Montag, 13. August 2012

Tag 39 - Emotionale Abhängigkeiten




Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe zu glauben und mir einzureden, dass ich nichts schreiben könnte, nachdem ich einen Konflikt oder ein Streitgespräch mit meiner Frau und Partnerin hatte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mich selbst zum Opfer meiner Emotionen zu machen, indem ich mich in meinem Befinden Stimmungsabhängig von vorgeprägten Erwartungshaltungen und Werturteilen über 'angenehme' und 'unangenehme' Momente und Situationen gemacht habe, ohne den Moment als das Leben Hier zu sehen das er ist und nichts weiter, ohne geistige Verfärbung und Beurteilungen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe vor mir selbst den Versuch zu verbergen, die Verantwortung für mich, mein Handeln, mein Denken, meine Stimmungen und die daraus resultierenden, akzeptierten Konsequenzen auf eine andere Person zu übertragen indem ich mir selbst einrede, dass diese betreffende Person die jeweilige Stimmungslage in mir verursacht hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe nicht zu erkennen/mir nicht einzugestehen, dass jede Stimmung die mich beherrscht eine selbsterzeugte, von meinen charakterlichen Prägungen als Teil meiner Persönlichkeit akzeptierten Strukturen ist, und dass ihre geistige Rechtfertigung den Missbrauch und die Manipulation anderer vor mir selbst legitimieren soll, indem ich die Verantwortung für alle folgenden Handlungen der vermeintlich ursächlichen Person zuschreibe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe mit meinen selbstgenerierten Stimmungen zu versuchen mein Umfeld zu manipulieren und zu beeinflussen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe meine Verantwortung und Selbstbestimmung freiwillig in der Selbstaufgabe durch die Unterwerfung unter meine Stimmungen aufzugeben und mich selbst zum Spielball der Systematik die diese Stimmungen bestimmt und auch die Rechtfertigung für dieses manipulative Verhalten liefert zu machen, und bei alledem die Konsequenzen und die widersinnige, missbräuchliche, lebensfeindliche Natur dieser Systematik zu ignorieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe das Leben das ich bin zu missachten und stattdessen in die selbstgenerierten und vorprogrammierten Gedankenwelten der Vorstellung, des Egos, des Selbstinteresses zu fliehen, sie als das Leben misszuverstehen, sie als MEIN Leben zu sehen und zu versuchen darin eine Rolle zu erfüllen und meine selbssüchtigen Erwartungen zu erreichen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und es zugelassen habe, durch meine Flucht in Gedankenwelten das Leben zu benutzen um durch die physische Existenz Stimmungen und Empfindungen zu generieren, die eine völlig lebensfremde Bestimmung erfüllen sollen, Nämlich zur Bildergeschichte meiner Vorstellung von mir selbst, der Fantasie meines Lebens die passenden Emotionalen Zustände zu schaffen und weiter noch diese Emotionalen Zustände nach außen zu projizieren um wiederum mit ihnen andere Menschen zu manipulieren um sie in selbstgefälliger Weise meiner 'persönlichen Geschichte' anzupassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, ein System zu generieren das mich gedanklich von allen Geschehnissen dieser Existenz absondert und mich mich selbst als einen Beobachter sehen lässt dessen einziges Interesse es ist in dieser Welt irgendwie den besten Vorteil für sich selbst herauszuholen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe dass mein Ich-Bewusstsein einzige Grundlage meiner Selbstidentifikation, abgetrennt von der körperlichen Existenz geworden ist, und dass ich in spirituellen Lehren und religiösen Dogmen die mir im Laufe der Erziehung und Ausbildung einprogrammiert wurden die Legitimationsgrundlage für diese vergeistigte Auffassung gsehen habe.

Ich bestimme mich selbst als das Leben hier und jetzt dazu, meine egoistische Prägung und Konditionierung aufzugeben, überall in meinen Persönlichkeitsstrukturen aufzuspüren, zu analysieren und mich davon zu befreien indem ich mich hier und jetzt und in jedem Atemzug als das Leben erkenne und selbst bestimme, den gesunden Menschenverstand nutzend das Wohl allen Lebens mir zum zum Ziel setze und in jeder Entscheidung meine Motivation dahingehend prüfe, ob sie die eines illusionären Ichs geformt aus Dogmen, Werturteilen, Erinnerungen und selbstüchtiger suche nach energetisch aufladenden Momenten ist, oder ob sie am Leben selbst orientiert, dem Interesse des Lebens, allen Lebens dienlich ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen