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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Tag0149 - Die Reiz-Reaktionsmaschine Mensch o.: Leben in der Zeitschleife

DerrickT / Foter / CC BY


An Erinnerungen festzuhalten oder besser gesagt fest zu kleben bedeutet nicht immer, dass man die Erinnerung wie einen Film oder wie Bilder eines Geschehens im Kopf behält. In vielen Fällen sind die Erinnerungen einem nicht einmal direkt als solche gegenwärtig. Dennoch sind sie vorhanden und man hält an ihnen fest als Teil der eigenen Persönlichkeitsstruktur, als Teil des Systems als das man sich selbst sieht und sich selbst repräsentiert. Die emotionalen Verknüpfungen mit den jeweiligen Erinnerungen treten als Charaktereigenschaften zu Tage indem sie durch Vergleichbare Schlüsselerlebnisse in der Gegenwart, im Hier und Jetzt hervorgerufen werden und man auf völlig andere Gegebenheiten und Situationen spontan mit einer emotionalen Wallung reagiert die im Grunde zu einer ganz anderen, längst vergangenen Situation gehört. Und selbst da kann man nicht einfach so sicher sein, dass nicht auch diese Erinnerung emotional getriggerte Reaktionen hervorgerufen hatte die bereits zuvor festgelegt und programmiert wurden, dass eben der Verlauf gerade dieses Erlebnisses besondere Aufmerksamkeit bekommen hat und deshalb als Schlüsselerlebnis in der Erinnerung gespeichert wurde. 

Vor allem in Konfliktsituationen mit anderen Menschen, wenn man sich beleidigt, provoziert oder ungerecht behandelt fühlt, wenn Worte dich verletzen, dann kann man sicher sein, dass diese Reaktion, die Wut, der Zorn und der Ärger bereits in dir selbst angelegt sind, dass sie von dir selbst und allein von dir gestartet und gehalten werden als eine erlernte Reiz-Reaktion, eine Konditionierung sozusagen auf ein bestimmtes Verhalten anderer, ein Wort, eine Geste, einen Blick, die Konflikte, Unsicherheiten und Unzufriedenheiten mit dir selbst aufwühlen und hervorholen und anstatt diesen Moment dazu zu nutzen sich selbst zu erkennen, die eigenen inneren Mechanismen, Programme und Fremdbestimmungen zu verstehen und sich von ihnen zu befreien reagiert dein Ego umgehend mit einer verblendenden Selbstschutzmaßnahme indem es eine Erinnerung, einen Film, eine Geschichte hervorkramt, sie vor deinem inneren Auge abspielt und dich in blinder Art auf eine längst vergangene Situation reagieren lässt, dich sozusagen in eine Zeitschleife schickt. Man gibt sich in solchen Momenten der Steuerung durch Gedankenkonstrukte hin die zum Zweck des Selbsterhalts einer Fiktion, nämlich der rein gedanklichen Identität deiner Charakter- und Persönlichkeitsstruktur dienen soll. Dadurch verlebt man seine Momente als fremdgesteuerter Zombie, als Maschine ohne Selbstbestimmung, ohne eigenen Willen, ohne Individualität. Nach dem selben Prinzip funktionieren selbstverständlich auch alle ähnlichen Reizreaktionsmomente die durch das Ego bestimmt sind, die durch die Werbung hervorgerufenen Einbildung und emotionalen Halluzinationen, die Wünsche und Ideale, die Werte einer gesamten Konsumgesellschaft sind durch solche Bilder der Erinnerung und durch gezielte emotionale Verknüpfungen konstruiert und manipuliert, so dass im wahren Leben eine Reaktion des Neids, der Minderwertigkeit aus mangelndem Besitz, der Überlegenheit und der Macht hervorgerufen wird indem man völlig banale, meist überflüssige und nutzlose Produktionsartikel und Waren erwirbt, sich vor das Haus stellt, um den Hals hängt oder in der Tasche mit sich herumträgt. Diese Programmierungen kann man hervorragend offensichtlich bei Kindern beobachten, die zu nahezu hilflosen und auch Schutzlosen Opfern unseres wahnwitzigen Wirtschaftssystems geworden sind und deren mentale Programme gezielt attackiert und manipuliert werden damit sie sich völlig nutzlose, unsinnige, oftmals ungesund giftige und maßlos überteuerte Dinge wünschen, sich danach sehnen diese zu besitzen nur und allein aus einer Emotion, aus einem Gefühl heraus dessen Zusammenhänge und Ursachen offensichtlich rein mentaler und gedanklicher Natur sein müssen, die in ihrer Gedankenwelt ganze Geschichten erzählen und sie nahezu in Trance versetzen welche beinahe unmittelbar nach Erwerb dieses Gegenstandes endet ebenso wie das Interesse an eben diesem. Ein Kind verliert allerdings nie völlig das Interesse an frischer Luft, am Spielen unter freiem Himmel, an Stöcken, Bäumen, Laub, Wiesen und Bächen. Es bedarf aber auch keiner Geschichten, keiner Manipulation um sie auf diese Idee zu bringen auf einen Baum zu klettern oder in einem Bachlauf zu waten. Allerdings sind solche natürlichen und gesunden Verhaltensweisen in keiner Weise der Konsummaschinerie unserer zerstörerischen Lebensweise zuträglich.
Aber wie sollten wir auch unsere Kinder vor diesen Manipulationen und gezielten Attacken auf ihre sich entwickelnden Persönlichkeiten schützen, wo wir doch selbst nicht verstehen warum wir so sind wie ir sind, warum wir so denken wie wir denken und warum wir so emotional reagieren wie wir das tun? Wie sollen wir unseren Kindern eine Anleitung zu Eigenständigkeit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung geben wenn wir diese Begriffe nur oberflächlich und symbolisch gebrauchen, sie aber überhaupt nicht leben? Wie sollten wir uns selbst erklären, dass wir zwar solche Werte menschlicher Existenz wie Selbstbestimmung und eigenverantwortliches Verhalten unseren Kindern lehren wollen, aber andererseits Schöpfer und Unterstützer dieses Systems der Massenmanipulation, der Zwangsversklavung und Unterdrückung sind? Wir können es nicht! Und daher fliehen wir entweder in die totale Ignoranz der Selbstherrlichkeit und spielen einen soziopathischen Patrioten der Überzeugung heuchelt und offen in paranoiden Parolen Schuldige für die Beschmutzung eines sonst so herrlichen Systems sucht und herbeiredet, oder aber indem wir uns als Opfer darstellen, als hilfslose Mittäter und Kollaborateure die nur zum Zweck des eigenen Überlebens handeln würden. Es gibt noch weitere Fluchtmöglichkeiten, doch alle haben sie eins gemeinsam: sie sind Illusionen. Du kannst vor deiner Verantwortlichkeit nicht fliehen, sie wird dich immer einholen, spätestens im Tod. Die Konsequenzen dieses Lebens sind real, sie treffen uns alle und damit einen jeden. Die Verantwortungslosigkeit unserer Generation wird das Leid unzähliger Menschen und Tiere zur Folge haben, unsere eigenen Kinder werden die Konsequenzen tragen müssen und noch die vieler weiterer Generationen. Sich in der heutigen Zeit für den Erhalt der althergebrachten Systeme einzusetzen bedeutet, dass man entweder intellektuell tatsächlich verblödet, oder aber ein sadistischer Soziopath ist der dringend der professionellen und unterstützenden Hilfe bedarf, der aber unter allen Umständen von einflussreichen Entscheidungspositionen ferngehalten werden muss. Unglücklicherweise sind derzeit gerade diese Soziopathen es, die die einflussreichsten Positionen in der Wirtschafts- und Finanzwelt besetzen. Die Welt steht Kopf. Es wird Zeit, dass wir aufwachen, aufstehen und unsere Verantwortung als Menschen, als Eltern, Brüder und Schwestern für und als das Leben übernehmen.



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in meiner emotionalen Reaktion auf Worte oder Verhaltensweisen anderer Menschen nicht die eigenen Persönlichkeitsprogramme wirken zu sehen,sondern meine Reaktionen und meine Emotionen auf diese Menschen zu projizieren, sie als Ursache und Schuldige für meinen Zustand zu sehen und mich entsprechend ablehnend und aggressiv zu verhalten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe in diesen emotionalen Reaktionen nicht die Möglichkeit der Selbstbefreiung zu sehen die sie darstellen, sondern mich in der Emotion der Wut beispielsweise verloren zu haben, diesen Zustand emotionaler Verwirrung und gedanklicher Raserei als real, als wirklich und substantiell gesehen zu haben obwohl im Moment gedanklicher Raserei das Leben aus der Hand gegeben an mir vorbeizieht während ich in gedanklichen Strukturen gefangen wie in einer Trance innerliche Fantasiewelten durchleben und dabei meine Selbstbestimmung, meine Eigenverantwortlichkeit und schlicht mein Leben völlig ignoriere.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in Momenten persönlicher Begegnungen in denen ich mich provoziert, beleidigt oder in irgendeiner Art emotional manipuliert fühle innezuhalten und nicht umgehend zu reagieren, zu atmen und mir die Vorgänge dieser emotionalen Reaktion vor Augen zu halten, die Kette der Erinnerungen und Zusammenhänge die mir innerlich immer zugänglich sind nicht zu ignorieren sonder sie zu erkennen und zu verstehen, so dass ich mir klar werden kann, dass ich selbst Herr dieses meines Momentes bin, dass ich nicht auf diesen Menschen oder das was er sagt reagiere, sondern aufgrund eines Programms das ich selbst mit gestaltet und zugelassen habe das in mir, meiner Persönlichkeitsstruktur und meiner Gedankenwelt arbeitet und dass jede Unterwerfung meines tatsächlichen Verhaltens, meines Atems, meiner Stimme, meines Körpers, meiner Worte unter diese Programmierung eine Selbstbeschränkung und Selbstaufgabe bedeutet und dass es daher in dieser Weise, auf diesem Weg auch nichts zu verteidigen gibt, das irgendeine Anstrengung dieser Art Wert wäre, sondern dass lediglich das Ego versucht sich selbst an diesen Emotionen und Erinnerungen zu nähren.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Tag 87/88/89 - Meine Experimente mit Selbsthypnose Einleitung (T1)


Dies wird ein mehrteiliger Blog von ungewisser Länge werden. Ein Ziel ist es, die Natur des Bewußtseins und seinen trügerischen Anspruch auf alleinige Identitätsgrundlage des Menschen zu entlarven und die Individualität, den freien Willen, die Entscheidungsfreiheit in unserer weltweiten Kultur der vergeistigten Individualisierung, der Selbstsucht und des rücksichtslosen Wettkampfes um imaginäre Ressourcen* grundlegend in Frage zu stellen.

Vor etwa zwei Wochen wurde ich das erste mal aufmerksam gemacht auf die 'Shows' und Experimente von Derren Brown, der in seinen Präsentationen mit Hypnose, Manipulation und Illusionen arbeitet und Menschen in unterschiedlichster Weise beeinflußt und vor allem auch beeindruckt, überrascht und dazu bringt Dinge zu tun, die sie sich normalerweise nicht zutrauen würden. Da ich mich selbst seit langer Zeit mich mit Psychologie 'auseinandersetze' und vor allen Dingen seit vielen Jahren mit und an mir selbst arbeite, daran meinen eigenen Geist, mein Bewußtsein und meine Handlungsmotivationen zu verstehen, zu erkennen warum ich wann wie reagiere, meine Emotionen und Gefühle zurückverfolge und mir klar mache woher sie kommen, wann und wie diese Reaktionsmuster entstanden sind und warum ich sie als gegeben und selbstverständlich annehme anstatt sie zu hinterfragen und eigenständig zu bestimmen, hat mich zunächst ganz besonders die Darbietung 'Fear and Faith' interessiert, in deren Verlauf Derren Brown und sein Team mit aufwendigem Einsatz eine Gruppe von Menschen einem Versuch unterzieht, bei dem es darum geht sie dazu zu bringen ihre Ängste zu überwinden. Es wird ihnen dafür ein Szenario bereitet das sie glauben lässt Teil eines wissenschaftlichen Tests mit einem neuartigen Medikament zu sein, das das Menschliche Hormonsystem beeinflußt und ganz gezielt die Angst unterdrückt, bzw. bekämpft. Das ganze Experiment läuft darauf hinaus, dass dieses Medikament in Wahrheit überhaupt nicht existiert und dass die verabreichten Pillen ledigleich Zucker beinhalten, also ein Placebo sind. Das faszinierende ist, dass fast alle Probanten in diesem sehr aufwendig inszenierten Test sichtbare und fühlbare Erfolge mit diesem Placebo erzielen und im Verlauf der Verabreichungsperiode fast vollständig angstrei werden. Doch der eigentliche Kernpunkt der mir besonders wertvoll erscheint ist der, dass die Teilnehmer auch nach der Offenbarung der Wahrheit über die verabreichten Pillen und ihre Wirkungslosigkeit nicht etwa zurückfallen in die früher erlebten extremen Ängste, sondern dass ihnen gerade durch die Erkenntnis, dass sie selbst diese Angst überwunden zu haben scheinen, das nötige Selbstbewußtsein und die Einsicht in die eigenverantwortliche Bearbeitungsmöglichkeit ihrer Denk- und Verhaltensmuster gegeben werden kann. Hier endet zwar das Experiment von Derren Brown, doch sollte in einer wirklich am Wohl der beteiligten Menschen interessierten Studie genau hier der eigentliche Weg in die Selbstbefreiung von akzeptierten und selbst erlaubten, einschränkenden Denkmustern erst richtig losgehen.
Denn was bedeutet diese Einsicht denn eigentlich genau, wenn ein sogenannter pathologischer Fall von Angststörung durch die Verwendung einer mentalen Hilfe allein, welcher Art auch immer diese sein mag, sich plötzlich als 'geheilt' herausstellt? Im Grunde doch nichts weiter, als dass hier eine existierende Programmierung des Bewußtseins durch entweder eine Umprogrammierung oder eine Umgehung eines bestimmten Abschnitts des ursprünglichen Programms aufgehoben wurde. Und letztenendes bedeutet diese Einsicht in die Möglichkeit dessen, dass auch die als einschränkend und belastend empfundene ursprüngliche 'Angst-Programmierung' eine eigens herbeigeführte, oder zumindest eine eigens erlaubte und zugelassene Programmierung war. Das gibt mir konsequent zu ende gedacht eine enorme Handlungsmacht über mich selbst zurück. Gleichermaßen aber natürlich auch eine enorme Verantwortung, denn von dem Zeitpunkt dieser Einsicht bin ich allein verantwortlich für das, was ich geworden bin, was ich jetzt bin und das was ich sein werde, mitsamt all den dazu gehörenden Konsequenzen. Interessanterweise kann diese Verantwortung wiederum eine gewisse Angst auslösen, die dann wieder dazu führt, dass ich mich der Eigenverantwortung für mein Leben und das Leben an sich bewußt und willentlich verweigere. Doch dazu später mehr.
Zurück zum berühmten Placebo Effekt, hier in einem Experiment von Derren Brown zum Thema 'Fear', also Angst. Ich selbst bin generell nicht überzeugt, dass der Placebo effekt per se schon zu einer 'Heilung' der Person führt. Im Besonderen nicht in einer Frage der Psychologischen Störung. Aus dem einfachen Grund, dass hier ein Glaube die Ursache der Veränderung ist. Ein Glaube ist aber in keiner Weise etwas, das beständig, zuverlässig und dauerhaft stark bleibt. Der Glaube ist im Grunde eine Selbsthypnose, entsprungen aus einem vielschichtigen Denk- und Wertemuster, motiviert durch mannigfaltige Persönlichkeitsaspekte die letztenendes nur der Person die 'glaubt' allein zugänglich sind, in vielen Fällen - und das ist meine persönliche Behauptung - aber überhaupt nicht von ihr in Betracht gezogen werden. Die aus der Unwissenheit über die Funktionsweise des eigenen Bewußtseins erwachsenden Sehnsüchte und Bedürfnisse nach mentaler (Selbst-)Sicherheit und Stärke werden mit allen möglichen dem Bewußtsein dargebotenen Hilfs- und Ersatzwerten scheinbar befriedigt. Doch bedarf es für den Glaubenden immer eines gewissen Einsatzes, einer dauernden Anstrengung für die Aufrechterhaltung des Glaubens. Stetig muss sich mental vergewissert werden, dass man noch auf dem 'richtigen Dampfer' ist. Das Gebilde muss standhaft bleiben und daher immer wieder an die tatsächliche Erkenntnis- und Erlebniswelt angepasst werden, bzw. umgekehrt. Dieser ewige Gedankenprozess der Selbstrechtfertigung ist Natur und Drang des Glaubens zugleich und wird, wenn man sich ihm hingibt, zur Lebensmotivation des glaubenden Menschen. Doch was passiert bei dem Versuch, das eigene Erleben der Wirklichkeit an die vergleichsweise beschränkten Strukturen des Glaubenssystems anzupassen, bzw. was ist Voraussetzung dafür, dass dies überhaupt für einen selbst glaubhaft umgesetzt werden kann?
- Die Ignoranz. Der Unterschied zwischen Glauben und Wissen, zwischen Ignoranz und Akzeptanz ist der, dass Glauben nur dann von Bedeutung ist, wenn ich nicht wissen will. Nur in der willentlichen Ignoranz gegenüber der Wirklichkeit wie sie ist, meiner eigenen Wirklichkeit der Person die ich bin und der Wirklichkeit der Welt, meines Umfeldes, ist Glaube notwendig. Wenn ich die Wirklichkeit so annehmen kann wie sie ist, und das meine ich nicht fatalistisch, sondern zur Schaffung eines selbstbestimmten Ausgangspunktes der Akzeptanz der Dinge, um zu wissen was ist und was notwendig ist verändert zu werden und warum, dann ist ein Glaubenssystem überflüssig und hinderlich. Es kann nur dazu dienen, mich selbst absichtlich zu belügen um mir ein gewisses Gefühl von Wohlbehagen zu vermitteln, für dessen Motivation es wiederum eine innere, ehrliche Antwort gibt, vor der ich die Ignoranz als Voraussetzung für meinen Glauben vorziehe.
Daher ist es meiner Ansicht nach von besonderer Bedeutung gerade in dem Moment der Erschütterung und des Zusammenbruchs dieses Glaubenssystems und der Erkenntnis, dass die eigentliche 'Macht' zur Veränderung in den eigenen Händen liegt einen Weg aufzuzeigen, wie mit dieser 'neuen' Verantwortung sozusagen 'verantwortungsbewußt' umgegangen werden kann. Denn natürlich ist der betreffende Punkt der hier durch den Placebo behoben wird, hier das Denkmuster der irrationalen Angst, nur ein Teil des komplexen Systems der Persönlichkeit und Charakters. Und die Gefahr ist natürlich sehr groß von dieser zunächst wankenden Position der Eigenständigkeit in diesem einen Punkt in das nächste Muster der Selbstrechtfertigung und Ignoranz zu verfallen. Das System der inneren Gedanken der Persönlichkeit ist durchaus in der Lage hunderte von Erklärungen und Gründen zu entwerfen, die diese Wirkung des Placebo-Effekts, der ja zunächst nur erfahren, nicht aber en detail verstanden wird, zu entmachten. Erst wenn ich wirklich verstanden habe was da in mir vorgeht, woher diese Gedanken und Werturteile kommen, dass ich selbst sie kreiert habe und wie, kann ich von einem eigenständigen und selbst-sicheren Standpunkt aus mich und mein Verhalten selbstehrlich analysieren und dauerhaft verändern.
Der Placebo Effekt umgeht diesen Weg der Selbstanalyse zunächst und führt ein Ergebnis herbei, das vor allem von außen generiert wird. Er braucht von Vornherein ein Machtverhältnis das es erforderlich macht, dass jemand 'Weiß' und ein anderer 'Ignorant' ist, also lediglich 'glaubt'.
Genau dieses Abhängigkeitsverhältnis durch das Vorenthalten von Information ist es, das seit Jahrtausenden die Menschen manipulierbar und unfrei macht. Das in diesem Fall gewaltsame Zurückhalten von Information, Wissen und anderen Ressourcen befähigt die Machthabende Elite dazu, nach freiem Dünken mit den Interessen, den Emotionen, Bedürfnissen, Verlangen und vor allem dem Glauben der Menschen herumzuspielen und sie zu allen erdenklichen Handlungen anzuregen, sie zu manipulieren und glauben zu lassen, dieses erbärmliche, versklavte Leben das sie führen sei ihnen nicht nur von Schicksal oder einer höheren Macht zugeteilt, sondern sei auch ihre ganz persönliche Bestimmung, eine Prüfung für die sie später entlohnt würden, nach ihrem Tod, in einer anderen Welt, in einem völlig irrationalen und wahnhaften Glaubensgebilde der Vorstellung.
Wenn man es so betrachtet, und das sollte man tun, dann stellt sich vielleicht heraus, dass wir alle in einer Art Placebo-Welt leben, dass unsere ganze Kultur, unser Streben, unsere sogenannten Werte und Wünsche und Ideologien nichts Weiter als Ergebnisse eines aus grundlegender Ignoranz, Manipulation in Form von Erziehung, gesellschaftlichem Druck, Ausbildung und nicht zuletzt der Alternativlosigkeit des Angebots geborenen Glaubenssystems sind, und dass wir die Erfüllung die wir suchen letztlich lediglich im Geist erleben, sprich in unserer Einbildung. Ist das nicht im Endeffekt die größte Motivation des Konsum-Menschen unserer Zeit geworden, dass er ein dauerhaftes Glücksgefühl, eine dauerhafte emotionale Befriedigung erlebt? Ist nicht längst alles Lebendige, Bewegte, eigenständige herausgefiltert aus den persönlichen Zielen, aus der Selbstwahrnehmung als Mensch unter Menschen, als Leben unter Lebenden?

Doch ich weiche zu weit vom Thema ab.
Er, der Placebo-Effekt, kann also vor allem als eine 'Traumatisierung' dienen, die der in seinem Glauben erschütterte und vom Ergebnis überraschte Probant dann zum Anlass nehmen kann, sich für die Erforschung seiner Selbst, seines Bewußtseins, seiner Gedanken, seiner Persönlichkeit und seiner emotionalen Reaktionsmuster zu entscheiden.
Diese Entscheidung ist es, der wir durch stetige Selbsthypnose, unterstützt von außen durch das von uns selbst kreierte System zu entgehen versuchen. Je weiter dieses System in all seinen Ausprägungen vorangeschritten ist, je mehr wir uns verkrochen haben in unsere Gedanken- und Vorstellungswelten, je mehr wir uns angestrengt haben uns über den Geist, unsere Gedanken und unsere innere, Bildhafte Selbstwahrnehmung zu identifizieren anstatt nach außen zu gehen, zu leben, eigenständig, selbstgesteuert und selbstbestimmt, desto schwerer und unmöglicher scheint uns der Schritt zurück zu selbstehrlicher Eigenverantwortung geworden zu sein. Wie könnten wir auch heute, angesichts all der Informationsmittel, der Flut an Wissen um und über die Zusammenhänge, die unvorstellbar grauenhaften Konsequenzen unserer Lebensweise überall auf der Welt die eigene Verantwortung für all das akzeptieren, ohne dabei den Glauben an uns selbst zu verlieren? - Oder ist es gerade das, was uns zu diesem Schritt befähigen würde? Den Glauben zu verlieren? Wäre dieser Verlust des Glaubens nicht einfach eine Konsequenz der akzeptierten Einsicht in die Dinge wie sie sind? In all das, was 'der Fall' ist? Was ist Glaube wert, wenn er lediglich ein Gedankenkonzept bleibt? Was bedeutet es schon, an sich zu glauben? Sollte ich nicht alles daran setzen, dass ich das, was ich als Intention und als Motivation für mein Leben einsetze auch tatsächlich lebe? Und zwar in jeder Sekunde und mit jedem Atemzug? Sollte ich nicht selbst dafür stehen können, was ich selbstbestimmt entscheide zu sein?
Natürlich, denn das ist die Umsetzung des menschlichen Potentials, die Ausübung meiner Selbst, das Leben in völliger Angstfreiheit und Akzeptanz der eigenen Verantwortlichkeit. Und dann stellt sich die Frage nicht mehr, wer oder was schuld ist an den Umständen die beispielsweise dazu führen, dass das Leben sinnlos millionenfach ausgeblutet, gequält, missachtet und verbraucht wird, zum alleinigen Zweck einer Systemerhaltung die nur noch durch das ängstliche Festklammern der illusionären Persönlichkeiten an den gewohnten Strukturen weiterverfolgt wird, die immer mehr und immer brutalere Taten zu rechtfertigen versucht, einzig durch selbstgerechte Argumente, die die Feigheit des Charakters, die verängstigte Engstirnigkeit, das bremsende und beschränkte an ihm verbergen sollen. Schuld ist kein Thema mehr für den lebendigen Menschen. Schuld ist etwas für Feiglinge. Die Tat die erforderlich ist wird entweder erkannt und akzeptiert, oder man zieh es vor sich selbst als das Leben aufzugeben, sich hinzugeben und zum Werkzeug einer zerstörerischen und lebensfeindlichen Systematik zu werden. Das eigentliche Problem das zu den äußeren Systemen führt liegt in dem Bewußtsein jedes einzelnen Menschen und somit auch in der Verantwortlichkeit jedes einzelnen. Klage ich mich selbst an, neige ich dazu mich zu verurteilen und in einem gedanklich- emotionalen Konzept des Selbstmitleids und des Selbstbedauerns mich entweder selbst außer Gefecht zu setzen indem ich resigniere, oder aber in Frust und Verbitterung zu Aggression und Gewalt übergehe, in dem trügerischen Glauben vielleicht auf diese Weise, durch das Erschaffen von Feindbildern und das stecken künstlicher Fronten als 'Krieger' und 'Rebell' meine Überzeugung zu vertreten und mich vielleicht doch nicht selbst verraten zu müssen. Doch ist diese Entscheidung ebenso ein 'außer Gefecht setzen' wie die Resignation, denn das Strampeln und verzweifelte Kämpfen gegen die Auswirkungen des Systems ist immer zum Scheitern verurteilt, es ist sogar ein in das System integrierter, einkalkulierter Bestandteil, der keinerlei Änderung des übergeordneten Paradigmas hervorruft, sondern eher noch die Zwänge, die Macht der Unterdrückungs- und Verängstigungsmechanismen verstärkt, weil diese Bewegung weitere Rechtfertigungsgründe liefert die Freiheit und Eigenverantwortlichkeit der Menschen noch weiter einzuschränken.
Die EInsicht und die akzeptierende Annahme, das Willkommen heißen der eigenen Vernatwortlichkeit für das Leben, als das Leben ist der einzige Schlüssel, der offensichtliche Schlüssel zur Überwindung der Menschheit und des Menschenbildes das dieses System, diese Welt und alle Konsequenzen ihrer Lebensweise akzeptiert und zugelassen hat. Wir, jeder Einzelne von uns, sind Mitschöpfer aller Dinge die wir geschehen lassen. Und daher können wir nur uns selbst als unabdingbaren Teil der menschlichen Welt verändern, indem wir die Strukturen in uns selbst erkennen und auflösen, die uns zu einem tragenden Teil eben dieser Systematik haben werden lassen. Hierzu kann unter vielen anderen Aspekten der Funktionsweisen des menschlichen Bewußtseins eine so unterhaltsame, verblüffende und vielleicht sogar erschütternde Präsentation des Placebo-Effektes oder auch der Hypniose als direkte Um-Programmierung eine Hilfreiche Anleitung sein, ein Ansatzpunkt an dem die Infragestellung all der bisher von uns selbst als selbstverständlich und unveränderbar angenommenen Prozesse, Phänomene, Gesetze der menschlichen Natur, unserer Persönlichkeit, Emotionen und Neigungen beginnen. Denn hier wird direkt offensichtlich wie viel Einfluss wir unserem Bewußtsein über unser Leben geben. Hier wird deutlich, dass wir durch diese Erlaubnis nicht nur die Selbstkontrolle über unsere eigenen Entscheidungen dem Unterbewußtsein und unserer angenommenen Persönlichkeitsstruktur in fatalistischem Treuen Glauben übergeben, sondern dass wir uns dadurch selbst programmierbar machen, uns selbst immer weiter einem scheinbar übergeordneten System freiwillig unterordnen, dessen Schöpfer und Ernährer wir selbst sind, auch dann wenn wir offen sehen, dass es nicht dem Leben dient, dass es uns selbst einschränkt, dass wir uns dadurch selbst gefährden und unausweichlich zerstören. Doch wir haben uns von Generation zu Generation unendliche Ideologien, Philosophien und Glaubensstrukturen eingerichtet, die unser Empfinden an genau vorgegebenen Wertstrukturen interpretieren und passend machen für unsere Vorstellung und Idealisierung eines Lebens, das nur in unseren Köpfen stattfindet, das eine Theorie ist die einer völlig irrationalen Prämisse folgt, nämlich der Glaubensvorstellung wir wären lediglich relevant als die gedankliche Vorstellung unserer Persönlichkeit, unser Leben und unser Sein würde sich ausschließlich darüber definieren was wir fühlen, denken und glauben, wobei das körperliche, offensichtlich reale, physische Leben nichts weiter als eine Einbildung, ein Konstrukt unseres Bewußtseins wäre, das zwar real genug erscheint, als dass wir uns nicht einfach so über die ihm zugrunde liegenden Gesetze hinwegsetzen und beispielsweise nur von Licht und Luft leben oder gar keine Schmerzen mehr empfinden könnten, auch wenn sich dieser Glaube dass einige Menschen dies schaffen könnten oder geschafft hätten hartnäckig als Gerücht hält, aber das eben nur abhängig von unserer Wahrnehmung existiere und geschaffen von unserem Geist, unserem Bewußtsein quasi in seiner Existenz diesem folge. Die offensichtliche Realität freilich zeigt uns ganz klar und simpel, dass genau das Gegenteil der Fall ist und die Menschen, selbst jene die sich mit größter Anstrengung von diesem Selbstbetrug überzeugen wollen, leben auch nach wie vor entsprechend der Gesetzmäßigkeiten und Bedingungen des körperlichen, organisch-physischen Lebens und nicht etwa nach einer rein spirituellen Lebensart. Lediglich die Konzeptuellen Bedingungen, die Erziehung, Ausbildung und mentale Programmierung der wir uns selbst aussetzen versucht auf subtile oder auch offenkundige Weise diesen Ethärischen Aspekt des Lebens, dieses Produkt einer Einbildung eines in sich selbst verhedderten Bewußtseins einzuweben und zu vermitteln, als wären wir als Menschen etwas Besonderes, etwas Spezielles, etwas Höherwertiges als alles andere Leben. Die Folgen dessen, die Konsequenz dieser überwertigen und trügerischen Selbstidentifikation in ihrer Ausprägung einer selbstsüchtigen Hatz, einer rücksichtslosen Verfolgung des Selbstinteresses eines jeden Bewußtseins, ohne Achtung vor dem Leben das uns alle eint, die Zerstörung unserer biologischen Grundlagen und die arrogante Haltung gegenüber unseren körperlichen Notwendigkeiten, die geradezu lächerlich naiv anmutet wenn man sich traut sich des 'gesunden' Menschenverstandes zu bedienen, all diese Folgen die in Ungleichheiten, Ausbeutung, Vernichtung und Versklavung allen Lebens münden sind und bleiben aber durchaus körperlich und physisch spürbar. Es sind Menschen, Tiere, Lebewesen die diese Qualen als Konsequenzen unerer Ignoranz tagtäglich fühlen und erleiden, sehr real und sehr körperlich. Kein spiritueller Weg führt darüber hinweg oder gar darunter hindurch. Keine Religion, Kein Guru und kein Schamane hat es bisher gemeistert dieses Leiden zu lindern, kein Licht-Arbeiter hat jemals einem Kind einer ausgebeuteten, verarmten Familie den Hunger genommen, hat jemals einen Kranken geheilt oder einen dauerhaften, stabilen Zustand des Friedens und der Gleichheit begründet.
All das konnte bisher nur der Tod erreichen.

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Die erste und letzte und vielleicht stärkste Bastion der Selbsgerechten Wahl und Entscheidung für die Ignoranz ist unser Geldsystem. Durch Geld und die Zwänge, Ängste und Sehnsüchte die damit verbunden sind/werden finden wir in unserem Leben immer wieder angenehme, scheinbar erlösende Entschuldigungen und Ausreden uns NICHT für das Leben und die Eigenverantwortung entscheiden zu können. Wir zwingen uns sozusagen selbst in die Ignoranz, in die Verlogenheit und Unehrlichkeit uns selbst und dem Leben gegenüber. Warum uns selbst? Weil wir natürlich Schöpfer eben dieses Geldsystems sind. Weil wir in uns den Samen für die Frucht dieser kapitalistischen Ausbeutungsmaschinerie tragen, eben durch die isolierte Selbstidentifikation als rein gedankliche Existenz, abgetrennt von allem anderen, sogar abgetrennt von unserem Körper stellen wir uns uns selbst vor. Doch diese Unabhängigkeit ist so imaginär wie der Weihnachtsmann denn niemand lebt tatsächlich in dieser Form, als dieser Mensch den er als Bild in seinem Kopf trägt. Und vor allem hat niemand als diese Persönlichkeit tatsächlich eine Eigenständigkeit, eine Individualität, ein tatsächlich freies Bewußtsein oder gar einen freien Willen. Und genau das offenbart beispielsweise die Hypnose, die gezielte Manipulation, die Programmierung eines Geistes, eines Bewußtseins. Nicht unbedingt dadurch, dass auf jeden Fall und immer ein Mensch unter Hypnose zu allen nur erdenklichen Handlungen gebracht werden kann, denn das ist ja auch so nicht der Fall, sondern einfach durch die Tatsache, dass dieses direkte Ansprechen des Unterbewußtseins diesen immens großen Einfluß entlarvt, den es in all seiner Strukturierung die wir ihm auf unserem Lebensweg mit eingegeben haben, auf unser 'bewußtes' Leben, unsere Entscheidungen, auf das was wir Intuition nennen, auf unsere Ängste und Befürchtungen, unsere Neigungen und Vorlieben hat.

Was ist dieser Vorgang, den wir Anpassung nennen, den wir als Gewöhnung bezeichnen, wenn nicht die Umstrukturierung unserer innersten Lenkungsmechanismen entlang den Bedingungen eines bestimmten Umfeldes? Wir glauben nach einer 'Gewöhnungsphase', dass wir genau die Dinge, die uns in dem uns umgebenden Umfeld angeboten werden auch zu wollen, wir richten unsere Bedürfnisse an den Angeboten aus und glauben dann, wenn wir den Gewöhnungsprozess abgeschlossen haben, zufrieden damit zu sein, mehr noch, wir überzeugen uns selbst, dass diese Wahl, diese Entscheidungsmöglichkeiten die uns dargeboten werden unseren innerste, natürlichsten Wünschen entsprächen. Doch können die Werte und Ideale die wir unserem Leben abverlangen unterschiedlichster Natur sein, was sich in den mannigfaltigen Ausprägungen der Persönlichkeiten zeigt, nicht nur in den extremsten Unterschieden regional distanzierter Kulturen, sondern auch innerhalb eines Systems einer einzigen Gemeinschaft, bzw. einer Gesellschaft.
Die Frage die wir uns stellen müssten ist die nach dem eigentlichen Nutzen, nach der Nachhaltigkeit, der Sinnhaftigkeit und vor allem dem gemeinschaftlichen Wohl aller beteiligten, und das sind, wenn man vom Leben selbst ausgeht, alle Lebewesen dieser Existenz. Doch für die ehrliche und aufrichtige Beantwortung dieser Fragen muss der Paradigmenwechsel vollzogen werden, der die Selbstwahrnehmung aus der Sphäre der isolierten Identifiketion durch Gedanken und die täuschende Spiegelung der eigenen Person in der Außenwahrnehmung heraushebt und wieder in das Leben direkt überträgt, so wie es sich physisch real im Moment fordernd und wirkend präsentiert. Jeder Versuch der Abgrenzung, der selbstgefälligen Abhebung vom Ganzen des Lebendigen trägt zur Selbsttäuschung bei und mach das Wesen empfänglich für jedwede Art der Manipulation. Je mehr man sich herausstellt, sich der Einbildung des eigenen Mehrwertes hingibt, desto mehr wird man zu einer Marionette, zu einem unselbständigen, fremdbestimmten Objekt der Manipulation. Denn die Flucht in die eigenen Gedanken ist eine Flucht in ein Gebilde das nicht einmal authentisch ist, das überhaupt nicht einem eigenen Impuls, einem individuellen Quell, sondern lediglich der nach persönlichen Erziehungs- und Erfahrungsmustern interpretierten Version einer bereits geformten Umwelt entspringt. Darüber sollte man sich bewußt werden, wenn einem an Eigenständigkeit, Individualität und Selbstbestimmtheit gelegen ist. Verantwortungsbewußter Umgang mit der menschlichen 'Gabe' des bewußten Handelns, Planens und Entscheidens bedeutet, sich über die Funktionsweise der eigenen Vorstellungen, der eigenen Empfindungen und durch Gedanken gebildeten Ideologien klar zu werden, zu lernen, sich selbst zu verstehen, sich zu ergründen ohne all sein Erleben, Denken und Empfinden durch den Filter einer übertragenen Prämisse zu betrachten. Das bedeutet sich selbst in Selbst-Ehrlichkeit zu schulen, sich selbst immer wieder zu hinterfragen, die eigenen Motive zu erkennen und ihr Entstehen zurückzuverfolgen bis der Ursprung deutlich ist und damit auch die Konsequenz in ihrer wahren Bedeutung. Allein in diesem Prozess werden einem jeden unzählige Beispiele der Selbsthypnose, der Gehirnwäsche und der suggestiven Manipulation bewußt werden von denen man bisher nichts geahnt hatte, die in ihrer gelebten Konsequenz aber unsere Entscheidungen und scheinbar frei getroffenen Entschlüsse mitbestimmt haben. Ein ernüchternder, aber auch befähigender Prozess, und gerade hier liegt der Kern des eigenständigen Verantwortungsbewußtseins, das uns dazu befähigt frei zu werden von Manipulation, Selbstbetrug und einem gebückten, sich ständig entschuldigenden Leben.
Kann ich immer und in jedem Moment für mich und meine Entscheidungen geradestehen ohne mich rechtfertigen zu müssen, ohne etwas verbergen zu müssen oder das Gefühl zu haben nicht ganz allein verantwortlich zu sein?

Fortsetzung folgt...


- der letztlich die realen und lebensnotwendigen Ressourcen zu reinen Unterhaltungszwecken einer Minderheit dem Großteil der Weltbevölkerung raubt und vorenthält, um daraufhin diese gewaltsam kreierte Schwäche noch schamlos auszunutzen, - 


Montag, 29. Oktober 2012

Tag 73 - Selbstvergebung zur Akzeptanz und Selbstaufgabe an das Bewußtseins/System

AlicePopkorn / Foter / CC BY-ND

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, ein mitwirkender und unterstützender Teil eines Gesellschaftssystems zu werden das durch und durch vom Geldsystem bestimmt und durchsetzt ist, dessen einzige Prinzipien und Werte der schnelle Profit ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit oder die Bedürfnisse und Interessen anderer ist und das aufgrund dieses Ausgangspunktes und durch unser aller Mitwirkung das Leben in allen nur erdenklichen Bereichen ausbeutet, manipuliert und den Interessen des reinen Profits, repräsentiert durch die in den jeweiligen Positionen sitzenden Menschen, deren persönliche Ideologie und Philiosophie der Ursprung dieser Projektion als die Manifestation der selbstgestalteten Menschlichen Natur des Selbstinteresses sind, anpasst.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich immer wieder in gedanklichen Selbstrechtfertigungen zu verstricken wenn es darum ging die eigene Verantwortung für meine Entscheidungen zu übernehmen und es mir dort wo ich mit den Konsequenzen meiner Entscheidungen nicht einverstanden war nicht erlaubt habe meinen eigenen Ausgangspunkt und meine ursprüngliche Motivation zu prüfen, anstatt Schuldige und Verantwortliche außerhalb meiner Selbst zu suchem.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, die Methoden eines Systems das auf persönliche Vorteile und Profit auf Kosten anderer ausgerichtet ist als 'legitim' zu betrachten, selbst da wo die Konsequenzen offensichtlich lebensfeindlich und bedrohlich sind, nur weil ich nicht bereit war meine Verantwortlichkeit als Teil dieses Systems bedingungslos zu akzeptieren und zu erkennen, dass wir durch unsere Selbstaufgabe und Fügung/Anpassung an dieses System es in dieser Weise aufrecht erhalten und dass es sich keineswegs um eine 'höhere' Ordnung handelt die uns diese Lebensweise auferlegt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich meinem Bewußtsein in seiner manipulierten Programmierung in leichrsinnigem Vertrauen in 'die Gesellschaft' zu unterstellen, den in das Bewußtsein eingepflanzten 'Verlangen' und den damit verknüpften Vorstellungen, Bildern, Ideologien teils durch die Werbung aber auch durch die Anwendung der Verhaltens- und Bewertungsprinzipien von Menschen in meinem Umfeld im Glauben an das 'höhere Gute' das ich hinter menschlichem Streben vermutete nachzugeben, in Selbstverblendung wider besseren Wissens diese Verhaltensweisen und Denkweisen mir zu eigen gemacht und dadurch einem offenkundig nicht dem Leben und der Würde des Lebens dienlichen System gedient zu haben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt und es nicht zugelassen habe mich der eigenverantwortlichen Entscheidung zu stellen diese Prinzipien des Systems zu offenbaren, in mir und durch mich selbst, sie zu dekonstruieren und darzulegen so dass ich für mich selbst und gegenüber anderen zu meinen Entscheidungen als dieser Mensch der ich bin ohne mic auf andere berufen zu müssen stehen kann, sondern dass ich in der Akzeptanz meiner einprogrammierten Angst vor der Eigenständigkeit gegenüber allen Wertvorstellungen, Normen und Ideologien die ich als Mensch vorgefunden und im Laufe meiner Entwicklung übernommen habe die stillschweigende Anpassung an die Prinzipien des Systems vorgezogen und den Versuch unternommen habe mich zwar geistig abzutrennen, aber im Leben selbst die Methoden der Manipulation und der Ausnutzung ungleicher und ungerechtfertigter Privilegien, wie beispielsweise den Umstand dass ich in einem in dieser ungerechtfertigten Ungleichheit privilegierten Teil der Welt geboren wurde, anzuwenden um mich und mein Leben, meinen Persönlichen Bereich und mein persönliches Interesse abzusichern, alles in der gewollten Entscheidung die Konsequenzen und den Selbstverrat sowie meine Verantwortlichkeit als das Leben dabei zu ignorieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, dass ich mich in dieser freiwillig gewählten Ignoranz trotz der offensichtlichen Unzufriedenheit und der inneren Konflikte die ich dabei ausgefochten habe und die mich abgehalten haben davon wahrhaftig zu leben, selbst angegriffen, meinen Körper misshandelt und mein Umfeld terrorisiert habe, dass ich mir nie eingestehen wollte dass ich einfach nicht für mich selbst stehen kann, dass ich mich selbst betrüge und versuche einen Schein nach außen zu wahren als wäre ich glücklicher, zufriedener Teil dieser 'Machenschaften', und dass ich obwohl ich auch einen 'rebellischen' Charakter entwickelt hatte nicht sehen wollte, dass dieser ein sinnloses Unterfangen war, ein zum Scheitern verurteilter Versuch sich doch noch so etwas wie Selbstehrlichkeit zu bewahren, nur dass man eben diese nur Spielt, eine Rolle übernimmt von der man eigentlich weiß, dass sie keine wirkliche Veränderung bedeutet, weil diese Rolle zum Skript der selben Systematik gehört gegen die man angeblich rebelliert, vor allem aber dass ich mich nicht des Verstendes bedient und mir vergegenwärtigt habe, dass jeder Versuch nach außen zu 'kämpfen', gegen ein System das einen zu dem gemacht hat was man ist, ohne zunächst sich selbst komplett zu dekonstruieren und selbstbestimmt neu aus und aufzurichten, als Mensch, um als Beispiel, als Beweis für sich und andere eigenständig neu 'auferstehen' zu können niemals etwas ändrt an den gegebenen Umständen, sondern diese eher noch verstärkt, da eben durch dieses Vorgehen das angeblich 'gegen' das System gerichtet ist, aber von einem Standpunkt des 'persönlichen Interesses' ausgeht, also der Person die ein Resultat, ein Ergebnis eben dieses Systems ist die Energie des Lebens, des eigenen Lebens für den Antrieb der systemischen Strukturen 'verbrennt'.

Selbstkorrektur und -Ausrichtung folgt...

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Montag, 24. September 2012

Tag 47 - Angst, Erlaubnis, Akzeptanz: Grundvariablen menschlicher Selbst-Programmierung



Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich selbst zu programmieren durch meine Akzeptanz und die unhinterfragte Annahme der Normen und Werte einer Gesellschaft die einzig auf Repräsentativen Schein ausgelegt ist, die den Menschen als sein Selbst ignoriert und die einzelnen Individuen zu verängstigten sich hinter vorgegebenen Fassadenidentitäten versteckenden kreaturen degradiert, beziehungsweise die den Menschen in einer solchen Weise von Kindesbeinen an manipuliert, beeinflußt und verängstigt, dass er sich ganz und gar in der Scheinexistenz seiner imaginären Gedankenwelt als Persönlichkeit verliert ohne den Bezug zu sich selbst als körper, als physisches Leben in Einheit und Gleichheit mit allem Leben von sich aus, eigenständig wieder herstellen zu können oder zu wollen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe ein System zu unterstützen und mitzutragen, welches mich selbst in existentieller Unsicherheit verweilen lässt, ob in materieller oder mentaler Hinsicht, das mich in meiner Selbstidentifikation hundertprozentig abhängig macht von den Gedanken- und Wertstrukturen die vorgegeben die Reaktionen hervorrufen sollen die dem vergeistigten Selbst als Rückversicherung seiner Existenz dienen und für deren Hervorrufen es sich völlig dem Konsum der vorgegebenen Symbole und Verhaltensweisen hingeben muss.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt und es nicht zugelassen habe, mich in eigenverantwortlicher Entscheidung den Konsequenzen meiner Untätigkeit und wehrlosen Akzeptanz der vorgegebenen und antrainierten Denk- und Verhaltensmuster zu stellen, sie mir selbstehrlich zu vergegenwärtigen, mir zu vergeben und selbstbestimmt in Erkenntnis meiner Selbst zu leben, zu handeln und zu entscheiden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in meiner Unzufriedenheit mit mir selbst nicht den Drang des Lebens selbst zu erkennen, sich in mir und durch mich zu entfalten, sich an den Prinzipien des Lebens selbst in Einheit auszurichten, sondern dass ich es mir erlaubt habe die Denkstrukturen des geformten Bewußtseins zur Selbstrechtfertigung meines Ich-bezogenen Verhaltens und der selbstgefälligen Wahrnehmung und Interpretation der Umstände zu benutzen, ohne mir dabei selbstehrlich klarzumachen, dass diese Anstrengung der gedanklichen Rechtfertigung nur auf einer Scheinlogik basiert, die einzig und allein in meiner begrenzten, beschränkten Gedankenwelt Gültigkeit hat und nicht real und praktikabel auf die Wirklichkeit übertragen werden kann, und dass genau dieses Denken und Verhalten der Menschen eine Ursache für den Missbrauch des Lebens, die untragbaren Zustände und die vom Menschen willentlich kreierte Ungleichheit ist, da das Ego in dem Versuch sein Selbstinteresse zu rechtfertigen nach Ursachen außerhalb seiner selbst sucht, was in zweierlei Hinsicht eine Verirrung ist, nämlich einerseits deshalb, weil das Ego als 'Persönlichkeit' einzig in Gednken existiert, also nicht feststehend, greifbar (auch nicht gedanklich greifbar) wirklich existiert, und zweitens weil es sogar in seiner imaginären Existenz niemals abgetrennt vom Ganzen der Existenz sein kann, schon allein weil es in seiner Rückversicherung und Selbstüberzeugung auf das 'Feedback' seiner Umgebung angewiesen ist, und zwar im 'positiven' wie auch im 'negativen' Sinn.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe eine Persönlichkeit aufzubauen, zu entwickeln und zu 'kultivieren', die in jeder emotionalen Reaktion, in jedem Unwohlsein, jeder Verängstigung und jedem Streben nach Zufriedenheit und Vollendung Gründe und Ursachen in symbolischen Verkörperungen bestimmter Ideale sucht, die immer repräsentiert werden durch 'andere', durch 'Objekte' und 'Zustände' die ausserhalb der eigenen als isoliert wahrgenommenen Person stehen, und dass ich es nicht erkennen wollte, dass dadurch eben meine Selbstbestimmung aufgegeben und ersetzt wird durch einen künstlichen Lebenstrieb, einen falschen Lebenswillen welcher das Bewußtsein allein als Schnittstelle zum eigenen Selbst als dieser Lebensform benutzt und den Fokus eben einzig auf diese im Bewußtsein gestaltete Entität 'Ich' als Person lenkt, so dass die ganze Wahrnehmung des Lebens sich nicht mehr auf die grundlegenden, allen Lebensformen gemeinen Prinzipien richtet, sondern auf eine virtuelle Welt der vergeistigten Werte, einem in sich geschlossenen gedanklichen System welches durch unser aller Akzeptanz und Erlaubnis allein sich verselbständigend die Herrschaft und Kontrolle über jeden einzelnen Menschen und über das Leben selbst erlangt.

Ich bestimme mich selbst als das Leben in jedem Moment des Lebens zu der Erkenntnis und Akzeptanz meiner eigenverantwortlichen Teilhabe am menschlichen Dilemma unserer Zeit und aller Zeiten, zu der Erkenntnis dass es keine vereinzelte, allein verantwortliche Gruppe gibt, dass es kein Feindbild geben kann, dass jedwede Zuschreibung von Schuld und Verantwortlichkeit eine illusion der Selbstrechtfertigung eigener Untätigkeit ist, und dass wir Gefangene unserer eigenen Kreation, dem System, dem Misstrauen das daraus entsteht, der irrationalen Angst vor dem eigenständigen Leben und der verantwortlichkeit der eigenen Entscheidung sind und uns nur dann daraus befreien können, wenn jeder einzelne Mensch sich der Programmierung seines Bewußtseins, der Verblendung seiner eigenen Existenz als LEBEN bewußt wird, wenn wir uns jeder für sich selbst dafür entscheiden endlich die Verantwortung für unsere Existenz als Menschen zu übernehmen und uns nicht mehr zu verstecken suchen hinter Scheinerklärungen, spirituellen und religiösen Fantastereien, den Geschichten die wir uns selbst jeden Tag erzählen und die wir nur durch betäubende Wiederholung gepaart mit aus Angst geborener Ignoranz glauben wollen.

Ich bestimme mich selbst als das Leben dazu, mir selbst und unter Umständen auch für andere ein Beispiel zu geben, dass diese Selbstbestimmung in selbstehrlicher Eigenverantwortung das ist, was den Menschen als LEBEN ausmacht, dass darin seine wahre Fähigkeit, sein Potential liegt produktiv und dem Leben zugewandt sich zu entfalten, dass er durch seine bewußte Entscheidung in jedem Moment selbstbestimmt und selbstgesteuert zu SEIN überhaupt erst lebendig wird.

Ich bestimme mich selbst als das Leben dazu, die Programmierung die mich zu einem sich selst belügenden, das Leben missbrauchenden, selbstsüchtigen Roboter hat werden lassen zu analysieren, zu dekonstruieren, bloßzustellen und als das zu offenbaren, was sie tatsächlich ist: eine Krankheit, ein das Leben als die es selbst bedingende Quelle verbrauchendes und zerstörendes Geschwür in das sich das Bewußtsein selbst hineininterpretiert, das wir selbst immer wieder nähren und zum wachsen bringen in völliger Blindheit gegenüber den realen, offenbaren Konsequenzen für das Leben das wir sind.





Dienstag, 19. Juni 2012

Tag 28 - 'Dead Man Talking' Die Gehässigkeit der eogozentrisch intentionierten Kommunikation


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich auf psycho-Spielchen anderer Menschen einzulassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe zu glauben, ich könne mich von dem unangenehmen Gefühl das ich durch meine Teilnahme an missbräuchlichen psychologischen Interaktionen empfinde befreien oder mich erleichtern, wenn ich mit anderen Menschen über die betreffenden Personen rede um mich in meinem Empfinden zu bestätigen/zu rechtfertigen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe dass ich nicht die trügerische Scheinhaftigkeit meiner Existenz als diese Person die ich zu sein glaubte zu erkennen und dass alle Verletzungen, alle Kränkungen, alle traumatischen Ereignisse die ich in meinem Leben hatte nicht bestimmend sind für das Leben selbst, sondern dass ich in meiner Eigenverantwortlichkeit dazu bestimmt bin, mich selbst in jedem Moment/jedem Atemzug zu lenken, für meine Fähigkeiten und Fertigkeiten Verantwortung zu übernehmen, Konsequenzen abzuwägen und ihren Wert daraufhin zu prüfen, ob sie dienlich sind für das Geist-Wesen meiner Illusion als Ego, ohne Substanz und Wirklichkeit, oder ob sie dem Leben dienen und damit allen Menschen, Tieren und Pflanzen. Dabei ist es nicht bestimmend ob es mir als Person dient, lediglich der Wert meiner Selbst als Lebewesen, gleichwertig mit allen Lebewesen ist bestimmend in seinem Selbsterhalt, nicht aber der Erhalt des Glaubens an meine Person, denn dieser erfordert nahezu immer die Ausnutzung, den Missbrauch und die Manipulation anderer.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, Gefallen zu finden an den Gedanken die mich in das Vergleichsverhältnis mit anderen setzen, und darin der aufreibenden, ernergiegeladenen Erfahrung zu verfallen, sich entweder nach oben oder nach unten abzugrenzen, gedankliche Hintertreppen für Rechtfertigungen und Begründungen aller denkbarer Diffamierungen und Unterstellungen zu finden und sich im Gedankenspiel mit Fiktionen anderer Menschen 'auseinanderzusetzen'.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich wider besseren Wissens auf solche Gedankenspiele einzulassen, entweder mit mir selbst, oder aber in Gemainschaft mit anderen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich ein System menschlicher Selbstidentifikation und Sozialisation mit gestützt und gefördert habe, dass dem Einzelnen in seiner Verlorenheit in Gedanken eine genußvolle Art zu leben nur in dem Kompromiss geistiger Aufladung durch Vorstellung, also in einer künstlichen Existenz ermöglicht und dass das grundlegende Prinzip dieser Geistesexistenz ein solches ist, die sich diese Wesenheit ihrer Bedeutung nicht über das Leben selbst vergewissert, sondern durch die überwertige Vorstellung der eigenen Wichtigkeit.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich persönlich angegriffen zu fühlen wenn ein Mensch mit anderen Menschen herablssend und diffamierend über seine Vorstellung von mir als Person spricht und damit seiner Verblendung über meine Identität und Wesenheit substanz zu geben, indem ich mich durch die Annahme und die emotional-körperliche Reaktion der Aufregung in diese Kreatur seiner Fantasie verwandle.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mit Trotz und Ablehnung auf Menschen zu reagieren, die schlecht über mich oder auch andere Menschen reden, ums sich selbst in ihren und in den Augen anderer aufzuwerten, anstatt die Programme der Selbsterhaltung als Mind/Ego Existenz in diesem Verhalten zu erkennen und zu sehen, dass ich dasselbe tue indem ich mich gegen diese 'Persönlichkeit' wende, die nicht der Mensch ist, sondern das Programm dem er unterworfen ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meine Grundstimmung, mein Empfinden und mein Dasein bestimmen zu lassen von der Sichtweise anderer Menschen auf mich, wie sie von mir denken und was sie mir unterstellen, denn damit habe ich mich dem Geist unterworfen der unrechtmäßig und unkontrolliert die Oberhand über das menschliche Leben gewonnen und sie geblendet hat für ihre wahrhaftige Wesenheit als das Leben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich als Opfer zu sehen und mich damit vom Leben und der Konsequenz unserer Akzeptanz der Herrschaft des selbstsüchtigen Bewusstseins abzutrennen, mich als besonders hervorzuheben ohne mir klar zu machen, dass ich mir in dieser imaginären abtrennung und der Ablehnung meiner eigenen Verantwortlichkeit für das Leben jede Möglichkeit nehme tätig zu werden, zu handeln und zu wandeln was uns unterjocht und unfrei macht.

Ich bestimme mich selbst und korrigiere mich selbst dahingehend, dass ich in jedem Moment des Gewahrwerdens solcher missbräuchlichen Verhaltensweisen, in dem in mir Reaktionen des Trotzes, der Wut und der Aggression aufsteigen die auslösenden Gedanken und Vorstellungsmuster stoppe, mir meine Existenz als lebendiger Organismus und die Bedingungslose Wahrhaftigkeit dieses Moments und eines jede Atemzuges vergegenwärtige um mir die Irrelevanz dieser Gedankenfolgen, die Selbstaufgabe hinter der reaktiven Interaktion geistiger Wert-, Moral- und Rechtsvorstellungen, Persönlichkeitsideen, Stolz, Ehre und auch Anstand zu verdeutlichen.

Fortsetzung der Selbstkorrektur folgt...