Sonntag, 30. September 2012

Tag 52 - belebendes 'Vokabeltraining - Emotionale Reaktionen auf Worte (teil 2 blog 51)



Dies ist die Fortsetzung des Blogs

Day 51 - Ayn Rand and my reactions to the words 'selfishness' and 'self-interest' (part 1)

Aufgrund der Bedeutung für Sprache und Worte in meiner Muttersprache.


Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und es zugelassen habe, die Bedeutung von Worten und Begriffen mit 'positiven' und 'negativen' Ladungen zu versehen, aufgrund der Erfahrungen und Verknüpfungen die ich in meiner ganz persönlichen Geschichte gemacht habe, die Worte mit multidimensionalen Bedeutungen auszustatten und ihren Eindruck auf mich und ihre Wirkung auf andere durch die unzureichende analyse und die Ignoranz gegenüber den von mir gezogenen Verknüpfungen und Bewertungen mir niemals wirklich verdeutlicht habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, dass ich mich habe bestimmen lassen durch Reaktionen, Gefühle und emotionale Bewertungen die ausgelöst werden durch meine Bedeutungsinterpretation bestimmter Wörter und den von mir in Gedanken gezogenen Verknüpfungen zu meinen Erinnerungen, Erfahrungen, Bildern, dass ich es nicht erkannt habe, dass ich in meinen Gedanken zu nahezu jedem Wort das ich benutze und 'verstehe' ein Deutungssystem meiner ganz persönlichen Beziehung zu dem Begriff geschaffen habe, dass dieses Bedeutungssystem aus starren Erinnerungsmomenten und den von mir damit verknüpften Gefühlen und Emotionen besteht, und dass durch dieses System immer wieder diese emotionalen Reaktionen hervorgerufen werden, oder ein Gemisch von mehreren, wenn eines dieser Wörter seinen Schlüsselreiz setzt, wenn es beispielsweise in einem bestimmten Kontext steht, oder von einer bestimmten Person kommt, die den gespeicherten Erfahrungsmomenten ähnelt, und dass dadurch die Wahrnehmung verblendet wird durch die Vermischung mit Gedanken und Erinnerungsbildern, Gefühlen und Emotionen, so dass ein wirkliches Verständnis der Wahrhaftigen Sachlage kaum mehr möglich ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir nicht erlaubt und es nicht zugelassen habe bei einer Erfahrung einer Reaktion auf bestimmte Begriffe innezuhalten und mich zu fragen, welche Bedeutung ich den Worten persönlich zumesse und wieviel meiner ganz persönlichen Geschichte in mener Interpretation steckt, und damit die eigentliche Bedeutung verfärbt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es erlaubt und zugelassen habe, Worte in dem Sinne für mich zu benutzen, dass ich durch die Bedeutungsverknüpfung des Wortes mit einer bestimmten persönlichen Erfahrung und den mit dieser Erfahrung zusammenhängenden Gefühlen und Emotionen die eigentliche, reine Bedeutung des Begriffs verändert und meiner persönlichen Wahrnehmung meiner ganz eigenen Welt angepasst habe, wodurch ich nicht nur mir selbst mehr und mehr den Blick für die Wirklichkeit und die tatsächlich wesentlichen Erfordernisse des Lebens genommen habe, sondern auch das System der Separation der Menschen vom Leben und voneinander gestützt habe, ein System das den Menschen in seinem Geist, seinem Bewußtsein mehr und mehr isoliert, ihn selbstverloren und unverstanden/verständnislos vom Leben, seinem wahren Selbst abkehrt und dafür sorgt dass er in Verzweiflung und Verängstigung alle erdenklichen Systeme der manipulativen Beeinflussung und Ausnutzung anderer einsetzt um sich seiner Selbst in seiner vergeistigten Inselexistenz rückzuversichern, um manipulativ die korrumpierte Begrifflichkeit seiner wörter anderen zu vermitteln oder sich von ihnen in feindlicher Haltung abzuwenden.


Ich bestimme mich selbst dazu, meinen Wortschatz, meine Vokabeln Schritt für Schritt zu überprüfen, die Worte auf eine grundlegende, allgemeingültige Bedeutungsebene die dem gesunden Menschenverstand folgt zu heben und sie zu befreien von den 'Zugaben' und Verknüpfungen von persönlichen, emotionalen, polarisierenden und bewertenden Attributen meiner eigengeschichtlichen Interpretation, um zu erkennen und zu offenbaren, dass wir auch in unseren Worten zutiefst beeinflusst und fremdbestimmt, ohne Selbstkontrolle und Eigenverantwortlichkeit sind, dass wir uns selbst und andere mit Worten bewußt manipulieren und beeinflussen um unser ganz persönliches Interesse zu erreichen, welches in vielen Fällen die Beseitigung der eigenen Verunsicherung über das eigene Verständnis des eigenen Interesses ist, ironischer Weise verursacht unter anderem durch die verfärbte und personalisierte Nutzung der Sprache.

Ich bestimme mich selbst als das Leben dazu, in jeder Reaktion, jeder emotionalen Regung bei der Verwendung, dem Hören oder Lesen eines Wortes nicht zu einer Bewertung des Inhaltes überzugehen die auf meiner persönlichen Verfärbung der Begriffsbedeutung beruht, sondern diesen Moment der Reaktion zu nutzen um für mich selbst und für das Leben die Bereinigung des entsprechenden Wortes vorzunehmen, mir seine wahre Bedeutung zu vergegenwärtigen und zu verinnerlichen und mein eigens kreiertes, persönliches Interpretationsmuster zu dekonstruieren um tatsächlichdas Gesagte zu hören, als freier Mensch und um tatsächlich das sagen zu können, was ich selbstbestimmt allgemein kohärent sagen will.




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