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Donnerstag, 4. April 2013

Tag0053 - Die Kreativität der Angst [Teil 2] Resignative Depression und zwanghafte Selbstverletzung




Das Bewusstsein als System der Persönlichkeit, als Bildhafte Vorstellung einer geschichtlichen Entwicklung als Ich, als Sein, als der Gedanke, existiert in der Vorstellung auf Grundlage unerträglicher Angst, einer Angst vor der Verflüchtigung, vor dem Wertverlust der eigenen Selbstwahrnehmung, einer Angst die existenziell begründet ist in der Abhängigkeit von äußeren Systemen, bzw. von den Systemen die wir als das Bewusstsein als ‚äußere Systeme‘ wahrnehmen und die in hohem Maße unverlässlich und trügerisch sind. Tatsächlich sind sie eben die Konsequenz der eigenen Verängstigung, daher schließt sich hier der Kreis noch bevor der erste Schritt überhaupt getan ist und das Resultat ist ein völlig absurdes, irrationales und wahnsinniges Verhalten der “Gruppe“ als menschliche Gesellschaft oder Kommune. Jede Kommunikation wird geprüft auf den Vorteil den sie bringt, jedes Verhalten ist reaktiv aus einer inneren, emotionalen Verknüpfung mit der eigenen Vorstellungswelt heraus, unverständlich und sinnfrei für die Gemeinschaft, doch unglaublich wichtig für die Selbstbestätigung der illusionären Selbstwahrnehmung. Nahezu jedes Verhalten ist manipulativ und trügerisch. Der Nutzen der anderen ist immer ein persönlicher, ein eigener und er wird wenn möglich geheim gehalten. Stattdessen werden Gründe vorgeschoben, heuchlerische Argumente liefern die Rechtfertigung für ausbeuterisches und ausnutzendes Verhalten, Liebe, Freundschaft gilt so lange etwas wie der Nutzen erkennbar ist, auch wenn es nur ein ideeller ist. Das herauspicken von Einzelpersonen ist von vornherein eine egoistische Auswahl, ob es um Ehe, Freundschaft oder Partnerschaft geht. Sie folgt vorprogrammierten oder konditionierten Vorlieben, jenen Schlüsselreizen die dem emotional-hormonellen Gebilde den energetischen Kick versetzen der als angenehmer Rausch wahrgenommen und immer weiter verfolgt wird. Vernunft, Verstand, oder gar ein höheres Interesse als das ganz persönliche, ohne Rücksicht auf Konsequenzen und Verluste ist hier nicht zu erkennen. Und selbst jene die scheinbar selbstlos handeln und sich damit Präsentieren als uneigennützige, selbstlos-mitfühlende Menschen tun dies in viel zu vielen Fällen aufgrund eben dieser Anerkennung und oft offenbart das System selbst indem es ihnen eine gewisse Machtposition verschafft die eigentliche Struktur der Persönlichkeit und die tatsächlichen Motive, wenn sie diese dann im Glauben geschützt und verborgen zu handeln ausnutzen um die Ziele ihre geheimen, ganz persönlichen Agenda zu verfolgen.

Nach einer persönlichen Erfahrung mit meinen eigenen emotionalen Verknüpfungen und den inneren Konflikten zwischen Erwartungshaltungen und der Wirklichkeit, dem Selbstbild und dem Widerspruch der durch meine tatsächlichen Reaktionen und die Selbstrechtfertigungen die diese Verhüllen sollen entsteht, habe ich heute das erste Mal seit ewigen Jahren wieder ein wirkliches, depressives Empfinden gehabt, einen Gemütszustand der ausweglos erscheint, der so gerechtfertigt wahrgenommen wird, dass man sich nichts vorstellen kann, dass einen aus diesem Tief, dieser Resignation und diesem Zustand der Hilflosigkeit und Perspektivlosigkeit herausholen könnte. Eigentlich ist es eine Sicht dass alles Nutzlos ist, nichts wirklich Bestand, Verlässlichkeit und Wert besitzt, dass du nichts tun kannst, das irgendwie relevant wäre.

Interessanterweise war mir die ganze Zeit über durchaus bewußt, dass ich mich aus dieser Situation der Gedankenverlorenen Selbstaufgabe herausholen kann, ich wußte es aufgrund meiner eigenen Entwicklung, dem bewußten Prozeß des Selbst-Verstehens und der Selbstbefreiung dass es möglich ist. Und dennoch konnte ich es nicht, ich war nicht in der Lage, oder besser gesagt nicht bereit dazu. Und genau das ist nämlich der Punkt, dass dieser Zustand der Depression nur eine Facette des Egos, der Welt der vergeistigten, illusionären Selbstidentifikation als abgetrennt von der Wirklichkeit, als ein isoliert im Kopf existierendes Wesen, in deren Erleben man sich ebenso heimisch und bestätigt fühlen kann wie in sogenannter positiv energetischer Selbstwahrnehmung eines ‚Hochs‘, einer freudigen Erregung, daher ist es nicht verwunderlich warum diese zwei Extreme Hand in Hand gehen wenn man sie Psychopathologisch betrachtet.

Doch zurück zu dem Punkt des „nicht-bereit-seins“ sich zu Lösen von diesen Gedankenmustern:
Es gab keinen wirklichen Grund für meine Reaktion und den Zustand in den ich mich mehr oder weniger bewusst versetzt hatte. Ich war mir darüber im Klaren als ich gemerkt habe, dass die Rechtfertigungsversuche in meinem inneren Dialog erhebliche Lücken aufwiesen. Und ich entschied mich also, gar nicht weiter der tatsächlichen Ursache für mein Empfinden nachzugehen, sondern weiter darin hängen zu bleiben. Die Entscheidung ist getroffen durch die Vermeidung der selbstehrlichen Selbstanalyse. Tatsächlich reagierte ich auf ein Phantom das ich in meinem Geist unterschwellig aufgebaut und aufgestaut hatte, eine enttäuschte Erwartungshaltung und die persönliche Verletzung die ich daraus geformt hatte, eine Vorstellung von mir, meinem Wirken und Handeln, und von dem Feedback und der  zu erwartenden Haltung der beteiligten Personen mir gegenüber, kurz gesagt einer Erwarteten Dankbarkeit, aber nicht in Form einer direkten Belohnung, sondern in diesem Fall in Form der Nachsichtigkeit im Bezug auf unangemessenes oder ungerechtes Verhalten, Rücksichtnahme auf  und Akzeptanz meiner „persönlichen Schwäche“ und damit eine Legitimation oder besser gesagt eine erkaufte Freiheit für mich, mich hin und wieder gehen zu lassen, in altgewohnte Verhaltensmuster zurückzufallen ohne die Konsequenzen auf mich zurückkommen zu lassen. Ein äußerst missbräuchliches Gedankengut, wenn man es so in Worten vor sich ausbreitet. Doch gar nicht so selten anzutreffen. Es ist eine schwer zu durchschauende, fast perfekte Tarnung hinter scheinbarer Schwäche, hinter Aufopferung und Selbstlosigkeit, während man tatsächlich sich selbst wieder zur Hauptperson des Geschehens macht und innerliche Rechnungen schreibt und Schulden eintreibt in einer Währung die es überhaupt nicht gibt, Papiergeld im Spiel der Verlorenen Geister, der Illusionen, der energiesüchtigen Vorstellungsbilder des Bewusstseins. Das Tückische daran ist der versteckte Dolch, die geheimen Motive hinter tatsächlichen Verhaltensweisen und Taten, die durchaus allen Nutzen bringen, die durchaus auch im Moment der Ausführung und Planung selbstlos motiviert sein können, doch das Ego, die Persönlichkeit kann sich  ebenso zu einem späteren Zeitpunkt einschalten und die Umstände neu auslegen, interpretieren und umdeuten, einspinnen in eine Intrige der selbstsüchtigen Selbstaufgabe an Gewohnheiten, Bequemlichkeiten und die Sucht nach Potentiellen Energiemomenten. Auch das als verletzend wahrgenommene Verhalten der/des anderen kann durchaus wahrhaftig von Ignoranz und Undank getragen sein, allerdings ist die Reaktion darauf mit Verletztet und angekratztem Stolz in erster Linie ein Beweis für die heuchlerische Natur der scheinbar selbstlosen Tat.

Der andere / die anderen spielen niemals wirklich eine Rolle bei der depressiven Verstimmung. Zumindest nicht, wenn man sich in Selbstehrlichkeit durchleuchtet, sich selbst analysiert und durchschaut. Das ist natürlich ein langer Prozess dessen Beginn während einer solchen Verstimmung vielleicht unglücklich gewählt wäre. Daher habe ich auch erwähnt dass ich die ganze Zeit hindurch wusste, dass ich selbst verantwortlich sein muss für diesen Zustand, und faszinierender Weise dennoch nicht gewillt war ihn aufzulösen, sondern mich in der Entscheidung der Untätigkeit ihm hingegeben habe.  Ich muss gar nicht davon sprechen, wie man sein Umfeld mit einem solchen Verhalten belasten kann, was auch dann nicht gerechtfertigt wäre, wenn wie oben erwähnt deren Verhalten tatsächlich undankbare oder sogar ignorante Züge gezeigt hat. Vor allem das Umfeld, das gezwungenermaßen die Zeit mit einem verbringen muss ist oftmals Opfer solcher „verstimmten“ Persönlichkeiten und diese nutzen oder brauchen sogar die Reaktionen der anderen als Beweis der Wirkung ihres Missmutes, als Bestätigung dass ihre Stimmung real ist.

Die Selbstaufgabe an einen Zustand der Rsignation, der Depression als Sinn- und Nutzlosigkeit allen Handelns ist eine extreme Form der Selbstverletzung. Die Verletzung der Persönlichen Gefühle ist selbst herbeigeführt durch bewusst manipulativ interpretierte Wahrnehmung der Wirklichkeit, durch die Selbsthypnose im inneren Dialog mit dem sarkastischen Ich, das nicht aus  Verletztheit, sondern aus Trotz redet und denkt, aggressiv, alles wirkliche verleugnend und die innere Isolation und Abgeschlossenheit als Opfer herbeisehnt.  Die längst verlorene Unschuld um genau zu sein. Doch dahin zurück führt kein Weg, auch nicht der ins Innere des Bewusstseins, schon allein weil er nicht real ist. Allein die Selbstehrliche Akzeptanz der Eigenverantwortung, also der Schuld wenn man so will an allem was die Umstände und Gegebenheiten erst möglich gemacht hat, die „Mittäterschaft“  an der Wirklichkeit sozusagen, die Annahme des eigenen Selbst als das was man erlaubt und zugelassen hat, das was man geworden ist und das geradestehen mit und für alle Konsequenzen der eigenen Entscheidungen, der Vergangenen und der zukünftigen, die Selbstvergebung und lebendige Selbstkorrektur und Neuausrichtung  führen den Prozess der persönlichen, individuellen Rechenschaft, den Prozess der selbstbestimmte Selbst-Überführung, Selbst-Anklage und Selbst-Habilitation (im Sinne von Selbst-Befähigung) zugleich ist. Ich schreibe bewußt nicht Re-habilitation, weil es keine Ausrichtung an den alten, gewohnten Prinzipien ist, sondern eine Neu-Befähigung zum Leben, am Leben, als das Leben, an den Prinzipien der Einheit und Gleichheit allen Lebens ausgelegt. Nur so kann eine Gemeinschaft entstehen, die verlässlich und vertrauenswürdig als Representation des Lebens, als Ausdruck des menschlichen Lebens gedeihen kann, in der ein jeder in eigenverantwortlicher Selbstentwicklung das menschliche Potential im Sinne des Lebens, im Sinne der Nachhaltigkeit und somit im Sinne aller ausschöpft, in der der Gemeinnutzen gleichermaßen der Eigennutz ist, ein „Naturgesetz“ des Lebens sozusagen, das völlig aus dem Blickwinkel des vergeistigt verblendeten Bewußtseinssklaven gerückt ist, zu dem wir uns entwickelt haben. Diese Selbstbeschränkung auf Kosten aller muss ein Ende haben. Wir müssen die Entscheidung treffen, den Weg der Verantwortung zu gehen, gerade weil es der herausfordernde Weg ist, nicht der Bequeme. Bequemlichkeit ist Stillstand, wenn wir uns tatsächlich entwickeln, tatsächlich fortschrittlich sein wollen als „Menschheit“, dann muss jeder sich als gleichwertigen Teil dieser Menschheit und darin seine Verantwortlichkeit erkennen und sie leben.

Verantwortung tragen bedeutet zu leben, für das Leben zu Handeln bedeutet nichts zu verbergen, kein persönliches Interesse, außer das des eigenen Selbst als Leben. Und in dieser Selbstlosigkeit entdeckt man das eigentliche Selbst als das Leben wieder, als die Existenz in Einheit und Gleichheit, das physische, vielseitige, pulsierende [1]Leben.
Fortsetzung folgt…

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 04.04.2013


[1] Ich bin mir über die polemisch-hochtrabende Note durchaus bewusst, allerdings ist auch etwas sehr nüchternes und wahres in diesem Ausdruck wenn man darüber nachdenkt.


Mittwoch, 13. März 2013

Tag0031 - Fortsetzung zu "Mein Papa arbeitet" [Tag0030] - Selbstvergebung und Selbstbestimmung




Selbstvergebung und Selbst-korrigierendes Schreiben / Selbstbestimmung

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe emotionale Reaktionen für selbstverständliche, natürliche und dadurch legitimierte Verhaltensweisen zu halten und mich in ihnen im Moment der emotionellen Aufladung zu identifizieren und sie unkontrolliert auszuleben, mich dem Automatismus dieses Programms hinzugeben ohne Selbstbestimmung, ohne Fähigkeit mich zu steuern, innezuhalten, durchzuatmen und den gesunden Menschenverstand anzuwenden und dass ich durch dieses Verhalten, diese Selbstaufgabe die Mechanismen dieser emotional gesteuerten Ego-Programme weitergeführt und aufrecht erhalten habe, sie weiter verbreitet und verursacht habe im Umgang mit anderen, in dem vergeistigten und emotionalen Spiel mit anderen Menschen, beziehungsweise meiner Vorstellung von Ihnen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe durch meine Ignoranz gegenüber den Konsequenzen meiner fremdbestimmten und von mir erlaubten und zugelassenen Verhaltensmuster, in meiner Annahme sie seien das, was ich bin und was mich ausmacht, diese Konsequenzen mit zu verantworten, die anderem Leben schaden, mich selbst beschränken und unverantwortliche Denkweisen und Programme auch für andere legitimieren und in ihnen fördern.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich persönlich verletzt und angegriffen zu fühlen durch das Verhalten anderer und das was andere über mich denken, dass ich in der Verletztheit meiner Persönlichkeit nicht die Möglichkeit wahrgenommen habe die Punkte meiner eigenen Unsicherheit zu erkennen, sie anzugehen und eigenverantwortlich zu bearbeiten, denn jede Form der persönlichen Verletzung kann nur ein Hinweis auf Ungereimtheiten und Unsicherheiten in der eigenen Selbstwahrnehmung sein und ist niemals von der anderen Person hervorgerufen, schon garnicht von dem, was sie denkt, und auch das Verbreiten von Unwahrheiten über andere Personen kann nicht verletzen oder direkten Schaden zufügen, sondern die negativen Folgen von Verleumdung sind eine Konsequenz der Akzeptanz unseres Systems als Gesamtheit, und die schadhaften Konsequenzen dieses Verhaltens sind nur innerhalb der von uns allen akzeptierten und erlaubten Gesellschaftsstrukturen möglich und daher von uns allen, ob 'Opfer' oder 'Täter', mit zu verantworten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe eine bestimmte Person oder eine Personengruppe aufgrund ihres Verhaltens mir gegenüber zu be- oder verurteilen und die Gedankensysteme und inneren Werturteile zuzulassen die meine Sicht und mein rationales Denken trüben und alle Verhaltensweisen, Gesten und Äußerungen der betreffenden Personen durch die Schablone meines vorverurteilenden Denkens filtern, das erst durch die Akzeptanz der Kränkung, die eine Illusion ist, entstanden ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe einerseites die Umstände und die Entwicklung eines solchen Denkens, das ich als misstrauisch und auch feindselig oder zumindest ablehnend mir gegenüber wahrgenommen und erlebt habe zu verstehen und nachvollziehen zu können, und andererseits aber in Momenten der direkten Erfahrung solchen Verhaltens emotional aufgebracht, empört und verletzt zu reagieren und mich bisweilen in diesen Systemen der Wut, des Zorns und der gedanklichen Aggression zu verlieren.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben, mich nicht der emotional aufgebrachten Reaktion hinzugeben wenn ich die Erfahrung verleumderischen oder intriganten Verhaltens und ablehnender Haltung aufgrund von Vorurteilen und Ängsten anderer Menschen mir gegenüber mache, und stattdessen in dem Moment der Erkenntnis der ungerechten, schadhaften und auch nierderträchtigen Natur solchen Verhaltens die Ursachen und die Entwicklung dieser Persönlichkeitsstrukturen in unserer gesellschaftlichen, kulturellen Struktur zu erkennen, der Denkweise und Verhaltensweise die wir alle in vielerlei Hinsicht mitgetragen und fortgeführt haben, und mich anstatt mich in selbstgerechten Rachegelüsten als emotionale Selbstbefriedigung zu verlieren als das Leben der Bewältigung des Problems zu widmen, in Form von praktikabler Lösungsentwicklung und Dekonstruktion dieser Denkweisen und Verhaltensmuster, in der Enthüllung ihrer Ursächlichkeiten und der Zurückführung ihrer Entwicklung auf die irrationalen, selbstgeschaffenen Ängste und Unsicherheiten einer vergeistigten,vollends manipulierbaren Selbstidentifikation.
Denn darin muss die Verantwortlichkeit liegen die tatsächlich selbstehrlich und verlässlich, vertrauenswürdig und integer dem Leben selbst gewidmet ist, die Selbstbestimmung und Selbstsicherheit als Mensch die unumstößlich und eigenständig aus der Quelle des Lebens selbst in der Realisierung seiner Einheit und Gleichheit erwächst. Das ist die Verantwortung die lebendig in den Kindern zum Wohle allen Lebens weiterlebt, die die tatsächliche Ursächlichkeit der Probleme in Selbstehrlichkeit angeht, auch und vor allem da, wo diese die althergebrachten und gewohnten Denk- und Wertmuster angreift oder auflöst.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in jedem Moment der emotionalen Aufgebrachtheit, in der ich die Muster innerer Verletztheit, der Beleidigung oder ähnlicher illusionärer Programme meines Bewußtseins verspüre nicht an diesen Systemen teilzunehmen, nicht darauf einzusteigen und mir in einem Atemzug im lebendigen Moment des Gewahrseins dieser Mechanismen ihre Ursache zu verdeutlichen und diesen Moment in eigenständiger Eigenverantwortung zu nutzen um die Punkte zu finden, zu erkennen und zu analysieren die mir diese Unsicherheit verursachen um sie zurückzuführen auf innere, verborgene Ängste um diese zu transformieren, damit ich diese Denkmuster nicht weiterführe, nicht weitergebe und vor allem auch meinem Kind nicht das unverantwortliche Beispiel eines 'reagierenden', mechanischen Programms der Gehässigkeiten, der mentalen Kriegsführung, der unfairen Verunglimpfung und der Verlogenheit aus Ignoranz und Feigheit gebe. Denn die Feigheit sich selbst gegenüber, die Feigheit vor bedingungsloser Selbstehrlichkeit ist die einzige Feigheit die unverzeihlich ist, die nur in einer das ganze Leben bestimmenden Entscheidung zu absoluter Hingabe an das Leben in schonungsloser Selbstehrlichkeit transformiert werden kann.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben für das zu stehen was das Beste ist für alle - als das Leben, in jedem Atemzug und in jeder notwendigen Selbstkorrektur meiner konditionierten und angelernten Bewußtseinsprogramme, geradezustehen für das was ich bin, als lebendiger Organismus in Gleichwertigkeit und Einheit mit allem Leben, egal welche Wiederstände oder Widrigkeiten sich mir auftun werden und dass ich auf diese Widerstände nicht mit Ablehnung oder Trotz reagieren werde, da ich sie eindeutig verstehe, da ich sie selbst kenne und weiß, dass nur durch das beständige, gelebte Beispiel als Beweis der Fähigkeit zur grundlegenden Veränderung eines jeden Menschen tatsächlich ein Wandel möglich wird der notwendig ist, wenn es tatsächlich um das Leben geht, wenn wir als Menschen wahrhaftig Vernunft und Verantwortungsbewußtsein zu unseren Eigenschaften und unserer Natur zählen wollen.

Meine Verantwortlichkeit gilt dem Leben, gilt mir und allem Leben gleichermaßen, vor allem auch der Zukunft des Lebens, also den Kindern, also kann sie nicht verschwendet werden indem ich sie lediglich an mir selbst, an meinen Empfindungen, an meinem emotionalen Wohlbefinden auslebe, indem ich sie als nur für mich oder meine Familie als gültig betrachte, daher muss die Verantwortlichkeit bei mir selbst, bei meinen akzeptierten und erlaubten Persönlichkeitskonzepten die all die Verhaltensweisen der Hinterhältigkeit, der gegenseitigen Missgunst, der gegenseitigen Ausbeutung und emotionalen Ausnutzung in sich tragen die wir als gesellschaftlich-kulturelle Prinzipien fördern und an unsere Kinder bewußt und unbewußt weitergeben.
Daher bestimme ich mich als Mensch und als das Leben in eigenverantwortlicher Selbstarbeit zur Selbstbefreiung vonn all diesen Mechanischen Denkmustern und Programmen, den Akzeptanzen der automatisierten emotionalen Reaktion und verpflichte mich zu eigenverantwortlicher Selbstbestimmung in Selbstehrlichkeit in Einheit und Gleichheit mit allem Leben und zum Wohl und zum Besten allen Lebens.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 13.03.2013


Sonntag, 10. März 2013

Tag0028 - Unbewußte Basisprogramme und ihre emotionale Wirkung im 'Konflikt'



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe im Moment der Chance mich durch eine emotionale Erregung zu atmen, bei mir und im Moment als das Leben zu bleiben, die Aufmerksamkeit habe gehenlassen und anstatt die Vorgänge in meinem Körper und meinem Bewußtsein zu erkennen und zu leiten in Unterdrückung und den Versuch der Wahrung eines Bildes von mir selbst im Moment einer emotionalen Auseinandersetzung als 'der ruhige' und 'vernünftige' Part zu erscheinen und dabei von der selbstbestimmten, am Leben und dem gesunden Menschenverstand ausgerichteten Eigenverantwortung abgewichen bin, was unweigerlich in der Anhäufung der aufgestauten unterdrückten emotionalen Reaktionen zu einem Ausbruch aggressiver verbaler und unter Umständen auch körperlicher Reaktion führt, als Konsequenz der Vernachlässigung meiner Eigen-Vernatwortlichkeit.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe emotional aufgebracht zu reagieren obwohl mir im Grunde völlig klar war, welche gedanklichen Vorgänge und Mechanismen zu den Äußerungen über die ich mich aufgeregt habe geführt haben müssen und dass ich es trotz dieses Verständnisses kaum geschafft habe die Aussagen nicht als Angriffe auf mich, auf mein Leben, meine Person und alle eingebildeten 'guten' Eigenschaften zu interpretieren, was mich dann in diesen Wahn des Versuchs der Selbstverteidigung durch mentale Kriegsführung bringt, in der sich Gedankenkonstrukte als Persönlichkeitsideen versuchen gegenseitig ins moralische 'Aus' zu setzen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe die Sinnlosigkeit der Selbstaufgabe an ein emotionales Verwirrspiel zweier Menschen nicht selbstbestimmt in meinem gegenwärtigen Bewußtsein, meiner Aufmerksamkeit gehalten habe, dass ich es vorgezogen habe aus Gewohnheit und konditioniertem Verhalten mich dieser Situation auf die emotionale und Bewußtseinsgeprägte Weise hinzugeben und das Leben, die körperlichen und raum-zeitlichen Konsequenzen dieses Verhaltens ohne Rücksicht auf das Wohl des Lebens, der Beteiligten und der Entwicklungswirkung auf meine eigene Verhaltensweise dadurch mißachtet zu haben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe, dass die in mein Bewußtsein eingeprägten Reaktionsmuster und Konditionierungen, die Glaubenssätze und Werturteile immer noch Raum und Möglichkeiten von mir bekommen weiter zu wirken und mich zu bestimmen, unbewußt und in der Konsequenz des fortgeführten Verhaltens auch bewußt, getragen durch die von mir akzeptierten und erlaubten unbewußten / unterbewußten Grundeinstellungen mir selbst und anderen Menschen gegenüber.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben, in jedem Moment emotionaler Reaktionen mir die Wirkungsweise und die Ursache der Art und Weise der Reaktion vor Augen zu führen um mich und mein Persönlichkeitskonzept immer besser verstehen zu lernen und dadurch die Selbstbestimmung und die Fähigkeit zu Eigenverantwortung zu erlangen, damit ich die Konsequenzen meiner programmierten Verhaltensweisen erkennen und dort verhindern kann, wo ich als Mensch, als das Leben in sSelbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit nicht zu ihnen stehen kann.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zuselbstehrlicher Selbstschau, zu einem gewillten, eigenständigen Prozess der Selbstanalyse und der Dekonstruktion meiner vorprogrammierten Verhaltens- und Denkmuster, der emotionalen Konzepte und Zusammenhänge, zur Aufspürung und zum Verständnis ihrer Ursachen um verstehen zu lernen / zu können wie ich das geworden bin, diese Person die ich bin und für die ich mich halte als ein Resultat einer 'natürlichen' Entwicklung und als ein Ergebnis meiner 'Anpassungsfähigkeiten' weil ich lange nicht hinterfragt habe, woran und warum ich mich angepasst habe und was ich mir davon versprochen / erwartet habe.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben dazu, das Bild das ich in diesem fremdbestimmten Entwicklungsprozess von mir selbst gewonnen habe zu dekonstruieren und zu analysieren, zu verstehen warum ich versucht habe es auch gegen gesunde, der Wirklichkeit und dem Leben angepasste Veränderungen und Notwendigkeiten zu verteidigen, warum ich das Gefühl und den Glauben entwickelt habe dieses Bild tatsächlich zu sein und in dem fanatischen Glauben an dieses Ego-image rücksichtslos auch gegen die Interessen anderer Menschen und Lebewesen vorgegangen bin / gehandelt habe.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in der Partnerschaftlichen Übereinkunft diese selbstgestellten emotionalen 'Fallen' aufzuspüren und mich in dem Moment meiner Verpflichtung dem Leben gegenüber, zur Selbstehrlichkeit und zur Eigenverantwortlichkeit als das Leben zu erinnern, mich in jedem Atemzug durch diesen Moment zu bringen und eins und gleich mit allem Leben die Interessen allen Lebens in gleichwertigkeit dadurch zu achten dass ich diese Selbstverpflichtung lebe, in jedem Moment und vor allem auch in denen, in denen die emotionale Prägung besonder stark arbeitet und reagiert.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 10.03.2013