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Sonntag, 21. Juli 2013

Tag0128 - Bullying (Teil 11) - Mantras der Ignoranz

John Steven Fernandez / Foter / CC BY


Fortsetzung zu
Tag0126 - Bullying (Teil 10) - Die Angst vor der Eigenverantworung sabotiert die Kinder

Auszug:

"Denn sie haben keinen Einfluss, keine Stimme, keine wirklichen Rechte auf gleicher Höhe mit allen anderen. Wer sollte sie ihnen auch geben? Es gibt ja keine wirkliche Autorität, keinen der wahrhaft am Wohl aller, am Wohl allen Lebens interessiert ist. Sie sind durch Institutionalisierte Rituale in die Positionen erhoben die ihnen Macht und Einfluss verleihen und sie verstehen ebenso nur die Interessen ihrer eigenen Persönlichkeiten, ihrer Egos, ihrer Geschichten aus Gedanken und Erinnerungen für die sie sich halten und als welche sie stetig sich selbst berauschen müssen um ihre wahnsinnigen Ängste zu verdecken. Sie klammern sich an die Dogmen und Rituale, die Gesetzmäßigkeiten der Systeme, der Institutionen und sind die Sklaven ihrer eigenen Systeme. Sie kennen nur den einen Weg, aus ihren Kindern dieselben Bio-Maschinen zu machen, ihnen die Individuellen Fähigkeiten und den eigenständigen Willen zu brechen. Niemand innerhalb der Bildungssysteme ist tatsächlich in der Lage ein authentisches Vorbild zu geben, ihnen zur Seite zu stehen und sie anzuleiten die Welt zu gestalten, weil ihnen allen die Fähigkeit fehlt die Eigenverantwortung anzuerkennen die ihnen als Mensch angeboren ist und vor der sie gelernt haben in Angst zu leben."
 

Die Selbstaufgabe und Selbstverleugnung hat Methode, und diese Methoden sind in alle unsere Lebensbereiche eng verwoben, sie sind so undurchsichtig geworden, dass es uns vorkommt als sei da wirklich nichts außer dieser vorgehaltenen, angelernten, konditionierten und geprägten Strukturen äußerer Gewalteinwirkung in Form von Manipulation. Wir sagen jeden Tag hunderte oder gar tausende Sprüche auf, wie Mantras bis wir tatsächlich an all das Glauben, jeden Tag stellen wir sicher, dass unsere selbst geschmiedeten Fesseln auch schön fest sitzen. Wir glauben diese Sprüche seien Wissen, vielleicht sogar Weisheit, ungefragt und blind spucken wir die über Jahrhunderte wiedergekäuten Worte aus, rechtfertigen uns durch sie und nichts authentisches kommt dabei zustande, nichts eigenständiges bewerkstelligen wir. Alles ist Wiederholung, das rezitieren der althergebrachten Gewohnheiten und Zwangsneurosen. Niemand weiß warum, niemand fragt warum niemand schert sich einen Dreck um die Konsequenzen. Das sind die Fakten unserer Welt, des Menschen, der Kulturen überall auf der Erde. Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Ausnahmen von dieser Regel. Und ich bin bestimmt kein Schwarzmaler, im Gegenteil, ich würde unheimlich froh sein über die Erkenntnis dass es irgendwo auf diesem Planeten, in irgendeinem abgelegenen Städtchen oder Dorf Menschen gibt, die sich selbst als das was sie sind wahrnehmen, die in Einheit mit allem Leben leben, ihren Verstand nutzen um dieses Zusammenleben zum Wohle aller zu organisieren und die sich von der Tyrannei des Bewusstseins befreit haben um es einem besseren Zweck zuzuführen. Ich weiß um diese Möglichkeit und ich weiß um diese Verantwortung des/der Menschen für die Ignoranz ihr gegenüber, daher kann ich keineswegs einfach den Kopf in den Sand stecken, mich verkriechen und alles und jeden Verurteilen, mich der Hoffnungslosigkeit und der anklagenden Trotzigkeit eines depressiven Menschen hingeben. Das ist nahezu unmöglich für mich, lediglich eine organische Erkrankung könnte mein Denken wieder derart aufplustern.

Doch was sind diese Mantras die aus Unwissenheit und Ignoranz zu den bestimmenden Prinzipien unserer Selbstwahrnehmung geworden sind? Es sind dogmatische Behauptungen die wie endgültige Schlüsse ausgesprochen werden, wie kluge Beiträge oder Weisheiten selbstbewusst in den Raum gestellt werden um es jedem leicht zu machen, den Denkprozess der Hinterfragend oder auf andere Art Werte vernichtend oder einfach unangenehm ist gerechtfertigt abbrechen zu können.

„So bin ich nun mal, das musst du akzeptieren“
„Jungs sind nun einmal so!“
„Du kannst nicht aus deiner Haut“
„Das Leben ist ein Kampf“
„Die Menschen werden sich nie ändern“
„Ich kann ohne dich nicht leben“
usw. usw.

Fortsetzung folgt...


Mittwoch, 10. Juli 2013

Tag0126 - Bullying (Teil 10) - Die Angst vor der Eigenverantworung sabotiert die Kinder

h.koppdelaney / Art Photos / CC BY-ND

Fortsetzung zu

Tag0125 - Bullying (Teil 9) - Die Courage selbstbestimmt zu Leben

 Auszug:

"Sprichst du aber den Menschen selbst an, seine Person, bist du kritisch oder hinterfragend diesem Konstrukt gegenüber, dann zeigt sich die Unsicherheit, dann brechen die Ängste hervor und schlagen um sich. Aggression ist die Reaktion der scheinbar zufriedensten Menschen, der Erfolgreichen, Arroganz die der Akademiker und die Anklagende Opferrolle die der Verlierer des Systems, derer die möchten aber nicht können und dennoch nicht ansatzweise genug wirkliches Selbst-Vertrauen haben um die Systeme denen sie sich anzupassen versuchen offen zu hinterfragen."


Eine der unglaublichen Überheblichkeiten der 'Erwachsenenwelt' so wie ich sie als Kind wahrgenommen habe war und ist noch immer die sture Behauptung, dass Tiere und auch Pflanzen nicht nur dem Menschen untergeordnet seien, als ob es so etwas wie ein natürliches hierarchisches Konzept vor dem auftreten des menschlichen Wahns gegeben hätte, sondern dass sie ganz selbstverständlich auch nicht in der Lage wären sich selbst in der Welt zu erkennen, also nicht des bewussten Wahrnehmens fähig seien. Trotz der Tatsache, dass niemals jemand einen annähernd wissenschaftlichen oder auch nur vernunftbasierten Beweis hätte anführen können diente und dient dieses Dogma noch immer als Rechtfertigung der bequemlichen Verantworungslosigkeit und dem „sich gehen lassen“ eines jeden menschlichen Individuums, seiner Selbstaufgabe an ein System und Lebenskonzept, dass sich erst aus seiner eigenen Feigheit und Ängstlichkeit heraus gebildet hat und somit ein missbräuchliches und fehlerhaftes von Grund auf ist. Ein Kind würde von selbst nicht auf diesen Gedanken kommen, es sei denn er wäre ihm bereits anerzogen und vorgelebt worden. Diese Desensibilisierung gegenüber allem Leben, auch dem 'anderer' Menschen ist eine Grundvoraussetzung des erfolgreichen Überlebens in einer Welt geworden, die von diesen Systemen der Angst-Aggression des unmündigen und unselbständigen Menschen geprägt ist. Daher wird sie von Beginn an den Kindern untergejubelt, sie werden derart psychisch beschnitten, dass ihre 'natürliche' Wahrnehmung, ihre Offenheit und ungezwungene Kommunikation mit ihrer Umgebung nach und nach abstumpft und sie mehr und mehr isoliert, sie abtrennt von dem Leben, dessen Einheit sie nicht mehr wahrnehmen können. Was ihnen in dieser unbeholfenen Situation der Isolation bleibt ist lediglich der Geist, die Gedanke und Vorstellungen, eine Flucht hinein in eine künstliche Welt voll künstlicher Werte und Ideale, allesamt vorgekaut, vorbereitet und gestellt von ihrem Umfeld der Gesellschaft, welcher sie nun hilflos und machtlos ausgeliefert sind. Denn sie haben keinen Einfluss, keine Stimme, keine wirklichen Rechte auf gleicher Höhe mit allen anderen. Wer sollte sie ihnen auch geben? Es gibt ja keine wirkliche Autorität, keinen der wahrhaft am Wohl aller, am Wohl allen Lebens interessiert ist. Sie sind durch Institutionalisierte Rituale in die Positionen erhoben die ihnen Macht und Einfluss verleihen und sie verstehen ebenso nur die Interessen ihrer eigenen Persönlichkeiten, ihrer Egos, ihrer Geschichten aus Gedanken und Erinnerungen für die sie sich halten und als welche sie stetig sich selbst berauschen müssen um ihre wahnsinnigen Ängste zu verdecken. Sie klammern sich an die Dogmen und Rituale, die Gesetzmäßigkeiten der Systeme, der Institutionen und sind die Sklaven ihrer eigenen Systeme. Sie kennen nur den einen Weg, aus ihren Kindern dieselben Bio-Maschinen zu machen, ihnen die Individuellen Fähigkeiten und den eigenständigen Willen zu brechen. Niemand innerhalb der Bildungssysteme ist tatsächlich in der Lage ein authentisches Vorbild zu geben, ihnen zur Seite zu stehen und sie anzuleiten die Welt zu gestalten, weil ihnen allen die Fähigkeit fehlt die Eigenverantwortung anzuerkennen die ihnen als Mensch angeboren ist und vor der sie gelernt haben in Angst zu leben.

Fortsetzung folgt!

Tag0125 - Bullying (Teil 9) - Die Courage selbstbestimmt zu Leben

Jin Jinto / Nature Photos / CC BY-NC-ND


Fortsetzung zu

Tag0124 - Bullying (Teil 8) - Der Mangel an Verantwortung für die Fähigkeiten menschlicher Existenz

Auszug:

"Vom rebellischen Charakter unterscheidet den Menschen der für das Leben selbst und die Anwendung Menschlicher Fähigkeiten zum Wohle allen Lebens einsteht die Nutzung des Bewussten Verstandes zur reflektiven Abwägung von Sinn und Unsinn, wobei der Sinn durch den Wert der Handlung für die Gemeinschaft definiert wird. Das heißt die Abwägung wann und wo Konfrontation und Auseinandersetzung notwendig ist um etwas zu erreichen und wann nicht, frei von persönlichen Ambitionen des Selbstwertes und frei von kurzsichtigem, emotionalen Drang oder Antrieb als rein instinktive Reaktion. Die Verantwortung de Fähigkeit der Analyse von Konsequenzen des eigenen Verhaltens anzuwenden."

Es ist doch nicht schwer zu erkennen, dass jede Persönlichkeitsbildung der dieses grundlegende Fundament der menschlichen Courage fehlt immer auf wackligen Füßen stehe und dass sie zu ihrem eigenen Erhalt lebenslange mentale ideologische Energiezufuhr zur Existenzbestätigung erfordert, ein Aufwand der letztlich zum Scheitern verurteilt ist, so wie jedes Gebilde ohne solides Fundament einstürzen wird. Die erforderliche Energie für den täglichen Selbsterhaltungstrieb des imaginären Egos in einem zerfallenden System ist so enorm, dass jede Idee, jeder Denkanstoß, jede Frage die das Denken oder die Selbstsicht aus diesem Wertekonstrukt heraustragen würde als absurd und unmöglich, bzw. undenkbar abgetan werden muss, denn wenn man auf diesem steinigen und wackligen Pfad der Selbstidentifikation durch ständige,pausenlose Vergleiche und Anpassungen die vertrauten Wege verlassen muss überkommt dich eine unbändige Furcht vr dem totalen Verlust des Selbstwertgefühls. Und natürlich passt das nicht zu dem Schauspiel das der Mensch jeden einzelnen Tag in jeder einzelnen Minute sich und allen anderen vorspielt, es passt nicht zu der Rolle des selbstbewussten Mitglieds einer Illusionären Welt der Glaubenssätze.

Niemand scheint wirklich selbstsicher und eigenständig zu sein in dieser Welt. Jeder verschanzt sich hinter Vergleichen, hinter Auszeichnungen und Zertifikaten der Institutionen. Sprichst du aber den Menschen selbst an, seine Person, bist du kritisch oder hinterfragend diesem Konstrukt gegenüber, dann zeigt sich die Unsicherheit, dann brechen die Ängste hervor und schlagen um sich. Aggression ist die Reaktion der scheinbar zufriedensten Menschen, der Erfolgreichen, Arroganz die der Akademiker und die Anklagende Opferrolle die der Verlierer des Systems, derer die möchten aber nicht können und dennoch nicht ansatzweise genug wirkliches Selbst-Vertrauen haben um die Systeme denen sie sich anzupassen versuchen offen zu hinterfragen.
Vermeidungstaktiken, Vermeidungsverhalten und Aktionen hinter vorgehaltener Hand, das sind die Fähigkeiten die wir uns selbst und unseren Kindern antrainieren. 

Fortsetzung folgt!



Dienstag, 2. Juli 2013

Tag0123 - Bullying (Teil 7) - Geheuchelte Vernunft und der Verrat am Leben

Aislinn Ritchie / Kids Photos / CC BY-SA


 Fortsetzung zu
Tag0121 - Bullying (Teil 6) - Das Erbe der Schande

Warum denn sonst können und wollen wir unseren Kindern in keinem Fall die ganze Wahrheit unserer Kultur und unserer Wertesysteme sagen? Warum versuchen wir immer und überall sie vor den Bildern der Wirklichkeit zu bewahren? Wir schieben ehrbare Gründe vor und heucheln wieder von Motiven des Schutzes, wir wollen ihre Unschuld nicht beflecken, wollen ihnen nicht zu viel zumuten. Und was tun wir um das zu erreichen? Wir belügen sie, verheimlichen das wahre Gesicht der Menschlichkeit so wie wir sie gestaltet und zugelassen haben. Wir wollen sie so lange sie in unserer Obhut sind glauben lassen, dass alles gut sei, wir wollen vor ihnen nicht als die unverantwortlichen Verbrecher am Leben und Mittäter beim Verrat an unseren Fähigkeiten dastehen, sondern als Vernunftbegabte, gereifte und mündige Erwachsene Helden erscheinen. Wir hoffen diesen Zustand so lange wie möglich aufrecht erhalten zu können nur um sie dann der Welt so wie sie wirklich ist zu überlassen. Wir werfen sie weg, wir sind selbst verunsicherte, unmündige und verängstigt naive Mitläufer die für eine Zeit starke Helden spielen vor ihren Kindern, so lange diese ihnen hilflos und machtlos ausgeliefert sind. Und wenn sie sich dann beklagen, wenn sie zurückkommen und vom Leben in der Welt die wir ihnen überlassen übel gezeichnet sind, dann machen wir ihnen noch Vorwürfe, reden ihnen noch mehr Minderwertigkeitskomplexe ein, halten ihnen Moralpredigten von Stärke und Fleiß, von Ehrlichkeit und Disziplin, von all den Dingen die wir niemals gezeigt haben, die wir niemals besaßen. Doch wir konnten uns noch die falsche Identität erkaufen, konnten vielleicht geschützt von Geld und Wohlstand eine unsichere aber wirkungsvolle Traumwelt um uns herum aufbauen, die sich aus vier Wänden, einem Fernseher mit flimmernden, die Realität verzerrenden und an unsere Illusionen angepassten Bildern und Geschichten, aus Unterhaltung und übermäßigem Konsum zusammensetzt. 

Die Wahrheit ist, dass wir, die Erwachsenen, die Institutionen und die Systeme die wir über uns herrschen lassen die eigentlichen Bullies sind. Wir sind die Täter, wir misshandeln unsere Kinder, wir sind in vollem Umfang für diese Entwicklungen verantwortlich. Aber wir zeigen keineswegs eine vernünftige und mündige Reaktion, wir übernehmen nicht die Verantwortung für den Schutz unserer Kinder und den Schutz des Lebens, weil wir diesen Wert längst verloren haben. Wir haben den Wert des Lebens durch den Wert der Ideale ersetzt, der Ideale die reine Illusionen eines von Angst und Isolation geprägten Geistes sind. 

Lächerliche und beschämende Argumente bringen wir den Opfern entgegen und sehen dabei selbst so aus als wären wir voller Angst und Unsicherheit. Und so ist es auch. Die Direktorin die versichert sich 'dem Problem' anzunehmen indem sie 'mit den Schülern spricht', die Vertrauenslehrerin die zwei Schüler dazu zwingt sich vor ihren Augen die Hände zu schütteln und ein bedeutungsloses „Entschuldigung“ zu murmeln, der Vater der strengere Strafen für die Gewalttäter fordert und die Eltern die sich überhaupt nicht um die Probleme ihrer Kinder kümmern, sie alle sind vollkommen Hilflos und wirken verzweifelt und verkrampft wenn sie ihre Rituale abhalten, weil sie eben genau wissen, dass sie nichts tun können. Der Grund ist aber nicht der, dass die Systeme übermächtig seien oder dass dies nun einmal ein natürlicher Entwicklungsprozess sein, das sind nichts weiter als billige und Fadenscheinige Selbstrechtfertigungen. Der Grund warum sie nichts wirklich relevantes tun ist, dass sie es nicht wollen. Sie wollen es nicht weil sie wissen dass sie ihr eigenes Versagen eingestehen, dass sie ihr eigenes Leben, ihre Ideale und heuchlerischen Werte in Frage stellen müssten, und dass sie ihren Kinder eingestehen müssten, dass sie ihnen keineswegs überlegen sind, dass sie in keiner Weise besser oder vernünftiger waren als sie, dass sie nichts besser wissen und sich mit ihnen gemeinsam mit sich selbst und dem Leben in Einheit und Gleichheit versöhnen müssten. Es ist der niedere Stolz allein der ihnen wahres Handeln verbietet. Der Stolz der die Feigheit verdeckt, der die unerträgliche Angst vor der Offenbarung der eigenen Lebenslüge von ihnen trennt. Nichts Vernünftiges, nichts von Mündigkeit und Verstand ist in diesem Verhalten der Eltern, der Institutionen und der Gesellschaft selbst zu erkennen. Viel zu ängstlich klammern sie sich an das Gewohnte, das altbekannte und scheinbar bewährte. Viel zu ängstlich und auch Neidisch sind sie angesichts der Chancen die den Kinder gegeben sein könnten, würde man ihnen die Wahrheit präsentieren. Und was passiert wenn man ihnen nichts vorenthält sondern sie wie gleichwertige Menschen behandelt zeigt der Ausflug einer Schulklasse in die Schlachtfabriken in denen sie einen brutal wirklichen Eindruck von den lebensverachtenden und grausamen Folgen unserer zivilisierten Entwicklung, getragen und befohlen von den einflussreichen Erwachsenen und Eltern bekommen. Es müsste viel mehr von diesen Exkursen in die Realität für Kinder geben. Es mag traumatisierend sein, aber es ist die Wahrheit und es bietet ihnen eine Chance die wir ihnen zu neiden scheinen, die Chance sich grundlegend zu ändern und die Todbringenden und gefährlichen Normen und Werte über Bord zu werfen die wir ihnen einzutrichtern versuchen. Was für einen Sinn soll es haben, wo liegt der Wert für die Kinder in einem Aufwachsen in Verblendung, in einer Erziehung die sie nicht auf die Wirklichkeit vorbereitet? Wie traumatisierend der Schock der Befreiung tatsächlich für Kinder und Jugendliche ist, wenn sie das erste Mal in direkten und ungeschützten Kontakt mit der Wirklichkeit kommen ist uns überhaupt nicht klar. Wir belügen sie über viele Jahre in denen sie uns ein natürliches Urvertrauen entgegenbringen das wir uns nicht einmal verdienen müssen, und darauf sind wir dann noch stolz. Wir könnten kaum niederträchtiger und hinterhältiger handeln. Und eben dieses Handeln ist es was sie von uns lernen und welches sie dann auch anwenden. Das Gefühl des Selbstwertes durch die Unterordnung anderer zu steigern, zu versuchen der Gewinner zu sein aus Angst unterzugehen, weil die Gesellschaft und die Welt in der wir leben keinerlei Freiheit und Schutz mehr bietet. Es sei denn den Schutz des Geldes und dieser basiert ebenso auf Missbrauch und Ausbeutung und genau dafür wird das Privileg des Wohlstands auch genutzt. Markenklamotten, große Autos, Handys, teure Konsumartikel aller Art repräsentieren einen Ersatz für körperliche und soziale Fähigkeiten, Intelligenz und menschliche Kompetenz.

Fortsetzung folgt!

Tag0121 - Bullying (Teil 6) - Das Erbe der Schande

Zuhair Ahmad / Foter.com / CC BY-NC-SA


Fortsetzung zu
Tag0120 - Bullying (Teil 5) - Beschämende Rituale der Hilflosigkeit [Die Bedeutung der Worte]

Auszug:

"...die Grundlage des Lebens selbst, die unumstößliche Tatsache der Einheit, der Untrennbarkeit allen Lebens. Wenn diese Wahrheit verinnerlicht ist und das Bewusstsein vom Wahn der Trennung vom Fleisch befreit wird, ist die Einheit lebendig und der Einfluss des Menschen ein vom Leben selbst bestimmter, alles einender und ein schöpferisches Potential wird freigelegt, gegen das die verzweifelten und aus Angst geborenen Versuche stümperhafter Einseitigkeit unserer Zivilisationen, missbrauchte und Todbringende Werkzeuge aus kranken Geistern geboren, wie unglückliche Zufallstreffer aussehen werden.
Das ist weniger eine Prophezeiung als vielmehr eine Feststellung aus der empirischen Erfahrung meines eigenen Prozesses der Selbstanalyse, der Selbstbefreiung durch Selbstehrlichkeit und Selbstvergebung in die Selbstbestimmung."



Diese Welt unseren Kindern zu hinterlassen ist eine Schande. Das ist eine Tatsache und ich heiße jeden herzlich willkommen sich mit mir über diese Behauptung auf der Basis realistischer Weltanschauung und gesundem Menschenverstand auseinander zu setzen. Wir treten ab als feige, selbstsüchtige Ignoranten ohne Gewissen, ohne Verstand, ohne Vernunft und ohne Würde. Also ohne all die Attribute deren Eigenschaften wir als die den Menschen auszeichnenden zu Lebzeiten heucheln zu besitzen. Der Tod, der Gleichmacher reißt uns die Masken und Fassaden aus den Gehirnen, er legt frei was immer schon da war aber unterdrückt wurde die ganzen Jahre der Lebzeiten. Er entmachtet den großen Unterdrücker, den Sklaventreiber und Schlächter des Fleisches, das wuchernde Bewusstsein als die Persönlichkeit des Individuums, das alles überdeckende Ego, den Wahn der isolierten Einzelhaft in überheblicher Eigenliebe. Deshalb leben wir nur für den Moment des Todes und verachten all die Chancen und Möglichkeiten die uns zu Lebzeiten zur Verfügung stehen, unter anderem eben auch die Kinder. Wir verleugnen unser wahres Potential weil wir uns angesichts der Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung in die Hosen machen. Wir haben den Menschen zu einer jämmerlichen Figur werden lassen, zu einem paranoiden Psychopathen der krankhaft selbstsüchtig, krankhaft verängstigt und krankhaft unselbständig die Welt vor die Hunde gehen lässt, das Leben aller missachtet und nur die eigene Vorstellung seiner Selbst, sein Image, seine eigene Persönlichkeit als lebenswert gelten lässt.

Wir wagen es nicht einmal unseren Kindern die Wahrheit über die Welt zu erzählen, ihnen zu zeigen wie niederträchtig, hinterhältig und heuchlerisch unsere Werte und Ideologien tatsächlich sind. Wir verheimlichen die Folgen unserer Lebensweise vor ihnen so lange es geht und belügen uns selbst indem wir dieses Verhalten als Schutz und Rücksicht deklarieren. Der Wahn den wir leben ist eine künstliche Wirklichkeit die in unseren Gedanken als oberflächliches Ideal der Realität vorgehalten wird. Wir versteifen uns so sehr darauf, dass wir nicht einmal die einfachsten und offensichtlichsten Wahrheiten der Wirklichkeit anerkennen können, denn diese würde schon ausreichen unsere innere Gedankenwelt des Glaubens und der Vorstellungen einstürzen zu lassen. Deshalb fürchten wir die simple und unverhüllte Klarsicht der Kinder, deshalb fangen wir so früh wie möglich damit an ihnen die Geister zu vernebeln mit komplexen Idealen, mit Werten deren Bedeutung wir selbst nie verstehen, wir behaupten an eine Entwicklung zu glauben die das Interesse des Lebens, der Menschen und damit auch der Kinder verfolgen würde, eine Entwicklung die all diese offensichtlichen Entbehrungen der Freiheit, die Beschneidung der Selbstbestimmung und die Beschränkungen des eigenen menschlichen Potentials als rechtfertigen würde, irgendwann in ferner Zukunft wird sich das kapitalistische Wirtschaftssystem, die Globalisierung, die Ausbeutung und der Missbrauch an Milliarden Leben, die Kriege im Namen der Konsumnationen, die Missachtung der Menschenwürde und Menschenrechte als erfolgreich erweisen und wie durch ein Wunder werden alle Menschen glücklich damit sein. Ein Märchen das wir uns selbst immer und immer wieder erzählen, weil wir selbst fester Teil dieses Systems sind, wir sind ein Ergebnis, ein Resultat der Gehirnwäsche unserer Systeme und haben unser Leben Lang diesen Idealistischen Müll in uns hineingefressen und jetzt kotzen wir ihn unseren Kindern unverdaut vor die Füße. Fleiß zahlt sich aus, du musst besser werden als die anderen, du musst siegen, gewinnen, erster sein, schöner und reicher sein, du musst alles daran setzen oben zu schwimmen und nach unten zu treten, dann musst du dich nicht mehr sorgen, die anderen werden sich dann um dich kümmern, es wird dann ihre Aufgabe sein dich zu unterhalten. Denn so ist es doch überall auf der Welt, der Stärkere beutet die Schwachen aus, nur so kannst du wirklich überleben. Hier und da bist du hin und wieder mal Gönnerhaft, erkaufst dir Ansehen und Dankbarkeit von den niederen, untergebenen und hinterlassenen, das ist gut für deine Seele und wird sie bei Laune halten. So lange du aber noch nicht dort oben angekommen bist, so lange musst du dich bemühen ihnen zu gefallen, musst dich den Autoritäten dieses Systems unterordnen und anpassen, musst ihre Stiefel lecken und immer tun was sie sagen, musst dir die Medaillen verdienen die dir eines Tages den Zugang zu den oberen Reihen öffnen werde. Und dann bist du endlich an der Reihe, dann wirst du derjenige sein der andere für sich arbeiten lässt, dann hast du endlich das Ziel des menschlichen Strebens erreicht und kannst all deine Triebe ungehindert befriedigen, kannst rücksichtslos alles an dich reißen was du willst, die Anerkennung und der Respekt der Gesellschaft wird dir sicher sein und falls nicht, dann kaufst du dir eben welchen. Das ist ja das tolle an unserer Welt, dass diese Mentalität unsere gesellschaftlichen Wirtschaftssysteme schon derart programmiert und ausgelegt hat, dass dieser eine Punkt vor allen anderen sichergestellt ist: dass aller Zugang zu Lebensnotwendigkeiten und Luxusgütern einzig durch die alles ersetzende Währung, das Geld zugänglich ist und die Macht über das Geld obliegt einzig den Spitzenpositionen der kapitalistischen Welt, liegt einzig in den Händen der Eliten und damit halten sie die Geschicke der gesamten Welt in den Händen. Menschen wie wir, wie du und ich, ebenso Opfer der Gehirnwäsche, ebenso gefangen in selbstsüchtigem Narzissmus, ebenso unfähig zu selbstbestimmtem und eigenverantwortlichem Handeln und ebenso verunsichert und geplagt von Identitätskonflikten und Krisen. Das ist der Grund warum sie so geschickt darin sind allen anderen eben die Bröckchen vor die Füße zu werfen mit denen sie ihre Aufmerksamkeit und ihre Gunst gewinnen, das ist der Grund warum sie so gut darin sind Angst und Paranoia zu verbreiten. Weil sie selbst daran glauben.
Das ist die Mentalität und das sind die Werte die den Kindern subtil und auch ganz offen vermittelt werden und genau diese spiegeln sich auch im Verhalten des Bullying wieder,. Die Maßstäbe dieser Werte, dieser Oberflächlichkeiten, berieseln uns tagtäglich in den Medien, der Werbung und natürlich in unserem Umfeld, den programmierten Geistern unserer Eltern, Freunde und Bekannten, sowie in den Belohnungssystemen am Arbeitsplatz und in der Ausbildung.

 Fortsetzung folgt!


Samstag, 29. Juni 2013

Tag0120 - Bullying (Teil 5) - Beschämende Rituale der Hilflosigkeit [Die Bedeutung der Worte]

julie gibbons / Foter.com / CC BY


Fortsetzung zu Tag0118 - Bullying - Der feige Weg der Schuldzuweisung (Teil 4)
 

Die pseudo-pädagogischen Maßnahmen, die Oberlehrerhaften, überheblichen Gebaren der Lehrer und Aufsichtspersonen wenn sie sich als Schlichter und Besserwisser aufspielen, zwei junge Menschen die verloren in emotionalen, idealistischen Verstrickungen die sie selbst nicht durchschauen können zu sich zu rufen, um ein banales Ritual der oberflächlichen Versöhnung abzuhalten, sich die Hände zu schütteln, wenn sie dann noch völlig ahnungslos gelernte Erziehungsmuster anwenden, völliges Unverständnis zeigen wenn dieser stumpfsinnige Versuch einer Schlichtung keine Wirkung zeigt, den Kindern ins Gewissen reden und sich als fassungslos und hilflos darstellen, all das ist ein so erniedrigendes Schauspiel, eine beschämend lächerliche Darstellung der willentlichen Selbstaufgabe, der feigen Degeneration des Menschen und seines Selbstwertes. Wie dunkel und deprimierend muss die Hoffnungslosigkeit, die Ausweglosigkeit die ein Kind in den Händen solcher Institutionen empfindet sein?

Die Verantwortung liegt aber bei uns allen, nicht allein bei den Institutionen, denn ihre Stellen werden von Menschen besetzt die ebenso ahnungslos und ohne Verständnis für die emotionalen Denkmechanismen, die Reaktionen und Wertbildungen der persönlichen Wahrnehmung und Empfindung sind. Wir als Menschen, als Einheit hier und jetzt, in diesem Moment den wir alle gemeinsam haben müssen die Entscheidung in Erkenntnis der Einheit als Leben und in Anerkennung der Verantwortlichkeit für alles Leben, das unsere, das der anderen und aller die kommen werden treffen für das Leben und seine Entwicklung eigenverantwortlich einzustehen und unsere Bestimmung in der Gestaltung und Formung der gemeinschaftlichen Systeme des Zusammenlebens suchen. Erst dann können wir uns überhaupt als bewusste, denkende Wesen bezeichnen. Bis dahin aber sind wir nichts weiter als Sklaven der Programme denen wir aus Angst die Macht überlassen haben uns zu bestimmen.

Wir müssen immer aufmerksam auf die Worte und deren Zusammenhang, die Bedeutung ihrer Intonation, unseren Gesichtsausdruck und die Körperhaltung achten. Es ist die Art wie wir die Worte leben die ihnen die wahrhaftige Bedeutung verleiht, zusammen mit der Methode mit der wir sie unseren Kindern vermitteln. Wir übertragen durch sie viel mehr als uns die meiste Zeit bewusst ist. Die Sprache ist zum Wertvermittler unserer Lebensweise geworden und wir sollten uns bewusster darüber sein, dass sie durch uns ihre Bedeutung bekommt und dass die Inhalte die wir in den Geist unserer Kinder übertragen von uns gewollt konstruiert sind und keineswegs eine naturgegebene, unveränderbare Konstante oder eine Gesetzmäßigkeit darstellen die sich unserer Einflussnahme entzöge. Im Gegenteil, wir selbst und niemand sonst legen die Gesetzmäßigkeiten und die Bedeutungen, die Werte und die Zusammenhänge, und damit auch in gewisser Weise die Logik unserer Welt fest. Doch der fatalistische Irrtum ist die unhinterfragte Annahme der dogmatischen Bestimmtheit dieses Systems. Darin liegt der Verrat am Leben, der Verlust der Selbstbestimmung zum Zweck der Vermeidung unserer Verantwortlichkeit. Nur eine Illusion zwar, denn die Konsequenzen treffen immer uns alle, doch wirksam in der verheerenden Auswirkung auf die Wirklichkeit, die sich in der krankhaften, zerstörerischen und zersetzenden Entwicklung all dessen zeigt, das vom Menschen berührt und vereinnahmt wird. Innerhalb dieser Strukturen, unter den gegebenen Voraussetzungen können wir keine Verbesserungen herbeiführen, nur Symptome verlagern. Wir müssen das Problem an der Wurzel angehen, an der Bedeutung des grundlegenden Selbstwertes, der Identifikation als Mensch, auf einer Grundlage die für jeden Menschen dieselbe, für jeden verfügbar und unumstritten übertragbar ist. Das ist die Grundlage des Lebens selbst, die unumstößliche Tatsache der Einheit, der Untrennbarkeit allen Lebens. Wenn diese Wahrheit verinnerlicht ist und das Bewusstsein vom Wahn der Trennung vom Fleisch befreit wird, ist die Einheit lebendig und der Einfluss des Menschen ein vom Leben selbst bestimmter, alles einender und ein schöpferisches Potential wird freigelegt, gegen das die verzweifelten und aus Angst geborenen Versuche stümperhafter Einseitigkeit unserer Zivilisationen, missbrauchte und Todbringende Werkzeuge aus kranken Geistern geboren, wie unglückliche Zufallstreffer aussehen werden.
Das ist weniger eine Prophezeiung als vielmehr eine Feststellung aus der empirischen Erfahrung meines eigenen Prozesses der Selbstanalyse, der Selbstbefreiung durch Selbstehrlichkeit und Selbstvergebung in die Selbstbestimmung.

Fortsetzung folgt!


Montag, 24. Juni 2013

Tag0117 - Das stille Leiden der Kinder [Bullying] - Selbst-Bild und Selbst-Bewusstsein (Teil 3)

Chesi - Fotos CC / Foter.com / CC BY-SA


Fortsetzung zu Tag0116 - Das stille Leiden der Kinder [Bullying] "Picture Me!" Selbstdarstellung als Identitätsgrundlage (Teil 2)

Auszug:

"wir müssen die heuchlerischen Argumente der Angst vor unserer Verantwortlichkeit die alle Probleme nur auf die Symptome beschränkt endlich aufgeben. Es ist mir unerträglich geworden und es wäre ein Verrat an mir selbst und an dem Leben wenn ich auch nur eine Minute der mir verbleibenden Zeit nicht für den Wandel dieser Systeme einsetzen, an mir in jedem Atemzug arbeiten würde um mich restlos von diesen zersetzenden Programmen und Konditionierungen der Angst im Bewusstsein zu befreien, um mich voll entfalten zu können, um mein Potential voll und ganz dafür einzusetzen, dass dieser Wahnsinn der unkontrollierten Manipulation des Geistes ein totales Ende findet."



Was ist notwendig um einen Menschen mit dem Bild seines eigenen Körpers zu beleidigen? Vor allen Dingen, dass derjenige den es zu beleidigen gilt ein gestörtes Verhältnis zu sich und seinem / als sein Körper hat. Dafür wird in unserer Welt, in unserer Kultur in ausreichendem Maße gesorgt, da in unserer Entwicklung schon in frühkindlichen Stadien die Selbstidentifikation als eine reine Vorstellung gefördert wird, welche dann später mit unterschiedlichen Idealen, Werten und anderen Attributen behangen wird. Nicht die Wirklichkeit, das Sein und die Existenz als dieser Körper wird zur Grundlage unserer Selbstidentifikation, sondern eine Geschichte, eine Philosophie und eine Wertvorstellung die vor allen Dingen durch gesellschaftliche Vorgaben bestimmt wird, nicht etwa durch Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein. Die Unsicherheit die dadurch entsteht hängt vor allem mit der Tatsache zusammen, dass zum einen die Wertverteilung von rein profitorientierten Interessen der Machthabenden Elite bestimmt wird und dass zum anderen all diejenigen von deren Werturteilen man sich in seinem Selbstwertgefühl abhängig macht ebenso verunsichert und ängstlich sind, sich ebenso an Vorstellungen klammern und zu allen erdenklichen Manipulationen und Hinterhältigen Aktionen bereit sind um IHRE ganz persönliche Selbstwahrnehmungsgeschichte zu stärken.

Die Angst zuzulassen und zu stärken indem man vor Folgen warnt ohne Lösungen zu präsentieren die die Ursachen angehen bedeutet sich mit an dieser krankhaften Entwicklung zu beteiligen und sich diesen Kräften zu ergeben, und damit auch unsere Kinder diesen Entwicklungen in verantwortungsloser Weise zu übergeben. Wenn man glaubt man könne sich vor diesen Entwicklungen schützen, sich davor bewahren und vielleicht noch die eigenen Kinder, dann verfällt man der Illusion man wäre abgetrennt und unbeteiligt, man könne seine eigene Verantwortung ablegen. Das ist ein kurzsichtiges und ignorantes Verhalten, naiv und im Grunde nicht der Anleitung und Verantwortung für unsere Kinder würdig. Der Geist des Wetteiferns um jeden Preis, die größte Anerkennung und die stärkste Position zu bekommen ist ein irreführendes Wertekonzept, eine Ideologie die realitätsfremd und gesellschaftlich zersetzend wirkt. Dieses Denken hemmt das wahre Potential des Menschen und einer Gesellschaft, vor allem weil diese Stärke eine reine Illusion ist und in Wahrheit absolute Abhängigkeit bedeutet. Doch ist es in unserer Welt zur einzigen Selbstidentifikation geworden sich durch die kulturelle Anerkennung anderer zu bestätigen, wenn diese auch im Gegenzug lediglich ihre eigenen Selbstwertinteressen verfolgen. So ist nicht nur die Art, die Grundlage dieses Selbstwertes an sich eine substanzlose Illusion, sondern auch der Glaube an die Anerkennung der Anderen, ihre Wertschätzung ist lediglich eine Einbildung.

Das Ergebnis solch einer Konditionierung ist die ständige Hetze gegen das Bild, das Image anderer, der ständige Versuch sich selbst ideologisch aufzuwerten und in den meisten Fällen geht das einher mit der Abwertung anderer. Die Angst vor dem eigenen Wertverlust, die irrationale Angst vor dem Verlust der eigenen Identität und dem Gefühl etwas wert zu sein leitet uns dazu an ständig die Fehler und die Minderwertigkeit anderer zu suchen und hervorzuheben, wobei all das nur auf der Plattform des Bewusstseins, der Vorstellung und der Illusion stattfindet. Für den Menschen aber der nichts anderes gelernt hat, der unter dem Gruppenzwang der ideologisch verblendeteten Kultur zusammengebrochen ist – und das ist es, was mit den Kindern unserer Welt passiert – ist diese künstliche Wirklichkeit die einzige Realität, er kann sich nicht vorstellen, dass es etwas anderes geben könnte, dass er etwas anderes ist als sein Image. Die Kinder vor allem sind diesem Druck vollkommen machtlos ausgeliefert und sie sind allein gelassen damit, unter ihresgleichen, die einen schon mehr als die anderen indoktriniert und manipuliert, bilden sie Gruppen in denen sie sich abgrenzen, sich zu etablieren versuchen in einem Gedankenspiel dessen Regeln sie weder verstehen noch wirklich anwenden können, geleitet durch ihre unausgereiften und unverstandenen emotionalen Reaktionen werden sie zu Monstern einer künstlichen Realität, ausgespielt in der Wirklichkeit, grausam, ohne Grenzen, ohne Verständnis quälen sie sich gegenseitig, imitieren sie die Verhaltensweisen die ihnen vorgelebt werden von den erwachsenen Generationen die zwar mächtiger, aber keineswegs vernünftiger sind als sie.

Der Missbrauch von 'privaten' Informationen, das 'Beleidigen' anderer ist nur in eben dieser verblendeten Selbstidentifikation als ein Objekt der Vorstellung, nicht aber in dem unerschütterlichen Selbstbewusstsein gleichwertiger, lebendiger, körperlicher Existenz möglich. Wenn ich mein Leben lang versuche ein Image aufrecht zu erhalten, dessen Umsetzung niemals wirklich real war oder sein wird, dann lebe ich ein Leben lang eine Lüge, einen Selbstbetrug der jederzeit leicht entlarvt oder entblößt werden kann. Doch was bleibt, wenn die Maske fortgerissen wird? Das, was ich wahrhaftig bin. Und wenn ich mich dafür in irgendeiner Weise schämen müsste, dann habe ich definitiv das Leben verschwendet, dann bin ich betrogen worden um mein angeborenes Grundrecht auf freie Selbstentfaltung als das Leben. Dann habe ich schon mit dieser Erkenntnis das eigentliche Problem aufgedeckt und nun ist es an mir, die Verantwortung für mich als das Leben zu übernehmen und mich wieder mit mir selbst anzufreunden, auszusöhnen und mich endlich selbst zu bestimmen, frei und selbstbewusst. Das ist es, was wir unseren Kindern vermitteln sollten, dann gibt es keinen Raum fü Mobbing oder Bullying, jeder Versuch der Bloßstellung würde nur den Aggressor bloßstellen – und ihm damit die Möglichkeit seiner Selbstentdeckung geben. Doch wir müssen es nicht zu einem traumatisierenden Erlebnis kommen lassen, zumal ein solches Erlebnis in der Kindheit großen Schaden anrichten kann, vor allem weil es kaum Erwachsene mit genügend Selbstverständnis und wahrem Verantwortungsbewusstsein gibt um diesen Kindern bei der Bewältigung zu helfen, wir können diese Masken, diese Scharade der Kultur und des gesellschaftlichen Angst-Zwangs schon jetzt beenden und zu einer gesunden Einheit, zu einer Individualität und Vielheit die auf dem Verständnis der grundlegenden Einheit des Lebens basiert finden. Das ist unsere aufgabe und unsere Verantwortung als Eltern, als Erwachsene und als diejenigen die hier Macht und Einfluss besitzen um tatsächlich Veränderungen herbeizuführen. Diese kranke Gesellschaft, die krankhaften Entwicklungen der globalen Zerstörungswirtschaft zu stoppen, denn ihre ausweglose, katastrophale Entwicklung ist uns längst bekannt. Dazu müssen wir die Masken fallen lassen, uns der Angst die uns eingepflanzt wurde stellen und sie überwinden, denn das befreit uns von ihr und allen Konsequenzen und daraus kann ein Bewusstsein für den unerschütterlichen Selbstwert entstehen der uns alle eint, der keine Grundlage mehr für Missbrauch und Manipulation bietet.


Relevanter Vlog zum Thema:
 

Tag0116 - Das stille Leiden der Kinder [Bullying] "Picture Me!" Selbstdarstellung als Identitätsgrundlage (Teil 2)

trix0r / Foter.com / CC BY


Fortsetzung zu Tag0115 - Das stille Leiden der Kinder - Bullying, Symptom elterlicher Feigheit (Teil 1)

Auszug:

"Wenn uns nicht einmal das Schicksal unserer eigenen Kinder mehr berührt und dazu führt, dass wir endlich anfangen unsere Welt in Frage zu stellen und unsere Werte zu verwerfen wenn sie ihnen Schaden zufügen, was für eine Hoffnung sollte es da noch in ihren Augen geben? "

Kann Vermeidungsverhalten jemals die Lösung eines Problems sein? Kann ich einem Kind ein Verhalten zeigen, das es nicht zum Opfer von Hänseleien und Mobbing macht? Kann ein solcher Weg der Problembewältigung sinnvoll sein? Macht diese Herangehensweise nicht das Kind zum Schuldigen? Ist damit nicht die Frage nach der Ursache übergangen worden?

Ein aktuelles Beispiel:
Die Angst davor Bilder der eigenen Kinder zu veröffentlichen, die Angst davor, dass diese missbraucht werden könnten und zum Beispiel die Begründung, dass im Jugendalter eben diese Bilder von „Klassenkameraden“ benutzt werden könnten um die Kinder zu „blamieren“ ist ein Musterbeispiel für die heuchlerische Duckmäuser-Mentalität des heutigen „Erwachsenen“ Menschen, der sich mit einem billigen Abklatsch wahrer Vernunft schon als gesellschaftlicher Weltverbesserer gibt. Das steht überdeutlich für die Degeneration unseres Potentials als Menschen, für den Verfall unserer Fähigkeiten und unserer Würde.
Die Fragen die man stellen, beantworten und klären muss sind folgende:
WARUM muss man befürchten, dass andere Menschen unsere Kinder bloßstellen wollen, sie diffamieren wollen?
WARUM ist es bedenklich sich und seine Familie auf Fotos zu zeigen?
WARUM entwickelt sich in unserer scheinbar zivilisierten Kultur so etwas wie Hänselei, Mobbing und Bullying?
WARUM müssen wir das einfach akzeptieren als gäbe es keinen Ausweg?
WARUM tun wir nichts gegen die Ursachen solch krankhafter Entwicklungen? Und vor allem: WARUM sollte mein Kind sich in irgendeiner Weise für ein Foto von sich schämen müssen, selbst wenn es seinen nackten Körper zeigt? 

Ich möchte nicht, dass mein Kind in einer solchen Kultur die derart entfremdet ist vom Leben selbst und in Ahnungslosigkeit von der Natur des Lebens aufwächst. Ich werde alles dafür tun, dass diese krankhafte, Geschwür artige Entwicklung menschlicher Isolation und Abwertung, diese Sucht nach Diffamierung anderer, dieser Wahn sein Selbstbild an der Abwertung anderer gesunden zu können Endet. Es sind die Erwachsenen die sich in eben diesem Verhalten des Missbrauchs und der psychischen Quälerei widerspiegeln, NICHT die Natur der Kinder. Ich lasse diese selbstgerechte Lüge nirgendwo mehr stehen, wo immer ich ihr begegne. Dieser unsere Kinder zerfleischende Missbrauch durch die sogenannten „Erwachsenen“, diese Schuldzuweisung und Abwälzung der Verantwortung auf die Kinder, diese Ignoranz und Feigheit unter der meine Kinder und alle Kinder zu leiden haben muss Enden. Und das ist unser aller Verantwortung, wir müssen die heuchlerischen Argumente der Angst vor unserer Verantwortlichkeit die alle Probleme nur auf die Symptome beschränkt endlich aufgeben. Es ist mir unerträglich geworden und es wäre ein Verrat an mir selbst und an dem Leben wenn ich auch nur eine Minute der mir verbleibenden Zeit nicht für den Wandel dieser Systeme einsetzen, an mir in jedem Atemzug arbeiten würde um mich restlos von diesen zersetzenden Programmen und Konditionierungen der Angst im Bewusstsein zu befreien, um mich voll entfalten zu können, um mein Potential voll und ganz dafür einzusetzen, dass dieser Wahnsinn der unkontrollierten Manipulation des Geistes ein totales Ende findet.

Fortsetzung folgt!

Interessanter Vlog zum Thema:



Freitag, 21. Juni 2013

Tag0115 - Das stille Leiden der Kinder - Bullying, Symptom elterlicher Feigheit (Teil 1)

Diego Grez / Foter.com / CC BY


Die Dokumentation „TheBully Project“ war eine Offenbarung für mich, eine Dokumentation die ich mir 'antun' musste, durch die ich mich hindurch kämpfen musste, weil sie in mir so viele emotionale Reaktionen ausgelöst hat. Erinnerungen, Frustration, Verzweiflung, - Wut und Zorn schon gar nicht mehr, denn ich bin mir über die eigentliche Ursache und Herkunft dieser Entwicklungen durchaus im Klaren. Ich bin nicht sicher ob es damit zu tun hat, dass ich seit zwei Jahren selbst Vater bin, aber das spielt auch keine große Rolle. Das Thema Mobbing/Bullying unter Kindern ist ein bewegendes, unheimlich wichtiges und es muss vor allen Dingen Priorität in der Diskussion um Bildungspolitik und Erziehung haben.
Doch nicht nur das, wenn man den Ursachen dieser Entwicklungen auf den Grund gehen möchte muss man noch viel weiter gehen. Ernsthafte Nachforschung in allen Bereichen gesellschaftlicher Problematiken zeigt immer wieder deutlich auf, dass jedes Problem ganzheitliche Ursachen hat, dass man keines auf einen kleinen, engen Bereich begrenzen kann. Daher geht diese Blog-Reihe auf unterschiedliche Ursachenspezifikationen innerhalb einer Kultur und Gesellschaft ein, in der Bullying vielleicht noch kein so großes Thema ist wie in den USA beispielsweise, aber in der die Anfänge wenn nicht im Verborgenen sogar schon gleiche Zustände anzutreffen sind: in der unseren.

Ich habe seit mein Sohn den Kindergarten besucht einige Erfahrungen mit dem Verhalten anderer Kinder machen können und ich darf sagen, dass der große Teil erfreulich offenherzig und liebevoll zu sein scheint. Doch natürlich gibt es auch die erstaunliche Erfahrung, dass selbst drei oder vierjährige Kinder bereits auf oberflächliche Wertungen anderer geprägt sind, wie beispielsweise die der äußeren Erscheinung, ob körperlicher Art oder die Kleidung betreffend. Es sind die abschätzenden Vorgehensweisen der Kategorisierung nach eindeutig gesellschaftlich und medial erzeugten Klischees anzutreffen. Was trägt der Junge? Ist er dick? Hat er auffallende Verhaltensweisen? Ist er „anders“? Die Wahrnehmung der Unterschiede selbst ist hierbei wenig bemerkenswert, was jedoch auffällt ist die Unsicherheit bei der Wertung, oder die Wertung überhaupt, welche bei vielen Kindern überhaupt nicht anzutreffen ist. Die meisten reagieren kaum auf auffallende Unterschiede wie beispielsweise die Hautfarbe, die Körperfülle oder gar die Art der Kleidung. Sie werden wahrgenommen, aber als selbstverständlich, weder positiv noch negativ gewertet. Andere Kinder wiederum denken bereits in Kategorien, belächeln unsicher eine Andersartigkeit die in ihrer angelernten Wertkategorie vielleicht minderwertig oder als lächerlich anzusehen ist. Diese Beurteilung ist es, um die es geht, der Knackpunkt und die Grundlage der Separation im Geiste, der künstlichen Ungleichheit durch Idealismus der hier schon in der grundlegenden Entwicklung des Kindes mit gelegt wird. Das kann auf ganz subtile Weise passieren, denn Kinder sind erstaunlich sensibel wenn es darum geht Reaktionen, Wertungen, Ablehnung oder Zuneigung im Verhalten anderer wahrzunehmen, selbst wenn diese nicht durch Worte explizit ausgedrückt werden. Da liegt die Verantwortlichkeit der Eltern eben diese subtilen Wertungen bei sich selbst zu erkennen und sie nicht an ihre Kinder weiterzugeben, sondern sie bei sich selbst zu überdenken, zu analysieren und sich von ihnen zu befreien, sofern sie natürlich überhaupt ein Interesse daran haben. Es ist das Urvertrauen der Kinder in die Richtigkeit „Erwachsener“ Verhaltensweisen und Entscheidungen, das hier bedacht werden muss und das leider immer wieder schändlich missbraucht wird um sie anzupassen, um sie in ein Systems des Missbrauchs, der Ausbeutung und der Selbstsucht hineinwachsen zu lassen, ohne Rücksicht auf Verluste. Es scheint die Hoffnung vieler zu sein, dass ihr Kind zu den Bullies gehören wird, anstatt zu den Opfern. In extremer Weise zeigen die kommerziellen Medien diesen Missbrauch, der von allen Eltern gleichermaßen gebilligt wird, weil er eben von angesehenen Institutionen unserer Gesellschaft begangen wird und somit dem System dient, also irgendetwas gutes an sich haben muss, und wenn es die Illusion der freien Entscheidung und Entfaltung ist, die letztlich immer als Begründung für das Nichts-Tun herhalten muss. Hier werden die sich entwickelnden, leicht manipulierbaren Kinder gezielt geprägt auf Werte die der Konsumideologie und der vergeistigten Selbstaufgabe dienlich sind, die Illusion eines Einzelkämpfers und Anführers oder eines geheimnisvollen Helden, die Disney Mentalität einer hübschen, geliebten aber vollkommen abhängigen Prinzessin oder aber eines begehrten aber missbrauchten Sex-Idols, die zwanghafte Notwendigkeit den eigenen Selbstwert durch Anpassung an Konsum und Selbstdarstellung zu erlangen und die absolute Unterwerfung unter das Urteil „der anderen“. Bewusste und gezielte Limitierung des Potentials, gezielte Beschränkung der Selbstentwicklung eines Kindes im Namen des Profits. Die neuesten Technologien werden genutzt, millionenschwere Investitionen werden unternommen um diesen Marktsektor „Kind“ auszubeuten um daraus Profit zu schlagen. Und kein Elternteil scheint sich daran zu stören. Warum auch? So ist unsere Welt, das ist unser System, wir können nichts dagegen tun. Die Selbstaufgabe als selbstgerechte Rechtfertigung – eine Illusion. Es ist ein Selbstbetrug und ein Vergehen an den Kindern, an ihrem Vertrauen und ihrer Unschuld. Wenn sie irgendwann werden wie wir, wollen wir darin die Unausweichlichkeit einer solchen Entwicklung bestätigt sehen, anstatt aufzustehen und jetzt unsere Verantwortung zu übernehmen, um die offensichtliche Verantwortlichkeit die auf unseren Schultern lastet auch mit Würde zu übernehmen und dieses System im Namen unserer Kinder, im Namen des Lebens und der Zukunft des Lebens neu zu gestalten.
Die Eltern sind die Zielgruppe der Aufklärung über die Ursachen von Mobbing und Bullying. Nicht die Kinder, denn sie sind tatsächlich Opfer. Die Eltern sind aber Mittäter, denn sie repräsentieren und gestalten ein System dass schon bei Kindern solchen Missbrauch kultiviert. Die Ursachen müssen besprochen werden, nicht nur die Folgen, denn die werden sowieso erlebt, gelebt und sind bittere reale Erfahrung für viele tausend Kinder. Es geht weniger um die Schuldfrage oder Schuldzuweisung, denn auch die Institutionen selbst prägen unsere Kinder auf dieses Verhalten ein, sie tragen eben die Strukturen die wir ihnen geben. Es geht einfach um die offene und ehrliche Aussprache der wirklichen Ursachen, auch da wo sie die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft und Kultur (wenn man das so nennen darf) in Frage stellen oder gar ad absurdum führen. Den Mut aufzubringen Glaubenssätze und Ideale aufzugeben zum Wohl der Wahrheit, zum Wohl unserer Kinder und ihrer Zukunft, das sollte eine der leichtesten Übungen für einen mündigen, Vernunftbegabten Erwachsenen sein.

Die Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit eines Kindes das in dieser Weise den Institutionen überstellt, alleingelassen der scheinheiligen Anstrengung der Lehr- und Aufsichtskräfte überlassen wird die alle nicht einmal eine Ahnung haben was sie tun und wie sie diese Taten verhindern sollen ist unvorstellbar. Sie sind nicht nur auf sich allen gestellt, sie bekommen auch noch nicht einmal ein notwendiges Rüstzeug um sich selbst zu helfen. Im Gegenteil, man bringt ihnen eben genau diese Werte und Verhaltensregeln bei die zu solch katastrophalen Auswüchsen wie der gegenseitigen Zerstörung durch psychische und körperliche Gewalt führen. Man erzieht sie im Sinne einer Highlander-Mentalität in der es nur einen, oder zumindest nur wenige Überlebende geben kann und in der einer den anderen übertrumpfen und ausstechen muss um als erfolgreich und wertvoll anerkannt zu werden. Und sie lernen schnell, sowohl die scheinbaren Sieger, als auch die Opfer, deren Lektion darin besteht, dass sie keine Chance haben, dass sie kein Recht haben zu existieren, dass sie nur geduldet sind und eine Last darstellen. Sie lernen so schnell und gründlich, dass sie sich letztendlich sogar selbst terminieren, dass sie obwohl sie nicht einmal ansatzweise das Leben kennengelernt haben ihrem eigenen ein Ende setzen. Und selbst darin sind sie noch mutiger und zeigen hundertmal mehr Ernsthaftigkeit, Selbstehrlichkeit und Mut als alle Erwachsenen und sogenannten Führungspersönlichkeiten zusammen. Nicht, dass ich den Schritt in den Tod als Mutig bezeichnen möchte, doch wenn ein Kind diesen Ausweg wählt, dann hat das eine Konsequenz und eine Bestimmtheit in sich, die in der durch die Erwachsenen bestimmten Welt so sehr vermisst wird.

Wenn uns nicht einmal das Schicksal unserer eigenen Kinder mehr berührt und dazu führt, dass wir endlich anfangen unsere Welt in Frage zu stellen und unsere Werte zu verwerfen wenn sie ihnen Schaden zufügen, was für eine Hoffnung sollte es da noch in ihren Augen geben?

Fortsetzung folgt...

Der Link zur angesprochenen Dokumentation:  "The Bully Project"