Posts mit dem Label Missbrauch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Missbrauch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 28. Oktober 2013

Tag152 - Recht auf Beschneidung? Kinder als Privatbesitz

Cheskel Dovid / Foter.com / CC BY


Ich habe diesen Bericht mit M. Friedman über das Thema Beschneidung bei jüdischen und muslemischen Kindern angesehen. Es geht mir in diesem Blog weniger um die Beschneidung selbst, weniger darum ob sie Sinn macht, auch nicht wirklich um die medizinischen Vor- oder Nachteile die in der hitzigen Debatte immer wieder angebracht werden.

  • Wirklich unangenehm aufgefallen ist mir, dass von niemandem der befragten „religiösen“ Menschen, der Befürworter der Beschneidung eines Kindes, tatsächlich über das Kind und die Rechte des Kindes, zum Beispiel das Recht auf körperliche Unversehrtheit, gesprochen wurde, sondern es ging ausnahmslos und vehement ausschließlich um sie selbst. Sie sprachen immer und in erster Linie nur von IHRER Religion, IHRER Religionsfreiheit, IHREM Recht zu Entscheiden, so als sei es ganz selbstverständlich und ein über allem stehendes Gesetz, dass Eltern die uneingeschränkten Besitzer und damit Herrscher über ihre Kinder seien.



  • Weiter wurde sich immer wieder gewundert darüber, dass eine Gesellschaft über die Rechte der Eltern im Bezug auf ihre Kinder überhaupt diskutiert und sich überhaupt dort „einmischt“ - und auch hier liegt die irrige Annahme zugrunde, dass die Rechte der Kinder einer Gemeinschaft/Gesellschaft, ihr Wohl, ihre Unversehrtheit allein Sache der Eltern seien, dass die Eltern sozusagen mit ihren Kindern machen könnten was sie wollten. Mal abgesehen davon, dass ich mir durchaus darüber im Klaren bin, dass unsere Gesellschaft noch weit davon entfernt ist eine gleich-gerechte Grundlage für alle zu bieten, dass viele Dinge auch in unserem Rechtssystem im Argen liegen, ist es doch vom Prinzip her eindeutig NOTWENDIG und WÜNSCHENSWERT, dass die Gesellschaft, die Gemeinschaft, eine Mitverantwortung am Wohl ihrer Kinder trägt und diese auch bietet, lebt und einsetzt. Natürlich muss es Einrichtungen geben die sich beispielsweise um Kinder kümmern die verwaist sind, die Familien unterstützen die aufgrund von Krankheit oder Überforderung nicht mehr mit ihrem Leben also auch nicht mehr mit ihren Kindern zurechtkommen und bei denen die Gefahr des Missbrauchs in Form von Verwahrlosung und ähnlichem besteht. Und natürlich muss es in einer Gemeinschaft Einrichtungen und Menschen geben, die sich derer annehmen die eindeutigen Missbrauch an ihren Kindern begehen oder begangen haben und die notwendigen und vor allem präventiven Schritte einleiten um dies zu verhindern und/oder zu beenden. Ich weiß, dass wir in dieser Welt kaum irgendwo wirklich effektive Einrichtungen dieser Art haben und das liegt vornehmlich daran, dass wir in dieser Wirtschaftskultur zwar in einer Gemeinschaft zusammengerottet leben, dass wir aber in einer Ideologie der Isolation, der Selbstsucht und der absoluten Ego-Zentriertheit aufwachsen, damit wir vom Markt besser benutzt werden können. Das zeigt sich ja vor allem auch in der rein egoistischen Argumentation der Befürworter einer Beschneidung wenn sie die Kinder selbst ÜBERHAUPT NICHT in Erwägung ziehen oder in ihre Argumentation mit einbeziehen.



  • Ich will eigentlich gar nicht auf die sogenannten Imame oder die Priester und sog. „gelehrten“ des Judentums eingehen und wie dort von ihnen argumentiert wurde. Diese psycho-pathologische Komponente der religiösen Indoktrination, der Glaube an unsichtbare Götter deren Befehle man befolgt und die einem die Bürde der Nutzung des gesunden Menschenverstandes ersparen indem sie vorschreiben was „richtig“ und was „falsch“ sei ist mehrere Vlogs und Blogs Wert und die Ignoranz und Selbstgefälligkeit der Männer die diese Standpunkte vertreten, denn es sind ausschließlich Männer die tatsächlich einflussreiche Positionen in den genannten religiösen Gruppierungen besetzen, ist unerträglich, zumal man ja verstehen kann, dass ein Mensch der sein Leben lang privilegiert in Familie und Gemeinschaft Macht ausüben kann allein aufgrund seines Geschlechts, der Straffrei Missbrauch betreiben und seine Triebe befriedigen darf nur weil er ein Mann und damit religiös legitimiert über der Frau stehe, der in seiner religiösen Karriere immer ein einflussreiches Wort mitzureden hat und sich bei allen Entscheidungen von der Verantwortung für die Konsequenzen freisprechen kann, da er sich auf Jahrhunderte alte Schriften beruft, dass eine so konditionierte Persönlichkeit an diesem lächerlichen Lebenskonzept mit aller Macht festhalten möchte. Das ändert aber nichts an der Absurdität der Argumentation und sollte es tatsächlich eine Macht geben die uns geschaffen hat, die uns beobachtet und beurteilt, so muss sie vor Scham im Boden versinken oder sich vor Lachen krümmen wenn sie solcherlei Verblendung mitverfolgt.
Warum eigentlich soll ein sechsjähriges Kind NICHT entscheiden können ob es will, dass an seinem Glied etwas abgeschnitten wird? Doch nur aus dem Grund, dass es der Manipulation und gezielten Beeinflussung, meist durch Drohungen und Ängste, von den Eltern in jede erdenkliche Richtung gezwungen werden und man aufgrund eines schon viel früher eintretenden Missbrauchs der Entscheidung dieses Kindes nicht trauen kann.
Der eigentliche Missbrauch nämlich beginnt schon viel früher und im Grunde muss eine aufgeklärte Gesellschaft (die wir NICHT SIND, das will ich betonen) schon hier in die Erziehung der Eltern eingreifen, eine wirklich verantwortungsbewusste, freie Gemeinschaft muss ein Interesse daran haben, dass ein Kind das größtmögliche Potential seiner Geistigen Fähigkeiten und Entwicklung erreichen kann, dass es nicht in beschränkter Weltsicht durch zurückhalten oder gar verteufeln von Informationen und Wissen daran gehindert wird, dass die Freiheit sich selbst zu finden in dieser Welt, dieser Existenz und der Gemeinschaft nicht von vornherein limitiert wird.

Keinesfalls gibt das reine Produzieren von Nachwuchs irgendeinem Menschen das RECHT, mit diesem geborenen Wesen zu tun was immer er möchte. Das ist einfach unhaltbar und lächerlich, daher hat dieses Argument auch keinerlei Bedeutung für die Debatte.

Doch das ist eben ein menschlicher Irrtum, eine menschliche Unmündigkeit die für viele unserer Probleme und die scheinbar ausweglose Situation in die die Menschheit sich befördert verantwortlich ist, die Annahme oder der Glaube, dass alles sich um die eigene Person dreht, dass das Leben etwas 'persönliches' sei, dass alles und jeder als Ressource zur Fütterung der eigenen Persönlichkeit dienen müsse. Selbst und vielleicht sogar vor allem die eigenen Kinder, die als 'eigene' Menschen betrachtet werden. Die Religion bietet für diesen mentalen Missbrauch eine hervorragende Legitimation als philosophisches Konzept, das den Anschein einer fundierten Rechtfertigungsbasis bietet und im Grunde nichts weiter als ein Werkzeug der Kontrolle und Manipulation ist.

Montag, 7. Oktober 2013

Tag0150 - Altern oder reifen wir? - Nichts zu feiern am Geburtstag

xstex / Foter / CC BY-NC-ND


Wie kann ich meinen Geburtstag „feiern“, wenn ich weiß, dass um mich herum Menschen aufgrund der Ignoranz so vieler anderer Menschen unerträglich leiden müssen, wenn ich weiß, dass wir alle mit unserem Schweigen, unserer selbstsüchtigen Anpassung und der bequemen Haltung gedanklicher Selbstrechtfertigung gegen den Verstand die Folter, den Hunger und das Verenden von tausenden Kindern jeden Tag billigen? Wie könnte ich „feiern“ und mir selbst gegenüber mutwillig Ignoranz üben, wenn ich Jahre lang hart an mir selbst arbeiten musste um die angelernten und gesellschaftlich geförderten Scheuklappen Schritt für Schritt zu lösen um mir selbst wieder aufrichtig in die Augen schauen zu können, um wieder zu lernen was Verantwortung und Leben eigentlich bedeuten? Wie könnte ich meinen Geburtstag „feiern“, außer dadurch endlich Schluss zu machen mit der duckmäuserischen 'Diplomatie' gesellschaftlicher Norm-Hörigkeit und der mentalen Verschleierung der Wirklichkeit, außer durch meine tägliche Hingabe an die Selbstbefreiung von und Offenlegung der gedanklichen und ideologischen Konstrukte des Bewusstseins die der Verblendung und der Ablenkung dienen, die uns ein Leben vorgaukeln in dem wir nach nichts weiter als mentalen Erlebnismomenten streben, nach dem Gefühl der energetischen inneren Ladung die durch Halluzinationen, durch selbstverursachte Rauschzustände in einer imaginativen Realität verursacht wird und uns wie Süchtige langsam aber sicher verbraucht und dem Untergang weiht?

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben dazu ein lebendes Beispiel für die Möglichkeit des Menschen zu sein, all die Irrtümer aufzugeben, die Programme der Selbstversklavung und der vergeistigten Abhängigkeit, der Fremdbestimmung und Kontrolle durch ein System der Vernichtung aufzugeben, selbstbestimmt zu transformieren und sich zu befreien. Ich stehe als Mensch als Beweis für die Verantwortlichkeit des Menschen an allen Konsequenzen seiner Lebensweise, für die Verantwortlichkeit an allen Verbrechen am Leben, an den Kindern die Hilflos einer Wahnkranken Spezies ausgeliefert sind und die auf keine Hilfe hoffen dürfen, denn all diejenigen die Helfen könnten sind durch eigene Selbstaufgabe unmündige, unfähige, unterentwickelte und selbstsüchtige Roboter geworden die trotz ihrer Fähigkeit zu helfen selbst die Hoffnung als mentales Konstrukt der Verblendung und der Verblödung vorziehen, allein um ihrer eigenen Selbstgefälligkeit zu dienen. Ich stehe als Mensch und als lebendiger Beweis für die Verantwortung des Menschen indem ich die Möglichkeit seiner eigenen Neuausrichtung aufzeige und somit alle Konstrukte, alle Philosophien und Ideologien der Selbstrechtfertigung, der Viktimisierung und moralischen Überheblichkeit ad absurdum führe. Ich stehe ein für und als das Leben, für die Befreiung des Lebens im Namen des Lebens, im Namen der Kinder vor allen Dingen, da sie in diese Welt geboren werden und man ihre Psychen missbraucht, ihnen einprogrammiert sie würden ins Leben geführt, erzogen und ausgebildet um sich selbst zu entfalten obwohl die Erwachsenenwelt selbst nicht weiß was sie tut, sich längst der Feigheit hingegeben und der ewigen Unterwerfung verschrieben hat unter ein System dessen Schöpfer wir alle sind, dem wir in einem Atemzug alle Macht entziehen könnten, wenn wir nur bereit wären uns der Angst zu stellen und diesen Atemzug zum ersten mal als wahrhaft eigenständige, selbstehrliche und eigenverantwortliche Lebewesen in Einheit und Gleichheit mit allen zu tun.

Ich feiere mein Leben jeden Tag, jeden Moment in dem ich mich weiter durch den Wust der konditionierten Unterwürfigkeit wühle und die Tentakel der Persönlichkeitsprogramme die mich geformt haben und denen ich erlaubt habe in mich einzudringen und zu einem Teil von mir zu werden, mich zu einem Teil dieser lebensfeindlichen Systematik zu machen, herausreiße, indem ich mich meinen konditionierten und eingeimpften Ängsten stelle, sie als Illusionen entlarve und mit jedem Atemzug zu einem freieren Menschen werde. Indem ich nichts mehr zu verbergen habe vor wem auch immer stehe ich in diesem Prozess als Beispiel für die Freiheit des Menschen und seine Möglichkeiten, für die Vertrauenswürdigkeit und die Verantwortung für und als das Leben ein. Damit feiere ich wahrhaft das Leben, in Einheit und Gleichheit mit allem Leben. Nicht in der pervertierten Illusion von Spaß und Freude die nur durch Konsum, durch ideologisch verseuchten Behang und das Berauschen mit zerstörerischen Substanzen zu erreichen sein soll. Nicht in der selbstsüchtigen, vergeistigten und kurzlebigen Selbstbeweihräucherung unter egoistischen Persönlichkeiten die eine Möglichkeit der Ablenkung und oberflächlichen, billigen Unterhaltung suchen. Was sollte ich als das Leben, als Teil dieser Menschheit zu feiern haben so lange wir dieses Bild des Jammers abgeben, so lange wir die Notlagen und Schwächen anderer so schamlos und kurzsichtig ausnutzen, so lange wir nicht einmal unseren eigenen Kindern gegenüber offen unser Versagen eingestehen und ihnen damit die Chance auf einen Neuanfang freigeben können? Was der Mensch ist, was er kreiert hat in seiner Existenz hier und heute ist verachtenswert, was er sein könnte hingegen ist ein würdevolles, vertrauenswürdiges Wesen mit gestalterischem und schöpferischem Potential das das Beste für alles Leben Umsetzen kann. Unsere Kinder sind bereits der lebende Beweis dafür, allerdings haben wir sie so geschickt um ihre Würde und ihre Eigenständigkeit betrogen, dass sie kein Gehör bekommen und keine Stimme in dieser Welt mehr haben. Wir verschließen selbst zu gern die Augen vor ihrer Offenheit und ihrer spontanen Einsicht wenn sie die Grundfesten und scheinheiligen Werte unserer Systeme herausfordernd in Frage stellen. Daher stecken wir sie ja auch zwangsweise in die Umerziehungsanstalten und die Gehirnwäscheprogramme der Institutionen unserer so Entwickelten Zivilisation wo sie zu hörigen Sklaven eines untergehenden Systems, einer lebensfeindlichen Gesellschaftsordnung und einer verlogenen, zerstörerischen Wirtschaftsideologie geformt werden. Denn das, was wir hier „ein Leben führen“ nennen ist nichts weiter als die Versklavung im Namen des Profits, die Ausbeutung anderer im Namen einer nie wirklich existierenden Welt, einer reinen Ideologie die allein der Kontrolle und Manipulation der Massen dient. Wir missachten die Wahrhaftigkeit und missbrauchen das Vertrauen das sie in uns als ihre Eltern setzen auf schändliche Weise und vernebeln ihre Wahrnehmung damit sie nicht den Wahnsinn unserer Verantwortungslosen Selbstzufriedenheit erkennen. Wir sind wahrlich eine erkrankte Spezies, erkrankt am Bewusstsein, am Missbrauch unserer Fähigkeiten zu selbstsüchtigen Zwecken. Ich kann nur das Leben feiern, nicht aber meinen Geburtstag. Und das Leben zu feiern bedeutet es zunächst zu befreien, denn erst wenn alle wahrlich frei sind kann es so etwas wie Freiheit, wie Freude und Grund zu feiern überhaupt geben. Alles andere ist eine beschränkte Illusion, eine Selbstverleugnung und ein lächerlicher Versuch sich von der Wirklichkeit der eigenen Verantwortung abzuwenden.
Wir haben die selbstgefällige Selbstaufgabe so weit getrieben, dass wir ein System der absoluten Kontrolle über das Leben geschaffen haben, dessen leitende Positionen von selbstsüchtigen Soziopathen besetzt sind, denn nur den Rücksichtslosesten, Skrupellosesten und Selbstsüchtigsten über alle Maßen Menschenverachtenden Individuen ist es in diesem System möglich die einflussreichen Positionen zu besetzen und dadurch die Massen zu kontrollieren, sie zu ihrem ganz persönlichen Selbstzweck arbeiten und funktionieren zu lassen. Der Wahn des Wettkampfes, das Gegeneinander hält uns gefangen, gepaart mit der Lüge der Hoffnung, der Hoffnung darauf selbst einmal Täter zu werden anstatt Opfer zu sein. Dieses jämmerliche Konzept ist alles was wir als Menschheit geschafft haben was unser Leben bestimmt und was wir Entwicklung oder gar Evolution nennen. Doch nicht die Natur, sondern die vom Menschen selbst generierte Angst vor der individuellen Verantwortlichkeit macht diese Selbstbeschränkung möglich. Doch ich stehe nicht für dieses lächerliche Prinzip, diese heuchlerische Lüge, ich stehe für die Befreiung des Lebens von der Fremdbestimmung, für den Menschen mit Verstand und Einheitssinn, für die Entwicklung und Entfaltung des Lebens für uns und alle Kinder dieser Erde.
So lange wir unseren Kindern, also allen Kindern dieser Erde, nicht offen und selbstehrlich gegenübertreten können in der Gewissheit alles getan zu haben und auch zukünftig alles zu tun um ihnen ein Leben in Freiheit und Würde zu ermöglichen, für unsere Fehler geradezustehen und sie zu bereinigen, so lange gibt es wahrlich nichts zu feiern.
So lange nicht alle Kinder ihren Geburtstag feiern können, einfach aus Freude am Leben und in Aussicht auf ein freies Leben in Einheit, in gegenseitiger Unterstützung in einer vertrauenswürdigen Gemeinschaft, so lange wird es keinen wahren Grund zum Feiern geben.


Dienstag, 3. September 2013

Tag0144 - Die Normalität des Missbrauchs



Missbrauch ist so normal geworden und scheint zu den menschlichen Gewohnheiten zu gehören als sei er etwas natürliches. Er ist uns in Fleisch und Blut übergegangen und wir praktizieren ihn mit derselben Selbstverständlichkeit mit der wir ihn hinnehmen. Das einzige Ziel im Leben, in allen Bereichen des Lebens scheint es zu sein sich selbst in eine gesellschaftliche und soziale Position zu bringen, aus der heraus man selbst mehr Missbrauch betreiben kann als man erleiden muss.

Wege aus der Fremdbstimmung zur Freiheit als das Leben:

http://desteni.org

Mein Blog der Reise ins Leben:

http://reiseinsleben.blogspot.com

Praktikable Lösung als ein System für das Leben und für die Freiheit allen Lebens als Grundrecht:

http://equalmoney.org

Donnerstag, 6. Juni 2013

Tag0107 - Warum Denken nicht = Sein ist (Teil5) - Die konditionierte Angst vor dem Leben

h.koppdelaney / Art Photos / CC BY-ND


Fortsetzung zu Tag0106 - Warum Denken nicht = Sein ist (Teil4) - Das Leben als überdauernder Wert

Auszug:

"Wofür sollte ich sonst leben, wenn ich dafür, dass mein Sohn, dass alle Kinder diese Erde in einer Welt frei von Machtmissbrauch, von Ausbeutung, sinnlosen ideologischen Zwängen sich entfalten können, sich selbst identifizieren können als das Leben, als diese Existenz in Einheit? Das sind die eigentlich überdauernden Werte die für alle gleich sind, deren Bedeutung niemand künstlich herauf- oder herabsetzen kann, mit denen es sich nicht handeln lässt, außer durch Missbrauch und gewaltsam geschaffene Ungleichheit. Und so lebe ich nicht für andere, sondern als andere, als eins mit dem Leben selbst. Unbestechlich, unerschütterlich, selbst im Fall."


Wir schaffen uns die Welt als Manifestation unserer Gedanken. Das mindeste was wir tun können ist, diese Gedanken verstehen zu lernen um die Grundlagen unserer Existenz und unserer Lebensweise selbst zu bestimmen. Und letztlich ist die Grundlage unserer Existenz, der gemeinsame Nenner unserer Leben das,was uns eint, die physische, körperliche Existenz.

Wir sind so sehr beschäftigt mit unseren Gedanken, gefangen im Prozess der Analyse unwirklicher, imaginärer Ereignisse, dass wir das Leben überhaupt nicht mehr wahrnehmen und unsere Handlungsmöglichkeiten vollkommen einschränken. Wir sind erzogen und aufgewachsen, sind programmiert worden zu einer denkenden Drohne die nur noch im System funktionieren, nicht aber ihr tatsächliches Potential als Schöpfer neuer Lebenswelten erkennen und erfassen soll, die in der zerfressenden Angst lebt, oder besser gesagt vegetiert, jeder eigenständige Schritt, jede selbstbestimmte Entscheidung könne zu ihrem eigenen Verhängnis führen. Und natürlich kann sie das auch, doch immerhin war es dann eine eigene, selbstbestimmte Entscheidung. Und wenn von vornherein der unumstößliche Fakt klar ist, dass die Selbstbestimmung, das Leben an sich Verantwortlichkeit für die eigenen Entscheidungen und Handlungen mit sich bringt, dann ist auch eine Verhängnisvolle Entscheidung eine gute Entscheidung, denn sie entspringt direkt dem bewusst gelebten Leben. Erst in dieser Form kann auch eine sogenannte Fehlentscheidung überhaupt einen Lerneffekt haben. Doch wir haben das völlig verkannt, haben diese Lebenskraft völlig verloren. Wir glauben oder sind mit dem Glauben geimpft worden wir könnten von den Entscheidungen anderer lernen oder von ihnen profitieren, vor allem deshalb weil wir uns einbilden, dass die Entscheidungen anderer gleichzeitig auch die Verantwortung anderer bedeutet. Das ist nicht nur naiv, sondern auch hochgradig missbräuchlich, denn damit versucht man sich selbst abzusichern, sich selbst ein Leben zu borgen und gleichzeitig anderen die Versuchsreihe mit all ihren Konsequenzen zu überlassen. 

Es ist tatsächlich recht traurig und mitleiderregend den Menschen dabei zuzusehen wie sie in ihrer Angst vor dem Leben, und auch vor dem System, der Kultur, der Gesellschaft, dem GELD-System aber vor allem, dessen Schöpfer und Handlanger wir alle ausnahmslos sind, zitternd und verzweifelt immer wieder versuchen sich bei jedem Schritt des Lebens, bei jeder Entscheidung bei anderen abzusichern, sich zu vergewissern und zu fragen „bist du auch dieser Meinung?“, „Glaubst du, ich sollte das tun?“, „Das ist dir doch auch schon mal passiert?“ und so weiter. Dabei geht es bei diesen Fragen in keiner Weise um die Suche nach Rat oder echter, ehrlicher Hilfe. Im Grunde haben sie sich innerlich schon entschieden und sie haben folgende Kriterien angewandt:
welche Lösung bringt mir am meisten Profit und Vorteile? Und wenn das bedeutet dafür andere hintergehen zu müssen oder unehrlich zu sein, wie kann ich das am besten verbergen oder rechtfertigen? Und jetzt suchen sie für genau diesen Weg den sie sich überlegt haben eine Bestätigung, sie schildern die Sachlage mit größter Sorgfalt und vorsichtig um die wahre Agenda bloß nicht zu entlarven und versuchen für ihre selbsterdachten Selbstrechtfertigungen eine Absolution zu bekommen, indem ihnen ein anderer zustimmt oder zugibt einmal etwas ähnliches getan zu haben. Dies soll nun ihre Unsicherheit beseitigen und ihre moralische Selbstwahrnehmung stabilisieren. Dabei hintergehen sie in diesem Prozess sich selbst, täuschen die anderen Menschen die sie mit ins Boot holen indem sie sie benutzen und letztlich, wenn der durchdachte Plan fehlschlagen oder nicht den erhofften Erfolg haben sollte, klagen sie entweder offen oder insgeheim genau jene an, die sie zuvor um ihre Meinung und ihren Rat gebeten haben. Sollten sie jedoch Erfolg haben, werden sie diesen natürlich als ihre eigene Leistung verkaufen, allenfalls gönnerhaft den unterstützenden Rat erwähnen. Das ist sowohl in privaten Kreisen der Familie und der Freunde als auch auf politischer Ebene zu finden. Dieses Prinzip wendet der zutiefst verunsicherte, unselbständige und unmündige Bürger in allen Lebensbereichen an. Die wahren Motive dieser Rückversicherung sind leicht zu entlarven, eben indem man diesen Menschen eine absolut ehrliche Antwort gibt und vielleicht noch die eine oder andere investigative Frage stellt. Man kann sehr schnell erkennen, dass der Mensch der einen im Vertrauen um Rat fragt schon im Vorfeld genau weiß, was er hören will und sollte man ihm eine abweichende Antwort geben dann wird seine Reaktion nicht ein offener argumentativer Austausch, sondern eine beharrlich ablehnende, bisweilen aufbrausende, oder aber arrogante Haltung sein, beispielsweise wird unter Umständen einfach unterstellt, man könne sich seine Lage einfach nicht vorstellen oder man sei zu engstirnig, zu naiv, oder schlicht gesagt zu blöde um die Problematik zu verstehen. Ein wirklich ernst gemeinter, guter Ratschlag, der sie sehr wahrscheinlich aus ihrem Gedankenmuster der Selbstrechtfertigung lösen würde wird in aller Regel als persönlicher Angriff aufgefasst, als Arroganz oder Besserwisserei. Und ein solcher Rat oder Hinweis ist natürlich auch ein Angriff auf die Persönlichkeit und ihre versteckte Agenda der Selbstsucht, daher ist diese Reaktion zu erwarten und ganz normal. Nichts und niemand wird durch bloßes Reden einen anderen von seiner zielstrebigen Verfolgung des persönlichen Vorteils abbringen können. Dazu taugt nur das lebendige Beispiel, und auch nur dann, wenn der grundsätzliche Wille besteht.

Ja, es ist tatsächlich mitleiderregend, aber man darf dort nicht stehenbleiben und sich selbst als „Beobachter“ missverstehen. Denn dies sind die Konsequenzen unser aller Mitarbeit und daher ist es in unserer Pflicht für das Ende dieses Selbstmissbrauchs zu sorgen indem wir uns der Angst stellen die uns eingepflanzt ist. Indem wir sie überwinden und entmachten. Denn nur durch die Angst wird das System gesteuert und am Leben gehalten. Die Angst die ebenso irreal und grundlos ist wie die Macht mit der wir ihr zu begegnen versuchen. Immer und immer wieder werden einzelne an die Oberfläche gespült, erlangen das Gefühl von Kontrolle und ignorieren die Kurzweiligkeit ihres Glücksgefühls, strampeln heftig, treten nach unten und wähnen sich in Sicherheit bis die nächste Welle sie erfasst und wieder unter Wasser zerrt wo sie immer noch strampeln, aber eben auch wieder getreten werden. So erhalten wir dieses System, unsere Schöpfung, das Ergebnis unserer Selbstaufgabe. Durch Gestrampel und verzweifelte Schwimmversuche in einem Meer aus Idealen, Träumereien und falschen Vorstellungen.

Fortsetzung folgt...



Freitag, 14. Dezember 2012

Tag 92 - Das Maß der Verantwortlichkeit

ChrisK4u / Foter / CC BY-NC-ND


Die Machtlosigkeit gegenüber unserer 'Natur', oder dessen was wir als diese bezeichnen, ist lediglich ein Eingeständnis der persönlichen Feigheit, der Selbstaufgabe und der Selbstversklavung. Eine Unterwerfung unter fremdbestimmte Umstände, der Selbstbetrug als eine Strategie der Einbildung, man könne sich 'heraushalten' aus den Konsequenzen und dennoch 'teilhaben' am Leben. Doch sind wir alle, sobald wir sind, beteiligt am Leben und allem was dazu gehört. 
 
Natürlich ist die Verantwortlichkeit gleichermaßen ungleich verteilt wie auch die Möglichkeiten. Wir haben als Menschen bereits dafür gesorgt, dass die Teilhabe am Leben, die Entfaltungsmöglichkeiten und Gestaltungsfähigkeiten in hohem Maße ungleich oder ungerecht verteilt sind. In dem selben Maße ist natürlich auch die Verantwortlichkeit für all die Schritte ungleich verteilt, die unternommen werden müssen um diese Ungleichheit zu beseitigen. Das heißt, dass zwar alle Menschen gleichermaßen beteiligt sind am Leben selbst und an den Auswirkungen und Entwicklungen die es nimmt, dass aber beispielsweise ein Junge der in einem so schwachen sozialen Umfeld lebt, dass ihm sowohl der Zugang zu Bildung und Information als auch zu notwendiger Nahrung und Grundversorgung verwehrt ist nicht in gleichem Maße für erstens die Anerkenntnis und die Ursächlichkeit dieser Zustände und seiner Beteiligung daran und zweitens das Einleiten der notwendigen Schritte zur Behebung dieser Ursachen verantwortlich gemacht werden kann wie beispielsweise der Mensch, der direkt oder indirekt von diesen Umständen profitiert, weil er in einem Land lebt, das wirtschaftlich privilegiert ist und das von der Unterprivilegierten Stellung der Bevölkerung des Landes in dem dieser Junge lebt begünstigt wird, oder gar an der Schaffung dieses Zustades beteiligt ist. Die Verantwortlichkeit für die Zustände die wir als Menschen geschaffen haben ist zwar in ihrer Ursächlichkeit aus verschiedenen Gründen auf die ich noch tiefer eingehen werde und teilweise auch schon eingegangen bin bei jedem Menschen direkt gleichermaßen vorhanden, jedoch sind die Schritte die zu der Akzeptanz dieser Verantwortlichkeit notwendig sind nicht jedem Menschen gleichermaßen möglich, da beispielsweise ein großer Teil der Weltbevölkerung mit wesentlich akuteren Notständen konfrontiert ist, die das direkte Überleben von Tag zu Tag betreffen und diese sich somit in einem Ausnahmezustand befinden der eine solche Selbstarbeit und Selbstreflektion nahezu unmöglich macht. 
Die 'Revolution' die stattfinden muss, und die erste überhaupt dieser Art, was ihren Erfolg entgegen der Erfahrung mit 'üblichen' Revolutionen erst realistisch macht, muss also nicht von 'unten' nach 'oben' gerichtet sein, sondern genau umgekehrt, was sie eben auch so unvorstellbar, aber nicht unmöglich macht. Der privilegierte Teil der Weltbevölkerung steht in der Pflicht, denn hier liegt der größte Teil der Verantwortlichkeit für die Veränderung und das Beenden der Ungleichheit. Das heißt, dass die einzige Motivation dieser 'Revolution' das Interesse am Leben selbst sein muss, geboren aus der selbstehrlichen Sicht auf die von Menschen geschaffenen Zustände und in der Erkenntnis ihrer inakzeptablen Unerträglichkeit angesichts der Eigenverantwortlichkeit als gleiches und gleichwertiges Wesen. Eben kein Befreiungsschlag aus der Not heraus, vornehmlich von Selbstinteresse motiviert, sondern eine von Vernunft, wahrer Menschlichkeit und Einsicht getragene Entscheidung. Eine Revolution, die eigentlich keine ist. Es ist keine Umkehr, kein Zurückrollen und kein einfaches Umwälzen der Verhältnisse, so wie es bisher bei fast jeder Revolution der Menschheitsgeschichte der Fall gewesen ist, sondern es ist vielmehr ein Stoppen, ein HALT, ein Durchatmen und 'Neu-Gestalten', ein Prozess, der die wahre, selbstbestimmte und eigenverantwortliche Nutzung menschlicher Eigenschaften und Fähigkeiten erfordert. Ein Prozess der uns tatsächlich erst lebendig macht. Nicht geboren aus ideologischer Verblendung, nicht getrieben durch die hetzerische Selbstdarstellung und Identifikation als 'Gutmenschen', keine 'Charity' Veranstaltung und aus vermeintlichem Mitgefühl abgewrungene Opferung, sondern eine aus dem Leben heraus getroffene Einsicht, eine Auferstehung jedes einzelnen als lebendiges Wesen, in Gang gebracht durch die erste und einzige selbstbestimmte Entscheidung die einem Menschen möglich ist: der Entscheidung mit seinem Leben für das Leben zu stehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meinen persönlichen Vorteil über das Interesse anderer zu stellen und mich in meiner Rolle als unfreiwilliges Opfer der Umstände versucht habe aus der Verantwortung zu ziehen gegenüber dem Leben und all den Konsequenzen die nicht nur mein Handeln in dieser Weltordnung, sondern vor allem auch mein nicht-Handeln und meine Ignoranz haben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich selbst und meine Selbstbestimmung aufzugeben und abzugeben in dem Glauben dadurch auch meine Verantwortlichkeit dem Leben gegenüber los zu werden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, dass meine Angst und meine Ablehnung der Eigenverantwortlichkeit mir den Blick auf die Handlungsfähigkeit und Selbstbefreiung versperrt hat, die in der Akzeptanz und Übernahme der Eigenverantwortlichkeit für das Leben liegt.


http://lite.desteniiprocess.com - Free online course!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Tag 70 - Die Rache an den Kindern

dierk schaefer / Foter / CC BY
Ich habe es eigentlich satt immer wieder um den heißen Brei herumzusabbeln, diplomatisch schlau daher zu reden, ein Bild abzugeben von einem denkenden, philosophierenden mental-masturbator, während ich in Wirklichkeit die Wirklichkeit sehe, während ich zusehen muss wie Kinder geboren werden, wie sie von verantwortungs- und ahnungslosen Menschen in ein System eingeführt werden das sie zerstören wird, das ihnen die Luft zum Atmen und den Raum zu Leben nimmt, ein System das aus Angst und Feigheit der Menschen geboren und entwickelt wurde, ein System das keinen Cent auf den Wert des Lebens selbst gibt. Kinder, die wie mein Kind sind, Kinder anderer Menschen, die Teil des Lebens, Teil meines Lebens und ein Teil von mir sind so wie von jedem anderen Menschen und Wesen auf dieser Erde. Wir lassen sie entstehen, um sie dann in ihren Untergang laufen zu sehen. Wir sind gehässige, verlogene Heuchler und Dämonen, innerlich zufrieden schauen wir zu wie unsere Systeme, denen wir uns feige unterworfen haben, die wir aus Angst und Verantwortungslosigkeit akzeptiert haben unsere Kinder nach und nach manipulieren, zu funktionierenden Maschinen werden lassen die sich dann nach und nach selbst zerstören.Wir verraten und verkaufen unsere Kinder, die uns vertrauen, die nicht ahnen können, dass ihre eigenen Eltern, und auch niemand sonst aus ihrer Gemeinschaft sich jemals für sie und ihr Leben einsetzen würde, dass sie niemandem vertrauen können und dass ihre Eltern ihnen auch noch ihr eigenes Selbstvertrauen als Urvertrauen in das Leben nehmen werden. Wir sind allesamt Kindermörder. Es gibt keinen Unschuldigen. Und wenn wir wirklich wollen würden, dass das irgendwann aufhört, dass Kinder nicht mehr missbraucht und benutzt werden, nicht mehr Opfer der Scheinheiligkeit unserer Systeme und Ideologien werden, dass sie nicht mehr Opfer der Profitgier werden, dann müssten wir dem System, dem Geldsystem und allen sozialen Systemen so wie wir sie bisher kreiert haben unsere Unterstützung entziehen und endlich eigenverantwortlich werden, endlich den Wahn der Konfliktbesessenheit, dem dogmatischen Glauben an die Notwendigkeit von Wettkampf im Sinne eines erzwungenen Überlebenskampfes als künstliche Motivation menschlichen Lebensantriebs eine Absage erteilen, - denn nie habe ich eine stumpfsinnigere Argumentation gehört, ein weniger durchdachtes und kurzsichtigeres Statement als das, dass wir nur durch die Ungleichheiten und den Wettkampf uns als Menschheit entwickeln könnten - das ist nichts als die Selbstoffenbarung eines selbstverlorenen, freiwilligen Sklaven einer Ideologie, im Namen der eigenen Feigheit vor eigenverantwortlicher Entscheidungsfällung, aus Angst für das eigene Leben und die eigens verursachten Konsequenzen gerade stehen zu müssen.

Ich kann nicht mehr dulden und akzeptieren, dass diese Zustände, die Offensichtlichkeit der Wahrheit dass wir in unserer Lebensweise zu Mördern werden, dass wir selbst vor Kindern nicht zurückschrecken, dass wir einem Wahn verfallen sind der uns in unseren Köpfen in einer Scheinrealität einschließt in der wir uns vormachen wir hätten Verstand, Vernunft und Verantwortungsbewußtsein, in der wir diese Attribute auf völlig banale und teils unsinnige Bereiche Anwenden und glauben schon das menschenmöglichste getan zu haben wenn wir beispielsweise unseren Kindern einen Fahrradhelm aufsetzen, weiterhin als normal, unausweichlich und unveränderbar angenommen werden.
Ich bin kein Freund davon Kinder von erwachsenen Menschen zu trennen, weder im Leben noch in Gedanken, Theorien oder Philosophien. Dennoch ist es unbestreitbar, dass wir es sind, wir, die so genannten Erwachsenen, die diese Kinder auf die Welt bringen, die ihnen dieses Umfeld zumuten, und die für sie nichts weiter zu geben haben als sie an diese gegebenen Bedingungen zwangsweise anzupassen.

Das angeborene Vertrauen der Kinder spiegelt schlicht und einfach die Einheit des Lebens wieder, es ist das Vertrauen des Lebens in sich selbst, das Ur-Selbstvertrauen, welches uns im Laufe unserer Anpassung verloren gegangen ist. Und anstatt dieses Urvertrauen in unseren Kindern zu fördern, uns dieser Verantwortung als würdig zu erweisen, bemühen wir uns mit aller Macht darum, es in ihnen zu brechen. Wir lehren sie zu misstrauen weil wir wissen, dass wir Ihnen ein Umfeld bieten, dass wir eine Welt geschaffen haben, die keines Vertrauens würdig ist, sondern die im Gegenteil das Vertrauen als etwas nachteiliges, als Schwäche und Verletzlichkeit in vielfachen Variationen auszunutzen weiß. Vertrauen gibt es allenfalls unter Gleichgesinnten, innerhalb von Gruppierungen, Gangs, Parteien, die sich in einem Konsens des Selbstinteresses zusammenschließen um ihre Wirkungskraft zu vergrößern, um ihre Möglichkeiten zu erweitern, die gemeinsamen Interessen zu verfolgen. Doch das Grundproblem bleibt auch hier bestehen, dass diese Gruppen sich aus eben den Individuen zusammensetzen, die in ihrer selbstverlorenen Geistesidentifikation, ihrer Unsicherheit und Selbstsucht misstrauisch und manipulativ sind und letztenendes auch innerhalb der Gruppe ihre Ränke schmieden werden um 'im Falle eines Falles' für sich die beste Position zu sichern. Und so unterwandern sie in Gedanken, im Verhalten und durch indirekten Boykott anderer 'Mitglieder' die Gruppe selbst, so dass letztendlich jeder daran Schaden nimmt.
Alles, alles in unserer Welt ist durchsetzt von dieser fehlerhaften Prämisse, von dem Wahn des Selbstzwecks menschlichen Lebens, von der Ideologie des Selbstinteresses als oberstem Prinzip menschlicher Handlungsbereitschaft.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich abzuschotten in und von der Welt, mir eine Blase eines engen Umfelds zu schaffen und zu glauben, dass ich durch diese Abtrennung und die Erfüllung meiner oberflächlichen Bedürfnisse innerhalb dieser persönlichen Welt der Bilder und Illusionen dem Leben in mir weiterhelfen könnte und mich dadurch als lebendiger, eigenständiger Mensch entwickeln zu können.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mir einzureden ich sei nicht beteiligt an oder verantwortlich für die Konsequenzen unserer Lebensweise, für das Leid das hier in unserer Gesellschaft den Kindern angetan wird, für die Unterdrückung und Zwangserziehung, für die inakzeptablen Ungleichheiten hier und in vielen Ländern auf der Erde, gewollt erzeugt durch unser Finanzsystem und die menschliche Denk- und Selbstidentifikationsweise.

Selbstvergebung wird fortgesetzt....

Montag, 15. Oktober 2012

Tag 63 - Mensch und Leben: Selbstmissbrauch - der Verzehr des Lebens durch den Geist (Teil 4)

Die Sucht nach Führung - Das Misstrauen gegenüber sich selbst        (verfasst am 14.10.2012)

Fortsetzung zu
Tag 62 - Mensch und Leben: Selbstmissbrauch - der Verzehr des Lebens durch den Geist (Teil 3)

by Marlen Vargas del Razo


Stellt es sich heraus, dass es keinen Gott gibt, dann schaffen wir uns einen. Wir brauchen das Gefühl, dass uns etwas lenkt, dass es eine höhere 'Ordnung' gibt nach der wir uns richten können, die wir nicht verstehen - oder nicht verstehen wollen/müssen, damit wir nicht über die Konsequenzen unserer Handlungen nachdenken brauchen, damit wir nicht glauben die Verantwortung für uns selbst und das Leben zu tragen. Mit einem erdachten Gott, einem erfundenen, großen Plan können wir selbst angesichts der katastrophalen Ergebnisse unserer menschlichen 'Zivilisationsgeschichte' Rechtfertigungen für unseren Unwillen zur Veränderung, für unser Selbstinteresse und unsere ignorante Verfolgung egoistischer Ziele innerhalb unserer Lebensspanne, ohne Rücksicht auf Verluste und Folgeschäden finden.
Aber auch Gott ist manchmal nicht ausreichend, wir können uns ja nicht einerseits in einer sogenannten aufgeklärten Gesellschaft selbst als gebildet, informiert, offen und vernünftig bezeichnen und dabei gleichzeitig and irgendwelche Mythen und Fantasiegeschichten glauben hinter denen wir uns dann verstecken wenn wir selbstsüchtig und kampfbereit um unseren eigenen Vorteil in der Welt erobern. Wem diese Art des Selbstbetruges zu offensichtlich erscheint, der wählt einfach eine etwas 'rationalere' Version, er wird Anhänger einer mehr 'wissenschaftlichen' Interpretation menschlicher Natur, ein Anhänger des 'Darwinistischen Glaubens' beispielsweise, denn ein Gesetz ist dieses Prinzip des Überlebens des Stärkeren sicher nicht, eher ein Dogma, ein Glaubenssatz. Ebenfalls eine hervorragende Rechtfertigung für unser fortwährendes Festhalten an der eigenen Versklavung unter ein System der Selbstprogrammierung zu willenlosen Konsumenten aller Produkte die das 'System' in form der Produzierenden Industrie bereithält, immer unter dem Vorwand unser Leben schöner, angenehmer, reicher zu gestalten und wir folgen, schlucken, konsumieren ohne die offensichtliche Wahrheit zu erkennen, nämlich die, dass reines Profitstreben die Motivation nummer eins dieser Industrie ist. Es kann gar nicht anders sein in diesem System und wenn man auch nur die Grundregeln einfacher Mathematik versteht, dann versteht man auch, dass die Produkte die hier verkauft und vermaktet werden in keiner Weise dem Wohl der Konsumenten als Menschen dienen können, da die Prinzipien des Profits zwei Dinge vereinen, nämlich einerseits die Minimierung der Herstellungskosten und andererseits die maximale Gewinnerzielung durch entweder Massen an Verkäufen oder aber den Verkauf zu einem Preis weit über dem eigentlichen Wert. Und der Wert ist natürlich nicht am Nutzen bemessen, sondern an den reinen Kosten der Herstellung. Also wenn dieser Verkaufswert nicht mehr mit dem Wert des Nutzens und dem Wert den das Produkt tatsächlich für den Menschen hat übereinstimmt, muss eben ein anderer Wert, ein künstlicher Wert erzeugt werden. Und das wird erreicht durch gezielte Manipulation des Geistes, durch Gehirnwäsche unter Zuhilfenahme aller wissenschaftlichen Methoden in der Werbung. Das Kreieren eines 'Kults' um ein bestimmtes Produkt ist nichts weiter als eine auf Massen angelegte Gehirnwäsche durch den Missbrauch der Medien und die Ausbeutung der Funktionen des menschlichen Bewußtseins. All das natürlich unter dem Vorwand des guten Willens, des Wohls aller beteiligten Konsumenten. Dazu bedarf es einer gewissen Ignoranz und einer gewissen gewollten 'Dummheit' unter der Bevölkerung, wie das auch schon die oberste Prämisse aller religiösen Führer und Führungsriegen war, nämlich einer Unmündigkeit die freiwillig und selbstgewählt aus Angst vor der Überforderung mit der eigenen Verantwortung und dem eigenen Leben zur Aufgabe der freien Entscheidung wird. Und diese Unmündigkeit geben wir als Menschen freiwillig und ohne weitere Einflußnahme immer wieder an unsere Kinder weiter und lassen somit alle Nachfolgegenerationen zu willenlosen Opfern unserer selbstgeschaffenen Ausbeutungssysteme werden. Wir wollen angeleitet werden, wir wollen, dass man uns zu den Entscheidungen zwingt die wir treffen, und das ist die Grundlage für die Verblendung der wir als Sklaven unseres selbstgewählten kapitalistischen Systems unterliegen, nämlich der Geistigen Manipulation die uns während wir versuchen unseren Ängsten und Verunsicherungen durch Konsum auszuweichen weismacht, dass wir frei wären, dass wir unsere Entscheidungen aus freiem Willen treffen würden, dass wir so etwas wie eine individuelle Entscheidungsfähigkeit überhaupt hätten. All das glauben wir, es ist eine Religion des mentalen Selbstinteresses, der mentalen Befriedigung durch Konsum, durch den Erwerb symbolischer 'Ersatzdrogen' für das 'Lebendige Sein', das man nur als das Leben selbst sein kann. Doch das erfordert Selbstbestimmtheit, Eigenverantwortung und Selbstehrlichkeit. Viel zu große Begriffe, beängstigend und gegen alles gerichtet, was man sich in der gedanklichen Welt des egozentrischen Parasiten 'Ich' als Selbstwert aufgebaut hat.

Wer hält sich selbst für vertrauenswürdig in diesem Leben? Wer glaubt von sich selbst tatsächlich, dass er ein verlässlicher, gleichberechtigter Partner für andere sein kann? Wer hat keine versteckte Intention, keine geheime Agenda wenn er Pläne mit anderen macht, Verabredungen trifft, sich anbietet als Helfer oder Hilfe entgegennimmt? Wir werden in unserer vergeistigten, Ich-bezogenen Identifikation zu Händlern des Lebens erzogen, wir machen aus allem einen Deal, eine künstliche Verpflichtung. Diese Verpflichtung, dieser Handel ist aber eben nicht auf gegenseitiges Wohl ausgerichtet, sondern auf Profit und somit ein dauernder Versuch sich gegenseitig zu übervorteilen.
Wir werden nicht ausgebildet tatsächlich vertrauenswürdig zu sein. Es wird uns weisgemacht, dass dies zwar eine achtungswürdige Eigenschaft wäre, dass es respektiert und anerkannt werden würde vertrauenswürdig zu sein, doch jeder weiß, dass er nur auf eine Gelegenheit wartet diese Vertrauenswürdigkeit zum eigenen Vorteil ausnutzen zu können. Das Problem ist aber vor allen Dingen, dass wir ja nicht einmal uns selbst vertrauen. Wir wissen, dass wir in unserer selbstsüchtigen Unsicherheit und Verängstigung nicht einmal uns selbst gegenüber eine Verabredung einhalten können, dass wir nicht standhaft und auch nicht glaubhaft sind. Warum sonst versuchen wir bis zu unserem Lebensende uns wie Kleinkinder immer wieder rückzuversichern über unsere Entscheidungen, unseren Wert und den Wert unserer Taten? Warum sind wir sonst so sehr abhängig von der Anerkennung anderer, von der Reaktion anderer, egeal welche Art der Reaktion, egal welche Art Anerkennung, positiv, negativ, gönnerhaft, neidvoll, wir brauchen diese emotional basierten Reaktionen anderer auf uns, um uns wirklich sicher zu sein, dass wir existieren, dass wir einen Wert haben. Und dieser misst sich an den Gedanklichen Kreationen des menschlichen Bewußtseins, geformt, gesteuert und getragen von der Beteiligung aller, von verunsicherten, verängstigten Geschöpfen die Zuflucht und Versteck in der Masse der 'Mitdenker' suchen. Einen ziemlich schlechten Handel haben wir da mit uns selbst geschlossen. Ein Handel mit uns selbst gegen uns selbst, bei dem Versuch aus unserer eigenen Substanz Profit zu schlagen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich in vollkommener Ignoranz zu schulen und mein Leben in die Kreation gedanklicher Selbstrechtfertigungsmuster zu investieren, mich daei immer mehr und immer tiefer in die Vorstellungen und Gedanken von mir selbst und dem Leben und der Welt in der ich lebe zu verlieren ohne, wirklich und wahrhaftig hier zu sein, im Moment des Lebendigen zu atmen und zu sehen, mich selbst in diesem Moment als das Leben gemeinsam mit allem Leben in Existenz zu sehen und von diesem Standpunkt des wahrhaftigen Lebens aus die relevanten Entscheidungen zu treffen, mich als das Leben neu selbstbestimmt am Leben selbst, an den Prinzipien der Gleichwertigkeit und der Einheit des Lebens auszurichten und mich, meine Natur und meine Konditionierungen/Programmierungen zu dekonstruieren, die Erkenntnisfähigkeit zu nutzen um meine Fremdbestimmung und Selbstaufgabe zu erkennen und mich als dieses System der Kopflosen Selbstzerstörung zu stoppen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mire erlaubt und es zugelassen habe mir selbst zu misstrauen, ohne der Ursache des Misstrauens wirklich auf den Grund zu gehen.

Ich vergebe mir selbst. dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich als einen unverlässlichen Charakter zu sehen und zu akzeptieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, ein inneres, gedankliches Bild von mir aufzubauen, mich über dieses Bild zu identifizieren und meine Entscheidungen und meine Selbstlenkung entsprechend der zu erwartenden Verläufe aufgrund dieser eingebildeten Charakterstruktur auszurichten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mir einzureden, dass es der menschlichen Natur entspräche hinterhältig und eigennützig zu denken, dass ich durch diese Vorstellung dasselbe Denken jedem anderen Menschen unterstellt habe und dadurch das System des gegenseitigen Missbrauchs aufgrund von Misstrauen unterstützt und aufrecht erhalten habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht erlaubt und zugelassen habe verstehen zu wollen, woher das gegenseitige Misstrauen tatsächlich kommt, und dass es in unserer Welt zwar angebracht ist misstrauisch zu sein wenn es um menschliche Intentionen geht, dass ich aber im Gegenzug mich selbst aufgebe und zum Opfer dieser verwirrten Gedankenstrukturen mache, wenn ich selbstsüchtig an diesem Verhalten der gegenseitigen Ausbeutung zum persönlichen Vorteil mitmache. 

Fortsetzung folgt...





 

Sonntag, 7. Oktober 2012

Tag 57 - Fortsetzung Selbstvergebung zu "Tag 55 - Barbaren sind wir im Geiste..."


Weitere Selbstvergebungsstatements zu meinem Post
Tag 55 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 3)


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich selbst aufzugeben und alles was mich als das Leben ausmacht zu verleugnen, weil ich in der anerzogenen Sucht nach Anerkennung meiner Persönlichkeit mich den gegebenen Umständen in Form kultureller, gesellschaftlicher Anforderungen der symbolischen Persönlichkeitrepräsentation hingegeben habe und versucht habe, das Spiel der Manipulation und Ausbeutung mitzuspielen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe die gedanklichen Selbstrechtfertigungen und Bequemlichkeiten der mentalen Legitimierung meiner Untätigkeit durch Schuldzuweisung und anklagende Verurteilung 'anderer' Menschen für mich zu nutzen, mich vor mir selbst zu verstecken und vor Einsicht in meinen heuchlerischen Selbstbetrug zu entziehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich für meine Gedanken und Emotionen zu halten und dass ich dadurch nicht gewillt und in der Lage war, mich selbst als eins mit dem Leben und allen akzeptierten Umständen und Konsequemzen zu sehen um von diesem Standpunkt aus meine eigene Beteiligung an den Ursachen meiner emotionalnen Reaktion erkennen zu können und meine Verantwortlichkeit in der selbstehrlichen Selbstvergebung, Selbstkorrektur und Neuausrichtung wahrzunehmen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe nicht zu erkennen, dass meine Wut und mein Zorn als Emotionen die ich erlebe wenn ich beispielsweise Bilder von gequälten Tieren, misshandelten Kindern und anderen Opfern brutaler, gewalttätiger Auswirkungen der menschlichen Lebens- und Denkweise, des unverantwortlichen Umgangs mit dem Leben sehe, von mir selbst generierte und gegen mich selbst gerichtete Energien sind die mich von der Einsicht in die Wahre Ursächlichkeit solcher Phänomene abhalten und damit den Weg zu einer Praktikablen Lösungsfindung versperren, da das Gefühl der Wut und des Zorns durch die unterdrückte Erkenntnis der Ursächlichkeit in der eigenen Beteiligung und Verantwortlichkeit entsteht, durch die schmerzliche und daher vermiedene Erkenntnis. dass die erlebten Geschehnisse die unausweichliche Konsequenz all der vergangenen Akzeptanzen sind und dass der Wunsch nach einem 'Ungeschehen machen' unmöglich und auch trügerisch ist. Die Einsicht muss zeigen, dass das was noch kommen wird verändert werden kann und muss, und dass der eigene Wandel der einzige und einzig notwendige Schritt ist, der einzig wirksame und praktikable Schritt um dem System das dies zulässt und zu solchen unerträglichen Konsequenzen führt die Unterstützung zu entziehen, durch die Transformation der eigenen Funktions- und Denkweise, weg vom allgemein gelehrten und akzeptierten, hin zu eigenständiger Entscheidung als das Leben, für das Leben, weg vom Selbstinteresse und hinzum Interesse des Lebens selbst.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Tag 15 - Politik der Emotionen, 'im Kleinen wie im Großen'




Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meine Emotionen über mich herrschen zu lassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen hbae, dass ich meine emotionalen Ausbrüche versucht habe moralisch zu rechtfertigen und dass ich nicht erkennen wollte, dass es sich dabei lediglich um selbstgerechte Heuchelei gehandelt hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe den Bezug zu mir selbst zu verlieren und mich von Systemen emotionaler Reaktionen und deren Gedankenmuster bestimmen zu lassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe wähernd dieser Momente der Selbstaufgabe in grober Weise mit anderen Menschen umzugehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe das innere Spiel mit Energien der Gefühle dem gleichberechtigten Umgang vorzuziehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich schuldig zu fühlen und dieses unangenehme Gefühl nicht dazu genutzt habe die Abhängigkeit von meinen Persönlichkeitsstrukturen zu bearbeiten und zu überwinden, sondern stattdessen in Gedanken versucht habe die Situation zu legitimieren oder die Konsequenzen herunterzuspielen. Durch diesen Umgang habe ich nicht nur nichts bewirkt um das Wiederkehren dieser Reizreaktionen zu beenden, sondern ich habe diese Verhaltensmuster als Beispiel weitergegeben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mir nicht einzugestehen, dass die Konsequenzen meines unbedachten, vom Selbstzweck und Eigeninteresse bestimmten Verhaltens nicht nur mich, sondern alle Menschen betreffen, vor allem natürlich die, die direkt mit der Situation verbunden sind.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, mich selbst in dem Moment der Erkenntnis meines schadhaften Verhaltens nicht zu stoppen, sondern mich in den Reaktionen der anderen Menschen wenn sie sich beispielsweise auf dieselbe, persönlich verletzende Art verteidigt haben noch bestätigt und angetrieben zu fühlen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe, mich als Persönlichkeit als verletzlich zu empfinden und darin meine Idee von mir selbst als meine Gedanken und Erinnerungen über die tatsächliche reale existenz als das gleichwertige Leben gestellt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe, mich in den kleinen, abgeschlossenen Raum meiner inneren Vorstellungswelt zurückzuziehen und dadurch die selbstgewählte Isolation und ängstliche Abgeschiedenheit in egozentrischer Lebenssicht als Verblendung und 'Selbstverhetzung' in mir und anderen gestärkt und unterstützt habe, anstatt mich der eigenen Verantwortlichkeit gegenüber meiner bisher erlaubten und zugelassenen Konsequenzen selbstehrlich zu stellen und mir zu vergeben, in dem unbeugsamen Willen mich als lebendiges Beispiel von den mich beherrschenden Gedankenmustern ewiger Konditionierung und Unterdrückung des Lebens Leben, als diese Existenz zu befreien.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, in der Emotionalität nicht die universale Gemeinsamkeit zu erkennen, nicht zu sehen, dass diese Emotion, welcher Art auch immer, nicht speziell, nicht einzigartig, nicht die 'meine' oder nur für mich bestimmt ist, sondern dass sie einem Programm folgt, geprägt durch individuell ganz unterschiedliche Bilder, Gedankenstrukturen und Erfahrungen, in deren interpretationsmäßigen Verarbeitung im Bezug auf die eigene Person, auf das eigene Ego aber die Gleichheit dieser Maschinerie in allen Menschen und ihren Reaktionen wenn sie gänzlich auf sich selbst bezogen die Welt durch den eigenen Geist betrachten deutlich wird.

Und so werden gesellschaftliche, geschichtlich - kulturelle Unterschiede generiert, Persönlichkeiten geschaffen, die auf Emotionen und Gefühle einen expliziten Besitzanspruch erheben, die in ihren Vorstellungen von der Richtigkeit ihrer Sicht- und Lebensweise ausgehen, weil sie 'Gefühlsmäßig' so empfinden und gleichzeitig unterstellen, dass alle anders lebenden, denkenden und handelnden oder in anderer Weise politisch, geografisch abgegrenzte Menschengruppen diese Gefühle nicht hätten, verstünden oder krankhaft kultiviert hätten, also eher Opfer ihrer Verblendung seien. Und das sind sie auch, allerdings ist diese emotionale Verblendung universal, denn alle Menschen, alle Gesellschaften und Kulturen betreffend macht sie jeden für den anderen blind, sie verhindert die Einsicht und Erkenntnis der Einheit und der Gleichheit, bewußt und absichtlich generiert sie durch egoistische Persönlichkeiten in der scheinbaren Vereinigung einer Interessengemeinschaft, die eher eine Gruppierung zur Verstärkung der Gewaltigkeit darstellt, Polaritäten, spaltet, unterteilt und bewertet das Leben(dige) auf der einzigen Grundlage gedanklicher Überheblichkeit. Jeder Einzelne dieser Gruppierungen, seien es Familien, Parteien, Gesellschaften oder vereinte Nationen verfolgt hierbei einen verschwörerischen, geheimen Plan des absoluten und individuellen Selbstzwecks. Die scheinbare und bedingte Zusammenarbeit ist nur ein Mittel zu diesem Zweck. Die Ziele sind kurzfristig, personengerichtet, am eigenen Vorteil ausgelegt. Niemals hat der Einzelne in diesem politischen Spiel das Wohl aller oder gar der zukünftigen Generationen vor Augen. Niemals wird ernsthaft an sich und den Umständen gearbeitet um diesem Ziel näherzukommen, auch wenn es viel diskutiert wird. Geredet wird viel, Augenwischerei, gegenseitige Beeinflussung und Manipulation betrieben, das Aufbauen eines Images als oberste Prämisse vorangestell. Das ist menschliche Politik im Kleinen wie im Großen. Manipulatioin und Beeinflussung anderer zum eigenen Vorteil der sich nach konditionierten, emotionalen persönlichen Präferenzen richtet. Und hinter alledem stehen die Egos der beteiligten unmündigen, unreifen, unberechenbaren Persönlichkeiten, die Ränke und Pläne zu ihrer eigenen fantasierten Erfüllung schmieden.
Ich sehe als das gleichwertige Leben das ich bin den Missbrauch der durch diese antrainierte Selbstsucht ein System in gang halten soll, das Leben einschränkt, benutzt, quält und ausbeutet um einzelne immer wechselnde Persönlichkeiten die wir unterstützen und durch unseren Glauben erschaffen zu kurzfristigen Befriedigungen ihrer Süchte nach energetischen Momenten, nach Macht und gieriger Selbstbefriedigung verhilft. All das durch ein übergeordnetes, von uns allen ermächtigtes System organisiert, das Profit auf Kosten anderer Leben über alles stellt.

Ich stoppe diese Programme in mir selbst sobald ich ihrer gewahr werde, sobald ich von ihnen bestimmt zu werden drohe und entziehe damit dem System selbst meine Unterstützung. Ich stehe als lebendes Beispiel der Möglichkeit der Selbstbefreiung im Leben als das Leben. Ich wende bewußt und selbstbestimmt die Mittel der selbsterkennenden Selbstehrlichkeit und Selbstvergebung an und richte mich in meiner Hingabe an das Leben, also an mich selbst und alle Lebensformen, neu aus, werde wieder zur Essenz der Existenz und zur lebensfördernden Unterstützung wirklicher Entfaltung allen Lebens, einer Entwicklung die zum Besten aller ausgerichtet ist.