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Sonntag, 21. Juli 2013

Tag0128 - Bullying (Teil 11) - Mantras der Ignoranz

John Steven Fernandez / Foter / CC BY


Fortsetzung zu
Tag0126 - Bullying (Teil 10) - Die Angst vor der Eigenverantworung sabotiert die Kinder

Auszug:

"Denn sie haben keinen Einfluss, keine Stimme, keine wirklichen Rechte auf gleicher Höhe mit allen anderen. Wer sollte sie ihnen auch geben? Es gibt ja keine wirkliche Autorität, keinen der wahrhaft am Wohl aller, am Wohl allen Lebens interessiert ist. Sie sind durch Institutionalisierte Rituale in die Positionen erhoben die ihnen Macht und Einfluss verleihen und sie verstehen ebenso nur die Interessen ihrer eigenen Persönlichkeiten, ihrer Egos, ihrer Geschichten aus Gedanken und Erinnerungen für die sie sich halten und als welche sie stetig sich selbst berauschen müssen um ihre wahnsinnigen Ängste zu verdecken. Sie klammern sich an die Dogmen und Rituale, die Gesetzmäßigkeiten der Systeme, der Institutionen und sind die Sklaven ihrer eigenen Systeme. Sie kennen nur den einen Weg, aus ihren Kindern dieselben Bio-Maschinen zu machen, ihnen die Individuellen Fähigkeiten und den eigenständigen Willen zu brechen. Niemand innerhalb der Bildungssysteme ist tatsächlich in der Lage ein authentisches Vorbild zu geben, ihnen zur Seite zu stehen und sie anzuleiten die Welt zu gestalten, weil ihnen allen die Fähigkeit fehlt die Eigenverantwortung anzuerkennen die ihnen als Mensch angeboren ist und vor der sie gelernt haben in Angst zu leben."
 

Die Selbstaufgabe und Selbstverleugnung hat Methode, und diese Methoden sind in alle unsere Lebensbereiche eng verwoben, sie sind so undurchsichtig geworden, dass es uns vorkommt als sei da wirklich nichts außer dieser vorgehaltenen, angelernten, konditionierten und geprägten Strukturen äußerer Gewalteinwirkung in Form von Manipulation. Wir sagen jeden Tag hunderte oder gar tausende Sprüche auf, wie Mantras bis wir tatsächlich an all das Glauben, jeden Tag stellen wir sicher, dass unsere selbst geschmiedeten Fesseln auch schön fest sitzen. Wir glauben diese Sprüche seien Wissen, vielleicht sogar Weisheit, ungefragt und blind spucken wir die über Jahrhunderte wiedergekäuten Worte aus, rechtfertigen uns durch sie und nichts authentisches kommt dabei zustande, nichts eigenständiges bewerkstelligen wir. Alles ist Wiederholung, das rezitieren der althergebrachten Gewohnheiten und Zwangsneurosen. Niemand weiß warum, niemand fragt warum niemand schert sich einen Dreck um die Konsequenzen. Das sind die Fakten unserer Welt, des Menschen, der Kulturen überall auf der Erde. Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Ausnahmen von dieser Regel. Und ich bin bestimmt kein Schwarzmaler, im Gegenteil, ich würde unheimlich froh sein über die Erkenntnis dass es irgendwo auf diesem Planeten, in irgendeinem abgelegenen Städtchen oder Dorf Menschen gibt, die sich selbst als das was sie sind wahrnehmen, die in Einheit mit allem Leben leben, ihren Verstand nutzen um dieses Zusammenleben zum Wohle aller zu organisieren und die sich von der Tyrannei des Bewusstseins befreit haben um es einem besseren Zweck zuzuführen. Ich weiß um diese Möglichkeit und ich weiß um diese Verantwortung des/der Menschen für die Ignoranz ihr gegenüber, daher kann ich keineswegs einfach den Kopf in den Sand stecken, mich verkriechen und alles und jeden Verurteilen, mich der Hoffnungslosigkeit und der anklagenden Trotzigkeit eines depressiven Menschen hingeben. Das ist nahezu unmöglich für mich, lediglich eine organische Erkrankung könnte mein Denken wieder derart aufplustern.

Doch was sind diese Mantras die aus Unwissenheit und Ignoranz zu den bestimmenden Prinzipien unserer Selbstwahrnehmung geworden sind? Es sind dogmatische Behauptungen die wie endgültige Schlüsse ausgesprochen werden, wie kluge Beiträge oder Weisheiten selbstbewusst in den Raum gestellt werden um es jedem leicht zu machen, den Denkprozess der Hinterfragend oder auf andere Art Werte vernichtend oder einfach unangenehm ist gerechtfertigt abbrechen zu können.

„So bin ich nun mal, das musst du akzeptieren“
„Jungs sind nun einmal so!“
„Du kannst nicht aus deiner Haut“
„Das Leben ist ein Kampf“
„Die Menschen werden sich nie ändern“
„Ich kann ohne dich nicht leben“
usw. usw.

Fortsetzung folgt...


Samstag, 29. Juni 2013

Tag0120 - Bullying (Teil 5) - Beschämende Rituale der Hilflosigkeit [Die Bedeutung der Worte]

julie gibbons / Foter.com / CC BY


Fortsetzung zu Tag0118 - Bullying - Der feige Weg der Schuldzuweisung (Teil 4)
 

Die pseudo-pädagogischen Maßnahmen, die Oberlehrerhaften, überheblichen Gebaren der Lehrer und Aufsichtspersonen wenn sie sich als Schlichter und Besserwisser aufspielen, zwei junge Menschen die verloren in emotionalen, idealistischen Verstrickungen die sie selbst nicht durchschauen können zu sich zu rufen, um ein banales Ritual der oberflächlichen Versöhnung abzuhalten, sich die Hände zu schütteln, wenn sie dann noch völlig ahnungslos gelernte Erziehungsmuster anwenden, völliges Unverständnis zeigen wenn dieser stumpfsinnige Versuch einer Schlichtung keine Wirkung zeigt, den Kindern ins Gewissen reden und sich als fassungslos und hilflos darstellen, all das ist ein so erniedrigendes Schauspiel, eine beschämend lächerliche Darstellung der willentlichen Selbstaufgabe, der feigen Degeneration des Menschen und seines Selbstwertes. Wie dunkel und deprimierend muss die Hoffnungslosigkeit, die Ausweglosigkeit die ein Kind in den Händen solcher Institutionen empfindet sein?

Die Verantwortung liegt aber bei uns allen, nicht allein bei den Institutionen, denn ihre Stellen werden von Menschen besetzt die ebenso ahnungslos und ohne Verständnis für die emotionalen Denkmechanismen, die Reaktionen und Wertbildungen der persönlichen Wahrnehmung und Empfindung sind. Wir als Menschen, als Einheit hier und jetzt, in diesem Moment den wir alle gemeinsam haben müssen die Entscheidung in Erkenntnis der Einheit als Leben und in Anerkennung der Verantwortlichkeit für alles Leben, das unsere, das der anderen und aller die kommen werden treffen für das Leben und seine Entwicklung eigenverantwortlich einzustehen und unsere Bestimmung in der Gestaltung und Formung der gemeinschaftlichen Systeme des Zusammenlebens suchen. Erst dann können wir uns überhaupt als bewusste, denkende Wesen bezeichnen. Bis dahin aber sind wir nichts weiter als Sklaven der Programme denen wir aus Angst die Macht überlassen haben uns zu bestimmen.

Wir müssen immer aufmerksam auf die Worte und deren Zusammenhang, die Bedeutung ihrer Intonation, unseren Gesichtsausdruck und die Körperhaltung achten. Es ist die Art wie wir die Worte leben die ihnen die wahrhaftige Bedeutung verleiht, zusammen mit der Methode mit der wir sie unseren Kindern vermitteln. Wir übertragen durch sie viel mehr als uns die meiste Zeit bewusst ist. Die Sprache ist zum Wertvermittler unserer Lebensweise geworden und wir sollten uns bewusster darüber sein, dass sie durch uns ihre Bedeutung bekommt und dass die Inhalte die wir in den Geist unserer Kinder übertragen von uns gewollt konstruiert sind und keineswegs eine naturgegebene, unveränderbare Konstante oder eine Gesetzmäßigkeit darstellen die sich unserer Einflussnahme entzöge. Im Gegenteil, wir selbst und niemand sonst legen die Gesetzmäßigkeiten und die Bedeutungen, die Werte und die Zusammenhänge, und damit auch in gewisser Weise die Logik unserer Welt fest. Doch der fatalistische Irrtum ist die unhinterfragte Annahme der dogmatischen Bestimmtheit dieses Systems. Darin liegt der Verrat am Leben, der Verlust der Selbstbestimmung zum Zweck der Vermeidung unserer Verantwortlichkeit. Nur eine Illusion zwar, denn die Konsequenzen treffen immer uns alle, doch wirksam in der verheerenden Auswirkung auf die Wirklichkeit, die sich in der krankhaften, zerstörerischen und zersetzenden Entwicklung all dessen zeigt, das vom Menschen berührt und vereinnahmt wird. Innerhalb dieser Strukturen, unter den gegebenen Voraussetzungen können wir keine Verbesserungen herbeiführen, nur Symptome verlagern. Wir müssen das Problem an der Wurzel angehen, an der Bedeutung des grundlegenden Selbstwertes, der Identifikation als Mensch, auf einer Grundlage die für jeden Menschen dieselbe, für jeden verfügbar und unumstritten übertragbar ist. Das ist die Grundlage des Lebens selbst, die unumstößliche Tatsache der Einheit, der Untrennbarkeit allen Lebens. Wenn diese Wahrheit verinnerlicht ist und das Bewusstsein vom Wahn der Trennung vom Fleisch befreit wird, ist die Einheit lebendig und der Einfluss des Menschen ein vom Leben selbst bestimmter, alles einender und ein schöpferisches Potential wird freigelegt, gegen das die verzweifelten und aus Angst geborenen Versuche stümperhafter Einseitigkeit unserer Zivilisationen, missbrauchte und Todbringende Werkzeuge aus kranken Geistern geboren, wie unglückliche Zufallstreffer aussehen werden.
Das ist weniger eine Prophezeiung als vielmehr eine Feststellung aus der empirischen Erfahrung meines eigenen Prozesses der Selbstanalyse, der Selbstbefreiung durch Selbstehrlichkeit und Selbstvergebung in die Selbstbestimmung.

Fortsetzung folgt!


Montag, 24. Juni 2013

Tag0117 - Das stille Leiden der Kinder [Bullying] - Selbst-Bild und Selbst-Bewusstsein (Teil 3)

Chesi - Fotos CC / Foter.com / CC BY-SA


Fortsetzung zu Tag0116 - Das stille Leiden der Kinder [Bullying] "Picture Me!" Selbstdarstellung als Identitätsgrundlage (Teil 2)

Auszug:

"wir müssen die heuchlerischen Argumente der Angst vor unserer Verantwortlichkeit die alle Probleme nur auf die Symptome beschränkt endlich aufgeben. Es ist mir unerträglich geworden und es wäre ein Verrat an mir selbst und an dem Leben wenn ich auch nur eine Minute der mir verbleibenden Zeit nicht für den Wandel dieser Systeme einsetzen, an mir in jedem Atemzug arbeiten würde um mich restlos von diesen zersetzenden Programmen und Konditionierungen der Angst im Bewusstsein zu befreien, um mich voll entfalten zu können, um mein Potential voll und ganz dafür einzusetzen, dass dieser Wahnsinn der unkontrollierten Manipulation des Geistes ein totales Ende findet."



Was ist notwendig um einen Menschen mit dem Bild seines eigenen Körpers zu beleidigen? Vor allen Dingen, dass derjenige den es zu beleidigen gilt ein gestörtes Verhältnis zu sich und seinem / als sein Körper hat. Dafür wird in unserer Welt, in unserer Kultur in ausreichendem Maße gesorgt, da in unserer Entwicklung schon in frühkindlichen Stadien die Selbstidentifikation als eine reine Vorstellung gefördert wird, welche dann später mit unterschiedlichen Idealen, Werten und anderen Attributen behangen wird. Nicht die Wirklichkeit, das Sein und die Existenz als dieser Körper wird zur Grundlage unserer Selbstidentifikation, sondern eine Geschichte, eine Philosophie und eine Wertvorstellung die vor allen Dingen durch gesellschaftliche Vorgaben bestimmt wird, nicht etwa durch Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein. Die Unsicherheit die dadurch entsteht hängt vor allem mit der Tatsache zusammen, dass zum einen die Wertverteilung von rein profitorientierten Interessen der Machthabenden Elite bestimmt wird und dass zum anderen all diejenigen von deren Werturteilen man sich in seinem Selbstwertgefühl abhängig macht ebenso verunsichert und ängstlich sind, sich ebenso an Vorstellungen klammern und zu allen erdenklichen Manipulationen und Hinterhältigen Aktionen bereit sind um IHRE ganz persönliche Selbstwahrnehmungsgeschichte zu stärken.

Die Angst zuzulassen und zu stärken indem man vor Folgen warnt ohne Lösungen zu präsentieren die die Ursachen angehen bedeutet sich mit an dieser krankhaften Entwicklung zu beteiligen und sich diesen Kräften zu ergeben, und damit auch unsere Kinder diesen Entwicklungen in verantwortungsloser Weise zu übergeben. Wenn man glaubt man könne sich vor diesen Entwicklungen schützen, sich davor bewahren und vielleicht noch die eigenen Kinder, dann verfällt man der Illusion man wäre abgetrennt und unbeteiligt, man könne seine eigene Verantwortung ablegen. Das ist ein kurzsichtiges und ignorantes Verhalten, naiv und im Grunde nicht der Anleitung und Verantwortung für unsere Kinder würdig. Der Geist des Wetteiferns um jeden Preis, die größte Anerkennung und die stärkste Position zu bekommen ist ein irreführendes Wertekonzept, eine Ideologie die realitätsfremd und gesellschaftlich zersetzend wirkt. Dieses Denken hemmt das wahre Potential des Menschen und einer Gesellschaft, vor allem weil diese Stärke eine reine Illusion ist und in Wahrheit absolute Abhängigkeit bedeutet. Doch ist es in unserer Welt zur einzigen Selbstidentifikation geworden sich durch die kulturelle Anerkennung anderer zu bestätigen, wenn diese auch im Gegenzug lediglich ihre eigenen Selbstwertinteressen verfolgen. So ist nicht nur die Art, die Grundlage dieses Selbstwertes an sich eine substanzlose Illusion, sondern auch der Glaube an die Anerkennung der Anderen, ihre Wertschätzung ist lediglich eine Einbildung.

Das Ergebnis solch einer Konditionierung ist die ständige Hetze gegen das Bild, das Image anderer, der ständige Versuch sich selbst ideologisch aufzuwerten und in den meisten Fällen geht das einher mit der Abwertung anderer. Die Angst vor dem eigenen Wertverlust, die irrationale Angst vor dem Verlust der eigenen Identität und dem Gefühl etwas wert zu sein leitet uns dazu an ständig die Fehler und die Minderwertigkeit anderer zu suchen und hervorzuheben, wobei all das nur auf der Plattform des Bewusstseins, der Vorstellung und der Illusion stattfindet. Für den Menschen aber der nichts anderes gelernt hat, der unter dem Gruppenzwang der ideologisch verblendeteten Kultur zusammengebrochen ist – und das ist es, was mit den Kindern unserer Welt passiert – ist diese künstliche Wirklichkeit die einzige Realität, er kann sich nicht vorstellen, dass es etwas anderes geben könnte, dass er etwas anderes ist als sein Image. Die Kinder vor allem sind diesem Druck vollkommen machtlos ausgeliefert und sie sind allein gelassen damit, unter ihresgleichen, die einen schon mehr als die anderen indoktriniert und manipuliert, bilden sie Gruppen in denen sie sich abgrenzen, sich zu etablieren versuchen in einem Gedankenspiel dessen Regeln sie weder verstehen noch wirklich anwenden können, geleitet durch ihre unausgereiften und unverstandenen emotionalen Reaktionen werden sie zu Monstern einer künstlichen Realität, ausgespielt in der Wirklichkeit, grausam, ohne Grenzen, ohne Verständnis quälen sie sich gegenseitig, imitieren sie die Verhaltensweisen die ihnen vorgelebt werden von den erwachsenen Generationen die zwar mächtiger, aber keineswegs vernünftiger sind als sie.

Der Missbrauch von 'privaten' Informationen, das 'Beleidigen' anderer ist nur in eben dieser verblendeten Selbstidentifikation als ein Objekt der Vorstellung, nicht aber in dem unerschütterlichen Selbstbewusstsein gleichwertiger, lebendiger, körperlicher Existenz möglich. Wenn ich mein Leben lang versuche ein Image aufrecht zu erhalten, dessen Umsetzung niemals wirklich real war oder sein wird, dann lebe ich ein Leben lang eine Lüge, einen Selbstbetrug der jederzeit leicht entlarvt oder entblößt werden kann. Doch was bleibt, wenn die Maske fortgerissen wird? Das, was ich wahrhaftig bin. Und wenn ich mich dafür in irgendeiner Weise schämen müsste, dann habe ich definitiv das Leben verschwendet, dann bin ich betrogen worden um mein angeborenes Grundrecht auf freie Selbstentfaltung als das Leben. Dann habe ich schon mit dieser Erkenntnis das eigentliche Problem aufgedeckt und nun ist es an mir, die Verantwortung für mich als das Leben zu übernehmen und mich wieder mit mir selbst anzufreunden, auszusöhnen und mich endlich selbst zu bestimmen, frei und selbstbewusst. Das ist es, was wir unseren Kindern vermitteln sollten, dann gibt es keinen Raum fü Mobbing oder Bullying, jeder Versuch der Bloßstellung würde nur den Aggressor bloßstellen – und ihm damit die Möglichkeit seiner Selbstentdeckung geben. Doch wir müssen es nicht zu einem traumatisierenden Erlebnis kommen lassen, zumal ein solches Erlebnis in der Kindheit großen Schaden anrichten kann, vor allem weil es kaum Erwachsene mit genügend Selbstverständnis und wahrem Verantwortungsbewusstsein gibt um diesen Kindern bei der Bewältigung zu helfen, wir können diese Masken, diese Scharade der Kultur und des gesellschaftlichen Angst-Zwangs schon jetzt beenden und zu einer gesunden Einheit, zu einer Individualität und Vielheit die auf dem Verständnis der grundlegenden Einheit des Lebens basiert finden. Das ist unsere aufgabe und unsere Verantwortung als Eltern, als Erwachsene und als diejenigen die hier Macht und Einfluss besitzen um tatsächlich Veränderungen herbeizuführen. Diese kranke Gesellschaft, die krankhaften Entwicklungen der globalen Zerstörungswirtschaft zu stoppen, denn ihre ausweglose, katastrophale Entwicklung ist uns längst bekannt. Dazu müssen wir die Masken fallen lassen, uns der Angst die uns eingepflanzt wurde stellen und sie überwinden, denn das befreit uns von ihr und allen Konsequenzen und daraus kann ein Bewusstsein für den unerschütterlichen Selbstwert entstehen der uns alle eint, der keine Grundlage mehr für Missbrauch und Manipulation bietet.


Relevanter Vlog zum Thema:
 

Tag0116 - Das stille Leiden der Kinder [Bullying] "Picture Me!" Selbstdarstellung als Identitätsgrundlage (Teil 2)

trix0r / Foter.com / CC BY


Fortsetzung zu Tag0115 - Das stille Leiden der Kinder - Bullying, Symptom elterlicher Feigheit (Teil 1)

Auszug:

"Wenn uns nicht einmal das Schicksal unserer eigenen Kinder mehr berührt und dazu führt, dass wir endlich anfangen unsere Welt in Frage zu stellen und unsere Werte zu verwerfen wenn sie ihnen Schaden zufügen, was für eine Hoffnung sollte es da noch in ihren Augen geben? "

Kann Vermeidungsverhalten jemals die Lösung eines Problems sein? Kann ich einem Kind ein Verhalten zeigen, das es nicht zum Opfer von Hänseleien und Mobbing macht? Kann ein solcher Weg der Problembewältigung sinnvoll sein? Macht diese Herangehensweise nicht das Kind zum Schuldigen? Ist damit nicht die Frage nach der Ursache übergangen worden?

Ein aktuelles Beispiel:
Die Angst davor Bilder der eigenen Kinder zu veröffentlichen, die Angst davor, dass diese missbraucht werden könnten und zum Beispiel die Begründung, dass im Jugendalter eben diese Bilder von „Klassenkameraden“ benutzt werden könnten um die Kinder zu „blamieren“ ist ein Musterbeispiel für die heuchlerische Duckmäuser-Mentalität des heutigen „Erwachsenen“ Menschen, der sich mit einem billigen Abklatsch wahrer Vernunft schon als gesellschaftlicher Weltverbesserer gibt. Das steht überdeutlich für die Degeneration unseres Potentials als Menschen, für den Verfall unserer Fähigkeiten und unserer Würde.
Die Fragen die man stellen, beantworten und klären muss sind folgende:
WARUM muss man befürchten, dass andere Menschen unsere Kinder bloßstellen wollen, sie diffamieren wollen?
WARUM ist es bedenklich sich und seine Familie auf Fotos zu zeigen?
WARUM entwickelt sich in unserer scheinbar zivilisierten Kultur so etwas wie Hänselei, Mobbing und Bullying?
WARUM müssen wir das einfach akzeptieren als gäbe es keinen Ausweg?
WARUM tun wir nichts gegen die Ursachen solch krankhafter Entwicklungen? Und vor allem: WARUM sollte mein Kind sich in irgendeiner Weise für ein Foto von sich schämen müssen, selbst wenn es seinen nackten Körper zeigt? 

Ich möchte nicht, dass mein Kind in einer solchen Kultur die derart entfremdet ist vom Leben selbst und in Ahnungslosigkeit von der Natur des Lebens aufwächst. Ich werde alles dafür tun, dass diese krankhafte, Geschwür artige Entwicklung menschlicher Isolation und Abwertung, diese Sucht nach Diffamierung anderer, dieser Wahn sein Selbstbild an der Abwertung anderer gesunden zu können Endet. Es sind die Erwachsenen die sich in eben diesem Verhalten des Missbrauchs und der psychischen Quälerei widerspiegeln, NICHT die Natur der Kinder. Ich lasse diese selbstgerechte Lüge nirgendwo mehr stehen, wo immer ich ihr begegne. Dieser unsere Kinder zerfleischende Missbrauch durch die sogenannten „Erwachsenen“, diese Schuldzuweisung und Abwälzung der Verantwortung auf die Kinder, diese Ignoranz und Feigheit unter der meine Kinder und alle Kinder zu leiden haben muss Enden. Und das ist unser aller Verantwortung, wir müssen die heuchlerischen Argumente der Angst vor unserer Verantwortlichkeit die alle Probleme nur auf die Symptome beschränkt endlich aufgeben. Es ist mir unerträglich geworden und es wäre ein Verrat an mir selbst und an dem Leben wenn ich auch nur eine Minute der mir verbleibenden Zeit nicht für den Wandel dieser Systeme einsetzen, an mir in jedem Atemzug arbeiten würde um mich restlos von diesen zersetzenden Programmen und Konditionierungen der Angst im Bewusstsein zu befreien, um mich voll entfalten zu können, um mein Potential voll und ganz dafür einzusetzen, dass dieser Wahnsinn der unkontrollierten Manipulation des Geistes ein totales Ende findet.

Fortsetzung folgt!

Interessanter Vlog zum Thema:



Freitag, 21. Juni 2013

Tag0115 - Das stille Leiden der Kinder - Bullying, Symptom elterlicher Feigheit (Teil 1)

Diego Grez / Foter.com / CC BY


Die Dokumentation „TheBully Project“ war eine Offenbarung für mich, eine Dokumentation die ich mir 'antun' musste, durch die ich mich hindurch kämpfen musste, weil sie in mir so viele emotionale Reaktionen ausgelöst hat. Erinnerungen, Frustration, Verzweiflung, - Wut und Zorn schon gar nicht mehr, denn ich bin mir über die eigentliche Ursache und Herkunft dieser Entwicklungen durchaus im Klaren. Ich bin nicht sicher ob es damit zu tun hat, dass ich seit zwei Jahren selbst Vater bin, aber das spielt auch keine große Rolle. Das Thema Mobbing/Bullying unter Kindern ist ein bewegendes, unheimlich wichtiges und es muss vor allen Dingen Priorität in der Diskussion um Bildungspolitik und Erziehung haben.
Doch nicht nur das, wenn man den Ursachen dieser Entwicklungen auf den Grund gehen möchte muss man noch viel weiter gehen. Ernsthafte Nachforschung in allen Bereichen gesellschaftlicher Problematiken zeigt immer wieder deutlich auf, dass jedes Problem ganzheitliche Ursachen hat, dass man keines auf einen kleinen, engen Bereich begrenzen kann. Daher geht diese Blog-Reihe auf unterschiedliche Ursachenspezifikationen innerhalb einer Kultur und Gesellschaft ein, in der Bullying vielleicht noch kein so großes Thema ist wie in den USA beispielsweise, aber in der die Anfänge wenn nicht im Verborgenen sogar schon gleiche Zustände anzutreffen sind: in der unseren.

Ich habe seit mein Sohn den Kindergarten besucht einige Erfahrungen mit dem Verhalten anderer Kinder machen können und ich darf sagen, dass der große Teil erfreulich offenherzig und liebevoll zu sein scheint. Doch natürlich gibt es auch die erstaunliche Erfahrung, dass selbst drei oder vierjährige Kinder bereits auf oberflächliche Wertungen anderer geprägt sind, wie beispielsweise die der äußeren Erscheinung, ob körperlicher Art oder die Kleidung betreffend. Es sind die abschätzenden Vorgehensweisen der Kategorisierung nach eindeutig gesellschaftlich und medial erzeugten Klischees anzutreffen. Was trägt der Junge? Ist er dick? Hat er auffallende Verhaltensweisen? Ist er „anders“? Die Wahrnehmung der Unterschiede selbst ist hierbei wenig bemerkenswert, was jedoch auffällt ist die Unsicherheit bei der Wertung, oder die Wertung überhaupt, welche bei vielen Kindern überhaupt nicht anzutreffen ist. Die meisten reagieren kaum auf auffallende Unterschiede wie beispielsweise die Hautfarbe, die Körperfülle oder gar die Art der Kleidung. Sie werden wahrgenommen, aber als selbstverständlich, weder positiv noch negativ gewertet. Andere Kinder wiederum denken bereits in Kategorien, belächeln unsicher eine Andersartigkeit die in ihrer angelernten Wertkategorie vielleicht minderwertig oder als lächerlich anzusehen ist. Diese Beurteilung ist es, um die es geht, der Knackpunkt und die Grundlage der Separation im Geiste, der künstlichen Ungleichheit durch Idealismus der hier schon in der grundlegenden Entwicklung des Kindes mit gelegt wird. Das kann auf ganz subtile Weise passieren, denn Kinder sind erstaunlich sensibel wenn es darum geht Reaktionen, Wertungen, Ablehnung oder Zuneigung im Verhalten anderer wahrzunehmen, selbst wenn diese nicht durch Worte explizit ausgedrückt werden. Da liegt die Verantwortlichkeit der Eltern eben diese subtilen Wertungen bei sich selbst zu erkennen und sie nicht an ihre Kinder weiterzugeben, sondern sie bei sich selbst zu überdenken, zu analysieren und sich von ihnen zu befreien, sofern sie natürlich überhaupt ein Interesse daran haben. Es ist das Urvertrauen der Kinder in die Richtigkeit „Erwachsener“ Verhaltensweisen und Entscheidungen, das hier bedacht werden muss und das leider immer wieder schändlich missbraucht wird um sie anzupassen, um sie in ein Systems des Missbrauchs, der Ausbeutung und der Selbstsucht hineinwachsen zu lassen, ohne Rücksicht auf Verluste. Es scheint die Hoffnung vieler zu sein, dass ihr Kind zu den Bullies gehören wird, anstatt zu den Opfern. In extremer Weise zeigen die kommerziellen Medien diesen Missbrauch, der von allen Eltern gleichermaßen gebilligt wird, weil er eben von angesehenen Institutionen unserer Gesellschaft begangen wird und somit dem System dient, also irgendetwas gutes an sich haben muss, und wenn es die Illusion der freien Entscheidung und Entfaltung ist, die letztlich immer als Begründung für das Nichts-Tun herhalten muss. Hier werden die sich entwickelnden, leicht manipulierbaren Kinder gezielt geprägt auf Werte die der Konsumideologie und der vergeistigten Selbstaufgabe dienlich sind, die Illusion eines Einzelkämpfers und Anführers oder eines geheimnisvollen Helden, die Disney Mentalität einer hübschen, geliebten aber vollkommen abhängigen Prinzessin oder aber eines begehrten aber missbrauchten Sex-Idols, die zwanghafte Notwendigkeit den eigenen Selbstwert durch Anpassung an Konsum und Selbstdarstellung zu erlangen und die absolute Unterwerfung unter das Urteil „der anderen“. Bewusste und gezielte Limitierung des Potentials, gezielte Beschränkung der Selbstentwicklung eines Kindes im Namen des Profits. Die neuesten Technologien werden genutzt, millionenschwere Investitionen werden unternommen um diesen Marktsektor „Kind“ auszubeuten um daraus Profit zu schlagen. Und kein Elternteil scheint sich daran zu stören. Warum auch? So ist unsere Welt, das ist unser System, wir können nichts dagegen tun. Die Selbstaufgabe als selbstgerechte Rechtfertigung – eine Illusion. Es ist ein Selbstbetrug und ein Vergehen an den Kindern, an ihrem Vertrauen und ihrer Unschuld. Wenn sie irgendwann werden wie wir, wollen wir darin die Unausweichlichkeit einer solchen Entwicklung bestätigt sehen, anstatt aufzustehen und jetzt unsere Verantwortung zu übernehmen, um die offensichtliche Verantwortlichkeit die auf unseren Schultern lastet auch mit Würde zu übernehmen und dieses System im Namen unserer Kinder, im Namen des Lebens und der Zukunft des Lebens neu zu gestalten.
Die Eltern sind die Zielgruppe der Aufklärung über die Ursachen von Mobbing und Bullying. Nicht die Kinder, denn sie sind tatsächlich Opfer. Die Eltern sind aber Mittäter, denn sie repräsentieren und gestalten ein System dass schon bei Kindern solchen Missbrauch kultiviert. Die Ursachen müssen besprochen werden, nicht nur die Folgen, denn die werden sowieso erlebt, gelebt und sind bittere reale Erfahrung für viele tausend Kinder. Es geht weniger um die Schuldfrage oder Schuldzuweisung, denn auch die Institutionen selbst prägen unsere Kinder auf dieses Verhalten ein, sie tragen eben die Strukturen die wir ihnen geben. Es geht einfach um die offene und ehrliche Aussprache der wirklichen Ursachen, auch da wo sie die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft und Kultur (wenn man das so nennen darf) in Frage stellen oder gar ad absurdum führen. Den Mut aufzubringen Glaubenssätze und Ideale aufzugeben zum Wohl der Wahrheit, zum Wohl unserer Kinder und ihrer Zukunft, das sollte eine der leichtesten Übungen für einen mündigen, Vernunftbegabten Erwachsenen sein.

Die Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit eines Kindes das in dieser Weise den Institutionen überstellt, alleingelassen der scheinheiligen Anstrengung der Lehr- und Aufsichtskräfte überlassen wird die alle nicht einmal eine Ahnung haben was sie tun und wie sie diese Taten verhindern sollen ist unvorstellbar. Sie sind nicht nur auf sich allen gestellt, sie bekommen auch noch nicht einmal ein notwendiges Rüstzeug um sich selbst zu helfen. Im Gegenteil, man bringt ihnen eben genau diese Werte und Verhaltensregeln bei die zu solch katastrophalen Auswüchsen wie der gegenseitigen Zerstörung durch psychische und körperliche Gewalt führen. Man erzieht sie im Sinne einer Highlander-Mentalität in der es nur einen, oder zumindest nur wenige Überlebende geben kann und in der einer den anderen übertrumpfen und ausstechen muss um als erfolgreich und wertvoll anerkannt zu werden. Und sie lernen schnell, sowohl die scheinbaren Sieger, als auch die Opfer, deren Lektion darin besteht, dass sie keine Chance haben, dass sie kein Recht haben zu existieren, dass sie nur geduldet sind und eine Last darstellen. Sie lernen so schnell und gründlich, dass sie sich letztendlich sogar selbst terminieren, dass sie obwohl sie nicht einmal ansatzweise das Leben kennengelernt haben ihrem eigenen ein Ende setzen. Und selbst darin sind sie noch mutiger und zeigen hundertmal mehr Ernsthaftigkeit, Selbstehrlichkeit und Mut als alle Erwachsenen und sogenannten Führungspersönlichkeiten zusammen. Nicht, dass ich den Schritt in den Tod als Mutig bezeichnen möchte, doch wenn ein Kind diesen Ausweg wählt, dann hat das eine Konsequenz und eine Bestimmtheit in sich, die in der durch die Erwachsenen bestimmten Welt so sehr vermisst wird.

Wenn uns nicht einmal das Schicksal unserer eigenen Kinder mehr berührt und dazu führt, dass wir endlich anfangen unsere Welt in Frage zu stellen und unsere Werte zu verwerfen wenn sie ihnen Schaden zufügen, was für eine Hoffnung sollte es da noch in ihren Augen geben?

Fortsetzung folgt...

Der Link zur angesprochenen Dokumentation:  "The Bully Project"