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Sonntag, 14. Dezember 2014

Tag 188 - Wut und Zorn, Definitionen und Ursachen

















- Was ist Wut, was ist Zorn und woher stammt diese Energie? Wir sind in der unreflektierten Handlung in emotionalem Zustand menschliche Maschinen die sich selbst nicht verstehen und lenken. Unsere Persönlichkeit, unsere Selbstwahrnehmung stützt sich auf Interpretationen innerer Gemütszustände und wir leben diese aus, lassen sie zu als wären sie natürlich gegebene Werkzeuge. Der Zustand selbst, die Emotion selbst, ist Teil unseres Seins. Die Ursachen und Wirkungen aber sind unsere eigenen, ganz persönlichen Kreationen. Wenn wir glauben, dass alles was Wut in uns auslöst einfach durch die Annahme, dass der Zustand des „Wütend-Seins“ ein natürlicher Zustand unseres Seins wäre die Reaktionen und wütenden Handlungen rechtfertige, dann sind wir nichts weiter als irre-geleitete Biomaschinen ohne Sinn und Verstand.  Wir sind dann einfach zu lenken, zu manipulieren und wir verpulvern unser fruchtbares Potential als Menschen, das uns dazu befähigen sollte konstruktiv und im Sinne des allgemeinen Lebens Probleme zu lösen durch zerstörerische, sinnfreie Gewalthandlungen deren Konsequenzen auf uns alle zurückfallen, auf die welche Ziele unserer Emo-Reaktionen sind, die welche einfach nur zusehen wie auch auf die emotional Handelnden selbst. Die Energie die wir in wütendem Zustand spüren und nur zu gerne herauslassen würden, während unsere eingebildete Geschichte des Selbst uns zu einer Heldenfigur eines wahnhaften Märchens stilisiert, ist das Potential das durch disziplinierte, selbst-ehrliche Reflexion und eine  verantwortungsbewusste Haltung die eines Menschen mit dieser Befähigung würdig wäre, die Ursachen und die Folgen des eigentlichen Problems zum Wohle aller, also eben auch zu dem eigenen,  ein für alle Mal ausräumen könnte. Doch im Zustand des hoch-emotionalen Egoismus ist die Lösung nebensächlich und im Grunde gar nicht gewollt. Daher dienen alle gesellschaftlichen und politischen Konflikte auf der Bühne der öffentlichen Medien lediglich dem Entertainment und der kurzweiligen Ereiferung im menschlichen Schattendasein der Unwürdigkeit.

Sonntag, 24. März 2013

Tag0042 - Emotionale Reaktionen persönlicher Verletztheit



Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass ich emotional reagiert habe weil ich in einer Diskussion mit mehreren Menschen ignoriert wurde, weil die Diskussion trotz meiner Einwürfe und Fragen einfach weitergeführt wurde ohne dass meine Denkanstöße in irgend einer Weise Einfluß genommen hätten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mit dem Gefühl der Frustration und innerlich mit sarkastischen und zynischen Kommentaren reagiert zu haben, als dann eine andere Person die Diskussion mehr oder weniger gestoppt und herumgerissen hat, und zwar mit einer inhaltlich ähnlichen Anregung und Argumentation wie zuvor die meine, und alle auf diesen Einwurf zustimmend reagierten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe mich übergangen zu fühlen anstatt in Erwägung zu ziehen, dass eventuell meine eigene Formulierung unentschlossen und unzureichend war oder vielleicht meine Motivation der Fragestellung und der Kommentierung nicht ganz eindeutig war.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich in der Situation des nicht gehört werdens hilflos und an vergangene Erlebnisse erinnert zu fühlen, dass ich mich den Gedanken und Spekulationen über die Gründe der anderen hingegeben habe mich zu ignorieren und mich darin verloren und selbst beurteilt habe, dass ich über andere spekuliert und geurteilt habe aufgrund einer Verletztheit deren Ursache mir die mangelnde Eindeutigeit meines Standpunktes hätte aufzeigen und mir in meinem Prozeß der Selbsterkenntnis hätte weiterhelfen können.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe meine Unsicherheit und Minderwetigkeitsgefühle aus der Vergangenheit meines Lebens aus meiner Erinnerung für mich wieder aufleben zu lassen und ihre Identität in dem Moment der emotionalen Reaktion mit Selbstgefälligkeit, Zynismus und Überheblichkeit zu verschleiern.


Ich bestimme und korrigiere mich selbst als Mensch und als das Leben im Moment der erlebten emotionalen Reaktion aufgrund einer enttäuschten Erwartung, wenn ich das Gefühl habe nicht gehört zu werden, dass man mich ignoriert oder meine Einwände / Kommentare nicht berücksichtigt, nicht zu Anschuldigungen und Rechtfertigungen der persönlichen Verletztheit und der Frustreaktionen überzugehen, sondern meinen Standpunkt und meine Motivationen eingehend zu prüfen und die Situation dehingehend zu nutzen meine eigenen emotionalen Muster zu korrigieren, meine Reaktionen zu bearbeiten und mich von der Fremdbestimmung durch die konditionierten Programme und akzeptierten und angelernten Verhaltensmuster zu befreien.

Ich bestimme und korrigiere mich selbst als Mensch und als das Leben mich nicht in Verurteilungen und Spekulationen über Motive anderer zu verlieren wenn ich mich persönlich verletzt oder angegriffen fühle, sondern vielmehr zu erkennen, dass diese Empfindungen Hinweise auf eigene Unsicherheiten und Unklarheiten sind, die wiederum, wenn sie unbearbeitet und ungeklärt bleiben, Ansatzpunkte für Manipulationen und Beeinflussung von außen und von den eigenen inneren Gedankensystemen bieten.

Ich bestimme und korrigiere mich selbst als Mensch und als das Leben in jedem Moment der emotionalen Reaktion auf das Verhalten anderer Menschen mich in meinen gedanklich ablaufenden Programmen der Beurteilungen, der emotionalen Zuweisungen und Verknüpfungen, der Vergleiche mit Erlebnissen meiner Erinnerung zu stoppen, durchzuatmen und mich als das leben hier in den lebendigen, einzigen realen Moment zurückzuholen und mich selbst eigenverantwortlich szu steuern und zu bestimmen, so dass die Situation im Sinne des Wohles aller Beteiligten fortgeführt und gelebt werden kann.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 24.03.2013


Sonntag, 10. März 2013

Tag0028 - Unbewußte Basisprogramme und ihre emotionale Wirkung im 'Konflikt'



Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe im Moment der Chance mich durch eine emotionale Erregung zu atmen, bei mir und im Moment als das Leben zu bleiben, die Aufmerksamkeit habe gehenlassen und anstatt die Vorgänge in meinem Körper und meinem Bewußtsein zu erkennen und zu leiten in Unterdrückung und den Versuch der Wahrung eines Bildes von mir selbst im Moment einer emotionalen Auseinandersetzung als 'der ruhige' und 'vernünftige' Part zu erscheinen und dabei von der selbstbestimmten, am Leben und dem gesunden Menschenverstand ausgerichteten Eigenverantwortung abgewichen bin, was unweigerlich in der Anhäufung der aufgestauten unterdrückten emotionalen Reaktionen zu einem Ausbruch aggressiver verbaler und unter Umständen auch körperlicher Reaktion führt, als Konsequenz der Vernachlässigung meiner Eigen-Vernatwortlichkeit.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe emotional aufgebracht zu reagieren obwohl mir im Grunde völlig klar war, welche gedanklichen Vorgänge und Mechanismen zu den Äußerungen über die ich mich aufgeregt habe geführt haben müssen und dass ich es trotz dieses Verständnisses kaum geschafft habe die Aussagen nicht als Angriffe auf mich, auf mein Leben, meine Person und alle eingebildeten 'guten' Eigenschaften zu interpretieren, was mich dann in diesen Wahn des Versuchs der Selbstverteidigung durch mentale Kriegsführung bringt, in der sich Gedankenkonstrukte als Persönlichkeitsideen versuchen gegenseitig ins moralische 'Aus' zu setzen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe die Sinnlosigkeit der Selbstaufgabe an ein emotionales Verwirrspiel zweier Menschen nicht selbstbestimmt in meinem gegenwärtigen Bewußtsein, meiner Aufmerksamkeit gehalten habe, dass ich es vorgezogen habe aus Gewohnheit und konditioniertem Verhalten mich dieser Situation auf die emotionale und Bewußtseinsgeprägte Weise hinzugeben und das Leben, die körperlichen und raum-zeitlichen Konsequenzen dieses Verhaltens ohne Rücksicht auf das Wohl des Lebens, der Beteiligten und der Entwicklungswirkung auf meine eigene Verhaltensweise dadurch mißachtet zu haben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe, dass die in mein Bewußtsein eingeprägten Reaktionsmuster und Konditionierungen, die Glaubenssätze und Werturteile immer noch Raum und Möglichkeiten von mir bekommen weiter zu wirken und mich zu bestimmen, unbewußt und in der Konsequenz des fortgeführten Verhaltens auch bewußt, getragen durch die von mir akzeptierten und erlaubten unbewußten / unterbewußten Grundeinstellungen mir selbst und anderen Menschen gegenüber.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben, in jedem Moment emotionaler Reaktionen mir die Wirkungsweise und die Ursache der Art und Weise der Reaktion vor Augen zu führen um mich und mein Persönlichkeitskonzept immer besser verstehen zu lernen und dadurch die Selbstbestimmung und die Fähigkeit zu Eigenverantwortung zu erlangen, damit ich die Konsequenzen meiner programmierten Verhaltensweisen erkennen und dort verhindern kann, wo ich als Mensch, als das Leben in sSelbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit nicht zu ihnen stehen kann.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben zuselbstehrlicher Selbstschau, zu einem gewillten, eigenständigen Prozess der Selbstanalyse und der Dekonstruktion meiner vorprogrammierten Verhaltens- und Denkmuster, der emotionalen Konzepte und Zusammenhänge, zur Aufspürung und zum Verständnis ihrer Ursachen um verstehen zu lernen / zu können wie ich das geworden bin, diese Person die ich bin und für die ich mich halte als ein Resultat einer 'natürlichen' Entwicklung und als ein Ergebnis meiner 'Anpassungsfähigkeiten' weil ich lange nicht hinterfragt habe, woran und warum ich mich angepasst habe und was ich mir davon versprochen / erwartet habe.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben dazu, das Bild das ich in diesem fremdbestimmten Entwicklungsprozess von mir selbst gewonnen habe zu dekonstruieren und zu analysieren, zu verstehen warum ich versucht habe es auch gegen gesunde, der Wirklichkeit und dem Leben angepasste Veränderungen und Notwendigkeiten zu verteidigen, warum ich das Gefühl und den Glauben entwickelt habe dieses Bild tatsächlich zu sein und in dem fanatischen Glauben an dieses Ego-image rücksichtslos auch gegen die Interessen anderer Menschen und Lebewesen vorgegangen bin / gehandelt habe.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben in der Partnerschaftlichen Übereinkunft diese selbstgestellten emotionalen 'Fallen' aufzuspüren und mich in dem Moment meiner Verpflichtung dem Leben gegenüber, zur Selbstehrlichkeit und zur Eigenverantwortlichkeit als das Leben zu erinnern, mich in jedem Atemzug durch diesen Moment zu bringen und eins und gleich mit allem Leben die Interessen allen Lebens in gleichwertigkeit dadurch zu achten dass ich diese Selbstverpflichtung lebe, in jedem Moment und vor allem auch in denen, in denen die emotionale Prägung besonder stark arbeitet und reagiert.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 10.03.2013