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Mittwoch, 10. Juli 2013

Tag0126 - Bullying (Teil 10) - Die Angst vor der Eigenverantworung sabotiert die Kinder

h.koppdelaney / Art Photos / CC BY-ND

Fortsetzung zu

Tag0125 - Bullying (Teil 9) - Die Courage selbstbestimmt zu Leben

 Auszug:

"Sprichst du aber den Menschen selbst an, seine Person, bist du kritisch oder hinterfragend diesem Konstrukt gegenüber, dann zeigt sich die Unsicherheit, dann brechen die Ängste hervor und schlagen um sich. Aggression ist die Reaktion der scheinbar zufriedensten Menschen, der Erfolgreichen, Arroganz die der Akademiker und die Anklagende Opferrolle die der Verlierer des Systems, derer die möchten aber nicht können und dennoch nicht ansatzweise genug wirkliches Selbst-Vertrauen haben um die Systeme denen sie sich anzupassen versuchen offen zu hinterfragen."


Eine der unglaublichen Überheblichkeiten der 'Erwachsenenwelt' so wie ich sie als Kind wahrgenommen habe war und ist noch immer die sture Behauptung, dass Tiere und auch Pflanzen nicht nur dem Menschen untergeordnet seien, als ob es so etwas wie ein natürliches hierarchisches Konzept vor dem auftreten des menschlichen Wahns gegeben hätte, sondern dass sie ganz selbstverständlich auch nicht in der Lage wären sich selbst in der Welt zu erkennen, also nicht des bewussten Wahrnehmens fähig seien. Trotz der Tatsache, dass niemals jemand einen annähernd wissenschaftlichen oder auch nur vernunftbasierten Beweis hätte anführen können diente und dient dieses Dogma noch immer als Rechtfertigung der bequemlichen Verantworungslosigkeit und dem „sich gehen lassen“ eines jeden menschlichen Individuums, seiner Selbstaufgabe an ein System und Lebenskonzept, dass sich erst aus seiner eigenen Feigheit und Ängstlichkeit heraus gebildet hat und somit ein missbräuchliches und fehlerhaftes von Grund auf ist. Ein Kind würde von selbst nicht auf diesen Gedanken kommen, es sei denn er wäre ihm bereits anerzogen und vorgelebt worden. Diese Desensibilisierung gegenüber allem Leben, auch dem 'anderer' Menschen ist eine Grundvoraussetzung des erfolgreichen Überlebens in einer Welt geworden, die von diesen Systemen der Angst-Aggression des unmündigen und unselbständigen Menschen geprägt ist. Daher wird sie von Beginn an den Kindern untergejubelt, sie werden derart psychisch beschnitten, dass ihre 'natürliche' Wahrnehmung, ihre Offenheit und ungezwungene Kommunikation mit ihrer Umgebung nach und nach abstumpft und sie mehr und mehr isoliert, sie abtrennt von dem Leben, dessen Einheit sie nicht mehr wahrnehmen können. Was ihnen in dieser unbeholfenen Situation der Isolation bleibt ist lediglich der Geist, die Gedanke und Vorstellungen, eine Flucht hinein in eine künstliche Welt voll künstlicher Werte und Ideale, allesamt vorgekaut, vorbereitet und gestellt von ihrem Umfeld der Gesellschaft, welcher sie nun hilflos und machtlos ausgeliefert sind. Denn sie haben keinen Einfluss, keine Stimme, keine wirklichen Rechte auf gleicher Höhe mit allen anderen. Wer sollte sie ihnen auch geben? Es gibt ja keine wirkliche Autorität, keinen der wahrhaft am Wohl aller, am Wohl allen Lebens interessiert ist. Sie sind durch Institutionalisierte Rituale in die Positionen erhoben die ihnen Macht und Einfluss verleihen und sie verstehen ebenso nur die Interessen ihrer eigenen Persönlichkeiten, ihrer Egos, ihrer Geschichten aus Gedanken und Erinnerungen für die sie sich halten und als welche sie stetig sich selbst berauschen müssen um ihre wahnsinnigen Ängste zu verdecken. Sie klammern sich an die Dogmen und Rituale, die Gesetzmäßigkeiten der Systeme, der Institutionen und sind die Sklaven ihrer eigenen Systeme. Sie kennen nur den einen Weg, aus ihren Kindern dieselben Bio-Maschinen zu machen, ihnen die Individuellen Fähigkeiten und den eigenständigen Willen zu brechen. Niemand innerhalb der Bildungssysteme ist tatsächlich in der Lage ein authentisches Vorbild zu geben, ihnen zur Seite zu stehen und sie anzuleiten die Welt zu gestalten, weil ihnen allen die Fähigkeit fehlt die Eigenverantwortung anzuerkennen die ihnen als Mensch angeboren ist und vor der sie gelernt haben in Angst zu leben.

Fortsetzung folgt!

Dienstag, 26. März 2013

Tag0044 - Wie lernt man soziale Interaktion? Teil 2





Fortsetzung zu

Tag0043 - Wie lernt man soziale Interaktion? Teil 1



Was haben wir zu verbergen?

Das war die erste Frage im letzten Satz des letzten Abschnitts meines Blogs über soziale Interaktion und sie ist eine der wichtigsten wenn es um das Verständnis der eigenen  Unsicherheiten, der eigenen Komplexe, Befürchtungen und Erwartungen geht. Denn was könnte es für einen Grund geben, im Umgang mit anderen Menschen verunsichert zu sein, sich zu genieren, oder einfach nur zu glauben man müsse eine bestimmte Rolle spielen, man könne nicht man selbst sein, außer dem, dass man glaubt das was man wahrhaftig ist könne einem zum Nachteil ausgelegt werden? Und was für ein Nachteil wäre das dann? Ich habe beispielsweise viele Jahre meines Lebens versucht, anderen Menschen zu gefallen, um mit ihnen befreundet zu sein. Ich habe versucht Konflikte zu vermeiden und mich ihren Vorstellungen und Vorlieben angepasst um sie nicht zu verärgern oder zu verlieren. Und wenn ich dann tatsächlich mal in einen größeren Konflikt mit ihnen geraten bin, dann war das unerträglichste daran die Zeit danach, in der ich von Angst zerfressen und verzweifelt  war aus Angst ich könnte jetzt alleine sein. Ich habe in meiner ganzen Jugend und Kindheit immer die Gefühle gehabt und interessanterweise schien es immer so zu sein, dass ich derjenige in Angst gewesen bin, während die anderen nicht um meine Freundschaft bangten. Das ist ein Ergebnis der Akzeptanz der eigenen Konditionierung als ‚Opfertyp‘, als Abhängiger von ihren emotionalen Stützen. Es ist das Ergebnis meiner eigenen Erlaubnis mich mit meiner inneren Unsicherheit nicht selbst zu beschäftigen, sondern die Außenwelt verantwortlich zu machen, die Lösung meiner Probleme in dem Kontakt und der Gesellschaft anderer zu suchen. Diese ‚Verhältnis‘ ist keine Freundschaft, es kann auch niemals überhaupt ein gesundes Verhältnisirgendeiner Art sein, da man kein gleichberechtigter und gleichwertiger Partner ist. Man ‚hängt‘ sich rein, man lässt sich ‚erfüllen‘ durch die Persönlichkeiten der anderen oder das, was man in ihnen sieht. Und genau das ist es, was man zu verbergen hat in dem Moment der Begegnung, dass man sich eben nicht als gleichwertiger Partner oder Freund sieht, dass man nicht am Austausch interessiert ist, an gegenseitiger Unterstützung, sondern dass man seine eigene Vervollkommnung sucht, dass man sich ablenken will von der eigenen Unsicherheit und leere, von Unzufriedenheit mit der eigenen Existenz und Selbstwahrnehmung. Das ist übrigens nicht unbedingt mit einer offensichtlichen, bewusst wahrgenommenen Minderwertigkeitsempfindung verbunden, sondern kann auch quasi gegenteilig wahrgenommen werden, so dass man einfach glaubt diese Menschen zu brauchen um Spaß zu haben, sich zu amüsieren und sich zu präsentieren. Sich in der Öffentlichkeit zu zeigen und dabei eine ‚coole‘ Rolle zu spielen mit der Lobby im Rücken. Das ist einer der Gründe warum die meisten aufdringlich selbstbewussten Charaktere in Gesellschaft aufleben, aber im eins zu eins Gespräch oder ungewohnten Situationen ein völlig anderes, bisweilen zurückhaltendes Verhalten zeigen.


Wo sind wir uns selbst gegenüber nicht ehrlich?

Wir sind uns selbst gegenüber in der grundlegenden Erkenntnis unserer Falschheit nicht ehrlich. Wir wollen selbst an die Rolle glauben, die wir spielen und wir erwarten dabei Berechenbarkeit und Ehrlichkeit von anderen. Dabei wissen wir, dass andere ebenso funktionieren wie wir. Dass sie ebenso versuchen zu gefallen, zu beeinflussen und zu manipulieren. Daher hangeln wir uns stattdessen an künstlichen Verhaltensmustern entlang, an kulturellen Normen und gesellschaftlichen Konventionen, da wir wissen oder zumindest hoffen, dass der andere das gleiche tun wird.


Warum denken wir es nötig zu haben, uns selbst und anderen etwas vorzumachen?

Zunächst wahrscheinlich weil wir uns selbst gar nicht kennen, weil wir überhaupt nicht wissen wie es ist  wir selbst zu sein, uns eigenständig und selbstbestimmt zu leben. Wir haben tatsächlich furchtbare Angst vor unserem Selbst, wir haben immer nur gelernt uns an bestehende Strukturen anzupassen, an die Wertvorstellungen und Normen der Systeme die uns umgeben und haben uns dann über die Rückmeldungen aus unserem Umfeld identifiziert. Daher können wir uns in der Umgebung andere auch nicht authentisch geben, außer vielleicht authentisch ‚gelernt‘ indem wir eine Rolle perfektioniert haben die in ein bestimmtes Umfeld passt, aber eben nur in dieses Umfeld.
Und natürlich ist da noch die Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit, der eigenen Unfähigkeit weil immer die Annahme besteht, dass es tatsächlich Menschen gibt, die ihre Erfüllung in den systemischen Nischen gefunden haben, die sich rundum zufrieden, frei und lebendig fühlen. Wir glauben an dieses Ideal der perfekten Anpassung und dem daraus resultierenden Erfolg, weil wir dazu programmiert wurden. Die Strukturen brauchen die Hoffnung der Massen irgendwann ebenso erfolgreich und mächtig zu sein wie das berühmte 1 %. Wir streben danach, träumen davon, hoffen darauf und nicht zuletzt weil wir glauben dass wir dann, wenn wir in dieser begehrten, mächtigen Position sind, uns selbst leben könnten ohne Angst haben zu müssen abgelehnt zu werden. Wir verschieben also unsere Selbstwerdung in eine unbestimmte Zukunft, in eine ‚bessere‘ Zukunft, in der wir selbst ‚besser‘ sind. Das ist das Prinzip der Selbstbeschneidung und freiwilligen Selbstversklavung unter die ausbeuterischen Methoden und Strategien der bestehenden Machtsystematik, gesteuert durch die Elite, am Leben gehalten durch gezielte Manipulation und den Glauben, die Hoffnung des verunsicherten, Identitäts- und Selbstlosen Individuums.

Es bleibt festzuhalten, dass in unserer Welt so wie wir sie gestaltet haben die Notwendigkeit besteht, sich den Gegebenheiten in gewisser Weise anzupassen, zumindest in so fern, dass man sich selbst in den Strukturen bewegen und versorgen kann, und da gehören auch die Abhängigkeiten und Zwänge dazu die uns in der Gesellschaftsordnung auferlegt werden.

Das Gefühl zu haben nicht zu sozialer Interaktion und der Pflege sozialer Kontakte fähig zu sein ist also lediglich die Offenbarung der eigenen Defizite in der Selbstwahrnehmung und Selbstehrlichkeit. Es ist eine Frage der Motivation. Ist das Motiv die Suche nach Befreiung von der Eigenverantwortung ist die soziale Interaktion zum Scheitern verurteilt. Ist das Motiv reiner Eigennutz, reiner Egoismus, dann kann man zwar erfolgreich sein, bleibt aber weiterhin abhängig und unfrei, ein Sklave des Systems, der programmierten und konditionierten Bedürfnisse einer imaginären Persönlichkeit.  Ist das Motiv der Anpassung der Erhalt eines grundlegenden Status um in der Lage zu sein den selbstgewählten Prozess der Selbsterkenntnis zu durchlaufen und für das  Verständnis eben dieser inneren Gedankensysteme und Wertstrukturen zu leben um sie ändern zu können, um sich von ihrer mentalen Umklammerung lösen zu können, so ist das ein Motiv dass einem die Kontrolle wieder ermöglicht, ein bewusst gewählter Schritt der nicht dem Eigennutz und Eigensinn folgt, sondern ein Kompromiss für die Selbstbefreiung ist und darin den kleinstmöglichen Schaden oder Verlust anstrebt.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in meiner Vergangenheit immer wieder zu versuchen bestimmten Menschen zu gefallen, um an ihrem Leben als Freund teilhaben zu können, weil ich glaubte ohne die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe verloren und wertlos zu sein, dass ich durch diese Angst vor dem ‚mit mir alleine sein‘ den Kontakt zu mir selbst nahezu vollständig verloren hatte und mein Leben und mein Streben sich lediglich noch mit den Versuchen der Anpassung an erwartete Normen und Verhaltensweisen beschäftigt hatte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe nicht zu erkennen, dass in diesen verzweifelten Versuchen meine Eigenverantwortlichkeit für mich, mein Leben und das Leben aller nach außen abzugeben, meine inneren Unsicherheiten und Konflikte an den Leben anderer zu gesunden ich diese Probleme die ich mir selbst durch Ignoranz und Feigheit verursache in andere hineinprojiziere, sie übertrage, mit mir trage wohin ich gehe und diese Konfliktpotentiale in alles mit hineinbringe mit dem ich interagiere, so dass ich in der einen oder anderen Weise unvorbereitet mit den Konsequenzen meiner eigenen Verantwortungslosigkeit konfrontiert werde.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das  Leben zur Selbstkorrektur in der Wahrnehmung meiner Unsicherheiten und Ängste wann immer sie auftauchen, indem ich mich ihnen in bedingungsloser Selbstehrlichkeit stelle, sie analysiere und zurückführe auf ihre Ursachenzusammenhänge, sie dekonstruiere und mich von diesen Gedankenmustern eigenständig und selbstbestimmt befreie, da ich erkannt und verstanden habe, dass ausschließlich in Selbstehrlicher Einheit und Gleichheit mit mir selbst als dem Leben, in der Wahrnehmung allen Lebens in Einheit und Gleichheit eine soziale Interaktion in Aufrichtigkeit, auf lebendige und gleichwertige Weise möglich ist. 



Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 26.03.2013
 

Sonntag, 30. September 2012

Tag 52 - belebendes 'Vokabeltraining - Emotionale Reaktionen auf Worte (teil 2 blog 51)



Dies ist die Fortsetzung des Blogs

Day 51 - Ayn Rand and my reactions to the words 'selfishness' and 'self-interest' (part 1)

Aufgrund der Bedeutung für Sprache und Worte in meiner Muttersprache.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die Bedeutung von Worten und Begriffen mit 'positiven' und 'negativen' Ladungen zu versehen, aufgrund der Erfahrungen und Verknüpfungen die ich in meiner ganz persönlichen Geschichte gemacht habe, die Worte mit multidimensionalen Bedeutungen auszustatten und ihren Eindruck auf mich und ihre Wirkung auf andere durch die unzureichende analyse und die Ignoranz gegenüber den von mir gezogenen Verknüpfungen und Bewertungen mir niemals wirklich verdeutlicht habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass ich mich habe bestimmen lassen durch Reaktionen, Gefühle und emotionale Bewertungen die ausgelöst werden durch meine Bedeutungsinterpretation bestimmter Wörter und den von mir in Gedanken gezogenen Verknüpfungen zu meinen Erinnerungen, Erfahrungen, Bildern, dass ich es nicht erkannt habe, dass ich in meinen Gedanken zu nahezu jedem Wort das ich benutze und 'verstehe' ein Deutungssystem meiner ganz persönlichen Beziehung zu dem Begriff geschaffen habe, dass dieses Bedeutungssystem aus starren Erinnerungsmomenten und den von mir damit verknüpften Gefühlen und Emotionen besteht, und dass durch dieses System immer wieder diese emotionalen Reaktionen hervorgerufen werden, oder ein Gemisch von mehreren, wenn eines dieser Wörter seinen Schlüsselreiz setzt, wenn es beispielsweise in einem bestimmten Kontext steht, oder von einer bestimmten Person kommt, die den gespeicherten Erfahrungsmomenten ähnelt, und dass dadurch die Wahrnehmung verblendet wird durch die Vermischung mit Gedanken und Erinnerungsbildern, Gefühlen und Emotionen, so dass ein wirkliches Verständnis der Wahrhaftigen Sachlage kaum mehr möglich ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt und es nicht zugelassen habe bei einer Erfahrung einer Reaktion auf bestimmte Begriffe innezuhalten und mich zu fragen, welche Bedeutung ich den Worten persönlich zumesse und wieviel meiner ganz persönlichen Geschichte in mener Interpretation steckt, und damit die eigentliche Bedeutung verfärbt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, Worte in dem Sinne für mich zu benutzen, dass ich durch die Bedeutungsverknüpfung des Wortes mit einer bestimmten persönlichen Erfahrung und den mit dieser Erfahrung zusammenhängenden Gefühlen und Emotionen die eigentliche, reine Bedeutung des Begriffs verändert und meiner persönlichen Wahrnehmung meiner ganz eigenen Welt angepasst habe, wodurch ich nicht nur mir selbst mehr und mehr den Blick für die Wirklichkeit und die tatsächlich wesentlichen Erfordernisse des Lebens genommen habe, sondern auch das System der Separation der Menschen vom Leben und voneinander gestützt habe, ein System das den Menschen in seinem Geist, seinem Bewußtsein mehr und mehr isoliert, ihn selbstverloren und unverstanden/verständnislos vom Leben, seinem wahren Selbst abkehrt und dafür sorgt dass er in Verzweiflung und Verängstigung alle erdenklichen Systeme der manipulativen Beeinflussung und Ausnutzung anderer einsetzt um sich seiner Selbst in seiner vergeistigten Inselexistenz rückzuversichern, um manipulativ die korrumpierte Begrifflichkeit seiner wörter anderen zu vermitteln oder sich von ihnen in feindlicher Haltung abzuwenden.


Ich bestimme mich selbst dazu, meinen Wortschatz, meine Vokabeln Schritt für Schritt zu überprüfen, die Worte auf eine grundlegende, allgemeingültige Bedeutungsebene die dem gesunden Menschenverstand folgt zu heben und sie zu befreien von den 'Zugaben' und Verknüpfungen von persönlichen, emotionalen, polarisierenden und bewertenden Attributen meiner eigengeschichtlichen Interpretation, um zu erkennen und zu offenbaren, dass wir auch in unseren Worten zutiefst beeinflusst und fremdbestimmt, ohne Selbstkontrolle und Eigenverantwortlichkeit sind, dass wir uns selbst und andere mit Worten bewußt manipulieren und beeinflussen um unser ganz persönliches Interesse zu erreichen, welches in vielen Fällen die Beseitigung der eigenen Verunsicherung über das eigene Verständnis des eigenen Interesses ist, ironischer Weise verursacht unter anderem durch die verfärbte und personalisierte Nutzung der Sprache.

Ich bestimme mich selbst als das Leben dazu, in jeder Reaktion, jeder emotionalen Regung bei der Verwendung, dem Hören oder Lesen eines Wortes nicht zu einer Bewertung des Inhaltes überzugehen die auf meiner persönlichen Verfärbung der Begriffsbedeutung beruht, sondern diesen Moment der Reaktion zu nutzen um für mich selbst und für das Leben die Bereinigung des entsprechenden Wortes vorzunehmen, mir seine wahre Bedeutung zu vergegenwärtigen und zu verinnerlichen und mein eigens kreiertes, persönliches Interpretationsmuster zu dekonstruieren um tatsächlichdas Gesagte zu hören, als freier Mensch und um tatsächlich das sagen zu können, was ich selbstbestimmt allgemein kohärent sagen will.




Dienstag, 19. Juni 2012

Tag 28 - 'Dead Man Talking' Die Gehässigkeit der eogozentrisch intentionierten Kommunikation


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich auf psycho-Spielchen anderer Menschen einzulassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe zu glauben, ich könne mich von dem unangenehmen Gefühl das ich durch meine Teilnahme an missbräuchlichen psychologischen Interaktionen empfinde befreien oder mich erleichtern, wenn ich mit anderen Menschen über die betreffenden Personen rede um mich in meinem Empfinden zu bestätigen/zu rechtfertigen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe dass ich nicht die trügerische Scheinhaftigkeit meiner Existenz als diese Person die ich zu sein glaubte zu erkennen und dass alle Verletzungen, alle Kränkungen, alle traumatischen Ereignisse die ich in meinem Leben hatte nicht bestimmend sind für das Leben selbst, sondern dass ich in meiner Eigenverantwortlichkeit dazu bestimmt bin, mich selbst in jedem Moment/jedem Atemzug zu lenken, für meine Fähigkeiten und Fertigkeiten Verantwortung zu übernehmen, Konsequenzen abzuwägen und ihren Wert daraufhin zu prüfen, ob sie dienlich sind für das Geist-Wesen meiner Illusion als Ego, ohne Substanz und Wirklichkeit, oder ob sie dem Leben dienen und damit allen Menschen, Tieren und Pflanzen. Dabei ist es nicht bestimmend ob es mir als Person dient, lediglich der Wert meiner Selbst als Lebewesen, gleichwertig mit allen Lebewesen ist bestimmend in seinem Selbsterhalt, nicht aber der Erhalt des Glaubens an meine Person, denn dieser erfordert nahezu immer die Ausnutzung, den Missbrauch und die Manipulation anderer.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, Gefallen zu finden an den Gedanken die mich in das Vergleichsverhältnis mit anderen setzen, und darin der aufreibenden, ernergiegeladenen Erfahrung zu verfallen, sich entweder nach oben oder nach unten abzugrenzen, gedankliche Hintertreppen für Rechtfertigungen und Begründungen aller denkbarer Diffamierungen und Unterstellungen zu finden und sich im Gedankenspiel mit Fiktionen anderer Menschen 'auseinanderzusetzen'.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich wider besseren Wissens auf solche Gedankenspiele einzulassen, entweder mit mir selbst, oder aber in Gemainschaft mit anderen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich ein System menschlicher Selbstidentifikation und Sozialisation mit gestützt und gefördert habe, dass dem Einzelnen in seiner Verlorenheit in Gedanken eine genußvolle Art zu leben nur in dem Kompromiss geistiger Aufladung durch Vorstellung, also in einer künstlichen Existenz ermöglicht und dass das grundlegende Prinzip dieser Geistesexistenz ein solches ist, die sich diese Wesenheit ihrer Bedeutung nicht über das Leben selbst vergewissert, sondern durch die überwertige Vorstellung der eigenen Wichtigkeit.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich persönlich angegriffen zu fühlen wenn ein Mensch mit anderen Menschen herablssend und diffamierend über seine Vorstellung von mir als Person spricht und damit seiner Verblendung über meine Identität und Wesenheit substanz zu geben, indem ich mich durch die Annahme und die emotional-körperliche Reaktion der Aufregung in diese Kreatur seiner Fantasie verwandle.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mit Trotz und Ablehnung auf Menschen zu reagieren, die schlecht über mich oder auch andere Menschen reden, ums sich selbst in ihren und in den Augen anderer aufzuwerten, anstatt die Programme der Selbsterhaltung als Mind/Ego Existenz in diesem Verhalten zu erkennen und zu sehen, dass ich dasselbe tue indem ich mich gegen diese 'Persönlichkeit' wende, die nicht der Mensch ist, sondern das Programm dem er unterworfen ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meine Grundstimmung, mein Empfinden und mein Dasein bestimmen zu lassen von der Sichtweise anderer Menschen auf mich, wie sie von mir denken und was sie mir unterstellen, denn damit habe ich mich dem Geist unterworfen der unrechtmäßig und unkontrolliert die Oberhand über das menschliche Leben gewonnen und sie geblendet hat für ihre wahrhaftige Wesenheit als das Leben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich als Opfer zu sehen und mich damit vom Leben und der Konsequenz unserer Akzeptanz der Herrschaft des selbstsüchtigen Bewusstseins abzutrennen, mich als besonders hervorzuheben ohne mir klar zu machen, dass ich mir in dieser imaginären abtrennung und der Ablehnung meiner eigenen Verantwortlichkeit für das Leben jede Möglichkeit nehme tätig zu werden, zu handeln und zu wandeln was uns unterjocht und unfrei macht.

Ich bestimme mich selbst und korrigiere mich selbst dahingehend, dass ich in jedem Moment des Gewahrwerdens solcher missbräuchlichen Verhaltensweisen, in dem in mir Reaktionen des Trotzes, der Wut und der Aggression aufsteigen die auslösenden Gedanken und Vorstellungsmuster stoppe, mir meine Existenz als lebendiger Organismus und die Bedingungslose Wahrhaftigkeit dieses Moments und eines jede Atemzuges vergegenwärtige um mir die Irrelevanz dieser Gedankenfolgen, die Selbstaufgabe hinter der reaktiven Interaktion geistiger Wert-, Moral- und Rechtsvorstellungen, Persönlichkeitsideen, Stolz, Ehre und auch Anstand zu verdeutlichen.

Fortsetzung der Selbstkorrektur folgt...