Dienstag, 9. Oktober 2012

Tag 58 - Unsicherheiten bei 'wichtigen' Entscheidungen



Wir suchen nach einer Antwort für die wesentlichen Fragen die uns als Mensch beschäftigen, - wenn wir uns denn mit ihnen beschäftigen -, immer bei anderen Menschen, in berühmten Texten, bei anerkannten Personen und Persönlichkeiten, indem wir uns Gruppen anschließen oder versuchen andere von unserem unsicheren Standpunkt zu überzeugen um dadurch mehr trügerische Sicherheit zu gewinnen. Aber wen sollten wir wirklich fragen, wer könnte uns besser antwort geben, wem können wir vertrauen, enn nicht uns selbst? Wir sind doch als Menschen alle gleichermaßen in dieser bewußten Unsicherheit gefangen. Es gibt niemanden mit einem Vorteil was die Entscheidungsfähigkeit und die Selbsterkenntnis als Mensch angeht. Eine geborgte, sich übergestülpte, aus Gedanken und Ideen, aus vorgefertigten Bildern bestehende Identität kann niemals wirklich sein, niemals bestehen oder den Zweifel und die Unsicherheit beseitigen. Du musst dich schon selbst erkennen in dieser Existenz, zunächst unabhängig von all den kulturellen und gesellschaftlichen Prägungen dir die Frage beantworten 'was' oder 'wer bin ich?', und dann kannst nur du selbst eigenständig die Entscheidung treffen wofür du leben willst. Denn du trägst dann die Verantwortung, akzeptierst die Konsequenzen deiner Entscheidungen bewußt und mündig, selbstbestimmt. Das ist der einzige Weg zu wahrer Selbstfindung und Erfüllung. Darin gehst DU als gelebtes Beispiel voran um auch anderen die Unsicherheit nehmen zu können, nicht indem sie dich kopieren oder sich dir anschließen, sondern indem sie den Schritt ebenfalls wagen selbstbestimmt und eigenständig sich für das Leben als das was sie sind zu entscheiden, für sich selbst zu stehen. Und darin, in dieser grundlegenden Entscheidung, ist die Wahrheit für jeden die selbe: dass wir eins und gleich als das Leben sind, vielfältige Lebensformen mit den gleichen Rechten, Bedingungen und der gleichen Quelle, dem Leben selbst. Niemand kann dir dein Leben vorleben, und schon gar nicht die bestehenden Systeme. Denn diese sind eine Projektion eben der Unsicherheiten der Individuen, die nach schneller, unverzüglicher Befriedigung des Wunsches nach Sicherheit und Selbstsicherheit suchen und in ihrer Angst den Weg der kurzfristigen Symptombeseitigung in der geistigen Ablenkung durch Erlebnishunger, energetische Erfahrungsmomente und emotionaler Unterhaltung wählen und dadurch ein reines Konsumsystem geschaffen haben, das alle erdenklichen Waren und Produkte anbietet, die der einzelne unentwegt konsumieren muss, um sich von der selbstbestimmten Wahl als eigenständiges Leben abzulenken. Es wird ein Suchtverhalten gefördert und akzeptiert durch die Weigerung des Einzelnen sich der Frage selbst zu stellen, sich selbst der Verantwortung für das Leben zu stellen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, meine Unsicherheit der Selbstfindung nicht eigenverantwortlich zu überwinden, sondern zu versuchen meine Bestimmung in den Leben anderer, in den Meinungen und Entscheidungen anderer Menschen zu suchen und damit auch ihnen indirekt die Verantwortung für mein Leben zuzuschieben und mir selbst vorzumachen ich sein nicht angreifbar und zur Verantwortung zu ziehen für die Konsequenzen meiner Entscheidungen, weil sie nicht meine allein, sodern auch die anderer sind.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt habe zu erkennen und einzusehen, dass es keine Rechtfertigung geben kann die legitim und standfest ist für die rücksichtslose Selbstaufgabe als Mensch in dieser Existenz und und keine Entschuldigung oder Absolution für die Konsequenzen der freiwilligen Unmündigkeit aus Angst vor Verantwortung.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe in Angst und Verunsicherung zu leben, dass ich in dieser Angst und Verunsicherung versucht habe mich durch die Übernahme der Werte und Lebensweisen anderer, die innerhalb des gesellschaftlichen Systems erfolgversprechend und geachtet scheinen mir einen Status und eine Identifikation und damit eine gewisse Sicherheit zu verschaffen, dass ich es in Kauf genommen habe, dass diese vorgeschriebenen Wege innerhalb der menschlich-kulturell-gesellschaftlichen Dynamik bedeuten mir auf Kosten anderer einen Vorteil zu verschaffen und dass ich willentlich, für mich selbst, aus Selbstinteresse, Angst und Verunsicherung, den Schaden den die Akzeptanz und Unterstützung dieser Denk- und Lebensweise am Leben und für andere mit sich bringt akzeptiert, erlaubt und zugelassen habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht erlaubt habe und es nicht akzeptiert habe, die Erkenntnis zuzulassen, dass ich nicht meine Vorstellungen, Ängste und Verunsicherung bin, sondern dass diese von der Annahme, Akzeptanz und der Indoktrinierung durch die bestehenden Systeme, dem Einfluß des Umfeldes, der Eltern, Familie, Gesellschaft, Kultur stammen und dass ich als Mensch aufgrund der anerzogenen und später willentlich übernommenen Selbstaufgabe und fehlgeleiteter Anleitung und Erziehung meine eigene Existenz und Identifikation mit dem und als das Leben völlig verdrängt habe und angesichts der nahezu vollständigen Besessenheit der Menschen mich habe verunsichern lassen und nicht auf mich und meine eigene, selbstbestimmte Entscheidung gehört habe sondern in der Unsicherheit angesichts dieser Widersprüchlichkeit der Lebensweise einer Überzahl von Menschen mit dem Leben selbst mich ihren Ideologien und dogmatischen Regeln ihrer Akzeptierten Natur angepasst habe, auch wenn ich im Grunde genau wusste, dass es nicht der Weg des Lebens ist, nicht der Weg des Selbst ist, das ich wahrhaftig bin.

Ich bestimme und korrigiere mich selbst als Mensch, als das Leben zur selbstbestimmten Entscheidung in jedem Moment in dem ich mich emotional zu einer Bestimmten Richtung gedrängt fühle, in dem ich mich durch moralische Wertvorstellungen und Gewohnheiten zu einer Entscheidung bringen lasse, das heißt dass ich jeden Punkt emotionaler, diffuser und unklarer Entscheidungsfindung erkenne, dass ich mich in den Programmen einer Persönlichkeitsvorstellung und Prägung befinde, dass diese Entscheidung in dieser Weise keine lebendige, eigenständige Entscheidung ist, dass nicht nur die Motivation sondern auch die Konsequenzen unklar sind und dass daher die Entscheidung auch wenn sie sich 'richtig anfühlt' eine verantwortungslose und unreife Entscheidung ist, da sie nicht klar definiert getroffen wird, sondern mystifiziert von einem Glauben an eine unsichtbare Macht die mich 'leitet', oder aber dem nicht weniger mystischen Glauben an die Überlegenheit meines Ichs, meiner Persönlichkeit von der ich mich als das Leben in dem Moment der emotional gesteuerten Entscheidungsfindung bestimmen lasse.
Ich bestimme und korrigiere mich selbst, in dem ich mich in meinem Antrieb stoppe, atme, mich in den Moment des Lebens hier und jetzt zurückbringe, so dass ich die Situation betrachten kann wie sie sich tatsächlich darstellt, indem ich meine emotionalen Reaktionen betrachte und analysiere, sie Schritt für Schritt zurückverfolge bis ich mir über ihre Ursache im klaren bin, um eine Entscheidung anhand der Prinzipien des gesunden Menschenverstandes, ungeblendet von mystifizierenen Vorstellungen und Gedanken, von Ausflüchten und Selbstrechtfertigungen, Verantwortungsabweisung und Angst treffen zu können zu der ich und für die ich als das Leben stehen kann.

Ich bestimme und korrigiere mich selbst als das Leben und erkenne, dass die meisten En´tscheidungsschwierigkeiten vom reinen Selbstinteresse geprägt sind, dass sich Systemimmanente Entscheidungen des alltäglichen Lebens fast immer nur um den eigenen Status innerhalb des Systems drehen und niemals das Interesse des Lebens selbst verfolgen, sondern lediglich das Selbstinteresse als diese imaginäre Person, als diese 'Rolle' im System die man spielt und dass die Angst bei der Entscheidungsfindung die Angst vor den eigenen Konsequenzen ist, das heißt vor denen die man selbst, direkt zu erleben zu fürchten hat und dass all die Konsequenzen die das Leben in unserem System oder als dieses System für andere hat, wie viele Menschen zu leiden haben und noch leiden werden unter unserer Lebensweise nicht von Bedeutung für diese Angst und diese Entscheidung sind, und daher ist es nicht ur anmaßend bei Systemimmanenten Entscheidungen des eigenen Lebens überhaupt um die eigene Sicherheit zu bangen und sich anderen anzuschließen oder andere um Rat zu fragen was für einen selbst wohl das Beste wäre, sondern es ist auch vollkommen Sinnlos, da niemand Entscheidungen und schon gar nicht die Verantwortung für diese für dich übernehmen kann noch will, da ja auch alle anderen ihrem ganz persönlichen Selbstinteresse verfallen sind und höchstens noch versuchen werden einen eigenen Vorteil aus dieser Freigabe zur Manipulation zu gewinnen, oder zumindest einen weiteren Anhänger ihrer 'Ideologie', um ihre eigene Unsicherheit weiter zu überdecken.





Sonntag, 7. Oktober 2012

Tag 57 - Fortsetzung Selbstvergebung zu "Tag 55 - Barbaren sind wir im Geiste..."


Weitere Selbstvergebungsstatements zu meinem Post
Tag 55 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 3)


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich selbst aufzugeben und alles was mich als das Leben ausmacht zu verleugnen, weil ich in der anerzogenen Sucht nach Anerkennung meiner Persönlichkeit mich den gegebenen Umständen in Form kultureller, gesellschaftlicher Anforderungen der symbolischen Persönlichkeitrepräsentation hingegeben habe und versucht habe, das Spiel der Manipulation und Ausbeutung mitzuspielen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe die gedanklichen Selbstrechtfertigungen und Bequemlichkeiten der mentalen Legitimierung meiner Untätigkeit durch Schuldzuweisung und anklagende Verurteilung 'anderer' Menschen für mich zu nutzen, mich vor mir selbst zu verstecken und vor Einsicht in meinen heuchlerischen Selbstbetrug zu entziehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich für meine Gedanken und Emotionen zu halten und dass ich dadurch nicht gewillt und in der Lage war, mich selbst als eins mit dem Leben und allen akzeptierten Umständen und Konsequemzen zu sehen um von diesem Standpunkt aus meine eigene Beteiligung an den Ursachen meiner emotionalnen Reaktion erkennen zu können und meine Verantwortlichkeit in der selbstehrlichen Selbstvergebung, Selbstkorrektur und Neuausrichtung wahrzunehmen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe nicht zu erkennen, dass meine Wut und mein Zorn als Emotionen die ich erlebe wenn ich beispielsweise Bilder von gequälten Tieren, misshandelten Kindern und anderen Opfern brutaler, gewalttätiger Auswirkungen der menschlichen Lebens- und Denkweise, des unverantwortlichen Umgangs mit dem Leben sehe, von mir selbst generierte und gegen mich selbst gerichtete Energien sind die mich von der Einsicht in die Wahre Ursächlichkeit solcher Phänomene abhalten und damit den Weg zu einer Praktikablen Lösungsfindung versperren, da das Gefühl der Wut und des Zorns durch die unterdrückte Erkenntnis der Ursächlichkeit in der eigenen Beteiligung und Verantwortlichkeit entsteht, durch die schmerzliche und daher vermiedene Erkenntnis. dass die erlebten Geschehnisse die unausweichliche Konsequenz all der vergangenen Akzeptanzen sind und dass der Wunsch nach einem 'Ungeschehen machen' unmöglich und auch trügerisch ist. Die Einsicht muss zeigen, dass das was noch kommen wird verändert werden kann und muss, und dass der eigene Wandel der einzige und einzig notwendige Schritt ist, der einzig wirksame und praktikable Schritt um dem System das dies zulässt und zu solchen unerträglichen Konsequenzen führt die Unterstützung zu entziehen, durch die Transformation der eigenen Funktions- und Denkweise, weg vom allgemein gelehrten und akzeptierten, hin zu eigenständiger Entscheidung als das Leben, für das Leben, weg vom Selbstinteresse und hinzum Interesse des Lebens selbst.

Samstag, 6. Oktober 2012

Tag 56 - Die 'intellektuelle Persönlichkeit' und ihr scheinheiliger Charakter; das Ende ihrer Achtung (Teil 1)

Alternativer Titel:

Common Sense ersetzt die intellektuelle Persönlichkeit und offenbart ihren scheinheiligen Charakter
(Teil 1)

by Marlen Vargas del Razo



Jeden Tag foltern quälen und vernichten wir uns gegenseitig. Und jeden Tag bringen wir Kinder auf diese Welt. Jeden Tag werden Kinder geboren nur damit wir sie dann wenn sie gerade anfangen sich selbst zu finden ihr Umfeld zu entdecken wenn das Leben anfängt sich zu entfalten in der kindlichen Freiheit die Ware Lebensmotivation wiederspiegelnd, den wahren Antrieb des Lebens, unbeeinflusst, unbeeindruckt von all den mentalen Gedankenkonzepten von den komplexen virtuellen Realitäten die wir uns als so genannte erwachsene Menschen geschaffen haben durch unsere völlige Hingabe an unseren Glauben, unsere Vorstellungen, unserer Ideologien und unsere Gedanken, über deren Herkunft wir nichts wissen und die wir auch nicht hinterfragen, nur um sie dann als Opfer unseres Wahns zu benutzen und zu Missbrauch in indem wir sie biegen und brechen und unseren kranken Vorstellungen anzupassen versuchen um uns im Geiste zu ergötzen an ihren Qualen, Schwierigkeiten, ihrer Hilflosigkeit und ihrer Situation des ausgeliefert Seins in ohnmächtiger Machtlosigkeit, um uns energetisch an ihnen aufzuladen indem wir künstliche Konfliktpotenziale erzeugen. Jeden Tag setzen wir neues Leben in diese Welt, um es aus zu saugen.

Die Kinder sind der pure Ausdruck des Lebens. Aber wir haben eine Machtstruktur geschaffen, ein System geschaffen, welches das Leben schon im Keim erstickt, welches das Leben nicht anerkennt als das was es ist, eine Welt in der wir unsere Kinder im Keim ersticken lassen, wir tun ihnen die grausamsten, unvorstellbarsten Dinge an, im Namen unserer Persönlichkeiten unseres Glaubens an die Richtigkeit der von uns übernommenen, getragenen, akzeptierten, und an uns weitergegebenen Systeme, ohne eigenständiges Denken, ohne zu hinterfragen oder über Konsequenzen verantwortungsbewußt nachzudenken. Wir haben uns völlig verloren in dieser Idee, der trügerischen Kultivierung unserer Existenz allein im Geiste, einer Fantasiewelt der Vorstellungen und Gedanken. Im Namen des reinen Glaubens an diese überwertige Existenz im Geiste zerstören, foltern, quälen und töten wir unsere eigenen Kinder und das Leben im Allgemeinen. Es ist nicht die Zeit und es ist nicht der Ort für intellektuelle Klugscheißereien. Die Energiesucht der Egos die tatsächliche Problemthemen zerpflücken und durchkauen nur um mit einer exklusiven Idee zu glänzen, sich etwas in ihre Persönlichkeitsstruktur hineinzuschreiben, die versuchen sich durch Worte und geborgte Gedanken selbst zu erweitern und zu vergrößern, einzig und allein im Namen ihrer Anerkennungssucht, ihren verzweifelten Versuchen sich selbst gegenüber den Wert ihrer Existenz zu versichern ist nichts weiter als das fruchtlose, selbstzerstörerische Verhalten eines krankhaft abhängigen. Diese jämmerliche Strampelei und das Buhlen um Reaktionen, Aufmerksamkeit und Zuwendung zum reinen Selbstzweck hat ausgedient. Niemals hat sich irgendetwas durch die sogenannte intellektuelle Elite verändert. Was an den Universitäten und den Schulen getan wird ist, vorgefertigte Texte und deren vorgefertigten Interpretationsmuster in die Köpfe der Kinder und Studenten hineinzuhämmern, so dass sie auf Knopfdruck alles wiederholen können, sich in allen Situationen die für sie innerhalb des Systems relevant sind sicher fühlen können, weil sie sich 'berufen' auf die gelernten Worte, die antrainierte Methodik und letztendlich ihre Programmierung. Sie werden angepasst und erhalten oder erhielten besser gesagt uneingeschränkte und bedingungslose Anerkennung aufgrund ihrer Graduierungen. Doch sind sie ebenso manipulierbare, vorprogrammierte Roboter geblieben wie alle anderen Menschen auch, einzig und allein ausgerichtet auf die verborgene Agenda ihres Selbstinteresses. So war es und so ist es noch heute, selbst die engagiertesten Philosophie Professoren, die anerkanntesten Psychologen oder Soziologen wagen nicht den Schritt heraus aus den geschützten Gemäuern ihrer Persönlichkeit, verstärkt, gedämmt und abgesichert durch die mentale Manipulation der Gesellschaft ehrfürchtig, demütig und vertrauensvoll auf ihre 'Laufbahnen' und 'Geschichten' zu blicken. Das gibt ihnen einen Freifahrtschein ihr Selbstinteresse zu verfolgen ohne großartig behelligt zu werden, denn, das ist ja der ganze Witz, unser System, also das was wir akzeptieren als unsere Lebensweise, das, was diese Menschen schützt UND sie ausbildet ist ja ausgerichtet auf das Selbstinteresse um jeden Preis, es erzeugt ja eben ausschließlich Geister und Persönlichkeiten dieser Art, verloren in Gedankenwelten, dem gemeinschaftlichen Konsens eines Regelsatzes für das virtuelle Spiel der Energie-Erlebnisse, der Bilder un der Gedanken, abgewandt vom Leben, von der wahrhaftigen Selbst-Sicherheit der eigenen Existenz als Leben, hier, atmend, gleich und eins mit allem Leben. Und daher ist es auch kein Wunder, dass immer wieder mit aller Kraft versucht wird gegen jedes lebendige Wort das gesprochen wird in selbstehrlicher Einsicht der Gleichwertigkeit, aus dem Leben heraus, nicht um eine Idee aufzupumpen, nicht um die Persönlichkeit zu präsentieren und zu etablieren, sondern um sich selbst als dem Leben etwas mitzuteilen vorzugehen, es anzugreifen mit den Mitteln der Akkumulierten Information, gespeicherten, eingefütterten Daten, nullen und einsen interpretiert und kompiliert in eine Funktion die nichts weiter tut als Reaktionen hervorzurufen aus denen sie wiederum Informationen aufnimmt, die sie interpretiert, umwandelt und kompiliert in Energie, die Nahrung des Geistes, ohne dabei zu merken, dass alles was sie generiert, alles was sie an Energie aufnimmt der eigenen Hardware, dem eigenen Organismus entnommen wird. Eine Persönlichkeit, eine illusionäre Existenz der Vorstellung versucht, das Leben selbst in seiner Manifestation, in seiner offensichtlichen Simplizität der einfachen Wahrhaftigkeit in der spontanen Erkenntnis des Seins zu widerlegen ohne zu erkennen dass sie selbst nur ein Nebenprodukt dieser Lebendigkeit ist.
Es ist ein verheerender Kreislauf der Zerstörung, der Frustration, Verbitterung und Zorn hervorruft, und durch diese Emotionen wieder neuen Antrieb generiert zum weiteren verzweifelten Ansturm auf und gegen das Leben. Ein sinnloses Unterfangen.
In den Kommentaren zu Veröffentlichungen meiner Vlogs und Blogs und denen von hunderten anderer Menschen aus aller Herren Ländern kann man hundertfache Beispiele für diese Erregten und verzweifelt um Reputation kämpfenden Egos, die strampelnd und zappelnd vor Jähzorn alle Methoden ohne Rücksicht auf Konventionen, Moral, Vernunft oder Verstand benutzen um die Offenbarungen menschlicher Selbstehrlichkeit als Lebendige Worte der gelebten Enheit anzugreifen, sie zu verunglimpfen, zu diffamieren und vor allem die Menschen persönlich anzugreifen und zu versuchen ihnen Motive zu unterstellen, die im Grunde die Motive der Ankläger in Unrechtmäßigkeit und Verwerflichkeit weit unterbieten würden, wären sie denn tatsächlich vorhanden. Alles nur weil sie nicht bereit sind zu akzeptieren, dass sie in einem System der Niedertracht und Ungleichheit sich einen Status der Selbstidentifiation aufgebaut haben, der nicht nur illusionär und lediglich vom Glauben und der künstlich generierten Achtung des Umfeldes abhängig ist, sondern der auch missbräuchlich, verantwortungslos und inakzeptabel ist für das Leben selbst und der sie selbst nicht weiterbringt oder gebracht hat, der ihnen selbst die Augen geblendet hat, da er nicht real ist, sondern eben nur ein Gedankenkonstrukt, zu einhundert Prozent abhängig von der erfolgreichen Manipulation und der Gehirnwäsche ganzer Generationen.
Kein einziger Mensch der Vernunft und gesunden Verstand besitzt würde in irgendeiner Weise es für Nötig halten, sich und seine Aussagen, seine Kritik oder seinen Zuspruch mit dem Anführen eines bestimmten Auszeichnungsgrades zu untermauern, es sei denn er wäre nicht wirklich überzeugt, stünde nicht wahrhaftig hinter seinen Äußerungen, was allerdings wiederum die erstgenannte Voraussetzung der Verstandes- und Vernunftbegabung in Frage stellen würde, da in solch einem Fall ein vertrauenswürdiger, ehrlicher Mensch dessen Interesse das Wohl des Lebens, also das Wohl aller ist, sich überhaupt nicht geäußert hätte, bis er denn doch sicher und standhaft in seiner Überzeugung ist.
Sich aber zu äußern, lediglich um sich zu profilieren, um sich aneinander aufzureiben und aufzuladen, sich gegenseitig sein angelesenes Wissen zu zeigen, zu versuchen sich zu erheben über andere, sich hinter einer Ausbildung, einer Auszeichnung des Systems der Oberflächlichkeiten zu verstecken, zu versuchen sich zu messen und dann nicht einmal in der Lage zu sein eine aussichtslose Situation aufzugeben, sondern weiter zu versuchen durch hinterhältige oder polemische Mittel die Arbeit eines anderen zu zerstören oder zu schädigen, das ist die Spiegelung der Natur des Egos, das ist das wahre Gesicht, die Struktur der heimlichen Agenda des Selbstinteresses an der feige festgehalten wird aus Angst sich zu verlieren, aus Angst vor tatsächlicher Veränderung. Daher werden die Menschen niemals wirklich etwas ändern auf dieser Welt, so lange sie diese Selbstidentifikation nicht offenbaren, sich nicht trauen sich selbst 'bloßzustellen', und sich als das Leben identifizieren das sie sind, in der Erkenntnis dass wir alle gleichermaßen derart geprägt und programmiert waren und dass wir nur dann eine neue Welt gestalten können, wenn wir, jeder einzelne, den Mut aufbringen die alten Muster zu durchbrechen.
Auf diese offensichtliche Selbst-Geilheit und die Ego Spielchen kann ich schon aus gesundem Menschenverstand allein keine Zeit mehr verschwenden. Ich weiß, wir alle haben das so gelernt, es ist das Grundprinzip des Systems das wir leben, der Wettkampf der Egos, ausgefochten bis zum Zusammenbruch und bis zum Verlust des Verstandes, doch es ist einfach nicht mehr angesagt angesichts der Unerträglichkeit der Zustände.
Das Leben muss befreit werden, es muss sich selbst befreien von der Diktatur des Bewußtseins und der daraus resultierenden, unkontrolliert wütenden Entartung des 'Menschseins'.
Die Konsequenzen unserer Bequemlichen Unvernunft sind offensichtlich seit Jahrhunderten schon sichtbar, heute um so mehr, da wir viel mehr von der Welt mitbekommen und wahrnehmen können durch die mediale Vernetzung. Die Konsequenzen sind abzusehen und ihre Ursachen sind zurückzuverfolgen, dazu ist der Mensch fähig und genau da liegt auch seine Verantwortlichkeit, seine Bestimmung sozusagen, und es ist einfach lächerlich und inakzeptabel sich heute noch 'intellektuell' aufzuspielen und in Debatten über die Tragfähigkeit dieser Konsequenzen auszulassen, während man im Grunde nur an der Sicherung des eigenen Status interessiert ist und einen Dreck gibt auf die zigtausend jämmerlich verendenden Menschen jeden Tag, deren qualvoller Leidensweg und deren Tod eine Konsequenz unserer Lebensweise und unserer Selbstaufgabe ist, sowie unserer freiwilligen Hingabe an die bestehende Ordnung, die im Grunde eine Unordnung ist.
Die Praktikable, real umsetzbare Lösung des menschlichen Dilemmas ist simpel. Es ist die Anerkennung der Eigenverantwortlichkeit in jedem Moment. Die Anwendung des Prinzips der Einheit und Gleichwertigkeit des Lebens und seiner Notwendigkeiten. Doch genau das ist es, was der Mensch in seiner Identifikation über den Geist ablehnt, er möchte komplexe Systeme sein eigen nennen, er möchte sich für besonders kompliziert halten, für besonders überlegen halten, für etwas Besonderes halten. Aber er ist Leben, eins und gleich mit allem Leben. Alle überwertigen Ideen seiner Selbstidentifikation sind lediglich Gedanken, Vorstellungen, aufrecht erhalten durch das gegenseitige Benutzen der Individuen, durch das gegenseitige Rückversichern durch die Aufmerksamkeit und den Glauben an diese Konzepte, und während wir damit beschäftigt sind zerstören wir in der Wahrhaftigkeit unserer Existenz das Leben. Nicht nur das, wir produzieren immer wieder neues Leben, das wir diesem zerstörerischen Prozess dann wieder zuführen können. Wir fressen uns selbst auf, verdauen uns selbst.
Eigenverantwortlichkeit, bedingungslose Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, dazu ist der menschliche Geist und die Vernunft zu nutzen, zu erkennen und zu akzeptieren, dass ich als Lebensform für das Leben verantwortlich bin, dass meine Handlungsweise wahrhaftige, reale Konsequenzen hat für das Leben, und dass das System das ich mit trage und das ich lebe Konsequenzen hat für das Leben im allgemeinen, und dass ich als Teil dieser Existenz individuell eigenverantwortlich bin. Ich stehe als das Leben dafür gerade, welche Entscheidungen auch immer ich treffe. Jegliche Ignoranz dieser Verantwortlichkeit gegenüber ist Selbstverblendung und Selbstbetrug und vor allem beseitigt sie nicht wirklich meine Verantwortung.
Die Zeiten der intellektuellen Klugscheißerei müssen endgültig vorbei sein. Es gibt für diese Ausprägung der Persönlichkeit keine Achtung mehr von einem Menschen der sich als das Leben erkennt und fest als das Leben für das Leben steht. Es gibt keine Anerkennung und keinen Respekt mehr für egoistische Spielereien, für intellektuelle Aufschneidereien - und Klugscheißer. Du musst ein lebendiges Beispiel sein für das was du sagst. Das lebendige Wort ist das einzige, das Aufmerksamkeit verdient, und das es verdient aufgenommen und auch gesagt zu werden.
Befreit das Leben, befreit euch selbst von dieser Geißel der Überwertigen Idee einer Persönlichkeit als Ich-Existenz die aus Gedanken, Erinnerungen, Vorstellungen, Wünschen und Ideen besteht von deren Herkunft ihr nicht einmal Kenntnis genommen habt. Denn in dem Moment in dem man selbstreflektiv diese Ursachen und Quellen zurückverfolgt erkennt man auch den Grad der Fremdbestimmung und Selbstaufgabe die das bisherige Leben geprägt und gesteuert haben. Diese Existenz ist nichts, leer, substanzlos und sie endet mit der Auflösung eurer Lebensform. Wir sind hier alle gemeinsam in dieser Existenz das physische Leben. Was wir hier zulassen und erlauben als physische Manifestation der Projektion unserer Geister ist eine verheerende Katastrophe für uns als das Leben, absolut inakzeptabel für einen Menschen der sich wahrhaftig für ein bewußtes, vernunftbegabtes, intelligentes Lebewesen hält. Das Bewußtsein ist nicht eigenständig, kein Selbstzweck. Es ist ein Werkzeug für den Menschen um das Leben zu gestalten und damit trägt er für diese Gestaltung in allerletzter Konsequenz die Verantwortung. Das Bewußtsein ist nicht das, was wir sind, es ist ein Nebenprodukt, ein Resultat dessen was wir sind.
Wer kann das Leben noch länger leiden sehen unter diesen Bedingungen? Die Kinder, die tagtäglich leiden und sterben sind unserer Kinder. Wir sind diese Kinder. Das sind offensichtliche Fakten und Wahrheiten. So einfach zu sehen, dass wir sie ganz einfach übersehen, weil wir gelern haben nur nach innen zu schauen, auf die Bilder als Projektionen unserer Gedanken und Vorstellungen. Wir leben ein Leben in einer Fantasiewelt, einer virtuellen Realität und wirken dabei in verheerender Weise auf die Wirklichkeit ein, akzeptieren und erlauben unvorstellbare Dinge als Konsequenzen unserer Selbstgefälligen Gedankenflucht, die wir uns selbst, unseren Mitmenschen, unseren Kindern, allen Lebensformen gewillt widerfahren lassen.
Die Zeit der mentalen Selbstbefriedigung ist vorbei, die Zeit der intellektuellen Debatten ist vorbei.
Jeder, der es wagt sich in bedingungsloser Selbstehrlichkeit seiner Verantwortung zu stellen, der den Schritt macht diese Gedankenmuster und die Programme seines Geistes stück für stück zu analysieren und zu dekonstruieren steht als wahrhaftiger individueller Mensch da, der als das Leben etwas zu sagen hat, ein lebendiges Wort spricht; es ist dort überhaupt keine Debatte mehr notwendig, denn wir stehen als das Leben in Einheit und Gleichheit da, die Spaltung und die Polarisierung geschieht allein durch die Identifikation über den Geist als Vorstellung einer überwertigen, ätherischen Existenz 'Ich' als meine Geschichte. Es spricht das Leben aus dir und das Leben ist das was du bist, ist das was ich bin und ist das was wir alle sind.
Durch das System das wir sind, das wir derzeit leben als Menschen beeinflussen, manipulieren, benutzen wir uns gegenseitig, aber als das Leben sind wir alle gleich.
Von dieser ganz einfachen, simplen grundlegenden Einsicht aus könn(t)en wir uns alle gemeinsam, individuell frei als das Leben entfalten.
Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Lasst uns dafür sorgen, dass es nicht all zu lange dauert ihn zu gehen und lasst uns das unsagbare Leid das wir verursachen, das wir unseren Kindern antun und zumuten beenden indem wir uns endlich selbst aufwecken, uns endlich selbst mündig machen indem wir unsere Verantwortung für und als das Leben akzeptieren, dafür gerade stehen und endlich lebendig werden, als vertrauenswürdige und dem Leben unserer Kinder würdige Mitgeschöpfe.

Fortsetzung folgt...




Freitag, 5. Oktober 2012

Tag 55 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 3)





Dies ist eine Fortsetzung des Blogs 

Tag 54 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 2)



 ...

Es ist im Grunde der Schritt zur Reife, zum 'mündig' sein der noch nicht vollzogen ist und der so notwendig wäre um den Menschen - oder besser gesagt das Leben - zu befreien, denn auch dieser Schritt ist in unserer Welt der menschlichen Geistes-Interpretation zu einer reinen Formalität verkommen, gebunden an unausweichliche faktuelle Wirklichkeiten des Lebens, beim Erreichen einer gewissen Altersgrenze nämlich wird der Grad der 'Reife' und des 'Erwachsenseins' verliehen, ohne jemals wirklich dessen Bedeutung, die Fähigkeit die erforderlich wäre um einem Menschen die damit verbundene Anerkennung aufrichtig zukommen zu lassen zu verstehen, und vor allem auch anzuwenden.
Wir glauben, dass der Glaube ausreicht, die Vorstellung an eine übergeordnete 'Richtigkeit' all unserer übernommenen Konzepte; von Generation zu Generation wird dieser offensichtliche Irrtum weitergegeben und indoktriniert in die Persönlichkeiten der Nachkommen. Jeder, der es wagt diese grundlegenden Systemstrukturen offen in Frage zu stellen muss mit der erbitterten Gegenwehr derjenigen rechnen, die sich bereits seit vielen Jahren mehr oder minder erfolgreich abstrampeln um ihren ganz persönlichen Erfolg, ihre ganz persönlich erstrittene Positionierung im System zu erreichen und zu sichern. Sie fühlen sich durch die Infragestellung bedroht in ihrer Existenz, verständlicherweise, denn sie kennen ja nur den Glauben an ihre Existenz als dieses Geistwesen, dieses Bild in ihren Gedanken welches sie dir und allen anderen vorhalten um die Reaktionen in sich aufzusaugen und sie zu der Energie-Nahrung für ihre Egos zu verarbeiten die sie brauchen um sich wieder etwas selbst-sicherer zu fühlen.
Welch eine jämmerliche Existenz ist das, zu der wir verkommen sind. Wir verfüttern uns an uns selbst, erkranken und sterben dabei wie die Fliegen und halten uns immer noch für eine überlegene, intelligente Spezies. Woher kommt überhaupt die Idee, allein die Fähigkeit Lebensformen zu zerstören würde Überlegenheit repräsentieren...? Wer stellt diese Fragen?

Und so nutzen und benutzen wir weiter unsere Vorstellungen von 'den anderen' auch auf andere Weise, nicht nur um uns selbst 'positiv' aufzuladen, sondern auch um uns imaginär zu entladen von der Last der eigenen Verantwortung und Mitbeteiligung. Unsere Geisteswelten funktionieren eben nur im Geiste, die reale, materielle Manifestation hingegen wirft uns immer wieder Fragen auf indem sie sich unseren Erwartungen und Wünschen widersetzt. Was kann dafür der Grund sein? Doch nicht etwa die Ideologien unserer ach so überlegenen Spezies, doch nicht etwa die grundlegende Struktur der Erwartungen und Wünsche selbst, und vor allem doch nicht wir alle, also jeder einzelne Beteiligte an diesem System, jeder einzelne Bestandteil also? Nein, dafür muss es bestimmte, eigenständige Einheiten geben, einzelne grundlegend bösartige Lebewesen 'Mensch', die eben da so existieren und die solche schlimmen sachen tun und uns allen damit das System kaputt machen und die Freude vermiesen... Ha!


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, den Gedanklichen Schritt der Schuldzuweisung nicht zu überwinden und die Resultate einer gesamtgesellschaftlichen und gesamt-menschlichen Entwicklung auf der Basis von freiwilliger Annahme und Akzeptanz, auf der Grundlage diffuser Angst und Verunsicherung als Werk einiger weniger, abgetrennter Individuen zu sehen.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt und es nicht zugelassen habe in voller Einsicht in mein grundlegendes, selbstehrliches Wissen über mich selbst als Mensch die Tatsachen auch da offen zu benennen, sie mir selbst gegenüber einzugestehen, wo ihre Offenbarung schmerzt. Tatsächlich ist dieser Schmerz der erste Schritt zum Aufwachen und zur Erfassung all der Zusammenhänge mit dem menschlichen Verstand, der dadurch gleichermaßen die reine Erkenntnis der Einheit in Verantwortlichkeit mit sich bringt.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe die Entwicklung der Besessenheit des Menschen durch seinen formbaren Geist zu fördern und mitzutragen indem ich für mich viele Jahre lang in unzähligen Fällen das selbstgefällige Konzept der Verurteilung 'anderer' benutzt habe um mich selbst davor zu bewahren tatsächlich etwas zu ändern in der Welt, in der Wirklichkeit, durch meine eigene Hingabe, durch Eigeninitiaive und Selbsterkenntnis, durch Selbstvergebung und Dekonstruktion der Muster und Programme die uns als Menschen stur dem Selbstinteresse als ignorante, naive, steuerbare Biomaschinen verfallen lassen.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt habe offen zu erkennen und zu benennen, dass jeder Mensch, getrieben von seinem Geist, seiner Persönlichkeit und bestimmt durch die emotionalen Persönlichkeitsmuster ein Produkt vielzähliger Einflußfaktoren ist und dass diese Faktoren aus der gesamten Gemeinschaft kommen, dass jeder Mensch in unserer Welt durch die Identifikation über den Geist, durch die Favorisierung des Selbst als Ego eben herangezüchtet wird zu einem den Schein wahrenden Kulturträger mit einer verborgenen Agenda des rücksichtslosen Selbstinteresses und dass eine Welt, eine Gemeinschaft die es zulässt, dass in der menschlichen Lebensform das Leben selbst, der ganze Apparat also von einem Gedankenkonstrukt unendlicher Komplexität nahezu unkontrolliert triebhaft und emotional gesteuert wird nicht von Vernunft und gesundem Menschenverstand geprägt ist, nichts von Intelligenz, Freiheit, Lebendigkeit und Fortschritt erkennen lässt, und dass in dieser Akzeptanz einer solch gefährlichen Entwicklung bereits der unmündige Akt der Verweigerung aller steckt.

Fortsetzung im Blog 'Tag 56'





Mittwoch, 3. Oktober 2012

Tag 54 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 2)











Dies ist Teil 2 des Blogs:

Tag 53 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 1)


Wir leben in einer irrealen Geisterwelt, einer Traumwelt. All unsere menschlichen Eigenschaften die wir uns zuschreiben, Moral, Ethik, Verstand, Vernunft, sind immer nur Vorstellungen und Erwartungen, unsere Umsetzung all dieser Ideale und Prinzipien scheitert immer wieder. Wir haben nirgends auf der Welt ein funktionierendes System, weder im juristischen Bereich, noch im Strafvollzug, nicht in der Prävention und auch nicht in der Nachsorge. Unsere Gesellschaften verbringen den Größten Teil ihrer Anstrengungen damit, einen bestimmten Schein zu wahren, etwas zu 'repräsentieren', aber nicht etwas tatsächlich zu LEBEN. Wir denken wir wären frei, sind aber von Geburt an unter Androhung schlimmster Gewalt, nämlich dem Entzug des Lebensrechts als Lebensfähigkeit in Form von Geld, unter die Geißel der Verschuldung gezwungen und können nur durch die bedingungslose Anpassung an die bestehende 'Ordnung' die systeminternen 'Freiheitssymbolismen' in Form von Konsumgütern, Kurzzeitfluchten durch Urlaubsreisen, Selbstbetäubung durch Rauschmittelerwerb und eine reizüberflutende Medienlandschaft der Unterhaltungsindustrie nutzen und in dieser Ausweglosigkeit einfach annehmen, dass dies tatsächlich Freiheit und Eigenständigkeit bedeute und man diese 'ganz natürlich' käuflich erwerben müsse, als Mensch, als Lebewesen, als Teil dieser Erde. Wir sehen seit Jahrhunderten dass die zwanghafte Anpassung des Menschen an eine reine Vorstellung bei gleichzeitiger Wahrung der Prämisse des persönlichen Freiheitsrechts als Selbstinteresse nicht funktioniert, denn das System sind wir selbst, die gesellschaftliche Ordnung ist eine Projektion des menschlichen Geistes, und daher eine Projektion des Selbstinteresses. Die Anpassung an das System bedeutet also die Ausrichtung am Selbstinteresse und nicht die Anpassung an die erhabenen Vorstellungen der menschlichen Eigenschaften. Doch während dieser Anpassung an das gelebte Selbstinteresse spielt die Programmierung des Geistes ein anderes Schauspiel, ein Glaubenswerk der menschlichen Erhabenheiten, eine Kirche des Selbst die ihm illusionäre Attribute zuschreibt, moralische Werte, Ethische Werte, Vernunft, Güte, Großherzigkeit, Ehre, Würde, Ehrlichkeit. Der innere Schrein des Selbst ist das worauf der Blick des Menschen Gerichtet ist, währen seine Wirkungsweise sich nach außen richtet und am Leben wirkt, unbeachtet, unkontrolliert die Welt in einer eigennützigen Weise manipuliert, benutzt und formt.

Es gibt keinen Weg für uns aus der Schande, der unerträglichen Ungleichheit, unserer Akzeptanz der Zerstörung und Ausbeutung unserer Nächsten ohne die Eigeinitiative jedes Einzelnen zur investigativen Selbstschau. Wir müssen verstehen lernen, dass jede Anschuldigung, jede Schuldzuweisung an 'andere', Einzelpersonen oder Gruppen, immer nur ein Selbstbetrug ist, eine willentliche Entscheidung das Problem eben NICHT zu beheben, sondern nur kurzfristig für die Gemütsberuhigung zu sorgen, die eigene Verantwortlichkeit noch etwas länger nicht annehmen zu müssen und vor allem sich und seine Gewohnheiten nicht hinterfragen und ablegen zu müssen in der Einsicht der eigenen Beteiligung.

Fortsetzung Selbstvergebung und Selbstkorrektur im nächsten Blog 'Tag 55'





Dienstag, 2. Oktober 2012

Tag 53 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 1)


Immer wieder, wenn ich im Internet Bilder sehe von Tieren die unsagbaren Qualen ausgesetzt werden, die misshandelt und getötet werden allein zum 'Vergnügen' einiger Menschen, bzw. im Namen des Profits, des Geldes, also des Kapitalismus, dann lese ich auch die entsetzten Kommentare der Menschen die im Angesicht dieser Taten auf einem Foto oder in einem Video zutiefst erschrocken mit Abscheu und Wut auf die Menschen reagieren die auf den Bildern zu sehen sind, entweder weil sie 'zusehen' oder eben direkt an der Handlung, der Folter, Quälerei und der Tötung der Tiere beteiligt sind. Ich kenne diese Emotionen sehr genau und auch mir geht es bisweilen noch so, dass ich voll Zorn gerate auf die Menschen, die auf einem solchen Foto zu sehen sind, die im direkten Zusammenhang mit dieser Tat stehen und direkt Hand anlegen an das Tier. Doch eines ist klar: die Fassungslosigkeit die man sich selbst einredet gegenüber solchen Taten, die Ahnungslosigkeit über die Fähigkeit des Menschen solch sinnloses Leid zu verursachen und der 'Schock' der einem durch die Glieder fährt im Angesicht dieser Wirklichkeit in Bildern kann nur eine oberflächliche Schutzreaktion sein. Wir werden in solchen Momenten mit einer wesentlich grundlegenderen Wahrheit konfrontiert, nämlich der, dass wir uns als Menschen generell in einer Phase schwerer Erkrankung befinden, dass wir alle ganz genau die Ursachen und die Entwicklungsgeschichte einer Solchen Verhaltensweise nachvollziehen könnten und dass der Grund dafür, dass wir es bisher nie wirklich konsequent getan haben der ist, dass wir uns ALLE völlig ändern müssten, dass wir uns eingestehen müssten, dass unser aller Leben von Grundauf neu gestaltet werden muss und dass wir uns selbst, eigenverantwortlich in jedem Moment und jedem Atemzug über unsere eigene Ursachenbeteiligung 'kümmern' müssten. Wir betrachten das Leben als etwas selbstverständliches, in das wir hineingeworfen sind und das uns einfach durch die Zeit trägt, wir glauben, dass wir nichts weiter tun müssten als uns um uns selbst, unser Eigeninteresse zu kümmern und dass wir keinen Einfluss hätten auf den Weg der Menschheit. Doch die Wirklichkeit zeigt uns etwas ganz anderes. 
 
Der Mensch ist das Leben, gleich und Eins mit allem Leben, er weigert sich nur, das einzusehen. Und das liegt einzig an seinem Bewußtsein, seinem Geist, durch den er sich in Gedanken von allem anderen abtrennt und abhebt, durch den er sich selbst identifiziert als ein Bild aus Gedanken, Emotionen und Urteilen, getrennt von seinem Körper, scheinbar unabhängig von seiner körperlichen Existenz. Warum glaubt er daran, obwohl die Wirklichkeit, das real erlebbare, der Moment und die Wahrhaftigkeit seiner Existenz nichts davon sehen lässt, dass das Bewußtsein unabhängig von seinem Körper wäre, dass seine Gedanken und Urteile, warum hält er daran fest obwohl seine Vorstellungen sich immer wieder als unvereinbar mit der Wirklichkeit der physischen Existenz herausstellen?
Er ignoriert diese Tatsachen einfach und schafft sich ein geschlossenes Systembewußtsein, das die eigens aufgestellten Dogmen seiner eigenständigen, überwertigen Existenz gleichermaßen selbst Erklärt. Doch diese Erklärung und diese Scheinlogik ist nichts weiter als ein Glaube, eine Vermutung oder eine Hoffnung. Und im Namen dieses Glaubens, dieser Religion des 'Ich', bringt er enorme Anstrengungen auf um die Wirklichkeit dieser körperlichen Existenz and seine Vorstellungswelt anzupassen. Und überall dort wo er das tut, verursacht er Schaden, verursacht er Leid und Ungleichheit. 


 
Wir müssen also erkennen, dass es unser Selbstbild als Menschen an sich ist, aus dem heraus sich all diese unglaublichen Grausamkeiten entwickeln. Die Abtrennung der eigenen Selbst-Wahrnehmung von allem anderen, die Polarisierung der Welt die daraus entsteht, die Hilflosigkeit der Verlorenheit im Geiste des einzelnen, macht den Menschen überall auf der Welt zu einem leicht programmierbaren und beeinflussbaren Roboter, einer Maschine aus Fleisch und Blut, die sich dann wie in einem Wahn, je nachdem welches kulturelle, politische, emotionale Programm sie gerade steuert gegen andere wendet, gegen sich selbst wendet, gegen das Leben selbst, das Fleisch und Blut ist, richtet. Und die Verantwortlichkeit des Menschen ist unser aller Verantwortlichkeit und darin müssen wir alle, jeder für sich selbst, die trügerische und gefährliche Komponente dieser Selbstwahrnehmung durch die Gedanken, den Geist, das Bewusstsein und all der Prägungen und Konditionierungen, der Erziehung und der unbedachten Urteile erkennen und wieder selbstbestimmt und eigenverantwortlich denken und handeln. Denn in dieser Einsicht der Fähigkeit die Kontrolle zu erlangen über die eigenen Entscheidungen liegt erstens eine grundlegende Gemeinsamkeit aller Menschen und zweitens die Chance auf die eigenverantwortliche Selbstbestimmung jedes einzelnen durch die er zu einem verlässlichen und vor allen Dingen vertrauenswürdigen Teil der Gemeinschaft wird.
Es ist natürlich nicht damit getan, den Menschen einfach zu einem 'tierlieben' Menschen zu erziehen, ihn in einem Bewußtsein aufwachsen zu lassen, das ihm ein moralisches Gebot einpflanzt, dass es 'nicht gut' ist Tiere zu verletzen, sinnlos zu töten oder gar zu quälen, denn das wäre eine weitere Programmierung, nur mit einer anderen Wertigkeit, mit einem anderen Inhalt. Es ist eine weitere, polarisierende Prägung dieses Bewußtseins, die nicht unbedingt zu mehr Verständnis führt, sondern viel wahrscheinlicher zu einer selbsterhebenden Moralisierung des eigenen Lebens und der eigenen Taten und einer Abstufung anderer, anders programmierter Menschen, Menschen die durch ihre Prägungen und Erfahrungen unkontrollierte Neigungen auch gegen Tiere ausleben. Beides ist eine Programmierung des Geistes und führt allein nicht zu der Fähigkeit offen zu sein, sich selbst und damit auch andere zu verstehen oder selbstbestimmt zu denken und zu entscheiden. 
 
Der wichtigste Faktor fehlt nämlich noch: zu erkennen und zu akzeptieren, dass wir nicht unser Bewußtsein sind, dass der Mensch eins und gleich ist mit allem Leben als das Fleisch und Blut, als der atmende Organismus, als die Lebensform die niemals getrennt ist oder separat stehen kann ausserhalb dieser Existenz. Und darin, in dieser Einsicht in die Gleichheit der Menschen, liegt auch die Einsicht, dass niemand davor bewahrt ist, ebenso, in gleicher Weise manipuliert, missbraucht, geprägt und geformt zu werden, die Erkenntnis dass es eben nicht ein 'festsehendes Böses' gibt, keine angreifbare, von uns abgetrennte Einheit die man einfach vernichten könnte um die Probleme die sie verursacht zu beenden. Es gibt keine Befreiung von der Verantwortung in dieser Existenz und so lange wir einfach so weitermachen wie bisher, aus welchem Grund auch immer, weil wir bequem sind, weil es uns noch gut genug geht, weil uns das System gerade noch so über Wasser hält - das gleiche System eben, dass es erlaubt und zulässt und es in sich trägt, dass Menschen dem Leben solche sinnlosen Qualen antun - , so lange wir weitermachen, uns selbst nicht gleich und eins sehen mit allem Leben, uns über andere Menschen stellen, sei es aus moralischen oder anderen idealistischen Gründen, so lange unterstützen, tragen, akzeptieren und erlauben wir genau die Strukturen, durch die der Mensch sich dazu hinreißen lässt sich selbst und andere Lebensformen zu missachten und als etwas anderes zu sehen als das was sie sind, nämlich seine Brüder und Schwestern, seine Familie, ein Leben.
Jedesmal wenn wir mit Abscheu und Verachtung von diesen Menschen sprechen oder denken, die so etwas 'tun', verhalten wir uns verantwortungslos und ignorant den wahren Ursachen solcher Taten gegenüber.
Wir leben in einem Land, in einem Teil der Welt, der noch immer geschützt wird vor den Konsequenzen der eigenen Lebensweise. Wir verfügen noch über die finanzielle Macht und Kraft uns abzulenken vom tatsächlichen Geschehen, von den Zusammenhängen und die Folgen treffen zunächst noch andere, bisweilen weit entfernte Menschen. Doch die Tiere beispielsweise leiden zu Millionen schon lange direkt vor unserer Tür, in den Massenhaltungen, Mästungsbetrieben, den automatisierten Schlachthäusern, der Fleischproduktion, den Versuchslaboren sogenannter Wissenschaftler, im Namen des schnellen Profits, pervertierter Komfort- und Fortschritts-Ideologien, im Namen des Geld-Systems das uns als Menschen antreibt, dessen Macht uns eingebrannt ist in das Fleisch, dessen Bedeutung und Wertigkeit wir selbst uns auferlegt haben. Allein der Umgang mit den Pflanzen, die grundsätzliche Einstellung eines durchschnittlich geprägten 'Erwachsenen' Menschen zu Pflanzen, der Umgang mit der Erde in der Nahrungsmittelherstellung, die Art und Weise wie wir die natürlichen Ressourcen benutzen, wie wir sie verwenden und das Produkt durch den Filter des Bewußtseins beleuchten, wie wir all das was notwendig für jedes Lebewesen ist versuchen für uns als Menschen zu etwas ganz besonderem, aussergewöhnlichem zu machen; wir verpacken es bunt, verkaufen es zusammen mit mind-Programmen, Bildern und Alltagszusammenhängen aus fiktiven Idealisierungsgeschichten, allein all diese Tatsachen zeigen im Grunde schon, dass die Unsicherheit über diese Identifikation des Einzelnen so enorm groß ist, dass es immer mehr Anstrengung bedarf, immer mehr Reizüberflutung nötig ist um den Menschen dieses Traumbild von sich und der Welt, abgewandt vom Leben, weiter zu verkaufen.

Die Separation des einzelnen durch den Geist und der Drang in dieser Verlorenheit einen Ersatz für die Einheit und das Selbstbewußtsein in Gleichwertigekeit mit dem Leben zu finden ist die Grundlage des Konsumsystems, das vor nichts halt macht, alles objektiviert und 'an den Mann bringt' was möglich ist, von den Tieren die zu reinen Nahrungsmitteln werden über Urlaubsreisen die für Alltagsgeplagte ein unterhaltsames Kurzzeit-Erlebnis in einem meist völlig verarmten Land verkaufen, weiter über käuflichen Sex, Frauen und Kinder die aus reiner finanzieller Not, von uns allen herbeigeführt durch unser Festhalten an einem durch und durch kranken, lebensfeindlichen Geldsystem, ihre Körper an jeden verkaufen müssen, der eben das nötige Geld besitzt, bis hin zu abenteuerlichen Tötungserlebnissen bei einer gestellten Safari-Jagd. WIr werden aufgezogen und angeleitet in dem Glauben, dass wir all das brauchen, um uns wohl und frei zu fühlen. Doch ist diese Freiheit und dieses Wohl eben immer nur ein Gefühl, ein kurzer, energetischer Moment, das 'Erleben' einer biochemischen Reaktion gepaart mit dem persönlichen 'Kopfkino' das gesteuert wird durch die Einflußnahme der Gesellschaft, Erziehung, Medien, Werbung, und Kultur allgemein. Alles eine Suche nach Rechtfertigung, nach Rückversicherung seiner Selbst über andere, über Vorbilder, über Mengen, Zugehörigkeit, Bestätigung, und natürlich den persönlichen, subjektiven Nutzen. Meist allerdings kurzgedacht, auf schnelle Bedürfnisbefriedigung ausgerichtet, ohne Rücksicht auf Konsequenzen. Und wenn es doch Konsequenzen gibt - und die gibt es sicher - also eher: wenn man den Konsequenzen nicht mehr entkommt, dann ist man in jedem Fall dennoch gerechtfertigt, dann man hat das ja so gemacht wie 'alle anderen', 'die' haben es mir so vorgemacht, 'die' haben doch alle so getan, ich habe es nicht besser gewußt etc.

Und genau hier greift eben der zweite Punkt des Selbstbetruges in unserer menschlichen Gedankenwelt: die Frage ob wir es wirklich nicht besser wissen, nur weil wir etwas von anderen gelernt haben, nur weil es uns immer auf diese Weise vorgelebt wurde und scheinbar überall der Norm des Lebens entspricht. Sind wir als Menschen in unserem Bewußtsein tatsächlich so beschränkt, dass wir ausschließlich das in Erwägung ziehen können, was wir von jemand anderem gelernt oder gesagt bekommen haben? Sind wir so einfach im Geist, dass es nur diese Möglichkeit geben kann? Woher hat dann der, der uns gesagt hat was Werte sind, worauf es als Mensch wirklich ankommt und dass das System in dem wir leben das einzig richtige und mögliche ist seine Information bekommen? Hat er selbst darüber nachgedacht? Hat er es selbst als richtig erkannt? Dann ist eigenständiges Erkennen und Abwägen, vor allem aber auch selbstbestimmtes Entscheiden also doch möglich? 
 
Es ist offensichtlich, und jeder der vor sich selbst noch so etwas wie Würde empfindet kann es sich in bedingungsloser Selbstehrlichkeit eingestehen: Wir wissen immer und in jedem Moment ganz genau, was wir tun. Die Ignoranz und die Unwissenheit ist immer freiwillig gewählt, weil die Alternative, das verantwortliche nachforschen, das eigenständige Denken und vernunftbasierte, am gesunden Menschenverstand orientierte Entscheiden zu unbequem wäre und dem Selbstinteresse in dem Moment entgegensteht. Daher machen wir die Augen zu vor den Auswirkungen unserer Entscheidungen, wir verleumden unsere menschliche Fähigkeit zu verstehen, zu erkennen und zu planen einerseits und nutzen sie in einer heuchlerischen Weise andererseits um unsere Selbstwahrnehmung als 'überlegene Spezies' zu rechtfertigen. Das Bewußtsein in dieser Weise missbraucht, als Zentrum des eigenen Lebens, als einziger Identifikationspunkt, programmierbar, beeinflussbar, manipulativ und selbstsüchtig ist eine Krankheit die das Leben, den Organismus, den Mensch fortschreitend auffrißt, ihn verbraucht, und ihn dabei in unendliche Angst versetzt wenn er letztendlich merkt, dass ihm die Zeit davonläuft. Deshalb tut und akzeptiert er alles um für sich selbst möglichst viele 'Momente' des 'Erlebens' zu bekommen, leere, substanzlose Wellen von energetischer Auf- und Entladung. Er denkt sich dadurch erfüllen zu können, aus diesen Erlebnissen seine Persönlichkeit aufbauen zu können. Doch was bleibt sind Erinnerungen als Gedanken, die immer wieder neu produziert werden müssen, es erfordert kontinuierliche Anstrengung sie immer weiter am Leben zu erhalten in seinen Gedanken, die emotionale Reaktion, das Gefühl wird dabei aber immer schwächer, der Effekt bleibt aus und so muss für den nächsten Schub gesorgt werden. Und immer weiter rennt er den 'Kicks' hinterher, und nichts davon bleibt, weder für ihn noch für andere. Lediglich und in den meisten Fällen eine Spur der Verwüstung, eine Kette von Konsequenzen, das System, das immer mehr 'neue' Menschen in diese Energie Sucht treibt, das System hält sich so am Leben, auf Kosten des Lebens aller.

Dort liegt die eigentliche Ursache all dieser schrecklichen Dinge die Menschen mit sich und anderen Lebewesen machen. Da sind die Wurzeln dieser 'Entwicklungsmöglichkeiten' zu suchen und auszumerzen. Und so lange das noch nicht getan ist, so lange müssen wir unter den bestehenden Umständen wenigstens die Ursachen benennen, uns selbst als verantwortlich erkennen und aufhören das System der menschlichen Selbstverblendung und letztendlich der Selbstvernichtung zu stützen und zu nähren indem wir versuchen uns davonzustehlen. Wir müssen als Gesellschaften, als Gemeinschaft die Verantwortung übernehmen, die Konsequenzen akzeptieren und uns gemeinsam neu ausrichten, damit tatsächlich dafür gesorgt werden kann, dass kein Mnesch mehr aus psychischer Labilität, aus tiefer Verunsicherung seiner Selbstwahrnehmung heraus Anerkennung sucht indem er seine illusionäre Macht durch Tierquälerei demonstriert, dass keine Notwendigkeit der Überproduktion von Nahrungsmitteln mehr besteht, weil sie nicht mehr rentabel ist, weil sie nicht mehr mit Profit verbunden ist, sondern weil die Beschaffung von Nahrungsmitteln nur mit dem gemeinschaftlichem Lebens Gewinn verbunden sein kann, dass es nicht mehr notwenig ist sogenannte Billigwaren für ärmere Bevölkerungsteile zu produzieren, weil es diese Abstufung in dem Bereich der Notwendigkeiten des Lebens nicht mehr gibt. Wir müssen als Gesellschaften unsere Kinder anleiten, sich selbst als das Leben in jedem wieder zu erkennen und sich selbst auszubilden, weil das die wahre, leidenschaftliche Lebensmotivation ist, sich in Vielseitigkeit als das Leben gemeinsam, in Gleichwertigkeit und Einheit zu entfalten, ohne dabei auf geistige Wahnideen, Kultobjekte oder materielle Symbole angewiesen zu sein, weil sie selbstsicher, frei und bei klarem Verstand im Leben als das Leben stehen, jeder für sich als eigenverantwortlicher, vertrauenswürdiger Teil der Gemeinschaft.

Fortsetzung folgt mit Tag 53 




Sonntag, 30. September 2012

Tag 52 - belebendes 'Vokabeltraining - Emotionale Reaktionen auf Worte (teil 2 blog 51)



Dies ist die Fortsetzung des Blogs

Day 51 - Ayn Rand and my reactions to the words 'selfishness' and 'self-interest' (part 1)

Aufgrund der Bedeutung für Sprache und Worte in meiner Muttersprache.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die Bedeutung von Worten und Begriffen mit 'positiven' und 'negativen' Ladungen zu versehen, aufgrund der Erfahrungen und Verknüpfungen die ich in meiner ganz persönlichen Geschichte gemacht habe, die Worte mit multidimensionalen Bedeutungen auszustatten und ihren Eindruck auf mich und ihre Wirkung auf andere durch die unzureichende analyse und die Ignoranz gegenüber den von mir gezogenen Verknüpfungen und Bewertungen mir niemals wirklich verdeutlicht habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass ich mich habe bestimmen lassen durch Reaktionen, Gefühle und emotionale Bewertungen die ausgelöst werden durch meine Bedeutungsinterpretation bestimmter Wörter und den von mir in Gedanken gezogenen Verknüpfungen zu meinen Erinnerungen, Erfahrungen, Bildern, dass ich es nicht erkannt habe, dass ich in meinen Gedanken zu nahezu jedem Wort das ich benutze und 'verstehe' ein Deutungssystem meiner ganz persönlichen Beziehung zu dem Begriff geschaffen habe, dass dieses Bedeutungssystem aus starren Erinnerungsmomenten und den von mir damit verknüpften Gefühlen und Emotionen besteht, und dass durch dieses System immer wieder diese emotionalen Reaktionen hervorgerufen werden, oder ein Gemisch von mehreren, wenn eines dieser Wörter seinen Schlüsselreiz setzt, wenn es beispielsweise in einem bestimmten Kontext steht, oder von einer bestimmten Person kommt, die den gespeicherten Erfahrungsmomenten ähnelt, und dass dadurch die Wahrnehmung verblendet wird durch die Vermischung mit Gedanken und Erinnerungsbildern, Gefühlen und Emotionen, so dass ein wirkliches Verständnis der Wahrhaftigen Sachlage kaum mehr möglich ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt und es nicht zugelassen habe bei einer Erfahrung einer Reaktion auf bestimmte Begriffe innezuhalten und mich zu fragen, welche Bedeutung ich den Worten persönlich zumesse und wieviel meiner ganz persönlichen Geschichte in mener Interpretation steckt, und damit die eigentliche Bedeutung verfärbt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, Worte in dem Sinne für mich zu benutzen, dass ich durch die Bedeutungsverknüpfung des Wortes mit einer bestimmten persönlichen Erfahrung und den mit dieser Erfahrung zusammenhängenden Gefühlen und Emotionen die eigentliche, reine Bedeutung des Begriffs verändert und meiner persönlichen Wahrnehmung meiner ganz eigenen Welt angepasst habe, wodurch ich nicht nur mir selbst mehr und mehr den Blick für die Wirklichkeit und die tatsächlich wesentlichen Erfordernisse des Lebens genommen habe, sondern auch das System der Separation der Menschen vom Leben und voneinander gestützt habe, ein System das den Menschen in seinem Geist, seinem Bewußtsein mehr und mehr isoliert, ihn selbstverloren und unverstanden/verständnislos vom Leben, seinem wahren Selbst abkehrt und dafür sorgt dass er in Verzweiflung und Verängstigung alle erdenklichen Systeme der manipulativen Beeinflussung und Ausnutzung anderer einsetzt um sich seiner Selbst in seiner vergeistigten Inselexistenz rückzuversichern, um manipulativ die korrumpierte Begrifflichkeit seiner wörter anderen zu vermitteln oder sich von ihnen in feindlicher Haltung abzuwenden.


Ich bestimme mich selbst dazu, meinen Wortschatz, meine Vokabeln Schritt für Schritt zu überprüfen, die Worte auf eine grundlegende, allgemeingültige Bedeutungsebene die dem gesunden Menschenverstand folgt zu heben und sie zu befreien von den 'Zugaben' und Verknüpfungen von persönlichen, emotionalen, polarisierenden und bewertenden Attributen meiner eigengeschichtlichen Interpretation, um zu erkennen und zu offenbaren, dass wir auch in unseren Worten zutiefst beeinflusst und fremdbestimmt, ohne Selbstkontrolle und Eigenverantwortlichkeit sind, dass wir uns selbst und andere mit Worten bewußt manipulieren und beeinflussen um unser ganz persönliches Interesse zu erreichen, welches in vielen Fällen die Beseitigung der eigenen Verunsicherung über das eigene Verständnis des eigenen Interesses ist, ironischer Weise verursacht unter anderem durch die verfärbte und personalisierte Nutzung der Sprache.

Ich bestimme mich selbst als das Leben dazu, in jeder Reaktion, jeder emotionalen Regung bei der Verwendung, dem Hören oder Lesen eines Wortes nicht zu einer Bewertung des Inhaltes überzugehen die auf meiner persönlichen Verfärbung der Begriffsbedeutung beruht, sondern diesen Moment der Reaktion zu nutzen um für mich selbst und für das Leben die Bereinigung des entsprechenden Wortes vorzunehmen, mir seine wahre Bedeutung zu vergegenwärtigen und zu verinnerlichen und mein eigens kreiertes, persönliches Interpretationsmuster zu dekonstruieren um tatsächlichdas Gesagte zu hören, als freier Mensch und um tatsächlich das sagen zu können, was ich selbstbestimmt allgemein kohärent sagen will.