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Samstag, 4. Juli 2015

Tag 205 - Zersetzende Prozesse der Gruppen- und Cliquenildung #1

KittyKat3756 / Foter / CC BY



Gruppenbildung ist das verheerendste Element jeder sozialen Gemeinschaft.

In der Gruppenbildung, die den Individuen das Gefühl vermittelt „angekommen“ zu sein, eine Interessengemeinschaft die autark vom Rest der Welt existieren und sich entwickeln könnte, wird das freiheitliche Potential eines jeden Menschen blockiert und wendet sich letztlich gegen ihn selbst, so wie die Gruppen- oder Cliquenbildung sich gegen die Gemeinschaft im Ganzen wendet.

Jede Form der auf Dauer angelegten Gruppierung, bis hin zur Familiären, dort wo sie nicht der reinen, praktischen und gegenseitigen Förderung bei gleichzeitiger Freiheit und Unabhängigkeit dient, ist im Grunde rückständig und der Fähigkeiten es menschlichen Verstandes überhaupt nicht mehr angemessen.

Alle Gruppenbildung idealistischer Art, kultureller und auch politischer Art dient letztlich nur der Sedierung des Verstandes, dem Vermitteln von Gefühlen und Empfindungen, der Beruhigung des Gewissens und der Abwälzung von Eigenverantwortung, und all das findet einzig in der Vorstellungswelt der Individuen, niemals aber wirklich und wahrhaftig real statt.

Die Clique in der Gruppe

Der krankhafte Gedanke der Abspaltung vom Ganzen, der rettenden Flucht in eine abgeschottete Blase der Illusionen wird immer auch in die jeweilige Gruppe mit hineingetragen und zeigt auch dort weiter seinen zersetzenden Charakter. Innerhalb von Gruppierungen  nämlich findet man wiederum Gruppierungen einzelner Individuen, die sich innerhalb dieser Scheingemeinschaft wieder separieren, abheben und absondern wollen. Oftmals sind die ersten innerhalb der Gruppe sich abspaltenden elitäre Führungsgruppen, meistens eine einzige, die sich aufgrund unterschiedlichster Rechtfertigungen als Schöpfer, als Gründer, als die Ältesten, die Weisesten, die stärksten, was auch immer betrachtet. Und selbst wenn sie sich noch so sehr als Gleiche unter Gleichen innerhalb dieser Gruppe darzustellen versuchen, so tritt die Tatsache dieser Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung immer wieder zutage, wenn innerhalb der Gruppe an vorgeschlagenen Ideen oder Vorträgen der elitären Kritik geübt werden sollte, bzw. von einem nicht zu dieser Abspaltung zählenden andere Vorschläge eingebracht werden. Leider geschieht solches Ohnehin äußerst selten innerhalb einer Gruppierung, weil natürlich jeder Teilnehmer dieser Gedankengemeinschaft darauf bedacht ist, die positiven Gefühle die er mit der Sicherheit der Gemeinschaft verbindet nicht zu gefährden. Und das ist eben einer der Faktoren die meine Behauptung der zerstörerischen Kraft von Gruppierungen stützen. Wenn aber Kritik geäußert oder eben scheinbar abgestimmt wird, beobachtet man eben dieses Phänomen der unausgesprochenen Überlegenheitsannahme dieser Führungselite dadurch, dass offensichtlich jeder ihrer Vorschläge und Ideen etwa doppelt so wertvoll geschätzt wird, wie eine gleichwertige eines anderen Gruppenmitglieds. Das kann und sollte jeder für sich selbst herausfinden. Dazu braucht es etwas Beobachtungsgeschick und natürlich Geduld, aber vor allem natürlich die eigene Teilnahme an einer Gruppierung irgendeiner Art. Diese Form der Cliquenbildung innerhalb der Gruppe ist ein zersetzender Prozess der geschwürartig den eigentlichen Zweck der Gruppierung zerstört und sozusagen den Zellkern der Gruppe umprogrammiert. Oftmals geschieht dies nahezu unbemerkt sowohl von den elitären Cliquen als auch von den anderen Teilen, den Individuen der Gruppe.

Von all dem einmal abgesehen bin ich natürlich nicht der Meinung, dass eine Gruppierung von Menschen überhaupt ohne eine Führungselite möglich ist. Es muss eine Autorität und einen Zwang geben, weil nämlich die Menschen obwohl sie die trügerische Sicherheit der Gruppe suchen immer unzufrieden sind wenn sie sich in einer Gemeinschaft verlieren. Doch ist der Grund dafür nicht die Gemeinschaft per se, wäre es die Gemeinschaft des Lebens, des Gesamten in die man sich einfügt, und nicht eine künstliche von Illusionen geprägte. Das Individuum kann sich nur im Gesamten verwirklichen, nicht in einer kleinen, abstrakten Kopie des Lebens das auf mikroskopische Bruchteile reduziert ist. Schon gar nicht, da diese Abspaltung der Gruppe rein illusionär ist. Es ist eine Glaubensfrage. Und wie auch in den Religionen muss es in jeder Gruppierung idealistischer Art eine Führung geben. Und natürlich muss es in dieser Welt der Spaltung, der selbstgeschaffenen Konflikte und Reibungen Gruppen geben. Und wollen wir diese Welt, das Leben selbst wieder vereinen müssen wir damit als eine Gruppe, als eine Gemeinschaft innerhalb der Gemeinschaft beginnen. Ohne eine verlässliche, vertrauenswürdige Führung ist das kaum zu schaffen. Doch was für eine Führung braucht man, damit dieser Gedanke der die Gruppe trägt nicht von eben den menschlichen Programmen korrumpiert wird, die es aufzulösen Gilt? Es muss eine Führung sein die selbst von diesen Prinzipien frei ist, oder aber die sich wahrhaftig als gleich mit allen sieht, selbst mit denen die am Anfang ihrer Entwicklung und der Selbstschau in Hingabe an die Einheit und Gesamtheit des Lebens stehen. Der Unterstützende und leitende Charakter muss immer auch bei seiner Arbeit der Führung in selbstschau an der Aufgabe wachsen können, d.h. selbstkritisch und in keinem Fall totalitär oder elitär sein. Solche Menschen zu finden aber ist nahezu unmöglich, und sollten diese sich einmal doch finden, werden sie irgendwann nicht mehr sein, bevor die Aufgabe erfüllt und auch die Gruppierung obsolet geworden ist. Und das ist ein weiterer Punkt der den Unterschied einer tatsächlich in Einheit mit allem existierenden Gruppierung ausmacht, die Gewissheit dass sie eben nicht auf Dauer ausgelegt ist, sondern ein Ziel verfolgt, dessen Erreichen die Gruppe selbst überflüssig macht. So wie Menschen die sich zusammentun um eine Aufgabe zu erfüllen die einer allein nicht bewältigen kann, deren Erfüllung aber letztendlich allen zugutekommt, nach Erledigung dieser Aufgabe die Gemeinschaft wieder auflösen.


Fortsetzung folgt:

Demokratische Prozesse und Verantwortung

Führung des Selbst und der Beweis der bestätigungsfreien Sicherheit

Donnerstag, 9. Januar 2014

Tag 164 - Psychologie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen Teil 6

M31. / Foter.com / CC BY


Fortsetzung zu

Tag 163 - Psychlogie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen Teil 5

 

Auszug:

Da der Selbstwert des Individuums sich nicht mehr über den Konsum symbolischer Güter definiert oder aufgrund zwangsweise auferlegter Statuswerte zu erkämpfen ist, sondern in der unumstößlichen Gewissheit der Gleichheit und Einheit, sprich der Gleichwertigkeit aller fußt, ist die Lebensmotivation, der Antrieb der Handlung nun nicht mehr auf gelenkte, isolierte Ziele ausgerichtet, sondern auf das Wohl der Gemeinschaft und das Beste für deren Entwicklung, nicht nur begrenzt auf die eigene Lebensspanne, sondern auf das Leben selbst bezogen, Generationsübergreifend und nicht an die eigene Erfolgsgeschichte gebunden.


Fortsetzung:
Wir wollen das Beste, wir wollen den Fortschritt, die Bequemlichkeit und den Luxus. Dagegen ist nichts einzuwenden. Das Problem dabei ist, wir wollen all das jetzt, für uns selbst und so schnell wie möglich. Wir streben nach dem persönlichen Erlebnis, nicht nach dem dauerhaften, stabilen Erfolg. Wir sind allein auf unsere eigene, persönliche Erfahrung fixiert und Sklaven des Belohnungssystems unserer primitiven Gehirne.
Angst ist der größte zerstörerische Faktor und unser Antrieb dabei. Wir sind nicht dumm, aber wir handeln kopflos, irre, idiotisch, wahnsinnig. Was sonst außer der Angst sollte uns dazu bringen so zu handeln? Die Angst um die Geschichte in unseren Köpfen die wir über das Leben selbst gestellt haben, unsere Persönlichkeit. Wir haben zwar die Fähigkeit zu Verstandes-gemäßem Denken, zur Vernunft, zu Weitsicht und verantwortlichem Handeln, aber wir leugnen sie, nutzen sie absichtlich nicht, aus Angst vor der Verantwortung die diese Fähigkeiten mit sich bringen.Unsere kulturelle Prägung, die Systematik die wir etabliert haben als soziales und wirtschaftliches Gefüge nutzt unseren primitivsten Entwicklungsstand, unsere simplen Systematiken persönlicher Belohnungs- und Glücksempfindungen um uns im Innersten auf dem Stand der Entwicklung eines Säuglings zu belassen. Dadurch werden wir zu Masken, zu oberflächlichen, schein-mündigen 'Erwachsenen', mit Macht und Privilegien der Mitgestaltung ausgestattet und werden dabei doch noch immer geleitet und fremdbestimmt ohne uns dessen bewusst zu sein, handeln und agieren einzig im Sinne und nach den Prinzipien der alles beherrschenden Systematik des Glaubens, der Dogmen die, getriggert durch unsere Ängste des Existenz- und Identitätsverlustes von uns allen aufrecht erhalten werden.

Dabei ist jeder Fortschritt den die Menschheit geleistet hat immer das Ergebnis einer Zusammenarbeit gewesen. Es gibt keine einzigartige Idee, keine Leistung die absolut unabhängig und isoliert vonstatten geht. Das Problem ist die Systematik, die es entgegen jeder Vernunft und jeden Verstand einzelnen Personen und Gruppen ermöglicht, die Rechte an Ideen und Leistungen ihnen allein zuzuschreiben. Wenn diese Personengruppen eine Möglichkeit sehen, aus einer Idee oder einer Leistung Profit zu schlagen, erwerben sie die Rechte an dieser Idee, die ein Ergebnis, ein Substrat der gedanklichen Anstrengungen und der Experimente von hunderten und tausenden Menschen sein kann und benutzen wiederum andere Menschen als Ressource, um die Produkte herzustellen, um die Umsetzung zu vermarkten; und das können sie tun, weil die Systematik die wir alle zulassen und aufrecht erhalten dies legitimiert, weil Menschen in existenzielle Abhängigkeit von anderen Menschen, Unternehmen und Konzernen gebracht werden, welche die Rechte an Ressourcen und Ideen, menschlichen Errungenschaften für sich allein beanspruchen können und dürfen.Wir halten in unserer Angst vor Eigenverantwortung und wahrer Selbstbestimmung den Glauben aufrecht, dieser Anspruch der so bemächtigten Personen sei gerechtfertigt aufgrund ihrer persönlichen eigenen Leistungen. Doch nichts könnte ferner von der Wirklichkeit der Tatsachen entfernt sein.

Der Gedanke die Entwicklung, Produktion und allgemeine Organisation bestimmten Institutionen zu überlassen die fachlich spezialisiert sind ist an sich kein schlechter, doch die Art der Umsetzung die einer Ideologie des Wettkampfes um die Macht und die Kontrolle über Möglichkeiten und Ressourcen folgt, zum einzigen Zweck der gierigen, persönlichen Bereicherung entspricht in keiner Weise den tatsächlichen Möglichkeiten und den Fähigkeiten des Menschen. Aus seiner Angst heraus lässt er solch missbräuchliche, widersinnige Strukturen und Regelungen zu, in der vagen Hoffnung für sich selbst genug 'Rechte' und Möglichkeiten sichern und erwerben zu können um seine persönliche kleine Welt ausreichend bereichert zu haben. Nach mir die Sintflut schein dabei oberstes Mentalitäts-prinzip zu sein, während in Anbetracht der Zukunft der eigenen Nachkommen ein Glaubenskonzept genährt wird, das dem Motto 'es wird sich schon irgendwie alles richten' zu folgen scheint. Alles in allem nicht gerade ein Bild das vor Würde und Erhabenheit strahlt, sondern eher niedere Triebhaftigkeit und rücksichtslose Wildheit widerspiegelt, wobei ich ganz bewußt auf Bezeichnungen wie 'animalisch' verzichte, da das Verhalten des Menschen unvergleichlich kurzsichtig, selbstzerstörerisch und naiv erscheint und sich nirgendwo im Tierreich ein Äquivalent hierzu finden lässt.

Fortsetzung folgt...


Freitag, 3. Januar 2014

Tag 162 -Psychologie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen Teil 4

"lapolab" / Foter.com / CC BY-NC


Fortsetzung zu

Tag 161 - Psychologie aus der Sicht eines Nicht-Psychologen Teil 3

 

Auszug:

In alles und jedes wollen und müssen wir Vorstellungen überwertiger Natur projizieren. In die Waren und Artikel unserer industrialisierten Konsumkultur, in unsere Beziehungen zueinander, die Liebe, die Familie, alles wollen wir verherrlicht sehen, strahlend in unserem Bewusstsein, banal in der reinen Wahrnehmung, weil wir das Wirkliche, das wahrhaftig Schöne nicht mehr ertragen können, stellt es sich uns doch direkt als Gleiches dar, als Teil von uns Selbst. Selbst in die Natur, unsere alleinige Lebensgrundlage fantasieren wir übernatürliches hinein. Alles nur um uns nicht der Wahrhaftigkeit unserer eigenen Verantwortlichkeit und der gewollten Unfähigkeit zur Mündigkeit stellen zu müssen.


Fortsetzung:


Das Göttliche und übernatürliche zu suchen bedeutet im Grunde sich freisprechen zu wollen von der Verantwortung die ein selbst-bewusstes Leben in Einheit und Gleichheit mit allem Leben mit sich bringt - und nichts weiter.

Was ist gemeint mit der Gleichheit allen Lebens?

Allzu oft wird der Begriff der Gleichheit des Lebens mit Eintönigkeit, mit Gleichmacherei und Einschränkung der persönlichen Freiheit gleichgesetzt. Diese Auffassung geht von einer Annahme aus, dass der Mensch so wie er ist frei in seiner Entwicklung und seinen Entscheidungen wäre. Dass diese Grundannahme aber bereits ein Irrtum ist, ist nicht schwer aufzudecken. Gerade in einer Gesellschaftsordnung wie der unseren, die stark von einem freiheitlichen Gedanken der Entfaltung persönlicher Interessen und persönlichen Konsums geprägt ist, wird dieser Standpunkt der Mensch sei von sich aus frei in seinen Entscheidungsmotiven in vielerlei Hinsicht missbräuchlich manipulativ benutzt, er wird nicht explizit hinterfragt oder analysiert, sondern der Mensch wächst in einem Gefüge auf, das ihn bereits von klein auf konditioniert und das seine Bedürfnisse lenkt, verknüpft und gezielt beeinflusst. Kleinkinder haben beispielsweise bereits ziemlich genaue Vorstellungen davon, welches Spielzeug sie sich wünschen und man kann kaum davon ausgehen, dass dieser explizite Wunsch nach einer bestimmten Puppe beispielsweise bereits von Geburt an als Ausdruck persönlicher Freiheit angelegt wäre. Vielmehr sind in dem Bewusstsein eines drei oder vierjährigen Kindes bereits Verknüpfungen von Wertvorstellungen, Ideen emotionaler Beziehungen und Identifikationssymbole durch die Umwelt, die Erfahrungen mit anderen Kindern, die mediale Manipulation durch Werbung, angelegt worden die für das Kind den Besitz eines bestimmten Spielzeugs mit inneren, persönlichen Bedürfnissen nach Anerkennung, nach emotionaler Befriedigung, nach Unterhaltung und Selbstwertempfinden verketten. Ebenso werden symbolträchtige Eigenschaften von Waren und Gütern die dem Konsumenten einer kapitalistischen Gesellschaft zur Verfügung stehen künstlich generiert und etabliert, so dass auch Erwachsene ihr Konsumverhalten anhand innerer Bedürfnisse und Wünsche, die sie letztlich für ihre freie Entscheidungsfähigkeit halten, ausrichten und sich ein Auto beispielsweise nicht nach oder nicht ausschließlich nach praktischem Nutzen, sondern vor allem auch nach seinem kulturellen Wert und seiner repräsentativen Eigenschaft aussuchen. Diese Entscheidungskriterien werden dann als Interessen gewertet, die wiederum den Eigenschaften einer menschlichen Persönlichkeit angerechnet werden. Der freie, eigenständig handelnde und entscheidende Mensch ist daher gerade in den als freiheitlich demokratisch geltenden, westlich kapitalistischen Gesellschaften eher eine Illusion, denn ein großer Teil der Interessenvielfalt ist durch die jeweilige kulturelle Programmierung vorbestimmt.
Und genau da greift eben auch der Versuch, die grundsätzliche Gleichheit des Lebens als die Gleichheit der Interessen, bzw. der zur Verfügung stehenden Wahlmöglichkeiten persönlicher Interessenentfaltung zu verstehen und dadurch ein missbräuchliches, ausbeuterisches Verhalten und die Ungleichheit der Lebensumstände in unserer Welt zu rechtfertigen. Dem zugrunde liegt eine vage Vermutung, dass die soziale Notlage der Menschen, die nicht dieselbe Wahlmöglichkeit haben, die nicht an der Konsumideologie teilhaben können mit ihrer Unfähigkeit sich selbst frei zu entfalten und sich eigenständig einzusetzen zusammenhängen würde und nicht etwa mit den politischen und sozialen Zwängen und der gewaltsamen, systematischen Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen.
Tatsächlich liegt der Illusionäre Aspekt unserer Konsumideologie aber genau dort, wo wir glauben frei und eben nicht gleich zu sein, in der scheinbaren Vielfalt unserer Interessen die durch künstlich erzeugte, symbolträchtige Kult-Werte um Konsumprodukte geschaffen wird, die wir uns dann aneignen, die wir verzehren und mit denen wir uns schmücken um so unsere Individualität zu bestätigen. Wir verkennen dabei völlig, dass wir gerade in diesem Verhalten eben gleich-gemacht und fremdbestimmt sind, dass die Vielfalt dabei im Grunde nur eine Vorstellung ist, da die Bedürfnisse die wir zu befriedigen suchen tatsächlich immer wieder dieselben sind und durch den reinen Konsum ideologisch aufgeladener Güter nicht erfüllt werden können. Doch anstatt uns von diesem Verhalten das sich als nutzlos und unpraktisch erweist zu lösen, suchen wir nach jedem erfolglosen Versuch wieder ein neues „Etwas“, eine neue Ware oder ein „Mehr“ bestimmter Güter in der Hoffnung auf einen Erfolg. Die Prägung auf ein solches Verhalten von klein auf, die Verknüpfung menschlicher Emotionen und der Persönlichkeitsentwicklung mit solch einem programmatisch-systematischen Konstrukt führt zu einer Abhängigkeit durch Angst, nämlich der Angst des Existenzverlusts, da die eigene Selbstwahrnehmung und das persönliche Selbstwertgefühl einzig an diese künstlichen, mentalen Formen gebunden sind. Was bleibt wenn ich diese Vorstellungen aufgebe ist nicht greifbar, nicht wahrnehmbar, weil ich davon nichts weiß, weil mich niemand angeleitet hat meinen Selbstwert und meine Selbstwahrnehmung in Einheit und Gleichheit mit allem Leben, mit der Existenz selbst, also dem, was tatsächlich primär IST zu entdecken und zu verstehen. 

Aus der Akzeptanz dieser Einzigartigkeit in eigenständiger Selbstbestimmtheit auf der Grundlage des Selbstwertes in Einheit und Gleichheit mit allem Leben entsteht erst die eigentliche Vielfalt. Individuell zu sein bedeutet dabei auch immer eine Bereicherung für die Gemeinschaft zu sein und kann unter keinen Umständen auf der Ausbeutung einer Notlage eines anderen aufbauen. Solche Formen der Selbstüberschätzung sind im Grunde eine inakzeptable, destruktiv-parasitäre Verhaltensform die von einer gesunden Gemeinschaft geächtet werden muss. Dass sie in unserer Welt zu scheinbarer Anerkennung und Bewunderung führt ist ein erschreckend deutliches Zeichen für die Erkrankung des Menschen an der Programmatik seines eigenen Bewusstseins.

Fortsetzung folgt...



Mittwoch, 10. Juli 2013

Tag0125 - Bullying (Teil 9) - Die Courage selbstbestimmt zu Leben

Jin Jinto / Nature Photos / CC BY-NC-ND


Fortsetzung zu

Tag0124 - Bullying (Teil 8) - Der Mangel an Verantwortung für die Fähigkeiten menschlicher Existenz

Auszug:

"Vom rebellischen Charakter unterscheidet den Menschen der für das Leben selbst und die Anwendung Menschlicher Fähigkeiten zum Wohle allen Lebens einsteht die Nutzung des Bewussten Verstandes zur reflektiven Abwägung von Sinn und Unsinn, wobei der Sinn durch den Wert der Handlung für die Gemeinschaft definiert wird. Das heißt die Abwägung wann und wo Konfrontation und Auseinandersetzung notwendig ist um etwas zu erreichen und wann nicht, frei von persönlichen Ambitionen des Selbstwertes und frei von kurzsichtigem, emotionalen Drang oder Antrieb als rein instinktive Reaktion. Die Verantwortung de Fähigkeit der Analyse von Konsequenzen des eigenen Verhaltens anzuwenden."

Es ist doch nicht schwer zu erkennen, dass jede Persönlichkeitsbildung der dieses grundlegende Fundament der menschlichen Courage fehlt immer auf wackligen Füßen stehe und dass sie zu ihrem eigenen Erhalt lebenslange mentale ideologische Energiezufuhr zur Existenzbestätigung erfordert, ein Aufwand der letztlich zum Scheitern verurteilt ist, so wie jedes Gebilde ohne solides Fundament einstürzen wird. Die erforderliche Energie für den täglichen Selbsterhaltungstrieb des imaginären Egos in einem zerfallenden System ist so enorm, dass jede Idee, jeder Denkanstoß, jede Frage die das Denken oder die Selbstsicht aus diesem Wertekonstrukt heraustragen würde als absurd und unmöglich, bzw. undenkbar abgetan werden muss, denn wenn man auf diesem steinigen und wackligen Pfad der Selbstidentifikation durch ständige,pausenlose Vergleiche und Anpassungen die vertrauten Wege verlassen muss überkommt dich eine unbändige Furcht vr dem totalen Verlust des Selbstwertgefühls. Und natürlich passt das nicht zu dem Schauspiel das der Mensch jeden einzelnen Tag in jeder einzelnen Minute sich und allen anderen vorspielt, es passt nicht zu der Rolle des selbstbewussten Mitglieds einer Illusionären Welt der Glaubenssätze.

Niemand scheint wirklich selbstsicher und eigenständig zu sein in dieser Welt. Jeder verschanzt sich hinter Vergleichen, hinter Auszeichnungen und Zertifikaten der Institutionen. Sprichst du aber den Menschen selbst an, seine Person, bist du kritisch oder hinterfragend diesem Konstrukt gegenüber, dann zeigt sich die Unsicherheit, dann brechen die Ängste hervor und schlagen um sich. Aggression ist die Reaktion der scheinbar zufriedensten Menschen, der Erfolgreichen, Arroganz die der Akademiker und die Anklagende Opferrolle die der Verlierer des Systems, derer die möchten aber nicht können und dennoch nicht ansatzweise genug wirkliches Selbst-Vertrauen haben um die Systeme denen sie sich anzupassen versuchen offen zu hinterfragen.
Vermeidungstaktiken, Vermeidungsverhalten und Aktionen hinter vorgehaltener Hand, das sind die Fähigkeiten die wir uns selbst und unseren Kindern antrainieren. 

Fortsetzung folgt!



Sonntag, 19. Mai 2013

Tag0092 - Warum Schreiben? (Teil 3) Eigenverantwortliche Selbstbestimmung

Dana Lookadoo - Yo! Yo! SEO / Foter.com / CC BY




Fortsetzung zu Tag0091 - Warum Schreiben? (Teil 2) Überzeugung und Liebe...



Blog vom 13.05.2013

Andererseits geht es auch nicht nur um Subjektivität. Denn die Selbstoffenbarung des Schreibens in erbarmungsloser Selbstehrlichkeit legt eben genau die Strukturen des menschlichen Bewusstseins frei, die allen Menschen gleichermaßen gemein sind. So kann sich in den Texten durchaus jeder selbst erkennen, sofern er eben in selbstehrlicher Selbstschau den Text als das was er ist liest, und nicht von voyeuristischen Motiven angetrieben ist.

Die Grundlage der eigenen Entscheidungen und des eigenen Lebensweges muss – abgesehen von den notwendigen Anpassungen an die  Umgebungsbedingungen – immer die eigenverantwortliche Selbstbestimmung sein.  Jede andere Wahrnehmung ist ein Selbstbetrug und ein Versuch sich vor der unabdingbaren Verantwortung zu verstecken die man als Mensch, als das Leben für das Leben trägt, ob man sie bewusst annimmt oder nicht.

Diese Akzeptanz der Eigenverantwortung ist der einzige Weg einen würdevollen Umgang mit der Bürde des menschlichen Bewusstseins zu praktizieren. Und eine Bürde ist es ganz offensichtlich. Der Mench ist weder reif noch weise genug um mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten eigenständig und verantwortungsbewusst umzugehen. Er hat noch unheimliche Angst vor seinem eigenen Potential und aus dieser Angst heraus missbraucht er es zu eigennützigen Zwecken in rücksichtsloser  und kurzgedachter Weise. Die Angst selbst versteht er nicht enmal und er nutzt auch seine Fähigkeiten nicht um sie verstehen zu lernen, sondern er projiziert seie Angst in alle möglichen Objekte seiner Wahrnehmung. Die Objekte können andere Menschen, bestimmte Umstände, Eigenschaften, Orte, Situationen, alles sein das ein Mensch sich in seiner Bewusstheit vorstellen kann. Er projiziert seine Angst in diese objektivierten Wahrnehmungen und sieht  den Ausweg aus dieser Angst in der Beseitigung oder Vermeidung eben dieser objektivierten Wahrnehmung in die er seine Angst hineinprojiziert hat.

Fortsetzung folgt...



Mittwoch, 2. Mai 2012

Tag 10 - Schlafwandler des Alltags




Wie oft an einem Tag wandele ich in Selbstzweifel und Unsicherheit umher, ohne zu merken wie sehr dadurch mein Verhalten beeinflußt wird. Es ist im Grnde wie ein Rauschzustand, ein Verlust der Kontrolle. Nicht über die Orientierung, nicht über die Bewegung oder die Sprache, sondern über die Handlungsmotivation, die Denkweise und die emotionalen Reaktionen.
Immer wieder ertappe ich mich dabei in diesen Zustand unbewußter Lenkung zu fallen und wache meistens erst dann auf, wenn sich die ersten Anzeichen von Problemen in meinem Umfeld abzeichnen. Probleme die wahrhaftig nur mich betreffen, in die ich allerdings mein Umfeld mit hineinziehe, indem ich beispielsweise auf einem sturen Standpunkt beharre ohne genau zu wissen warum, indem ich mich schlecht gelaunt oder argwöhnisch verhalte ohne den genauen Grund dafür zu kennen. Ausserdem ist in einem solchen Zustand der eigentliche Grund für mich gar nicht wichtig, sondern lediglich das Erleben der energetischen Aufladung, für die ich ein Gegenüber brauche, das in irgendeiner Weise auf 'das Spiel' einsteigt.

Was allerdings passiert wenn die Rechnung nicht aufgeht ist, dass ich bereit bin einen Konflikt, einen sinnlosen Streit zu entfachen, der lediglich einen Selbstzweck darstellt, bei dem es um das Gefühl künstlich erzeugter Überlegenheit geht. Es ist also eine gezielte Manipulation die stattfindet, wenn ich mich in diesem Tranceartigen Zustand der Akzeptanz und der Identifikation mit meiner 'inneren Welt' befinde. Eine Manipulation die ich überhaupt nicht mehr bewußt steuern kann. Und es ist erschütternd nach einer solchen Erfahrung sich in Selbstehrlichkeit sein eigenes Verhalten gegenüberzustellen und sowohl die teils fatalen Auswirkungen einer solchen Spannungssituation als auch die möglichen Risiken zu erkennen. Jeder kennt wahrscheinlich Momente solcher Aufladung im Zorn, in der Wut, wenn man in Rage gerät und die Kontrolle verliert, weil man in eine bestimmte Person all diese notwendigen Wertungen und Urteile hineinprojiziert, die das Ego als Rechtfertigung für seinen Ausbruch benötigt. Und jeder, der nach einem solchen Moment schon einmal bereit und in der Lage gewesen ist Abstand zu nehmen von der eigenen Selbstrechtfertigung und die Situation 'objektiv' betrachtet hat konnte sehen, wie falsch er in vielen Fällen mit seinen Unterstellungen und Annahmen lag und wie hoch der Preis für diese unkontrollierte, unbedachte Handlung ohne Sinn und Nutzen gewesen ist. Doch es muss gar nicht wirklich so weit kommen, dass es eine offene Auseinandersetzung gibt. Die kleinen, unbemerkten Momente solcher Schlafwandlerischen Handlungen bereiten oft die großen Momente der Eskalation erst vor. Sie legen sozusagen den Teppich aus auf dem das Gemetzel dann stattfinden soll. Es ist diese indirekte, über hundert Ecken sich vollziehende Gefahr die so oft übersehen wird. Auch wenn eine Situation zwischen zwei oder mehreren Menschen geschlichtet, der Streit bereinigt werden soll, werden diese Saatkörner der Zwietracht meist übersehen, denn sie sind schon viel zu 'normal' geworden. Das emotional getriebene, irrationale Verhalten gehört zur akzeptierten Normalität menschlicher 'Natur'. Daher scheint es wohl sinnlos, dies als Punkt mit aufzunehmen in das Reportoire der Verantwortlichkeiten.

Aber es sind genau diese Grundlagen, die Ignoranz des Menschen gegenüber dieser grundlegenden Selbst-Verantwortlichkeit für seine Persönlichkeitsstrukturen, die nahezu alle Versuche gesellschaftlicher Ordnungsregelungen an der Wirklichkeit scheitern lässt. Wunden brechen immer wieder auf, weil der Gerinnungsprozess gestört ist. Es fehlt ein wichtiges Element um diesen komplexen Vorgang in gang zu setzen und zu Ende zu bringen:
Selbst-Ehrlichkeit.

Denn in bedingungsloser Selbst-ehrlicher Analyse eines jeden Konflikts muss der Schluss zur Lösung desselben die Selbst-Verantwortlichkeit und die eigene Einheit mit der Situation, dem Prozess ihrer Entwicklung und ihrer Eskalation sein. Daher ist die Selbst-Ehrlichkeit der Schlüssel zur Befreiung des Menschen von seiner selbstgewählten und selbst erschaffenen 'Hölle auf Erden'. Sie ist der Schlüssel zur Lösung sämtlicher Konflikte und sie steht einem jeden frei zur Verfügung. Sie ist untrennbar an die Verantwortlichkeit gekoppelt und daher wirkt sie wohl auch so abschreckend. Der menschliche Geist und das Ego haben gelernt, sind so programmiert, dass sie es vorziehen in selbstgeordneten Bahnen wie auf einem eigenen Gleissystem durchs leben zu gleiten. In dieser weise folgt man scheinbar bekannten Wegen und verlässt sich auf die Richtigkeit seiner Route. Jedes Hindernis auf diesem Weg muss also entweder aus dem Weg geräumt werden können, oder es stellt eine unmittelbare Bedrohung dar. Doch sowohl die angeblichen Hindernisse als auch die Gleise und die vorgegebene Route sind Hirngespinste, nicht wirklich, und entspringen der Gewohnheit, der Konditionierung eines inneren Wesens, das selbst kein Interesse an der Realität und an dem woraus sie wahrhaftig besteht hat. Dieses Wesen ist lediglich am Selbsterhalt interessiert, den es durch Zufuhr von Energie sichert. Und diese Energie muss irgendwoher kommen, sie muss irgendwo entzogen und abgeleitet werden. Um das zu erreichen muss man Menschen manipulieren, Situationen schaffen die diesen Missbrauch erst ermöglichen. Und um die perfekte Tarnung aufrecht zu erhalten kleidet man sich selbst in die Rolle des Opfers.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe mich von meinem Umfeld abzutrennen, mich als Separat zu betrachten und die Zusammenhänge und das Zusammenspiel zu ignorieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen nicht die offensichtliche Einheit hinter der künstlich generierten Polarität des Erlebens als logische Konsequenz zu erkennen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe mich in miener Separation als Opfer zu sehen und meine Reaktionen mit dieser Sichtweise zu rechtfertigen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe ein Leben bestimmt durch energetisches Erleben in Abhängigkeit von äusseren Umständen und meinen persönlichen Interpretationen zu führen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe, meine Zweifel an den anerzogenen und von der Gesellschaft bestimmten Normen und Werten auf mich selbst zu beziehen und zu versuchen mein 'Ich' and die Umstände anzupassen, ohne dabei auf Konsequenzen oder Verluste Rücksicht zu nehmen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe, Teil eines Systems der gegenseitigen Ausnutzung und Ausbeutung auf der Ebene persönlicher, konditionierter und Emotionen-auslösender Reizreaktionen zu werden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe meine Existenz in den Dienst dieser vogegebenen Strukturen zu stellen um dann in meiner Unzufriedenheit andere verantwortlich für dieses Leben zu machen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe zu glauben ich sei dieses 'Gefühl' das ich von mir habe, ausgelöst durch eine lückenhafte Geschichte meiner Entwicklung, Erinnerungen und Erfahrungen gefiltert durch meine Wahrnehmung und Gedanken.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es mir erlaubt und zugelassen habe, in Momenten der Verzweiflung und Ohnmacht angesichts meiner Ausweglosigkeit als Persönlichkeit, die Selbstbetäubung durch Substanzen wie Alkohol und Gras der Eigenverantwortlichkeit dem Leben gegenüber vorzuziehen.


Ich sehe mich selbst als untrennbaren Bestandteil dieser Wirklichkeit, dieser Existenz und als solcher im Sinne der menschlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten, angesichts der von ihm bereits angerichteten Zerstörung, der lebensmißachtenden Systeme seiner Kulturen und Gesellschaften, als mitverantwortlich für alles was der menschliche Geist bisher zugelassen und erlaubt hat zu existieren. Die Konsequenzen unseres Handelns als Spezies sind in nahezu allen Lebensbereichen inakzeptabel und opfern das Leben einem Geist, einer selbstgeschaffenen Gottheit, dem Ego, der Persönlichkeit, dem Individuum als 'Geschichtliches Einzelwesen'. Dieser Wahn hat die Menschen nicht nur voneinander getrennt und entfernt, sondern auch dazu geführt, dass sie sich verloren haben in einer geistigen Scheinrealität in der sie der Mittelpunkt eines 'geheimen' Universums sind. Wir trennen uns damit auch ab vom Leben, von dem was wir alle gleichermaßen sind. Der Mensch spaltet diese physische Welt durch das Schaffen von Polaritäten, von Gegensätzen an denen er sich zu formen versucht. All diese Vorstellungen die er sich vom Leben macht bestehen aus scheinbaren Entscheidungen zwischen Gegensätzen, die im Grunde nicht existieren. Als Teil des Ganzen, als Einheit mit der gesamten Existenz gibt es keine Wahl zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld, Stark und Schwach, Opfer oder Täter, denn das Eine ergibt sich am anderen, kann nicht existieren oder wird auch niemals den Versuch begehen ohne das andere. Ich kann nicht existieren als eine Vorstellung die sich immer nur teilweise vereint von einer Möglichkeit zur nächsten hangelt, die sich mit einer Hand an der Existenz festhält. In welchem Raum soll dann die andere Hälfte hängen?
Nein, die Absurdität dieser Vorstellungswelten menschlicher Lebensphilosophie ist zu offensichtlich, wenn man den Schritt - bzw. die Schritte - zur Selbstbefreiung ohne Angst, auf das Leben zu geht.
Ich stelle mich dieser Verführung des Geistes, und stehe in Selbstehrlichkeit eigenverantwortlich für das Leben. Ich weiß, dass meine Programmierung über Generationen verhärtetes Gedankengut beinhaltet und dass dieser Weg Zeit braucht. Doch mit jedem Schritt wandeln sich die Fallen des 'Mind', des Geistes, mehr und mehr zu 'Gelegenheiten' der Selbsterkenntnis und der Befreiung von dieser Plage. Bis hin zur endgültigen Befreiung des Lebens aus dem ich eins mit allem bin.