches Programm, aus Unsicherheit und Angst entstanden, das nun versucht auf missbräuchliche Weise das Gegenüber in die Verantwortung zu zwingen. 

Und auch wenn die eigentliche Konfliktsituation, der Ausgangspunkt der Auseinandersetzung eine solche Reaktion war, so ist deshalb nicht derjenige der zuerst aggressiv, provozierend oder diffamierend agiert hat der Verursacher oder Schuldige des Verlaufs. Die Gesamtsituation ist fast niemals so einfach, im Besonderen in einer Partnerschaft. Beide haben sicher zu der Möglichkeit dieses Ausgangspunktes beigetragen, haben ihn gemeinsam manifestiert. Und so erschließt sich auch, dass Schuldzuweisung in keinem Fall Grundlage einer Lösung der Problematik sein kann. Im Gegenteil, der Prozess der Befreiung von eben diesen Interaktionen, der Überwältigenden Emotionen und den unkontrollierten Ausbrüchen, der fehlgeleiteten Selbstrechtfertigungen ist ein Prozess der Befreiung von externalisierten Schuldideen und hin zu der Einsicht der eigenen Verantwortlichkeit und schöpferischen Mittäterschaft an allem was einem widerfährt. 

Das System des Denkens, die Konzepte, Ideale, Vorstellungen, Erwartungen und die emotionalen Verknüpfungen konstituieren die Auseinandersetzung, sie halten das interaktive Programm aufrecht und sorgen für die energetische Auf- und Entladung. Dieser ganze Prozess ist ein verzehrender, nutzloser Prozess, denn er basiert einzig auf Interpretation ganz persönlicher Erinnerungen. Die Externalisierung der Schuld ist eine Flucht vor dem Selbst, ist eine Flucht vor der Eigenverantwortung.

Und so muss man auch die Reaktionen des Umfelds verstehen können, muss offen bleiben auch wenn man angegriffen wird, falschen Verdächtigungen ausgesetzt oder verurteilt wird. Man muss die Interpretationen der / des anderen verstehen können, weil man sich selbst sonst nicht verstanden hat. Und dann ist es eine Prüfung eben nicht auf diese Unterstellungen emotional zu reagieren. Natürlich wird das eigene Verhalten dann um so mehr als Arroganz oder Kälte wahrgenommen und man wird nach immer wirksameren Methoden der Provokation suchen. Das sind Dinge die man verstehen muss, mit denen man zu leben lernen muss. Es kann durchaus auch sein, dass es für alle beteiligten besser ist in einer bestimmten Lage weiter mitzuspielen, zumindest zeitweise so zu tun als sei man selbst noch in diesen Reiz-Reaktionsmustern gefangen, um den oder die anderen zu schonen. Das ist in unserer Welt ein kompliziertes Unterfangen, kein Zweifel. Eine Herausforderung an das eigene soziale Talent. 


Sonntag, 24. März 2013

Tag0042 - Emotionale Reaktionen persönlicher Verletztheit



Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass ich emotional reagiert habe weil ich in einer Diskussion mit mehreren Menschen ignoriert wurde, weil die Diskussion trotz meiner Einwürfe und Fragen einfach weitergeführt wurde ohne dass meine Denkanstöße in irgend einer Weise Einfluß genommen hätten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mit dem Gefühl der Frustration und innerlich mit sarkastischen und zynischen Kommentaren reagiert zu haben, als dann eine andere Person die Diskussion mehr oder weniger gestoppt und herumgerissen hat, und zwar mit einer inhaltlich ähnlichen Anregung und Argumentation wie zuvor die meine, und alle auf diesen Einwurf zustimmend reagierten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich übergangen zu fühlen anstatt in Erwägung zu ziehen, dass eventuell meine eigene Formulierung unentschlossen und unzureichend war oder vielleicht meine Motivation der Fragestellung und der Kommentierung nicht ganz eindeutig war.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich in der Situation des nicht gehört werdens hilflos und an vergangene Erlebnisse erinnert zu fühlen, dass ich mich den Gedanken und Spekulationen über die Gründe der anderen hingegeben habe mich zu ignorieren und mich darin verloren und selbst beurteilt habe, dass ich über andere spekuliert und geurteilt habe aufgrund einer Verletztheit deren Ursache mir die mangelnde Eindeutigeit meines Standpunktes hätte aufzeigen und mir in meinem Prozeß der Selbsterkenntnis hätte weiterhelfen können.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe meine Unsicherheit und Minderwetigkeitsgefühle aus der Vergangenheit meines Lebens aus meiner Erinnerung für mich wieder aufleben zu lassen und ihre Identität in dem Moment der emotionalen Reaktion mit Selbstgefälligkeit, Zynismus und Überheblichkeit zu verschleiern.


Ich bestimme und korrigiere mich selbst als Mensch und als das Leben im Moment der erlebten emotionalen Reaktion aufgrund einer enttäuschten Erwartung, wenn ich das Gefühl habe nicht gehört zu werden, dass man mich ignoriert oder meine Einwände / Kommentare nicht berücksichtigt, nicht zu Anschuldigungen und Rechtfertigungen der persönlichen Verletztheit und der Frustreaktionen überzugehen, sondern meinen Standpunkt und meine Motivationen eingehend zu prüfen und die Situation dehingehend zu nutzen meine eigenen emotionalen Muster zu korrigieren, meine Reaktionen zu bearbeiten und mich von der Fremdbestimmung durch die konditionierten Programme und akzeptierten und angelernten Verhaltensmuster zu befreien.

Ich bestimme und korrigiere mich selbst als Mensch und als das Leben mich nicht in Verurteilungen und Spekulationen über Motive anderer zu verlieren wenn ich mich persönlich verletzt oder angegriffen fühle, sondern vielmehr zu erkennen, dass diese Empfindungen Hinweise auf eigene Unsicherheiten und Unklarheiten sind, die wiederum, wenn sie unbearbeitet und ungeklärt bleiben, Ansatzpunkte für Manipulationen und Beeinflussung von außen und von den eigenen inneren Gedankensystemen bieten.

Ich bestimme und korrigiere mich selbst als Mensch und als das Leben in jedem Moment der emotionalen Reaktion auf das Verhalten anderer Menschen mich in meinen gedanklich ablaufenden Programmen der Beurteilungen, der emotionalen Zuweisungen und Verknüpfungen, der Vergleiche mit Erlebnissen meiner Erinnerung zu stoppen, durchzuatmen und mich als das leben hier in den lebendigen, einzigen realen Moment zurückzuholen und mich selbst eigenverantwortlich szu steuern und zu bestimmen, so dass die Situation im Sinne des Wohles aller Beteiligten fortgeführt und gelebt werden kann.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 24.03.2013


Mittwoch, 20. März 2013

Tag0038 - Das 'Hater' Problem [Teil 4] Emotionaler Vampirismus im Schutz der Anonymität





Fortsetzung und letzter Teil zu 
"Tag0037 - Das 'Hater' Problem [Teil 3] Was die Wahl der Anonymität wirklich zeig"



Anonymität hilft also niemandem weiter, sie stützt und fördert die Angst die uns selbst beschränkt. Indem wir uns den Konfrontationen nicht stellen, geben wir uns selbst auf und  verhindern, dass das was wir zu sagen haben, das wofür wir zu stehen glauben auch tatsächlich von uns gelebt wird. Stattdessen verlagern wir immer weiter unser Selbst, unsere Selbstwahrnehmung und unseren Ausdruck in die innere Welt der Gedanken, in das vergeistigte Ich der Vorstellung. Was wir sind oder zu sein glauben wird sinnlos und nutzlos, und letztlich bleibt uns in dieser Existenz nichts weiter übrig als unsere geistige Wesenheit durch die Erzeugung energetischer Momente in Reaktionen und Erwartungshaltungen zu füttern, dieses illusionäre Wesen der mentalen Existent zu bestätigen durch emotional erlebte Reizmomente.  Zum Beispiel sind dies die Reaktionen der ‚anderen‘  Persönlichkeiten die man im Internet angreift, versucht zu beleidigen, zu provozieren und zu diffamieren. Diese Art der Selbstbestätigung spricht für sich selbst und zeugt von der unleugbaren Abhängigkeit dieser mentalen Existenz des ‚Anonymen‘ Wesens von anderen Persönlichkeiten und ihrer Interaktion mit ihnen. 

Das ist auch ein Grund, warum es völlig Sinnlos ist zu glauben man könne diese Wesen ‚bekehren‘ oder gar ‚belehren‘. Der einzige Sinn der hinter einer Fortführung der Konversation stehen kann, sofern diese Lesbar und zugänglich für andere ist ist der, dass außenstehende Leser  in der  Art und Weise des eigenen Umgangs mit solchen Provokationen den Zugang zu den eigenen Standpunkten und weiteres Interesse bekommen.
Mal ganz von diesen Aktionen der missbräuchlichen Ausnutzung der Emotionen anderer Menschen durch gezielte Manipulation ist diese ganze ‚Anonymous‘ Bewegung  eher ein kindischer Abklatsch einer durch einen kommerziellen Kinofilm emotional hochstilisierten Figur der hier nachgeeifert wird, so dass man sich sozusagen vom bequemen Sofa aus als ‚Retter der Nation‘ fühlen und versteckt hinter einer Maske als Superheld aufspielen kann. Alles eine reine Illusion, eine Selbsttäuschung und das Ego pushende Entwicklung in eine Persönlichkeitsstörung der Überwertigkeit in Selbstverliebtheit.

Doch trotz des auffallend extremen Auftretens dieser Phänomene im Internet, wo es eben besonders leicht ist sich in Kommunikation und Interaktion mit anderen zu begeben und sich dennoch nicht zu zeigen, ist diese Persönlichkeitsstruktur, diese emotionale Selbstbefriedigung, der mental-soziale Vampirismus auch außerhalb der digitalen Netzwerke nicht unbekannt, im Gegenteil denn hier, in der realen Welt der physischen, körperlichen Konfrontation ist diese Form der Täuschung und Selbsttäuschung eine Grundstruktur menschlicher Kommunikation und kultureller Repräsentation. Image-Pflege, Anpassung, Manipulation, diese Themen habe ich ausführlicher in den vorhergehenden Posts dieser Reihe mit dem Titel „Das ‚Hater‘ Problem“ behandelt auf die ich hier nochmal verweisen möchte.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe emotional auf Angriffe auf mich und Diffamierungen meiner Person und der Sache für die ich stehe und offen spreche  zu reagieren, mich entmutigen zu lassen, diese Aussagen als repräsentative Einstellung und Meinung ‚der Menschen‘ zu sehen, mich dadurch mental von ‚anderen‘ abzugrenzen und mir selbst in der egoistischen, selbstbedauernden Reaktion in die Falle zu gehen, mich zu bremsen und selbst zu manipulieren weil ich mir in dem Moment der Provokation nicht erlaubt habe ich als mein Selbst, als das Leben hier und jetzt zu sein, zu atmen und in Einheit und Gleichheit zu erkennen, dass ich die Aktion des ‚Gegenübers‘ durchaus verstehen und erkennen kann worauf sie tatsächlich abzielt, dass ich selbst al Mensch in Einheit und Gleichheit diese gedanklichen Mechanismen und Motive kenne und dadurch dass ich ihnen nun als Opfer dienen soll nicht tatsächlich eines bin, sondern lediglich eine Plattform auf die der andere Mensch als diese Peron, als das mentale Konstrukt seine Erwartungen projiziert und dass ich nur dann direkt in das Programm einsteige, wenn ich diese erwarteten Reaktionen auch wiederspiegele.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in jedem Moment der Reaktion auf Angriffe oder Diffamierungen nicht Teilzunehmen an den emotionalen / gedanklichen Programmen die die übliche Vorgehensweise und die erwarteten Reaktionen hervorrufen und damit ein Zusammenspiel in Gang setzt das in letzter Konsequenz beiden Menschen schadet  und einer Selbstehrlichen, konsequenten Analyse durch den gesunden Menschenverstand nicht akzeptabel fortzuführen ist.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in jedem Moment meinen Standpunkt eigenständig und eigenverantwortlich zu prüfen, für mich selbst in Selbstehrlichkeit zu testen ob ich unter allen Umständen vor mir selbst und vor dem Leben dazu stehen kann, und daran die Prinzipien zu messen die immer an dem Wohl des Lebens ausgerichtet sein müssen, die  immer als oberste Direktive der Selbstbestimmung die Gleichheit und Einheit allen Lebens haben.

Hier noch ein Link zu einem meiner Vlogs zum Thema Anonymität und Angst:



Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 20.03.2013




Montag, 18. März 2013

Tag0036 - Das 'Hater' Problem [Teil 2] Selbstkonfrontation statt Reaktion



Meine eigenen emotionalen Reaktionen auf Angriffe die scheinbar gegen mich, gegen das wofür ich stehe, da wo ich mich öffentlich zu etwas bekannt habe gerichtet sind, deuten weniger auf die tatsächliche Wirksamkeit der attackierenden Argumentation hin, sondern vielmehr auf persönliche, eigene innere Unsicherheiten und Ungereimtheiten in meiner Selbstwahrnehmung und nicht ganz ausgearbeitete Standpunkte oder Unehrlichkeiten mir selbst gegenüber in der Repräsentation meiner Selbst, bzw. der Aussage die ich getroffen habe.

Das heißt jede Anstrengung die ich nach außen, also in Reaktion auf die Person richte, die sich in angreifender Form mir gegenüber geäußert hat, verfehlt im Grunde ihr Ziel und ist vergebens, da einerseits der Empfangsraum für eine erfolgreiche oder annähernd klärende Argumentation und Debatte gar nicht gegeben ist, wenn das Gegenüber zu keinem Zeitpunkt eine Diskussion im Sinne einer Unterhaltung überhaupt angestrebt hatte, sondern lediglich provozieren und Reaktionen hervorrufen wollte, und andererseits in selbstehrlicher Betrachtung der Reaktion ein tatsächlicher Angriff gar nicht stattgefunden hat, sondern durch die Empfindung einer Verletzung nur ein Punkt berührt worden ist, der für dich selbst noch im Unreinen ist, der nicht standhalten kann, der in dieser Form nicht vertretbar ist.

Also ist natürlich der Prozess des Erlebens dieser Reaktion im Zuge einer bewußten, reflektierenden Selbstschau durchaus eine Chance für die Selbstentwicklung, die Verbesserung des Selbstverständnisses und dadurch in der Konsequenz natürlich auch das Verständnis des 'anderen'. 
Insoweit kann es durchaus hilfreich sein, wenn man diese Reaktion emotionaler Art, eine Verletzung oder Beleidigung verspürt, investigativ die Konversation fortzuführen, insofern man sich eben nicht auf die reaktive, vielleicht sogar persönliche Ebene begibt und einläßt, sondern genau an diesen Punkten die einem unsicher und verletzbar erscheinen seinen Standpunkt offen darlegt, wodurch man mit zuverlässiger Sicherheit bei einem hasserfüllten und auf Demütigung ausgerichteten Gegenüber sofort die Schwachstellen der eigenen Argumentation aufgezeigt bekommt.

Man tendiert in der Prägung die man allgemein gesellschaftlich mitbekommt, in der konditionierten Persönlichkeitsstruktur in aller Regel dazu, die Fehler und Schwachstellen bei seinem Gegenüber zu suchen und zu versuchen ihn durch diese 'Taktik' zu 'besiegen' oder bloßzustellen, und merkt dabei überhaupt nicht, dass man dabei nichts gewinnen kann, dass selbst die gefühlte Genugtuung nicht aus dem Verlieren des anderen aufgenommen wird, sondern ein emotionales Empfindungskonstrukt ist das man selbst kreiert, das man sich in seiner Einbildung schafft. Nach einer solchen "siegreichen" Debatte steht man nämlich unter Umständen als letzter 'aufrecht', - aber für was? Für einen Standpunkt, eine persönliche Meinung, eine Auffassung die unzulänglich, unverlässlich und von dir selbst überhaupt nicht vollends verstanden ist. Da ist es eine Frage der Zeit nis zum nächsten Konflikt und man kann aus dieser Betrachtungsweise schnell erkennen, warum man immer selbst verantwortlich ist für diese Situation in die man sich aus den genannten Gründen, aus Unehrlichkeit sich selbst gegenüber, auch einer geheuchelten Selbstsicherheit heraus selbst bringt.

Aber warum tut man das? Warum nimmt man es in Kauf in stndiger Angst zu leben angegriffen und vielleicht übertrumpft zu werden?
Vielleicht, weil es leicht ist? Weil man in der einfachen Übernahme einer vorgefassten, fertigen, aber nicht selbst durchdachten Meinung nicht in die Verlegenheit kommt in eigenverantwortlicher Selbstehrlichkeit den Standpunkt zu prüfen? Denn es könnte ja sein, dass man zu einem Schluß kommt, mit dem man plötzlich allein dasteht. Und wenn man in dieser Welt sich auf den gewillten Weg zu bedingungsloser Selbstehrlichkeit begibt, dann ist dieser Fall sehr wahrscheinlich, dann ist es unumgänglich dass man gegen die 'Meinungen' anderer steht, und man stellt est, wie schnell und wie leicht sich diese dann unter Umständen beleidigt oder angegriffen fühlen...


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich als meine Persönlichkeit, als eine Rolle die ich mir vorstelle, ein Bild an das ich Erwartungen eines gewissen Status und von Anerkennung stelle angegriffen oder beleidigt fühle, wenn das Verhalten eines anderen Menschen gegen diese Erwartungshaltung geht oder eben dieses eingebildete Selbstbild in Frage stellt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in diese Muster der eingebildeten, vergeistigten Selbstwahrnehmung zu verfallen wenn ich mich beispielsweise persönlich durch eine Äußerung angegriffen gefühlt habe, und in der emotionalen Reaktion als diese Rolle von mir auf den vergeistigten Wettkampf und Machtkampf in einer illusionären Arena eingestiegen bin indem ich mit den selben Methoden arbeitend das Gegenüber versucht habe zu provozieren, emotionale Reaktionen hervorzurufen ohne dabei zu erkennen oder zu verstehen wie Ziel- und Sinnlos ein solches Unterfangen ist und dass es letztendlich mir selbst schadet, egal ob ich das Gefühl bekomme 'gewonnen' zu haben oder 'unterlegen' zu sein, da die energetische Erlebniswelt der emotionalen Kränkung, der Verletzung eines 'Images' und des Zurückschlagens und Bloßstellens eines anderen Bildes eines Menschen als 'Gegner' nur die irregeleitete Selbstwahrnehmung als diffuses Bild, als die persönliche Geschichte, geformt aus vagen Erinnerungen und emotional verknüpften Bildern verstärkt und mich selbst darin Fängt, entweder in Frustrierten Minderwertigkeitskomplexen oder in überheblichen, überwertigen Ideen meines Selbst als meinem 'Image'.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben, auf jeden persönlichen Angriff, jeden Versuch der Verunglimpfung meiner selbst und dem wofür ich als das Leben stehe die Ursächlichkeit und die Motivation zu ergründen die diese Angriffe treibt und in jedem Punkt der bei mir als Person eine Reaktion hervorruft, der mich emotional in irgendeiner Weise berührt die Chance wahrzunehmen in mir selbst nach der Ursache für diese Reaktion zu suchen, mich dadurch von diesem Trigger automatisierter Fremdprogrammierung zu befreien indem ich mich der Unsicherheit stelle und sie beseitige, indem ich in Selbstehrlichkeit eigenverantwortlich die notwendigen Schritte unternehme mich in diesen Punkten besser auszurichten, zu formieren und zu informieren.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben die Eigenverantwortlichkeit zu entwickeln nicht emotional und persönlich attackierend als emotionale Reaktion auf Angriffe und Verunglimpfungen, egal wie haltlos, hinterhältig oder aggressiv sie sind einzusteigen, mich diesen Programmen nicht zu unterwerfen, sondern die Situation soweit der Gesunde Menschenverstand in Anbetracht der möglichen, abschätzbaren Konsequenzen sie als ausreichend relevant bewerten kann unberührt zu steuern, zu lenken und zu nutzen, so dass der Schaden der intendiert sein könnte durch die Äußerungen und Diffamierungen möglichst klein gehalten werden kann, so dass auch dem offensichtlich unkontrollierten Programmablauf des Gegenübers nicht noch mehr Energie und 'Stoff' zur Verfügung gestellt wird und somit diesen Personen auch die Chance vergrößert wird sich aus dem Programmablauf eigenständig und selbstbestimmt zu lösen. Wie wahrscheinlich das ist, spielt keine besondere Rolle, denn offenkundig hat die Eigenverantwortlichkeit und die lebendige Beispielfunktion Priorität.


Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 18.03.2013


Mittwoch, 13. März 2013

Tag0031 - Fortsetzung zu "Mein Papa arbeitet" [Tag0030] - Selbstvergebung und Selbstbestimmung




Selbstvergebung und Selbst-korrigierendes Schreiben / Selbstbestimmung

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe emotionale Reaktionen für selbstverständliche, natürliche und dadurch legitimierte Verhaltensweisen zu halten und mich in ihnen im Moment der emotionellen Aufladung zu identifizieren und sie unkontrolliert auszuleben, mich dem Automatismus dieses Programms hinzugeben ohne Selbstbestimmung, ohne Fähigkeit mich zu steuern, innezuhalten, durchzuatmen und den gesunden Menschenverstand anzuwenden und dass ich durch dieses Verhalten, diese Selbstaufgabe die Mechanismen dieser emotional gesteuerten Ego-Programme weitergeführt und aufrecht erhalten habe, sie weiter verbreitet und verursacht habe im Umgang mit anderen, in dem vergeistigten und emotionalen Spiel mit anderen Menschen, beziehungsweise meiner Vorstellung von Ihnen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe durch meine Ignoranz gegenüber den Konsequenzen meiner fremdbestimmten und von mir erlaubten und zugelassenen Verhaltensmuster, in meiner Annahme sie seien das, was ich bin und was mich ausmacht, diese Konsequenzen mit zu verantworten, die anderem Leben schaden, mich selbst beschränken und unverantwortliche Denkweisen und Programme auch für andere legitimieren und in ihnen fördern.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich persönlich verletzt und angegriffen zu fühlen durch das Verhalten anderer und das was andere über mich denken, dass ich in der Verletztheit meiner Persönlichkeit nicht die Möglichkeit wahrgenommen habe die Punkte meiner eigenen Unsicherheit zu erkennen, sie anzugehen und eigenverantwortlich zu bearbeiten, denn jede Form der persönlichen Verletzung kann nur ein Hinweis auf Ungereimtheiten und Unsicherheiten in der eigenen Selbstwahrnehmung sein und ist niemals von der anderen Person hervorgerufen, schon garnicht von dem, was sie denkt, und auch das Verbreiten von Unwahrheiten über andere Personen kann nicht verletzen oder direkten Schaden zufügen, sondern die negativen Folgen von Verleumdung sind eine Konsequenz der Akzeptanz unseres Systems als Gesamtheit, und die schadhaften Konsequenzen dieses Verhaltens sind nur innerhalb der von uns allen akzeptierten und erlaubten Gesellschaftsstrukturen möglich und daher von uns allen, ob 'Opfer' oder 'Täter', mit zu verantworten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe eine bestimmte Person oder eine Personengruppe aufgrund ihres Verhaltens mir gegenüber zu be- oder verurteilen und die Gedankensysteme und inneren Werturteile zuzulassen die meine Sicht und mein rationales Denken trüben und alle Verhaltensweisen, Gesten und Äußerungen der betreffenden Personen durch die Schablone meines vorverurteilenden Denkens filtern, das erst durch die Akzeptanz der Kränkung, die eine Illusion ist, entstanden ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe einerseites die Umstände und die Entwicklung eines solchen Denkens, das ich als misstrauisch und auch feindselig oder zumindest ablehnend mir gegenüber wahrgenommen und erlebt habe zu verstehen und nachvollziehen zu können, und andererseits aber in Momenten der direkten Erfahrung solchen Verhaltens emotional aufgebracht, empört und verletzt zu reagieren und mich bisweilen in diesen Systemen der Wut, des Zorns und der gedanklichen Aggression zu verlieren.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben, mich nicht der emotional aufgebrachten Reaktion hinzugeben wenn ich die Erfahrung verleumderischen oder intriganten Verhaltens und ablehnender Haltung aufgrund von Vorurteilen und Ängsten anderer Menschen mir gegenüber mache, und stattdessen in dem Moment der Erkenntnis der ungerechten, schadhaften und auch nierderträchtigen Natur solchen Verhaltens die Ursachen und die Entwicklung dieser Persönlichkeitsstrukturen in unserer gesellschaftlichen, kulturellen Struktur zu erkennen, der Denkweise und Verhaltensweise die wir alle in vielerlei Hinsicht mitgetragen und fortgeführt haben, und mich anstatt mich in selbstgerechten Rachegelüsten als emotionale Selbstbefriedigung zu verlieren als das Leben der Bewältigung des Problems zu widmen, in Form von praktikabler Lösungsentwicklung und Dekonstruktion dieser Denkweisen und Verhaltensmuster, in der Enthüllung ihrer Ursächlichkeiten und der Zurückführung ihrer Entwicklung auf die irrationalen, selbstgeschaffenen Ängste und Unsicherheiten einer vergeistigten,vollends manipulierbaren Selbstidentifikation.
Denn darin muss die Verantwortlichkeit liegen die tatsächlich selbstehrlich und verlässlich, vertrauenswürdig und integer dem Leben selbst gewidmet ist, die Selbstbestimmung und Selbstsicherheit als Mensch die unumstößlich und eigenständig aus der Quelle des Lebens selbst in der Realisierung seiner Einheit und Gleichheit erwächst. Das ist die Verantwortung die lebendig in den Kindern zum Wohle allen Lebens weiterlebt, die die tatsächliche Ursächlichkeit der Probleme in Selbstehrlichkeit angeht, auch und vor allem da, wo diese die althergebrachten und gewohnten Denk- und Wertmuster angreift oder auflöst.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in jedem Moment der emotionalen Aufgebrachtheit, in der ich die Muster innerer Verletztheit, der Beleidigung oder ähnlicher illusionärer Programme meines Bewußtseins verspüre nicht an diesen Systemen teilzunehmen, nicht darauf einzusteigen und mir in einem Atemzug im lebendigen Moment des Gewahrseins dieser Mechanismen ihre Ursache zu verdeutlichen und diesen Moment in eigenständiger Eigenverantwortung zu nutzen um die Punkte zu finden, zu erkennen und zu analysieren die mir diese Unsicherheit verursachen um sie zurückzuführen auf innere, verborgene Ängste um diese zu transformieren, damit ich diese Denkmuster nicht weiterführe, nicht weitergebe und vor allem auch meinem Kind nicht das unverantwortliche Beispiel eines 'reagierenden', mechanischen Programms der Gehässigkeiten, der mentalen Kriegsführung, der unfairen Verunglimpfung und der Verlogenheit aus Ignoranz und Feigheit gebe. Denn die Feigheit sich selbst gegenüber, die Feigheit vor bedingungsloser Selbstehrlichkeit ist die einzige Feigheit die unverzeihlich ist, die nur in einer das ganze Leben bestimmenden Entscheidung zu absoluter Hingabe an das Leben in schonungsloser Selbstehrlichkeit transformiert werden kann.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben für das zu stehen was das Beste ist für alle - als das Leben, in jedem Atemzug und in jeder notwendigen Selbstkorrektur meiner konditionierten und angelernten Bewußtseinsprogramme, geradezustehen für das was ich bin, als lebendiger Organismus in Gleichwertigkeit und Einheit mit allem Leben, egal welche Wiederstände oder Widrigkeiten sich mir auftun werden und dass ich auf diese Widerstände nicht mit Ablehnung oder Trotz reagieren werde, da ich sie eindeutig verstehe, da ich sie selbst kenne und weiß, dass nur durch das beständige, gelebte Beispiel als Beweis der Fähigkeit zur grundlegenden Veränderung eines jeden Menschen tatsächlich ein Wandel möglich wird der notwendig ist, wenn es tatsächlich um das Leben geht, wenn wir als Menschen wahrhaftig Vernunft und Verantwortungsbewußtsein zu unseren Eigenschaften und unserer Natur zählen wollen.

Meine Verantwortlichkeit gilt dem Leben, gilt mir und allem Leben gleichermaßen, vor allem auch der Zukunft des Lebens, also den Kindern, also kann sie nicht verschwendet werden indem ich sie lediglich an mir selbst, an meinen Empfindungen, an meinem emotionalen Wohlbefinden auslebe, indem ich sie als nur für mich oder meine Familie als gültig betrachte, daher muss die Verantwortlichkeit bei mir selbst, bei meinen akzeptierten und erlaubten Persönlichkeitskonzepten die all die Verhaltensweisen der Hinterhältigkeit, der gegenseitigen Missgunst, der gegenseitigen Ausbeutung und emotionalen Ausnutzung in sich tragen die wir als gesellschaftlich-kulturelle Prinzipien fördern und an unsere Kinder bewußt und unbewußt weitergeben.
Daher bestimme ich mich als Mensch und als das Leben in eigenverantwortlicher Selbstarbeit zur Selbstbefreiung vonn all diesen Mechanischen Denkmustern und Programmen, den Akzeptanzen der automatisierten emotionalen Reaktion und verpflichte mich zu eigenverantwortlicher Selbstbestimmung in Selbstehrlichkeit in Einheit und Gleichheit mit allem Leben und zum Wohl und zum Besten allen Lebens.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 13.03.2013


Donnerstag, 21. Februar 2013

Tag0011 - Schwankt meine Stimmung - oder bin ich das?



Was heißt es, was bedeutet es, schlechter Stimmung zu sein oder schlechte Laune zu haben? Was rechtfertigt ein an diese Laune angepasstes Verhalten? Was für eine Relevanz hat eine solche Befindlichkeitsäußerung überhaupt? Warum drückt sich ein solcher Stimmungszustand wahrnehmbar für das Umfeld in bestimmten Verhaltensmustern aus?
Ich habe in meinem Leben sehr oft festgestellt, dass das Empfinden einer Stimmung, einer Laune sich sehr oft in ein Verhalten wandelt, dass einen diese Stimmung, sei es Unzufriedenheit, Willenlosigkeit, Lustlosigkeit oder Ärger sozusagen ausleben lässt. Man wird zu der gelebten Rolle der inneren Gemütslage, man hält diese Stimmung für so überwäötigend, dass man sich selbst für diese Stimmung hält. Dabei ist eine Stimmung lediglich das innere, gedankliche Abspielen von Empfindungen, Erinnerungen, Erlebnissen und den daraus resultierenden Erwartungen, das Spielen mit der Realität, ein emotionales Vergehen an sich selbst. Warum und weshalb man in einer solchen Stimmung ist, dafür hat man fast immer sofort eine offensichtliche Erklärung parat. Jedoch ist diese Erklärung nur Teil des Gedanken-Plots für den man die Wirklichkeit, das Umfeld als Protagonisten benutzt, ihnen Rollen zuschreibt, die Realität gedanklich in Zusammenhänge bring, die in die innere Wahrnehmung gemessen am Empfinden passen. Diese Erklärungen dienen der Selbstrechtfertigung für die Selbstaufgabe und machen auf alle erdenkliche Weise 'andere' und das äußere Umfeld für die eigene Stimmungslage verantwortlich. All das ist eine totale Selbstaufgabe, die Aufgabe und Hingabe der Selbstbestimmung an die verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit, die ihre Ursache in ganz anderen, und zwar allein in eigenen, ganz individuellen Akzeptanzen und Kreationen des Bewußtseins/der Persönlichkeit hat. Um diese Ignoranz vor der Eigenverantwortlichkeit zu legitimieren, lebt man diese emotionale Unsicherheit, diese unangenehme Wahrheit der eigenen Verstrickung in irrationale Gedankenmuster, Ängste und Befürchtungen aus, indem man zu der Empfindung und den Emotionen die mit ihr verbunden sind wird. Dadurch handelt man missbräuchlich und manipulativ, trotzig und ungerecht, man versucht aus der Welt, aus der Wirklichkeit, das zu machen, was dem Bild entspricht das man durch die Filter der Stimmungslage in der man sich befindet sich von ihr macht. Man geht rücksichtslos und verantwortungslos mit sich und seinem Umfeld um, um genau die Reaktionen zu erhalten, die die eigenen Urteile über die anderen Menschen des eigenen Umfeldes bestätigen, oder einen selbst in die Lage / in eine Situation versetzen, in der man sich entsprechend der Stimmung die man empfindet verhalten kann.
Verantwortlichkeit als Mensch bedeutet zu lernen, sich und die eigenen Emotionen, die Gefühle und Stimmungen die man empfindet zu verstehen, seine eigenen Reaktionen zum Anlass zu nehmen sich selbst und das eigene Bild von einer Situation zu prüfen. Die Ursachen für eine das Selbst überwältigende Stimmung und die Selbstaufgabe an die Steuerung und die mentalen Mechanismen dieser Stimmungslage liegen in der eigenen Verantwortlichkeit und wenn das verkannt wird, dann wird jegliche missbräuchliche, eigennützige und manipulative Verhaltensweise zu einer Option für den Wahn des Selbstbildes als diese Emotion, als dieser Gedanke. Und abgesehen von dem Schaden den man in seinem Umfeld anrichtet, der auch nur gering sein kann indem man einfach nur die Zeit anderer Menschen verschwendet, verlebt man diese Momente ungeachtet der Möglichkeit der Selbstbestimmung, der Selbstentwicklung durch die Nutzung der 'Stimmung' als Signal für eine bestimmte akzeptierte und erlaubte Wertsystematik oder ein Denkmuster, das der Analyse in Selbstehrlichkeit bedarf.
Natürlich ist es schwierig und nicht immer kann es gelingen dass man sich derart im Griff hat. Aber jede Stimmungslage, jedes Hoch und jedes Tief kann als Ausgangspunkt für das bessere Selbstverständnis und der Annahme der Eigenverantwortlichkeit genutzt werden. Es ist ein Prozess, ein Prozess der Selbstwerdung und der Entwicklung der eigenständigen, eigenverantwortlichen Selbstbestimmung.
Es kann nicht darum gehen, aus einer niedergeschlagenen Stimmungslage nach dem Gegenüber zu Streben, nach einem Hoch, nach andauernder Fröhlichkeit, man muss zunächst erkennen, dass man nicht seine Stimmung ist, und daraus muss die Akzeptanz der Tatsache folgen, dass man auch die Fröhlichkeit, das Hochgefühl, die Überschwenglichkeit nicht ist. Erst in dieser Einsicht kann ein verantwortungsbewußter Umgang mit sich selbst, als das Selbst mit sich und dem Leben möglich werden. Und erst aus dieser Akzeptanz der Eigenverantwortlichkeit kann auch eine gesunde Form der Fröhlichkeit und des Wohlbefindens möglich sein, das auf der Einsicht beruht, dass das Leben, das, was man ist, unbeeinflusst und unbeeindruckt von der Stimmung die man wahrnimmt ist und sein kann. Allein die Tatsache nach Verantwortlichkeit in anderen und in äußeren Umständen zu suchen ist immer ein Signal für eine fehlinterpretierte Wahrnehmung des Selbst und der Wirklichkeit.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich meinen Stimmunungen hinzugeben und in dieser Hingabe an ein emotionalen Programm meine Selbstbestimmung hier und jetzt als das Leben in diesem Moment aufzugeben, mich einem Gedankensystem aud Gewohnheiten und Erinnerungen in einer Art Tagtraum zu unterwerfen, mich in der Interaktion mit mir selbst als lebendiger Körper und meinem Umfeld in jedem Atemzug als Konstrukt gedanklicher Wahnvorstellungen zu zeigen, ohne wirklich die Verantwortung für mich und mein Wirken übernehmen zu können, da ich die emotionalen Ausdrücke zu denen ich geworden bin in dieser Selbstaufgabe nicht einmal selbst wirklich durchschaue, nicht einmal mich selbst als lebendigen Ausdruck verstehe, sondern als Spielball von etwas das in meinem Bewußtsein aus der Erinnerung, Interpretation und Konstruktion meiner Gedanken und gespeicherten Bilder der Lebensmomente gebildet meine Handlungen und Entscheidungen bestimmt, so als sei dieses Konstrukt ich selbst, als sei dieses System das lebendige Etwas das sich durch mich als Mensch in diesem Moment ausdrückt, weil es mich beherrscht, weil es als meine eigene Kreation, meine persönliche Schöpfung die Kontrolle über mich und durch mich bekommen hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe meine Stimmungen, ob emotional negative, gedrückte, depressive Stimmungen oder emotionale Hochs, überdrehte, ausgelassene Stimmungen als etwas getrenntes von mir als Person zu sehen, das mich bestimmen, kontrollieren und überfallen kann, für das nicht ich, sondern mein Umfeld oder ein Umstand oder eine Person verantwortlich ist und dass ich mich in dieser Rolle für meine Selbstaufgabe im Moment des Lebens selbst legitimiere indem ich mich als Opfer meiner Stimmungen darstelle ohne zu erkennen, dass ich als das Leben, als dieser Organismus mit allen Konsequenzen für diesen Moment, in jedem Atemzug für mich, mein Empfinden und die daraus folgenden Konsequenzen meiner Handlungsweise und meines Denken selbst verantwortlich bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in unzähligen Momenten meine Selbstaufgabe an meine inneren emotionalen Muster, meine Stimmungswelt mein Umfeld und Personen meines Umfeldes verantwortlich gemacht zu haben für meinen 'Missmut', dass ich in dieser Rolle als emotionales Programm versucht habe auf irrationale Weise verletzendes, provozierendes und Konflikte verursachendes Verhalten zu nutzen um Gefühle in anderen hervorzurufen, um ihre Programme zu triggern die mir eine 'befriedigende' Reaktion verschaffen sollten, die mir dann die Möglichkeit eröffnen den Ausdruck der Selbstaufgabe beispielsweise von 'schlechter Laune' in der diesem emotionalen Programm eigenen Natur der Beschuldigung, des Vorwurfs, der Frustration auszuleben in einem emotionalen Konflikt der Sinnlosen Schuldzuweisung und des Abreagierens der energetischen Ladung meines Selbstmissbrauchs in willentlicher Ignoranz den tatsächlichen Fakten meiner verantwortungslosen Selbstviktimisierung gegenüber.


Ich bestimme mich selbst als Mensch, als das Leben, in jedem Moment die Verantwortung für mich selbst, meine Stimmungen, meine Emotionen, meine Reaktionen, mein Denken und mein Handeln und die daraus resultierenden Konsequenzen zu übernehmen.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben hier und jetzt und in jedem Atemzug, in jedem Moment der emotionalen, gedanklichen Reaktion, in der Wahrnehmung meiner Selbst als eine 'Stimmung', als ein Zustand der irgendwie gearteten Laune mich im Atmen in diesen Moment der Wirklichkeit meiner Existenz als das Leben zurückzubringen, mich selbst zu erkennen und zu hinterfragen in dieser Akzeptanz meine Stimmungen zu 'sein' und mich in eigenverantwortlicher Selbstbestimmung an den Prinzipien des lebendigen Moments in Einheit und Gleichheit mit allem Lebendigen auszurichten, so dass jede Entscheidung, jede Interaktion, jeder Umgang das Beste für alle zum Ergebnis haben wird.