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Dienstag, 14. Oktober 2014

Tag 187 - Schande und Gewissen - Begriffsdefinition



Begriffsdefinitionen zum Verständnis, angestoßen durch den Post

Tag 184 - Unsere Schande - Ist "assi" sein jetzt cool?

 

Auszug:

Wir ziehen es vor, unsere Kinder zu verstümmeln, ihnen die Fähigkeit die Welt so zu erkennen wie sie ist zu rauben, damit sie nicht die Fehler wahrnehmen die wir gemacht haben, damit sie nicht die Feigheit und Ängstlichkeit sehen die uns dazu veranlasst hat uns hinter Fassaden und in unseren Gedanken zu verstecken. Doch sie spüren es so oder so. Das Problem ist, dass sie nicht verstehen WAS sie spüren und eben aus diesem Unverständnis das einfach in unserer Unfähigkeit begründet ist sie vorbildhaft anzuleiten, entstehen Missverständnisse und unkontrollierte, selbstzerstörerische emotionale Reaktions- und Handlungsmuster deren Konsequenz letztlich die Selbstzerstörung sein wird. Das ist unumgänglich und unübersehbar überall zu erkennen, da kann man diesen Aspekt noch so sehr als Pessimismus und Dramatisierung abtun wollen, die Wirklichkeit und die realen Konsequenzen allen Handelns lassen sich nicht einfach wegdiskutieren. Wir ziehen die würdelose Selbstverstümmelung und Reduzierung auf triebgesteuerte Egoisten der Wahl eines gemeinnützigen, mündigen und aufrechten Lebens vor. Schande ist das einzige Wort, das mir dazu einfällt. Schande über uns als Menschheit, Schande über unsere hämische Scheinmoral, unser lächerliches Überlegenheitsempfinden und die Ignoranz unserer Programmatik.


Schande und Gewissen

Was bedeutet Schande und was meine ich damit wenn ich schreibe „Schande über uns als Menschheit“?

Beispiele offizieller Definition:

„Eine Sache, die jemandem in seinem Ansehen stark schadet“
„Ein empörender, skandalöser Vorgang“

Diese Definitionen sind jedoch äußerst ungenau und können nicht definitiv gelten. Das Ansehen einer Person ist in erster Linie durch äußere Faktoren bestimmt, die nicht seiner eigenen Kontrolle unterliegen. Diese Faktoren können äußerst unterschiedliche Ausprägungen haben, beispielsweise in unterschiedlichen Kulturräumen und sind nicht von der Person selbst abhängig. Tatsächliche Bedeutung für die Person und für alle kann Schande nur haben, wenn sie authentisch ist, also von der Person selbst auch verstanden, akzeptiert und empfunden wird und wenn unter gleichen Voraussetzungen, also dem Verstehen der Zusammenhänge und der Akzeptanz der grundlegenden Regeln und Prinzipien als wahr und allgemeingültig, diese Schande für alle Menschen gilt. „Empörend“ und „skandalös“ sind ebenfalls Begriffe, die vollkommen unterschiedlich definiert und aufgefasst werden können. Doch wie auch immer sie definiert und aufgefasst werden sind sie immer künstlich konstruiert und basieren auf Glaubenssätzen und nicht auf tatsächlicher, allgemeingültiger Gesetzmäßigkeit.

Neue Definition von Schande:

Die Schande ist das innere Eingeständnis einer Tat oder einer Untätigkeit die vor sich selbst und dem gesunden Menschenverstand  nicht zu rechtfertigen ist, wobei der Versuch der Rechtfertigung aber dennoch unternommen wird um sich imaginär der eigenen Verantwortung zu entziehen. Dieses Verhalten ist als schändlich zu bezeichnen, da es die Leugnung offensichtlicher Tatsachen bedeutet und die eigene Fähigkeit der Einsicht ignoriert und damit die eigene Würde untergräbt.

In dieser Weise ist das Wort Schande in meinem Blog aufzufassen und in diese Weise sollte Schande verstanden werden. Es geht immer darum, vor allem bei der Definition emotionaler Begriffe, sie auf das eigene Selbst zurückzuführen. Die Definition über äußere Faktoren oder gar die Empfindungen anderer Menschen kann nicht definitiv gelten und verursacht eine  schwammige Auffassung des Gesagten die Interpretationsfreiraum bisweilen nach Belieben offen lässt und damit die Auseinandersetzung mit einem Thema ad absurdum führt.

Gewissen

Das Gewissen ist dabei der Teil, in dem die eigene Selbstrechtfertigung stattfindet. Kann ich für meine eigene Tat oder Untätigkeit vor mir selbst nicht geradestehen so lastet sie mir auf dem Gewissen, da ich mit der Lage in der ich mich befinde nicht abschließen kann. Der Versuch diese Situation durch Scheinrechtfertigungen und Selbstbetrug zu überdecken ist die schandhafte Tat. Auch sich von der Last zu befreien ist nicht der richtige Ausdruck, denn Befreiung würde ein Loswerden bedeuten und das wiederum, dass diese „Last“ auf jemand anderen oder auf die Idee von Umständen gelegt werden soll. Beides ist ein Konstrukt des Geistes und das Loswerden eine imaginäre Prozedur die nicht wirklich ist und nicht wirklich entlastet. Da die sprichwörtliche Last ja eben auf dem aufrecht erhaltenen Konflikt der versuchten Leugnung der Eigenverantwortung beruht, kann man nicht die Ursache der Last bestehen lassen und diese gleichzeitig loswerden. Zuerst muss das Empfinden analysiert und als das erkannt werden, was es ist, nämlich die Unehrlichkeit sich selbst gegenüber. In dieser schamvollen Erkenntnis muss man sich der aufrichtigen Einsicht widmen, dass man sich selbst verkannt hat und nur dann wieder zu sich selbst stehen kann, wenn man sich den Fehler eingesteht um ihn sich selbst vergeben zu können und sich gleichzeitig dem einen Prinzip verpflichtet, das diese Ursache behebt und sie für das folgende Leben unmöglich macht. 

Die Befreiung des Gewissens kann nur für dich selbst, in bedingungsloser Selbstehrlichkeit stattfinden und ist in keinem Fall von äußeren Faktoren abhängig. Niemand kann dir ein schlechtes Gewissen „machen“ oder dir ins Gewissen „reden“. Auch eine Entschuldigung beispielsweise kann dir dein Gewissen  nicht wirklich entlasten. Das ist nur eine temporäre Empfindung und eine Ablenkung. Ein Unterhaltungsevent des Geistes das der Unterdrückung dient. Das Gefühl der „andere“ sei nun wieder versöhnt hat keine Bedeutung für die Ursächliche Struktur des eigene Verhaltens und Denkens welches die ausschlaggebende Situation hat entstehen lassen. Ohne die wirkliche Erkenntnis und Akzeptanz der Eigenverantwortung für die Ursachen die überhaupt erst zu dem Gewissenskonflikt geführt haben und das aufrichtige Selbst-Vergeben gefolgt von der Selbstverpflichtung, das ursächliche Denken und Verhalten grundlegend zu ändern ist die „Last“ lediglich verschüttet und wird akkumulieren, sofern nicht wirklich daran gearbeitet wird.

 

Samstag, 13. April 2013

Tag0062 – Alltägliche Gedankenfallen



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich in Gedanken zu verlieren und den Moment des Lebens, des lebendigen Seins in jedem Atemzug zu verlassen, mich in meinem Bewußtsein vom Leben abzuwenden um in Vorstellungen und Erwartungen, geformt aus Erinnerungen und Wertvorstellungen, aus Bildern der Vergangenheit die ich im Geist neu zusammensetze mir ein Bild von einer noch nicht eingetretenen Zukunft zu machen, eine Sicherheit zu erlangen die irrelevant, unwirklich und trügerisch ist, mich bei dem Versuch der inneren Absicherung selbst auszuschalten, Zeit verstreichen zu lassen in der ich untätig bin, nicht selbstbestimmt lebe sondern in Gedanken schwelge, nur für mich in meinem Bewußtsein als Selbstzweck der mentalen Berieselung meiner Wahrnehmung.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich in Momenten in denen ich mir in Gedanken Vorstellungen von einem Vorhaben mache, in denen ich mich dann verliere und nach und nach selbst manipuliere, beeinflusse und in Untätigkeit verfalle selbst zu ertappen und mich selbst zu verurteilen, frustriert und selbstmitleidig zu reagieren, Zorn und Wut in mir zu entwickeln durch deren überwältigenden Einfluß ich dann gerechtfertigt zu sein scheine wenn ich aggressiv Energien abbaue indem ich selbstzerstörerisch handle, indem ich wie ein besessener Fluche, Türen Knalle, Sachen herumwerfe und mich wie ein Wahnsinniger benehme, wenn auch nicht immer in dieser extremen, nach außen gerichteten Form, dann doch im Inneren, in meinen Gedanken und den gedachten Worten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe Erwartungen an bestimmte Situationen und Erlebnisse zu haben, besonders auch auf Taten und Unternehmungen auf die ich mich freue, von denen ich mir ein 'positives' Erlebnis erhoffe und mich dann gedanklich auf diese Erwartungen und Vorstellungen derart zu versteifen, das ich den Blick für den Moment, für das Hier und Jetzt, den lebendigen Lebensmoment völlig verliere und alle Abweichungen von meiner Vorstellung als Störfaktoren wahrnehme und mir somit die Möglichkeit des selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und am gesunden Verstand ausgerichteten Handelns und Erlebens, vor allem aber natürlich auch die lebendige Freude am Moment nehme.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe wiederholt in diese Gedankenmuster, diese emotionalen Fallen der Selbstverblendung zu laufen, mich immer wiede rin verschiedenen Situationen derart aufzugeben.

Ich bestimme und verpflichte mich selbst als Mensch und als das Leben das ich bin dazu in jedem Moment in dem ich mich bei der Formung von gedanklichen Vorstellungen und Erwartungen über/von einem bevorstehenden Erignis/Erlebnis erkenne mich zu stoppen und mir zu vergegenwärtigen, dass ich eins bin mit dem Leben/als das Leben und nur als das Leben in dem Atemzug hier und jetzt sein kann, und nur in diesem Moment effizient, selbstbestimmt und angemessen, ausgerichtet an den Interessen des Lebens, an dem Vorteil aller Beteiligten und dem Bewußtsein über die Verantwortlichkeit für alle Konsequenzen handeln kann.

Ich bestimme und verpflichte mich selbst zur schrittweisen Selbstbefreiung von den Programmen der Persönlichkeitskonditionierung, den von Angst und Unsicherheit geprägten Schutzmechanismen der vergeistigten Isolation einer Selbstwahrnehmung als isoliertes Bewußtsein, als Ich, als Ego-Persönlichkeit, die mich gefangenhalten, einschränken und limitieren auf das Wiederholen von Bildern, Erinnerungen und gedanklichen Wertstrukturen, auf das gierige Ersehnen von Erlebnismomenten energetischer Auf- und Entladung, ohne Selbstbestimmung und Kontrolle, ohne eigenverantwortliches, lebendiges Sein.

Ich bestimme und verpflichte mich selbst als Mensch und als das Leben die Momente des Rückfalls in alte Gedanken- und Verhaltensmuster zu nutzen, um die Selbst-Korrektur effektiver zu gestalten und die Verdeutlichung und das Verständnis der eigens akzeptierten Täuschungsmanöver und der Selbstmanipulation noch zu vertiefen, bis ich in allen Punkten unumstößlich gefestigt und frei sein kann, ohne mich selbst zu täuschen, bis ich mir selbst in jedem Moment meiner Existenz gleich und eins mit allem Leben vertrauen kann und ein für das Leben vertrauens-würdiger, verlässlicher Teil bin.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 13.04.2013




Freitag, 29. März 2013

Tag0047 - Mentale Simulationen und das Aufschieben von Entscheidungen





Ich habe festgestellt, nachdem ich lange Jahre meines Lebens immer versucht habe meine Probleme durch Aufschieben und Vermeiden zu lösen und damit so ziemlich alles vor die Wand gefahren hatte was nur ging, dass ich immer noch Tendenzen habe, bestimmte „unangenehme“ Entscheidungen vor mir her zu schieben, insbesondere wenn diese Entscheidungen nicht nur für mich persönlich Veränderungen mit sich bringen, sondern auch für andere Menschen. Es ist fast so, als wollte ich mein ganzes Leben und meine Entscheidungen an den Wünschen und Vorlieben meines Umfeldes, also der Menschen die mit meinem Leben in irgend einer Weise direkt vernetzt sind, ausrichten und mich dadurch der eigenen Selbstbestimmung und der Verantwortung die damit einhergeht entziehen. Natürlich ist es absolut notwendig in die eigenen Entscheidungen die Konsequenzen und Auswirkungen die diese Wendungen für andere Menschen haben werden mit in Betracht zu ziehen. Das ist ein Teil der Verantwortlichkeit als Mensch, als Leben in einer Gemeinschaft. Doch in diesem Fall dienen die Bedenken und Hinderungen eine klare Entscheidung zu treffen als Selbstrechtfertigung für die Angst vor der Verantwortung, aus Angst für die Konsequnezen dieser Entscheidung gerade zu stehen. Und so macht legt man sich in Gedanken Gründe und Motive zurecht, die man vor sich selbst mit dem Schutz der Bedürfnisse und Interessen der anderen rechtfertigt, die aber im Grunde nur eine Aufschiebung der Entscheidung bewirken sollen. Und in letzter Konsequenz offenbart dieses Verhaltensmuster den eindeutig egoistischen Kern, der die eigenen Interesen, die eigene Bequemlichkeit und die eigene Feigheit umschließt und schützen soll, alles unter dem Vorwand des Mitgefühls. Das ist schon faszinierend, dass man sich in gedanklicher Diskussion mit sich selbst so sehr vertiefen und ablenken kann, dass man diese offenbare Selbsttäuschung nicht bemerkt, bzw. nicht bemerken muss.

Die mentalen Simulationen sind Wahrscheinlichkeiten die man sich als Konsequenzen der Entscheidung vorstellt. Das tückische an diesen Simulationen ist, dass man sie leicht manipulieren kann, dass man sie in bestimmte Richtungen lenken kann und das ‚befürchtete‘ Ergebnis generiert, dass es einem ermöglicht eine weitere Aufschiebung der Entscheidung scheinbar zu rechtfertigen. Die mentalen oder auch geistigen Simulationen und Zukunftsprojektionen sind nichts weiter als Vorstellungen, gedankliche, künstliche Realitäten. Sie haben nichts mit den tatsächlichen Geschehnissen zu tun, sie spiegeln niemals die Wirklichkeit auch nur annähernd wieder. Und dennoch sind wir als Menschen so oft und so intensiv mit unseren Zukunftsprojektionen, Selbstrechtfertigungen und gedanklich verursachten Ängsten beschäftigt, dass wir die meiste Zeit überhaupt nicht leben, nicht da sind, sondern den Körper quasi programmiert ablaufen lassen, während wir uns in unserem Geist in Vorstellungswelten bewegen, ohne Sinn, ohne Nutzen, nur die Angst verstärkend und generierend die uns immer mehr von der spontanen Entscheidung, von dem ‚Tun‘ aus dem lebendigen Moment heraus abhält.

Dabei bedeutet das direkte, bewusste Tun als Entscheidung keineswegs Verantwortungslosigkeit, sondern im Gegenteil, in der direkten, selbstbestimmten Handlung liegt die Hingabe an die Entscheidung und damit die selbstehrliche Verpflichtung ganz selbstverständlich für die Entscheidung gerade zu stehen ganz egal wie der Ausgang auch sein wird. Denn abzusehen ist er zu keinem Zeitpunkt, lediglich die offensichtlichen Konsequenzen beispielsweise einer missbräuchlichen Entscheidung wie jemanden auszunutzen, sich einen Vorteil aus der Notlage eines anderen zu verschaffen usw., die Konsequenzen als das, was ihre Natur ist, nicht die detaillierte Geschichte. Aber wenn ich selbstbestimmt gerade stehe für meine Entscheidungen, dann bin ich selbst die Entscheidung und gleichermaßen stehe ich für die Konsequenzen. Das ist wahrhaftige Verantwortung, das ist Vernunftgemäßes Leben, dem gesunden Menschenverstand folgend. Kein Selbstbetrug, keine Verschleierung versteckter Interessen und Motive, keine Selbstrechtfertigungsgründe für Aufschiebungen.  

Die Entscheidung und die Konsequenzen der aus ihr resultierenden Handlungen sind in keinem Moment voneinander getrennt. Es ist ein und derselbe Kontext, ein und dieselbe Handlungskette. Das ist der Punkt den man sich vergegenwärtigen muss. Keine Trennung, keine Isolation, keine Freiheit von Verantwortung und Beteiligung. Die einzige Freiheit die zu erlangen ist, ist die Erkenntnis der eigenen Selbstbestimmung als das Leben, als die Existenz, als die Konsequenz. Die Fähigkeit die Programme des Bewusstseins zu stoppen, zu dekonstruieren und sich selbst neu zu bestimmen.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, Entscheidungen in meinem Leben aufgeschoben und gehofft zu haben, ich könne der Verantwortung für meinen Lebensweg und meine Konsequenzen als die Effekte meiner Handlungen entgehen indem ich mich für das aufschiebende Verhalten unter dem Vorwand der Besorgnis um das Wohl anderer  vor mir selbst gerechtfertigt habe und trotz meines Wissens um die trügerische Legitimation dieser Argumentation an dem Aufschieben festgehalten habe und es dadurch erlaubt und zugelassen habe, dass die Konsequenzen meiner Entscheidung durch Verweigerung sowohl für mich und meine Selbstbestimmtheit, als auch in vielen Fällen für andere beteiligte vermeidbar schädigend  waren.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben, im Moment des Versuchs die Aufschiebungstaktig meines Bewusstseins, meines Denkens starten zu lassen, mich den Programmen der selbstrechtfertigenden Entschuldigungen und dem Vortäuschen falscher Motive hinzugeben, mich selbst zu stoppen, zu atmen, mich hier in den Moment zurückzubringen und meinen Ängsten gegenüberzutreten, mir kla zu machen, dass die Angst vor der Lebensverantwortung eine konditionierte, antrainierte Angst und nicht real ist, dass es in den Konsequenzen einer selbstbestimmt, am Leben ausgerichteten Entscheidung die das Beste für alle Beteiligten berücksichtigt nichts zu befürchten gibt, außer für die Person als Ego, für das Selbstinteresse der Persönlichkeit als Geschichte und dass diese irrelevant angesichts der selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Direktive des Lebens selbst ist.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 29.03.2013





Donnerstag, 14. März 2013

Tag0032 - Der Verlust des Selbst und die Sucht nach Ablenkung







Wir haben unser Selbst für Ersatzbefriedigungen aufgegeben, die uns abhängig machen von der Produktion, von den Ressourcen die uns diese Ablenkungen bieten, und das können Produkte, Programme und auch Menschen sein, beziehungsweise 'Persönlichkeiten' als Programme die das ablaufen lassen, was uns unterhält.
Aber vor allem sind wir süchtig geworden nach Ersatzbefriedigungen, nach sinnfreien, symbolischen Werten, die uns das Gefühl einer Belohnung, einer Erhöhung unseres Wertes verschaffen, uns glauben lassen, dass wir es/sie "verdient" hätten, Das ist das grundlegende Denken und handeln des kapitalistisch konditionierten Konsummenschen, der immer und überall seinen Wert zu erhöhen und seine Sucht nach symbolischem Status zu befriedigen sucht. In dem System in dem wir uns heimisch fühlen, dessen Prinzipien wir als Teil unserer Natur akzeptiert haben, basieren diese Produkte, diese symbolischen Werte und der Status den wir uns erhoffen auf rücksichtsloser Ausbeutung, der Übervorteilung anderer, schwächerer Menschen, die im allgemeinen Wertesystem eben ganz unten stehen, und zwar nicht etwa deshalb, weil sie weniger wert wären, weil sie unfähig wären oder nicht in der Lage etwas zu leisten, sondern vor allem weil sie mit Gewalt von ihren Möglichkeiten abgehalten werden, weil sie entweder durch Geburt, durch oder soziale Ausbeutung von Vornherein in einer Situation sind, die es ihnen unmöglich macht, sich aus eigener Kraft von ihrer Position zu erheben. Und natürlich ist das auch genau so gewollt, da dieses System die Ausbeutung der sozial schlechter gestellten Mensch braucht um überhaupt funktionieren zu können. Und so sind es vor allem die privilegierten Menschen, die, die auf der Seite der Ausbeuter und scheinbaren Nutznießer des Systems leben, die durch das Geld zeitweilig geschützt die Vorzüge einer Machtposition 'genießen', die weiterhin an diesem aus Lebenssicht inakzeptablen System festhalten, die es zu rechtfertigen versuchen und alle Alternativen als Unsinnig und wiedernatürlich abtun. Es ist die Gehirnwäsche der privilegierten Schicht, die sie zu Handlangern und Marionetten einer Maschinerie des Kapitals macht, die letztendlich alles Leben bedroht und so auch viele derjenigen noch zu ihren Lebzeiten sozial vernichtet, die es zuvor noch eifrig verteidigt haben. Doch werden diese Menschen in aller Regel nicht mehr 'gehört', daher hören wir auch nichts von den Gefahren und Unsicherheiten, und stellen das System kaum in Frage, so lange wir von ihm profitieren.

Doch ist ein solches Verhalten und Denken nicht das eines rationalen, vernunftbegabten und eigenständigen Menschen, sondern das eines feigen Ja-Sagers der seine Hand aufhält um seine Almosen als Schweigegeld entgegenzunehmen.
Immer wieder argumentieren die Bezweifler aller Alternativen und die Verteidiger des bestehenden Systems und seiner Ungleichheit mit der scheinbaren Gerechtigkeit der leistungsbezogenen Vergütung des kapitalistischen Systems und übersehen dabei völlig die Realität, die eben genau das Gegenteil beweist. Niemand soll aufgrund seiner herausragenden Leistung für die Gemeinschaft benachteiligt werden, das wäre vollkommen unlogisch. Was aber beendet werden muss und ein Kernpunkt einer Vernünftigen Alternative zu unserer akzeptierten Lebensweise ist, ist die überzogene Anhäufung von Reichtum un alleinigem Zugriff auf Ressourcen die auf Kosten anderer, zu lasten ihrer Lebensqualität geht. Das ist schlicht und einfach inakzeptabel und kann mit keiner Arbeitsleistung gerechtfertigt werden. Ein Verbrecher, ein Betrüger oder Räuber 'leistet' schließlich auch 'Arbeit', aber seine Leistung bringt keinen gemeinschaftlichen Vorteil. Genausowenig die einer Unternehmens das zwar einerseits ein Produkt an den Markt bringt, dass einigen wenigen, die es sich leisten können ein schöneres oder angenehmeres Leben beschert (wobei dies meist noch zweifelhaft ist), auf der anderen Seite aber beispielsweise Flüsse vergiftet und Arbeiter ausbeutet die aufgrund ihrer sozialen Lage gezwungen sind für einen Hungerlohn, von dem kein Mensch in Würde leben kann zu arbeiten.

Es ist eben nicht das Prinzip der Natur des menschlichen Lebens sich aufgrund einer besonderen Leistung einen ganz persönlichen Vorteil zu verschaffen. Diese Idee ist erst durch Gehirnwäsche über Generationen und die Veranlagung des menschlichen Bewußtseins entstanden. Diese Ideologie ist Selbstzerstörerisch, weil sie über kurz oder lang auf kosten der Gemeinschaft, des Zusammenlebens geht und die Grundlagen des Lebens zerstört. Sie ist irrational weil sie im Namen einer reinen Vorstellung oder besser gesagt 'Einbildung', nämlich der reinen Bewußtseinsidentifikation als Mensch, das Leben in kurzsichtiger und naiver Weise als Ressource ausbeutet, in unbegrenzter Gier und unverantwortlicher Selbstsucht.
Der Mensch ist ein denkendes Wesen, aber er ist zu seinem Gedankensystem geworden, er hält sich für seine Gedanken, dabei ist er das Leben, ist der Körper, die Materie, ist eins mit allem, in ständigem Austausch. Er weiß das alles, es sind die einfachen, offensichtlichen Fakten des Lebens und es wäre einleichtes, vor allem aber die Lösung der größten gesellschaftlichen Probleme denen er sich gegenüber sieht, das Leben, sein eigenes und das der Gesellschaft an den Prinzipien der Einheit und Gleichheit, der offensichtlichen Wahrheit auszurichten. Doch für das vergeistigte Ich, die Illusion in die wir uns selbstverliebt hineinkonditionieren, ist diese Vorstellung unerträglich, denn sie ist ein süchtiger Charakter, ein Junkie auf der Suche nach dem nächsten Schuß, nach der Befriedigung der unerträglichen Empfindung des Mangels, die eine Folge der Selbst-Entfremdung ist.

Unser System ist das Symptom einer Erkrankung des Lebens durch den Menschen. Eine Erkrankung am Bewußtsein, eine Wucherung des Bewußtseins, die in grenzenlosem Wachstum der energetischen Erfahrungen ihre Erlösung sucht und letztlich sich selbst vernichtet, indem sie das vernichtet, was sie leben lässt.

Selbst Menschen benutzen wir in unserem Alltagsleben, unsere Vorstellungen von ihnen, unsere Erwartungen, wir bestätigen unsere 'Geschichten' an ihnen indem wir sie reizen, manipulieren, uns an ihren Reaktionen ergötzen. Wir sind wahrlich Parasiten, mental und physisch gleichermaßen.
Wenn wir nicht aufwachen, uns unserer Verantwortung für das Leben erinnern, uns selbst, dort wo niemand hinschaut und niemand 'reagiert', uns niemand belobigt oder unterstützt in selbstehrlichkeit durchschauen und dekonstruieren, den Mut aufbringen unsere akzeptierten Systeme und Denkweisen auseinanderzunehmen und selbstbestimmt am Leben neu auszurichten, dann geben wir uns als das Leben dauerhaft auf. Dann verschwenden wir uns und andere an unsere Sucht, an unsere Gedanken und Philosophien und vergessen dabei zu leben.

Ich kann imer wieder mit gleicher Leidenschaft und Stärke die Verantwortlichkeit für DAS LEBEN, und nicht MEIN Leben, betonen, denn sie ist tatsächlich der Schlüssel, in ihr entdeckt man sein wahres Selbst, das unumstößlich, frei und gelöst für das Leben steht, ohne Angst und ohne Furcht, selbst in einem von Wahnsinn befallenen System wie dem unseren, das mittlerweile die gesamte Welt umspannt. Doch man kann nicht aufgeben in dieser Einsicht, weil man WEIß, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat, diesen Schritt zu tun. Es ist eben keine Überzeugung, sondern eine Einsicht.


Donnerstag, 7. März 2013

Tag0025 - Selbstvergebung: 'Vermeidungsverhalten und Selbstrechtfertigungsgedanken bei Versagensangst'



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe zu glauben ich sei nicht in der Lage zu lernen und das gelernte auf Abruf wiederzugeben, dass ich mich der selbstbeschränkenden Selbstbeurteilung hingegeben habe, meine Fehlschläge bei mündlichen Überprüfungen und Abfragen meines Wissens seien in meiner Natur, meiner Persönlichkeit begründet und dass ich mich auf dieser Überzeugung ausgeruht und meinen Unwillen diesen Punkt in mir selbstehrlich zu bearbeiten, zu verstehen und zu dekonstruieren mit dieser Selbstüberzeugung versucht habe zu rechtfertigen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mir selbst aufgrund fremdbeeinflußter und von mir verinnerlicheter Normen des menschlichen Alters und der zugehörigen Verhaltensweisen und Leistungsfähigkeiten im Weg zu stehen, meine Ängste und Blockaden mit den vorgefertigten, vorprogrammierten Rechtfertigungsgründen zu legitimieren und mich und mein tatsächliches Potential einzuschränken, auch wenn ich durch viele selbst#ndige Versuche und Entscheidungen mir vor Augen gehalten habe, dass die wenigsten dieser Annahmen über generalisierte altersbedingte Einschränkungen der Wahrheit entsprechen und dass man vielmehr dazu tendiert diese offiziellen Eigenschaften freiwillig zu übernehmen und sich selbst zu konditionieren, beispielsweise mit der Schwierigkeit zu lernen, die überhaupt keine Rolle zu spielen scheint wenn es um kurzweilige, meinem momentanen Verlangen und direktem Interesse entsprechende Dinge geht, wenn es sich um Notwendigkeiten für die Gesamtsituation oder langfristige Ziele handelt, stellen sich die dogmatischen altersbedingten Probleme aber plötzlich ein.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich durch Beispiele anderer Menschen aufzubauen und mir die Motivation durch Vergleiche mit anderen Menschen zu holen weiterzumachen, etwas Neues anzufangen, anstatt mit mir selbst ins Reine darüber zu kommen, mit meinem Körper zu kommunizieren, also mir selbst zuzuhören um zu erkennen wozu ich in der Lage bin und wozu nicht und was ich erreichen kann und was nicht allein von mir selbst abhängig zu machen und nicht von den Beispielen anderer, zumal diese auch immer nur ein Bild meines Bewußtseins sein können, das ich mir entlang meiner Erfahrungen und Vergleiche von ihnen mache.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe nicht für mich selbst gerade zu stehen und mich der Verantwortung zu stellen mein Potential als Mensch in diesem System zu wirken und zu arbeiten in vollem Umfang mit der Motivation und dem Ziel einzusetzen und zu entfalten, die Zustände dieses von uns allen getragenen und erlaubten Gesellschafts- und Wirtschaftssystems und seine Konsequenzen zum Wohle allen Lebens zu ändern, um eine Position innerhalb des bestehenden Systems zu erlangen die Gehör und Einfluß verschaffen kann um auch wirksam für sich und das Leben verantwortlich in Einheit und Gleichheit geradezustehen und den Prozeß der notwendigen Veränderung mit aller Kraft zu unterstützen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, innere Widerstände meiner Persönlichkeitsstruktur nicht als die Programme und Konstrukte einer weitgehend unkontrollierten Akkumulation von emotionalen Erfahrungen und Bildern der Erinnerung zu erkennen und sie als 'Intuition' oder gar mein 'Wesen' zu akzeptieren und sie meine Entscheidungen bestimmen zu lassen, anstatt mich ihnen zu stellen, die Widerstände und Ängste selbstbewußt und eigenständig zu verstehen, zu analysieren und zu überwinden um auch wahrhaftig eine Entwicklung zu freier Selbstbestimmung und eigenverantwortlicher Entwicklung als Teil des Lebens zu durchlaufen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe meine Lebenssbestimmenden Entscheidungen von meiner unbearbeiteten und unbewußten Persönlichkeitsstruktur bestimmen zu lassen und dadurch nahezu immer selbstgerecht und eigennützig entschieden zu haben und nicht atmend im Moment der Entscheidung in Gewahrsein aller Konsequenzen, aller Motive und der Möglichkeiten im Sinne des Lebens selbst.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es lange nicht verstanden habe / verstehen wollte was es tatsächlich heißt und bedeutet sein Leben zu geben, sich selbst aufzugeben um frei zu werden und selbstbestimmt leben zu können, dass es eben nicht bedeutet sich dem System zu entziehen, sich auszuklinken und freizumachen von den Ketten und Zwängen die wir Menschen kreiert haben und die alles Leben binden, sondern dass es im Gegenteil bedeuten muss sich selbstlos und Willens dem System das man ja selbst ist und von dem man sich niemals trennen kann als das zu akzeptieren was es ist, sich selbst so als Teil des Systems zu akzeptieren der man ist um sich darin vollends zu erkennen und zu verstehen und um dann eben auch in der Lage zu sein sich mit dem System zu bewegen und die notwendigen Schritte zu unternehmen die erfordrlich sind um eine Veränderung herbeizuführen, um die Konsequenzen die das Leben ersticken und bedrohen, die irrationale Ängste und unvernünftigen Hass überall kreieren nicht mehr zu verursachen, und das heißt auch in dem System die Möglichkeiten die dir zur Verfügung stehen in diesem Sinne voll zu nutzen.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zu absoluter, bedingungsloser Selbstehrlichkeit in dem Prozess der selbstbestimmten Entwicklung zum Leben in Freiheit und zur Befreiung allen Lebens von den vergeistigten Strukturen eines Wahns, der gefördert durch irrationale Ängste und Unsicherheiten in der Selbstidentifikation als Mensch zu der Selbstaufgabe und automatisierten Unterwerfung unter all die selbstgeschaffenen Systeme geführt hat und für dessen Überwindung die Hingabe an das was wir geworden sind und das Verständnis dessen unabdingbar ist und somit auch der Weg zur Befreiung nur über die Strukturen der Systeme führen kann.

Ich bestimme mich selbst als Mensch, als das Leben und als diese Existenz zur Selbstanalyse in Selbstehrlichkeit in jedem Moment des Versuchs der Selbstlegitimation aus persönlichem, egoistischem Interesse einen notwendigen Schritt, einen Weg der dem gesunden Menschenverstand folgend zu einem Resultat im Sinne aller führt nicht zu tun oder angeblich nicht tun zu können, in dem Moment der Wahrnehmung des automatischen Gedankenprogramms und der darauf folgenden Stimmungsveränderung mich Atmend im Gewahrsein meiner Lebendigkeit und der Fähigkeit meiner Selbstbestimmung in diesem Augenblick zu stellen und durch die bewußte Änderung meines Denkens und Verhaltens und das Verständnis für die Entstehung und Reaktion dieser Persönlichkeitsstrukturen diese Schritt für Schritt aufzulösen und mich von ihnen zu befreien um letztlich selbstbestimmt und frei als das Leben für das Leben stehen und atmen zu können.

 

Freitag, 15. Februar 2013

Tag0005 - Angst blockiert jede Entwicklung, die Vernunft und die Selbstbestimmung des Menschen

Mait Jüriado / Foter.com / CC BY-NC-SA


Kann man mit dem drohenden Verlust von Arbeitsplätzen jede Grausamkeit und jedes Verbrechen am Leben rechfertigen?
In den heutigen Zeiten, in einem Land wie Spanien beispielsweise, mit einer Arbeitslosenquote von über 20 % und über 55% der Jugendlichen zählt scheinbar jeder einzelne Arbeitsplatz mehr als die Würde des Lebens, vor allem die Würde eines Stieres. Natürlich ist es anmaßend über die Tradition des Stierkampfes ob ihrer Grausamkeit und der Heucheleien des Heldenmutes eines Mannes gegenüber einem chancenlosen Tier das von weiteren, unscheinbaren, bewaffneten Männern im Zaum gehalten wird zu urteilen und dabei gleichermaßen beteiligt zu sein an ihrer Praktik, und vor allem an der qualvollen Ausbeutung der Tiere, dem Mißbrauch am Leben durch Profitwirtschaft in der Nahrungs und Futtermittelindustrie, um nur ein Beispiel von vielen für unser aller Ignoranz gegenüber der Würde und dem Recht allen Lebens zu erwähnen. Dennoch ist hier mal wieder die Argumentation über die ANGST der Menschen auffällig, die dazu dienen soll, dass einige wenige, die tatsächlich profitieren von dieser 'kulturellen Tradition' , beispielsweise die Betreiber der Arenen und die manager der Tourismusbranche, festhalten können an diesen Methoden, obwohl ein großer Teil der Bevölkerung längst nicht mehr hinter diesen Praktiken oder der Kultur steht, welche auch nur eine Heuchelei ist, denn die Kultur selbst ist ja heute nichts weiter als eine Ware, dehnbar, flexibel, biegsam, ganz so wie es gerade dem Trend der Zeit, der Nachfrage der Masse der Touristen entspricht.
Offensichtlich holt man, wenn man mit Vernunft keine Rechtfertigung die der Prüfung auf Stichhaltigkeit standhält mehr aufbringen kann, den Vorschlaghammer der Angst-Manipulation heraus und droht mit Verschlechterung der Zustände und dem Schaden der 'Wirtschaft', der letztlich angeblich alle Menschen betreffen wird und sie näher ans Elend bringen würde. Doch ist dabei in keiner Weise tatsächlich das eigentliche Problem angesprochen. Welche Bedeutung hat ein System für den Menschen wirklich, das das Leben verachtet, es missbraucht und ausbeutet? Das Leben, das wir alle gleichermaßen sind? Spüren wir nicht längst und erkennen wir nicht längst alle, dass eine solche Systematik auch den Menschen missachtet und unser aller Leben zu einer Ressource die verbraucht werden kann verkommen lässt? In allen Bereichen in denen die Öffentlichkeit angesichts der bedrohlichen Natur der Konsumpolitik einer unrealistischen Wachstumsökonomie den Widerspruch erkennt, werden die Umstände, die gesellschaftlichen, sozialen Problematiken benutzt um eine Angst zu erzeugen, dass es, wenn man von der gewohnten Praxis abweichen würde, alles noch verschlimmern könnte, die Situation noch verheerender und bedrohlicher werden würde, die ja in erster Linie durch eben diese Systeme verursacht wurde. Das ist eine naive und verantwortungslose Argumentation, die den Menschen zu Opfern ihrer eigenen Handlungsmacht werden lässt, indem sie als einzige Handlungsmotivation nur noch die Angst etabliert.

Interessanterweise sind auch die Baskischen Bemühungen die Stierkampfarenen zu schließen nicht wirklich in Vernunft begründet und auch nicht aus Tierliebe unternommen, sondern dienen Wiederum dem Erhalt einer illusionären Identifikation als unabhängige Kultur, als abgetrenntes Volk, das sich der kulturellen Spanischen Identifikation entledigen möchte. Also keine falschen Hoffnungen, keine falschen Schlüsse ziehen, denn das eigentliche Problem der unbeugsamen menschlichen Ignoranz gegenüber der eigenen Unmündigkeit und Verantwortungslosigkeit ist noch lange nicht erkannt und angegangen.

Die offensichtliche, himmelschreiende Ungerechtigkeit und Grausamkeit einer Tradition wie die des Stierkampfes, die in einer Kategorie der psychologischen Verblendung, des menschlichen Wahnsinns zu sehen ist wie die Verstümmelung von Frauen die in vielfältiger Weise kulturell begründet wird, das Beschneiden von männlichen Kindern, das sinnlose Töten von Tieren als Opfergaben, das Töten von Robben und das züchten von Pelztieren unter lebensverachtenden Umständen zum Zwecke der Illusion von Status, Schönheit und Wohlstandsrepräsentation, diese Handlungen sollten uns in all ihrer Klarheit den wahnsinnigen, psychotischen Zustand des menschlichen Bewußtseins, der menschlichen Selbstidentifikation über reine Fantasiewelten und im Wahn verwurzelte Wertvorstellungen vergegenwärtigen und direkt in aller Konsequenz als absolut inakzeptabel und indiskutabel erkannt konsequent behandelt werden.

Doch wir sind so ängstlich, so eingeschüchtert durch dieses mächtige, alles bestimmende und umspannende System das unser aller Leben so fest im Griff hat, dass wir schon fast ersticken. Das Geldsystem, die Wirtschaft, die eine Repräsentantin der Selbstsucht der finanziellen Elite ist, eine Projektion eines ebenso verängstigten Selbstbildes, dass sich einen Platz innerhalb des Systems ergattert hat, der ihm das vage Gefühl von Sicherheit vermittelt, die immer durch die Unterwanderung der Angst gesteigert werden muss und diese Persönlichkeit zu Gier und krampfhaft selbstsüchtigen Machterhalt antreibt, koste es was es wolle.
Und es kostet. Es kostet Leben, jeden Tag, hundertfach, tausendfach. Niemals wird in diesem System, das getragen und getriggert wird durch die kultivierte Angst, das Wohl allen Lebens auch nur annähernd in die Agenda der politisch-wirtschaftlichen Steuerungssysteme aufgenommen werden. Es wird nur mit Angst manipuluiert und scheinbar Argumentiert. Passieren wird nichts, nichts wird sich verändern und auch die Arbeitsplätze, deren scheinbarer Erhalt ja so wichtig war und sein soll, werden nach und nach so oder so verschwinden, zumal sie in aller Regel auch nicht erhaltenswert waren. Bei einer solchen Argumentation, die allein auf die Angst der Menschen abzielt, die also im Grunde eine Drohung und kein Argument ist, sollte man immer sofort aufhorchen und man kann im auch davon ausgehen, dass der Standpunkt der hier verteidigt werden soll nicht dem Wohl des Lebens dient, nicht dem Wohl der Gemeinschaft, sondern lediglich dem geheim gehaltenen Selbstinteresse einer kleinen Gruppe elitärer Menschen. Niemand sonst benötigt in einer offenen Debatte das Mittel der Manipulation durch Angst als der, der etwas zu verbergen hat.
Wir müssen endlich die Verantwortung für unsere Taten übernehmen und dort wo wir als Konsequenzen den Missbrauch und die lebensfeindlichen Konsequenzen unserer Akzeptanzen direkt erkennen und erfassen unsere Selbstbestimmung ergreifen und diese Vorgehensweisen stoppen. Andernfalls werden wir uns selbst ins Aus des Lebens manövrieren, denn wir sind längst inakzeptabel geworden für das Leben selbst, unwürdig und eine Gefahr für uns selbst. Sich Zeit seines Lebens in Ignoranz zu üben, sich in Fantasien zu flüchten und Abzuwenden ist nicht Leben, das ist nicht mehr als Träumen, ein Traum mit verheerenden Konsequenzen für alle.

Samstag, 22. September 2012

Tag 45 - Selbst-Sabotage 'Du bist die Mauer in deinem Kopf'



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe mich meinen Empfindungen, den 'Hochs' und 'Tiefs' meiner Gefühlswelt hinzugeben, mich darin und dadurch zu rechtfertigen in meiner Verweigerung weiter an mir und mit mir, durch mich am Leben und seiner Befreiung von der Unterdrückung und Manipulation durch eben diese Gedankenmuster zu arbeiten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich an der gegenseitigen Selbstrechtfertigung illusionärer 'Persönlichkeiten' durch Gedankenaustausch, gegenstandslose, selbstgefällige Diskussionen, bewußte Abtrennung in der Ideenwelt des Selbst vom 'Geschehen' um mich herum durch das Be- und Verurteilen der Umstände, anderer Menschen und Gruppen zu beteiligen und damit in mir selbst die Illusion der Abgetrenntheit und der Selbstgefälligkeit in Überlegenheitsgefühlen zu verstärken und mich immer weiter selbst in die Falle der Leblosigkeit in völliger Hingabe an die fremdbestimmte Programmierung und Manipulation zu treiben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich selbst zu betrügen indem ich mir gedanklich scheinlogisch zu erklären versucht habe, warum ich nicht schreiben kann, warum ich gerade jetzt mit meinem Prozess nicht weitermachen kann, beispielsweise mit dem Versuch der Beobachtung 'anderer' Menschen und dem vorgefertigten Urteil der Nutz- und Sinnlosigkeit des Versuchs irgendetwas zu ändern und dass ich darin nicht die Lüge erkannt habe die verbirgt dass ICH es bin, der sich gerade selbst berteilt und seine eigene Unfähigkeit sich zu verändern zu rechtfertigen sucht.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich in dieser Weise gedanklich selbst zu boykottieren und dass ich dadurch meine Verantwortlichkeit dem Leben gegenüber missachtet und mich als das Leben sabotiert habe, obwohl mir durchaus in jedem Moment dieser Selbstverleumdung klar war, dass meine Rechtfertigungen konstruiert sind und einen bewußten Versuch darstellen, die meine Persönlichkeitsentscheidung rechtfertigende Prophezeihung der Nutzlosigkeit aller Anstrengungen im Vorfeld zu bestätigen, in freiwilliger Selbstaufgabe und bewußt gewählter Ignoranz.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich als so wichtig zu betrachten, dass all meine Lebensumstände, meine Verpflichtungen des Alltags, meine Arbeit und Organisation des Familienlebens unvergleichlich sein müssen, da ich scheinbar als einziger nicht in der Lage bin, mich dennoch meiner eigenen, selbstbestimmten Entscheidung für das Leben und zum Wohle allen Lebens den Prozess der Selbstbefreiung weiterzugehen zu stellen und zu verpflichten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe nicht zu erkennen, dass die Gedanken und die 'innere Wahrnehmungswelt', begründet auf meiner Persönlichkeit, meinen Erfahrungen, Erinnerungen, Werturteilen und gelernten Abschätzungen, niemals den Stellenwert des Lebens selbst übersteigen können, dass sie aber in sich das Prinzip der überwertigen Selbstidentifikation als einem aus ihnen bestehenden, eigenständigen 'Geistwesen' tragen, welches unter allen Umständen jedes Selbstinteresse verfolgt, ohne Rücksicht auf reale, lebensbeeinträchtigende Konsequenzen, das alles nutzt und benutzt aber niemandem nützt, denn die Interessen des Egos und dieser Persönlichkeit liegen in den energetischen Erfahrungen, nicht aber in den Dingen, in der physischen Realität, ihren Bedingungen, Erfordernissen und auch nicht in ihrer realen LEBENDIGKEIT.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt, akzeptiert und zugelassen habe, dass ich mich in einem Moment der Unachtsamkeit von mir selbst, von meinen Gedanken und Gewohnheiten habe einfangen und verführen lassen, dass ich dem Image meiner Selbst, den Gedanklichen Vorstellungen meiner Selbst die Kontrolle überlassen habe und mich bei dieser Selbstaufgabe auch noch selbst unterstützt habe durch die bewußte Konstruktion selbstrechtfertigender Argumente unter Zuhilfenahme meiner urteilenden 'Beobachtung' der Welt, ohne dabei den grundlegenden Fallstrick als Fehlannahme/Fehlwahrnehmung zu beachten der in der überheblichen, vergeistigten Abtrennung von allem, in der Separation meiner eigenen Person und der Gegenüberstellung mit den Geschehnissen und Bedingungen liegt, wodurch im Geist/im Ego der Eindruck verstärkt wird zu 'wissen', und anstatt zu 'sein', zu leben und zu werden, verliert man sich in den eigenen Philosophieen, man deaktiviert sich selbst, man entschärft sich selbst als Teil des Lebens und wird selbstbestimmt zum frei verfügbaren Teil des selben Systems das man eigentlich ursprünglich als inakzeptabel und lebensfeindlich erkannt hatte und in Selbstehrlichkeit und Annahme der Eigenen Verantwortlichkeit ändern wollte.

Ich bestimme mich als das Leben selbst in jedem Versuch der Selbstrechtfertigung und Akzeptanz der eigenen Untätigkeit aufgrund von gefühlsbedingten Stimmungen die Selbstverleugnung und Selbst-Sabotage zu erkennen und mir selbst durch das Atmen und die darin liegende Vergegenwärtigung meiner Existenz als das Physische, das körperliche Leben hier und jetzt die Selbstbestimmung in Eigenverantwortlichkeit wieder zurückzugeben, mich von der Leblosigkeit einer vergeistigten, ideologischen 'Person' zurückzubringen in das Leben, als das Leben, als der Atem und als die selbstrealisierte Bestimmung für das Wohl aller Lebensformen zu wirken, mich selbst als das Leben zu realisieren und mir die zerstörerische Selbstaufgabe in allen Bereichen meiner bisherigen Existenz Schritt für Schritt zu vergegenwärtigen, mir selbst zu vergeben, und mich als eine Form allen Lebens an dem neu auszurichten, was das Beste für alles Leben ist.