Mittwoch, 3. Oktober 2012

Tag 54 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 2)











Dies ist Teil 2 des Blogs:

Tag 53 - Barbaren sind wir im Geiste, frei, willig und bei vollem Bewußtsein (Teil 1)


Wir leben in einer irrealen Geisterwelt, einer Traumwelt. All unsere menschlichen Eigenschaften die wir uns zuschreiben, Moral, Ethik, Verstand, Vernunft, sind immer nur Vorstellungen und Erwartungen, unsere Umsetzung all dieser Ideale und Prinzipien scheitert immer wieder. Wir haben nirgends auf der Welt ein funktionierendes System, weder im juristischen Bereich, noch im Strafvollzug, nicht in der Prävention und auch nicht in der Nachsorge. Unsere Gesellschaften verbringen den Größten Teil ihrer Anstrengungen damit, einen bestimmten Schein zu wahren, etwas zu 'repräsentieren', aber nicht etwas tatsächlich zu LEBEN. Wir denken wir wären frei, sind aber von Geburt an unter Androhung schlimmster Gewalt, nämlich dem Entzug des Lebensrechts als Lebensfähigkeit in Form von Geld, unter die Geißel der Verschuldung gezwungen und können nur durch die bedingungslose Anpassung an die bestehende 'Ordnung' die systeminternen 'Freiheitssymbolismen' in Form von Konsumgütern, Kurzzeitfluchten durch Urlaubsreisen, Selbstbetäubung durch Rauschmittelerwerb und eine reizüberflutende Medienlandschaft der Unterhaltungsindustrie nutzen und in dieser Ausweglosigkeit einfach annehmen, dass dies tatsächlich Freiheit und Eigenständigkeit bedeute und man diese 'ganz natürlich' käuflich erwerben müsse, als Mensch, als Lebewesen, als Teil dieser Erde. Wir sehen seit Jahrhunderten dass die zwanghafte Anpassung des Menschen an eine reine Vorstellung bei gleichzeitiger Wahrung der Prämisse des persönlichen Freiheitsrechts als Selbstinteresse nicht funktioniert, denn das System sind wir selbst, die gesellschaftliche Ordnung ist eine Projektion des menschlichen Geistes, und daher eine Projektion des Selbstinteresses. Die Anpassung an das System bedeutet also die Ausrichtung am Selbstinteresse und nicht die Anpassung an die erhabenen Vorstellungen der menschlichen Eigenschaften. Doch während dieser Anpassung an das gelebte Selbstinteresse spielt die Programmierung des Geistes ein anderes Schauspiel, ein Glaubenswerk der menschlichen Erhabenheiten, eine Kirche des Selbst die ihm illusionäre Attribute zuschreibt, moralische Werte, Ethische Werte, Vernunft, Güte, Großherzigkeit, Ehre, Würde, Ehrlichkeit. Der innere Schrein des Selbst ist das worauf der Blick des Menschen Gerichtet ist, währen seine Wirkungsweise sich nach außen richtet und am Leben wirkt, unbeachtet, unkontrolliert die Welt in einer eigennützigen Weise manipuliert, benutzt und formt.

Es gibt keinen Weg für uns aus der Schande, der unerträglichen Ungleichheit, unserer Akzeptanz der Zerstörung und Ausbeutung unserer Nächsten ohne die Eigeinitiative jedes Einzelnen zur investigativen Selbstschau. Wir müssen verstehen lernen, dass jede Anschuldigung, jede Schuldzuweisung an 'andere', Einzelpersonen oder Gruppen, immer nur ein Selbstbetrug ist, eine willentliche Entscheidung das Problem eben NICHT zu beheben, sondern nur kurzfristig für die Gemütsberuhigung zu sorgen, die eigene Verantwortlichkeit noch etwas länger nicht annehmen zu müssen und vor allem sich und seine Gewohnheiten nicht hinterfragen und ablegen zu müssen in der Einsicht der eigenen Beteiligung.

Fortsetzung Selbstvergebung und Selbstkorrektur im nächsten Blog 'Tag 55'





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen