Samstag, 4. August 2012

Tag 36 - Selbstkorrektur zu 'der ewige Streit der KopfGeister' (2/2)











Ich bestimme mich selbst in meiner Selbst-Identifikation und meiner Bewußtheit zu erkennen, dass das Bewußtsein nicht das Leben ist das ich bin, dass die aus ihm geformten Vorstellungen und Ideen, Ideologien und Philosophien vom menschlichen Leben und seiner Bestimmung auf hochgradig eingeschränkten Erkenntnisgrundlagen beruhen und dass sie darin auch noch danach trachten, der menschlichen Existenz eine noch unergründlichere Wesemsursache zuzusprechen nur um die Selbstidentifikation ausschließlich über den Geist, die Erinnerungen und die überwertige Idee von der eigenen Person in selbstgerechter Form zu rechtfertigen. Es gäbe überhaupt keinen Grund, keine Grundlage dafür, den Menschen in irgendeiner Form vom Leben als solchem abzuheben, abzugrenzen und zu mystifizieren. Die reine Selbstverliebtheit des Bewußtseins und sein durch die Personiofikation und kulturelle selbstbezogene Prägung geschaffener Neid auf das körperliche Leben, das als einziges hier reale, fortwährende Existenz hat und sogar das Bewußtsein bedingt und überlebt, fordert Selbsrechtfertigung, fordert Glauben an das Unmögliche, an etwas das besser, höher und größer ist als eben dieses Leben und das einzig mit dem Bewußtsein selbst verbunden sei, welches daher natürlich über ihm stehe, in dieser unwirklichen, illusionären Welt der Gedanken.

Ich bestimme mich selbst in meinem Leben zur bedingungslosen Hingabe an das Leben, an die verantwortungsvolle, bewußte Gestaltung des Lebens zum Wohle aller, zur Abkehr von selbstsüchtiger Illusion über personifizierte Mysterien die wir Charaktere oder Personen nennen, ungreifbar selbst für denjenigen, der sich für diese oder jene Person hält, ganz abgesehen von der wahnwitzigen Idee es könne höherwertige oder niedere Personen/Persönlichkeiten dem Leben gegenüber geben. Nicht eine hat im Grunde überhaupt einen Wert, es sei denn für ein künstlich geschaffenes Glaubenssystem das man Kultur/Gesellschaftliche Ordnung nennt und welches selbst nur ein Hirngespinst aus vorprogrammierten Gedanken, Überzeugungen und Werturteilen ist.

Ich bestimme mich selbst in jedem Moment der Einsicht mich in meinen GEdanken selbst zu stoppen, mir zu vergegenwärtigen dass ich hier in diesem Moment in jedem Atemzug das Leben selbst bin, gleich und eins mit allem Leben und dass jede gedankliche Verstrickung im Grunde die Abkehr vom Leben bedeutet, dass ich mich abwende von diesem lebendigen Moment des Seins und die unwirkliche, von Gewohnheiten, Programmen und selbstgenerierten Süchten nach energetischen Zuständen geformte Vorstellungswelt, eine tote und starre Welt bevorzuge. Das Verhalten eines Junkies liegt in der Charakteristik des egoistischen, personifizierten Menschens, dem homo consumens, der alles in seinem Umfeld, das ganze Universum aus einem Wahn heraus als eine riesen große Crack Pfeife sieht und auch so benutzt. Ich bestimme mich zur Abstinenz von dieser Selbstzerstörerischen und lebensfeindlichen Sucht und kehre mich wieder dem Leben selbst zu, akzeptiere meine Verantwortlichkeit als Mensch in dieser Existenz und nutze das menschliche Potential um ein Beispiel zu geben, um zu zeigen, dass verantwortliches Entscheiden das eigentliche Werkzeug ist, das den Menschen besonders macht, aber eben nicht besser oder höherwertig, sondern besonders unter Gleichen.



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