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Sonntag, 3. März 2013

Tag0020 - Der schmale Grat zwischen praktischer Organisation und Anpassung Teil 2 / Ablehnende Reaktion














Verfasst am 02.03.2013
Wie auch Tag0019 habe ich diesen Blog dieses Wochenende ohne Internetzugang verfasst. Tag0019 konnte ich mit der Handy-App BlogIt hochladen, diesen habe ich handschriftlich verfasst und heute übertragen.

Wie leicht lässt man sich von seiner Aufmerksamkeit und der bewußten, selbstehrlichen Lebensweise, selbstbestimmt, ausgerichtet am Wohl des Lebens, an den Prinzipien die das Beste für alle verfolgen, ablenken? In hunderten nahezu unbemerkten inneren Reaktionen und widerständen, kleinen, emotionalen Schaltern die die eigene Stimmung, die Einstellung und die Sicht auf die Dinge beeinflussen. In der Akzeptanz und Erlaubnis das System der bewußten und unbewußten Wahrnehmung bedingungslos zu sein und seine Programme zu verfolgen, sich und sein Leben entlang dieser Stimmungen, Aversionen und Bedürfnissen auszurichten istman eben diesen Handel eingegangen sich selbst als das Leben, die Selbstbestimmung und die Eigenverantwortlichkeit aufzugeben um sich vor Konsequenzen, vor der Individualverantwortung scheinbar zu schützen. Man glaubt irgendwo im Verborgenen, dass man durch die Übernahme der Systematischen Konditionierung und Prägung durch Kultur, Gesellschaft, Elternhaus, quasi als Mensch nicht mehr verantwortlich sein muss für das,was man als dieses Erziehungs- und Ausbildungsresultat glaubt zu sein. Man schiebt die Person/Persönlichkeit vor, geht nach den Eigeninteressen der Bedürfnisbefriedigung nach und zuckt angesichts der Konsequenzen für sich und andere nur machtlos mit den Schultern.
In der Fortsetzung des vorletzten Blogs zum Thema 'Ausrede und Ablenkung' geht es heute um innere Reaktionen der Ablehnung, in einer Reaktion auf eine Aussage, ein Statement, und in der scheinbar interessierten Gegenfrage der Persönlichkeit die nicht an ehrlicher Aufklärung, sondern an Bestätigung der vorgefertigten Meinung interessiert ist.

Die inneren Reaktionen auf eine Aussage, ein Statement, das es offensichtlich auch wert sein muss in Erwägung gezogen zu werden, also das beispielsweise von einem Menschen der geachtet und vertrauenswürdig ist stammt, oder das einfach aufgrund des Sinngehalts seine Bedeutung erschließen lässt, ist immer ein wichtiger Indikator für 'dunkle Bereiche' und Unklarheiten in der eigenen Selbstwahrnehmung und Selbstidentifikation. In der emotionalen Reaktion zeigen sich Schwachstellen im Gerüst des Gedankenkonstrukts der eigenen Weltsicht.
Eine bestimmte Reaktion, die immer auf solche Schwachpunkte hinweist ist die Reaktion der Selbstverteidigung, der unmittelbar gegenüber einer Aussage ablehnend eingestellten Verteidigungshaltung, ohne dass eigentlich ein Angriff stattgefunden hätte.

Wenn ich also wie erst kürzlich geschehen auf eine Aussage auf die die Kriterien der Bedeutsamkeit wie oben beschrieben zutreffen, mit einer verteidigenden Haltung reagiere, also dem Versuch einer Selbstrechtfertigung für meinen persönlichen Standpunkt den ich durch die getroffene Aussage angegriffen oder bedroht sehe, dann übersehe ich im egoistischen Wahn das allzu offensichtliche, nämlich dass ein Angriff auf eine Grundhaltung oder eine 'Meinung' nur dann überhaupt möglich ist, wenn diese Haltung oder 'Meinung' angreifbar ist, und das bedeutet wenn ein anderer Mensch grundsätzliches, gerechtfertigtes Interesse daran hat diese Grundhaltung zu kritisieren. Und das hat er immer dann, wenn sein eigenes Interesse durch die von ihm kritisierte Haltung bedroht wird. Jetzt geht es natürlich dabei um das eigene Interesse der persönlichen Freiheit die der gesunde Menschenverstand und das Prinzip des Lebens von eigens her garantiert und das bisher nur der Mensch selbst gewagt hat in Frage zu stellen, nämlich das Recht auf Leben, und alle Notwendigkeiten der freien Entfaltung dei dem Leben dienen und einen anderen nicht in seiner Freiheit einschränken.
Also ist meine Grundhaltung, wenn ich sie bedroht sehe durch eine gerechtfertigte direkte oder indirekte Kritik schon von mir selbst bezweifelt und der Grund weiter daran festzuhalten und sie zu verteidigen kann einzig und allein Selbstinteresse sein, also egoistisches Interesse, das die Interessen und Rechte aller anderen außer Acht lässt.
Jetzt wir häufig gegen jede dieser Grundlagentheorien der Freiheitseinschränkung damit argumentiert, dass man die freie Entscheidung des Menschenin keiner Weise einschränken dürfe, und dass selbst Selbstzerstörerische Entscheidungen zu dieser Freiheit gehören müssten. Doch lässt diese Argumentation auf Selbstgerechte Weltsicht und einseitigkeit schließen, denn sie lässt natürlich dei Verantwortlichkeit als das Leben für das Leben eines jeden Einzelnen außer Acht, und damit auch die tatsächliche Wirklichkeit der Einheit allen Lebens und somit auch der Gesellschaft. Ein Mensch, in diese Welt gebracht, versorgt und in einer Gesellschaft an der er gleichberechtigte Teilhabe und Einfluß hat, trägt auch die Verantwortung für sein Potential als menschliches Leben und muss diese auch gegenüber allen anderen tragen. Eine Entscheidung zu sinnfreiem selbstzerstörerischem Verhalten ist somit aus vielerlei einleuchtenden Gründen inakzeptabel, weil es eben sehr wohl das Leben und die Freiheit anderer beeinflußt und einschränken kann. Doch zurück von dem kleinen Exkurs zum Thema persönlichkeitsrechte und Freiheit zum Thema der Reaktion der Ablehnung/Verteidigung.

In eigenverantwortlicher Selbstbestimmung in Gleichheit und Einheit mit dem Leben stoppe ich mich also in einem solchen Moment der inneren Reaktion unmittelbar und frage mich selbst nach der eigentlichen Ursache dieser Reaktion. Wie gesagt habe ich eine solche Reaktion erst kürzlich erlebt und festgestellt, dass ich nach der Reaktion, nachdem ich schon den Versuch unternommen hatte mich selbst zu bestätigen indem ich eine Gegenfrage gestellt hatte die im Grunde keine war, als ich mir die Frage noch einmal angeschaut habe erkennen musste, dass diese Frage erstens keine ehrliche Frage war, sondern eine Selbstüberzeugung sein sollte, quasi gestellt in der Erwartung ihrer Überzeugungskraft von meiner Grundhaltung, und zweitens, dass ich diese Frage, selbstehrlich und unvoreingenommen gestellt ausschließlich an mich selbst richten konnte und mir selbst beantworten musste, wenn auch in einer ganz anderen Weise als ich das zuvor schon getan hatte, als ich selbst innerlich nicht überzeugt von meiner selbstrechtfertigenden Antwort gewesen bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich selbst zu belügen indem ich einer emotional-ablehnenden Reaktion auf eine Aussage eines geschätzten Menschen reagiert habe und dieser Reaktion blind vertraut habe, während ich in heuchlerischer Weise versucht habe Offenheit und Interesse vorzutäuschen in einer diesen Anschein erweckenden Fragestellung wobei ich innerlich längst wußte, dass diese Frage ein Selbstbetrug und ein Täuschungsmanöver darstellt, welches letztlich nur zu Blockade führen kann, oder aber, in selbstehrlicher Selbsteinsicht zu einem Lehrbeispiel für die verantwortungslose Ignoranz den eigenen Gedanken und Wertesystemen gegenüber und ein Weckruf für mehr Aufmerksamkeit, mehr 'Hier' zu sein im Moment als der Atem, als das Leben, als das Selbst wird.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe durch den Versuch der Selbstrechtfertigung in Abtrennung von einer Aussage die eine innere Grundhaltung meiner Persönlichkeitsmuster in Frage stellt mich selbst auf einen 'verlorenen Posten' zu stellen, mich zu einer isolierten Einheit in Gedanken, ind Gedankenwelten zu machen und darin die Rechtfertigung wiederum für meine Selbstaufgabe in Frustration oder Depression zu finden die mich zurückwirft in den Zustand einer manipulierbaren, willenlosen und verantwortungslosen Existenz in dem Glauben ein Opfer zu sein.

Bastian Neumann / Welda, Ramstein / Deutschland / 02.03. + 03.03.2013


Samstag, 23. Februar 2013

Tag0013 - Die Angst vor dem wirksamen Weg - und seine kategorische Ablehnung




















In meinem letzten Blog habe ich über den 'Freien Willen' und die damit zusammenhängenden Illusionen in unserer Welt geschrieben. Es war keine Fortsetzung geplant, aber dieser Punkt bringt es mit sich, dass er in fast allen Bereichen der Dekonstruktion menschlicher Denkweisen eine zentrale Rolle spielt. So auch in der Reaktion auf Wege und Verhaltensweisen, der Ablehnung, der Verunglimpfung und dem Angreifen jedweder Offenbarungen die die Glaubenssätze der eigenen Persönlichkeitssysteme nicht nur in Frage stellen, sondern sie entkräften und als das darstellen, was sie wahrhaftig sind, vor allem dort, wo sie reines Selbstinteresse und irrationale Beweggründe bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber ihren inakzeptablen Konsequenzen verklären sollen.

Die Freiheit des Menschen ist überall dort fragwürdig, wo er sie sich nicht eigenständig selbst gibt. Überall dort wo er sie abhängig macht von äußeren Umständen und Systemen, die ihm die Freiheit seiner Entscheidung ermöglichen. In unserer Welt als Mensch zu leben, bedeutet innerlich zerrissen zu sein, zwiegespalten zwischen gedanklicher Selbstwahrnehmung, der persönlichen Prägung und Konstitution der Entwicklungsgeschichte der Person und der Wirklichkeit die immer wieder mit dem virtuellen Bild menschlicher Gesellschaften kollidiert, das auf diesen persönlichen Illusionen und Ideologien basiert, welche die Prinzipien der Wirklichkeit des realen physischen Lebens kaum in Betracht ziehen. All das ist ein Ergebnis der Selbstaufgabe des Menschen, des Individuums, der Anpassung an imaginäre Werte die künstlich erzeugt und eben durch diese Anpassungsprozesse aufrecht erhalten werden. Die freie Entscheidung, die den Freien Willen des Menschen voraussetzt findet sich in unserer Welt nur in diesem einen Punkt der freien Entscheidung für die Ignoranz, für die 'Bequemlichkeit' eines komplett vergeistigten Daseins das zu seiner Aufrechterhaltung all die Konsumgüter braucht die die Gesamtheit der Gesellschaften zur Verfügung stellen und zu deren ausreichender Produktion sie die Ressourcen des wirklichen Lebens, des physischen Lebensraums rücksichtslos und ohne Sinn für Nachhaltigkeit ausbeuten. Dass das Prinzip des stetigen Wachstums das unsere verherrlichte Wirtschaftswelt bedingt und ausmacht ein deutliches Signal innehat, nämlich dass dieses immer weiter und bis ins unermessliche gesteigerte Konsumverhalten und seine Notwendigkeit um die Menschen 'bei Laune' zu halten genau die Mechanismen eines Suchtverhaltens wiederspiegelt, eines Abhängigen Menschen der sich selbst aufgegeben hat und offensichtlich alles andere als frei ist, wird nicht einmal angesprochen wenn wir uns den scheinbar unlösbaren Problematiken dieses realitätsfremden Verhaltens das wir kultiviert haben gegenüber sehen. Und so ist auch die Ablehnung jedes gesunden Menschenverstandes der es wagt die tatsächlichen Ursachen der Probleme und der drohenden Selbstzerstörung anzusprechen ein analoges Verhalten zu dem eines zutiefst abhängigen, eines süchtigen Menschen. Die Selbstsucht die darin sich zeigt ist nur ein Beiwerk, sie ist die notwendige Egozentrik eines sich selbst rechtfertigenden Opferdenkens, eines geschwächten, verzweifelten und doch von dem erdrückenden Zwang der empfundenen Gefahr des Entzugs getriebenen Menschen der nun diesen Antrieb der Sucht als Lebens- und Handlungsmotivation akzeptiert und verinnerlicht hat. Ein heroinabhängiger Mensch, wenn er konfrontiert wird mit den wirklich notwendigen Schritten für eine Befreiung von seiner Sucht, reagiert mit totaler Abwehr, mit Ablehnung, unterstellt seinem Gegenüber alle erdenklichen Dinge, er wird paranoid und mitunter Gewalttätig, er wird sich erst dann der Wahrheit dieses Lösungsweges eines kalten Entzugs stellen, wenn der Leidensdruck unerträglich wird oder aber wenn er keine andere Wahl mehr hat. Der Weg zurück in die Sucht in die offensichtliche Sackgasse erscheint in jedem Moment als der angenehmere, bequemere Weg, auch wenn die Folgen und die unausweichliche Selbstzerstörung, von den Konsequenzen die er über sein Umfeld bringt mal ganz abgesehen, unübersehbar auch für ihn sind. Mit Freiheit und freier Entscheidung, da will mir sicher jeder zustimmen, hat das nichts zu tun. Der freie Wille wäre die Entscheidung die Verantwortung für sich und andere zu akzeptieren und zu übernehmen und jeden Schritt zu gehen der auf diesem Weg notwendig ist, egal wie schwer oder undenkbar er auch sein möge. Nicht nur um sich selbst zu retten, sondern um ein Beispiel zu geben, um das System der Selbstvernichtung aus zu stoppen, um die Angst zu überwinden und sich das Leben und seine Befreiung zur Bestimmung zu machen. Dafür lohnt es sich zu leben und dafür lohnt es sich zu sterben. Und so stehen wir als abhängige von Komsumverhalten, Statusdenken, Jahrhundertealten Wertvorstellungen die in unser Bewußtsein gebrannt sind, als ABhängige unserer Angst und unserer eigenen Systeme die uns von ihr ablenken sollen, die aber genau diese Angst ausnutzen um uns gefügig und funktional handeln zu lassen, um den reibungslosen Ablauf der kontinuierlichen Selbstverblendung im Namen von Illusionen und fanatisch fantastischen Identitätskonzepten eines erhabenen, überirdischen Menschen der nicht nur abgetrennt von allem existiere, sondern der sich frei machen könne von den einheitlichen Grundprinzipien der physischen Existenz.
Wir sind Wesen mit einem Bewußtsein, ja. Aber wir sind zunächst Wesen, Organismen, Leben gleich und eins mit allem Leben in dieser Existenz. Und so lange wir nicht die Verwirrung und Verblendung erkennen mit der wir uns betäuben und berauschen um unserer Eigenverantwortlichkeit für alles Leben gleichermaßen aus dem Weg zu gehen und uns ihr nicht aufrecht, bzw. aufrichtig in bedingungsloser Selbstehrlichkeit stellen um ein Leben in Würde und Freiheit für alle gleichermaßen hier in dieser Existenz zu ermöglichen - wozu wir durchaus fähig sind - so lange wird jeder Versuch und jede Anstrengung uns als bewußte Menschen weiterzuentwickeln und unser Potential voll auszuschöpfen vergebens und kontraproduktiv sein, denn die Freude am Leben als das Leben kann nie auf Kosten anderer, unter brutaler Ausnutzung der gewaltsam hergestellten Ungleichheit wahrhaftig sein. Sie ist höchstens ein 'Quick-fixing', ein emotionales Aufbäumen ohne Nachhaltigkeit und ohne wirklichen Sinn. Das Ergebnis ist die Sucht nach mehr, die Gier nach mehr Bewußtseinsreizen, koste es was es wolle. Daher ist alles was wir in unserer Welt fortschrittlich nennen und als 'hohen Entwicklungsstand' bezeichnen nichts weiter als Spielzeug für den Geist, für das Bewußtsein, für die virtuelle Realität im Kopf der einzelnen Menschen, die durch gezielte Manipulation und Prägung zu emotional- und gedanklich verknüpften Systemen programmiert werden, die auf eben diese Reize, diese Symbole des Konsummarktes reagieren um sich dort den nächsten und den übernächsten 'Hype' zu holen. 

Nichts ist frei in dieser Welt, niemand ist frei in seinem Willen. Es gibt nur eine wirklich freie Entscheidung die dem Menschen zur Verfügung steht, und das ist die zu gnadenloser und bedingungsloser, selbstehrlicher Selbstanalyse, um sich und seine inneren Funktionsweisen der Gedankensysteme, der Mechanismen der emotionalen Trigger und der Reaktionen verstehen zu lernen um sich von Fremdbestimmung und Selbstmanipulation zu befreien. Daraus wird und muss in der Konsequenz auch das System so wie es ist enden, denn es ist eine Projektion dieser Selbstaufgabe des Menschen, die die Manipulation der Massen, die Ausbeutung und die Ignoranz ihr gegenüber erst möglich macht. Wenn sich der Mensch Schritt für Schritt selbst dekonstruiert und erkennt, dass die Bewußtseinssysteme die er für sein Selbst gehalten hat künstlich waren, ein Resultat seiner Ignoranz und antrainierten Schwäche, dann wird er sich als das, was bleibt, gleich und eins mit dem Leben sehen. Und das macht es für ihn unmöglich und inakzeptabel weiter an einem solch absurden System der selbstzerstörerischen 'Fixerei', der bewußten Abkehr vom Leben und der Flucht in Wahnvorstellungen festzuhalten. 

Im Grunde wollte ich in diesem Blog darauf hinaus, dass es ganz normal und zu erwarten ist, wenn man mit solch grundlegenden Infragestellungen der allgemein akzeptierten und nicht einmal mehr wahrgenommenen Selbstidentifikationen des Menschen als reine Illusion einer überwertigen Persönlichkeit, als Verneinung seiner Würde und seines Potentials, seiner Freiheit als Lebewesen, unter Aufbringung der unwiderlegbaren Beweise der Konsequenzen, der durch und durch irrationalen Handlungen der Menschenmassen, der unsagbaren Ignoranz gegenüber all dem Leid das der Mensch dem Leben antut auf der einen und der dreisten Heuchelei seines Selbstbildes als Mensch als erhaben, intelligent und 'gut' auf der anderen Seite öffentlich wird, dass die Gegenwehr und Abwehrreaktion vieler Menschen ganz enorm sein wird und sein muss, dass Menschen versuchen werden diesen Weg unmöglich zu machen, ihn zu verunglimpfen und als 'böse' darzustellen, denn, und das ist der Knackpunkt: es ist der Weg, der tatsächlich etwas bewirken wird. Und zwar weil er offen und ehrlich die Ursachen der Probleme aufspürt, weil er die Möglichkeit des Menschen nutzt, Selbstehrlichkeit zu kultivieren und dabei ohne Angst ist vor der Verantwortung die das mit sich bringt. Im Gegenteil, im Grunde ist es gerade die Akzeptanz der Eigenverantwortlichkeit für und als das Leben, die einen Menschen erst lebendig macht, die ihn vertrauenswürdig, eigenständig und verlässlich macht, und die ihn in die Lage Versetzt, sein gesamtes Potential als Mensch auszuschöpfen, weil ihm nicht mehr sinnfreies Selbstinteresse im Weg steht, sondern weil er in all seinem Tun dem Leben selbst zugewandt ist, eins mit ihm ist und somit die Unterstützng des gesamten Lebens in all seinen Enscheidungen auf seiner Seite weiß.

Dieser Weg, diese Entscheidung richtet sich nicht 'gegen' irgendwen oder irgendetwas, es ist kein 'rebellischer' Weg, sondern ein Weg der Akzeptanz der Einheit und Gleichheit als das Leben, für das Leben, ein Weg, der Verständnis kultiviert indem der Mensch zunächst sich selbst vollständig verstehen lernt. Es ist auch kein Weg der Möglichkeiten ausschließt, der auf ein festes Ziel als einem festen Zustand hinausläuft. Im Gegenteil, es ist der Weg, der als einziger völlige Freiheit für das Leben vorsieht und darin auch die gesamte Entfaltung der Einheit des Lebens in seiner Vielheit erst möglich macht, indem er die notwendigen Verhältnisse und Voraussetzungen schafft, indem er allem Leben diese Freiheit ermöglicht.
Das ist der Weg, der beginnt mit der ersten, eigenständigen und freien Entscheidung eines jeden Einzelnen. Er kann nicht angeleitet oder initiiert werden, denn dann wäre es kein freier Wille mehr. Der einzige Sinn der 'Gruppe' ist der der bedingungslosen gegenseitigen Unterstützung auf diesem Weg, nich der der Kontrolle. Am gesunden Menschenverstand und den notwendigen Bedingungen in Akzeptanz unserer Wirklichkeit, der Welt so wie sie ist und uns selbst, so wie wir geworden sind ausgerichtet und von diesem, gleichen Startpunkt aus gemeinsam den Weg der Selbstbefreiung und damit der Befreiung des Lebens zu gehen, das ist frei ausgedrückt der Sinn von 'Desteni', es ist die Gesamtheit der Menschen die diese Entscheidung aus freiem Willen getroffen haben und die sich jeder für sich, aber in gegenseitigem Austausch und gegenseitiger Unterstützung, in diesem Prozeß befinden, in jedem Atemzug, in jedem Moment ihres Lebens. Es ist die eigene, selbstbestimmte Entscheidung zur Selbstbefreiung in einem Moment der Selbstehrlichkeit, die dich sozusagen zu einem 'Destonian' macht, auch wenn du nie davon gehört hast. Es ist möglich diesen Weg allein zu gehen, jedoch ist es ungleich schwieriger mit den Widerständen des eigenen Systems fertig zu werden ohne den Support anderer, die ebensolche Schwierigkeiten vielleicht bereits überwunden haben oder mit dir gemeinsam überwinden.
Die Reaktion der Anklage und der Beschuldigung ohne jede Beweisführung, ohne jeden Hintergrund und ohne eigene, selbstbestimmte Recherche und eigenständige Beurteilung, die Abwehr in Übernahme von Urteilen anderer ist vielmehr als bedenklich und gefährlich zu bezwichnen, denn man gibt sich, ganz entlang der Prinzipien unserer derzeitigen Sytsteme, in Abhängigkeit von eingebildeten Instanzen und Autoritäten denen man die Vernatwortung für die eigenen Entscheidungen und damit die Kontrolle über das eigene Leben übergibt, aus Angst und Bequemlichkeit, aus Furcht vor der Eigenverantwortlichkeit, der freine Enscheidung und des freien Willens, den man so gerne hätte. Was man fürchtet ist, dass es wahr sein könnte, dass man nachdem man selbst sich offen und ehrlich informiert und nachgeforscht hat, nachdem man an sich selbst und in sich selbst herausgefunden hat, dass diese Entscheidungsmöglichkeit und die Freiheit des Selbst mit all den Konsequenzen der Eigenverantwortlichkeit tatsächlich wahr ist, nicht mehr so einfach in der Lage ist, sich selbst weiter zu belügen, sich selbst etwas vorzumachen indem man so weitermacht wie bisher, indem man sich versucht in Ignoranz zu üben, die Verantwortung für die Konsequenzen des eigenen Lebens, der eigenen Akzeptanzen und erlaubten Verhaltens- und Denkweisen abzuschieben. Man könnte erkennen, dass diese Abwälzung der Verantwortlichkeiten bedeutet, sich selbst aufzugeben im Tausch für eine Illusion eines Lebens, eines Selbst als einer abgetrennten Person, die nichts weiter ist als eine Blase die ohne die Ignoranz und Selbstaufgabe der 'anderen', ohne ihren Glauben einfach zerplatzen würde. Doch platzen wird sie so oder so, wenn der Körper endet, wenn das Leben das dich bisher ausmacht transformiert wird, dann werden die Illusionen einfach verschwinden und nichts bleibt zurück als das Leben selbst, und die realen Konsequenzen deiner Akzeptanzen, deiner Erlaubnis, deiner Selbstaufgabe an ein trügerisches System.

mfg

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 23.02.2013


Sonntag, 6. Mai 2012

Tag 13 - Verdrängung, Widerstand, Trotz - die Ego-Schutzprogramme




Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich in meiner Vorstellung als getrennte, für sich selbst stehende Persönlichkeit wahrzunehmen, die sich in ihrer Handlungsweise und rücksichtslosen Interessensverfolgung durch die fälschliche Annahme ein unschuldiges Opfer äußerer Umstände zu sein gerechtfertigt sieht.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe Konsequenzen meines Verhaltens und Denkens zu ignorieren weil mir der unmittelbare Genuß, die Bedürfnisbefriedigung und meine eigene Gewohnheit wertvoller und wichtiger erschien als das Wohl des Lebens.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich in meiner Existenz als Leben zu verleugnen und mir eine Scheinidentität der geistigen Selbstverherrlichung mit Eigennützigem Auftrag erschaffen und entwickelt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe zu glauben ich sei mehr als das was ich als lebendiger Organismus bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich in den Möglichkeiten zur Selbstbefreiung als Leben im Geist und durch den Geist zu beschränken.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, durch meine Starrheit im Geist im Bezug auf regelmäßiges, tägliches Schreiben viele wichtige Punkte meinem Prozess der Selbstbefreiung zu entziehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich dem täglichen Schreiben und dem Anwenden der Selbstvergebung und Selbstkorrektur nicht mit ebensolcher Hingabe gewidmet zu haben wie beispielsweise dem körperlichen Training.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, das körperliche Training und die Bewegung im Allgemeinen als die einzig wahrhaftige Möglichkeit zu betrachten durch die man direkt das Leben fördern und unterstützen kann und dass ich nicht erkannt habe, dass der Effekt in gewisser Weise auf meine eigene körperliche Existenz begrenzt bleibt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich durch diese Selbstbeschränkung auf meinen eigenen Körper der universalen Verantwortlichkeit als Teil des Systems zu entziehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich von der geringen Resonanz auf meine Blogs bestätigt zu sehen in meinem inneren Widerstand gegen das Schreiben, mich entmutigt zu fühlen und sowohl meine Eigenverantwortlichkeit als auch die Ursache mangelnder Konsistenz zu ignorieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, einen unmittelbaren Erfolg in Form von Anerkennung und positiver Resonsnz auf meine Texte zu erwarten un darin die eigentlich grundlegende Motivation dieser Arbeit, ihren eigentlichen Zweck der Offenbarung als Unterstützung und lebendiges Beispiel zu verraten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich von meiner persönlichen Prägung und den damit zusammenhängenden Gedanken verwirren und ablenken zu lassen vom Schreiben und der notwendigen Selbstarbeit, indem ich mir selbst einredete dass es nutzlos sei und ich meine Zeit lieber mit anderen Dingen verbringen sollte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich selbst zu bestechen indem ich meine persönlichen, vorprogrammierten Bedürfnisse nach Unterhaltung und Entspannung gegenüber meiner Verantwortlichkeit und meiner Entschlossenheit zur selbstehrlichen Teilnahme am Prozess der Befreiung menschlichen Lebens bevorzugt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich von meinen mentalen Konditionierungen und programmierten Ideologien der Selbstverherrlichung bestimmen zu lassen und dadurch die Freiheit des Lebens und die Befreiung von der Versklavung des Lebens unter diese Wertvorstellungen menschlichen Bewußtseins an meine egozentrische Religion und Weltsicht verkauft habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe, immer wieder auf die altgewohnten Gedankenkonzepte selbstherrlicher Rechtfertigung egoistischer Interessen zurückzugreifen, wie zum Beispiel die der 'Ohnmacht', der Minderwertigkeitsgefühle, der Selbstzweifel und der Nutzlosigkeit gegenüber einer überwältigenden, übermächtigen Systematik.

In dem letzgenannten Konzept steckt schon der Denkfehler der eben allem menschlichen Denken, Verstehen, Philosophieren, Planen und Handeln eine Selbstbeschneidende Ignoranz zugrunde legt. Eigentlich ist es eine Verleugnung der eigenen Existenz, denn sie setzt das Gegenteil einer offensichtlich wahrnehmbaren Tatsache voraus: Die Abtrennung der individuellen Existenz vom Gesamten und die Wahrnehmung des Selbst als 'Benutzer' oder besser gesagt als 'Anwender' der vorgegebenen Strukturen und Prinzipien. Ein erlerntes Verhalten mit der Gesellschaft und dem System umzugehen, wie mit einem Fahrzeug, einem Computer oder einem bestimmten Programm. Doch diese Vorstellung ist reine Fantasie, vielleicht noch Wunschdenken, denn die eigene Auslieferung an die bestehenden Verhältnisse als ein Opfer ist nicht nur eine feige Ablehnung der offensichtlichen Eigenverantwortlichkeit als Teil des Ganzen, sondern sie Rechtfertigt auch noch das eigene Handeln in jeder nur erdenklichen Weise. Da man sich in der Opferrolle moralisch auf der Siegerseite sieht, kann man das System benutzen um sich sozusagen an allem zu Rächen von dem man sich hineingezwungen sieht. Man darf ja schließlich um sein Überleben kämpfen, sich verteidigen, da sind nahezu alle Mittel recht. Und wenn der Mensch nunmal so ist wie er ist, wenn ich gezwungen sein sollte mich diesem Verhalten anzupassen um mir ein möglichst angenehmes Leben zu verschaffen, dann ist damit offensichtlich alles in bester Ordnung.
Doch wenn man eben aus einer falschen voraussetzenden Annahme einen richtigen Schluss zieht, so entspricht dieser natürlich nicht der wahrhaftigen Realität, denn diese verweigert schon der Prämisse die Existenzberechtigung. Der Mensch ist nicht abgesondert vom Leben, nicht getrennt als statisch existierendes, manifestiertes Wesen von der Materie abgespalten. Er steht in ständigem Austausch wie jeder andere Organismus auch mit allem in dieser Existenz und die Abtrennung geschieht lediglich in der Vorstellung der individuellen Wahrnehmung. Sie wird natürlich verstärkt und scheinbar ideologisch und empirisch bestätigt, da das gesamte menschliche Umfeld sich so verhält, als entspräche dies der Wahrheit. Dennoch lässt sich an allen Ecken und Enden und auch mitten im gesellschaftlichen Leben die Verlogenheit und Falschheit dieser Lebensprämisse menschlicher Selbsterziehung erahnen. Denn dort entsteht der wahre Lebenskonflikt:

Wofür interessieren sich die Mensch und - was liegt wirklich in ihrem Interesse?
Wer formt dieses Interesse und welchen Nutzen hat es - oder besser gefragt WEM nützt es wirklich? Welchen Prämissen folgt es und woraus entwickelt es sich?
Wer hat dir gesagt was du tun sollst oder bist du wirklich dein eigener 'Herr'?
Spielst du nur mit oder bestimmst du die Spielregeln?
Passt du deine Wünsche und Bedürfnisse dem Angebot an oder hast du den Mut dich aus dir selbst heraus zu äußern?
An wen richtest du deine Erwartungen, wenn nicht an dich selbst und was ergibt sich für eine Rolle für dich, wenn du dich von 'den anderen' abhängig machst?
Kannst du es wagen, dich in den Dienst des Lebens zu stellen ohne dich dabei zu verlieren?
Oder hast du dich nicht längst im Gewirr der Gedanken, Ideologien, kulturell vorgegebenen Charakterrollen und deiner Akzeptanz der Ausweglosigkeit verloren?
Werden wir nicht erst dann wirklich lebendig, wenn wir den empirischen Prinzipien der Wirklichkeit dieser Existenz folgen und unser Handeln und Streben am Wohl allen Lebens ausrichten, da in ihnen ganz offensichtlich eine Wahrheit unangetatset ruht: dass das, was das Beste für alle ist, zwangsläufig auch das Beste für den Einzelnen bedeutet?
Können wir nicht erst dann von uns als einer lebendigen, zusammenstehenden Spezies sprechen die den Weg wirklicher Entwicklung und Selbstentfaltung geht?
Was bedeutet gegenüber diesen Möglichkeiten, im Vergleich mit diesen Aussichten ein vereinzeltes Leben im Gedanklichen, im reinen Glauben an Ideologien, Werte und Normen die künstlich erdacht, unvollkommen nur persönlichen Wertsetzungen folgen welche Zeitlich sehr begrenzt und beschränkt auf eine unverwirklichte Geisteswelt mit dem Ende eines Menschenlebens erlöschen? Das tragische bei alledem ist, dass diese Wertsetzungen und Normen immer wieder von nachfolgenden Generation benutzt, weiterentwickelt und angepasst werden, so dass eine öffentliche Vorstellung einer Gemeinsamkeit der Interessen entsteht, wobei aber im Grunde jder nur sein eigenes, ganz persönliches, von seiner selbstempfundenen Opferrolle bestimmtes Interesse verfolgt und diese Ideologien nach seinem persönlichen Vorteil auslegt. So ist es im kleinen wie im Großen, die persönliche wie auch die nationale und internationale Politik folgt eben diesen grundfalschen Grundvoraussetzungen der Selbstrechtfertigung. Ein von Rachegelüsten geprägter Eigennutz, eine trotzige Verdorbenheit, ein quängelndes, gehässiges und niederträchtiges Wesen hat der Mensch sich so erlaubt zu werden. In ewigem, gegenseitigem Misstrauen, denn der Grundsatz der Gleichheit findet tatsächlich noch Akzeptanz, wenn auch nur dort wo man ihn sich selbst und der Rechtfertigung feiger Verantwortungslosigkeit zunutze macht.

Ich stoppe die Selbstverleugnung indem ich mich in jedem Moment inneren Widerstandes durch das Atmen und das Gewahrsein meiner Existenz in Einheit und Gleichheit mit allem Leben meiner Verantwortlichkeit stelle und mich dem Selbstbestimmten Prozess der Selbstbefreiung hingebe.