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Dienstag, 24. Februar 2015

Tag 199 - Living process & Self correction - coming back to life pt2

The principles of waking a collective structured process in the face of tasks, duties, jobs and other requirements of everyday life can become a challenge. Here I am working on points of my own experience and resistances, reactions and actual facts where I have/had to make clear decisions in order to commit myself fully to the principles of what is best for all, to the responsibilities of life, of the group and my self.

pt1 here:
http://youtu.be/ebpKAGifuTI


Desteni I Process:
http://desteniiprocess.com

Dienstag, 10. Februar 2015

Tag 198 - Process and Life or: Living process


The principles of waking a collective structured process in the face of tasks, duties, jobs and other requirements of everyday life can become a challenge. Here I am working on points of my own experience and resistances, reactions and actual facts where I have to make clear decisions in order to commit myself fully to the principles of what is best for all, to the responsibilities of life, of the group and my self.


Desteni I Process:
http://desteniiprocess.com

Dienstag, 14. Oktober 2014

Tag 187 - Schande und Gewissen - Begriffsdefinition



Begriffsdefinitionen zum Verständnis, angestoßen durch den Post

Tag 184 - Unsere Schande - Ist "assi" sein jetzt cool?

 

Auszug:

Wir ziehen es vor, unsere Kinder zu verstümmeln, ihnen die Fähigkeit die Welt so zu erkennen wie sie ist zu rauben, damit sie nicht die Fehler wahrnehmen die wir gemacht haben, damit sie nicht die Feigheit und Ängstlichkeit sehen die uns dazu veranlasst hat uns hinter Fassaden und in unseren Gedanken zu verstecken. Doch sie spüren es so oder so. Das Problem ist, dass sie nicht verstehen WAS sie spüren und eben aus diesem Unverständnis das einfach in unserer Unfähigkeit begründet ist sie vorbildhaft anzuleiten, entstehen Missverständnisse und unkontrollierte, selbstzerstörerische emotionale Reaktions- und Handlungsmuster deren Konsequenz letztlich die Selbstzerstörung sein wird. Das ist unumgänglich und unübersehbar überall zu erkennen, da kann man diesen Aspekt noch so sehr als Pessimismus und Dramatisierung abtun wollen, die Wirklichkeit und die realen Konsequenzen allen Handelns lassen sich nicht einfach wegdiskutieren. Wir ziehen die würdelose Selbstverstümmelung und Reduzierung auf triebgesteuerte Egoisten der Wahl eines gemeinnützigen, mündigen und aufrechten Lebens vor. Schande ist das einzige Wort, das mir dazu einfällt. Schande über uns als Menschheit, Schande über unsere hämische Scheinmoral, unser lächerliches Überlegenheitsempfinden und die Ignoranz unserer Programmatik.


Schande und Gewissen

Was bedeutet Schande und was meine ich damit wenn ich schreibe „Schande über uns als Menschheit“?

Beispiele offizieller Definition:

„Eine Sache, die jemandem in seinem Ansehen stark schadet“
„Ein empörender, skandalöser Vorgang“

Diese Definitionen sind jedoch äußerst ungenau und können nicht definitiv gelten. Das Ansehen einer Person ist in erster Linie durch äußere Faktoren bestimmt, die nicht seiner eigenen Kontrolle unterliegen. Diese Faktoren können äußerst unterschiedliche Ausprägungen haben, beispielsweise in unterschiedlichen Kulturräumen und sind nicht von der Person selbst abhängig. Tatsächliche Bedeutung für die Person und für alle kann Schande nur haben, wenn sie authentisch ist, also von der Person selbst auch verstanden, akzeptiert und empfunden wird und wenn unter gleichen Voraussetzungen, also dem Verstehen der Zusammenhänge und der Akzeptanz der grundlegenden Regeln und Prinzipien als wahr und allgemeingültig, diese Schande für alle Menschen gilt. „Empörend“ und „skandalös“ sind ebenfalls Begriffe, die vollkommen unterschiedlich definiert und aufgefasst werden können. Doch wie auch immer sie definiert und aufgefasst werden sind sie immer künstlich konstruiert und basieren auf Glaubenssätzen und nicht auf tatsächlicher, allgemeingültiger Gesetzmäßigkeit.

Neue Definition von Schande:

Die Schande ist das innere Eingeständnis einer Tat oder einer Untätigkeit die vor sich selbst und dem gesunden Menschenverstand  nicht zu rechtfertigen ist, wobei der Versuch der Rechtfertigung aber dennoch unternommen wird um sich imaginär der eigenen Verantwortung zu entziehen. Dieses Verhalten ist als schändlich zu bezeichnen, da es die Leugnung offensichtlicher Tatsachen bedeutet und die eigene Fähigkeit der Einsicht ignoriert und damit die eigene Würde untergräbt.

In dieser Weise ist das Wort Schande in meinem Blog aufzufassen und in diese Weise sollte Schande verstanden werden. Es geht immer darum, vor allem bei der Definition emotionaler Begriffe, sie auf das eigene Selbst zurückzuführen. Die Definition über äußere Faktoren oder gar die Empfindungen anderer Menschen kann nicht definitiv gelten und verursacht eine  schwammige Auffassung des Gesagten die Interpretationsfreiraum bisweilen nach Belieben offen lässt und damit die Auseinandersetzung mit einem Thema ad absurdum führt.

Gewissen

Das Gewissen ist dabei der Teil, in dem die eigene Selbstrechtfertigung stattfindet. Kann ich für meine eigene Tat oder Untätigkeit vor mir selbst nicht geradestehen so lastet sie mir auf dem Gewissen, da ich mit der Lage in der ich mich befinde nicht abschließen kann. Der Versuch diese Situation durch Scheinrechtfertigungen und Selbstbetrug zu überdecken ist die schandhafte Tat. Auch sich von der Last zu befreien ist nicht der richtige Ausdruck, denn Befreiung würde ein Loswerden bedeuten und das wiederum, dass diese „Last“ auf jemand anderen oder auf die Idee von Umständen gelegt werden soll. Beides ist ein Konstrukt des Geistes und das Loswerden eine imaginäre Prozedur die nicht wirklich ist und nicht wirklich entlastet. Da die sprichwörtliche Last ja eben auf dem aufrecht erhaltenen Konflikt der versuchten Leugnung der Eigenverantwortung beruht, kann man nicht die Ursache der Last bestehen lassen und diese gleichzeitig loswerden. Zuerst muss das Empfinden analysiert und als das erkannt werden, was es ist, nämlich die Unehrlichkeit sich selbst gegenüber. In dieser schamvollen Erkenntnis muss man sich der aufrichtigen Einsicht widmen, dass man sich selbst verkannt hat und nur dann wieder zu sich selbst stehen kann, wenn man sich den Fehler eingesteht um ihn sich selbst vergeben zu können und sich gleichzeitig dem einen Prinzip verpflichtet, das diese Ursache behebt und sie für das folgende Leben unmöglich macht. 

Die Befreiung des Gewissens kann nur für dich selbst, in bedingungsloser Selbstehrlichkeit stattfinden und ist in keinem Fall von äußeren Faktoren abhängig. Niemand kann dir ein schlechtes Gewissen „machen“ oder dir ins Gewissen „reden“. Auch eine Entschuldigung beispielsweise kann dir dein Gewissen  nicht wirklich entlasten. Das ist nur eine temporäre Empfindung und eine Ablenkung. Ein Unterhaltungsevent des Geistes das der Unterdrückung dient. Das Gefühl der „andere“ sei nun wieder versöhnt hat keine Bedeutung für die Ursächliche Struktur des eigene Verhaltens und Denkens welches die ausschlaggebende Situation hat entstehen lassen. Ohne die wirkliche Erkenntnis und Akzeptanz der Eigenverantwortung für die Ursachen die überhaupt erst zu dem Gewissenskonflikt geführt haben und das aufrichtige Selbst-Vergeben gefolgt von der Selbstverpflichtung, das ursächliche Denken und Verhalten grundlegend zu ändern ist die „Last“ lediglich verschüttet und wird akkumulieren, sofern nicht wirklich daran gearbeitet wird.

 

Sonntag, 15. Juni 2014

Tag 174 - Vom Scheitern zu gefallen Teil I

debaird™ / Foter / Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0)


Ich bin immer wieder erstaunt über mich selbst, wenn ich im Laufe meines eigenen Prozesses der Selbstentdeckung oder besser gesagt Selbstentlarvung und der selbstehrlichen Neugestaltung feststelle, wie sehr ich über so viele Jahre hinweg mein eigenes Leben an den Ideen oder Vorstellungen anderer ausgerichtet habe. Ich meine damit, dass ich trotz einer inneren Gewissheit ich selbst zu sein in ständigem Dialog und nicht selten auch Konflikt mit mir selbst gestanden habe ob das, was ich denke, tue, mir wünsche und anstrebe tatsächlich akzeptabel, konform und angemessen ist. Dabei war mir nie wirklich bewusst wer oder was diese Konformität oder Angemessenheit bestimmt, was für eine Bedeutung oder welchen Wert sie haben sollten. Es war mir einfach wichtig, angemessen zu wirken, die Anerkennung war das Urbedürfnis, das, wonach ich mich in all meinem Handeln gesehnt habe. Dadurch habe ich eine Persönlichkeit aufgebaut, die in sich völlig instabil und eher zusammengeschustert war, ein Ich, das sich mit scheinheiligen Verhaltensmustern vor der Wirklichkeit versteckt und in jede Handlung, jede Idee und in jeden Wunsch den Keim der Unsicherheit und Angst gesetzt hat.

Es gibt eigentlich nur einen einzigen Grund für diese Ängste und Unsicherheiten, so wie es auch nur diesen einen Grund für die Sehnsucht nach Anerkennung anderer gibt, nämlich die Entfremdung vom eigentlichen Selbst, vom wahren Kern der eigenen Existenz und all ihrer Verbindlichkeiten.
Wie ist das gemeint? Das eigene Selbst wahrhaftig zu kennen und zu verstehen ist das, was am Ende des Weges der selbstehrlichen Selbstoffenbarung liegt. Das Selbst als diese Existenz, als dieser Atmende Körper, das Lebendige, jeder winzige Teil davon und alles was ihn am Leben erhält, das Untrennbare, die Einheit des Ganzen. Ich kann sicher nicht von mir behaupten zu diesem Punkt bereits vorgestoßen zu sein und ich bin sicher, dass dieser Weg ein lebenslanger Weg ist, doch jeder Schritt, jede Offenlegung einer neuen Schicht selbstverblendeter Scheinidentität unter der die man mühsam aufgebrochen hat zeigt deutlich die Richtung, zeigt deutlich die Prinzipien und Methoden der Selbstverleugnung, die Schutzmechanismen der Programme die man Persönlichkeit nennt auf. Dadurch lässt sich mit dem menschlichen Verstand Einsicht und Verstehen erreichen. Und das bedeutet, dass man eine Lüge gegenüber sich selbst und gegenüber dem Leben eindeutig erkennen kann, dass man auch die Methoden der gewählten Ignoranz und ihrer Rechtfertigung erkennen und entlarven kann. Und dass man auch die selbstgefälligen und von Angst gespeisten Routinen bemerken kann, die auch diese Erkenntnis zu leugnen versuchen. Die Persönlichkeit, die Identität, die Sprache, die Wortbedeutungen und die emotionalen Verknüpfungen, unsere Empfindungen und Gedanken, all das ist zu großen Teilen in unser Bewusstsein verlagert und hat in vielen Bereichen den Kontakt zur Wirklichkeit bereits verloren. Wir existieren, fühlen, reagieren fast ausschließlich in unseren Gedanken und dann wägen wir ab, schmieden Pläne und entwerfen Strategien wie wir die Wirklichkeit um uns herum derart manipulieren könnten, dass sie sich weitgehend unseren inneren Vorstellungswelten anpasst, als ob diese inneren, substanzlosen Welten mehr Bedeutung, mehr Wert für uns hätten als die Wirklichkeit, die wahrhaftige, physische Existenz. Und das glauben wir tatsächlich, also diese Bedeutung schreiben wir unseren Gedankenwelten zu. Auch entgegen jede Vernunft, den Bereich unserer Bewusstseinswelt und unserer Gedanken ignorierend, der tatsächlich einen sinnvollen Nutzen für uns und das Leben haben könnte. Anders ist die zerstörerische, Verschwenderische und parasitäre Lebensweise die wir Menschen als Gesellschaften gewählt und erschaffen haben nicht zu erklären. Wir handeln gegen offensichtliche  Vernunftgründe, denken kurzfristig und nutzen unsere Fähigkeiten ohne jede Verantwortlichkeit. Schadensbegrenzung dient für uns aller höchstens unserem eigenen, ganz persönlichen Wohl und Komfort und richtet sich auf ein Zeitfenster, das unsere eigene Lebensspanne, vielleicht gerade noch die unserer Kinder mit einbezieht. Und somit setzt sich die Zerstörung unentwegt fort, denn genau dieses Verhalten vermitteln und übermitteln wir natürlich auch unseren Kindern. 

Sich kontinuierlich selbst zu belügen heißt zwangsläufig auch andere zu täuschen. Dadurch ist oder scheint diese Bewusstseinsentwicklung kaum zu durchbrechen zu sein. Wir haben oft nicht einmal die Chance dazu, denn tatsächlich wirkt unsere Selbsttäuschung so gut, dass wir sie kaum noch bemerken, bzw. selbst an sie glauben, sie als „unsere Natur“ zu betrachten. Und das ist der gefährlichste Denkfehler, die dogmatische Akzeptanz der eigenen Unzulänglichkeit. Sie ist ein religiöses Machtmittel, als die Methode der externalisierten Schuldzuweisung. Wahrlich eine Haarige Situation, denn diese Schuld, sofern sie denn eine ist, ist genau der Angstfaktor, ist das Monster vor dem wir uns fürchten, vor dem wir davonlaufen, weil wir wissen, dass wenn wir uns ihm stellen, es uns zerfleischen würde. Doch tatsächlich würde es sich auf unsere eingebildeten Identitäten, unsere Gedankenwelten stürzen, es würde unsere Egos zerreißen und uns die Fetzen um die Ohren schlagen. Sich dieser Angst zu stellen und sie zu überleben als das, was von dir übrig bleibt, das ist der steinige und unangenehme Weg in die Freiheit für das wahre, eigentliche Selbst das erst dann zu seiner Größe und Stärke heranwachsen kann, wenn dieses Monster seinen Schrecken verloren hat und wir erkennen, dass es in Wahrheit ein treuer Freund und Begleiter ist, ein Sicherheitsfaktor der uns immer wieder vor den Fallen der institutionalisierten Programme unseres gesteuerten Bewusstseins warnt, und zwar immer dort, wo wir den Kontakt zu uns selbst, zu der Einheit und der bodenständigen Wahrhaftigkeit des Lebens hier in diesem Moment, diesem Atemzug der Körperlichkeit zu verlieren drohen.

Fortsetzung folgt...