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Freitag, 15. Juli 2016

Tag 210 - Und noch ein "Islam-Experte" (wo sind eigentlich die Mensch-Experten?)






Gerne wird in letzter Zeit dieser Artikel geteilt und er verspricht "unerwünschte Offenbarungen"... mal sehen...


Und wieder ein „Islam-Experte“ der unsere „Flüchtlingspolitik“ kritisiert und Öl ins Feuer der Angst gießen möchte. Interessant wie die Gelehrten dieser Generation es in ihrem Alter immer noch schaffen, auf einen so schnellen Zug aufzuspringen. 

Bassam Tibi, der Erfinder der „Leitkultur“, (oder sollte ich sagen ihr „Entdecker“?) der aufgrund seiner eigenen Herkunft Zugang zu Bildung, Geld und der Möglichkeit hatte zu reisen und auszuwandern, ist ein Musterbeispiel der „Draufseher“, ein „Beobachter“ aus der Elitenperspektive, und er spricht ganz im Sinne althergebrachter arroganter Glaubenssätze, dass die Worte der „gelehrten Herren“ ungefragt Gültigkeit zu besitzen haben. 

„Die unerwünschte Offenbarung eines Deutschen Syrers“ 
titelt dieser Beitrag von „Audiatur Online“ und verspricht erfahrungsbedingte Erkenntnisse. Allerdings bleiben diese weitestgehend aus, lediglich spekulative Behauptungen bleiben hängen und diese werden allein aufgrund seines Titels zu einer diffusen Hintergrundwahrheit, ein Gedankenfilter der die Realität an das verängstigte Weltbild vieler anzupassen gedacht ist. Dabei dient der gleich zu Beginn eingestreute Hinweis, Bassam Tibi sei Schüler Adornos gewesen als Ankerpunkt der Schlüssigkeit, denn es muss ja etwas dran sein, wenn er unter einem derart großen Namen gelernt hat. Nun, das ist natürlich auch so nicht haltbar, denn er hat unter anderem bei Adorno und Horkheimer studiert, was aber nicht heißt, dass er „sein Schüler“ war. Auch ich habe beispielsweise schon Vorlesungen des Prof. Dr. Gerald Hüther besucht, bin deshalb aber noch lange nicht „sein Schüler“ gewesen.

Seine Behauptungen in diesem Artikel sind also nicht mehr als das, hier wird nichts detailliert hergeleitet oder begründet, sondern einfach nur gesagt. Allein die erste Behauptung ist schlichtweg falsch, wenn er sagt in Deutschland gäbe es nur Extreme, und „die Deutschen“ würden zwischen ihnen „pendeln“, als seien sie ein Volk ohne eigene Meinung, das sich rein emotional steuern lässt. Den Eindruck kann man zwar gewinnen, wenn ich mich auch ebenfalls als Teil Deutschlands bezeichnen möchte und viele meine Bekannten und Freunde ebenfalls, und in keiner Weise lässt sich diese Ansicht an meiner Erfahrung bestätigen. Allein die hergestellte, medial produzierte und präsentierte „öffentliche Meinung“, die Projektion der Gesellschaft in Funk und Fernsehen stellt ein derartiges Bild dar und es ist eine Tragödie, dass wir als Gesellschaft tatsächlich in extrem hohem Maße in unserer Sichtweise von diesen Medien beeinflusst werden. Das ist allerdings kein rein deutsches Phänomen, sondern ein menschliches. So wie unsere „öffentliche Meinung“ vorgefertigt verkauft wird, wird dieses Medium natürlich in allen Ländern zur Manipulation benutzt, in denen die Bevölkerung freien Zugang zu ihnen hat. Nicht umsonst bringt jede Regierung große Anstrengungen auf, vor allem die Rundfunk- und Fernsehanstalten unter ihre Kontrolle zu bringen, und selbst in den ärmsten Ländern wird darauf geachtet, dass annähernd jeder Zugang zu den Endgeräten hat. Umso erstaunlicher, dass der Kritiker dieses angeblichen Schwarz/Weiß Denkens selbst nicht differenzieren möchte und sich in eine Reihe mit den generalisierenden Anklägern stellt. Da können von mir aus zehn Doktortitel vor seinem Namen stehen, deren Bedeutung für seine Aussagen in diesem Zusammenhang sind gleich null.  Er sagt es selbst: er fällt ein Urteil über „die Deutschen“, ebenso wie über „die Araber“, und beruft sich dabei auf seine persönliche Erfahrung. Das ist natürlich an Anmaßung nicht zu übertreffen und vollkommen uninteressant für eine Lösungsorientierte Herangehensweise an Problematiken, die im Grunde alle Menschen betreffen. Aber hier kommt eben dieser bereits angesprochene, imaginäre Obrigkeitsanspruch einer Generation „gelehrter Herren“ zum Vorschein. Da hilft es auch nicht weiter, dass er sich hinter großen Namen und Zitaten versteckt, bzw. versucht durch auswendig gelerntes Eindruck zu schinden. 

Es ist in dem gesamten Artikel, wie übrigens in vielen „Gelehrtenmeinungen“ zur aktuellen Situation, nicht ein Ansatz zu erkennen, wie die Problematik entstanden sein könnte, bzw. welche Wege diese Problemgrundlagen beseitigen würden Es ist ein fatalistischer Grundsatz in solchen Kreisen, der von einer arroganten Selbstüberschätzung ausgeht, die das Ego zum Urteile fällenden Beobachter macht, weil es sich als fähiger ansieht als alle anderen Menschen. Tatsache ist, dass die Fähigkeit den Menschen und damit auch die Zusammenhänge der Reaktionen, des Verhaltens, der Ignoranz und des Egoismus zu verstehen jedem Einzelnen zugänglich ist, nämlich in der selbstehrlichen Selbstschau. Doch dieser Ansatz grenzt vor allem in sogenannten Gelehrten Kreisen an Blasphemie und wird entweder verunglimpft oder eben durch Ausschluss mit aller Härte bekämpft.  Wie auch immer, der Schein einer Expertenmeinung mit Offenbarungscharakter der im Titel laut angekündigt wird, verblasst bereits nach dem aufmerksamen Lesen des ersten Absatzes. 

Nun, ich gehe nicht davon aus, dass dieser Artikel das tatsächliche Potential des Herrn Tibi auch nur annähernd wiedergibt, jedoch lässt er sich (wahrscheinlich) aus Gründen der Selbstverliebtheit hier gerne vor den Karren spannen, um das altbewährte mediale Spiel des „divide & conquer“ Publikumswirksam weiter voranzutreiben. Dafür ist sich ja auch sonst kaum jemand zu schade. Schade ist nur, dass wir gerade auch durch solche Artikel genau diejenigen gesellschaftlichen Charakteristiken verstärken und ausprägen, die Herr Tibi hier zu kritisieren meint.

Zu den „störenden Flüchtlingen“ in der Göttinger Innenstadt, von denen Herr Tibi hier spricht:
Ich kenne Göttingen sehr gut, habe lange dort gelebt und ich kenne auch die elitäre Bildungs- und Öko- Schickeria, die dort immer noch den Anspruch erhebt, die Innenstadt zu „besitzen“ und schon seit ewigen Jahren Festlichkeiten und Veranstaltungen boykottiert, weil sie sich in ihrem ruhigen Altstadtleben gestört fühlt. Dass diese sich nun auch durch „Flüchtlinge“, also durch noch mehr Menschen noch erheblicher gestört fühlen ist wenig verwunderlich und kann diesen wohl kaum allein zum Vorwurf gemacht werden, ist aber vor allen Dingen kein Maßstab. Noch dazu, dass Göttingen eine Universitäts- und Studentenstadt ist, sich ziemlich etwas auf diese Universität einbildet (Elite-Uni…) und mit dieser Doppelmoral einerseits jung und lebendig wirken zu wollen, aber andererseits durch einen konservativen Geldadel ständig getadelt zu werden schon seit je her zu kämpfen hat.

Wie dem auch sei, ich lasse mich selbstverständlich nicht mit in die Urteile des Herrn Tibi einbeziehen, weder wenn er über „die Deutschen“ noch wenn er über „die Araber“ und deren antisemitische Kultur spricht. Schon gar nicht, und da sehe ich mich persönlich als tragender Teil einer Deutschen Kultur, übernehme, borge oder assimiliere ich eine Sichtweise eines anderen, und vor allem dann nicht, wenn dieser jemand sich auf Grund seiner Graduierung zur Urteilsfällung berufen fühlt. Ich kultiviere Deutschtum dadurch, dass ich meinen Verstand, mein Wissen und meine Fähigkeiten der Ursachenfindung eigenständig und möglichst unbeeinflusst schule, mich nicht in einem Urteil schlussfolgernd festlege und immer möglichst die eigene Beteiligung und vor allem auch die möglichen Konsequenzen meines Wirkens langfristig mit einbeziehe. Darin sehe ich die Verantwortung des Menschen an sich, die Verantwortung gegenüber dem leben, unseren Kindern und deren zukünftiger Lebenswelt.

~ BeastIan

Freitag, 8. Juli 2016

Tag 208 - Anabel Schunke: "Ihr nehmt mir meine Heimat" - Ich nehme dir dein Selbstmitleid



Dies ist ein mir am Herzen liegender Kommentar zu folgendem online Artikel und der Verfasserin Anabel Schunke:


http://www.rolandtichy.de/meinungen/ihr-nehmt-mir-meine-heimat/

Wenn mir eins gehörig auf die Nerven geht, dieser Tage, dann die unsäglichen Aussagen der plötzlich auf dem Deutsch-nationalen-Identitätsfindungstrip verrannten Bequemlichkeitsnörgler, die offenbar das Jammervokabluar der sich in der imaginären Abgrenzung zu „Ausländern“ neu definierten Deutsch-Stämmigkeit befindlichen Medialen Hetze auswendig gelernt und sich in dieser Gruppierung, der in dauernden Wiederholungsschleifen von Kultur und Deutschen Werten faselnden Mantra Sänger aufgehoben fühlen. Das ist sehr wohl religiös anmutend, so wie jeder medial losgetretene Trend. Und auch dieser wurde medial aufgekocht, denn die sogenannte „Lügenpresse“, welche diesen Titel durchaus verdient, allerdings aus ganz anderen Gründen als es die Pegidisten, Afd’ler und Anhänger ähnlicher Gruppierungen durchschaut zu haben glauben, arbeitet natürlich mit wesentlich subtileren und vielschichtigeren Methoden als, und diese Unterstellung wage ich durchaus zu halten, die meisten der neuen Verteidiger des Wortes „Kultur“ zu analysieren in der Lage sind, zumal es noch nicht einen Artikel gab, durch den ich mich gequält habe, in dem allein der Begriff „Deutscher Kultur“ oder „Deutscher Werte“ von den Propagandisten annähernd definiert wurde.

So ist auch dieser Beispielartikel mit Mustergültigkeit, der den Titel „Tichys Einblick“ der liberal konservativen Meinungsseite trägt, lediglich eine Draufsicht ohne erkenntnisfähige Analysefunktion.

Aber noch viel mehr als das, ist er eine Beschreibung der Indentitäts-basierten Unsicherheit einer Gesellschaft, die sich von den Medien berieselt seit ungewisser Zeit in einem schlaftrunkenen Zustand der imaginären Konsumidentifikation befindet, und nun in einem schreckhaften Erwachen die Unwirklichkeit ihrer bisherigen Gefühlswelt erkennt. Und genau in diesem Moment bieten alle Bildschirme ein hervorragendes, fast märchenhaftes Feindbild, einen Blitzableiter der emotionalen Schreckreaktion die anderenfalls zu einem Erwachen zum Selbst führen könnte, um diese Menschen für die eigenen Geschicke der System-Maschinerie zu lenken:
den Immigranten.
 
Da sich gerade die nun in wertender Abgrenzung befindlichen gefühls-Deutschen ungerecht kategorisiert fühlen, wenn man ihnen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus unterstellt, nehme ich gleich hier den verunglimpfenden Gegenargumenten den Wind aus den Segeln, dass es sich hier um das Geschwafel eines „linksversifften Gutmenschen“ handeln würde:
Zunächst handelt es sich bei ausnahmslos jeder fremdenfeindlichen Äußerung nur um eine Symptombeschreibung, denn im Grunde sind es aus FremdenAngst geborene Meinungsmuster und die feindselige Einstellung resultiert aus der psychologisch eindeutig herleitbaren Schutzreaktion, welche eben aus der Angst geboren wird, die wiederum immer in Unverständnis gründet. Weiterhin stelle ich keineswegs die begründeten Sorgen angesichts der Probleme die in unserer Gesellschaft und dem von uns getragenen System eine unkontrollierte Zuwanderung verursacht in Frage. Im Gegenteil, ich unterstreiche sogar die Wichtigkeit der offenen, aufrichtigen Betrachtung dieser Phänomene, vor allem aber die Notwendigkeit ihrer ehrlichen Analyse. Diese Analyse ist allerdings nicht aus dem Kontext einer über Generationen andauernden Entwicklung zu lösen und genau hier liegt eben der infantile Denkfehler, bzw. die naive Ignoranz derer, die sich nun beschweren, die nun ihre Finger gegen Politiker und gegen die moralische Verwerflichkeit fremder kultureller Werte erheben. Denn die Probleme die nun aus einer diffusen Deutschen Identität heraus abgeurteilt werden, wurden bereits hundertfach von eigenständig denkenden Systemkritikern aufgezeigt und über die Jahre mehrfach öffentlich hervorgehoben, vorausgeahnt und vor allem mit Lösungsvorschlägen für einen ernsthaften Weg der Veränderung, der Prävention und im Sinne einer zukunftsorientierten Wandlung der Gemeinschaft behandelt.

Es gibt in keinem Bereich nur Schwarz oder Weiß, es sind die Meinungen natürlich im Einzelfall zu betrachten. Allerdings entsteht nicht zuletzt durch die mediale Beeinflussung ein öffentliches Bild, welches gerade zu diesem Thema die gern angenommene Abkürzung, den schnellen, leichten Weg zur Lösung einer vielschichtigen Problematik anbietet. Und dagegen gehe ich entschieden vor, vor allem dann, wenn diese Scheinlogik mit einer dreisten Lüge offen eingeleitet wird. Und diese Lüge ist, dass die Konsequenz der Ursache zugrunde läge. Die Immigranten, Flüchtlinge und die, welche sich nur bereichern wollen sind eine Tatsache, sie sind als gesellschaftliche Phänomene „der Fall“. Das ist unbestritten. Dass sie allerdings die Ursache unserer gesamtgesellschaftlichen Probleme und ihre Beseitigung im Umkehrschluss die Lösung eben dieser bedeuten würde, könnte von der Wahrheit kaum weiter entfernt liegen.

Unser Bewusstsein, darauf getrimmt schnelle Bedürfnisbefriedigung und eine gedankliche Sicherheit zu erreichen, nimmt über die Schnittstelle der Angst gerne eine allgemein als gültig akzeptierte Sichtweise an, denn sie bewahrt vor der Anstrengung der Entwicklung eines selbst-ehrlichen, persönlichen Standpunktes und verknüpft gleichzeitig die Vermeidung der Angst des „alleine Stehens“. Was hier zu vermeiden gesucht wird, sind im Übrigen genau solche Attribute, welche es dann argumentativ als „Werte“ einer Nation stolzer, mündiger Bürger zu verteidigen gilt. Hier liegt schon ein Knotenpunkt des Selbstbetrugs vor, ein paradoxer Fehlschluss, der die Meinung zu einem dogmatischen Glaubenssatz verkümmern lässt. Natürlich kann sich auch hier jeder Einzelne, der sich vielleicht angesprochen fühlt, leicht herausreden. Aber es geht mir nicht darum, zu überzeugen, sondern lediglich Denkanstöße zu geben, da ich aus eigener Erfahrung genau weiß, dass jedem Einzelnen die Unwahrheiten und Fehlinterpretationen, sowie ihre Gründe und Ursachen, durchaus bekannt sind, wenn sie auch oft sehr unterschwellig gehalten und zwanghaft ignoriert werden.

So wird beispielsweise in der Jammerschrift „Ihr nehmt mir meine Heimat“ dieses Artikels vom Stolz der Anabel Schunke gesprochen, den sie immer empfunden habe, Deutsche zu sein. Anabel Schunke ist Model und studiert Politikwissenschaft und Geschichte, ist somit sehr in die westliche Wertewelt integriert, indem sie ihre Erscheinung vermarktet, sich über die Medien verkauft und damit ihren Wohlstand, ihre Bildung und alle Errungenschaften westlicher Wertestrukturen sichert. Kulturell ist ein solcher Lebensweg nicht eindeutig einer Landeskultur zuzuordnen, damit auch nicht abgrenzbar, jedenfalls nicht eindeutig. Die Werte um die es hier geht sind jedenfalls allein in dieser Bio nicht als rein „Deutsche“ erkennbar. Sie erstellt Fotostrecken mit politischer Aussage, die, und da nehme ich Bezug auf die in diesem Artikel verknüpften Fotos, eindeutig sein können, allerdings keineswegs besonders Tiefsinnig durchdacht erscheinen, sondern eher wie platte Stammtischparolen anmuten. Das Bild einer Familie, bzw. dreier Frauen mit Kindern, von denen zwei Frauen Kopftücher tragen in Verbindung mit dem Titel „Ihr nehmt mir meine Heimat“ ist jedenfalls an banalem Populismus kaum zu übertreffen. Auf derselben Schiene allerdings, die ich bereits ausführlich weiter oben beschrieben habe, geht es den gesamten Artikel hindurch weiter. Es ist nicht ein einziger Aussagesatz dabei, der einer Verstandesbasierten Prüfung an der Wirklichkeit standhalten würde, wobei die meisten ohnehin für eine Analyse nicht geeignet sind, da ihnen der relevante, greifbare Inhalt fehlt.

Nehmen wir nur einmal diesen:
„Grüne, warum immer gegen Deutsche?“

Zunächst einmal sind „die Grünen“ ja auch Deutsche, also werden sie sicher nicht „gegen Deutsche“ Politik machen. Doch ist mangels einer genaueren Definition des „Deutschen“ und was ihn, außer seiner Geburtsstätte, ausmacht, erstens die Frage eine leere, und auch die Erörterung dieser Position kann nur ins Nichts führen, es sei denn, man versucht zwischen den Zeilen zu lesen, was natürlich Fehlinterpretationen nicht ausschließt. Das aber, und das ist mein Standpunkt, ist auch genau die Absicht solcher Parolen. Denn das lässt natürlich endlos freien Raum sich aus den eigenen Aussagen herausreden zu können, sollte man auf Denkfehler hingewiesen werden.

Dass die Politik im Allgemeinen, bestimmt und gelenkt von Wirtschaftsinteressen, für die Menschenleben und auch die Menschlichkeit keinerlei Wert haben oder eine Rolle spielen, gegen die Interessen von Menschen gerichtet ist, ist keine Frage mehr in der heutigen Zeit. Dass sie aber gegen eine diffuse Begrifflichkeit „der Deutschen“ gerichtet sei, den man selbst nicht definieren kann oder will, ist nichts weiter als eine haltlose Behauptung.

Die Bezugspunkte der Identifizierung, von denen sie weiter schreibt sind ebenfalls in keiner Weise dargestellt oder definiert, schon gar nicht als allgemeingültig für alle „Deutschen“, auch für die Deutschen beispielsweise, die keinerlei Angst vor kultureller Überfremdung haben und ihre Identität eben nicht nach vorgegebenen Normen richten, sondern nach dem Mensch-Sein, dem selbstbestimmten Denken und der eigenständigen Einsicht. Und genau da ist wieder der Fehlschluss, dass es eine Rechtsnorm geben müsse, nach der sich die eigene Identität richtet. Und genau diese Einstellung geht einhundert Prozent gegen das, was die Kultur und die Identität eines Volkes ausmacht, wahrhaftig von Wert ist und die Mündigkeit und Eigenständigkeit eines Volkes repräsentiert: nämlich freie Selbstbestimmung die sich nicht auf Politik oder Gesetze berufen muss, sondern die Mitgestaltend tätig ist, Schöpferisch und nicht dogmatisch stagniert sich an etwas „festklammern“ möchte, was ein Zeichen absoluter Unmündigkeit ist. Und alle Denker und kreativen Köpfe, die gestalterisch mitgewirkt haben an der „Deutschen Kultur“ waren eben solche Menschen, und diese haben nie Angst gegenüber fremden Einflüssen gehabt, denn diese Angst steht im krassen Gegensatz zu kultureller Entwicklung des Menschen.

Und nun zu der Problematik, dass wir diese Freiheit nicht mehr haben, dass sie immer mehr eingeschränkt und beschnitten wird:
Die Ursachen dessen sind zur Gänze in der verheerenden Entwicklung unserer wirtschaftlichen Welt, des Kapitalistischen Systems zu suchen und sie sind sogar schon längst gefunden. Nicht etwa die „Ströme“, die „Flut“, die „Masse“ an Scheinflüchtigen, an Immigranten und in der öffentlichen Meinung ohnehin als moralisch unterlegenen Fremdartigen ist hierfür verantwortlich. Die Wirtschaftsphilosophie des noch immer von uns getragenen Systems ist in ihrer Fehlerhaftigkeit schon lange als zerstörerischste menschliche Kraft entlarvt, jedoch eben nicht für Menschen wie Anabel Schunke, die in ihren jungen Jahren noch zu einhundert Prozent Nutznießerin der Ausbeutungswirtschaft ist und geschützt durch die Gnade der Geburt und das Geld die Traumwelt eines Weiße-Weste-Kapitalismus lebt, der mit tatsächlicher „Deutscher Kultur“ im Sinne von beispielsweise Thomas Mann, Hermann Hesse, Martin Heidegger, Friedrich Nietzsche, Gottfried Wilhelm Leibnitz, Karl Marx, Theodor W. Adorno, Mozart, Schumann, Wagner, Kraftwerk, Heino, Extrabreit, Nena…. nicht das Geringste zu tun hat. Diese Scheinwerte, die sie hier so freizügig im Namen der Xenophobie ohne sie zu nennen propagiert werden sollen, waren noch nie reale, wirkliche Werte. Es sind ideologisch verblendete elite-Positionen, die hier die Angst und damit den Hass der Bevölkerung zu schüren versuchen, in der verzweifelten Anstrengung, allein ihren persönlichen Status aufrecht zu erhalten und dabei über Leichen zu gehen. Denn eigentliche Werte kultureller oder auch nationalpolitischer Natur können einem nicht genommen werden. Heimat übrigens schon, indem man gewaltsam von dort vertrieben wird. Ich bin sogenannter „Deutscher“, und ich fühle mich motiviert durch Träger der Deutschen Kultur. Motiviert und Angespornt, ihre Arbeit fortzuführen. Aber mich auf ihren Lorbeeren auszuruhen und zu hoffen, dass sich das noch eine Weile irgendwie so aushalten lässt, dafür ist mir Deutschland, die Lehren und Erfahrungen die wir hier machen dürfen und durften, viel zu schade, auch im Namen der Anabel Schunke. In dem Moment, in dem man den Finger erhebt und auf andere Zeigt, ihnen die Verantwortung für Probleme die einen selbst betreffen zuschiebt, in dem Moment hat man sich an der Kultur vorbeigeschlichen. ~ Beastian

Freitag, 5. April 2013

Tag0054 - Problem Pädophilie: die moralische Heuchelei in öffentlichen Hassreaktionen



Revenge



Immer wieder stößt man vor allem im Internet auf extreme Ansichten, extreme Stadpunkte und Meinungen, ganz besonders wenn es sich um die Meinung anonymer Persönlichkeiten handelt, da sie sich hinter der Maske einer falschen Identität nun frei und ungezwungen genug fühlen, ihren entwickelten Trieben, den extremen emotionalen Erregungen Luft zu machen.

So zum Beispiel und besonders im Fall des Kindesmissbrauchs durch pädophile Täter, oder bekennend pädophile Menschen. Hier entlädt sich öffentlich eine emotionale Erregung , ein Zorn und aggressiv aufgebrachte Entrüstung  werden als hetzerisch anklagende Parolen herausgeschrien. Doch wie wahrhaftig sind diese Äußerungen? Was drücken sie tatsächlich aus? Sind sie wirklich aus der ernsthaften Sorge um die potentiellen Opfer geboren oder entstammen sie einer ganz persönlichen Sucht nach energetischer Ladung, nach dem Gefühl mächtig zu sein, einen Effekt zu haben, sich als das  konditionierte Image eines Helden aufzuspielen der das Böse vernichtet um allein dadurch „gut“ zu werden.

„Pädophile Aufhängen!“, „Man sollte sie erschießen!“, „Kastrieren!“ und ähnliches hört und liest man überall auf den Internet Portalen, den sozialen Netzwerken und auch im wirklichen Leben. Es scheint im Sinne der Moralstrukturierung unserer Gesellschaft zu sein, sich derart aggressiv gegenüber solchen Verbrechen zu äußern. Letztlich ist es aber eine unkontrolliert zugelassene Reaktion, ein emotionales Muster das nicht selbstbestimmt gesteuert und nicht von Vernunft und lösungsorientiertem Denken bestimmt ist und somit das Selbst und andere hinwegtäuscht über die Vermeidung des ernsthaften, praktischen Aufspürens von Ursachen und Lösungen und dass man  den einfachen Weg des spontanen Abreagierens vorzieht.

Die Lösungs- und Ursachenorientierte Vorgehensweise würde eben verlangen und voraussetzen, dass alle Menschen als die konstitutionellen Bestandteile der Gesellschaft ihre Akzeptanz der Systeme, ihre grundlegenden Werte und die gesellschaftlich-kulturellen Strukturen ernsthaft und offen in Frage stellen, sich den Fakte der eigenen Verantwortung als das Leben, als die Gesellschaft und als die Systematik die eben solche Entwicklungen überhaupt möglich macht zu stellen. Die selbstehrliche Selbstanalyse die in jedem einzelnen die Strukturen und Muster, die Programme, Triebe, energetischen Süchte und emotionalen Verknüpfungen aufdeckt, ihre Zusammenstellung klärt, die Konsequenzen verdeutlicht, die den einzelnen ermächtigt dieses Bewusstseins- und physisch-reaktive Sytem zu verstehen ist eben der notwendige Prozess zur Eigenverantwortung, zu selbstbestimmten Handeln und Denken, zur selbstbestimmten Selbstgestaltung in allen Bereichen des Lebens und stellt die Grundlage für die Gründung einer offenen, vertrauenswürdigen, lebensförderlichen und Angstfreien menschlichen Gemeinschaft.

Wir sind aber weit entfernt von dieser Selbstentwicklung, diese Einsicht und offene Bekenntnis zu dieser Wahrheit der Entscheidungsmöglichkeit und der Übernahme der Eigenverantwortung jedes Einzelnen ist nicht nur unpopulär in unserer Welt, sie wird sogar vollständig ignoriert und verneint, sie wird dem Menschen abgesprochen, und der vergeistigte, verängstigte, emotionell abhängige Konsummensch nimmt diese Scheinwahrheit gerne und dankbar an, dient sie doch als Rechtfertigung der eigenen Untätigkeit, der bequemen, selbstsüchtigen, mentalen Selbstverherrlichung und Legitimation der persönlichen Ränke und Pläne, der heuchlerischen Fassade aus Anstand, Moral, Gutherzigkeit und Mitgefühl, hinter der das ängstliche Ego intrigiert und zittert, sich in gedanklichen Selbstverherrlichenden Philosophien an der imaginären Interpretation des „Geschehens“ ergötzt, misst und vergleicht, kalkuliert und abschätzt, sich seine energetischen Vorstellungsmomente so ergattert.

Und da kommt die erhabene Selbstverherrlichung in der Abtrennung von der offensichtlichen Repräsentation des Bösen in Form eines Kinderschänders gerade Recht, und die aggressive, nach außen gekehrte Abscheu, die Verneinung der Lebensberechtigung eines Menschen der in dieser Weise gehandelt hat, der in dieser Weise zweifelsfrei inakzeptabel entwickelt ist, grenzt das Selbst eben scheinbar von diesem Geschehen ab, man kann sich selbst als „gut“ und „besser“ kategorisieren im Vergleich mit dem „Negativbeispiel“.

Doch diese absolut egoistisch motivierte Reaktion ist auch schon alles, was diesen Argumenten, diesen Aussagen zu entnehmen ist. Sie beinhalten weder ein wirkliches Verständnis der Situation, noch den Versuch diese Taten zu verstehen, obwohl offenkundig nur das Verstehen einer solchen Entwicklungsgenese der Persönlichkeit die Problematik präventiv verhindern könnte. Und diese Vorgehensweise hätte dann tatsächlich einen Effekt und eine Schutzwirkung für weitere, potentielle Opfer solcher Übergriffe.

Allerdings würde dies eben bedeuten, dass man die gewohnten Systeme, das, worüber man sich selbst künstlich definiert und identifiziert in Frage gestellt werden müsste, und dass man erkennen könnte, dass alles miteinander verknüpft und somit auch die Gemeinschaft selbst verantwortlich ist für die Entwicklung solcher unkontrollierten Triebhaftigkeiten und der Gewaltbereitschaft dieser Menschen. Dabei ist dieses Thema des Kindesmissbrauchs natürlich nur ein Bereich von vielen, aber aufgrund der offensichtlichen Verwerflichkeit angesichts der Hilflosigkeit und Ohnmacht der Kinder offenbart dieser Fehler im System natürlich besonders Schmerzhaft die heuchlerische Natur all unserer scheinbar menschlichen Ideale, der Vernunft, der Sicherheit, des Intellekts und der Überlegenheit menschlicher Gesellschaften. Gerade die Kinder sind ein besonders wunder Punkt, da wir ihnen gegenüber Schutz und Verantwortungsbewusstsein heucheln, aber nicht bereit sind unsere gewohnten Verhaltensweisen, Werte und Ideale in Frage zu stellen wenn wir offenkundig sehen, dass das Leben und vor allem auch die Kinder nicht sicher sind.

Die hasserfüllte Reaktion soll uns als besonders moralische Menschen kennzeichnen, sie soll uns als „gut“, „normal“ und gesellschaftlich akzeptiert erscheinen lassen und offenbart  ehrlich betrachtet das genaue Gegenteil. Sie zeigt unsere Angst vor der Selbsterkenntnis und der unbequemen Notwendigkeit der Selbstarbeit und der Annahme der Eigenverantwortung in Einheit mit dem Leben aller. Die Moralsysteme dienen hier als Schutzschild, als Rechtfertigung und Legitimation des eigenen Selbstbetrugs. Sie dienen gleichzeitig als Waffe gegen jedes Argument das tatsächlich an Ursachenfindung und Problemlösung interessiert ist, in der Möglichkeit den Spieß herumzudrehen und jeden Gegner der Hassreaktion als Befürworter des Verbrechens zu bezeichnen.

Verantwortungsbewusstsein ist unabhängig von moralischen Vorstellungen und vor allem unabhängig von dem Drang der öffentlichen Selbspräsentation. Verantwortungsbewusstsein ist frei von Angst, vor allem frei von der Angst sich selbst neu zu strukturieren, bedingungslos alle menschlichen Bewusstseinssysteme und konditionierten Programme, Werte, Normen und Ideale auf ihre tatsächlichen Motive und vor allem auf die Konsequenzen für alles Leben zu prüfen und sie wenn nötig zu dekonstruieren, aufzugeben und zu transformieren.

Der Mensch als Persönlichkeit, in seiner Unfähigkeit sich selbst zu bestimmen, sich selbst zu leben, ist ein Produkt der Konditionierung durch die Gesellschaft, durch die Kultur. Egal in welchem Bereich. Das Ausleben von Machtverhältnissen, von Überlegenheit ist in unserer Kultur ein alltägliches, alles durchziehendes Prinzip geworden, weil wir alle es so akzeptiert und kultiviert haben. Wir haben uns selbst so gestaltet, dass wir ein Verlangen nach dieser Machtausübung haben. Und diese ist überall verwerflich, lebensfeindlich, inakzeptabel und Entwicklungshemmend.

Fortsetzung folgt…

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 05.04.2013




Montag, 18. März 2013

Tag0036 - Das 'Hater' Problem [Teil 2] Selbstkonfrontation statt Reaktion



Meine eigenen emotionalen Reaktionen auf Angriffe die scheinbar gegen mich, gegen das wofür ich stehe, da wo ich mich öffentlich zu etwas bekannt habe gerichtet sind, deuten weniger auf die tatsächliche Wirksamkeit der attackierenden Argumentation hin, sondern vielmehr auf persönliche, eigene innere Unsicherheiten und Ungereimtheiten in meiner Selbstwahrnehmung und nicht ganz ausgearbeitete Standpunkte oder Unehrlichkeiten mir selbst gegenüber in der Repräsentation meiner Selbst, bzw. der Aussage die ich getroffen habe.

Das heißt jede Anstrengung die ich nach außen, also in Reaktion auf die Person richte, die sich in angreifender Form mir gegenüber geäußert hat, verfehlt im Grunde ihr Ziel und ist vergebens, da einerseits der Empfangsraum für eine erfolgreiche oder annähernd klärende Argumentation und Debatte gar nicht gegeben ist, wenn das Gegenüber zu keinem Zeitpunkt eine Diskussion im Sinne einer Unterhaltung überhaupt angestrebt hatte, sondern lediglich provozieren und Reaktionen hervorrufen wollte, und andererseits in selbstehrlicher Betrachtung der Reaktion ein tatsächlicher Angriff gar nicht stattgefunden hat, sondern durch die Empfindung einer Verletzung nur ein Punkt berührt worden ist, der für dich selbst noch im Unreinen ist, der nicht standhalten kann, der in dieser Form nicht vertretbar ist.

Also ist natürlich der Prozess des Erlebens dieser Reaktion im Zuge einer bewußten, reflektierenden Selbstschau durchaus eine Chance für die Selbstentwicklung, die Verbesserung des Selbstverständnisses und dadurch in der Konsequenz natürlich auch das Verständnis des 'anderen'. 
Insoweit kann es durchaus hilfreich sein, wenn man diese Reaktion emotionaler Art, eine Verletzung oder Beleidigung verspürt, investigativ die Konversation fortzuführen, insofern man sich eben nicht auf die reaktive, vielleicht sogar persönliche Ebene begibt und einläßt, sondern genau an diesen Punkten die einem unsicher und verletzbar erscheinen seinen Standpunkt offen darlegt, wodurch man mit zuverlässiger Sicherheit bei einem hasserfüllten und auf Demütigung ausgerichteten Gegenüber sofort die Schwachstellen der eigenen Argumentation aufgezeigt bekommt.

Man tendiert in der Prägung die man allgemein gesellschaftlich mitbekommt, in der konditionierten Persönlichkeitsstruktur in aller Regel dazu, die Fehler und Schwachstellen bei seinem Gegenüber zu suchen und zu versuchen ihn durch diese 'Taktik' zu 'besiegen' oder bloßzustellen, und merkt dabei überhaupt nicht, dass man dabei nichts gewinnen kann, dass selbst die gefühlte Genugtuung nicht aus dem Verlieren des anderen aufgenommen wird, sondern ein emotionales Empfindungskonstrukt ist das man selbst kreiert, das man sich in seiner Einbildung schafft. Nach einer solchen "siegreichen" Debatte steht man nämlich unter Umständen als letzter 'aufrecht', - aber für was? Für einen Standpunkt, eine persönliche Meinung, eine Auffassung die unzulänglich, unverlässlich und von dir selbst überhaupt nicht vollends verstanden ist. Da ist es eine Frage der Zeit nis zum nächsten Konflikt und man kann aus dieser Betrachtungsweise schnell erkennen, warum man immer selbst verantwortlich ist für diese Situation in die man sich aus den genannten Gründen, aus Unehrlichkeit sich selbst gegenüber, auch einer geheuchelten Selbstsicherheit heraus selbst bringt.

Aber warum tut man das? Warum nimmt man es in Kauf in stndiger Angst zu leben angegriffen und vielleicht übertrumpft zu werden?
Vielleicht, weil es leicht ist? Weil man in der einfachen Übernahme einer vorgefassten, fertigen, aber nicht selbst durchdachten Meinung nicht in die Verlegenheit kommt in eigenverantwortlicher Selbstehrlichkeit den Standpunkt zu prüfen? Denn es könnte ja sein, dass man zu einem Schluß kommt, mit dem man plötzlich allein dasteht. Und wenn man in dieser Welt sich auf den gewillten Weg zu bedingungsloser Selbstehrlichkeit begibt, dann ist dieser Fall sehr wahrscheinlich, dann ist es unumgänglich dass man gegen die 'Meinungen' anderer steht, und man stellt est, wie schnell und wie leicht sich diese dann unter Umständen beleidigt oder angegriffen fühlen...


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, mich als meine Persönlichkeit, als eine Rolle die ich mir vorstelle, ein Bild an das ich Erwartungen eines gewissen Status und von Anerkennung stelle angegriffen oder beleidigt fühle, wenn das Verhalten eines anderen Menschen gegen diese Erwartungshaltung geht oder eben dieses eingebildete Selbstbild in Frage stellt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe in diese Muster der eingebildeten, vergeistigten Selbstwahrnehmung zu verfallen wenn ich mich beispielsweise persönlich durch eine Äußerung angegriffen gefühlt habe, und in der emotionalen Reaktion als diese Rolle von mir auf den vergeistigten Wettkampf und Machtkampf in einer illusionären Arena eingestiegen bin indem ich mit den selben Methoden arbeitend das Gegenüber versucht habe zu provozieren, emotionale Reaktionen hervorzurufen ohne dabei zu erkennen oder zu verstehen wie Ziel- und Sinnlos ein solches Unterfangen ist und dass es letztendlich mir selbst schadet, egal ob ich das Gefühl bekomme 'gewonnen' zu haben oder 'unterlegen' zu sein, da die energetische Erlebniswelt der emotionalen Kränkung, der Verletzung eines 'Images' und des Zurückschlagens und Bloßstellens eines anderen Bildes eines Menschen als 'Gegner' nur die irregeleitete Selbstwahrnehmung als diffuses Bild, als die persönliche Geschichte, geformt aus vagen Erinnerungen und emotional verknüpften Bildern verstärkt und mich selbst darin Fängt, entweder in Frustrierten Minderwertigkeitskomplexen oder in überheblichen, überwertigen Ideen meines Selbst als meinem 'Image'.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben, auf jeden persönlichen Angriff, jeden Versuch der Verunglimpfung meiner selbst und dem wofür ich als das Leben stehe die Ursächlichkeit und die Motivation zu ergründen die diese Angriffe treibt und in jedem Punkt der bei mir als Person eine Reaktion hervorruft, der mich emotional in irgendeiner Weise berührt die Chance wahrzunehmen in mir selbst nach der Ursache für diese Reaktion zu suchen, mich dadurch von diesem Trigger automatisierter Fremdprogrammierung zu befreien indem ich mich der Unsicherheit stelle und sie beseitige, indem ich in Selbstehrlichkeit eigenverantwortlich die notwendigen Schritte unternehme mich in diesen Punkten besser auszurichten, zu formieren und zu informieren.

Ich bestimme mich selbst als Mensch und als das Leben die Eigenverantwortlichkeit zu entwickeln nicht emotional und persönlich attackierend als emotionale Reaktion auf Angriffe und Verunglimpfungen, egal wie haltlos, hinterhältig oder aggressiv sie sind einzusteigen, mich diesen Programmen nicht zu unterwerfen, sondern die Situation soweit der Gesunde Menschenverstand in Anbetracht der möglichen, abschätzbaren Konsequenzen sie als ausreichend relevant bewerten kann unberührt zu steuern, zu lenken und zu nutzen, so dass der Schaden der intendiert sein könnte durch die Äußerungen und Diffamierungen möglichst klein gehalten werden kann, so dass auch dem offensichtlich unkontrollierten Programmablauf des Gegenübers nicht noch mehr Energie und 'Stoff' zur Verfügung gestellt wird und somit diesen Personen auch die Chance vergrößert wird sich aus dem Programmablauf eigenständig und selbstbestimmt zu lösen. Wie wahrscheinlich das ist, spielt keine besondere Rolle, denn offenkundig hat die Eigenverantwortlichkeit und die lebendige Beispielfunktion Priorität.


Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 18.03.2013


Sonntag, 17. März 2013

Tag0035 - Das 'Hater' Problem [Teil 1] - Was sagt die Raktion über die Wirkung?



Warum wird das Bekennnis für Gleichheit und Einheit des Lebens zu stehen, die Hingabe an die Entwicklung und Umsetzung von Prinzipien und Systemen die Gleichwertigkeit lebbar machen, die es möglich machen allen Menschen gleichermaßen den Zugang zu Bildung, Ressourcen, den grundlegendsten Notwendigkeiten des Lebens zu ermöglichen, derart aggressiv und offensichtlich haltlos attackiert und warum sind es diejenigen Menschen, die zu der Minderheit unseres Welt-Wirtschaftssystems gehören die noch geschützt sind und profitieren von den Vorgehensweisen unserer Systeme die mit allen Mitteln versuchen diese Ideen und praktischen Lösungsvorschläge zu verunglimpfen?

Im Verlauf meiner Arbeit, meiner Zusammenarbeit mit anderen Menschen, weltweit, in einem Zusammenschluss unter dem Namen 'Desteni', ist es ein Phänomen von Beginn an, dass der Gruppe in auffällig aggressiver Weise haltlose und erfundene Motive, Ziele und Inhalte nachgesagt werden mit dem Ziel der Verunglimpfung, dem Ziel die tatsächlichen Beweggründe der Menschen die hier zusammenstehen zu verbergen, zu verschleiern und vor allem der Öffentlichkeit Angst zu machen, indem man besipielsweise Sektenvergleiche und absurde Vorwürfe der Gehirnwäsche unterstellt.
Interessant ist bei dieser Form der Haßrede die gegen Desteni immer wieder betrieben wird, dass es dabei überhaupt nicht nötig zu sein scheint, überhaupt zu argumentieren, denn es scheint ausreichend zu sein eine schablonenartige Darstellung der Organisation so zu präsentieren und zu verfälschen, dass der Eindruck entsteht ein bekanntes System dahinter erkannt zu haben, das man als verwerflich oder inakzeptabel erkennt, wie zum Beispiel das einer Sekte.
Doch noch auffallender ist, und ich habe in den letzten Jahren sehr intensive Erfahrungen mit solchen Persönlichkeiten die Haßreden dieser Art verbreiten machen können, ich habe dabei viel gelernt in den Konversationen und Auseinandersetzungen über ihre Vorgehensweisen, über ihre Motive, über meine eigenen Reaktionen und meinen pesönlichen Umgang mit dieser Art von Angriffen, dass eine so aggressive Vorgehensweise nicht einfach nur mit Überheblichkeit und verletztem Ego zu erklären ist, sondern dass dahinter mehr stecken muss und diese Reaktion offenbar im Zusammenhang mit der Bedrohlichkeit steht, die für die Ideale und Vorstellungen dieser Persönlichkeiten von der Arbeit der Menschen bei Desteni ausgeht. Es war ein langer Prozeß des Verstehen lernens dieser Denk- und Motivationsmuster einerseits, als auch der eigenen emotionalen Reaktionen und persönlichen Einstellungen andererseits.
Jetzt muss man natürlich unterscheiden, was die 'Arbeit' von und für Desteni tatsächlich ist, was dahintersteht, was die Gruppe eigentlich will, was die Ziele und Motive sind, wie die 'Mitgliedschaft' wahrhaftig aussieht und vor allem ob es so etwas üerhaupt gibt und dem was man als unbeteiligter, vielleicht skeptischer aber nicht ernsthaft interessierter Mensch, der in einigen Aussagen anstoß nimmt an den Inhalten aus persönlicher Voreingenommenheit schließt und annimmt, weil es einen vor weiterer Infragestelung der eigenen Positionen und Philosophien bewahrt. Dafür ist es oder wäre es aber eben notwendig, ehrliche und unabhängige Nachforschungen zu betreiben, sich zu informieren, sich vor allem auch die Zeit zu nehmen die aufgrund des immensen Materials an Texten, Vlogs, Blogs, Webseiten und allen erdenklichen Beiträgen für eine ernsthafte und seriöse 'Kritik' dieser 'Bewegung' wenn man es denn so nennen möchte, notwendig wäre.

Desteni ist keineswegs ein Verein, dem man beitreten müsste oder für den man gar eine Aufnahmeprüfung oder Gebühr bezahlen müsste. Zu Desteni kann man sich bekennen oder eben nicht und wenn man in seiner eigenen menschlichen Entwicklung, den Erfahrungen und Einsichten des Lebens zu den Schlüssen kommt, dass das Leben der einzig wahre Wert dieser Existenz ist, dass das Leben gleichwert ist, dass es eins ist, dass unsere bisherige Identifikation als Menschen fehlerhaft ist und sich diese Fehlerhaftigkeit in den inakzeptablen Konsequenzen unserer Lebensweise in dem unendlichen Leid und der Ungleichheit die wir unter den Lebewesen verursachen zeigt und vor allem, dass wir als Menschen in unserer Bewußtheit die Fähigkeit und Möglichkeit tatsächlich besitzen diese Prägung und Konditionierung zu ändern, uns für das Leben zu entscheiden und unsere Denkmuster eigenverantwortlich zu transformieren, dann ist die Bekenntnis zu einer Gruppe Menschen zu gehören, mit ihnen organisiert zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig in diesem Prozess der Transformation, der Selbsterkenntnis und der Selbstbefreiung zu unterstützen ein willkommener, völlig freier und selbstverständlicher Schritt.
Die logische Konsequenz, die praktische Folge dieser Zusammenarbeit, die ja ohne Zweifel eine menschliche Notwendigkeit ist, in allen Bereichen des Zusammenlebens, ist die gemeinsame Entwicklung eines Systems, eines gesellschaftlichen Zusammenlebens, das eben diese Gleichwertigkeit und die Einheit des Lebens als gemeinschaftliche, vielleicht sogar kulturelle Grundlage sozial und ökonomisch umsetzbar macht.

Und vielleicht liegt ja genau hier der Grund für die Offen haßerfüllten Attacken und die diffamierenden Behauptungen die nie dazu dienen einen offenen Austausch, eine Diskussion oder Debatte anzuregen, sondern einfach nur das Ziel der Diffamierung und der Unmöglichmachung der Gruppe verfolgen, um eben diesen Prozeß der Offenbarung einer wahrhaftigen Alternative aufzuhalten. Und so scheint es als seien es die Wirksamkeit dieses Prozesses und das Wachsen der Bewegung die zu den niederträchtigen Angriffen und Verleumdungsversuchen führen, vor allem eben von Menschen die sich in unserer Welt noch auf der 'sicheren' Seite der Systeme befinden, die noch in ihrer persönlichkeitsgeprägten Selbstverliebtheit der konditionierten Interessensverfolgung einer kapitalistischen Konsumideologie nachgehen können, da sie aufgrund der unrechtmäßigen, privilegierten Stellung, geschützt durch Geld und die Gnade der Geburt dazu in der Lage sind und keinen Anlass sehen sich den Tatsachen der unhaltbaren Konsequenzen ihrer akzeptierten Ideologien zu stellen.

Natürlich, denn wer sonst sollte irgendeine Selbstrechtfertigung entwickeln um sich gegen das Wohl aller, sich gegen wahrhaftig gelebte und gesellschaftlich implementierte Einheit als gleichwertiges Leben zu stellen? Wer sonst außer die gut bezahlten Marionetten eines Ausbeutungssystems sollte gleiche Startbedingungen für alle fürchten? Was für einen Grund sollte es sonst geben Selbstehrlichkeit und eigenverantwortliche Selbstbestimmung als eine verwerfliche Entwicklung zu verunglimpfen, wenn nicht den der verzweifelten Selbstrechtfertigung einer Systemabhängigen, Ego-hörigen Persönlichkeit?

Aber es ist relativ sinnlos so weiter zu argumentieren, denn das Interesse dieser 'Hater' ist in keiner Weise die Ergründung der Wahrheit, sondern lediglich die imaginäre Bestätigung der eigenen Ideologie anhand verzerrter Wahrnehmung und darstellung falscher Tatsachen. Wenn man es dann noch schafft einige andere verängstigte, vorprogrammierte und verunsicherte Persönlichkeiten für die Einfache Lösung der Verweigerung der eigenverantwortlichen Recherche zu begeistern, dann kann man sich um so stärker, bzw. bestärkter fühlen in diesem Selbstbetrug. Ein weiterer immer wieder auftretender Charakterzug solcher Persönlichkeiten ist die Angst vor der Verantwortung für die Konsequenzen ihrer Aussagen, ihrer Taten, ihres Wirkens, die sich darin zeigt, dass sie in aller Regel Anonym auftreten.

Wer aber Angst hat persönlich für die eigenen Äußerungen geradezustehen ist nicht nur fragwürdiug in seiner Authentizität, sondern vor allem ist er auch nicht vertrauenswürdig, aus offensichtlich erschließbaren Gründen.

Es ist natürlich unvermeidbar mit derlei Anfeindungen konfrontiert zu werden, wenn man tatsächlich für einen Wandel eintritt, und wenn die Motive auch das Wohl allen Lebens in den Vordergrund stellen. Es ist vor allem die Angst vor Veränderung, die die Persönlichkeiten zu solchen Mitteln der Diffamierung und haltlosen Verunglimpfung greifen lässt, in der Hoffnung, dass viele weitere einfach aus Bequemlichkeit mit auf den Zug aufspringen.

Tatsächlich ist diese Form der Auseinandersetzung für mich persönlich als auch für die Gruppe, für all diejenigen die gleichermaßen für das Leben, die Gleichwertigkeit, die Einheit und das Zusammenleben als Einheit einstehen ein unabdingbarer Abschnitt in dem man all die Punkte der eigenen persönlichkeitsbedingten Widerstände, der eigenen selbstgerechten Denkstrukturen der Ungleichheit, der Abgrenzung und der Überwertigkeitsideen des Egos sozusagen sich selbst gegenüberstellt, da diese Reaktionen allen gleichermaßen bekannt sind, nur dass man sich in der Entscheidung für das Leben zu stehen eben der Tatsache stellt, dass einem die illegitime Natur der Selbstrechtfertigungsgedanken im Bezug auf das Festhalten an gewohnten Strukturen trotz der offensichtlich inakzeptablen Konsequenzen für andere immer schon bewußt war, man sich ihr aber nicht selbstehrlich gestellt hat. Und die Gesellschaft, die heuchlerischen Konzepte und Ideologien der Kultur stellen vielfache Möglichkeiten für die persönliche Ablenkung und Verstärkung der Ignoranz bereit. Vor allem aber die Grundlegende Erziehung und Prägung, die einer Gehirnwäsche von Kleinauf gleicht, dahingehend, dass es keine alternative Lebensweise für den Menschen geben kann als die, die sich bis hier entwickelt hat. Und die einzige Rechtfertigung dieser Aussage ist die, dass es schon immer so gewesen sei. Doch erstens ist das nicht der Fall, wie sich mannigfaltig belegen lässt, da weltweit die Kulturen und auch die Ökonomien durchaus viele Alternativen geboten haben und sich die 'unsere' hauptsächlich durch zweifelhaft glückliche Umstände im Zuge gewaltsamer Konflikte durchgesetzt hat und nicht etwa durch die vernunft und Weisheit des menschlichen Bewußtseins, und zweitens ist sie nicht einmal eine ernst zu nehmende Begründung selbst wenn sie wahr wäre, denn was interessiert mich was schon immer war, wenn ich als Mensch hier und jetzt in der Lage bin mich selbst zu stoppen, die Entscheidung zu treffen es nicht weiter zuzulassen, weil ich den Verstand benutze um zu erkennen, dass ein Leben das auf gewaltsamer Ausbeutung basiert und nur einem Teil der Bevölkerung einen zweifelhaften, kurzfristig gedachten Vorteil verschafft nicht nur inakzeptabel sondern auch noch naiv und was die Entwicklung des Menschen selbst betrifft degenerativ ist?

Ich für mich selbst habe in diesem spezifischen Prozess der argumentativen Auseinandersetzung und produktiven Umgangsweise selbst mit den verbohrtesten, überheblichsten und ignorantesten Haterpersönlichkeiten einige der größten Entwicklungsschritte und vor allem Selbstbefreiungsschläge machen können, habe dabei sehr viel über mich selbst und meine Unehrlichkeit in vielen verborgenen Punkten meiner Persönlichkeitsstruktur gelernt, habe einen festen Stand für mich und das Leben / als das Leben erlangt / wiederentdeckt / entwickelt, zu dem ich ohne diese Reaktionen vielleicht noch gar nicht gelangt wäre. Dennoch stelle ich fest, dass es mir immer wieder Schwierigkeiten bereitet, mich für eine gewisse Zeit diesen Konversationen auszusetzen, mich diesen Konfrontationen zu stellen. Nicht mehr wirklich aus dem Grund, dass sie mich treffen, persönlich schon gar nicht, sondern weil ich noch immer Tendenzen verspüre in eine resignative Vermeidungshaltung zu rutschen, angesichts der Fülle von notwendigen Schritten, angesichts der Arbeit der man sich in diesem Prozess stellen muss, die immer eine Selbstarbeit ist und daher eine Verantwortungsvolle die totale Hingabe und Leistungsbereitschaft verlangt.

Diese resignative Haltung wird bestärkt dirch einen Gedankenprozess der Sinnlosigkeit, einer Vorverurteilung des Menschen, der Menschen und darin einer Selbstaufgabe an ein Überheblichkeitsdenken das getragen wird von nahezu verstecktem Selbstmitleid.

Diesen und weitere Punkte werde ich in den folgenden Blogs dieser Thematik herausarbeiten und dekonstruieren um mich von den Programmen und mich selbst beschränkenden Gedankenmustern zu befreien.

Bastian Neumann / Ramstein / Deutschland / 17.03.2013